Für Dramen gebaut

THE PLAYERS – TPC SAWGRASS: Der TPC Sawgrass im Großraum Jacksonville, Florida ist eine der spektakulärsten und gefürchtetsten Wiesen im PGA Tour Kalender.

“Das ist Star Wars Golf, designt von Darth Vader persönlich.” Mit diesen Worten beschrieb Ben Crenshaw einst den Platz. Der Stadium Course des TPC Sawgrass wurde 1980 extra für das Players Championship designt und angelegt und ist seitdem eine Konstante im PGA Tour Kalender.

Pete Dye’s Meisterstück ist für Dramen geradezu prädestiniert. Vor allem die letzten Bahnen der knapp 6.600 Meter langen Par 72 Anlage haben schon so manchen sicher geglaubten Sieg noch verhindert. Aus der Not heraus wurde das wohl bekannteste Par 3 der Welt geboren. Das Island Green der 17 hätte eigentlich ein völlig normales kurzes Par 3 werden sollen, da jedoch die Umgebung durch den lockeren Sand immer wieder wegbrach, war etwas anderes als ein Inselgrün nicht machbar. Zum Glück!

2007 verschwanden auf eben diesem lediglich 121 Meter kurzen Loch in nur einer Runde gleich 50 Bälle im Wasser. Rekord bis zum heutigen Tag! Traditionell wird auch ein “Ball-Count” eingeführt, der in Echtzeit zeigt, wieviele Bälle bereits das Grün verfehlten. Vor wenigen Jahren etwa machte Adam Scott auf der 18 gleich zweimal einen Ausflug ins H2O und beendete die Runde am Par 4 mit einem Schneemann.

Doch auch der Rest des Platzes besticht durch anspruchsvolles Design. Das Rough wird zwar niedrig gehalten, der Name Sawgrass kommt aber nicht von ungefähr. Es gibt kaum Regionen auf der Welt wo Gras so zäh zu spielen sein kann wie in Florida. Pfeilschnelle Grüns tragen ihr Übriges dazu bei. Vor dem Players 2017 wurden die Fairways und Grüns neu angelegt und die 12 komplett adaptiert um den Platz zukunftsfit zu halten.

Jack Nicklaus wurde einmal gefragt, ob der Platz seinem Spiel zugute kommt, worauf er meinte: “Eigentlich nicht, denn ich war noch nie gut ein 5er Eisen auf einer Motorhaube eines Autos zu stoppen.” “Wegen diesem Kurs hab ich zu Golfen begonnen. Als ich im TV sah, was sich da auf der 17 abspielte wollte ich unbedingt dort einmal dabei sein.”, meinte Rickie Fowler in einem Interview. Der Golf Channel leitete seine Übertragung vor wenigen Jahren mit den Worten “We’re back here, at the Devil’s Playground” ein, was wohl am Besten die Charakteristik des Platzes beschreibt.

Pete Dye’s teuflisches Meisterwerk ist übrigens auch für Hobbygolfer zugänglich. Jeder Florida-Tourist, der den Nervenkitzel der 17 einmal am eigenen Leib verspüren will, kann dies für umgerechnet 310 Euro pro Runde bewerkstelligen.

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