Gar nicht verhext

ISPS HANDA CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Lukas Nemecz lässt sich im Infinitum Resort von Tarragona selbst von einem Hexenschuss nicht ausbremsen und marschiert mit einer fehlerlosen 64 (-6) bis ins absolute Spitzenfeld nach vor. Bernd Wiesberger kann zwar aus seinem starken langen Spiel nur selten Kapital schlagen, zieht am Lakes Course mit einer 67 (-3) bis ins solide Mittelfeld nach vor.

Lukas Nemecz legte trotz suboptimaler Vorbereitung wegen eines am Dienstag erlittenen Hexenschusses im Nacken eine durchaus ansprechende Auftaktrunde hin, denn bei widrigen Verhältnissen und mit einem kalten Putter gegen Ende gelang immerhin eine 69 (-1), womit er auf Kurs in Richtung Wochenende in den zweiten Spieltag startet. Bei dem dichtgedrängten Leaderboard könnte es mit einer starken 2. Runde rasch deutlich weiter nach vorne gehen.

Dass er genau das auf seiner Agenda hat macht er bereits auf der 10 unmissverständlich klar, denn das Par 4, dass ihm am ersten Spieltag noch ein Bogey aufs Auge drückte, entpuppt sich diesmal als deutlich gewinnbringender, lässt es doch sogar ein anfängliches Birdie springen. Vom Hexenschuss ist auch danach nichts zu bemerken, denn nach einen sicheren Par auf der 11 gehen sich schon auf der 12 und der 13 die nächsten Birdies aus, womit sich der 32-jährige sogar bereits bis an die Top 10 herantastet.

Zwar verpasst er danach am ersten Par 5 noch das eigentlich erhoffte Birdie, stopft dafür aber am Par 3 der 17 den fälligen Birdieputt und schiebt sich mit dem bereits vierten Schlaggewinn auf acht Löchern auch endgültig unter die besten 10 des Feldes nach vor. Auf den ersten Löchern der Frontnine gönnt er sich dann eine kleine Ruhephase, ohne jedoch in die Verlegenheit zu kommen einen Schlag abgeben zu müssen. Auf der 5 erhöht er das Tempo dann aber wieder und schließt mit Birdie Nummer 5 sogar bereits zu den Top 5 des Turniers auf.

Fehlerlos auf Rang 4

Stilecht beendet er die fehlerlose Galavorstellung am Freitag schließlich mit noch einem weiteren Birdie auf der 9, unterschreibt so die sehenswerte 64 (-6) und geht als 4. in ausgezeichneter Position ins Wochenende. Einzig Scott Jamieson (SCO) ist nach der 63 (-7) an der Spitze bei gesamt 11 unter Par etwas enteilt, doch selbst die vier Schläge Rückstand wären mit starken Runden am Weekend mit Sicherheit noch gutzumachen.

“Ich muss halt lockerer schwingen nach dem Hexenschuss, aber anscheinend tut mir das eh ganz gut”, ist er nach der starken Performance nach der Runde sichtlich locker. Zur Runde selbst meint er: “Zum Glück funktioniert das Driven derzeit sehr gut, sodass ich nicht aus dem extrem schweren Semirough spielen muss. Insgesamt bin ich sehr happy vor allem mit der heutigen Runde und meinem Spiel im Allgemeinen. Ich freue mich jetzt schon sehr aufs Wochenende.”

Heißes langes Spiel mit kaltem Putter

Bernd Wiesberger stolperte als bestgerankter Spieler des Feldes mit einem Doppelbogey mehr schlecht als recht ins Turnier. Zwar arbeitete sich der Südburgenländer noch zur 70 (Par), muss am Freitag aber bereits zulegen um nicht bereits am Cut zu scheitern. Anders als am Vortag gelingt diesmal der Start auch deutlich besser, denn mit einem anfänglichen Birdie auf der 1 marschiert er gleich nach nur einem gespielten Loch über die gezogene Linie nach vor und bringt sich so auf Wochenendkurs.

Auch danach zeigt er sicheres und solides Golf, lässt nichts weiter anbrennen und kann nach starkem Teeshot am Par 3 der 4 bereits das nächste Birdie auf der Scorecard verzeichnen, womit er sich endgültig in die eindeutig richtige Richtung orientiert. Erst auf der 6 kommt erstmals richtig Stress auf, mit einem gefühlvollen Chip kratzt er aber noch sehenswert das Par.

Nachdem er auf der 8 eine durchaus gute Birdiemöglichkeit noch ungentützt lässt, macht er die Sache auf der 9 besser und mit dem bereits dritten Schlaggewinn rücken auch die Spitzenränge langsam aber sicher wieder ins Blickfeld des 36-jährigen. Mit der 10 wird Bernd allerdings auch am Freitag nicht warm, zwar muss er diesmal keine Doublette einstecken, nach durchwachsener Annäherung schleicht jedoch noch dazu der Parputt aus drei Metern nur über die Lochkante, womit er abermals nicht ungeschoren davon kommt.

Mit defensiver Taktik legt er sich am kurzen Par 4 der 13 eine dicke Chance auf, schiebt den Birdieputt aber klar am Loch vorbei und tritt so klassementtechnisch weiterhin auf der Stelle. Erst am Par 5 Schlussloch geht sich dann mit Chip und Putt noch ein Birdie aus, was ihn die 67 (-3) unterschreiben lässt. Damit cuttet er als 29. zwar ganz sicher ins Wochenende, was auch das Minimalziel nach der langen Pause darstellen muss, auf die Spitzenplätze fehlen jedoch bereits einige Schläge, die bei dem dichtgedrängten Leaderboard am Wochenende mit starken Runden aber mit Sicherheit noch locker aufzuholen wären.

Leaderboard ISPS Handa Championship

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