Bernd Wiesberger stemmt beim Qatar Masters dank einer sehenswerten 69 (-3) am Freitag den Cut und hofft nach den zuletzt freien Wochenenden, dass dies der gesuchte Befreiuungsschlag war. Max Steinlechner geht hingegen auch im Doha GC wieder leer aus.
Max Steinlechner und Bernd Wiesberger haben nach den Missed Cuts der letzten Wochen auch in Doha wieder alle Hände voll zu tun. Dabei liest sich bei näherer Betrachtung nur das Ergebnis der 73 (+1) am Donnerstag bei beiden gleich, denn das Zustandekommen könnte konträrer kaum sein. Während Wiesberger lange Zeit Par um Par abspulte, ehe er sich einen Bogeydoppelpack eintrat und erst am Schlussloch mit dem ersten Birdie noch Schlimmeres verhinderte, war bei Max Steinlechners Runde von Doppelbogey bis Birdie alles mit von der Partie. Am Freitag gilt es nun das Spiel zu konsolidieren und vor allem Fehler fernzuhalten um den Rückstand in Richtung Cutmarke noch wettmachen zu können.
Wie schon zum Auftakt hat Bernd Wiesberger auch am Freitag mit früher Startzeit wieder einige Probleme so richtig durchzustarten. Erneut macht er mit einer Parserie zwar nicht allzu viel verkehrt, allerdings bringt er vorerst die Annäherungen noch nicht nah genug zu den Fahnen um sich echte zwingende Birdiemöglichkeiten erarbeiten zu können. Erst auf der 8 bricht dann der Bann, nachdem er aus einem hervorragenden Eisen aus 1,5 Metern erstmals Kapital schlagen kann. Damit gibt er sich sichtlich auch selbst den benötigten Impuls, denn kurz danach legt er ein perfektes Wedge am Par 5 der 9 knapp neben die Fahne und bringt sich so noch vor dem Wechsel auf die Backnine auf Kurs in Richtung Wochenende.
Sofort legt er auch weiter nach, denn dank eines perfekten Pitches holt er sich auch am Par 5 der 10 das Birdie ab und verschafft sich so erstmals sogar etwas Luft. Ein verfehltes Grün auf der 15 wird ihm dann zwar zum Verhängnis, allerdings stellt er schon am drivebaren Par 4 der 16 mit Chip & Putt den alten Zwischenstand von 3 unter Par wieder her. Das Par 5 Schlussloch lässt dann zwar nichts mehr springen, mit der 69 (-3) geht sich am Ende als 52. aber immerhin der erste Wochenendeinzug im Jahr 2026 für den Südburgenländer aus.
Nullnummer in der Wüste
Gleich zu Beginn hat Max Steinlechner den Putter gut auf Temperatur, denn schon am anfänglichen Par 5 der 1 rollt aus zwei Metern der Birdieputt ins Ziel. Lange kann er sich darüber jedoch nicht freuen, nachdem er sich nach verzogenem Drive und verschobenem Dreimeterputt auf der 2 sogar nur ein Doppelbogey ausgeht, womit er sich die benötigte Aufholjagd doch ziemlich heftig torpediert. Das bremst den Schwung auch sichtlich ein, denn nach den ersten Pars auf den Löchern danach, drückt er sich mit einem verpassten Sand Save auf der 6 und weiteren Ungenauigkeiten auf der 7 die nächsten Bogeys aufs Auge.
Da er dann noch vor dem Turn auch am Par 5 der 9 mit einem knapp verfehlten Grün ein Bogey ausfasst, scheint ein weiteres freies Wochenende wohl kaum mehr abzuwenden zu sein. Hängen lässt sich der 26-jährige aber nicht und sammelt nach starkem Approach auf der 11 aus einem Meter sein zweites Birdie auf. Aus dem Sand erwischt es ihn dann im Finish jedoch auf der 16 erneut, weshalb sich schlussendlich trotz eines abschließenden Par 5 Birdies nur die 75 (+3) ausgeht. Damit verpasst der Rookie auch in Doha wieder den Cut und muss nach einer Nullnummer beim Desert-Swing auch weiterhin noch auf die ersten Zähler im Race to Dubai warten.
Auch den beiden deutschen Spielern ergeht es in Qatar nicht wirklich prickelnd, denn sowohl Marcel Schneider als auch Nicolai Von Dellingshausen müssen ebenfalls bereits vorzeitig wieder die Sachen packen. Patrick Reed (USA) agiert weiterhin in beneidenswerter Form und startet bei gesamt 12 unter Par als Führender ins Wochenende.









