Schlagwort: mauritius open

Verdiente Weihnachtspause

MAURITIUS OPEN – FINAL: Matthias Schwab ist zwar auch am Finaltag im Four Seasons GC vergeblich auf der Suche nach einer roten Runde und rutscht mit der 73 ins Mittelfeld zurück, nach einem fantastischen Jahr hat sich der Schladming-Pro aber die kommende Weihnachtspause mehr als verdient.

Matthias Schwab sparte nach dem Moving Day nicht mit Selbstkritik und meinte, dass er schlicht zu viel wollte um Besseres als eine 72 (Par) aufs Tableau zu bringen. Dennoch hatte der Rohrmooser im Urlaubsparadies Mauritius vor dem Finaltag die Topränge durchaus noch in Reichweite, allein auf seiner letzten Runde der Saison merkt man Matthias das lange anstrengende Jahr bereits sichtlich an.

Die Probleme manifestieren sich am Sonntag zwar nicht von Beginn an, da er mit einer recht sicheren Parserie solide in den Tag startet, ab der 7 wird es aber zusehends farbenfroher auf der Scorecard. So verewigt er zunächst ein Birdie und bricht damit den anfänglichen Bann der roten Einträge. Anders als erhofft stellt das Erfolgerlebnis aber keine Initialzündung dar, denn in Folge tritt er sich von der 8 bis zur 12 gleich drei Schlagverlust ein.

Er kontert zwar am Par 5 danach sofort mit dem nächsten Birdie, mehr will an diesem Tag im Four Seasons GC von Beau Champ aber einfach nicht mehr gelingen, weshalb er sich am Finaltag auf Mauritius mit einer 73 (+1) zufrieden geben muss, was schlussendlich nur für Rang 39 reicht.

Kurt Kitayama (USA) lässt mit einer 68er (-4) Schlussrunde nichts mehr anbrennen und gewinnt bei gesamt 20 unter Par sein erstes European Tour Turnier der Karriere.

Fantastisches Jahr

Matthias verpasst damit zwar bei seinem letzten Turnier des Jahres ein weiteres Topergebnis, der Youngster kann aber auf ein fantastisches Jahr mit sehr vielen Höhen und kaum merkbaren Tiefs zurückblicken. Ohne Probleme erspielte er sich auf seinem ersten Jahr auf der European Tour die Tourcard und verpasste nur um Haaresbreite die Qualifikation für das große Finale in Dubai. Beim ersten Turnier des neuen Wertungsjahres wusste er dann letzte Woche in Hong Kong mit Rang 9 voll zu überzeugen und konnte so sofort sehr gut im neuen Race to Dubai anschreiben.

Wie schon letztes Jahr lässt Matthias Schwab die kommenden beiden Südafrika Turniere aus – Bernd Wiesberger wird dennoch für österreichische Beteiligung sorgen – und verabschiedet sich in die wohlverdiente Weihnachtspause, wo nun zunächst in der Heimat Regeneration und Entspannung angesagt ist. Am Dreikönigstag wird er jedoch bereits nach Abu Dhabi reisen um sich mit Trainingseinheiten bestmöglich auf das Rolex Series Event im Abu Dhabi GC vorzubereiten.

In seiner zweiten European Tour Saison wird er sich vor allem auf die großen Events konzentrieren. Da er nach einem vollen Jahr auf Europas höchster Spielklasse nun auch so gut wie alle Plätze bereits kennt, wird auch mit Sicherheit die Selektion der Turnierstarts etwas leichter fallen.

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Auf Sparflamme

MAURITIUS OPEN – 3. RUNDE: Matthias Schwab vermeidet am Moving Day im Four Seasons GC zwar zum größten Teil Bogeys, kocht aber auch Birdies nur auf Sparflamme und rutscht so im ein paar Ränge im Klassement zurück.

Matthias Schwab konnte zwar am Freitag nicht mehr an die bärenstarke Auftaktrunde anknüpfen, startet aber mit nur zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 ins Wochenende. Mit einer Moving Day-Runde in den 60ern könnte er nach Hong Kong sein bereits zweites Topergebnis in Folge mitnehmen.

Der Start verläuft allerdings nicht wirklich nach dem Geschmack des Youngsters, denn nach einem anfänglichen Par tritt er sich ausgerechnet am Par 5, der 2 den ersten Fehler ein, der ihn bis ins Mittelfeld zurückwirft. Danach stabilisiert er sein Spiel zwar sofort wieder, auf den scoretechnischen Ausgleich muss er aber die gesamten Frontnine über warten.

Erst am Par 5, der 13 bricht dann endlich der Birdiebann und Matthias kann sein Score wieder auf Level Par zurückdrehen. So richtig in Fahrt bringt dies das Spiel des Schladming-Pros aber nicht, denn danach spult er erneut zwar solide Pars ab, kommt damit im Klassement aber nicht nach vor.

Schlussendlich muss sich Österreichs Shooting-Star mit der 72 (Par) zufrieden geben, die ihn am Leaderboard bis auf Rang 27 zurückwirft. Zwar hätte sich Matthias Schwab mit Sicherheit selbst am Samstag besseres erwartet, mit einer starken Schlussrunde ist aber am Sonntag bei seinem letzten Turnier im heurigen Jahr durchaus noch einiges zu holen.

Saisonübergreifend betrachtet ist die 72 die erste nicht rote Runde seit dem Moving Day der Nedbank Challenge vor wenigen Wochen. Seitdem hat Matthias sieben Runden in Folge lang unter Par gespielt, was zeigt wie unglaublich Konstant der erst 23-jährige in letzter Zeit wirklich spielte.

“Der Tag heute war sehr frustrierend. Nichts ist gegangen, sogar das Lesen der Greens funktionierte nicht. Ich hatte mir viel für heute vorgenommen, vielleicht sogar zu viel. Schon auf der 2 hab ich nur das Bogey gespielt, weil ich zu viel riskierte und verloren hab”, fasst Matthias seinen Moving Day geknickt zusammen.

Justin Harding (RSA) und Kurt Kitayama (USA) gehen bei gesamt 16 unter Par aus der geteilten Führung auf die letzte Runde.

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Auf der Lauer

MAURITIUS OPEN – 2. RUNDE: Matthias Schwab kann im Four Seasons Resort zwar nicht mehr an die bärenstarke erste Runde anknüpfen, startet aber aus vielversprechender Lauerposition ins Wochenende. Bernd Wiesberger verpasst beim Comeback deutlich den Cut.

Matthias Schwab zeigte auch zum Auftakt in Mauritius in welch beneidenswerter Form er sich derzeit befindet. Der Rohrmooser glänzte mit solidem Spiel von Tee bis Grün und belohnte sich mit einer 67 (-5) die ihn im absoluten Spitzenfeld übernachten ließ. Am Freitag will er die frühe Startzeit bestmöglich ausnützen um aus starker Position ins Wochenende starten zu können.

Gleich zu Beginn seiner zweiten Runde geht das Vorhaben auch perfekt auf, denn schon die 10 lässt das erste Birdie springen. In Folge geht es beim Rohrmooser aber etwas zäh dahin, denn weitere Erfolgserlebnsise lassen die gesamten Backnine über auf sich warten. Kurz vor dem Turn erwischt es Österreichs Shooting-Star dann ausgerechnet am Par 5, der 18 noch dazu mit dem ersten Fehler, was ihn nur bei Level Par auf den ersten neun Bahnen ankommen lässt.

Auch auf den Frontnine will sich nicht der gewinnbringende Schwung vom Vortag einstellen. Mit weiteren Pars macht er zwar nichts falsch, mit der absoluten Spitze kann er damit aber nicht mithalten. Immerhin beendet der Schladminger seinen Arbeitstag so wie er ihn begonnen hatte, mit einem Birdie, wobei er sogar fast das Wedge zum Eagle locht. Mit der zartroten 71 (-1) befindet er sich vor dem Weekend als 15. in durchaus guter Lauerposition.

“Es waren heute ähnlich gute Wetterbedingungen wie gestern am Nachmittag. Leider spielte ich die vier Par 5 Bahnen heute nicht gut genug und muss deshalb mit der 71er Runde zufrieden sein”, zeigt er sich nach der Runde aber von der leicht geröteten Performance nicht wirklich angetan.

Noch ein langer Weg zurück

Bernd Wiesberger legte mit einer 72 (Par) eine solide Comeback-Runde hin und machte sich nur mit einigen Schwierigkeiten bei den Drives eine rote Runde zunichte. Der Burgenländer muss somit am Freitag einen Schlag gutmachen um die gezogene Linie überspringen zu können, mit konstantem Spiel scheint dies auch durchaus machbar zu sein.

Allerdings lässt der Oberwarter gleich zu Beginn seiner zweiten Runde auf beiden Par 5 Bahnen die Möglichkeit auf einen schnellen roten Eintrag verstreichen und kommt so der Cutmarke in der frühen Phase nicht näher. Da ihm danach das Par 3, der 5 mit einem Doppelbogey zum Verhängnis wird, rückt die gezogene Linie sogar in unangenehme Ferne.

Zwar gibt er auf einen weiteren Fehler auf der 7 mit seinem ersten Birdie des Tages auf der 8 eine gute Antwort, mehr will auf den Frontnine aber nicht gelingen. Nach gutem Drive und starker Annäherung legt er sich dann aber auf der 10 eine gute Birdiemöglichkeit auf und lässt sich diese nicht vom Putter nehmen.

Allerdings hält der Höhenflug nicht lange, denn schon die 11 und die 12 brummen Bernd die nächsten Fehler auf, was damit das Erreichen des Wochenendes außer Reichweite rücken lässt. Schlussendlich unterschreibt er am Freitag nur die 76 (+4) und verpasst damit beim Comeback-Turnier als 125. deutlich den Cut.

Was man aus den ersten beiden Spieltagen beim Comeback durchaus rauslesen konnte ist die Tatsache, dass Bernd physisch noch nicht wirklich dort ist, wo er selbst gern wäre, was angesichts der langen Pause auch kein Wunder ist.

Mit der fehlenden Turnierpraxis und dem wohl auch noch nicht hunderprozentigen Vertrauen ins Handgelenk ist der Missed Cut beim Comeback schnell erklärt. Die nächste Chance ergibt sich aber bereits kommende Woche, denn Bernd jettet sofort weiter nach Johannesburg und wird ab Donnerstag bei den South African Open am Start stehen.

Kurt Kitayama (USA) gibt nach der bereits zweiten 65 (-7) das Tempo vor.

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Wieder im Spitzenfeld

MAURITIUS OPEN – 1. RUNDE: Matthias Schwab mischt nach seinem Topergebnis in der letzten Woche auch im Four Seasons Resort von Beau Champ wieder vorne mit. Bernd Wiesberger notiert bei seinem Comeback eine solide 72.

Matthias Schwab feierte bereits in Hong Kong einen perfekten Saisoneinstieg und kommt in Bombenform und als 9. im Race to Dubai zum 1 Millionen Euro-Event in den Four Seasons Golfclub. Von Beginn an findet er sich im Urlaubsparadies dann auch gut zurecht, denn gleich das Par 5, der 2 hält das erste Birdie bereit.

Da der Youngster mit der 4 auch die zweite lange Bahn der ersten Neun perfekt im Griff hat und so schon rasch sein zweites Birdie einsackt, ist der gelungene Start ins Turnier endgültig Gewissheit. Auch danach hält er seinen Fuß hartnäckig am Gaspedal und marschiert auf der 7 mit seinem bereits dritten Birdie erstmals bis unter die Top 10 nach vor.

Der Rohrmooser präsentiert sich auch danach in absoluter Traumform, nimmt zunächst sichere Pars mit und legt sich auf der 13 sogar eine gute Eaglechance auf, die er sich mit gefühlvollem Touch nicht vom Putter nehmen lässt. Auf der 15 erwischt es ihn dann aber auch mit dem ersten Schlagverlust, nachdem der Parputt aus gut drei Metern nicht im Loch verschwinden will.

Davon lässt er sich aber nicht aus der Ruhe bringen, spult weiterhin grundsolides Golf ab und weiß mit der 18 auch das letzte Par 5 noch gewinnbringend mit einem Biride zu nützen. Schlussendlich marschiert Matthias Schwab zum Auftakt mit der 67 (-5) über die Ziellinie und startet so als ganz starker 6. in sehr aussichtsreicher Position in den zweiten Spieltag.

“Es herrschten heute sehr angenehmen Witterungsbedingungen. Es war nur leichter Wind und fast immer aus der gleichen Richtung und dazu noch freundliche Temperaturen. Ich hab die Bälle gut getroffen und mein Putting war auch okay. Der Eagle auf der 13 war eine positive Folge von drei sehr guten Schlägen”, fasst Matthias seinen starken Start zusammen.

Solides Comeback

Sechs Monate kostete Bernd Wiesberger ein schmerzhafter Golfschwung bei einem Sponsorevent: bei der Mauritius Open gibt der 33-jährige das heißersehnte Comeback. Die Stehzeit nutzte der Oberwarter um neue Akzente in seinem Umfeld zu setzen. So ist mit Matt Fitzpatricks ehemaligem Caddie Jamie Lane ein neuer Taschenträger an seiner Seite. Pikantes Detail: erstmals starten Wiesberger und Schwab als Professionals beim gleichen Turnier.

Bernd ist über Dubai angereist, wo ihm Coach Phil de Busschere schwungtechnisches Finetuning gab. “Ich habe mich mit meinem Team gut auf Mauritius vorbereitet um wieder in den Spielfluß zu kommen. Daher bin ich sehr optimistisch, dass ich das ab Donnerstag wieder schaffen werde. Den Platz kenne ich zum Glück schon von einigen Urlauben in den letzten Jahren.”

Gleich seine erste Bahn, die 10, brummt dem Burgenländer dann aber beim Comeback ein Bogey aus, was Bernd aber überhaupt nicht aus dem Rhythmus bringt, denn mit konzentriertem Spiel danach findet er schon am Par 5, der 13 den scoretechnischen Ausgleich und taucht zwei Bahnen später sogar erstmals in den roten Bereich ab.

In Folge spult der Oberwarter solide die Bahnen ab, findet auf der 18 (Par 5) noch ein weiteres Erfolgserlebnis und kommt so bei 2 unter Par auf den ersten neun Bahnen an. Auch auf der 2, dem ersten Par 5 der Frontnine, hat er die langen Löcher weiterhin perfekt im Griff und marschiert mit dem nächsten Birdie immer weiter nach vor.

Nur eine Bahn später folgt aber ein echter Schock, denn mit einem Doppelbogey rasselt Bernd wieder um etliche Ränge zurück. Der Fehler kostet auch etwas den Rhythmus, denn statt eines weiteren Erfolgserlebnisses, muss er nach zwei Pars auf der 6 sein zweites Bogey des Tages eintragen und rasselt so sogar wieder auf Level Par zurück.

Bernd beendet die Runde dann zwar unaufgeregt, kann auf den letzten Fehler aber nicht mehr reagieren und muss sich so bei seinem Comeback mit einer 72 (Par) zufrieden geben, was angesichts der siebenmonatigen Zwangspause aber als 77. eine durchwegs machbare Ausgangslage darstellt um in Mauritius gleich ins Wochenende zu cutten.

“Da bin ich wieder! Das zwar leider kein Paukenschlag, da sich die fehlende Turnierpraxis doch bemerkbar gemacht hat, aber es waren durchaus einige positive Dinge heute dabei. Leider hat mir der Driver einige Schläge gekostet und auch die grainy Greens haben etwas für Verwirrung gesorgt”, fasst Bernd Wiesberger seine erste wettkampfmäßige Runde nach langen Zeit kurz zusammen.

Victor Perez (FRA) und S. Chikkarangappa (IND) sind mit 64er (-8) Runden am Donnerstag auf Mauritius das Maß der Dinge.

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Heißersehntes Comeback

MAURITIUS OPEN – VORSCHAU: Bernd Wiesberger gibt im Urlaubsparadies nach sechsmonatiger Verletzungspause sein heißersehntes Comeback. Matthias Schwab hofft im Four Seasons GC auf ein weiteres Topergebnis um mit gutem Gefühl in die wohlverdiente Weihnachtspause zu gehen.

Fast sieben Monate ist es her, als Bernd Wiesberger zuletzt auf der European Tour im Rahmen der Volvo China Open seine Golfschläger schwang. Ein schmerzhafter Golfschwung mit seinem 3er Holz bei einem Sponsorevent beleidigte eine Sehne derart stark, dass sich der Burgenländer sogar einer Operation unterziehen musste. Am 29. November hat die Leidenszeit nun aber endgültig ein Ende, denn bei den Mauritius Open steigt Bernd wieder voll ins Turniergeschäft ein.

Das 1 Million-Euro Event in Beau Champ ist nur die Ouvertüre zu einem heißen Spätherbst auf Europas höchster Spielklasse, denn nach dem Turnier unter Palmen im Urlaubsparadies jettet der Oberwarter sofort weiter nach Südafrika und wird vor Weihnachten noch die South African Open in Johannesburg und auch die Alfred Dunhill Championship in Malelane bestreiten.

Große Dinge sollte man sich wohl nach der Zwangspause noch keine erwarten, vorrangig wird es eher darum gehen wieder in einen richtigen Rhythmus zu kommen und um den wohl vorhandenen Flugrost rasch loszuwerden. Um sich den nötigen Feinschliff zu holen, reiste Bernd über Dubai nach Mauritius, wo er noch mit Coach Phil de Busschere am richtigen Schwung arbeitete.

Die spielfreie Zeit nutzte er auch um einige Akzente im Umfeld zu setzen. Die gravierendste Änderung betrifft mit Sicherheit den Mann an der Tasche, denn statt Shane Koeries ist nun Jamie Lane die Vertrauensperson an Bernds Seite. Matthew Fitzpatricks ehemaliger Caddie gilt als einer der Besten was das Lesen der Grüns betrifft, womit Bernd ganz gezielt eines seiner wohl größten Defizite in Angriff nimmt.

“Es ist schön endlich im Turnierleben zu sein und es tut richtig gut wieder spielen zu können. Es ist eine super Woche um neu durchzustarten. Mir fehlt klarerweise der Turnierrhythmus, aber mein Team und ich haben hart daran gearbeitet das bestmöglich zu kompensieren. Ich bin sicher, dass ich ab Donnerstag bereit sein werde, und es wird Spaß machen endlich wieder eine Scorecard in Händen halten zu können”, merkt man Bernd die Vorfreude richtiggehend an.

Den Kurs kennt er bestens wie er selbst sagt: “Ich war schon mal hier auf Urlaub und ich war auch schon zu einem Pro-Am vor ein paar Jahren eingeladen. Ich bin seit Montag hier, daher weiß ich, was mich erwarten wird. Es wird wohl wieder windig werden, aber ich hoffen, dass das Schlimmste in der Vorbereitung war und wir ab Donnerstag den typischen Mauritius-Sonnenschein bekommen.”

Ab sofort ein echter Zweikampf

Neben dem heißersehnten Comeback von Bernd Wiesberger steht auch Österreichs Shooting Star Matthias Schwab in Beau Champ am Abschlag. Der Youngster glänzte in seiner Rookie Saison fast durchgehend und verpasste nur hauchdünn die Qualifikation fürs Finalturnier in Dubai. Letzte Woche konnte er nahtlos an die gezeigten Leistungen anknüpfen und startete in Hong Kong mit einem sehenswerten 9. Rang in seine zweite Saison auf der European Tour.

Den Schwung aus Fanling hofft Matthias nach Mauritius mitnehmen zu können um bei seinem letzten Turnier in diesem Jahr – der Steirer lässt das Südafrika-Doppel wie schon vergangene Saison aus – noch einmal stark anschreiben zu können. Mit vier roten Runden in Hong Kong zeigte sich Matthias sehr konstant, was angesichts der erwartet eher windigen Verhältnisse besonders wichtig werden könnte.

Da nun mit Matthias und Bernd endlich wieder beide Österreicher auf der European Tour die Schläger schwingen, könnte auch der Zweikampf um die Nummer 1 Österreichs so richtig entbrennen. Während der Schladming-Pro so richtig im Turnierflow ist, sollte man Bernd Wiesberger ein wenig Zeit einräumen um nach der langen Verletzungspause wieder voll in den benötigten Rhythmus zu kommen.

Los geht es für Bernd am Donnerstag gemeinsam mit Jeunghun Wang (CHN) und Dylan Frittelli (RSA) bereits um 04:20 MEZ auf der 10. Matthias Schwab folgt um 09:00 MEZ im Flight mit Grégory Bourdy (FRA) und Jake Roos (RSA) von der 1 weg.

 

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Herzschlagfinali

AUSTRALIAN PGA CHAMPIONSHIP / MAURITIUS OPEN – FINAL: Cameron Smith (AUS) setzt sich in seiner Heimat erst im Stechen am zweiten Extraloch gegen Landsmann Jordan Zunic durch. In Mauritius wird derzeit noch gespielt.

Bei einem Blick aufs Leaderboard im RACV Royal Pines von Queensland bekommt man fast den Eindruck als handele es sich beim European Tour Event in Down Under um australische Meisterschaften mit internationaler Beteiligung. So ist es auch kein Wunder, dass am Sonntag ausgerechnet zwei Lokalmatadoren sogar Extraschichten einlegen müssen um den Sieger zu ermitteln.

Sowohl Cameron Smith, er marschiert mit Runden von zwei mal 68 (-4) und zweimal 67 (-5) an die Spitze, als auch Jordan Zunic, er glänzt mit roten Auftritten von 66 (-6), 69 (-3), 64 (-8) und 71 (-1), teilen sich nach vier Runden die Führungsrolle und biegen bei einem Gesamtscore von 18 unter Par aufs erste Extraloch ab.

Beide teilen sich dann im Stechen die 18 mit Par und müssen einmal mehr zurück in die letzte Teebox. Während Smith erneut die Schlussbahn mit Par absolviert, tritt sich Zunic ein Bogey ein und kann so seinem Landsmann nur noch zum Titel gratulieren. Wie dominant die Männer aus Down Under in der Heimat wirklich agierten, zeigt, dass Rang 3 an Adam Bland geht und auch Rang 4 teilen sich mit David Brandson und Marc Leishman noch zwei weitere Australier.

Frittellis zweiter Streich

Lyoness Open Champion Dylan Frittelli (RSA) feiert im Heritage GC von Mauritius seinen zweiten European Tour Sieg. Der Südafrikaner, der bereits in Atzenbrugg der gesamten Konkurrenz die Rücklichter zeigte, präsentiert sich am Finaltag unglaublich nervenstark.

Lediglich ein Bogey muss er auf der 4 notieren, kann dabei aber gleich fünf rote Einträge notieren, was schließlich mit der 67 (-4) und bei gesamt 16 unter Par zum Stechen gegen Arjun Atwal (IND) (68) reicht. Am ersten Extraloch, dem kurzen Par 5, der 18, genügt Frittelli dann ein Birdie um den Inder knapp in die Schranken zu weisen und seinen zweiten European Tour Sieg der Karriere einzufahren.

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Nemecz Lukas 2015

Doubletten-Schock

MAURITIUS OPEN – 3. RUNDE: Lukas Nemecz stolpert am Moving Day im Four Season GC at Anahita auf den Frontnine gleich über drei Doppelbogeys und fällt mit einer tiefschwarzen Runde weit im Klassement zurück.

Mit zwei starken Auftritten an den ersten beiden Tagen spielte sich Lukas Nemecz bei nur zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 in eine richtig vielversprechende Ausgangslage vor dem Wochenende. Am Samstag aber will dann im Spiel des Grazers gar nichts mehr zusammenlaufen und er durchlebt auf Mauritius ein leichtes Déja-vu des Finaltages von Marokko.

Schon der Start bringt die Gewissheit, dass es an diesem Samstag wohl keinesfalls weiter nach vorne gehen wir. Der European Tour Rookie tritt sich auf der 1 und auf der 2 gleich zwei Doppelbogeys ein und rasselt mit anschließendem Bogey im freien Fall am Leaderboard bergab. Gerade als es scheint, als hätte er sein Spiel stabilisiert, geht es mit weiterer Doublette und Bogey noch tiefer im Klassement nach unten.

Erst auf der 9 fällt dann auch ein Birdieputt, was den tiefschwarzen Start der Runde aber logischerweise nicht im Ansatz kaschieren kann. Auf den Backnine findet der junge Steirer dann wieder den Rhythmus der ersten beiden Spieltage, kann aber keine Schläge mehr gutmachen und schlägt mit der 79 (+7) erst auf Rang 58 des Leaderboards enorm hart wieder auf.

“Der Start war leider ziemlich unlustig heute. Ich hab gleich zwei schlechte Drives geschlagen und dann noch auf der 3 nach zwei wirklich guten Schlägen einen Dreiputt fabriziert. Das war schon sehr ärgerlich. Danach war dann das Vertrauen im Eimer, aber wenigstens hab ich noch halbwegs Schadensbegrenzung betreiben können”, erklärt er die Runde und gibt sich sehr selbstkritisch.

Die Kampfkraft hat er wegen der schlechten Runde aber noch nicht verloren: “Der heftige Wind ist sehr kräfteraubend und man darf sich einfach keine groben Fehler erlauben, was ich heute leider nicht geschafft hab. Ich hoff ich drive morgen wieder so wie in den letzten Wochen, dann war schon wieder ein passabler Score drinnen.”

Rahman Siddikur (BAN) geht nach der 69 (-3) als Führender bei gesamt 7 unter Par in den Finaltag.

Probleme beim Durchziehen

Lukas Nemecz streift in dieser Woche zwar zum bereits dritten Mal in dieser Saison Preisgeld von der European Tour ein, hat in seiner Rookie Saison auf Europas höchster Spielklasse aber eindeutig Probleme das Tempo über vier Tage durchzuziehen. So lag er etwa auch bei der Trophée Hassan II recht gut im Rennen, ehe es ihn am Finaltag mit der 81 total zerlegte. In dieser Woche ist es nun wohl der Moving Day, der ein richtig gutes Resultat verhindert. An der Konstanz muss er in den nächsten Wochen auf jeden Fall arbeiten.

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Lukas Nemecz 2015

Erfolgreiche Windspiele

MAURITIUS OPEN – 2. RUNDE: Lukas Nemecz stemmt sich auch am Freitag erfolgreich gegen den Wind auf Mauritius und überspringt im Four Season GC at Anahita mit der bereits zweiten 73 (+1) nicht nur ohne jegliche Probleme als 22. die Cutlinie, sondern hat außerdem die Spitzenplätze breit vor sich aufgefächert.

Lukas Nemecz wird am Sonntag zum zweiten Mal hintereinander Preisgeld von der European Tour mitnehmen. Der Grazer, der in dieser Woche sein bereits drittes Event in Folge bestreitet und sich laut eigener Aussage freut endlich in einen echten Turnierrhythmus zu kommen, präsentiert sich bei beinharten Windbedingungen auf Mauritius an beiden Tagen sehr sicher und geht in guter Verfolgerposition ins Wochenende.

Mit später Startzeit bekommt er den Wind am Freitag noch etwas heftiger ab, was sich auch recht rasch in zwei Bogeys – Lukas kann sowohl auf der 11 als auch auf der 14 (beides Par 4) die Pars nicht kratzen – bemerkbar macht. Bei allgemein hohen Scores büßt er mit dem Zwischenstand von 2 über Par aber nicht einmal Plätze im Klassement ein. Das Par 5, der 18 hat der European Tour Rookie dann wie schon zum Auftakt erneut fest im Griff und nimmt das erste Birdie mit. “Das war ein super Pitch zur Fahne”, erklärt er den roten Eintrag.

Auch auf den Frontnine zeigt sich Lukas von seiner ganz stabilen Seite und muss lediglich auf der 3 (Par 4) noch einen weiteren Schlag abgeben. Nachdem er dann auf seinem Schlussloch, der 9 fast zum Eagle einpitched und so noch ein weiteres Birdie gelingt, marschiert er erneut mit der 73 (+1) zum Recording und stößt damit bis auf Rang 22 nach vor. Bei lediglich zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 hat er die Spitzenplätze vor dem Moving Day breit vor sich aufgefächert.

“Das war heute echt brutal. Es war wie angekündigt noch windiger als gestern und ich hab leider nicht mehr so gut gedrived und dadurch ordentlich kämpfen müssen. Dank eines echt guten kurzen Spiels hab ich mich aber sogar am Leaderboard verbessern können. Ich freu mich jetzt natürlich aufs Wochenende und wenn jetzt noch die Putts anfangen zu fallen, da ist da sicher noch einiges zu holen”, beschreibt Lukas Nemecz seine zweite Runde.

Andrew Dodt (AUS) geht als Führender in den Moving Day. Der Australier setzt auf die 66 (-6) vom Donnerstag die 70 (-2) drauf und liegt bei gesamt 8 unter Par unangefochten an der Spitze. Mit einem Respektabstand von mittlerweile bereits drei Schlägen folgt Jeunghun Wang (KOR) (70) als erster Verfolger auf Rang 2.

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Nemecz Lukas 2015

Steirische Windkunst

MAURITIUS OPEN – 1. RUNDE: Lukas Nemecz beweist mit der 73 steirische Windkunst im Four Seasons GC und startet durchaus brauchbar ins Turnier. “Das war heute wirklich sehr solide. Ich hab das gute lange Spiel aus Marokko mitgenommen und schon viel besser gepitcht und gechippt”, freut er sich über den gelungenen Start.

Lukas Nemecz reiste direkt aus Marokko nach Mauritius weiter und zeigt, dass er den Schock der verpatzten Finalrunde in Rabat gut weggesteckt hat. Bei Böen von über 30 km/h muss sich der junge Steirer in Beau Champs gleich zu Beginn ordentlich gegen den Wind stemmen und erledigt seine Aufgabe auf den ersten sieben Bahnen mit Bravour.

Erst auf der 8 kommt erstmals ungewollt Farbe aufs Scoreboard. Am mit 211 Metern durchaus langen Par 3 gelingt das Up & Down nicht, was den ersten Schlagverlust zur Folge hat. Auch nach dem Turn muss er auf der 11 recht rasch ein Bogey notieren. An einem schwierigen Eröffnungstag und bei generell eher höher angesiedelten Scores ist dies aber noch kein Beinbruch, vor allem da er es versteht, sein Spiel danach schnell wieder zu konsolidieren.

So gelingt zwar auch im Anschluss noch kein Birdie, mit Pars macht Lukas Nemecz auf Mauritius aber am Donnerstag nichts falsch und hält sich so wacker in der Mitte des Feldes. Erst auf der 18 hat er dann sogar erstmalig Grund zu jubeln, nachdem ihm das abschließende Par 5 doch noch einen roten Eintrag spendiert. Mit der 73 (+1) eröffnet der European Tour Rookie insgesamt solide und wird die zweite Runde von Rang 36 aus in Angriff nehmen.

“Es ist hier unfassbar windig und dementsprechend schwer ist es nah an die Fahnen zu kommen. Ich hab wirklich super Schläge gemacht, aber leider viele Chancen nicht genützt. Teilweise braucht man hier auf 100 Meter ein 6er Eisen, dafür geht bei Rückenwind ein Eisen 7 dann gleich 200 Meter weit. Alles in allem war das ein guter Auftakt und ich freu mich jetzt mal auf morgen, da solls nämlich noch windiger werden”, beschreibt Lukas die Verhältnisse auf Mauritius und gibt augenzwinkernd einen Ausblick auf morgen.

Die Führung sichert sich Andrew Dodt. Der Australier erwischt einen super Tag und spielt sich mit der 66 (-6) unangefochten an die Spitze.

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