Bis vor einigen Jahren war Golf noch ein Sport für die Reichen und Schönen. Das hat sich allerdings stark geändert und viele Normalverbraucher pilgern am Wochenende auf den Golfplatz, um das eigene Handicap zu verbessern. Dadurch hat sich auch das Interesse am internationalen Golfsport gesteigert. Der Sport hat viele Fans gewonnen, die sich für die Turniere, die Kultur und auch die Golf Wetten begeistern. Anhand dieser Entwicklung ist es einmal eine Überlegung wert, sich die vier besten Golfer in Österreich einmal etwas genauer anzusehen.
Die österreichische Golflandschaft
Wenn man sich die gesamte Alpennation einmal ansieht, dann findet man insgesamt knapp 160 Golfplätze. Diese ziehen übrigens schon lange nicht mehr nur die Touristen an. Auch für die Einheimischen wird Golf zu einer immer beliebteren Betätigung. Jedes Jahr gewinnt der Sport insgesamt 5 % an aktiven Spielern. Und der Österreichische Golfverband ist inzwischen der fünftgrößte Sportverband im ganzen Lande. Das überrascht natürlich ein wenig angesichts der beliebten Breitensportarten wie Fußball oder Basketball. Auch international machen die österreichischen Golfer immer mehr von sich reden. Deswegen lohnt sich ein Blick in das Profil der prominentesten Vertreter österreichischen Golfkönnens.
Sepp Straka
Der gebürtige Wiener Sepp Straka ist bereits seit dem Jahre 2016 ein professioneller Golfer. Er lernte sein Handwerk ursprünglich beim Golfklub Fontana in Oberwaltersdorf. Straka verbrachte danach einige Zeit in den USA, denn seine Mutter ist US-Amerikanerin. Die Passion für das Golfspiel begleitete ihn überall hin und im Jahre 2017 spielte er bereits seine ersten Profi-Turniere. Als Mitglied der Web.com Tour konnte er dann 2018 bereits sein erstes Turnier gewinnen. Im Jahr 2019 war dann der große Moment gekommen. Als erster Österreicher konnte sich Sepp Straka für die amerikanische PGA-Tour qualifizieren. Darauf folgte sein erstes Major bei den US Open im Jahre 2019. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt befindet sich Straka auf Platz 11 der Weltrangliste. Er ist Teil der laufenden PGA-Tour.
Bernd Wiesberger
Ebenfalls aus Wien stammt der Profi-Golfer Bernd Wiesberger. Er ist ein paar Jahre älter als Sepp Straka und begann seine Profikarriere bereits im Jahre 2006. Im Jahre 2009 konnte er sich für die European Tour qualifizieren, wo er sich aber dann leider nicht behaupten konnte. Diese Enttäuschung konnte er dann aber im Jahre 2012 ausmerzen, als er auf der European Tour die Ballantines Championship in Südkorea gewann. Im Verlauf seiner Profikarriere konnte sich Bernd Wiesberger über insgesamt 12 Turniersiege freuen. Heute steht er auf dem 275. Platz der Weltrangliste und ist Teil der laufenden DP World Tour.
Matthias Schwab
Der Golfer Matthias Schwab hat im Jahre 1994 in Schladming das Licht der Welt erblickt. Bereits mit 17 Jahren konnte er den zweiten Platz der Amateur Championship 2012 belegen. Das führte dann zu seiner Profikarriere, die offiziell im Jahre 2017 begann. Schwab begann seine Karriere auf der Challenge Tour, wo er auf Platz 33 endete. Er spielt seitdem auf der European Tour und befindet sich gegenwärtig auf Platz 760 der Weltrangliste. Seine höchste Einstufung zuvor war Platz 78. 2020 nahm er an der Sommerolympiade Teil und belegte dort den 27. Platz.
Lukas Nemecz
Aus Klagenfurt stammt der 35-jährige Lukas Nemecz. Er begann seine professionelle Karriere im Jahre 2012. Bereits 2013 nahm er darauf bei der Alps Tour teil. Dort belegte er den 5. Platz, wodurch er dann direkt in die Challenge Tour aufstieg. Im Jahre 2016 nahm er an der European Tour teil und belegte am Ende den 25-sten Platz. Als Rookie erzielte er seine höchste Platzierung mit T18 beim Turnier Fiji International. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt befindet sich Nemecz auf dem 493-sten Platz der Weltrangliste. Er spielt im Moment auf der Challenge Tour.
Wie sieht die Zukunft aus?
Sport braucht Helden. Wenn junge, sportbegeisterte Zuschauer erfolgreiche Spieler aus dem eigenen Landen sehen können, steigt die Motivation, einfach selbst einmal einen Schläger in die Hand zu nehmen. Und für Österreich sollte dabei einiges möglich sein. Mit Sepp Straka hat man gleich einen Spieler mit dabei, der sich auf der vorderen Weltrangliste befindet. Auch die anderen Spieler sind erfolgreiche Athleten, die aus ihrer Leidenschaft einen Beruf gemacht haben. Und zum Glück ist in Österreich ja auch die nötige Infrastruktur vorhanden, damit der Nachwuchs schnell aufs Grün finden kann. Die offene Frage ist nun, wie sich die jungen Talente aus Österreich wie Max Steinlechner auf der Weltbühne behaupten können.





