Großes Kino

HOUSTON OPEN – FINAL: Österreichs PGA Tour Beitrag zeigt nahezu die gesamte Woche über im anspruchsvollen Memorial Park GC ganz großes Kino, ehe ihm späte Fehler den möglichen Sieg kosten. Mit Rang 5 nimmt er aber sein bislang bestes Saisonergebnis mit, sammelt so ordentlich FedEx Cup Punkte und fährt auch fette Zähler für die Weltrangliste ein.

Sepp Straka zeigte sich nach seiner Zwangspause – bei den kleinen Starterfeldern der letzten beiden Turniere hatt er keine Chance einen Platz zu ergattern – von Beginn weg in Houston hellwach und bestätigte so auch seinen 4. Platz der letzten Saison, wenngleich diesmal mit dem Memorial Park GC an einer neuen Wirkungsstätte gespielt wird. Nach Runden von 68 (-2), 69 (-1) und 66 (-4) Schlägen startet der Georgia Bulldog sogar mit lediglich zwei Schlägen Rückstand auf den Führenden in den Finaltag.

An der Seite der Nummer 1 der Welt Dustin Johnson (USA), hat Sepp dann aber gleich auf der 1 Probleme, nachdem der Abschlag das Fairway knapp links verfehlt und er mit der Annäherung nur den Grünbunker findet. Das anfängliche Bogey ist so unvermeidbar. Zwar hat er mit dem selbst angesprochenen Aspekt der genauen Drives auch weiterhin seine Mühe, doch selbst aus dem Rough fehlt bei der Grünattacke am Par 5 der 3 nicht viel und da nach dem fälligen Chip der Birdieputt aus drei Metern fällt, ist der scoretechnische Ausgleich rasch hergestellt.

Voll im Geschäft

Endlich finden dann auch die Drives die Spielbahnen, was die kommenden Löcher durchwegs stressfreier gestaltet. Am Par 3 der 7 steigt der Puls dann jedoch wieder gehörig an, da der Abschlag nur den Grünbunker findet und der Sandschlag auf die kurzgesteckte Fahne etwas zu lang wird. Einmal mehr springt der Putter aber rettend ein und ermöglicht noch das wichtige Par. Trotz eines verzogenen Drives legt er sich am zweiten Par 5 eine durchaus machbare Birdiemöglichkeit auf, kann diese aus vier Metern jedoch nicht verwerten. Eine Bahn später gelingt die Übung am Par 3 aus gleicher Distanz besser und Sepp bleibt so weiter klar in Schlagdistanz zur Spitze.

Das Birdie lässt auch just zur heißesten Phase des Turniers den Putter so richtig auf Temperatur kommen, denn auch auf der 10 hat er aus sieben Metern das Visier lasergenau justiert und schnürt so sogar den roten Doppelpack. Kurz gönnt er sich dann eine kurze Ruhepause, ehe er auf der drivebaren 13 trotz eines leicht verzogenen Abschlags dank eines starken Lobs auf die schwierige Fahnenposition das nächste Birdie einsackt und so mittlerweile nur noch um einen Schlag hinter Carlos Ortiz (MEX) zurückliegt.

Wie schon am Vortag fletscht die 14 aber wieder die Zähne. Erneut findet Sepp am Sonntag vom Tee aus das Fairway nicht und aus tiefer Lage wird auch die Annäherung unkontrollierbar. Den schwierigen Chip & Run dosiert er zwar gut, aus vier Metern muss er danach den Putter aber gleich dreimal bemühen und marschiert so sogar nur mit dem Doppelbogey vom Grün, was den Siegambitionen einen herben Dämpfer versetzt. Aus ganz ähnlicher Distanz ergibt sich gleich am darauffolgenden Par 3 die Chance zu Konter und der Longhitter misst diesmal den Putt perfekt an.

Endgültig geschlagen

Mit dem Wissen, dass er am einzigen Par 5 zwingend was mitnehmen muss, will er noch einmal in den Titelkampf eingreifen, nimmt er volles Risiko. Von der Länge her passt auch alles, allein das Eisen will nicht reinfaden und wassert schließlich im kleinen Graben neben dem Grün. Mit dem Bogey muss er vor den letzten beiden Bahnen nun endgültig die letzten Hoffnungen auf den möglichen Sieg begraben. Schlussendlich unterschreibt er am Sonntag die 69 (-1) und beendet die Houston Open so auf dem immer noch sehr starken 5. Rang.

Sepp zeigte bereits einige Male in seiner noch jungen PGA Tour Karriere, dass er durchaus im Stande ist im Konzert der ganz großen die erste Geige zu spielen. So knapp wie in dieser Woche war er jedoch noch nicht wirklich dran. Erst zwei späte Schnitzer verbauten ihm am Ende den möglichen Sieg. Das starke Abschneiden beschert ihm aber dennoch gute FedEx Cup Punkte und auch fette Zäher in der Weltrangliste. In der kommenden Masters Woche hat der 27-jährige nun eine Woche Auszeit, ehe er bei der RSM Classic mit Sicherheit versuchen wird an das starke Spiel von Houston anzuknüpfen.

Carlos Ortiz (MEX) agiert am Sonntag unglaublich nervenstark, locht die Putts genau dann wenn er sie braucht und darf sich mit einer 65 (-5) und bei gesamt 13 unter Par am Ende über seinen ersten PGA Tour Sieg freuen. Rang 2 teilen sich Dustin Johnson und Hideki Matsuyama (JPN) bei zwei Schlägen Rückstand.

Leaderboard Houston Open

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