Mit Birdieargumenten

BELGIAN KNOCKOUT – 3. TAG: Bernd Wiesberger räumt mit ganz starker Birdiequote im Rinkven International GC zunächst Oliver Fisher (ENG) und Oscar Lengden (SWE) aus dem Weg und lässt danach im Achtelfinale auch Daniel Gavins (ENG) keine Chance. Matthias Schwab findet gegen Ewen Ferguson (SCO) keinen Ryhthmus und bleibt schon nach dem ersten Duell auf der Strecke.

Nach dem nervenaufreibenden zweiten Spieltag – Bernd Wiesberger zauberte nach dem verpatzten ersten Spieltag die beste Runde des gesamten zweiten Spieltags aufs Tableau und Matthias Schwab setzte sich im Hole by Hole Playoff mit Birdie durch – heißt es für Österreichs Golf-Asse nun in der K.O.-Phase “Alles auf Anfang”.

Beim eigenwilligen Format, gespielt wird über 9 Löcher jedoch im normalen Zählspielmodus, bekommt es der Youngster zunächst mit Ewen Ferguson zu tun, während Bernd Wiesberger gegen Oliver Fisher – der Engländer war letztes Jahr Stolperstein für Matthias Schwab – ran muss. Zu Beginn der Runde kann sich noch keiner der beiden einen Vorteil verschaffen, denn sowohl Bernd als auch Fisher starten mit soliden Pars.

Schon auf der 2 zieht der Österreicher dann aber erstmals etwas davon, denn nach starkem Eisen kann er das Par 3 zum ersten Birdie überreden, während sich Fisher mit dem Par begnügen muss. Der Burgenländer lässt auch in Folge den Fuß am Gaspedal und zieht dem Engländer mit einem Birdiedoppelpack weiter davon. Fisher macht auch danach mit Pars zwar nichts falsch, allerdings stopft Bernd am Par 5 sogar den Eagleputt und marschiert so komfortabel vorne weg.

Erst auf der 7 kann Schwabs Stolperstein des Vorjahres erstmals etwas zu Bernd heranschnuppern, doch selbst nach seinem ersten Birdie fehlen ihm noch satte drei Schläge auf den Oberwarter. Zwar verkürzt Fisher mit dem nächsten Birdie gleich danach noch weiter, auf der letzten Bahn muss er aber hoffen, dass Bernd einen Fehler einstreut um sich noch in die Verlängerung retten zu können. Dieser tut ihm diesen Gefallen aber nicht und mit einem -4 : -2 Sieg steigt Bernd Wiesberger schließlich ganz souverän in die Runde der letzten 32 auf nun der Schwede Oscar Lengden als Gegner wartet.

Sofort wieder im Birdiefieber

Bernd macht auch sofort dort weiter wo er gegen Fisher aufgehört hat, denn gleich die 1 überredet er zum Birdie und da Lengden nur mit einem Bogey startet, kippt die Partie rasch in Richtung des Österreichers. Auch danach lässt der Burgenländer seinen Fuß voll am Gaspedal, überredet auch die 2 und die 3 zu Birdies und verschafft sich so schon früh einen recht beruhigenden Vorsprung.

Erst die 4 kann er dann erstmals im zweiten Match nicht zu einem Birdie überreden, da parallel dazu der Schwede aber am Par 4 sogar eine 6 notieren muss, baut Bernd seinen Vorsprung immer weiter aus. Auf der 7 schleicht sich dann auch beim Österreicher aber das allererste Bogey am Samstag ein, dass er angesichts des perfekten Starts jedoch locker verkraften kann.

Sofort setzt er danach den Konter und nimmt vom darauffolgenden Par 5 postwendend wieder ein Birdie mit. Zwar kann er in Folge auf der Schlussbahn einen weiteren Schlagverlust nicht verhindern, den Aufstieg ins Achtelfinale nimmt er aber mit einem glasklaren -2 : +2 Sieg ohne jegliche Probleme mit.  Im Achtelfinale wartet nun Daniel Gavins.

Start-Ziel Sieg

Sofort läuft auch die Partie gegen den Engländer wieder in Bernds Richtung, denn da sein Kontrahent nur mit einem Doppelbogey beginnt verschafft er dem Österreicher sofort einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. Gavins steuert allerdings mit einem darauffolgenden Birdie rasch gegen. In Folge wird das Duell richtig hochklassig, denn beide stopfen am Par 3 danach den fälligen Birdieputt.

Gavins hat nach seinem Birdiedoppelpack allerdings auf der 4 wieder Probleme und kann nur mit einem Bogey den Weg zur 5 antreten, weshalb Bernd auch mit Par seinen Vorsprung wieder ausbauen kann. Nur eine Bahn später wirkt der Oberwarter dann auch wieder aktiv mit, denn mit weiterem gelochten Birdieputt zieht er immer weiter davon.

Da dem Engländer langsam aber sicher die Löcher ausgehen muss er immer mehr Risiko nehmen, was mit einer Grünattacke am kurzen Par 4 der 7 auch aufgeht, denn mit einem Birdie arbeitet er sich zwei Bahnen vor Schluss wieder auf zwei Schläge an Bernd heran. Zwar nimmt Gavins auch am Par 5 danach einen roten Eintrag mit, der Oberwarter aber tut es ihm gleich und hält seinen Gegner so weiterhin angenehm auf Distanz.

Auf der 9 kann Bernd es am Ende sogar verkraften, dass sein Gegner noch einen weiteren Birdieputt locht, denn mit einem -3 : -2 Sieg zieht der Sieger der Vorwoche ins Viertelfinale ein, wo am Sonntag Vormittag nun Guido Migliozzi (ITA) wartet.

Früh gescheitert

Matthias Schwab findet 80 Minuten nach Bernd nur eher schleppend ins Match und liegt nach einem Bogey auf der 1 schon recht früh hinter seinem schottischen Gegenspieler zurück. Nachdem jeder der beiden auf der 2 und der 3 Pars mitnehmen, klafft die Lücke zwischen den Kontrahenten auf der 4 immer weiter auseinander, denn während Ferguson sein zweites Birdie findet, muss der Schladming-Pro den nächsten Schlag abgeben.

Auch das einzige Par 5 erweist sich für Matthias nicht gewinnbringend, denn mit Par gegenüber Birdie verliert er weiterhin an Boden und benötigt auf den letzten Bahnen nun bereits einen Kraftakt um das Duell noch drehen zu können. Matthias stopft dann auf der 7 auch seinen ersten Birdieputt, allerdings gelingt seinem Gegner das selbe Kunststück, weshalb der Rohrmooser dem Schotten nicht näher kommt. Ferguson kann sich schließlich auf der 9 sogar noch ein abschließendes Bogey ohne Probleme leisten um ganz sicher mit -2 : +1 den Weg in die Runde der letzten 32 anzutreten.

Nach dem Ausscheiden spricht er sein derzeitiges Problem ungeschönt an: “Ich spiele zur Zeit einfach leider nicht konstant genug. Gute Schläge wechseln sich ständig mit schlechten ab und so kommt es auch immer wieder zu guten und schlechten Runden.”

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