Bernd Wiesberger erhöht am Freitag bei der India Championship sehenswert die Taktzahl und bringt sich mit einer 67 (-5) vor dem Wochenende in vielversprechende Position. Matthias Schwab scheitert im Delhi GC nach einer 72 (Par) klar am Cut, womit ihm womöglich sogar bereits das Saisonende droht.
Nachdem Bernd Wiesberger mit einer eher durchwachsenen Finalrunde in Madrid ein durchaus mögliches Topergebnis noch verspielte, agierte der Südburgenländer auch zum Auftakt in Delhi nur einigermaßen verhalten. Zwar notierte er mit einer 71 (-1) eine Runde unter Par, reihte sich damit aber nur auf Rang 44 ein, klar zu wenig um die benötigten Punkte im Kampf um die Tourcard in Indien endgültig klar machen zu können. Am Freitag sollte nun mit früher Tee Time eine tiefere Runde gelingen um sich vor dem Wochenende gut in Position bringen zu können.
Mit einem Chip & Putt Birdie am Par 5 der 1 findet Bernd wie erhofft perfekt in den Tag und legt aus sechs Metern prompt ein weiteres Birdie nach. In Folge verpufft der hervorragende Beginn jedoch, da er nach verzogener Annäherung auf der 3 und einem Dreiputtbogey auf der 4 auch prompt wieder auf Level Par abrutscht. Die Schwächephase beendet er nach lasergenauem Eisen am Par 3 der 5 aber sehenswert und da sich aus acht Metern kurz danach auch auf der zweiten kurzen Bahn ein Birdie ausgeht, stellt er den alten Zwischenstand von 2 unter Par rasch wieder her.
Wieder währt die Freude jedoch nur kurz, nachdem auf der 9 das Up & Down zum Par nicht gelingen will. Doch auch dieser Fehler hinterlässt keine wirklichen Spuren, denn sofort stabilisiert er sein Spiel wieder und rollt am Par 3 der 12 schließlich aus sieben Metern den nächsten Birdieputt ins Ziel. Auch danach hat der achtfache European Tour Champion alles soweit im Griff, was er auf der 15 trotz eines verfehlten Fairways mit einer hervorragenden Annäherung und dem nächsten Birdie auch mit Nachdruck untermauert.
Nachdem er sich danach auf der 16 noch sehenswert zum Par scrambled, läuft am Par 3 der 17 einmal mehr am Freitag der Putter heiß und mit dem gelochten Achtmeterputt zum bereits siebten roten Eintrag des Tages, dockt der 40-jährige endgültig an den Top 10 an. Stilecht parkt er dann auch am abschließenden Par 5 noch das Wedge nur einen Meter von der Fahne entfernt, lässt sich die Chance nicht nehmen und steht so am Ende sogar mit der 67 (-5) beim Recording, womit er als 17. und mit nur zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 in den Samstag startet.
Schwab droht Saisonende
Noch deutlich schwieriger als bei seinem Landsmann stellt sich die Situation bei Matthias Schwab dar, denn dem Steirer würde überhaupt nur noch ein Top 3 Ergebnis in Delhi die benötigten Punkte fürs Spielrecht aufs Konto schaufeln. Nach einer 76 (+4) zum Auftakt ist er davon aber meilenweit entfernt, denn bereits der Cut liegt satte vier Schläge vom Rohrmooser entfernt. Zu allem Überfluss ist ein Start in Korea kommende Woche alles andere als gesichert, womit die DP World Tour Saison mit einem Missed Cut bereits am Freitag auf unangenehme Art und Weise enden könnte.
Nahezu von Beginn an hat der Schladming-Pro dann vor allem mit den Eisen einigermaßen zu kämpfen, kann auf den ersten Löchern aber noch Fehler vermeiden. Ausgerechnet am ersten Par 5 spielt dann jedoch auch der Driver nicht mehr mit, was schließlich das erste Bogey aufleuchten lässt und die Hoffnungen auf den Cut noch zusätzlich eintrübt. Zwar kontert er sofort aus 2,5 Metern mit einem Birdieputt, allerdings rutscht er nach verfehltem Fairway schon auf der 16 abermals wieder zurück.
Zwar hat er erneut die perfekte Antwort parat, allerdings kommt er mit dem Zwischenstand von Even Par vor den Frontnine der gezogenen Linie noch nicht näher. Ein weiterer Schlagverlust auf der 3 beendet dann wohl endgültig alle Cut-Träume vorzeitig. Am Par 5 der 8 rückt er sein Score dann zwar ein weiteres Mal zurecht, am freien Wochenende ändert dies jedoch nichts mehr. Nach der 72 (Par) verpasst er so auch womöglich die letzte Chance sich noch direkt über die Tour die fehlenden Punkte fürs Spielrecht zu sichern, denn für das Event in Korea kommende Woche scheint er derzeit nur als 3. Reserve auf.
Den Deutschen Vertretern ergeht es am Freitag durchwegs ganz gut, wobei Marcel Schneider nach der bereits zweiten 68 (-4) heraussticht. FedEx-Cup Champion Tommy Fleetwood (ENG) diktiert bei gesamt 12 unter Par das Tempo vor Ryder Cup Buddy Shane Lowry (IRL) und Brian Harman (USA).
Leaderboard India Championship
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