Aufreibender Auftakt

ST. JUDE INVITATIONAL – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger watet zum Auftakt des WGC-Events im TPC Southwind sprichwörtlich durch ein Wechselbad der Gefühle, denn nach starkem Start und schwacher Phase danach kämpft er sich sogar wieder zurück in den Minusbereich, nur um nach einem tiefschwarzen Ende schließlich nur die 71 zu unterschreiben.

Bernd Wiesberger ist auch beim zweiten World Golf Championship-Turnier des Jahres dank seiner Top 50-Position im World Ranking mit dabei. Zuletzt im Februar in Mexiko lief es mit Platz 37 noch nicht nach Wunsch umso wichtiger wäre es jetzt beim St. Jude Invitational von Memphis ordentlich zu punkten. Zugleich ist es das neueste und einzige Turnier der elitären WGC-Series, die der Burgenländer noch nie bestreiten konnte.

Bernd sorgt auch gleich für einen perfekten Start, denn gleich auf der 1 hat er seinen Putter bestens auf Temperatur und stopft aus fünf Metern zum anfänglichen Birdie. Zwei Bahnen später entscheidet er sich am einzigen Par 5 der Frontnine trotz eines starken Drives für die konservative Variante um das Wasser aus dem Spiel zu nehmen. Die Strategie geht auch bestens auf, denn aus zwei Metern sackt er Birdie Nummer 2 ein und setzt sich so sofort vorne fest.

Ungenaue Annäherungen rächen sich

Erstmals wird es dann am darauffolgenden Par 3 etwas stressig, nachdem der Teeshot sein Ziel verfehlt. Bernd chippt zwar recht gefühlvoll, der Parputt aus einem guten Meter will aber nicht fallen, was im ersten Bogey mündet. Der Fehler scheint auch ein kleiner Wirkungstreffer zu sein, denn im Anschluss gerät die Annäherung auf der 5 deutlich zu kurz und auch der darauffolgende Chip schafft es gerade mal aufs Grün, was sofort den nächsten Schlagverlust und somit auch den scoretechnischen Ausgleich bedeutet.

Die Approaches passen auch weiterhin nicht, denn zunächst verzieht er auf der 6 aus gerade mal 133 Metern und kann auch auf der 7 aus einem starken Abschlag kein Kapital schlagen, wie ein Ausflug in den Grünbunker beweist. Mit den exrem ungenauen Eisen beraubt er sich eindeutig seiner größten Stärke und brummt sich so nach dem starken Start ein Bogey nach dem anderen auf. Wie aus dem Nichts springt dann aber auf der 8 wieder der Putter ein und holt Bernd aus knapp vier Metern einen Schlag am Par 3 wieder zurück, was auch den Negativrun von gleich vier Bogeys am Stück endlich beendet.

Stabile Phase

Das stabilisiert auch sichtlich wieder das Spiel des 34-jährigen wie bis zu diesem Zeitpunkt seltene Pars danach unterstreichen. Erst auf der 13 schnellt der Puls wieder etwas in die Höhe, nachdem er die Annäherung links wegpullt. Diesmal allerdings passt das Kurzspiel und Bernd notiert nach geschafftem Up & Down noch das Par auf die Scorecard. Nach starkem Abschlag legt er sich am Par 3 der 14 dann nach längerer Zeit wieder eine gute Birdiechance auf und lässt sich diese auch aus knapp zwei Metern nicht entgehen.

Der scoretechnische Ausgleich heizt eindeutig auch den Putter gegen Ende noch einmal so richtig an, denn aus sieben Metern dreht er auf der 15 sein Tagesergebnis sogar wieder in den Minusbereich. Auf den Geschmack gekommen lässt er sich auch das kurze Par 5 der 16 nicht entgehen und schnürt nach gelungener Grünattacke sogar den roten Triplepack. Nach verzogenem Drive bekommt er auf der 17 zwar noch einen Freedrop, aus nach wie vor schwieriger Lage findet er aber nur den Grünbunker und produziert aus diesem einen leichten Flyer, womit das Bogey nicht mehr zu verhindern ist.

Schwarzes Ende

Am Schlussloch läuft der Abschlag dann etwas zu lange im Dogleg aus und bremst sich erst im Rough ein. Ein leicht links verzogenes Eisen geht dann schließlich sogar baden, womit er sich zum Abschluss der Runde sogar noch ein Doppelbogey einhandelt und so nur die 71 (+1) zum Recording bringt, womit nicht mehr als ein 46. Platz zu holen ist.

Als Fazit muss man nach der alles andere als langweiligen Runde klar sagen, dass das größte Problem in Bernds Spiel am Donnerstag eindeutig die Eisen waren, auf die sich der Burgenländer ansonsten eigentlich verlassen kann. Mit den zahlreichen Birdies verhindert er aber immerhin einen ganz wilden Auftakt und wahrt so, bessere Runden vorausgesetzt, auch noch die Chance auf ein Spitzenergebnis, denn die Top 10 sind gerade mal vier Schläge entfernt.

Brooks Koepka (USA) findet am Donnerstag wieder zurück zu alter Stärke. Die ehemalige Nummer 1 der Welt, die in letzter Zeit von einer hartnäckigen Verletzung geplagt war, feuert sprichwörtlich aus allen Rohren und verewigt gleich neun Birdies auf der Scorecard. Bei nur einem einzigen Fehler reicht dies für die starke 62 (-8), womit er nach den ersten 18 Bahnen den Ton angibt.

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