Im Niemandsland

ST. JUDE INVITATIONAL – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger tritt sich am Freitag beim WGC-Event im TPC Southwind schon früh Doppelbogeys ein und rangiert nach einer 73 nur im Niemandsland des Klassements.

Bernd Wiesberger marschierte zum Auftakt sprichwörtlich durch ein Wechselbad der Gefühle. Der Burgenländer startete mit zwei schnellen Birdies richtig gut, verlor dann aber den Faden und rutschte mit vier Bogeys am Stück deutlich zurück. Nach und nach arbeitete er sich aber wieder zurück in den Minusbereich, ehe er nach einem tiefschwarzen Finish nur die 71 (+1) zum Recording brachte.

Am Freitag müssen vor allem die Eisen deutlich präziser werden, will er sich näher an die Topränge heranarbeiten, die noch keineswegs außer Reichweite liegen. Zumindestens galt dies vor der zweiten Runde, denn am Freitag hat er vor allem auf seinen ersten neun Bahnen viele Probleme und verliert die angepeilten Spitzenplätze so von Beginn an aus den Augen.

Gleich die 10, seine erste Bahn, zeigt, dass es genau in der Tonart weitergeht wie die erste Runde endete, denn erneut passt ein Abschlag gut, die Annäherung ist aber überhaupt nicht auf Linie. Ein starker Chip, der fast sogar direkt fällt, ermöglicht am Ende aber noch das Par. Zwei Bahnen später gelingt diese Übung nicht mehr, denn aus dem Rough verfehlt er das Grün links und der anschließende kurze Chip bleibt danach sogar noch vor dem Grün wieder liegen. Zu allem Überfluss benötigt er dann aus einem Meter auch noch zwei Putts, was sogar im Doppelbogey endet.

Kurzes Aufflackern

Wohl noch mit der Wut im Bauch legt er sich nur eine Bahn später aber eine erste richtig gute Birdiemöglichkeit auf und verwertet aus 3,5 Meter souverän zum ersten Schlaggewinn, was den Schaden der Doublette davor einigermaßen in Grenzen hält. Das Birdie ist aber nur ein kleines Aufflackern, denn aus dem Rough bleibt die Annäherung aus gerade mal gut 100 Metern deutlich zu kurz und verschwindet im Wasser, womit er auf nur sechs Löchern bereits das zweite Doppelbogey picken hat.

Langsam aber sicher scheinen mit Fortdauer der Runde die Eisen aber schärfer zu werden, denn auf der 17 ergibt sich aus zwei Metern eine gute Chance, der Putter spielt jedoch nicht mit. Auch auf der 18 passt der Approach und diesmal darf er aus 2,5 Metern das zweite Birdie des Tages notieren. Sofort allerdings nehmen die Schwierigkeiten wieder zu, nachdem er aus unangenehmer Sandlage im Fairwaybunker nur bis zum nächsten Sandhindernis kommt und so den eben herausgeholten Schlag wieder egalisiert.

Verpatzte erste Runden

Mit einem Par nach dem anderen macht er in Folge zwar nichts falsch, Aufholjagd kann er so aber keine einleiten und steckt damit im hinteren Drittel regelrecht fest. Am Ende unterschreibt Bernd die 73 (+3), die ihm vor dem Wochenende nur Rang 62 ermöglicht. Mit den zwei schwarzen Auftaktrunden heißt es nun am Moving Day vorrangig die Sicherheit wiederzufinden um vor dem anstehenden Major wieder in Form zu kommen. Die Spitzenplätze in Memphis liegen mittlerweile bereits satte acht Schläge weit weg.

Brendon Todd (USA) ist im TPC Southwind nach wie vor eine Klasse für sich, denn der US-Amerikaner packt auf seine 64 (-6) vom Donnerstag eine 65 (-5) drauf und führt so bei gesamt 11 unter Par und mit zwei Schlägen Vorsprung auf Landsmann Rickie Fowler.

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