Nach den langen Regenverzögerungen am Donnerstag entwickelt sich der Freitag im Fancourt Golf Estate beim NTT Data Pro-Am für Max Steinlechner und Lukas Nemecz zu einem richtig langen Arbeitstag.
Lukas Nemecz und Max Steinlechner sind die südafrikanische Garden Route nordwärts gereist, nach George zum NTT Data Pro-Am, dem Abschluss der Viererserie von Challenge- und Sunshine Tour. Gespielt wird in den berühmten Fancourt Golf Estates, die die Handschrift von Gary Player tragen. Während Nemecz in der Vorwoche auf der Road to Mallorca anschreiben konnte, verpasste Max Steinlechner nach anstrengenden Wochen in Südafrika den Cut.
Zähe Regenfälle fluten bereits in den Morgenstunden erstmals die Grüns und nach kurzem spielbaren Intermezzo, muss erneut für rund zwei Stunden unterbrochen werden. Erst um die Mittagszeit kann dann wirklich regulär gespielt werden, allerdings kommen sowohl Max Steinlechner als auch Lukas Nemecz aufgrund der letzten Startzeiten noch später dazu die Auftaktrunden überhaupt in Angriff nehmen zu können. Zum Auftakt muss Erstgenannter dann den Montagu Kurs bewältigen und hat gleich zu Beginn ziemliche Probleme, wie Bogeys auf der 1 und der 3 untermauern.
Danach stabilisiert der Tiroler sein Spiel aber rasch und drückt ab der 6 auch sehenswert aufs Tempo, denn gleich drei Birdies auf nur vier Löchern pushen ihn sogar noch vor dem Turn unter Par. Der sehenswerte Run wird in Folge jedoch von der einfallenden Dunkelheit vorerst abgebremst. Bei der Fortsetzung am Freitag hat Österreichs Shooting-Star dann alles soweit im Griff und holt sich bereits auf der 11 das nächste Birdie ab. Makellos spult er in Folge die Bahnen ab, schnappt sich im Finish auf der 16 noch einen weiteren roten Eintrag und bringt so immerhin die 69 (-3) in trockene Tücher, womit er als 44. die zweite Runde in Angriff nimmt.
Nur wenige Minuten nach Ende der Auftaktrunde ist Max dann bereits wieder unterwegs und findet am Outeniqua Kurs mit einem Birdie auf der 10 auch perfekt ins Geschehen. Die Freude verfliegt jedoch bereits am darauffolgenden Par 5, da er sich den starken Start mit einem Bogey prompt torpediert. Noch einmal gelingt dann der Sprung unter Par, doch wieder macht er sich mit einem Par 3 Bogey danach selbst das Leben etwas schwer. Kaum auf den Frontnine angekommen zieht er sein Tagesergebnis dann zum dritten Mal unter Par und verteidigt das zartrosa Zwischenergebnis schließlich gekonnt über die Löcher danach. Kurz vor Schluss nimmt er schließlich vom Par 5 der 8 noch ein viertes Erfolgserlebnis mit, unterschreibt so die 70 (-2) und startet als 49. auf Cutkurs in die Samstagsrunde im “The Links” Kurs.
Nemecz knapp hinter seinem Landsmann
Bei Lukas Nemecz scheint die lange Warterei vorerst zumindest jedoch keine Spuren hinterlassen zu haben, denn am “The Links” Kurs schnappt er sich gleich auf der 1 ein Birdie und findet so hervorragend ins Geschehen. Nachlegen kann der Steirer jedoch nicht, drückt sein Score nach zwischenzeitlichem Ausgleich aber immerhin sofort wieder unter Par. Nach den Frontnine muss er jedoch vorerst die Sachen packen, denn aufgrund der langen Verzögerungen kann er erst am Freitag die Auftaktrunde beenden. In diese findet Lukas dann absolut perfekt, denn von der 11 weg schnürt er sogar einen roten Triplepack und zündet damit regelrecht einen wahren Boost. Souverän spielt er die Runde schließlich zu Ende und bringt so die 69 (-4) zum Recording, was ihn 27. in die in Kürze beginnende 2. Runde starten lässt.
Nur kurz nach Abgabe der Scorecard steht Lukas auch schon wieder am Montagu Kurs in der 1. Teebox um Runde 2 in Angriff zu nehmen. Souverän spult er die ersten Löcher ab, ehe es ihn ausgerechnet am Par 5 der 4 mit einem ersten Bogey erwischt. Den kleinen Schock steckt er aber bestens weg, sammelt sich rasch und zieht mit einem roten Doppelpack auf der 6 und der 7 das Tempo spürbar an. Nach Pars rund um den Turn hat er dann mit Bogeys am Par 3 der 12 und der 13 mit einer unangenehmen Schwächephase zu kämpfen, arbeitet sich aber immerhin kurz danach mit dem nächsten Birdiedoppelpack wieder in den Minusbereich. Erst ein abschließendes Par 5 Bogey macht ihm dann noch einen Strich durch die Rechnung und lässt ihn nur mit der 72 (Par) zum Recording marschieren. Am Samstag wird er so als 69. am Outeniqua Kurs ein wenig zulegen müssen um auch am Finaltag noch mitmischen zu dürfen.
Wilco Nienaber (RSA) nimmt den Samstag bei gesamt 19 unter Par als Führender in Angriff.





