Open-Source-Projekte in der Spieleentwicklung: Kreativität und Gemeinschaft

Teilen macht bekanntlich mehr Spaß, als eigene Entwicklungen für sich zu behalten. Genau nach diesem Prinzip arbeiten auch diejenigen, die ihre Open-Source-Projekte im Rahmen der Spieleentwicklung mit anderen teilen und somit nicht nur wichtiges Wissen, sondern auch verschiedene kreative Ansätze untereinander austauschen. Schließlich lebt die Branche sogar von der Uneigennützigkeit einiger technisch versierter Köpfe. In diesem Beitrag blicken wir auf die Bedeutung von Open-Source-Projekten im Bereich der Spielentwicklung.

Entdecken und teilen: Ein Paradies weit weg von wirtschaftlichen Gedanken

Wer heutzutage eine neue Entdeckung macht oder Dinge zum ersten Mal herausfindet, macht um seine Erfahrungen nicht selten ein großes Geheimnis. Spielt hier doch immer die Hoffnung mit, die eigene Arbeit monetarisieren und sich hierdurch eine goldene Nase verdienen zu können. Immer wieder gibt es dabei jedoch Ausreißer, die sich nicht um großen Ruhm und Ehre scheren, sondern ihr erhaltenes Wissen auf schnellstem und direktem Wege teilen möchten. Willkommen in der Community der Open-Source-Entwicklung. Ein Ort, an dem Uneigennützigkeit noch groß geschrieben wird.

Auf einschlägigen Foren wird dabei fast alles geteilt, was einem in den Kopf kommt. Seien es Designs, Spielideen oder Codes, die bestimmte und oft auftretende Fehler im Spiel beheben können. Selbst einige Spiele, die an Slots aus einem Online Casino erinnern, werden auf Basis von Open-Source mit der Öffentlichkeit geteilt. In der Regel handelt es sich dabei um Hobby-Entwickler, die zwar selbst keine vollumfänglichen Spiele entwickeln, dafür jedoch im Zusammenschluss mit anderen technisch versierten Nutzern viel erreichen können.

Große Entwickler arbeiten in Eigenregie

Obwohl Open-Source durchaus sein eigenes Potential besitzt und bereits für viele spannende Projekte gesorgt hat, arbeiten große Entwickler bei hochpreisigen Titeln in aller Regel nicht mit einem solchen Konzept. Schließlich sind viele Assets, Codes und andere Daten zwar im Bereich von Open-Source-Projekten zwar schnell zu finden, fehlerfrei sind sie dadurch jedoch noch lange nicht. Um professionell arbeiten zu können, können sich die Entwickler großer Spiele also nicht auf entsprechende Vorlagen verlassen und müssen selbst tätig werden, um ein angenehmes Spielerlebnis gewährleisten zu können.

Vor allem kleinere Spiel-Projekte, die nur von Einzelpersonen oder kleineren Teams betreut werden, greifen hingegen gerne auf die durch die geteilten Informationen und Daten geschaffenen Möglichkeiten zurück. Aufgrund von rechtlichen Problemen hinsichtlich des Urheberrechts sowie weiteren Faktoren kann es jedoch bei der Monetarisierung entsprechender Inhalte schnell zu Problemen kommen.

Projekte, die in die Geschichte eingingen

So gibt es durchaus das eine oder andere bekannte Projekt im Bereich der Spielentwicklung, welches in dieser Form wohl kaum ohne das Konzept von Open-Source hätte entstehen können. Diese sind in den meisten Fällen natürlich vollkommen kostenfrei spielbar – schließlich dürfen einige der Inhalte nicht ohne Einverständnis aller daran beteiligten Creator monetarisiert werden. Zu aktuellen Titeln mit Open-Source-Hintergrund zählen derzeit:

♦ Xonotic

♦ FreeCiv

♦ Minetest

♦ OpenArena

In den meisten Fällen handelt es sich bei den Projekten um Klone von bereits etablierten und meist kostenpflichtigen Spielen. Dementsprechend gibt es zwar eine Zielgruppe für besagte Spiele, diese ist aufgrund der großen und vor allem direkten Konkurrenz durch die bereits bestehende Marke nur schwer zu erreichen. Darüber hinaus gibt es entscheidende weitere Probleme, mit denen sich die Entwickler von Open-Source-Spielen herumschlagen müssen. Fakt bleibt jedoch, dass Open-Source auch im Bereich der Videospiele das Potential besitzt, eine erhebliche Senkung der Kosten herbeizuführen.

Nachteile von Open-Source-Games

Trotz der vielen spannenden Möglichkeiten und Vorteile hat Open-Source entscheidende Schwachstellen. Im Kontext von Videospielen sind es vor allem mögliche Cheater und anderer Einfluss auf das Spielgeschehen. Schließlich sind große und teilweise sogar ganze Teile des Codes öffentlich einsehbar. Umso leichter wird es den ohnehin raffinierten Cheatern gemacht, mögliche Schwachstellen zu erkennen.

Ein großes Problem stellt dies jedoch häufig nur in der Theorie dar. Schließlich sind die Communitys entsprechender Spiele ohnehin nicht allzu groß, der unfaire Weg ergibt in der Praxis also kaum einen Sinn. So sind es dann doch eher die anderen negativen Aspekte wie fehlerhafte Spieldaten und die dadurch entstehenden Bugs, welchen den Fans von Open-Source-Projekten ein Dorn im Auge sein dürften.

Open-Source im Gaming-Bereich: Spannend vor allem für Hobby-Entwickler

Wir können also festhalten, dass das Konzept von Open-Source zumindest im Bereich der Entwicklung von Videospielen vorwiegend den Hobby-Entwicklern vorbehalten bleibt. Schließlich gibt es einige Aspekte, die gegen eine kommerzielle Nutzung von Inhalten, die auf dieser Basis entstanden sind, sprechen. So sind Spiele, die auf Open-Source basieren, nicht selten vergleichsweise fehleranfällig. Darüber hinaus können durch die teils vollkommen und eingeschränkt öffentlichen Quellcodes Dritte für unfaire Spielverhältnisse sorgen.

Dennoch sind es vor allem kleinere Communitys, die regelmäßig ihren Spaß mit entsprechenden Projekten finden. Aus Sicht der Weiterentwicklung ist dies auch definitiv zu begrüßen. Schließlich entstehen hier nicht selten Ideen, die in Zukunft von großer Bedeutung sein können. Ein regelmäßiger Blick in einschlägige Foren wird sicherlich immer wieder die eine oder andere Überraschung parat halten.

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