Verhalten in München

BMW INTERNATIONAL OPEN – 1. RUNDE: Lukas Nemecz bringt sich am Donnerstag im GC München-Eichenried mit einer 70 (-2) zumindest auf Cutkurs. Bernd Wiesberger kann seine frühe Startzeit nicht nützen und bringt nur die 72 (Par) zum Recording.

Trotz ungewisser Zukunft auf der DP World Tour nach dem Wechsel auf die saudiarabische LIV-Tour darf Bernd Wiesberger noch gemeinsam mit Martin Kaymer und Sergio Garcia bei der BMW International Open an den Start gehen. Nach dem Abrutschen auf Position 97 im World Ranking benötigt der Burgenländer dringend Punkte, vor allem da diese bis auf Weiteres bei LIV-Events nicht vergeben werden.

In München-Eichenried wartet auf ihn noch einmal starke Konkurrenz mit einem vollen Starterfeld, mit Topstar Billy Horschel und dem Belgier Thomas Pieters. Lukas Nemecz konnte seine Batterien wieder aufladen und hofft ebenso auf halben Heimvorteil am Weisswurst-Äquator.

Gleich zu Beginn hat der Steirer nach verzogenem Drive dann etwas zu kämpen, kratzt aber noch das anfängliche Par und lässt danach mit recht solidem Spiel von Tee bis Grün nichts anbrennen. Am ersten Par 5 kann er sich dann für das bislang geduldige Spiel belohnen und taucht nach nur knapp verzogener Grünattacke mit dem ersten Birdie erstmals in den roten Bereich ab.

Lange währt die Freude darüber jedoch nicht, denn nach einem Abschlag ins Rough findet er auch das Kurzgemähte nicht und muss nach verpasstem Up & Down postwendend den Ausgleich einstecken. Ein Unglück kommt für Lukas auch selten allein, denn nach eingebunkertem Teeshot geht sich auch am Par 3 danach nur ein Bogey aus, was den Steirer aber nicht wirklich aus der Ruhe bringt, wie er in einem On-Course Interview danach sichtlich entspannt bestätigt.

Mit Par 5 Birdie auf Kurs gebracht

“Die Schwierigkeit hier ist klar das Semi-Rough, denn es ist zwar recht kurz gemäht, aber so dicht, dass man oft die Lagen unterschätzt. Auf den Par 5 Löchern heißt es hier einfach den Score zu machen, denn das sind klar die Birdielöcher in München”, sprach er und krallt sich nur Minuten später nach starker Grünattacke wieder den scoretechnischen Ausgleich.

Auch danach setzt er seine Worte perfekt in die Tat um, denn auch auf der 11 bringt er die Grünattacke im anvisierten Ziel unter und krallt sich mit einem sicheren Zweiputt schließlich wieder das Minus als Vorzeichen. Ein messerscharfes Eisen auf der 13 kann er dann aus einem Meter ins nächste Birdie verwandeln, womit er bereits bis ins solide Mittelfeld nach oben klettert.

Mit sicherem Spiel lässt er danach zwar nichts mehr anbrennen, kann jedoch auch kein weiteres Birdie mehr auf die Scorecard zaubern, weshalb er sich schließlich mit der 70 (-2) zufrieden geben muss, die ihn aber als 45. immerhin auf Cutkurs bringt.

Frühe Startzeit nicht genützt

Zum Auftakt ist Bernd Wiesberger im reinen “LIV-Flight” mit Sergio Garcia und Louis Oosthuizen gleich mit früher Startzeit unterwegs und findet alles andere als gut ins Turnier, denn am Par 5 der 11 lässt er aus dem Grünbunker das erhoffte schnelle Birdie liegen und stolpert nach einem weiteren Ausflug in den Sand am Par 3 der 12 ins erste Bogey.

Mit recht souveränem Spiel stabilisiert die Performance danach zwar wieder, einer ersten echten Birdiechance läuft er jedoch weiterhin vergeblich hinterher. Erst kurz vor dem Turn kann er nach starker Grünattacke am Par 5 der 18 dann sein Score mit einem sicheren Zweiputt aus sechs Metern wieder zurechtrücken.

Nach einem knapp verfehlten Grün kann er sich am Par 3 der 2 dann allerdings nicht mehr zum Par scramblen und rutscht so rasch wieder in den Plusbereich ab. Am Par 5 der 6 findet die Attacke zwar knapp nicht das anvisierte Ziel, mit einem gefühlvollen Chip geht sich aber immerhin zumindest der erneute Ausgleich zurück auf Level Par aus.

Mehr will zum Auftakt jedoch nicht mehr gelingen, weshalb er sich schlussendlich mit einer 72 (Par) zufrieden geben will. Die Spitzenplätze sind damit zwar alles andere als außer Reichweite, die Ausgangslage könnte für den weiteren Turnierverlauf aber eindeutig besser sein, auch weil er als 87. bereits auf die prognostizierte Cutmarke zwei Schläge aufholen muss.

“Das war eine ziemlich zähe Runde heute Morgen. Ich hab gut gedrived, aber hab den Ball dann nicht nah genug an die Fahnen bekommen um einen anständigen Score zu erzielen”, so der Südburgenländer nach der 72. Haotong Li (CHN) packt eine 62 (-10) aus und diktiert damit das Tempo.

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