Sepp Straka

Verschlafener Auftakt

Sepp Straka kommt zum Auftakt der PGA Championship noch nicht ins Rollen und startet in Quail Hollow nur mit einer 73 (+2) ins zweite Major der Saison.

Vollgepumpt mit Selbstvertrauen kommt Sepp Straka nach seinem sensationellen Sieg in der Vorwoche beim Signature Event in Philadelphia zum zweiten Major des Jahres. Die PGA Championship finden heuer in Quail Hollow statt und viel besser hätte sich Sepp die Location wohl selbst nicht aussuchen können. Mit dem schwierigen Gelände in North Carolina kam der gebürtige Wiener in der Vergangenheit durchaus gut zurecht, wie etwa auch ein 8. Platz im Vorjahr bei der Wells Fargo Championship unterstrich.

“Der Kurs spielt sich wohl sogar noch etwas länger als in der Vergangenheit, angesichts des vielen Regens zuletzt ist Quail Hollow aber wirklich perfekt herausgeputzt. Mein Stammcaddie Duane wird noch ein wenig ausfallen, aber es geht ihm schon deutlich besser mit dem Rücken. Es war ohnehin geplant, dass mein Bruder Sam am Freitag und Samstag einspringt, da Duanes Tochter ihren Abschluss macht. Jetzt geht Sam eben wie bei Olympia alle vier Tage, ist jetzt keine große Änderung für mich”, so Sepp, der am Donnerstag gleich mit früher Startzeit unterwegs ist, zum vorläufigen Caddiewechsel.

Bogeys sehenswert ausgekontert

Der erste Abschlag passt am Par 5 der 10 perfekt, allerdings bunkert er sich mit der Attacke links vor dem Grün ein, womit er sich der anfänglichen Birdiechance beraubt. Der verpasste rote Eintrag rächt sich auch sofort ziemlich bitter, da er aus dem hantigen Rough das Grün auf der 11 nicht erreicht und nach etwas zu kurzem Chip das erste Bogey nicht mehr verhindern kann.

Sepp StrakaNur kurz kehrt dann Ruhe auf der Scorecard ein, denn schon am Par 3 der 13 muss er nach verpasstem Sand Save gleich den nächsten Fehler einstecken. Der vierfache PGA Tour Champion beweist aber einmal mehr eine seiner größten Stärken: Das Wegstecken von Rückschlägen! Die frühen Fehler abgehakt, zirkelt er am drivebaren Par 4 der 14 den Abschlag gekonnt aufs Kurzgemähte und gleicht mit einem sehenswerten Eagle aus sechs Metern sein Score buchstäblich mit einem Schlag wieder aus.

Probleme nach dem Turn

Zwar kann er am Par 5 danach nicht gleich weiter nachlegen, startet dafür jedoch absolut stressfrei in den schwierigen “Green Mile” Schlussstretch der Löcher 16 bis 18. Nachdem auch das anspruchsvolle Par 3 der 17 den Puls nicht in die Höhe treibt und er sich trotz eines versandeten Drives mit einem starken Pitch auf der 18 noch zum Par scrambled, biegt er schließlich souverän bei Level Par zur 1 ab. Dort lässt er dann eine durchaus machbare Birdiechance aus vier Metern verstreichen, weshalb nach verzogenem Drive und einem Ausflug in den Grünbunker das dritte Bogey des Tages auf der 3 etwas schwerer ins Gewicht fällt.

Der Fehler kostet auch sichtlich die Genauigkeit, denn nachdem die Annäherung auf der 4 nur das Rough findet und er sich danach am Par 3 hinter dem Grün einbunkert, rutscht er sogar auf bereits 3 über Par zurück. Damit will sich Österreichs Nummer 1 aber nicht abfinden und holt sich trotz einer versandeten Attacke vom einzigen Par 5 der Frontnine direkt danach auch sein erstes Birdie ab, womit er zwei Löcher vor Schluss zumindest ein wenig verkürzen kann.

Auf den beiden verbleibenden Löchern lässt er dann zwar nichts mehr anbrennen, kann jedoch auch keine weiteren Birdies mehr notieren, weshalb er sich schließlich zum Auftakt mit der 73 (+2) anfreunden muss. Den Start ins zweite Major hätte sich der seit kurzem 32-jährige zwar mit Sicherheit anders vorgestellt, der Cut liegt als derzeit 73. jedoch noch klar in Reichweite

Jäger mit starkem Auftakt

Mit Stephan Jäger hat ein deutschsprachiger Spieler am Donnerstag deutlich mehr Grund zu jubeln, denn der Bayer notiert mit über weite Strecken sehr starkem Spiel sogar eine 67 (-4) und mischt damit als 4. im absoluten Spitzenfeld mit. Martin Kaymer hingegen kommt mit einer 78 (+7) ziemlich unter die Räder. Jhonattan Vegas (VEN) legt mit einer 64 (-7) den besten Start hin.

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