Weit weg von amateurhaft

ZELL AM SEE OPEN – FINAL: Lukas Lipold mischt bis zum Schlussloch voll um den Sieg mit, muss sich im Golf Zell am See schließlich aber hauchdünn geschlagen geben. Generell zeigen in dieser Woche in Salzburg die Amateure voll auf. Martin Wiegele feiert ein starkes Comeback.

Lukas Lipold (Am) agiert in dieser Woche in Zell am See alles andere als amateurhaft. Der mittlerweile routinierte Salzburger Amateur geigt beim Heimspiel richtig groß auf und spielt bis zum letzten Loch voll um den Sieg mit. Lukas bleibt die gesamte letzte Runde über unglaublich cool und bringt genau zum richtigen Zeitpunkt die Birdies auf die Scorecard. Lediglich am Par 5, der 18 kann er den angepeilten roten Eintrag dann nicht mehr fixieren. Damit verpasst er zwar das Stechen, mit einem 3. Rang bei lediglich einem einzigen Schlag Rückstand kann er sich aber mit Sicherheit voll zufrieden zeigen.

Insgesamt notiert er am Samstag vier Birdies und sogar ein Eagle und kann so seinen zwischenzeitlichen Fehler auf der 8 durchaus verschmerzen. Erst auf den Backnine reißt etwas der Birdieflow, weshalb er sich mit der 67 (-5) zufrieden geben muss. Generell stehlen in dieser Woche die rot-weiß-roten Amateure den etablierten Professionals die Show, denn Niklas Regner (Am) darf sich nach der 67 (-5) und mit Rang 9 ebenfalls über ein Top 10 Ergebnis freuen. Maximilian Steinlechner (Am) (72) als 17. rundet das sehr gute Abschneiden der heimischen Zukunftshoffnungen gebührend ab.

Am Sprung ins Profilager

“Das war echt eine Riesenwoche für mich. Ich hab mir jeden Tag vorgenommen mich nicht zurückzunehmen und dort weiterzumachen wo ich am Vortag aufgehört hab. Das ist mir auch jeden Tag gelungen. Ich bin überhaupt erst durch eine Wildcard vom GC Zell am See ins Turnier gekommen. Ich war zwar in den Wochen zuvor gut in Form, dass ich hier aber um den Sieg mitspielen kann hab ich wirklich nicht erwartet”, so ein noch unter Strom stehender Lukas Lipold nach der Runde.

Zur Finalrunde meint der vermutlich nächstes Jahr ins Profilager wechselnde Noch-Amateur: “Die Spannung war bei mir nach der 14 wirklich groß. Ich hab meinen Drive am Par 4 auf einen Meter zur Fahne geschlagen und war nach dem Eagle plötzlich in geteilter Führung. Ich hatte sogar noch gute Chancen auf -17 zu gehen, aber die Anspannung war schon sehr hoch und mir sind die Putts dann nicht ganz gelungen. Ich bin aber natürlich mehr als zufrieden mit meiner Leistung, das war eine tolle Woche.”

Gelungenes Comeback

Insgesamt gelang gleich neun Spielern der Alpenrepublik der Sprung in den Finaltag, wobei man vor allem Martin Wiegele eindeutig hervorheben muss. Der Routinier musste sage und schreibe 32 Wochen Pause vom Turniergolf machen, meldet sich nach einer komplizierten Hüft-OP aber eindrucksvoll zurück. Ohne Probleme stemmte der Routinier den Cut und beendet sein Comeback-Event in Salzburg mit einer 69 (-3) und auf Platz 20.

Leo Astl wird nach der 67 sehenswerter 15., Jürgen Maurer marschiert mit einer 66 noch um etliche Ränge nach vor und wird schließlich 20. Berni Reiter benötigt in dieser Woche nur um einen Schlag mehr und verlässt Zell am See nach der 70 mit Platz 26. Stefan Meyer spielt sich mit einer 69 noch auf Rang 38, Robert Molnar wird nach der 78 nur 48. Ondrej Lieser (CZE) setzt sich im Stechen gegen Craig Howie (SCO) durch und gewinnt bei gesamt 17 unter Par

>> Leaderboard Zell am See Open

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