Straka strauchelt aber fällt nicht

Sepp Straka steckt einen Horrorstart im Wells Fargo Finale nervenstark weg und rettet sein zweites Top 10-Ergebnis bei einem Signature Event der PGA Tour.

Sepp Straka und Rory McIlroy hatten sich mit Tagesbestmarken von 67 Schlägen zu den Gewinnern des Moving Day bei der Wells Fargo Championship gekürt. Der Nordire verringerte seinen Rückstand auf Spitzenreiter Xander Schauffele auf einen Schlag und forderte ihn erneut im Schlussflight. Straka ging im vorletzten Flight mit Sungjae Im (KOR) in den Sonntag, allerdings mit 5 Schlägen Rückstand.

Eiskalt auf schwerem Start-Stretch erwischt

Absolut stressfrei powert Sepp Straka seinen Golfball über die erste Spielbahn und verfehlt nur knapp die Außenseiterchance auf ein Birdie zum Start. Der Puls schnellt jedoch gleich an der 2 nach oben: ohne Not verzieht er die Annäherung rechts in den Grünbunker und trifft dann den Ball auch noch fett. Erst nach dem zweiten Versuch kommt der 31-jährige zum putten und schiebt aus 3 Metern zum Bogey auch noch vorbei. Immerhin reagiert er unbeeindruckt an der 3: Fairway und Grün getroffen, Birdieputt nur etwas zu kurz. Als am ersten Par 3 der Abschlag etwas zu lang geröät und der nicht allzu schwere Chip zurück ebenfalls nicht sitzt, ist mit dem Bogey der Horror-Start mit +3 nach 4 Löchern perfekt.

Der erste links weggepullte Drive an der 5 lässt Sepp nicht aus dem Krisenmodus herauskommen. Aus Angst vor einem Flieger lässt er die Annäherung prompt zu kurz. Der starke Chip ins knochenharte Grün mit pfeilschnellen 13 Fuß am Stimpmeter lässt ihm einen eineinhalb Meter-Putt zum Par, der nicht fällt. Ein solides Zweiputt-Par an der schweren 6 sollte das Nervenkostüm beruhigen.

Ewig langes Warten auf erstes Birdie

Sepp StrakaAm leichtesten Loch von Quail Hollow, der 7, versenkt Österreichs Nummer 1 den Abschlag im Fairwaybunker und kann sich von dort nur den Ball auf Wedgedistanz zum Grün vorlegen. Aus knapp vier Metern schrammt er jedoch am ersten Erfolgserlebnis des Tages vorbei. Auch das kurze Par 4 der 8 gönnt Österreichs Ausnahmegolfer nichts: nach starkem Drive powert er den Chip gut 5 Meter übers Loch und muss sich mit dem Par abfinden.

Für die letzten 9 versucht Straka den Reset Button zu finden: am Par 5 der 10 erreicht er beinahe mit zwei Schlägen das Grün und holt sich über Chip und Putt das längst überfällige erste Sonntags-Birdie ab. Das stabilisiert weiter sein Spiel, nur kommt er in weiterer Folge auf den knochenharten, schnellen Grüns nicht nah genug zu den Fahnen um weiter aufzuholen.

An der drivebaren 14 bringt die nächste Bunkerlage Unglück. Zu lang gerät der Sandschlag und somit wird es nur das Par. Wenigstens läuft es auf den Par 5 der Back 9 besser: an der 15 gelingt über Chip und Putt das zweite Birdie. In der „Green Mile“ wird es gleich an der langen 16 unterhaltsam: Sepp buddelt sich vom Tee im Fairwaybunker ein und hat bei der riskanten Annäherung Glück, dass das Rough vor dem Wasserhindernis seinen Ball einfängt. Nach schwerem Chip locht er eiskalt aus über 5 Metern zu seinem wildesten Par des Turniers.

Das Schlussloch knöpft Sepp mit Dreiputt zwar noch einen Schlag ab, mit der 74 (+3) verliert er aber nur 4 Ränge am Finaltag und erreicht mit Platz 8 sein zweites Top 10-Ergebnis des Jahres bei einem der 20 Millionen Dollar Signature Events der PGA Tour. 601.000 Dollar Preisgeld und die Verbesserung um 4 Positionen auf Platz 21 in der Weltrangliste sind der verdiente Lohn.

Das 2. Major kann kommen!

Als einer der Besten des Turniers vom Tee und bei den Putts nach Greens in Regulation unterstreicht Sepp Straka insgesamt seine starke Form, rechtzeitig vor der US PGA Championship in der kommenden Woche. Bemerkenswert sind vor allem seine Bounce Back Qualitäten, dass er sich immer wieder aus dem Schlamassel retten kann, wenn es einmal nicht optimal läuft.

Rory McIlroy zieht im Duell mit Xander Schauffele von der 8 weg gnadenlos die Daumenschrauben an und marschiert mit zwei Birdies und einem Eagle im entscheidenden Moment auf und davon. Der Amerikaner hat dem nichts entgegenzusetzen und muss sich wie im Vorjahr mit Platz 2 begnügen. Der Nordire kann sich am Schlussloch noch locker einen Wasserball und das Doppelbogey leisten um dennoch mit der 65 bei 17 unter Par mit satten 5 Schlägen Vorsprung seinen 4. Titel bei der Wells Fargo Championship zu holen. Stephan Jäger verpatzt mit 7 Bogeys den Finaltag und fällt weit zurück.

Endergebnis Wells Fargo Championship

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