Einfache Regeln für den Kauf von Golfschlägern

Golfen ist oft günstiger als man glaubt. Wer den Sport gerade erst für sich entdeckt hat, kann mit einigen einfachen Tricks sein Budget schonen. Dazu zählen vergünstigte Mitgliedschaften, Fernmitgliedschaften und Leihschläger. Ist die Liebe zum Golfen aber erst einmal entbrannt, dann ist der Weg zum eigenen Set nicht mehr weit. Dieses sollte auf die eigenen Fähigkeiten und Bedürfnisse zugeschnitten sein. Denn genau wie beim Golf-Profi sollten die Schläger die Stärken unterstützen und die Schwächen abmildern.

Photo by planet_fox, CC0 Public Domain

Die richtige Ausrüstung ist der Schlüssel zum Erfolg

Österreichs Golf-Profi Nummer eins Bernd Wiesberger hat dieses Jahr ohne Zweifel ein großes Comeback geschafft. Sogar die Buchmacher sind wieder auf ihn aufmerksam geworden und führen ihn derzeit bei Betway mit einer Quote von 126 auf Platz 46 der Sieganwärter (Stand 08.09.2019) für das US Open 2020. Wiesberger setzt auf eine Ausrüstung des amerikanischen Herstellers Titleist, seine Putter-Griffe kommen vom englischen Hersteller Two Thumb Grip aus London. In der Golf-Weltrangliste liegt der Österreicher bereits auf Platz 35, Tendenz steigend.

So wie die Profis sollten auch die Amateure ihre Ausrüstung sorgfältig auswählen, denn dann steht einem umfassenden Golf-Vergnügen nichts mehr im Wege. Zunächst ist es wichtig, seine Ausrüstung an seine eigenen Fähigkeiten anzupassen. Dazu ist es notwendig, diese realistisch einzuschätzen. Ist man ein Beginner, ein Mid-Handicapper oder ein Fortgeschrittener?

Beginner

Der Beginner braucht jede Menge Unterstützung durch seinen Schläger. Dieser sollte so viele Fehler wie möglich „verzeihen“. Ein großes Fitting ist nicht nötig. Die Schlägerlänge, Schläger-Loft und Schläger-Lie sollten korrekt sein, daher muss der Schläger an die Körpergröße seines Besitzers angepasst werden. Mit Oversize und Perimeter Weigthed Golfschlägern wird dem Beginner das Spiel deutlich mehr Spaß machen.

Mid-Handicapper

Die meiste Auswahl bietet der Markt für Mid-Handicapper. Schließlich handelt es sich dabei um die breite Masse der Golf-Begeisterten. Auch hier ist es wichtig, auf eine hohe Fehlertoleranz des Schlägers zu achten, schließlich sollten auch die schlechten Schläge im Feld bleiben und nicht im Aus verschwinden.

Fortgeschrittener

Die Fortgeschrittenen haben beim Kauf neuer Golfschläger eine breite Auswahl. Wer regelmäßig unter 80 spielt, darf sich zu dieser Gruppe von Golfspielern zählen. Doch das sind lediglich sieben Prozent der männlichen und nur ein Prozent der weiblichen Golfspieler weltweit. Wer hier ein neues Set sucht, sollte ebenfalls auf die Fehlervermeidung setzen. Die Eisen sollten das Perimeter Weighting und das klassische Bladedesign kombinieren.

Für alle Stadien des Spielers gilt, sich die Schläger „maßschneidern“ zu lassen. So spielen die meisten durchschnittlichen Spieler mit einem zu harten Schaft. Es hat wenig Sinn, auf den einen perfekten Schlag hinzuarbeiten, denn die Schläger sollten für jede Tagesform gut geeignet sein. Einen zu harten Schaft erkennt man daran, dass man den Schlägerkopf während des Schlages nicht mehr fühlen kann.

Fliegt der Ball bei Rechtshändern zu weit nach links und umgekehrt, dann sollte man ebenfalls auf einen weicheren Schaft wechseln. Fliegt der Ball beim Rechtshänder allerdings zu weit nach rechts und umgekehrt, dann ist der Schaft zu weich.

Auf die Größe achten

Je größer der Golfschlägerkopf beim Driver ist, desto größer ist das Trägheitsmoment. Große Schläger sorgen für einen besseren Energietransfer vom Schläger zum Ball, das macht sich in der Länge der Schläge bemerkbar. Allerdings wird der Schläger so etwas schwerfälliger.

Photo by 422737, CC0 Public Domain

Mit einem etwas kürzeren Schaft verliert man zwar etwas an Länge, doch die Genauigkeit profitiert davon. Der Driver ist für Anfänger, die die offiziellen Golf-Regeln gerade erst erlernt haben, allerdings nicht zu empfehlen. Dieser ist schwierig zu spielen, die erhofften Effekte stellen sich erst bei Fortgeschrittenen ein. Für weite Schläge, bzw. den Abschlag, ist hier ein Fairway-Holz deutlich besser. Viel wichtiger für Anfänger ist der Putter. Er schafft die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Golf-Spielen.

Qualität macht Freude

Wenn man sich zur Anschaffung eines Golf-Sets entschlossen hat, sollte man grundsätzlich auf Qualität achten. Minderwertige Schläger sorgen dafür, dass sich vermehrt Fehler in das Spiel einschleichen, denn sie verhalten sich beim Spielen anders als hochwertigere Modelle.

Schon zu Beginn, wenn man die richtigen Schwünge erst erlernen muss, sollte man auf eine gute Qualität seiner Ausrüstung setzen. Das gilt auch für die Bälle. Diese sollten preislich und qualitativ zu den Golfschlägern passen. Grundsätzlich kommt man als Anfänger mit deutlich weniger Schlägern aus, als ein fortgeschrittener Spieler. Zwei Eisen, die Wedges und ein Putter reichen zu Beginn völlig aus, für die längeren Schläge verwendet man einen Hybrid.

Training, Training, Training

Die beste Investition beim Golfen ist allerdings immer noch das Training. Wenn man die Chance hat, mit einem Fortgeschrittenen oder gar einem Golf-Profi zu trainieren, dann sollte man diese unbedingt nutzen. Neben der Verbesserung des Spiels sollte man auch auf seine körperliche Fitness achten. Das kommt dem Golfer auf dem Platz zu Gute und lässt ihn so sein neues Golf-Set in einem der zahlreichen Golf-Clubs so richtig genießen.

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