Keine große Liebe

Sepp Straka wird auch in diesem Jahr bei den Arnold Palmer Invitational mit Bay Hill nicht wirklich warm und startet nur mit einer 77 (+5) ins 20 Millionen Signature Event.

Trotz seiner mittlerweile mehr als beachtlichen Karriere, startete Sepp Straka heuer so stark wie noch nie zuvor in eine Saison. Mit dem Sieg bei der American Express, einem 7. Platz in Pebble Beach, einem 11. letzte Woche in Palm Beach Gardens und zwei weiteren 15. Rängen spielte sich der 31-jährige sogar auf den derzeitigen 2. Platz im FedEx-Cup und reist so in Topform zu den Arnold Palmer Invitational nach Orlando. Diese wird Österreichs unumstrittene Nummer 1 auch wohl benötigen, denn der bisherige Track Record am Traumplatz von Bay Hill liest sich ziemlich durchwachsen.

Reihenweise verpasste Sepp in der Vergangenheit den Sprung ins Wochenende. Letzte Saison cuttete er zwar im bereits elitären Feld von nur 72 Spielern – da das Turnier als Invitational gilt wird trotz des Signature Events-Status ein Cut nach zwei Runden gezogen, der nur die Top 50 und alle innerhalb von zehn Schlägen zur Spitze ins Wochenende weiterkommen lässt – fand dann jedoch überhaupt keinen Rhythmus mehr und wurde am Ende sogar Letzter des Wertungsklassements. Dass es beim dreifachen PGA Tour Champion jedoch rasch ganz anders kommen kann, zeigte er etwa auch schon in Mississippi, denn im Jackson CC fand er ebenfalls einige Jahre lang kein wirkliches Rezept, bis er sich plötzlich erst im Stechen geschlagen geben musste.

Sepp StrakaNasses Doppelbogey

Den anspruchsvollen ersten Abschlag legt er gekonnt aufs Fairway und hat so keinerlei Probleme mit einem durchwegs stressfreien ersten Par ins Turnier zu starten. Bereits am darauffolgenden Par 3 wird der Puls dann nach versandetem Tee Shot aber erstmals schneller, mit viel Gefühl legt er den Ball aber wenige Zentimeter neben dem Loch ab und hat so wenig Schwierigkeiten den Putt zum Par im Loch unterzubringen. Nachdem es der Abschlag auf der 3 dann jedoch knapp nicht übers Wasser schafft und er in Folge sogar in ein Doppelbogey stolpert, wird es zum ersten Mal richtig unangenehm.

Auch danach hat er einmal mehr mit Bay Hill im recht trickreichen Wind so seine liebe Mühe, denn nach verpasstem Par 5 Birdie auf der 4, lässt er auf der 5 nach starkem Drive den Pitch aus rund 60 Metern zu kurz und kann sich in Folge nicht mehr zum Par scramblen, womit er rasch den nächsten Fehler verzeichnet. Nach den Problemen zuvor gibt es auf der 8 nach starker Annäherung und gelochten Putt aus einem guten Meter dann aber auch positive Nachrichten zu vermelden.

Momentum nicht mitgenommen

Das Momentum kann er jedoch nicht zu weiteren Erfolgserlebnissen nützen und schlittert ausgerechnet am Par 5 der 12 nach Ungenauigkeiten von Tee bis Grün in den nächsten Schlagverlust. Der Probleme nicht genug, hängt er sich am darauffolgenden Par 3 nach eingebunkertem Tee Shot und einem Flyer in den nächsten Bunker sogar eine weitere Doublette um, womit erneut in Bay Hill eine recht hohe Nummer droht. Die Frustbewältigung kann sich aber sehen lassen, da er auf der 15 den Approach bis auf einen Meter zur Fahne legt, womit das zweite Birdie des Tages nur noch Formsache darstellt.

Sepp StrakaWieder zieht Bay Hill der Nummer 18 der Welt dann auf den folgenden Löchern den Zahn: Zunächst verpasst er aus 1,5 Metern das nächste Birdie am letzten Par 5 und erlebt danach fast ein Déja-vu vom letzten Par 3. Erneut zieht der Abschlag in den Sand und erneut kommt er nur mit einem Flyer aus dem Bunker. Am Ende hat er sogar Glück, dass sich der Ball noch vor dem Wasser einbremst, das nächste Bogey ist aber nicht mehr abzuwenden.

Am Ende unterschreibt er zum Auftakt lediglich die 77 (+5), was nur für den 52. Platz reicht. Damit droht am Freitag erneut in Orlando ein Kampf um den Cut. Auch der zweite deutschsprachige Spieler kommt gehörig unter die Räder, denn Stephan Jäger notiert sogar lediglich die 78 (+6). Wyndham Clark (USA) erwischt mit der 67 (-5) den besten Start.

Leaderboard Arnold Palmer Invitational

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