Im Finish pechschwarz

3M OPEN – 1. RUNDE: Sepp Straka liegt bis wenige Löcher vor Schluss durchaus gut im Rennen, ein pechschwarzes Finish brummt dem Longhitter im TPC Twin Cities aber einen mehr als nur unangenehmen Rückstand auf die Cutlinie auf.

Mit seinem bislang bestem Ergebnis auf der PGA Tour in der Tasche kommt Sepp Straka zur 3M Open eingeflogen. Gut für den Tourneuling, dass erneut ein neuer Event am Kalender ansteht, der TPC Twin Cities somit für das gesamte Feld Neuland darstellt. Das Layout dürfte Sepp zudem voll in die Karten spielen: mit gleich drei drivebaren Par 4 auf einem Kurs, den bereits die Altmeister der Champions Tour alljährlich komplett zerlegen, werden erneut ultratiefe Scores erwartet. Brooks Koepka, Patrick Reed, Jason Day, Hideki Matsuyama und Bryson DeChambeau sind die Big Names beim 6,4 Millionen Dollar-Turnier von Minnesota.

Sepp zeigt sich sofort hellwach und zündet gleich auf der 1 ein perfektes Eisen, dass fast sogar zum Eagle ins Loch fällt, mit einem Tap-in Birdie beginnt die Runde aber dennoch mehr als nur gut. Auch danach hat der gebürtige Wiener alles fest im Griff und darf sich nach gestopftem Eineinhalbmeterputt auf der 5 über das nächste Birdie freuen, womit er bereits im soliden Mittelfeld angekommen ist.

Zwar erweist sich die 9 nach überschlagenem Grün kurzzeitig als Spielverderber, nach dem Turn aber setzt er sogar zu einem Birdiehattrick an – zunächst locht Sepp auf den Grüns aus größerer Distanz und kann danach auch das Par 5 der 12 gut ausnützen – womit er den eben abgegebenen Schlag mehr als wettmacht.

Im Treibsand gefangen

Doch wie aus dem Nichts beschreitet Sepp plötzlich unsicheres Terrain und bleibt scoretechnisch sprichwörtlich wie im Treibsand stecken, denn ab der 14 wird es richtig unangenehm für den Georgia Bulldog. Eine gewasserte Annäherung mündet in einem ersten Doppelbogey und des Schlechten noch nicht genug kostet ein leicht verzogener Drive und ein überschlagenes Grün danach gleich die nächsten zwei Schläge.

Nach den zwei Doubletten hat Sepp Mühe wieder halbwegs in die Spur zu finden und tritt sich auf der 16 nach verpasstem Up & Down und auf der 17 mit einem Dreiputt noch weitere Bogeys ein. Schlussendlich steht er nur mit der 73 (+2) beim Recording und weist vom 119. Platz bereits vor der zweiten Runde satte vier Schläge Rückstand auf die Cutmarke auf. Scott Piercy (USA) diktiert mit einer 62 (-9) in Minnesota das Tempo.

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