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Kisner am Match Play-Zenit

DELL MATCH PLAY – FINAL: Kevin Kisner triumphiert im Finale gegen Matt Kuchar. Franceso Molinari sichert sich Rang 3 im europäischen Duell.

Das Final-Debakel mit 7 & 6 gegen Bubba Watson macht Kevin Kisner 12 Monate später an selber Wirkungsstätte im Austin Golfclub vergessen: “Nichts hat mir mental mehr geholfen als diese Niederlage. Diesmal war ich nicht zu aufgeregt, sondern ging hinaus um entspanntes Golf zu spielen und das hat funktioniert,” beschreibt er sein Erfolgsrezept.

Zuerst musste beim Dell Match Play 2019 Europas bester Match Player der letzten Zeit, Francesco Molinari, mit 1 Down im Semifinale die Segel streichen, dann war Matt Kuchar dran. In einem nicht gerade hochstehenden Finale im unterkühlten Austin setzt sich Kevin Kisner mit 3 & 2 gegen seinen US-Landsmann durch. Das Consolation Match um Platz 3 gegen an Francesco Molinari, der gegen den Dänen Lucas Bjerregaard mit 4 & 2 deutlich gewinnt.

Das Dell Match Play der besten 64

Mit Tiger Woods, ohne Bernd Wiesberger: das sind die guten und schlechten Nachrichten vor dem Dell Match Play in Texas. Von den Top 64 der Welt fehlen heuer nur Adam Scott und Rickie Fowler, sonst ist die komplette Weltelite im Austin Golfclub versammelt um bei dem WGC-Event das fürstliche Preisgeld von 10,250.000 US Dollar im Duell Mann gegen Mann auszumachen.

Auch heuer werden die ersten 3 Runden im Pool Play in 8 Gruppen gespielt um die letzten 16 zu bestimmen, die danach im direkten Duell den Nachfolger von Vorjahres-Champion Bubba Watson ausmachen werden. Zum Auftakt gibt es gleich etliche Überraschungen zu sehen, denn einige “Außenseiter” zwingen die favorisierten Spieler teils deutlich in die Knie.

Kyle Stanley etwa besiegt Louis Oosthuizen mit 3 & 2, Haotong Li lässt Alex Noren mit 5 & 4 keine Chance und auch Titelverteidiger Bubba Watson muss sich gegen Kevin Na mit einer 1 Down Niederlage anfreunden. Jim Furyks Sieg gegen Jason Day oder Justin Thomas’ Niederlage gegen Lucas Bjerregaard unterstreichen, dass im Match Play immer alles möglich ist. Tiger Woods setzt sich in seinem Auftaktmatch gegen Aaron Wise mit 3 & 1 durch.

Auch der zweite Spieltag weiß mit etlichen Überraschungen zu glänzen, was mittlerweile auch die Gruppenphase etwas aussagekräftiger gestaltet. Nur selten liegen die Favoriten in ihren Gruppen auch wirklich voran. Mit Lucas Bjerregaard etwa gibt wohl einer der größten Außenseiter derzeit den Ton an und lässt nach seinem bereits zweiten Sieg etwa Fanmagnet Justin Thomas in der Gruppe hinter sich.

Auch Haotong Li, Branden Grace oder Gary Woodland präsentieren sich derzeit in richtiggehender Topform. Rory McIlroy oder auch Francesco Molinari hingegen lassen in Austin derzeit noch überhaupt nichts anbrennen und sind klar auf Aufstiegskurs. Tiger Woods muss sich am Donnerstag in seiner zweiten Partie Brandt Snedeker 2 & 1 geschlagen geben und belegt damit vor dem letzten Gruppenspieltag in seinem Raster nur noch Rang 3.

Am Freitag findet die Gruppenphase mit den dritten und letzten Vorrundenduellen schließlich ein Ende und sorgt nicht nur für einige im Vorfeld nicht zu erwartende Entscheidungen, sondern darüber hinaus außerdem für etliche unglaublich spannende Duelle in der K.O.-Phase. So bekommt es etwa Tiger Woods mit dem frisch gebackenen Players Champion Rory McIlroy zu tun. Doch auch Francesco Molinari gegen Paul Casey oder Matt Kuchar gegen Tyrrell Hatton haben das Zeug richtig gute Duelle zu werden.

Im mit Spannung erwarteten Match zwischen Rory und Tiger hat der Nordire das Match längere Zeit recht gut unter Kontrolle, ehe er am Ende doch Tiger knapp mit einer 2 & 1 Niederlage seiner Wege ziehen lassen muss. Im Viertelfinale wartet auf Tiger dann Lucas Bjerregaard und der Däne, der zunächst Henrik Stenson mit 3 & 2 aus dem Weg räumte, boxt auch den US-Superstar am Ende mit 1 Auf aus dem Turnier.

Die größten europäischen Hoffnungen liegen jedoch klar auf Francesco Molinari. Der Champion Golfer of the Year steht in bombenform in Austin in den Teeboxen und lässt zunächst Paul Casey mit 5 & 4 keine Chance und macht danach mit Kevin Na mit 6 & 5 eiskalt kurzen Prozess. In den Semifinalen heißt es nun zweimal Europa gegen die USA, denn neben Francesco Molinari gegen Kevin Kisner, bekommt es Lucas Bjerregaard mit Matt Kuchar zu tun.

Dort gelingt den US Boys die Revanche für die Ryder Cup-Schmach von Paris: Matt Kuchar und Kevin Kisner setzen sich jeweils hauchdünn am Schlussloch mit 1 Auf durch. Im Final-Match behält dann Kevin Kisner mit 3 & 2 die Oberhand: für Kisner eine besondere Genugtuung nach der deutlichen Finalniederlage im Vorjahr gegen Bubba Watson. Das Euro-Duell um Platz 3 entscheidet Francesco Molinari mit 3 & 2 gegen Lucas Bjerregaard für sich.

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DJ in Cruise Control

WGC MEXIKO CHAMPIONSHIP – FINAL: Dustin Johnson spaziert ungefährdet zum 20. Titel der Karriere, nachdem ihn Rory McIlroy in keiner Phase gefährden kann.

“Das gibt mir jede Menge Selbstvertrauen für den Rest des Jahres,” macht Dustin Johnson eine gefährliche Ansage an die Mitspieler nach dem Spaziergang zum Sieg bei der Mexiko Championship. Zuerst 45 Löcher bogeyfrei und mit fehlerlosem langen Spiel ließ der 34-jährige alle Herausforderer mühelos hinter sich.

 

Nur Rory McIlroy war am Schlusstag mit vier Schlägen Rückstand in Reichweite, konnte aber von frühen Unsicherheiten DJs nicht profitieren, da er selbst seine größte Stärke, die perfekten Drives, nicht ausspielen konnte. Am engen Parklandkurs von Mexiko City spielten dann die Bäume entscheidend mit: Johnson bekommt einen Free Drop tot am Baum liegend, während dies Rory am 6. Loch verwehrt bleibt. Den Schläger verkehrt herum schwingend kann er sich zwar straflos befreien, schießt aber dann ins Wasser und verliert mit Bogey zwei Schläge auf den überlegend führenden Amerikaner. Der spaziert danach relaxed zur 66 und zum 20. Titelgewinn bei 21 unter Par, wobei er den Vorsprung auf den Nordiren sogar auf 5 Shots ausbauen kann.

Satte 10 Schläge hinter DJ teilen sich Paul Casey und Ian Poulter ein sonst british dominiertes Stockerl mit Platz 3. Die Runde des Woche geht Justin Thomas mit 10 Birdies und er 62 auf, die ihn noch auf Rang 9 vorbringt, einen Platz vor Tiger Woods, der am Finaltag komplett verputtet.

Rückblick auf die ersten drei Tage

Die gesamte Weltelite hatte sich im GC Chapultepec für das erste WGC-Event des Jahres 2019 versammelt. In der Höhenluft von Mexiko City startete Phil Mickelson (USA) als Titelverteidiger ins Mega-Turnier, das heuer ohne österreichische Beteiligung stattfindet.

Zum Auftakt hat Rory McIlroy (NIR) sein Visier am Genauesten eingestellt. Der Nordire feuert eine richtig starke 63 (-8) ab und gibt damit bei den Mexico Championship nach dem ersten Tag den Ton an. Dustin Johnson (USA) ist dem Europäer bei nur einem Schlag Rückstand dicht auf den Fersen.

Mit seinem fehlerlosen Spiel, 17 Grüntreffern und 18 Puttversuchen zumindest zum Birdie wovon er vier verwertet, schnappt sich Dustin Johnson die alleinige Halbzeitführung bei 11 unter Par. Dem effizienten Spiel des Longhitters kann McIlroy nicht mehr ganz folgen: das Doppelbogey an der 9 wirft den Nordiren um zwei Schläge zurück. Matt Kuchar kann mit der 67 zu McIlroy auf Platz 2 aufschließen. Tiger Woods tankt sich mit der 66 bis auf Position 8 vor.

 

Auch am dritten Tag läuft die DJ-One-Man-Show anfangs ungestört weiter, ehe er nach 45 fehlerlosen Löchern erstmals in Probelem gerät und das mit Doppelbogey gleich deutlich. Gleich drei Baumtreffer an der 10 waren dafür verantwortlich. “Das war aber egal, ich wusste ich spiele gut und habe noch genügend Löcher um Birdies zu spielen.” Genau das macht der US Longhitter auch, bringt die 66 herein und baut damit seine Führung auf 4 Schläge aus. Rory McIlroy kann als einziger Verfolger halbwegs dranbleiben, während eine Gruppe auf Platz 3 mit Garcia und Reed bereits 7 Shots zurückliegt.

>> Leaderboard WGC Mexiko Championship

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Im Kreis der Elite

HSBC CHAMPIONS – FINAL: Xander Schauffele fängt Tony Finau noch ab und holt im Playoff seinen ersten World Golf Championship Titel ab.

Wenige Tage nach seinem 25. Geburtstag beschenkt sich Xander Schauffele mit seinem ersten WGC-Titel. Der Aufstieg des US-Jungstars vom Rookie of the Year der PGA Tour in den Kreis der absoluten Golfelite ist für den Mann aus San Diego in Shanghai endgültig geschafft. Im langen und fallenreichen Sheshan International Golfclub sorgt der Kalifornier für die beste Schlussrunde von 68 Schlägen, schließt damit die Lücke von drei Schlägen auf den Dominator der Vortage Tony Finau und macht auch im Playoff gleich am ersten Extraloch mit Birdie den Sack zu. Titelverteidiger Justin Rose fällt erst im Finish aus der Entscheidung und verpasst damit den Sprung zurück zur Nummer 1 im World Ranking.

Finau von Beginn an in der Defensive

Tony Finau spielt den Verfolgern am Finaltag rasch entgegen: ein Dreiputt am Eröffnungsloch und ein Wasserball am Par 5 der 8 sind eine Einladung, die sich seine Flightpartner Xander Schauffele und Justin Rose nicht entgehen lassen. Schauffele nutzt den heißen Putter um mit drei Birdies bereits auf den Front 9 die Lücke zu schließen. Titelverteidiger Justin Rose kann auf den Front 9 immerhin einen Schlag gutmachen.

Finau findet mit Fortdauer der Runde immer besser ins Spiel und packt einige brilliante Wedges aus um die Führung erfolgreich zurückzuerobern. Rose versucht vergeblich seinen Putter anzuheizen und verabschiedet sich auf den Schlusslöchern mit zwei Bogeys aus dem Titelrennen.

Schauffele locht am ultraschweren Par 3 der 17 aus 6 Metern zu einem der ganz wenigen Birdies und gleicht damit vor dem Schlussloch erneut aus. Mit Birdie am Schlussloch geht es für beide auf 14 unter Par und somit in ein Stechen um den letzten WGC-Titel des Jahres.

Die besseren Drives packt Schauffele auch in der entscheidenden Phase aus: am langen Par 5 der 18 legt er den Ball auch im Playoff perfekt am Kurzgemähten ab, während sich Finau eine schlechte Lage im Fairwaybunker einhandelt, die nur den Layup erlaubt. Ein lockeres Eisen 5 reicht dagegen Xander um mit dem Zweiten das Grün zu erreichen und sich die klar besseren Karten einzuhandeln. Ein Standard-Zweiputt zum Birdie bringt Schauffele dann endgültig den ersten WGC-Titel ein.

>> Endergebnis HSBC Champions

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Tony mit Turbofinish

HSBC CHAMPIONS – 3. RUNDE: Tony Finau wehrt mit spätem Birdiefurioso vorerst den Angriff von Titelverteidiger Justin Rose ab.

Tony Finau verteidigt seinen Halbzeitvorsprung von drei Schlägen und geht bei 13 unter Par als der große Gejagte beim WGC-Event von Shanghai in den Schlusstag. Der 29-jährige US-Boy präsentierte sich am Moving Day gewohnt cool und peilt beim HSBC Champions Tournament seinen ersten Titel im Rahmen der World Golf Championships an.

Dabei sah es im Schlussflight Finau-Rose-Reed lange Zeit danach aus, als würde der englische Titelverteidiger erfolgreich die Daumenschrauben anziehen und sich zum Gewinner am Moving Day küren. Mit 6 Birdies bei nur einem Bogey stürmt Rosy unaufhaltsam an die Spitze und erreicht in Runde 3 den vorletzten Abschlag mit zwei Schlägen Vorsprung auf Finau, der scoretechnisch stagniert und nur Even Par für den Tag liegt.

Völlig untypisch für Rose dann der Abschlag am Par 3 der 17: nach ewigen, unsicheren Probeschwüngen pusht er sein Eisen rechts weg ins Wasserhindernis, was ihm kurz darauf Patrick Reed nachmacht. Finau bedankt sich für die Einladung, legt seinen Abschlag tot an die Fahne. Nach gut 15 Minuten Dropperei von Rose und Reed schickt der Engländer einen dünnen Chip über die Fahne hinaus und stolpert in das Doppelbogey, während Finau mit dem Tap In-Birdie die Führung zurückerobert. Als der Mann aus Utah auch noch am Schlussloch mit Birdie punktet und Rose wieder nur ein nasses Bogey schafft, ist der alte Vorsprung von drei Schlägen endgültig einzementiert.

Finau, Rose und Reed scoren damit am Samstag im Gleichschritt die 70, was Finau auf -13 und seine Verfolger auf 10 unter Par bringt. Einzig Xander Schauffele kann mit der 69 ein wenig aufholen und mit Rose und Reed gleichziehen.

>> Leaderboard HSBC Champions

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In Ryder Cup-Form

HSBC CHAMPIONS – 2. RUNDE: Tony Finau schließt nahtlos an die Bombenform von Paris an und zieht zur Halbzeit des WGC-Events den Verfolgern um drei Schläge davon.

Er war gemeinsam mit Justin Thomas beim Ryder Cup der einzige positive “Asset” im Team USA: beim letzten World Golf Championships-Event könnte Tony Finau auch endlich mit seiner Superform Kasse machen. Mit 8 Birdies stürmt der 29-jährige Topathlet aus Utah nicht nur an die Spitze bei 11 unter Par sondern auch gleich den schärfsten Verfolgern um drei Schläge davon.

Im zähen Sheshan International GC spielt Finau nicht nur seine Längen aus sondern bringt auch die geforderte Präzision mit: “Wenn Du so ein Megaturnier anführst, dann machst Du ziemlich alles richtig. Ich habe sehr gut abgeschlagen und genug Fairways getroffen um hier scoren zu können sowie die Putts gemacht, wenn ich sie brauchte.”

Dabei hätte die Führung noch um gut drei Schläge höher ausfallen können, wenn Finau nicht eine kurze Schwächeperiode zu Mitte der Runde eingelegt hätte: ein Bad Kick beschert ihm das Doppelbogey an der 11, dem ein weiterer Schlagverlust folgte: “Das war einer jener Bad Breaks, der einen irgendwann einmal erwischt. Zum Glück habe ich nicht aufgehört weiter Birdies zu machen.”

Auftaktleader Patrick Reed muss mit einer farblosen Par-Runde samt eiskaltem Putter den Platz an der Spitze räumen und nimmt gemeinsam mit den starken Engländern Tommy Fleetwood und Titelverteidiger Justin Rose den Platz des ersten Verfolgers ein. Die neue Nummer 1 im World Ranking, Brooks Koepka, wird auf Platz 40 liegend samt 13 Schlägen Rückstand wohl nicht mehr in den Titelkampf eingreifen können.

>> Leaderboard HSBC Champions

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Patrick Reed

Zug zur Fahne

HSBC CHAMPIONS – 1. RUNDE: Patrick Reed im heftigen Wind von Shanghai mit perfektem Spiel von Tee bis Grün und der klaren Führung bei 8 unter Par.

Nachdem Patrick Reed zuletzt beim Ryder Cup vom Tee wie ein Rasensprenger gestreut hatte und als Captain America auch ein persönliches Debakel erlebte, folgten intensive Trainingstage: “Mit meinem Trainer habe ich hart am Spiel mit Driver und Holz 3 gearbeitet, ich möchte das Jahr ordentlich zu Ende bringen.”

Das Ergebnis bekam das 77 Mann-Elitefeld gleich am Eröffnungstag beim HSBC Champions Tournament zu spüren. Selbst im heftigen Wind trifft der Texaner wie ein Schlagroboter ein Fairway nach dem anderen, legt sich reihenweise dicke Chancen auf und versenkt auf fehlerfreier Runde nicht weniger als 8 Birdieputts: “Ich wusste, dass ich im Wind unbedingt die Spielbahnen treffen muss um den Platz attackieren zu können. Den Driver hatte ich heute voll unter Kontrolle,” fasst Reed seine Traumrunde von 64 Schlägen im Sheshan International Golfclub zufrieden zusammen.

Auf dem langen Kurs dominierten am Eröffnungstag generell die US Boys: hinter Reed, der sich bei 8 unter Par um zwei Schläge absetzt, melden sich Tony Finau und Xander Schauffele mit der 66 als erste Verfolger an. Erst dahinter folgen mit Matt Fitzpatrick (67) sowie Tommy Fleetwood (68) und Rafa Cabrera-Bello (68) die ersten Europäer.

Die neue Nummer 1 der Golfwelt, Brooks Koepka, eröffnet verhalten mit der Par-Runde. Doch auch in der Vorwoche startete der Amerikaner nur mit 1 unter Par um dennoch am Ende bei -21 zu gewinnen.

Bernd Wiesberger, der beim HSBC Champions im Vorjahr mit Platz 9 sein letztes Topergebnis feierte, wäre heuer nicht für das 10 Millionen Dollar-Turnier qualfiziert gewesen, bereitet jedoch aktuell sein Comeback für den kommenden Monat beim World Cup vor.

>> Leaderboard HSBC Champions

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Abgesetzt

BRIDGESTONE INVITATIONAL – 3. RUNDE: Justin Thomas (USA) zieht am Samstag der Konkurrenz bis auf drei Schläge davon und geht im Firestone CC als großer Gejagter in den Finaltag.

Justin Thomas zeigte schon an den ersten beiden Spieltagen starkes Golf und setzte sich nach Runden von 65 (-5) und 64 (-6) Schlägen bereits am Freitag in geteilter Führung fest. An einem durchaus schwieriger zu spielenden Moving Day bleibt er seiner Linie dann treu und zeigt warum er letztes Jahr eine wahre “Break-out Season” hatte.

Zwar kann er junge US-Amerikaner Schlagverluste am Samstag nicht verhindern, die drei Bogeys kontert er mit gleich sechs Birdies aber mehr als aus und zieht so der Konkurrenz mit der 67 (-3) und bei gesamt 14 unter Par um bereits drei Schläge davon. Noch dazu erwartet die Fans am Sonntag bereits ein kleiner Vorgeschmack auf den kommenden Ryder Cup, denn im Finalflight hat er nun Rory McIlroy (NIR) als Spielpartner.

Europa vs USA im Finalflight

Der Nordire spielt ebenfalls bereits die gesamte Woche über auf unglaublich hohem Niveau und agiert vor allem sehr beständig. Nach der 65 (-5) und der 67 (-3) packt er erneut eine 67 (-3) aus und teilt sich damit Rang 2 mit Ian Poulter (ENG), der erstmals im Firestone CC nach der 70 (Par) nicht mehr in Führung liegt. Auf Platz 4 lauert nach der 69 (-1) Jason Day (AUS).

Tiger Woods (USA), der nach Runden von 66 (-4) und 68 (-2) Schlägen immer in recht vielversprechender Verfolgerrolle lag, legt am Samstag spürbar den Rückwärtsgang ein. Der Fanliebling kommt nicht über die 73 (+3) hinaus und rangiert damit nur noch auf Platz 28.

>> Leaderboard Bridgestone Invitational

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Gesellschaft bekommen

BRIDGESTONE INVITATIONAL – 2. RUNDE: Ian Poulter (ENG) verteidigt am Freitag zwar seine Führungsposition, bekommt im Firestone CC aber mit Landsmann Tommy Fleetwood und Justin Thomas (USA) prominente Gesellschaft.

Europas Mr. Ryder Cup brannte am Donnerstag mit der 62 (-8) eine richtig gute erste Runde auf die Fairways des Par 70 Geländes in Akron, Ohio. Derart souverän schnappte sich Ian Poulter auch die alleinige Führung und bestätigte damit auch seine derzeitige Überform. Auch am Freitag präsentiert sich der Routinier wieder sehr sicher und findet auf fehlerlosen Frontnine bereits zwei Birdies, was sein Score an der Spitze leicht ausbaut.

Erst nach dem Turn muss der Engländer auch die ersten Fehler notieren, kontert zwei Bogeys aber mit drei weiteren Erfolgserlebnissen mehr als aus. Mit der 67 (-3) benötigt er zwar um satte fünf Schläge mehr als noch zum Auftakt, verteidigt bei gesamt 11 unter Par aber nicht nur seine Führungsposition, sondern unterstreicht auch seine Ambitionen einmal mehr in diesem Jahr um den Sieg bei einem großen Event mitzureden.

Beide Überflieger

Den Platz an der Sonne muss sich “Poults” jedoch mit zwei prominenten Kollegen teilen. Die beiden Überflieger der letzten Saison – Tommy Fleetwood dominierte die European Tour und Justin Thomas hatte auf der PGA Tour eine wahre Breakout-Season – schließen zum erfahrenen Briten auf und sorgen so vor dem Wochenende für fast schon greifbare Spannung.

Vor allem Fleetwood zeigt sich wieder von der angriffslustigen Seite und verewigt auf einer fehlerlosen Runde gleich sieben Birdies. Die 63 (-7) ist zeitgleich auch die beste Runde des Tages. Thomas benötigt um lediglich einen einzigen Schlag mehr und unterstreicht damit ebenfalls, dass er rechtzeitig vor der anstehenden Titelverteidigung beim PGA Championship wieder in bestechender Form ist.

Tiger dran

Tiger Woods (USA) hält sich auf einer seiner absoluten Lieblingswiesen – der Fanliebling konnte in Ohio schon einige Male das Turnier für sich entscheiden – noch vornehm zurück, hat die Triplespitze aber noch klar in Sichtweite. Tiger setzt auf seine 66er (-4) Auftaktperformance eine 68 (-2) drauf, was vor dem Wochenende für Rang 10 reicht.

>> Leaderboard Bridgestone Invitational

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In Ryder Cup Form

BRIDGESTONE INVITATIONAL – 1. RUNDE: Ian Poulter (ENG) agiert bereits im August in absoluter Ryder Cup Form und gibt beim WGC-Event im Firestone CC nach dem ersten Spieltag den Ton an. Tiger Woods (USA) zeigt einmal mehr, dass ihm das Gelände in Ohio liegt und bringt sich nur knapp hinter den Top 10 in Lauerstellung.

Ian Poulter spielt weiterhin in dieser Saison Golf auf allerhöchstem Niveau. Mit dem Kontinentalvergleich in Paris vor der Nase, legt Europas Mr. Ryder Cup im Jahr 2018 eine Spitzenrunde nach der anderen hin und gibt in Akron nach dem ersten Spieltag sogar den Ton an. Gleich der Start geht perfekt auf, denn mit einem Birdiedoppelpack tankt er nicht nur sofort Selbstvertrauen sondern legt außerdem die Basis für die richtig starke Auftaktperformance.

Schon auf der 14 findet er Birdie Nummer 3 und bringt dabei auch den Putter so richtig auf Temperatur, denn aus fast sieben Meter hat der Ball keine andere Chance als ins Loch zu fallen. Dem noch nicht genug nimmt er auf der 16 und der 17 gleich die nächsten roten Einträge mit und klopft damit schon anch seiner ersten Platzhälfte im absoluten Spitzenfeld an.

Kaum auf den ersten Neun angekommen legt er eine perfekte Annäherung geschenkt zum Stock und schnürt am Par 5 danach seinen bereits dritten Birdiedoppelpack des Tages, was den Engländer endgültig in die Führungsrolle klettern lässt. Da er auch auf der 6 noch ein Erfolgserlebnis verbuchen kann und die gesamte Runde über fehlerlos bleibt, geht Ian Poulter nach der 62 (-8) als alleiniger Spitzenreiter in den zweiten Spieltag.

Zurück auf der Lieblingswiese

Tiger Woods freute sich im Vorfeld bereits sichtlich über seine Rückkehr in den Firestone CC. Auf der Par 70 Wiese konnte der US-Superstar bereits einige Male triumphieren und sorgte vor einigen Jahren mit einem Finish in nahezu totaler Finsternis sogar für ein besonderes Highlight. Auch heuer wieder zeigt der Fanliebling, dass er nach wie vor in richtig guter Form ist.

Zwar kann er nicht mit der Traumperformance von Ian Poulter mithalten, er findet aber immerhin fünf Birdies und muss nur auf der abschließenden 9 einen Schlag abgeben, was ihm mit der 66 (-4) und als geteilter 14. eine durchaus gute Verfolgerrolle einbringt.

>> Leaderboard Bridgestone Invitational

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Sensation perfekt

DELL TECHNOLOGIES MATCH PLAY – 1. TAG: Bernd Wiesberger schafft zum Auftakt im Austin CC die absolute Sensation und weist mit Dustin Johnson (USA) die Nummer 1 der Golfwelt mit 3 & 1 in die Schranken. Da sich im Parallelmatch Kevin Kisner (USA) und Adam Hadwin (CAN) ihr Duell teilen, übernachtet der Österreicher sogar als alleiniger Gruppenerster.

Der 21. März 2018 wird wohl als ein Highlight in die Golfgeschichte Österreichs eingehen. Noch nie zuvor durfte sich ein Österreicher bis dato mit der Nummer 1 der Welt im Duell Mann gegen Mann messen. Dass dann noch dazu der Österreicher als Sieger hervorgeht, wird mit Sicherheit einen Platz sehr weit oben in den Geschichtsbüchern der golfenden Alpenrepublik einnehmen.

Bernd Wiesberger ist zum bereits fünften Mal en suite beim WGC Match Play mit dabei, musste bislang aber jedesmal bereits nach der Gruppenphase wieder seine Koffer packen. Zwar könnte dies dem Burgenländer auch heuer wieder drohen, der Start ins Turnier könnte mit dem Sensationssieg über Dustin Johnson aber nicht besser sein.

Schleppender Start

Bernd findet dabei aber nur schleppend in die Partie und muss nach verzogenem Drive und zu kurzer Annäherung Johnson gleich die 1 überlassen. Der Burgenländer lässt sich aber vom zähen Start nicht beeindrucken, teilt die 2 und stellt nach Wasserball von DJ das Duell recht rasch wieder auf All Square.

Lange währt die Freude darüber aber nicht, denn der topgesetzte US-Amerikaner kann von einem überschlagenem Grün und missglücktem Sand Save des Burgenländers profitieren und stellt so postwendend die Führung wieder her. In einem eher mäßigen Match streut Johnson in Folge aber richtig wild, was Bernd mit zwei sicheren Pars am Par 5, der 5 und dem darauffolgenden Par 3 gleich zwei Bahnen in Folge einbringt und ihm erstmals die Führung beschert.

Auf beide Seiten

Zu dieser Zeit wogt die Partie dann richtiggehend hin und her. Zunächst benötigt Bernd auf der 8 aus 33 Metern drei Anläufe und ermöglicht seinem Gegner so den schnellen Ausgleich. Danach aber zündet der Burngenländer ein lasergenaues Eisen aus dem Rough und legt den Ball geschenkt ans Loch, was ihn mit einer knappen Führung auf die Backnine abbiegen lässt.

Da Johnson auch danach nicht zeigt, warum er die Nummer 1 der Golfwelt ist und auf der 11 (Par 3) zum bereits zweiten Mal wassert, zieht Bernd sogar auf 2 Auf davon. Allerdings macht Österreichs einziger Beitrag danach gleich zwei Geschenke. Zunächst verpasst er aus zweieinhalb Metern den Birdieputt um das Loch zu teilen und sieht am kurzen Par 4, der 13 seinen Tee Shot im H2O verschwinden, womit das Duell plötzlich wieder auf Anfang steht.

Tempo angezogen

Während Bernd den Rückschlag recht gut wegsteckt, fängt DJ plötzlich wieder an ungewohnte Fehler zu machen, was der Oberwarter mit gestopftem Zweimeterputt zum Par auf der 15 auszunützen weiß und so wieder die Führungsrolle übernimmt. Da er danach auch das letzte Par 5 mit Zweiputt zum Birdie überredet, ist nach 16 Bahnen und 2 Auf bereits sicher, dass die Nummer 56 der Welt das Match keinesfalls mehr verlieren kann.

Da Dustin Johnson sogar noch die 17 verliert bleibt ihm schlussendlich nichts anderes übrig als Bernd Wiesberger zu einem doch recht deutlichen 3 & 1 Sieg zu gratulieren. Dass sich das Match speziell auf den Frontnine auf durchaus überschaubarem Niveau bewegte darf man zwar nicht unerwähnt lassen, im Match Play zählt aber nun mal lediglich der Sieg und diesen kann Bernd keiner mehr nehmen.

“Wir hatten heute beide nicht unseren besten Tag. DJ hat etliche Fehler gemacht und ich hab auch einiges liegengelassen. Aber es ist Match Play und da zählt nicht was auf der Scorecard steht, sondern nur der Sieg und ich bin natürlich glücklich, dass mir der heute gelungen ist”, so Bernd nach dem Auftakttriumph.

Vor allem mit dem Wind hatten heute beide zu kämpfen, wie er abschließend kurz zusammenfasst: “Es war echt nicht leicht. Es war ziemlich böig und es hat sich auch so angefühlt als würde es dauernd drehen, deshalb war die Schlägerwahl sehr schwer. Das hat man auch gesehen. DJ blieb am Par 3 zu kurz und hat gewassert und ich hab einmal das Grün deutlich überschlagen.”

Bislang war der größte Match Play Erfolg von Österreichs Nummer 1 der Triumph gegen Sergio Garcia (ESP) in San Francisco 2015, der damals Rang 10 in der Weltrangliste belegte. Mit dem Sieg heute stellt er diese Marke klarerweise ein. Bernd Wiesberger bestätigt damit auch den Aufwärtstrend der letzten Runde von Mexiko, wo er sich erstmals seit längerer Zeit wieder mit seiner Leistung zufrieden zeigte.

Alle Trümpfe in der Hand

Da sich Kevin Kisner und Adam Hadwin im Parallelmatch der Gruppe 1 ihr Duell teilen, übernachtet Bernd sogar als alleiniger Gruppenerster und hat vor den letzten beiden Partien alle Trümpfe in der Hand um erstmals Gruppensieger zu werden. Am Donnerstag muss er nun gegen Kisner ran, ehe zum Abschluss am Freitag noch Hadwin wartet.

Neben der Riesensensation von Bernd gab es ansonsten nur wenige echte Außenseitersiege. Die größte Überraschung gelang dabei wohl noch Peter Uihlein (USA) der Rory McIlroy (NIR) mit 2 & 1 besiegte. Auch mit Ryder Cup Hero Ian Poulter (ENG) (3 & 2) gegen Landsmann Tommy Fleetwood oder mit Julian Suri (USA) (3 & 2) im Match gegen Marc Leishman (AUS) rechneten wohl nicht viele.

>> Match Play Bracket

>> SKY überträgt Live und in HD vom Dell Technologies Match Play.

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