US OPEN – 3. RUNDE: Winged Foot zieht Bernd Wiesberger am Moving Day mit einer 76 heftig den Nerv. Mit dem tiefschwarzen Moving Day verschlechtert sich so auch die Ausgangsposition im Hinblick auf das angepeilte erste Topergebnis auf US-Boden weiter.Bernd Wiesberger
glänzte an einem unglaublich schwierigen zweiten Spieltag im Winged Foot GC noch vor allem mit einem glühenden Putter, der ihm des Öfteren wichtige Pars rettete und so erst die 72 (+2) noch ermöglichte. Bei durchwegs hohen Scores spülte es ihn so sogar bis ins gesicherte Mittelfeld nach vor. Am Moving Day hätte es nun eigentlich in dieser Tonart weitergehen sollen, um dem ersten Topergebnis auf US-Boden näher zu kommen. Aufgehen will diese Vorhaben jedoch nahezu zu keiner Zeit.
Gleich der Start geht ziemlich daneben, denn am trickreichen ersten Grün muss er den Putter dreimal bemühen und beginnt so nur mit einem Bogey. Die Probleme reißen in der frühen Phase auch danach nicht ab, wie ein eingebunkerter Teeshot am Par 3 der 3 zeigt. Zwar bringt er den Sandschlag gefühlvoll zur Fahne, aus gut 1,5 Metern spielt jedoch erneut der Putter nicht mit.
Kurzes Aufflackern
Standesgemäß attackiert er auf der drivebaren 6 das Grün, pulled den Abschlag aber deutlich nach links weg. Mit gutem Pitch geht sich schließlich aber recht stressfrei das Par noch aus. Auf der 7 kommt dann auch der Putter erstmals wieder in die Vortagesform, denn am Par 3 rollt er den Putt aus acht Metern ins Loch und nimmt so das erste Birdie des Tages mit. Sofort allerdings kühlt der 14. Schläger im Bag auch wieder ab, wie ein Dreiputtbogey aus gerade mal fünf Metern auf der 8 beweist.
Kaum auf den Backnine angekommen, bunkert er sich auf der 10 neben dem Grün ein und da er danach den Parputt auf Linie zu kurz lässt, geht sich am Par 3 nur das Bogey aus. Mit einem wahren Monsterputt aus elf Metern krallt er sich auf der 11 dann aber das nächste Birdie und kontert so den Fehler von zuvor postwendend wieder aus. Richtig lange kann er den Zwischenstand jedoch nicht verwalten nachdem auch am letzten Par 3 wieder der Abschlag zu weit links bleibt und abermals den Grünbunker findet.
Unguter Rückstand
Der Sand steckt jetzt richtig wild im Getriebe, denn auch der Drive auf der 15 bremst sich links neben dem Fairway im Bunker ein und da er schlussendlich den 2,5 Meter Putt nicht locht, rutscht er mit dem nächsten Schlagverlust immer weiter zurück. Auf der 16 verhungert dann der Drive richtiggehend, was Bernd gleich noch einmal zum vollen Durchziehen zwingt. Der Ball bremst sich zwar nur knapp hinter dem Grün ein, das insgesamt bereits siebte Bogey kann er aber nicht vermeiden.
Auch auf der 18 fasst er zum Abschluss nach etwas zu lange ausgerollter Annäherung noch ein Bogey aus und unterschreibt so sogar nur die 76 (+6). Am Leaderboard selbst büßt er zwar nur moderat Ränge ein – den Finaltag wird er vom 47. Platz aus in Angriff nehmen – der Rückstand auf das angepeilte erste Top 10 Ergebnis auf US-Boden wuchs aber bereits auf 9 Schläge an.
US-Doppelführung bei Heim-Open
US-Jungstar Matthew Wolff lässt es am Moving Day mit 5 Birdies auf den Front 9 so richtig krachen und egalisiert mit der 65 die beste Turnierrunde. Bei 5 unter Par nimmt er zwei Schläge Vorsprung auf Halbzeitleader Bryson DeChambeau mit in den Finaltag, der mit Ungenauigkeiten bei seinen Bomben-Drives zu kämpfen hatte. Nur noch der Südafrikaner Louis Oosthuizen schafft bei 1 unter Par ein 54 Loch-Ergebnis in den roten Zahlen.
RoryMcIlroy ist dank der 68 bei 1 über Par (7.) auch noch nicht ganz aus dem Titelrennen, während sich der wild vom Tee agierende Justin Thomas mit der 76 (17.) endgültig verabschiedete.
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