Gerade noch

SWEDISH CHALLENGE – 2. RUNDE: Lukas Nemecz marschiert mit eiskaltem Putter über die Grüns und rutscht am Freitag mit einer 74 bis an die Cutmarke zurück. “Das war mega frustrierend heute und mental echt eine Meisterleistung mich nicht hängen zu lassen”, beschreibt Lukas seine Gefühlslage. Für Manuel Trappel, Christoph Körbler und Martin Wiegele endet der Challenger im Katrineholms GC bereits nach der zweiten Runde. 

Lukas Nemecz legte am Donnerstag zum wiederholten Mal einen guten Start in ein Turnier hin, hat aber erneut Probleme die gute Auftaktrunde im Katrineholms GC am Freitag zu bestätigen. Schon bei den letzten Events gelangen dem Steirer die Auftaktrunden durchwegs gut, nach Fehlern danach musste er sich aber meist mit kleinen Schecks zufrieden geben.

Die Serie reißt auch in Schweden zumindestens bislang nicht ab, denn wie so oft in dieser Saison hat Lukas einmal mehr Probleme die PS vom Vortag erneut auf die Fairways zu bringen. Der Grazer verpasst auf allen drei Par 5 der Frontnine Birdies und tritt sich danach sogar zwei Bogeys ein, was ihn bis an die Cutmarke zurückfallen lässt.

Erst auf der 13 gelingt endlich das erste erlösende Birdie, doch selbst das bringt nicht im Ansatz die Sicherheit vom Vortag zurück, denn nur eine Bahn später steht sein Score schon wieder bei 2 über Par. Zumindestens schafft Lukas es auf den verbleibenden Bahnen nicht noch einen weiteren Schlag abgeben zu müssen und stemmt so mit der 74 (+2) und als 54. gerade noch genau an der Marke den Cut.

“Das war harte Arbeit heute”, bläst Lukas hörbar nach der Runde durch. “Es ist irgendwie wie verhext heuer auf den Grüns. Gestern hab ich endlich seit langer Zeit wieder gut geputtet und wars wahrscheinlich die schlechteste Leistung des gesamten Jahres auf den Grüns. Zum Glück war das lange Spiel, wie meist, sehr gut. Ich denke aber, dass ich in dieser Woche sicher noch ordentlich nach vorne kommen kann, denn der Platz liegt mit und das Putten bekomme ich sicher noch in den Griff.”

Freies Wochenende

Manuel Trappel findet mit einem schnellen Birdie auf der 11 recht gut in den Tag, tritt sich danach aber zwei Bogeys ein, die ihn rasch noch weiter von der Cutmarke wegrücken lassen. Der Ausgleich lässt dann zwar nicht lange auf sich warten, ein weiterer Fehler kurz vor dem Turn rückt sein Score aber postwendend wieder in den Plusbereich.

Auch auf den ersten neun Bahnen bleibt er der durchaus bunten Performance treu. Ein Birdie auf der 1 stellt den Score zwar rasch wieder auf Level Par, nur zwei Bahnen später rutscht er jedoch erneut zurück. Einmal noch kann er am Par 5, der 6 einen Konter setzen, mehr als die 72 (Par) ist aber nicht drin, was ihn als 96. doch recht deutlich am Cut scheitern lässt.

Christoph Körbler macht sich gleich auf den Backnine daran den aufgerissenen Rückstand vom Vortag wegzuhobeln. Mit Birdies auf der 11, der 13 und der 17 kommt er deutlich im Minusbereich zum Turn, benötigt auf den ersten neun Bahnen aber noch weitere Birdies um sich noch einmal ins Cutgespräch bringen zu können.

Allerdings reißt der gewinnbringende Schwung nach dem Turn total ab und zwei Bogeys mit noch einem zusätzlichen Doppelbogey dazwischen machen das Erreichen des Wochenendes endgültig unmöglich. Schlussendlich steht Christoph Körbler nur mit der 74 (+2) beim Recording und verpasst damit als 137. die Preisgeldränge klar und deutlich.

Eine 8 als Spielverderber

Martin Wiegele zeigt sich schon am Freitag bereits deutlich sicherer als noch zum Auftakt und nimmt auf zwei der drei Par 5 Bahnen der ersten Neun ein Birdie mit, was ihn um einige Ränge nach oben klettern lässt. Da es sich danach allerdings am Par 3, der 7 auch ein Bogey gemütlich macht, kommt er nur im leicht geröteten Bereich auf den Backnine an.

Nach einer kleinen Parserie macht Martin dann im hohen Norden Anfang August ein Schneemann das Leben schwer. Der Routinier kommt vom Par 4, der 13 nur mit einer 8 wieder weg und muss zwei Bahnen später noch einen weiteren Schlag abgeben. Zwar findet er gegen Ende auch noch ein Birdie, mit der 75 (+3) hat er beim Challenge Tour Comeback nach der Hüft-OP als 142. aber keine Chance das Wochenende zu erreichen.

“Es war nicht viel anders als gestern vom Score her aber dafür sogar noch bitterer als gestern. Ich hab sehr gutes Golf gespielt aber war äußerst glücklos und bin trotzdem bis zur 13 bei 1 unter gewesen. Auf der 13 hab ich voll attackiert wegen dem Cut und das Gap Wedge ist mir einen Hauch zu weit rechts gepitched und rechts ins Gelb neben der Fahne gesponnen. Aus der Dropping Zone hab ich dann den Lobshot etwas unterfudelt und gewassert und dann war die 8 eh schon mehr oder weniger gespielt”, fasst Martin das Horrorloch zusammen.

Abschließend meint er: “Es hat mir wieder nichts weh getan, was eindeutig das Wichtigste ist. Jetzt muss ich meine Wunden lecken, die richtigen Erfahrungen aufsaugen und schauen, dass das Scoring besser wird. Auch wenns auf der Scorecard nicht so aussieht, vom Spiel her hätte das auch locker zwei mal unter Par ausgehen können hier.”

Max Orrin (ENG) geht nach der 67 (-5) und bei gesamt 10 unter Par als Führender ins Wochenende.

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