Timon Baltl fightet bis zum Schluss wie ein Löwe um seinen zweiten Gösser Open Titel, muss sich am Ende aber im Stechen Jorge Maicas (ESP) geschlagen geben. Auch Amateur Fabian Lang zeigt im GC Erzherzog-Johann eine starke Leistung, Lukas Pany findet am Finaltag beim Alps Tour Heimspiel in Maria Lankowitz keinen Rhythmus mehr und rutscht bis ans Ende des Wertungsklassements zurück.
Nach seinem Sieg im Jahr 2019 hat Timon Baltl sechs Jahre später in Maria Lankowitz erneut die Chance die Trophäe des heimischen Traditionsturniers in den Himmel zu stemmen. Nach Runden von 66 (-6) und 65 (-7) Schlägen startet der Steirer als Co-Leader mit dem Spanier Asier Aguirre Izcue (ESP) in die Finalrunde und wird alles daran setzen bei der 33. Auflage den bereits 19. Sieg eines Österreichers einzufahren. Lukas Pany hätte als 17. wohl noch gute Chancen auf ein Topergebnis. Amateur Fabian Lang rundet das heimische Trio am Entscheidungstag ab.
Zwar verpasst Timon Baltl am anfänglichen Par 5 das erhoffte Birdie, da jedoch auch der Spanier “leer” ausgeht, fällt dies nicht sonderlich schwer ins Gewicht. Am Par 3 der 3 kommt dann am Samstag erstmals Bewegung ins Klassement an der Spitze, da Timon mit dem ersten Birdie zumindest vorerst das Kommando übernimmt. Mit Pars hält er sich auch danach weiterhin an der Spitze, allerdings teilt er sich diese in Folge mit Victor Trehet (FRA), der mit dem unglaublichen Zwischenstand von -7 nach 11 nach vorne stürmt, und mit Izcue, der am Par 3 der 8 sein Tagesscore erstmals unter Par drückt.
Timon geizt in Folge jedoch ein wenig mit Erfolgserlebnissen, da erst auf der 9 ein weiterer Schlaggewinn auf die Habenseite wandert. Nachdem mittlerweile mit Jorge Maicas noch ein weiterer Spanier immer besser ins Rollen kommt, entwickelt sich an der Spitze vor den Backnine sogar bereits ein Vierkampf um den Gösser Open Titel. Nach etwas Leerlauf nach dem Turn, klinkt sich der Champion von 2019 dann ab dem Par 5 der 13 wieder in den Birdiereigen mit ein und da sich am Par 3 der 15 ein weiteres ausgeht, mischt er auch weiterhin voll um den Sieg mit.
Im Stechen geschlagen
Auch das Par 5 der 16 lässt dann einen Schlag springen, allerdings fängt er sich am darauffolgenden Par 3 schließlich auch das erste Bogey ein. Da parallel dazu Izcue sein bereits drittes Birdie in Folge zu Papier bringt, zieht der Spanier mit dem “Two Shot Swing” ein Loch vor Schluss bis auf zwei Schläge davon. Die Situation ändert sich jedoch auf der finalen 18 dann noch dramatisch, denn Timon beendet mit der 68 (-4) seine Runde wie Maicas mit 17 unter Par.
Wenige Sekunden später ist jedoch klar, dass es noch weitergeht, denn Izcue beendet seinen Auftritt mit Doppelbogey und muss somit gegen seinen Landsmann und den Österreicher ins Stechen. Dort setzt sich dann schließlich Jorge Maicas durch, verweist so den Lokalmatador und seinen Landsmann auf Rang 2 und krönt sich so zum Gösser Open Champion 2025.
“Es ist extrem bitter, wie es bei diesem Turnier für mich gelaufen ist. Ich habe die ganze Woche extrem gutes Golf gespielt und hätte eigentlich gewinnen müssen, aber dazu habe ich einfach zu viele Chancen beim Putten liegengelassen. Das hört sich zwar etwas komisch an, wenn man ein Turnier mit 17 unter Par beendet, aber auch heute ist nur ein Putt aus über drei Metern gefallen. Das hat sich alle drei Tage so durchgezogen, und am Ende geht es sich dann halt einfach nicht mehr aus. Trotzdem hätte ich auf der 18 den Sack zumachen können. All diese vergebenen Chancen tun extrem weh”, so Baltl, der sich zumindest mit 4.453 Euro Preisgeld trösten kann, sichtlich etwas geknickt.
Starkes Turnier
Sofort auf der 10 holt sich Fabian Lang (Am) das erste Birdie ab und legt rasch auf der 12 ein weiteres nach. Zwar bremst ihn ein Fehler auf der 14 dann ziemlich ein, was sich auch in einem kleinen Leerlauf rund um den Turn bemerkbar mach, am Par 3 der 3 kann er sich dann aber schließlich über das nächste Birdie freuen. Im Finish stopft er dann auf der 7 und dem Par 5 der 9 noch zwei weitere Birdieputts und bringt so die ansehnliche 68 (-4) zum Recording. Damit kann er zwar die Spitzenränge nicht mehr attackieren, verlässt das Heimspiel jedoch als 19. mit einer durchaus ansprechenden Platzierung.
“Ich habe heute zwar einige Chancen ausgelassen, aber in Summe sehr solide gespielt. Ich habe die ganze Woche über nicht immer mein A-Game gezeigt, aber trotzdem alle drei Runden unter Par gespielt. Jetzt freue ich mich auf meinen Start auf der DP World Tour bei den Austrian Alpine Open Ende Mai in Altentann. Das ist mein großes Saison-Highlight”, fiebert er Salzburg bereits entgegen.
Zwar beginnt Lukas Pany seinen letzten Arbeitstag in Maria Lankowitz mit einem Par 5 Birdie auf der 1 nach Maß, danach allerdings läuft beim Neo-Pro alles in die verkehrte Richtung, denn gleich fünf Bogeys und sogar zwei Schneemänner können insgesamt drei rote Einträge zu keiner Zeit in Schach halten. Am Ende leuchtet sogar lediglich die 81 (+9) auf, was ihn bis ans Ende des Klassements auf Rang 42 abrutschen lässt.





