Sturm & Drang

CZECH MASTERS – 2. RUNDE: Matthias Schwab notiert am Freitag eine fehlerlose 65 und stürmt im Albatross Resort mit klar intakten Siegchancen ins Wochenende. Bernd Wiesberger verliert etwas den Birdierhythmus vom Vortag, geht nach einer 70 aber ebenfalls in sehr aussichtsreicher Position in den Moving Day.

Matthias Schwab zeigte sich am Donnerstag bereits sehr spielfreudig und war nach eigener Aussage auch mit seiner Performance von Tee bis Grün durchaus zufrieden. Lediglich ein unglücklicher Bounce von einem Sprinklerdeckel, was in einem Doppelbogey mündete, machte ihm einen Strich durch eine knallrote Auftaktrechnung.

Am Freitag verpasst er dann zwar auf der 1 ein schnelles Par 5 Birdie, holt den roten Eintrag aber postwendend am Doppelbogey-Loch des Vortages nach und verschafft sich damit rasch etwas Luft im Hinblick auf die Cutmarke. Auch danach zeigt er starkes Golf, hält Schlagverluste gekonnt fern und nimmt auf der 5 das nächste Birdie mit.

Danach geht er es etwas ruhiger an, bleibt aber weiterhin voll fokussiert und bringt so meist sichere Pars ins Trockene. Zu Beginn der Backnine weiß er dann das Par 5 der 10 wieder auszunützen und spielt sich damit immer weiter in Richtung Norden des Leaderboards nach vor. Da auch die 11 danach einen Schlaggewinn bereithält dockt er sogar bereits an den Top 10 an.

On fire

Der Rohrmooser feuert auch danach weiterhin aus allen Rohren, denn auch das letzte Par 5 der Runde weiß er auszunützen und schnürt so sogar den Birdiehattrick. Nur kurz gönnt sich der Schladming-Pro dann eine kleine Verschnaufpause, ehe er auf der 14 schon das nächste Erfolgserlebnis verbucht und sich so bis auf einen einzigen Schlag an die Spitze heranpirscht.

Nach einem starken Parputt auf der 17 zündet Matthias dann auf der 18 noch ein perfektes Eisen und lässt sich die abschließende Birdiechance nicht nehmen. Mit einer fehlerlosen 65 (-7) durchrbicht er nicht nur ohne jegliche Probleme die drei Turniere andauernde Cutsperre, er stürmt sogar als geteilter 3. mit ganz klar intakten Siegchancen ins Wochenende.

Nach der Runde meint er: “Die Runde war heute eigentlich sehr ähnlich wie die gestrige. Der Unterschied war nur, dass ich die Bälle noch etwas näher zu den Fahnen gebracht hab und auch sehr gut geputtet habe.”

Rhythmus etwas eingebüßt

Bernd Wiesberger zeigte sich zum Auftakt nach seiner Sommerpause in absoluter Spiellaune und postete gleich sieben Birdies auf die Scorecard, womit er sich im absoluten Spitzenfeld festsetzen konnte. Am Freitag will er eigentlich an die bärenstarke erste Runde anknüpfen, büßt jedoch etwas den gewinnbringenden Rhythmus vom Vortag ein.

Dabei gelingt der Start in die zweite Runde noch durchaus ansprechend. Am Par 5 der 1 geht sich zwar noch kein Birdie aus, dafür aber schließt er mit der 2 Frieden, denn anders als am Vortag nimmt er diesmal nicht nur kein Bogey mit, sondern kann sogar ein Birdie auf der Scorecard notieren. Richtig lange verweilt er aber nicht im roten Bereich, denn auf der 4 macht es sich auch der erste Fehler bequem, der ihn wieder auf Level Par zurückwirft.

Etwas zäh

Bernd tut sich am Freitag sichtlich schwerer wieder den sehenswerten Schwung vom Donnerstag zu finden, denn außer Pars wandert die gesamten Frontnine über nichts Zählbares auf die Habenseite. Erst auf der 11 bricht dann endlich der durchwegs hartnäckige Birdiebann, denn vom Vorgrün lässt der Putter den zweiten roten Eintrag des Tages springen.

Auf den Geschmack gekommen legt er sich auch am darauffolgenden Par 5 eine gute Birdiechance auf und verwertet trocken zum Birdiedoppelpack. Ein eingebunkerter Teeshot und ein darauffolgender Flyer aus dem Sand münden am Par 3 der 13 dann in einem Bogey, was die heiße Phase spürbar abdämpft.

Lange Zeit notiert der Oberwarter danach die Pars, ehe er auf der 18 trotz verzogenem Abschlag noch einen längeren Birdieputt lochen kann und so am Ende die 70 (-2) unterschreibt. Damit geht Bernd trotz eines teils zähen zweiten Spieltages als 14. aus richtig guter Verfolgerposition ins Wochenende. Mit einem Spitzenplatz am Sonntag könnte er auch den Rückstand auf Shane Lowry (IRL) im Race to Dubai wieder deutlich verkleinern.

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