
Etwas unterm Radar
2024-11-07
Bernd Wiesberger weiß zum Auftakt der Abu Dhabi Championship zwar durchaus mit sehenswerter Birdiequote zu überzeugen, fliegt im Yas Links bei hervorragenden Scoringverhältnissen aufgrund eines zwischenzeitlichen Doppelbogeys und 68 (-4) der klassementtechnisch jedoch noch etwas unterm Radar.
Als einziger Österreicher mischt Bernd Wiesberger heuer mit den Top 70 im Race to Dubai beim ersten Playoff-Turnier der DP World Tour in Abu Dhabi mit. Klares Ziel des Südburgenländers muss es dabei sein wieder unter die Top 50 der Jahreswertung zu kommen, denn als derzeit 52. wäre er beim großen Tourfinale in Dubai kommende Woche nicht mehr mit von der Partie. Frisch ausgeruht und mit im Training neu justierten Stellschrauben biegt der 39-jährige aber wohl durchaus mit positivem Gefühl ins Saisonfinale ab.
Statt früher in den Wintermonaten ist das Rolex Series Event nun in die Playoff-Phase des Kalenders übersiedelt und profitiert so neben 9 Millionen Dollar Preisgeld auch klarerweise mit einem zusätzlich aufgewerteten Starterfeld. Rory McIlroy (NIR), Tommy Fleetwood (ENG), Adam Scott (AUS), Shane Lowry (IRL) oder auch Rasmus Hojgaard (DEN) sorgen für ein stargespicktes Line-up. Etliche LIV-Akteure wie Tyrrell Hatton (ENG) oder Joaquin Niemann (CHI) sorgen für zusätzlichen Pfeffer.
Der erste Abschlag des achtfachen European Tour Champions bremst sich am Donnerstag Vormittag zwar erst im Cut ein, Bernd erreicht jedoch das Grün und kann sich danach in der Anfangsphase auch auf den Putter verlassen, der ihm aus rund 30 Metern mit einem sicheren Zweiputt noch das Par auf die Scorecard zaubert. Am darauffolgenden Par 5 parkt er die Attacke dann sehenswert nur fünf Meter von der Fahne entfernt und hat so keinerlei Probleme ein schnelles Birdie auf die Habenseite zu ziehen.
Ganz souverän zeigt er danach von Tee bis Grün eine nahezu makellose Performance, allein der Putter will am Weg zu einem weiteren Erfolgserlebnis noch nicht so richtig mitspielen. Erst auf der zweiten langen Bahn kann er dann aus dem starken langen Spiel ein weiteres Mal Kapital schlagen, denn erneut parkt sich die Attacke gelungen am Kurzgemähten ein, womit er keine Probleme mehr hat sein Score auf 2 unter Par zu drücken.
Selbst ausgebremst
Auch weiterhin hat er zum Auftakt vor allem die langen Bahnen bestens im Griff, denn nach einigem Leerlauf kann ihn sogar ein verzogener Drive dank eines gelochten Achtmeterputts auf der 11 nicht vom dritten Schlaggewinn abhalten. Auf der 12 erwischt es ihn dann schließlich aber sogar gleich richtig heftig, da er nach versandetem Drive noch dazu das Wedge zu kurz lässt und sich mit verschobenem Zweimeterputt am Ende gar ein Doppelbogey einfängt.
Immerhin steckt er den Schockmoment recht gut weg und darf sich bereits zwei Löcher später nach einem gefühlvollen Viermeterputt über das vierte Birdie des Tages freuen. Nach einer aussgelassenen Großchance aus zwei Metern direkt danach, legt er auf der 16 die Annäherung schließlich bis auf 1,5 Meter zur Fahne und kann so die Doublette endgültig wieder egalisieren. Am Par 5 Schlussloch legt er den Pitch dann noch geschenkt zur Fahne und sackt so sogar die 68 (-4) ein.
Noch nicht auf Dubai-Kurs
Damit darf er sich zwar über einen durchwegs gelungenen Start ins Turnier freuen, bei hervorragenden Scores fliegt er damit jedoch aufgrund der zwischenzeitlichen Doublette als 28. etwas unterm Radar und verliert so, nach derzeitiger Prognose, in der Jahreswertung sogar ein paar Ränge.
„Ausgenommen ein paar wenige Abschläge, war es ein recht solider Tag. Hab auch ganz gut geputtet, wenngleich nicht allzu viel fallen wollte. Es ist immer schön mit einem Birdie aufzuhören. Jetzt gilt es nach den hohen Temperaturen heute am Vormittag viel trinken und regenerieren für morgen“, so Bernd nach der Runde auf Instagram.
Auch die beiden anderen deutschsprachigen Spieler legen am Donnerstag knallrote Runden hin, denn Marcel Siem packt sogar eine 65 (-7) aus und Yannik Paul beendet seinen Erstrundenauftritt mit einer makellosen 67 (-5). Tommy Fleetwood packt eine fehlerlose 62 (-10) aus und diktiert damit nach den ersten 18 Löchern das Tempo.
Leaderboard Abu Dhabi Championship
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