Lukas Nemecz

Große Chance

Lukas Nemecz notiert auch am zweiten Spieltag beim European Masters wieder eine 67 (-3) und startet mit nur einem Schlag Rückstand auf die Top 10 ins Wochenende. Bernd Wiesberger lässt im Crans-sur-sierre GC nichts anbrennen und cuttet souverän.

Nachdem der Donnerstag nahezu zur Gänze in dichtem Nebel verschwand, kämpft das Turnier in Crans Montana mit gehöriger Verzögerung. Bernd Wiesberger und Matthias Schwab konnten ihre Auftaktrunden überhaupt erst am Freitag starten, wobei sich vor allem Bernd Wiesberger aber dann von seiner besten Seite präsentierte. Mit durchwegs solidem langen Spiel notierte er auf den ersten 18 Löchern sogar eine 66 (-4) und startet so nur knapp hinter den Top 10 in die 2. Runde, die nur wenige Minuten nach Abgabe der Scorecard bereits wieder beginnt.

Auch Matthias Schwab muss nur kurz nach dem Ende der Auftaktrunde bereits wieder die Schläger schwingen, jedoch mit klar anderen Vorzeichen als sein Landsmann. Der Rohrmooser kam am Freitag Vormittag über eine 71 (+1) nicht hinaus und startet so mit bereits recht unangenehmen Rückstand auf die gezogene Linie in die zweite Umrundung. Deutlich besser erging es Lukas Nemecz. Der Steirer musste mit “früher” Startzeit seine Runde splitten, behielt aber die Nerven und brachte sich mit einer 67 (-3) recht gut in Position.

Erst um 09:00 Uhr morgens am Samstag kann Lukas Nemecz endlich Runde 2 in Angriff nehmen und muss nach knapp verfehltem Fairway und verpasstem Up & Down sofort auf der 1 ein anfängliches Bogey einstecken. Die Reaktion folgt aber prompt, denn schon auf der 2 legt er das Eisen bis auf 1,5 Meter zur Fahne und gleicht sein Tagesergebnis so postwendend wieder aus. Mit dem roten Eintrag stabilisiert er auch sein Spiel endgültig und da er auf der 5 aus der nächsten starken Annäherung Kapital schlagen kann, leuchtet erstmals sogar das Minus auf.

Lukas NemeczRichtig auf den Geschmack gekommen, rollt er auf der 6 aus zwei Metern gleich den nächsten Putt ins Ziel und da sich kurz vor dem Turn aus sechs Metern auch am Par 5 der 9 ein Erfolgserlebnis ausgeht, spielt er sich vor den Backnine sogar an die Top 10 heran. Den Schwung nimmt er auch sehenswert auf die zweiten neun Bahnen mit, wie das nächste Birdie am Par 3 der 11 aus vier Metern beweist. Urpplötzlich streikt dann aber auf einmal der 14. Schläger und hängt ihm auf der 12 aus rund acht Metern mit einem Dreiputt ein weiteres Bogey um.

Bereits zwei Löcher später kämpft er sich dann am Par 5 der 14 zwar nach gelungener Grünattacke wieder unter die Top 10 nach vor, radiert sich jedoch am letzten Par 5 direkt danach nach verzogenem zweiten Schlag das eben notierte Birdie sozusagen wieder aus. Das kostet auch richtiggehend die Sicherheit im langen Spiel, denn am Par 3 der 16 findet er vom Tee aus nur den Grünbunker und muss prompt das nächste Bogey einstecken.

Lukas zeigt sich aber regelrecht trotzig und holt sich gleich auf der 17 aus gut zwei Metern einen Schlag wieder zurück und unterschreibt so schließlich erneut die 67 (-3). Bei gesamt 6 unter Par cuttet er so als 17. und mit lediglich einem Schlag Rückstand auf die Spitzenplätze ins Wochenende, womit er auf den kommenden 36 Löchern durchaus richtig gute Chancen auf ein Topergebnis hätte.

Souverän im Wochenende

Zwar findet Bernd Wiesberger zu Beginn der Freitagsrunde auf der 10 sowohl Fairway als auch Grün, allerdings hält das Gerät fürs Kurzgemähte noch Siesta und brummt ihm aus gerade mal sechs Metern ein anfängliches Dreiputtbogey auf. Immerhin zeigt er sich davon ziemlich unbeeindruckt, bringt sofort danach Stabilität ins Spiel und pusht sich schließlich nach starker Attacke und gelochtem Siebenmeterputt am Par 5 der 14 mit einem Eagle sogar in den roten Bereich.

Bernd WiesbergerRichtiggehend mit eingeschaltetem Tempomat “cruised” Bernd in Folge richtiggehend dahin, bis er auf rund neun Metern auf der 4 das nächste Birdie auf die Scorecard zaubert und sich so vorerst regelrecht in den Top 10 festkrallt. Wie aus dem Nichts erwischt es den Südburgenländer dann aber auf der 5 richtig heftig, denn nach einem weggeballerten Drive muss er vom Tee sogar nachladen und rutscht mit dem unvermeidbaren Doppelbogey schließlich sogar wieder auf Level Par zurück.

Zwar findet er rasch wieder ins Spiel zurück, der erneute Sprung unter Par geht sich aber nicht mehr aus. Mit der 70 (Par) cuttet er jedoch ganz sicher und startet als 37. auch mit durchwegs intakten Chancen auf ein etwaiges Topergebnis in den Moving Day.

Schwab verpasst den Cut deutlich

Der zweite Spieltag beginnt für Matthias Schwab alles andere als prickelnd, da sich gleich auf der 1 nach versandetem Approach das Par nicht mehr ausgeht. Immerhin hält er danach vorerst weitere Fehler fern und holt sich am kurzen Par 4 der 7 mit Chip & Putt schließlich auch den Ausgleich ab. Noch vor dem Turn wird es dann aber wieder unangenehm, da er am Par 5 der 9 nach weggeballertem Drive sogar nachladen muss und so abermals in den Plusbereich abrutscht.

Matthias SchwabNachdem sich dann auf der 11 aus dem Grünbunker den nächsten Fehler einfängt, auf der 12 nach weiterem verzogenen Drive sogar das Doppelbogey nicht mehr verhindern kann und sich noch dazu am Par der 13 ein Dreiputtbogey einfängt, rückt das freie Wochenende trotz eines Par 5 Birdies danach unaufhaltsam näher. Im Finish muss er dann auf der 16 noch ein Bogey notieren, dass er zwar auf der 18 noch egalisiert, mit der 74 (+4) verpasst er das Wochenende aber klar und deutlich.

Adrien Saddier (FRA) diktiert bei gesamt 13 unter Par den Ton. Deutschlands Vertreter werden an den ersten beiden Spieltagen ziemlich dezimiert, denn von den acht Spielern in schwarz-rot-gold bleiben mit Max Rottluff, Marcel Siem und Alex Knappe nur drei Mann übrig.

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