Verschiedene Vorzeichen

RSM CLASSIC – VORSCHAU: Österreich hat ab Donnerstag bei den RSM Classic im Sea Island Resort gleich zwei heiße Eisen im Feuer. Während Sepp Straka nach dem starken Auftritt in Houston derzeit in starker Form agiert, schweben über Bernd Wiesbergers Kopf nach dem durchwachsenen Masters-Auftritt doch etliche Fragezeichen.

Sepp Straka scheint die Zwangspause – in die kleinen Starterfelder des CJ Cups und der Zozo Championship kam der Longhitter nicht hinein – richtig gut getan zu haben, denn vor zwei Wochen bei den Houston Open präsentierte sich der 27-jährige bärenstark und mischte lange Zeit sogar voll um den Sieg mit. Am Ende stand ein 5. Platz zu Buche, was sein bislang bestes Saisonergebnis darstellt.

In der Masters Woche hatte er nun eine weitere kurze Verschnaufpause und wird dementsprechend ab Donnerstag im Sea Island Resort wieder in voller Frische zu Werke gehen. Die beiden Kurse unweit seiner Heimat – jeder Spieler muss jeden Kurs einmal bewältigen, ehe der Cut am Freitag das Feld trennt – kennt er bereits aus den Vorsaisonen bestens, scheiterte jedoch beide Male krachend am Cut.

Vor allem der Plantation Course zog Sepp richtiggehend die Zähne, denn nach einer 80 im Jahr 2018, folgte vor genau einem Jahr sogar eine 82, was bis heute den höchsten Score seiner Karriere auf der PGA Tour darstellt. In der derzeitigen Form soll sich beim dritten Anlauf nun aber das Wochenende ausgehen, wo ohnehin nur noch am Seaside Course gespielt wird, der seinem Spiel sichtlich besser entgegenkommt.

Viele Fragezeichen

Ganz anders stellt sich die Sachlage beim derzeit bestplatzierten Österreicher in der Weltrangliste dar. Bernd Wiesberger, in dieser Woche mit einer Einladung unterwegs, wollte das Masters letzte Woche bei freundlichen Verhältnissen eigentlich voll ausnützen, am Ende warf der Auftritt in Augusta aber deutlich mehr Fragen auf als er Antworten gab. Nach kurzer Zitterpartie zwar noch im Cut, streute der Burgenländer dann am Samstag und Sonntag mit ungewöhnlichen Timing Problemen im Schwung wild kreuz und quer über die Anlage und zementierte sich so regelrecht im hinteren Feld ein.

Vor allem die Körpersprache schwankte zwischen Ratlosigkeit und Sarkasmus, was gerade bei Bernd, der seine gesamte Karriere über vom präzisen langen Spiel lebte, alles andere als ein gutes Zeichen ist. In der kurzen Zeit zwischen Masters und RSM Classic muss der 35-jährige nun zwingend eine Stabilisierung finden, denn mit ähnlicher Performance wie in Augusta, wird es auf St. Simons Island wohl nicht wirklich viel zu erben geben

Das Wetter jedenfalls sollte sich durchwegs freundlich präsentieren. Die gesamte Woche über ist zumindestens laut derzeitiger Prognose kein Regen vorhergesagt, bei Spitzenwerten von knapp 25 Grad Celsius präsentiert sich der Herbst in Georgia darüber hinaus von seiner allerbesten Seite.

 

>> SKY überträgt Live und in HD von den RSM Classic.

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