Wie Kevin Na den Lauf seiner Karriere änderte

Der amerikanisch-koreanische Golfer Kevin Na ist seit Jahren eine feste Größe im Golfsport. So richtig konstant waren seine Auftritte in den letzten Jahren jedoch leider nicht. Verletzungen hielten ihn die letzten beiden Jahre von einer Teilnahme an den Events der PGA-Touren ab. Jetzt scheint der 37-Jährige jedoch wieder auf der Höhe zu sein und konnte bei der Sony Open auf Honolulu einen knappen aber souveränen Sieg einfahren. Damit gewann er den fünften Titel in seiner Laufbahn bei einer PGA-Tour. Dass er nicht zu den absoluten Favoriten gehört, weiß der Mittdreißiger selbst. Allerdings hat sein erster Gewinn 2021 die Kampfgeister in ihm geweckt und ihn positiv gestimmt. Wie er seine Chancen einschätzt, lesen Sie in diesem Artikel.

PGA-TOUR 2021 – Sony Open

Beim zweiten PGA-Tour-Event Ende Januar 2021, der Sony Open auf Hawaii, konnte Na als Sieger hervorgehen. Für einige kam dies sehr überraschend. Zudem stand seine Teilnahme an dem Turnier bis zum letzten Moment auf der Kippe: Eine Rippenzerrung und ältere Verletzungen hätten dem Golfer beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht und seinen Start verhindert.

Sein neuer Trainer Cornel Driessen meisterte die Situation und sorgte dafür, dass Kevin trotzdem an den Start gehen konnte; Massagen, Muskelstretching und einem motivierenden Coaching sei Dank. Der Kurs in Hawaii ist wie für den 37-Jährigen gemacht: Auf dem Par-70-Kurs haben Präzisionsspieler einen deutlichen Vorteil gegenüber Weitenjägern – umso besser für Kevin Na. Der hatte dadurch die Chance, Hoffnungsträger wie Österreichs Favoriten Sepp Straka hinter sich zu lassen. Am Finaltag konnte er sich in einer spannenden und knappen letzten Runde letztendlich gegen Brendan Steele und Joaquin Niemann behaupten und trug den Sieg bei den Sony Open in Honolulu davon – der fünfte PGA-Titel seiner Karriere.

Seine Strategie

Kevin Na gehört mit seinen 37 Jahren definitiv zur älteren Generation der Golfprofis. Und während die jüngeren Spieler eher auf Speed und weite Schläge abzielen, so punktet Na mit Präzision und einer eher langsamen Spielweise, die für manche befremdlich wirkt. Wer das Event im Waialae Country Club verfolgt hat oder sogar Live Wetten darauf abgeschlossen hat, welcher Spieler als Sieger hervorgehen würde, der konnte den erstaunlichen Stil des amerikanischen Golfers beobachten.

Dabei sah es am Anfang noch so aus, als würde Na auf einem der hinteren Plätze bleiben. Seine Konkurrenten Steele und Niemann genossen nach den ersten neun Löchern einen deutlichen Vorsprung; doch zum Ende hin konnte Kevin Na das Blatt sehr schnell wenden. Mit mehreren aufeinanderfolgenden Birdies an den Löchern 13 bis 15 konnte er seinen Rückstand aufholen und mit einem letzten Birdie am 18. Loch dann seinen Sieg einholen. Mit einer 65er Schlussrunde (-5) ließ er seine Mitspieler schließlich hinter sich.

Ziele für die Zukunft

Bis jetzt lagen die Siege des Golfers immer relativ weit auseinander. Vor seinen Siegen bei der US-GPA-Tour 2018 gab es eine Lücke von ganzen sieben Jahren ohne Titel. Doch dieses Jahr hat Na einen exzellenten Start hingelegt, der nicht nur die Fans auf mehr hoffen lässt. Auch er selbst hat sich das Ziel gesetzt, vor Ende der Saison noch mindestens ein weiteres Turnier zu gewinnen. Über sich selbst sagt der Sportler, dass er sich sehr wohl darüber im Klaren ist, dass er nicht zu den absoluten Favoriten zählt. Auf dem richtigen Kurs schätzt er seine Gewinnchancen jedoch als äußerst gut ein – so wie eben auf dem Kurs der Sony Open in Honolulu. Dass sich sein Stil und seine Technik nicht plötzlich ändern wird, das weiß der 37-Jährige und akzeptiert das auch so. Vielmehr wird er mit seinen Fähigkeiten arbeiten und an seiner Geschwindigkeit feilen. Ein weiteres Ziel für 2021: Der Ryder Cup im Herbst!

 

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