Noch alles möglich

ISPS HANDA CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Lukas Nemecz bringt zwar nach zweitägiger Bastelei am Moving Day “nur” eine 71 (+1) zum Recording, geht im Infinitum Resort jedoch mit lediglich vier Schlägen Rückstand auf das Führungstrio in die finale Umrundung. Bernd Wiesberger macht mit einer 69 (-1) ein paar wenige Ränge gut.

Lukas Nemecz ließ sich am Freitag selbst von einem am Dienstag erlittenen Hexenschuss im Nacken nicht unterkriegen und marschierte mit einer fehlerlosen 64 (-6) bis auf Rang 4 nach vor. Bei nur vier Schlägen Rückstand auf Leader Scott Jamieson (SCO) hätte der 32-jährige am Wochenende mit guten Runden wohl sogar noch die Chance auf den ganz großen Wurf.

Erst nach zwei Gewitterpausen und nach 17 Uhr darf Nemecz ran, legt seinen ersten Grünschuss auf fünf Meter zum Stock, kann diese Chance aber noch nicht nützen. Das rächt sich gleich am 2. Grün, wo er nicht mehr den Par Save hinbekommt. Der Putter hustet Nemecz weiter was und lässt im ersten Drittel einfach kein Birdie zu.

Nach sieben gespielten Löchern muss Lukas schließlich wieder seine Sachen packen, da die einfallende Dunkelheit ein Weiterspielen unmöglich macht. Am Freitag um 08:00 MEZ morgens ist der Steirer dann wieder gestellt und tritt sich prompt auf der 8 gleich ein anfängliches Bogey ein, womit es doch mittlerweile recht deutlich in die verkehrte Richtung am Leaderboard geht.

Zumindest stabilisiert der 32-jährige sein Spiel rasch wieder und nach einer längeren Parserie geht sich schließlich auf der 15 auch das erste Birdie aus, was ihn wieder an den besten 10 andocken lässt. Zwar geht sich auf den verbleibenden beiden Par 5 Löchern dann kein weiteres Erfolgserlebnis mehr aus, was ihn schließlich nur mit der 71 (+1) ins Ziel kommen lässt und ihm als 13. auch die Top 10 Platzierung kostet, bei nur vier Schlägen Rückstand auf das Führungstrio ist bei der letzten Umrundung aber wohl nach wie vor nahezu alles möglich.

Ein wenig nach vor

Bernd Wiesberger zeigte sich am zweiten Spieltag im langen Spiel richtig stark, konnte dies jedoch nur bedingt in Zählbares ummünzen, da der Putter über weite Strecken eiskalt blieb. Am Moving Day hofft der Südburgenländer nun, dass sich das Gerät fürs Kurzgemähte etwas erwärmt, denn bei nur drei Schlägen Rückstand auf die Top 10 ist auch beim bestgerankten Spieler des Feldes am Wochenende sicherlich noch einiges möglich.

Die geplante Aufholjagd muss jedoch vorerst warten, nachdem mit dem Bogey am Eröffnungsloch der erste Schuss nach hinten losgeht. Auch der Versuch eines schnellen Konters will nicht gelingen. Auf den Birdielöchern 3 und 5, beides ultrakurze Par 4, geht er ebenfalls nicht nur leer aus, sondern stolpert auf der 5 sogar in einen weiteren Fehler.

In einer vierstündigen Gewitterpause hat Bernd dann ausgiebig Gelegenheit über seinen Birdieputt an der 8 nachzudenken, was auch nach 17 Uhr endlich Früchte trägt. Revanche nimmt er dann mit Birdie an der 10, die ihn an den Vortagen insgesamt drei Schläge abgeknöpft hatte. Jetzt läuft die Birdiemaschine endlich wie geschmiert und ermöglicht am 12 Grün das nächste Erfolgserlebnis.

Ein weiteres starkes Eisen am Par 3 der 14 ebnet den Weg zu Birdie Nummer 4, womit es langsam spürbar in die richtige Richtung geht. Erst die schwere 15 bremst mit dem Bogey den tollen Erfolgslauf nach der Gewitterpause. Danach heißt es auch Sachen packen, da in der Dämmerung ein Weiterspielen nicht mehr möglich ist. Bei der Wiederaufnahme am Freitag hat er dann gleich beide Par 5 Löcher vor der Nase, kann diese jedoch nicht mehr gewinnbringend zu Birdies nützen und tritt klassementtechnisch so mit der 69 (-1) und als 24. einigermaßen auf der Stelle.

Leaderboard ISPS Handa Championship

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