Welche Rolle spielt die Statistik beim Golf?

Golf verlangt Geduld und Präzision, doch hinter dem komplexen Spiel verbirgt sich auch ein komplexes System aus Technik, Taktik und Zahlen. Die Bedeutung der Statistik hat sich in den vergangenen Jahren erhöht, vor allem weil die Leistungsdichte im Golf immer weiter ansteigt. Dies gilt für die Profis ebenso wie für ihre schärfsten Beobachter, die Buchmacher. Welche Rolle spielt die Statistik in einem Sport, in dem oft schon ein einziger Schlag den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen kann?

Zahlen machen den Unterschied sichtbar

Gold ist ein Sport der kleinen Unterschiede, doch diese sind entscheidend. Die Statistik macht diese gnadenlos sichtbar. So konzentrieren sich die Zuschauer zumeist auf einen spektakulären Abschlag oder Put, die Profis hingegen achten auf Schlaglänge, Tempo, Windrichtung oder die Ballkurve. All das ist messbar und hat Auswirkungen.

Schon die folgenden Statistiken geben Aufschluss über das Können der Spieler:

♦ Driving Distance: Wie lange ist der Abschlag mit dem Driver. Dieser Wert kann besonders auf langen Kursen von entscheidender Bedeutung sein.

♦ Driving Accuracy: Wie oft landet der Ball nach dem Abschlag auf dem Fairway?

♦ Greens in Regulation: Wie oft gelingt es dem Spieler, das Grün mit der erwartenden Schlagzahl zu erreichen?

♦ Putts per Round: Diese Kennzahl misst die durchschnittliche Anzahl an Puts je Runde. Diese Statistik ist besonders relevant für den Erfolg, schließlich hat das Putten den größten Anteil am Score.

♦ Scrambling: Dabei handelt es sich um die Fähigkeit eines Spielers, ein Par nach einem verfehlten Grün zu retten.

♦ Strokes Gained: Hier wird gemessen, wie sich ein Spieler in einem bestimmten Bereich im Vergleich zum Durchschnitt der Konkurrenz schlägt.

Diese Statistik hat das Golfen in seiner detaillierten Betrachtung revolutioniert. Damit lässt sich jeder einzelne Bereich des Spiels im Vergleich messen. Das lässt genaue Aussagen über die Stärken und Schwächen jedes Spielers je Spielbereich zu.

Basis für Wahrscheinlichkeitsberechnungen

Mit diesen Zahlen als Basis lässt sich die jeweilige Stärke einzelner Golfer auch für Buchmacher präzise bestimmen. Diese errechnen ihre Quoten schließlich auf Basis von Zahlen und Fakten. Nur wenn diese realistisch sind, funktioniert ihr Geschäftsmodell.

In Österreich haben die Betreiber von Online-Casinos mit angeschlossenen Sportwetten noch einen unschätzbaren Vorteil im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland. Hierzulande gelten Sportwetten nicht als Glücksspiel, entsprechend einfach ist der Zugang für Kunden. Welche Casino Lizenzen in Österreich zählen, ist daher einfach zu beantworten. Im Bereich Casinospiele gibt es nur eine einzige Lizenz, diese hält Win2day. Im Bereich Sportwetten hingegen gilt das Gewerberecht, hier können zahlreiche Unternehmen ihre Leistungen frei anbieten.

Die Auswertung bestimmt die Trainingsschwerpunkte

Doch Statistik ist nicht nur für die Buchmacher wichtig, sie liefert auch den Profis Hinweise auf jene Bereiche, an denen sie verstärkt arbeiten müssen. Sie lassen ihre Schläge auswerten, um herauszufinden, wo sie ihr Training feinjustieren müssen. Wer auf eine hohe Abschlagslänge kommt, es jedoch an Präzision fehlen lässt, wird eher zu einem anderen Holz greifen, um mehr Sicherheit zu bekommen. Hier geht es also nicht um Gefühl, sondern um harte Fakten. Diese finden sich auch schon in Smart-Watches und sind damit jedermann zugänglich.

Die entsprechenden Daten stehen auch den jeweiligen Caddys zur Verfügung, um so ihre Spieler besser unterstützen zu können. Schon in der Vorbereitung ist daher die Analyse von Performance-Daten wichtig. Dies gilt sinngemäß auch für die Wind- und Wetterverhältnisse. So wird die Statistik für Profis zum wichtigen Werkzeug in ihrer Vorbereitung.

Analyse bringt Wissen

Das gilt auch für die Kunden der Buchmacher. Wer sich beim Wetten ausschließlich auf sein Bauchgefühl verlässt, riskiert schon vor Beginn eines Turniers mehr als nötig. Wer hingegen auf die Statistik vertraut, hat bereits eine gute Ausgangsposition für den späteren Erfolg geschaffen.

In der Vorbereitung einer Wette geht es also auch darum, das Turnier und den Kurs zu analysieren. Die Länge des Kurses gibt ebenso Aufschluss, wie ein enger Fairway oder zahlreicher Wasserhindernisse. Wer hier statistisch gesehen in der Vergangenheit jeweils am besten agiert hat, kann beim Turnier vorne mitspielen.

Die Form von Spielern lässt sich am besten anhand der Daten ablesen. Dabei geht es jedoch nicht nur um Platzierungen, sondern um die Details, wie es dazu kam. Ein guter Indikator sind auch die „Strokes Gained“. Sie geben Aufschluss darüber, wie stark ein Spieler im jeweiligen Bereich des Platzes ist.

Nicht alle Faktoren sind berechenbar

Doch bei allen Berechnungen bleibt Golf ein Spiel mit nur einer gewissen Vorhersehbarkeit. Darauf bezieht der Sport schließlich seine Spannung. Statistik ist wichtig, um sich gut vorbereiten zu können, doch sie ersetzt nicht Motivation, Tagesverfassung und körperliche Fitness. Erfahrung, Verletzungen und die Platzpflege können ebenso eine Rolle spielen, wenn die Stars gegeneinander antreten. Oft entscheiden winzige Details in entscheidenden Momenten, doch diese liefern für die Zukunft wieder wertvolle Erkenntnisse.

Viele Daten beim Gold sind situationsabhängig und hängen auch vom Risiko ab, das ein Spieler nimmt. Das kann zu Verzerrungen der statistischen Daten führen, dessen sollten sich Beobachter immer bewusst sein. Hier finden die Zahlen ihre Grenzen. Allerdings liefern sie eine gute Grundlage für ein tieferes Verständnis des Sports und sind im Training unverzichtbar geworden. Wenn es gelingt, Muster zu erkennen, ist man seinen Mitspielern oft schon einen Schlag voraus und kann die richtigen Entscheidungen treffen.

 

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