Schlagwort: torrey pines

Durchbruch in Amerika

FARMERS INSURANCE OPEN – FINAL: Sepp Straka verpasst nur knapp sein erstes Top 10-Ergebnis, ist aber dennoch endgültig auf der PGA Tour angekommen.

Auch wenn der Dreimeter-Putt am Schlussloch nicht zum Birdie fallen will und ihm die Top 10 und damit einen automatischen Startplatz für die Waste Management Phoenix Open verwehrt, darf sich Sepp Straka dennoch über den Durchbruch auf der US PGA Tour freuen.

Platz 13 bei der Farmers Insurance Open markiert bereits beim 6. Turniereinsatz sein erstes achtbares Resultat und spülen neben 53 FedExCup-Punkten auch rund 125.000 US Dollar Preisgeld auf sein Bankkonto. So nebenbei verpasst der 25-jährige Wiener nur um einen Rang die Österreich-Bestmarke in Amerika, die Bernd Wiesberger mit Platz 12 beim Players 2017 aufstellte.

Strakas Sonntag in San Diego

Bei lediglich zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 hatte Sepp vor dem Schlusstag in San Diego die Spitzenränge breit vor sich aufgefächert.

Doch wie schon am Vortag geht der Start gründlich daneben, nachdem ihm auf der 1 bei der Annäherung der Grünbunker im Weg ist. Sofort aber setzt der Wiener mit einem gestopften Dreimeterputt den perfekten Konter. Erneut hat Sepp dann auf der 5 Sand im Getriebe, denn vom Fairwaybunker aus verfehlt er das Grün und tritt sich nach verpasstem Up & Down sein zweites Bogey ein.

Wieder buddelt sich Sepp dann nach leicht zu kurzer Grünattacke am Par 5, der 6 neben dem Grün ein, mit gefühlvollem Bunkerschlag legt er den Ball aber perfekt zur Fahne und kann so sein Score wieder auf Anfang stellen. Wieder ist es dann an diesem Sonntag der Sand der im Weg ist, denn ein etwas zu langer Tee Shot bleibt erst hinterm Grün im Bunker liegen, was Sepp mit seinem bereits dritten Bogey wieder zurückwirft.

Zu Beginn der Backnine zündet er dann aber ein perfektes Eisen und legt sich eine richtig gute Birdiemöglichkeit auf, die er sich aus gut zwei Metern auch nicht vom Putter nehmen lässt. Am dritten Par 5 der Runde, der 13, wirft Sepp dann wieder seine ganze Länge in die Waagschale. Zwar verfehlt er das Grün, chippt aber richtig stark zum Loch und taucht so erstmals am Sonntag in den roten Bereich ab.

Um das erhoffte Top 10 Ergebnis mitnehmen zu können, benötigt Sepp auf den letzten Bahnen noch zwingend Birdies, allerdings drohen ihm nach drei Pars in Folge die Löcher auszugehen. Auf der 17 angekommen stopft er jedoch dann einen Zehnmeterputt und liegt damit vor dem abschließenden Par 5 nur noch um einen Schlag hinter dem großen Ziel zurück.

Einmal mehr ist ihm dann an diesem Tag ein Bunker im Weg, weshalb er die Grünattacke nicht durchziehen kann. Dennoch legt er sich den Ball auf drei Meter zur Fahne, schiebt aber knapp vorbei und muss sich so mit der 70 (-2) zufrieden geben, womit er die Top 10 um einen Schlag verpasst.

Rose nicht zu schlagen

Justin Rose verteidigt souverän seine Führung und marschiert mit der 69 ungefährdet zum Sieg bei 21 unter Par, womit der Engländer auch seine Führung im World Ranking ausbaut. Adam Scott sichert sich zwei Schläge dahinter Platz 2. Rory McIlroy und Jon Rahm unterstreichen mit Platz 5 ein hervorragendes Ergebnis aus europäischer Sicht. Tiger Woods kommt in seiner alten Heimat San Diego einen Schlag hinter Straka auf Platz 20 in die Endwertung.

>> Endergebnis Farmers Insurance Open

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Torrey Pines in Farbe

FARMERS INSURANCE OPEN – 3. RUNDE: Sepp Straka notiert am Moving Day am South Course von Torrey Pines von Doppelbogey bis Eagle wirklich alles, wahrt mit einer leicht geröteten 71 aber die Chance auf sein erstes Topergebnis auf der PGA Tour.

Sepp Straka spulte am Freitag seine wohl bislang beste Runde der noch jungen PGA Tour Karriere ab. Der Mega-Longhitter nahm vom weltberühmten South Course in Torrey Pines eine fehlerlose 67 (-5) mit und stürmte damit sogar bis unter die Top 10 nach vor. Am Moving Day will der Georgia Bulldog nun an den Schwung vom Vortag anknüpfen um sich am US Open erprobten Platz vor dem Finaltag weiterhin in guter Position halten zu können.

Im Flight mit dem ehemaligen Masters Champion Adam Scott (AUS) gibt es dazu noch eine ganz besondere Kindheitsanekdote von Sepp zu berichten, denn vor rund zehn Jahren liefen sich Sepp mit Bruder Sam und Adam Scott am Flughafen nach dem Players über den Weg, was die beiden für ein Foto mit dem australischen Superstar nutzten. Nun zehn Jahre später steht Sepp Seite an Seite mit Scott in Torrey Pines in den Teeboxen.

Nervöser Beginn

Sepp verzeichnet einen nervösen Beginn: aus dem Grünbunker der 1 geht sich das Par nicht mehr aus. Ein perfekter Viermeter-Putt sorgt am spektakulären Par 3, der 3 dann für den Ausgleich. Den schweren Drive an der 4 pullt Straka jedoch Richtung der Klippen von La Jolla, kassiert einen Strafschlag und das bittere Doppelbogey.

In dieser Phase hilft dem Wiener der Putter: mit zwei Birdieputts aus 9 und 8 Metern macht er in nur wenigen Minuten den Schaden wieder wett. Auch auf das Bogey an der 8 hat er eine Antwort parat, legt sich zum Abschluss der Front 9 eine dicke Eaglechance auf, die er auch perfekt verwertet.

Die Chemie stimmt im Flight, Adam Scott brettert in 6 unter Par über die Front 9. Straka lässt sich inspirieren und locht an der 10 den nächsten Superputt aus 7 Metern zum Birdie. Einer der vielen Grünbunker von Torrey Pines steht ihm dann rund ums 12. Grün im Weg und befördert ihn mit Bogey aus den Top 10 hinaus. Straka pusht im letzten Drittel die Drives reihenweise rechts weg, verpasst an der 13 das Pflicht-Birdie und gibt an der 15 den nächsten Schlag ab, als es aus dem Rough keinen Weg zum Grün gibt.

Erst am berühmten Par 5 der 18 stimmt wieder die Linie vom Tee und nach zwei satten Schlägen darf Straka bereits den Putter zücken. Mit dem Birdie geht sich zwar knapp die dritte rote Runde der Woche aus, er rutscht mit der 71 (-1) aber knapp aus den Top 10. Doch auch vom 16. Platz ist am Sonntag noch sehr vieles möglich, denn mit nur zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 hat Österreichs PGA Tour Beitrag sein erstes Spitzenergebnis noch glasklar in Reichweite.

Justin Rose (ENG) verteidigt mit einer 69 (-3) seine Spitzenposition und geht bei gesamt 18 unter Par mit drei Schlägen Vorsprung auf Sepps Flightpartner Adam Scott (65) in den Finaltag.

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Southern Style

FARMERS INSURANCE OPEN – 2. RUNDE: Sepp Straka spult am US Open erprobten weltberühmten South Course von Torrey Pines eine seiner wohl bislang eindeutig besten PGA Tour Runden seiner noch jungen Karriere ab und marschiert mit einer fehlerfreien 67 sogar bis unter die Top 10 nach vor.

Sepp Straka zeigt in dieser Woche nach zuletzt etlichen verpassten Cuts in Folge, dass er nun endgültig auf der Weltbühne des Golfsports angekommen ist. Beim topbesetzten Event bei San Diego hatte er schon zum Auftakt am Donnerstag mit dem North Course die etwas scorefreundlichere der beiden zu absolvierenden Wiesen gut im Griff und legte sich mit einer 69 (-3) eine gesunde Basis.

Was der Mega-Longhitter allerdings am Freitag auf die Scorecard brennt zählt mit Sicherheit zu seinen bislang besten Runden auf der PGA Tour. Der weltberühmte South Course in Torrey Pines – am klassischen Parklandkurs an den Steilklippen von La Jolla krönte sich bereits Tiger Woods (USA) 2008 zum US Open Champion – könnte sich im Nachhinein betrachtet womöglich als der Turning Point in Sepp Strakas Saison herausstellen.

Alles fest im Griff

Der Georgia Bulldog startet auf den Backnine und beginnt mit sicheren Pars grundsouverän, bis er von der 16 weg in einen wahren Lauf kommt, den der Putter aus knapp zehn Metern so richtig auf Tempo bringt. Zunächst spielt das Geräte fürs Kurzgemähte auch auf der 17 aus gut dreieinhalb Metern mit, ehe Sepp zum ersten Mal seine unglaubliche Länge in die Waagschale werfen kann.

Mit einer wahren 3er Holz Bombe knallt er auf der 18 die Grünattacke übers Wasserbis auf drei Meter zur Fahne und hat in Folge sogar etwas Pech, dass der Adler nicht landen will. Birdie Nummer 3 ist so aber nur Formsache. Auf den Geschmack gekommen funktionieren in Folge auch die Eisen, denn eine punktgenaue Annäherung auf der 1 sorgt sogar für den Viererpack.

Trocken nach Hause gespielt

Nur kurz gönnt er sich dann eine kleine Verschnaufpause, ehe er am Par 3, der 3 fast den Tee Shot locht und so sein Score auf bereits 5 unter Par stellt und damit erstmals sogar die Top 10 beim ganz stark besetzten Event knackt. Zwar wollen danach keine weiteren Birdies mehr auf die Scorecard wandern, Sepp spielt die Runde aber staubtrocken nach Hause und darf sich so schließlich über eine fehlerlose 67 (-5) freuen.

Damit bringt sich der stets freundliche Aufsteiger vor dem Wochenende als 9. – auch am Samstag und Sonntag wird am South Course gespielt – in eine perfekte Position um am Sonntag womöglich sein erstes Topergebnis auf der ganz großen Bühne mitnehmen zu können. Justin Rose (ENG) führt nach der 66 (-6) und bei gesamt 15 unter Par.

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Den Norden im Griff

FARMERS INSURANCE OPEN – 1. RUNDE: Sepp Straka bringt zum Auftakt am North Course von Torrey Pines eine sehenswerte 69 zum Recording und positioniert sich damit ganz klar innerhalb der prognostizierten Cutmarke.

Nach zuletzt vier verpassten Cuts bei seinen ersten 5 Turniereinsätzen auf der PGA Tour benötigt Sepp Straka dringend ein Erfolgserlebnis. Das einzig erfreuliche: immerhin rutscht er mit seiner kleinen Kategorie in sein erstes US-Megaturnier mit mehr als 7 Millionen Dollar Preisgeld hinein.

Am legendären Kurs von Torrey Pines an der Steilküste von La Jolla bei San Diego trifft der Wiener unter anderem auf Tiger Woods (USA), der auf dem klassischen Parklandkurs 2008 sein letztes Major gewann. Aber auch Justin Rose (ENG), Rory McIlroy (NIR), Alex Noren (SWE), Jon Rahm (ESP) oder Tony Finau (USA) sorgen für ein starkes Feld beim zweiten Turnier des Westcoast-Swing.

Sepp beginnt das Event am Donnerstag am North Course und darf sich schon früh auf der 2 über das erste Birdie freuen, was für ein rasches Abtauchen in den roten Bereich sorgt. Allerdings verlässt er diesen ungewollt sofort wieder, denn zwei Bogeys im Doppelpack werfen ihn sofort wieder zurück. Österreichs Mega-Longhitter weiß aber perfekt zu Kontern und kommt dank eines weiteren darauffolgenden Birdies bei Level Par auf den Backnine an.

Bärenstarkes Finish

Dort lässt er zunächst auf der 10 noch eine Par 5 Chance zum erneuten Sprung in den Minusbereich verstreichen und stolpert in Folge auf der 13 sogar in seinen bereits dritten Fehler, was ihn spürbar im Klassement zurückwirft. Erst ein bärenstarkes Finish sorgt von der 14 weg für die durchwegs gute Auftaktrunde. Zunächst lässt er sich auf der 14 nach guter Annäherung die Chance auf den Ausgleich nicht nehmen, was seinen Birdiemotor erst so richtig auf Touren bringt.

Auf den Geschmack gekommen zündet er auch auf der 15 (Par 3) ein starkes Eisen und wiederholt das bereits Gesehene auch auf der 16 (Par 4). Damit noch nicht genug passt dann auf der 17 auch noch die Grünattacke und da er vom Par 5 sein viertes Birdie in Folge mitnehmen kann, unterschreibt er schlussendlich die 69 (-3), die ihm nach dem ersten Spieltag auf Rang 41 einreiht.

Am Freitag wartet nun noch der weltbekannte South Course auf den Georgia Bulldog, wo er weiterhin den Fuß am Gas lassen muss um die Serie der verpassten Wochenenden durchbrechen zu können. Jon Rahm zeigt am Donnerstag wo der Hammer hängt, denn der bullige Spanier nimmt vom North Course sogar eine 62 (-10) mit, womit er sich bis an die Spitze spielt.

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Playoff-Sieg von Day

FARMERS INSURANCE OPEN – FINAL: Jason Day schlägt Alex Noren beim Nachspiel am Montag am 6. Playoff-Loch. Tiger Woods mit Teilerfolgen.

Jason Day und Alex Noren geht das Tageslicht aus über der Frage, wer der Champion bei der Farmers Insurance Open sein soll. Während sich Ryan Palmer in einem Dreierstechen bereits am 1. Extraloch mit Bogey verabschiedet, behaken sich der Australier und der Schwede bis zum letzten Lichtstrahl auf Augenhöhe, ehe die Entscheidung nach 5 Extralöchern auf Montag vertagt werden muss.

Das längste Stechen in der 67-jährigen Geschichte des südkalifornischen PGA-Turniers wurde an einem extrem windigen Sonntag in Torrey Pines notwendig, nachdem das Trio die Bestmarke nach der regulären Spielzeit bei 12 unter Par setzte. Day schien nach vier Birdies auf den Front 9 das Zepter in die Hand zu nehmen, kam aber nach zwei Bogeys auf den letzten 9 Löchern auch nicht über die 70 hinaus, die für die geteilte Bestmarke reichte.

Drittrundenleader Noren, der um seinen ersten US-Titel kämpfte, vergab am Schlussloch eine machbare Birdiechance um das Stechen zu vermeiden. Ryan Palmer, der bereits 6 Löcher vor Schluss gleichauf mit Day und Noren an der Spitze lag, hatte im Finish am meisten zu kämpfen und musste an der 18 ein perfektes Wedge tot zur Fahne schlagen um das Trio im Playoff komplett zu machen.

“Es ist zu dunkel, ich sehe nichts mehr,” packte Noren nach dem Birdie am 5. Extraloch, mit dem er mit Day wiederum gleichzog, die Schläger zusammen, “aber es ist ein großer Spaß, deshalb spielen wir ja.”

10 Minuten Montags-Show

Am Montag um 08:00 Uhr Ortszeit (17 Uhr MEZ) sehen sich Jason Day und Alex Noren am 6. Extraloch zur endgültigen Entscheidung wieder. Die Show dauert jedoch nur wenige Minuten, nachdem Noren seine Annäherung im Wasser versenkt und Day eiskalt einen 6 Meter-Putt zum Birdie locht.

Tiger feiert Teilerfolge

Mit einer weiteren starken Kampfrunde von 72 Schlägen verbessert sich Tiger Woods bei seinem ersten regulären US PGA Tour-Event seit zweieinhalb Jahren auf den 23. Platz. Während der 42-jährige Wedges und Putter bereits wieder voll im Griff zu haben scheint und damit sein Score rettet, kämpft er nach der Schwungumstellung noch mit dem Timing bei den Abschlägen.

So trifft er im gesamten Turnierverlauf nur 17 Spielbahnen: der vorerst einzige persönliche Rekord, den er bei seinem Comeback einstellen konnte: “ich wusste, dass ich mich auf mein Kurzspiel verlassen konnte. Die Frage war: kann ich ein tiefes Score schießen, was mir nicht gelang. Aber zumindest habe ich ein paar tolle Runden herausgekämpft,” weiß Tiger, dass bis zu seinem nächsten Einsatz in vier Wochen bei der Honda Classic noch viel Arbeit auf ihn wartet.

Jon Rahm, der mit einem Sieg zur Nummer 1 im World Ranking hätte aufsteigen können, muss den ehrgeizigen Plan nach verpatztem Weekend in San Diego vertagen: Runden von 75 und 77 Schlägen ließen den Spanier bis auf Platz 29 zurückfallen.

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Alex Noren

Neuer Meilenstein?

FARMERS INSURANCE OPEN – 3. RUNDE: Alex Noren (SWE) spielt sich am Moving Day in Torrey Pines mit einer 69 bis an die Spitze und könnte am Sonntag mit seinem ersten Sieg auf der PGA Tour einen neuen Karriere-Meilenstein setzen. Tiger Woods (USA) weiß am Samstag ebenfalls zu überzeugen.

Alex Noren ist mit seinen 35 Jahren alles andere als ein Unbekannter im internationalen Golf. Der Schwede wusste bislang jedoch vor allem auf der European Tour zu überzeugen, wo er bereits etliche Siegespokale mit in die Heimat nahm. In den USA jedoch wollte es beim Routinier bislang noch nicht zu einhundert Prozent richtig laufen, dieser Aspekt könnte sich in dieser Woche nun aber grundlegend ändern.

Mit Auftaktrunden von 70 (-2) und 66 (-6) Schlägen stellte er bereits am Donnerstag und am Freitag deutlich unter Beweis, dass er sowohl den hantigen South Course, als auch den adaptierten North Course durchaus gut im Griff hat. Als einer der ersten Verfolger von Spaniens Shootingstar Jon Rahm – der bullige Absolvent der University of Arizona findet am Samstag mit der 75 (+3) kein Rezept und rutscht bis auf Platz 12 zurück – will Noren auch am Wochenende am US-Open erprobten South Course gute Figur machen.

Das Vorhaben geht nahezu perfekt auf, denn mit hochkonzentriertem Spiel kann er lange Zeit Fehler vermeiden und nimmt dazu am Par 5, der 6 ein sehenswertes Eagle mit, das ihn klar in die richtige Richtung pusht. Erst nach dem Turn schleicht sich mit einem Doppelbogey auf der 12 ein schmerzvoller Schönheitsfehler ein. Der Schwede lässt sich aber davon nicht beeindrucken und nimmt bis zum Ende noch dre Birdies mit, was ihn mit der 69 (-3) bis an die Spitze klettern lässt.

Viel Platz für Fehler hat Noren am Sonntag aber nicht, sitzt ihm doch Ryan Palmer (USA) nach der 73 (+1) mit nur einem Schlag Rückstand im Nacken. J.B. Holmes – er notiert eine ganz starke 65 (-7) – und Michael Kim (beide USA) mit der 70 (-2) lauern auf Rang 3 mit noch einem weiteren Schlag mehr auf der Habenseite.

Gutes Gefühl

Das vielumjubelte Comeback von Tiger Woods läuft bislang in San Diego in die absolut richtige Richtung. Der Superstar, der seit Jahren mit Rückenproblemen zu kämpfen hat und bereits etliche Operationen über sich ergehen lassen musste, findet bei den Farmers Insurance Open sichtlich die richtige Mischung und schaffte nach Runden von 72 (Par) und 71 (-1) Schlägen genau an der Marke den Cut.

Am Samstag benötigt er dann sogar noch um einen Schlag weniger und unterschreibt nach vier Birdies und zwei Bogeys die 70 (-2), die ihn bis auf Rang 39 nach oben klettern lässt. Mit Alex Cejka und Stephan Jäger scheiterten am Freitag beide Deutsche am Start stehenden Spieler denkbar knapp um einen Schlag am Cut.

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Jon Rahm

Wieder auf der Überholspur

FARMERS INSURANCE OPEN – 2. RUNDE: Jon Rahm (ESP) biegt auch in Torrey Pines wieder auf die Überholspur ab und geht mit nur noch einem Schlag Rückstand auf Leader Ryan Palmer (USA) ins Wochenende. Tiger Woods (USA) stemmt beim Comeback-Turnier gleich den Cut.

Jon Rahm knüpft in San Diego gnadenlos an die gezeigte Leistung der letzte Woche bei der Career Builder Challenge an. Der bullige Spanier, der sich bereits vor 7 Tagen im Stechen den Sieg sicherte, hat auch die beiden schwierigen Par 72 Kurse im Süden Kaliforniens perfekt im Griff und arbeitet sich in eine nahezu perfekte Ausgangslage.

Schon am US-Open erprobten South Course kam er zum Auftakt mit der 68 (-4) richtig gut zurecht. Am etwas scorefreundlicheren North Course, wobei sich dieser nach der Adaptierung nur noch um Nuancen leichter spielt, geigt er dann richtig auf. Mit einer fehlerfreien Performance und sechs Birdies unterschreibt er schlussendlich die 66 (-6) und geht als erster Verfolger von Leader Ryan Palmer (USA) – er notiert eine 67 (-5) am North Course – ins Wochenende.

Sehenswertes Comeback

Das vielumjubelte und heiß ersehnte Comeback von Tiger Woods auf der PGA Tour gibt Grund zur Hoffnung, dass der Superstar nun endgültig seine hartnäckigen Rückenprobleme im Griff hat. Die ehemalige Nummer 1 kämpfte sich zum Auftakt am South Course zu einer 72 (Par) und hielt die Chance auf den Cut so am Leben.

Der zweite Spieltag beginnt am North Course dann äußerst schleppend, denn außer einem Doppelbogey soll auf den Backnine nicht viel auf der Scorecard eingetragen werden. Nach dem Turn aber findet er dann vier Birdies und kann sich so sogar einen weiteren Fehler leisten um mit der 71 (-1) und als 65. gerade noch ins Weekend zu cutten.

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Am Weg zurück

FARMERS INSURANCE OPEN – 1.RUNDE: Tiger Woods (USA) präsentiert sich bei seinem ersten vollen PGA Tour Event seit dem Jahr 2015 zwar in manchen Situationen noch leicht eingerostet, kämpft sich am hantigen South Course von Torrey Pines aber zu einer 72 und wahrt damit die Chance aufs Wochenende.

Bereits sein eigenes Einladungsturnier auf den Bahamas war ein gewisser Gradmesser um beurteilen zu können, wie schmerzfrei der Superstar nach seinen unzähligen Rücken-Operationen wirklich am Golfplatz unterwegs ist. Schon Anfang Dezember sah man damals einen “Tiger Woods 2.0”. Mir viel ruhigerem Schwung und stabilem Stand ging es plötzlich nicht mehr darum vom Tee der Weiteste zu sein, sondern eher darum den Ball gut ins Spiel zu bringen.

Dieser Trend findet auch in Torrey Pines seine Fortsetzung. Das vielumjubelte Tour-Comeback des 79-fachen PGA Tour Siegers beginnt auf den Frontnine des US-Open erprobten South Course nach verzogenem Drive und eingebunkterter Annäherung gleich einmal mit einem Bogey. Nachdem er dann auch auf der 5 sowohl Fairway- als auch Grünbunker mitnimmt und erneut nur das Bogey auf die Scorecard bringt, ist der zähe Start engültig Gewissheit.

“Ich war wohl sichtlich noch etwas rostig”, so Tigers schmunzelnder Kommentar zum durchwachsenen Start. Dass der Publikumsliebling beim Interview danach lächeln kann, liegt auch am folgenden Verlauf seiner ersten Runde, denn mit einem Par 5 Birdie nach gelungener Grünattacke ist Tiger endgültig im Turnier angekommen. Eine traumhafte Annäherung nach dem Turn auf der 10 beschert ihm dann sogar den scoretechnischen Ausgleich.

Stark gekämpft

Ein weiteres eingebunkertes Wedge kostet ihm dann zwar am Par 5, der 13 wieder einen Schlag, nach perfektem Tee-Shot auf der 16 (Par 3) gleicht er sein Score aber noch einmal aus, unterschreibt schließlich die 72 (Par) und geht damit als geteilter 84. am Freitag auf den etwas leichteren North Course. Der kürzere der beiden Kurse spielte sich in der Vergangenheit fast um zwei Schläge leichter als der hantige Südkurs, seit der Adaptierung von Tom Weiskopf im letzten Jahr aber präsentiert sich der Platz im Norden nur noch um 0,3 Schläge leichter.

“Ich wollte endlich wieder das Gefühl haben da draußen zu stehen, Eisen zu schlagen und einen Score zu erkämpfen. Ich bin auch noch immer dabei den neuen Schwung so richtig zu erlernen und zu verinnerlichen”, spricht er vor allem seinen neuen rückenschonenden Schwung an. Abschließend meint er: “Es hat richtig Spaß gemacht wieder dieses Wettkampf-Feeling zu spüren, dabei eine Scorecard in meinen Händen zu halten und zu versuchen einen guten Score ins Clubhaus zu bringen.”

Die Führung sichert sich Tony Finau (USA), der dem North Course eine 65 (-7) abluchste.

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Dichtgedrängt

FARMERS INSURANCE OPEN – 3. RUNDE: Ein dichtgedrängtes Leaderboard verspricht für den Finaltag Hochspannung. Brandt Snedeker und Patrick Rodgers (beide USA) haben im Torrey Pines GC die besten Karten für den Sieg in der Hand.

Auch ohne Tiger Woods (USA) – der Publikumsliebling scheiterte bei seinem “echten” Comeback auf der PGA Tour doch deutlich am Cut – wird den zahlreichen Fans in San Diego einiges geboten. Das Leaderboard schiebt sich am Moving Day enorm zusammen, was eine Ausgangsposition von gleich 17 Spielern innerhalb von nur drei Schlägen ergibt.

Nachdem an den ersten beiden Tagen jeder Spieler je einmal den South und den North Course absolvieren musste, geht es am Wochenende nun nur noch am US Open erprobten South Course zur Sache. Die hantige Par 72 Wiese präsentiert sich in dieser Woche noch um eine Nuance schwerer, da Regen zu Beginn der Woche nicht nur das Terrain etwas aufweichte, womit sich das Gelände noch länger spielt, sondern auch das Rough stärkte, was Genauigkeit zum absoluten Trumpf macht.

Das beste Rezept bislang fanden Brandt Snedeker und Patrick Rodgers, die sich bei gesamt 9 unter Par den Platz an der Sonne teilen. Während sich Snedeker mit Runden von 68 (-4), 69 (-3) und 70 (-2) Schlägen enorm stabil präsentiert, zieht Rodgers vor allem am Moving Day mit einer fehlerfreien 67 (-5) an der Konkurrenz vorbei.

Die ersten Verfolger des Führungsduos sind bei einem Schlag Rückstand Tony Finau (USA), der seinerseits eine 67 (-5) aufs Tableau zaubert und Cheng Tsung Pan (TPA) mit der 69 (-3). Justin Rose (ENG), der an den ersten beiden Spieltagen noch den Ton angab, fällt mit der 73 (+1) bis auf Rang 5 zurück, hat bei lediglich zwei Schlägen Rückstand aber immer noch alle Chancen.

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Justin Rose 2015

Rose an der Spitze

FARMERS INSURANCE OPEN – 2. RUNDE: Justin Rose (ENG) behauptet mit einer 71 in Torrey Pines die Führung. Tiger Woods (USA) scheitert beim “echten” Comeback doch recht deutlich am Cut.

Justin Rose sichert sich in San Diego vor dem Wochenende die Pole Position. Der Engländer startete am Donnerstag am scorefreundlicheren North Course und eröffnete das Turnier mit einer knallroten 65 (-7) richtig gut. Der starken Auftaktperformance ist es zu verdanken, dass Rose den Platz an der Sonne auch nach der Freitagsrunde inne hat.

Die zähe Par 72 Wiese des US Open erprobten South Course macht es den Akteuren teilweise richtig schwer. Der gebürtige Südafrikaner aber löst die gestellten Aufgaben mit Bravour und steht nach drei Birdies bei zwei Bogeys mit der 71 (-1) beim Recording, was ihm bei gesamt 8 unter Par knapp die Führung einbringt.

Erste Verfolger des Olympiasiegers sind Adam Hadwin (CAN), der seinerseits am North Course eine 71 (-1) notiert und Brandt Snedeker (USA), der am südlichen Gelände mit der 69 (-3) zu überzeugen weiß.

Krallen nachschärfen

Woods_1601_330Tiger Woods gibt in dieser Woche endgültig sein Comeback auf der großen Weltbühne des Golfs. Der Publikumsliebling mischte schon letztes Jahr auf den Bahamas bei seinem Einladungsturnier mit, seit Donnerstag hat er es wieder mit einem vollen Starterfeld zu tun.

Der Ort des Comebacks ist nicht zufällig gewählt. Bereits acht mal konnte er das Turnier in Südkalifornien für sich entscheiden, allein beim ersten echten Event nach mehr als 500 Tagen reicht es diesmal noch nicht um ins Wochenende zu cutten.

Tiger eröffnete mit einer 76 (+4) am South Course und schnallte sich dementsprechend schon einen Rucksack um. Die 72 (Par) am North Course wirkt mit zwei Birdies und ebenso vielen Bogeys zwar sehr solide, als 109. geht sich das Weiterkommen aber um vier Schläge nicht aus. “Es ist frustrierend zu sehen, dass man keine Chance hat das Turnier zu gewinnen”, zeigt er sich nach dem verpassten Cut enttäuscht.

Nach dem ersten Frust über den verpassten Cut ordnet er das Turnier dann aber doch etwas realistischer ein: “Alles in allem war es aber schon viel besser als am Donnerstag. Ich hab den Ball besser getroffen, ich hab besser geputtet und das war schon gut zu sehen. Es ist schon etwas anderes wettkampfmäßiges Golf zu spielen, als daheim mit den Carts herumzufahren und mit deinen Freunden zu spielen. Ich muss mehr Runden auf diesem Level absolvieren und brauche sichtlich noch etwas Zeit.”

Sofern sich beim Fanliebling nicht wieder Rückenschmerzen bemerkbar machen, peilt er eine volle Saison auf der Tour an und wird dementsprechend rasch zu nächsten Möglichkeiten kommen.

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