Segel auf Cut-Kurs

ISPS HANDA CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Lukas Nemecz zeigt bei schwierigen Verhältnissen im Infinitum Resort von Tarragona lange Zeit torzt eines Hexenschusses eine mehr als ansprechende Performance, muss sich nach späten Fehlern aber mit der 69 (-1) zufrieden zeigen. Bernd Wiesberger bringt sich am Lakes Course als bestgerankter Spieler des Feldes mit einer 70 (Par) nicht einmal auf Cutkurs.

Lukas Nemecz konnte die bislang wenigen Starts recht gut nutzen und geht als 60. im Race to Dubai als aktuell bestgerankter Österreicher in die beiden anstehenden Spanien-Events mit 2 Millionen Euro Preisgeld. Am nicht allzu langen, aber trickreichen Par 70 Lakes Course findet sich der Aufsteiger trotz der morgendlichen Verzögerung bestens zurecht und startet gleich mit einem Birdie auf der 1 nach Maß ins Turnier.

Nach zwei recht sicheren Pars danach wird ihm schließlich aber das erste Par 3 etwas zum Verhängnis, mit einem darauffolgenden weiteren Birdie hat er aber postwendend die richtige Antwort parat und bleibt so weiterhin im roten Bereich. Auf der 7 schließt er dann auch mit den kurzen Bahnen in Tarragona wieder Frieden und kommt mit dem dritten Birdie so richtig ins Laufen, denn gleich auf der 8 legt er weiter nach und macht sich mit dem Birdiedoppelschlag sogar klar in Richtung Spitze auf.

Kaum auf den zweiten Neun angekommen bremst das zweite Bogey des Tages die Aufbruchsstimmung dann jedoch kurzzeitig ein, allerdings folgt wie schon nach dem ersten Fehler auch diesmal wieder die sofortige Antwort, womit er sein Score auf der Stelle wieder auf 3 unter Par schraubt. Wieder ist es mit der 14 dann eines der Par 3, das sich als etwas zu harte Nuss entpuppt und dem Steirer wieder einen Schlagverlust aufbrummen.

Trotz Hexenschuss in den 60ern

Ausgerechnet das Par 5 Schlussloch kostet dem 32-jährigen dann noch einen Schlag, was schließlich nur die 69 (-1) ermöglicht. Zwar liegt er damit klar und komfortabel auf Cutkurs und selbst die Topränge sind bei dem dichtgedrängten Leaderboard alles andere als weit entfernt, mit den späten Fehlern beraubt er sich bei den schwierigen Verhältnissen als in etwa 30. aber einer noch deutlich besseren Ausgangsposition.

“Es war in der Früh echt schwierig zu spielen. Es war pitschnass, kalt und Wind war auch schon ein wenig da. Die ersten gut neun Löcher wars echt nicht leicht, die hab ich aber gut gemeistert und eigentlich wirklich gut gespielt. Die Scores am Nachmittag werden sicher etwas besser werden, da es jetzt deutlich wärmer ist und auch der Regen aufhört. Aber es ist wie es ist”, beschreibt er die schwierigen Verhältnisse.

Mit der Runde zeigt er sich durchaus zufrieden, auch weil am Dienstag die Hexe etwas in den Nacken eingeschossen ist: “Mit der Runde bin ich ganz zufrieden, denn am Dienstag erst habe ich mir einen Hexenschuss im Nacken eingefangen. Das habe ich vor einem Jahr schon mal gehabt, jetzt leider wieder, weshalb ich auch nicht trainieren konnte. Die Physio hat aber gut gearbeitet und ich bin froh, dass ich so gut spielen konnte, auch wenn ich hintenrum einiges liegengelassen habe. Da hat auch der Putter nicht mehr so mitgespielt. Morgen sollte es halbwegs schmerzfrei sein und dann werde ich wieder voll angreifen.”

Anfänglicher Schock

Nach einem Monat Zwangspause kommt Bernd Wiesberger bei der ISPS Handa Championship erst zu seinem 6. Turniereinsatz im heurigen Jahr. Das Schmalspurprogramm zu Jahresbeginn auf der DP World Tour und ausbleibende Topergebnisse haben den Oberwarter bis auf Rang 78 im World Ranking abrutschen lassen. Umso wichtiger wird es sein, beim Europaauftakt in Tarragona voll durchzustarten um sich wieder in den Kreis der Weltelite zurückzukämpfen.

Nach heftigen Regenfällen und überflutetem Terrain kann erst mit über zweistündiger Verspätung begonnen werden und die Warterei zeigt auch sichtlich Wirkung, denn mit einem Doppelbogey auf der 10 stolpert der Südburgenländer nur mehr schlecht als recht ins Turnier. Immerhin kann der achtfache European Tour Sieger prompt gegensteuern und krallt sich gleich am nächsten Loch auch das erste Birdie.

Das Erfoglserlebnis schärft auch die Eisen, denn ein starker Teeshot ermöglicht am Par 3 der 14 die nächste Birdiechance, womit er sein Score recht rasch wieder auf Level Par zurückdrehen kann. Nachdem er jedoch ausgerechnet am Par 5 der 16 den nächsten Schlag abgibt und auch die zweite lange Bahn kurz vor dem Turn ungenützt verstreichen lässt, steht er nur bei 1 über Par in der 1. Teebox

Auf der 3 gelingt dann aber das dritte Erfolgserlebnis und er gleich sein Score wieder aus. Anknüpfen kann er daran jedoch nicht mehr mit weiteren Birdies, immerhin muss er mit meist sicheren Pars auch keine weiteren Fehler mehr notieren was ihn schließlich die 70 (Par) unterschreiben lässt und ihn als in etwa 70. noch nicht einmal auf Cutkurs bringt. Als bestgerankter Spieler des Feldes muss am Freitag nun eine deutliche Steigerung gelingen, will er nicht nur auch am Wochenende noch dabei sein sondern außerdem auch zu den Spitzenrängen aufschließen.

“Das war ein guter Kampf nach dem Start. Es waren nur zwei schreckliche Schläge mit meinem Holz 3 auf der 10 und der 16 und eingie Fehleinschätzungen auf den Grüns. Es waren aber viele gute Schwünge dabei, was mich positiv stimmt, dass ich in den nächsten Tagen hier einen Move nach vorne machen kann”, so der 36-jährige nach der Runde via Instagram.

Leaderboard ISPS Handa Championship

>> SKY überträgt Live und in HD von der ISPS Handa Championship.

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