Kategorie: european_tour

Hart abgeworfen

OPEN DE FRANCE – 2. RUNDE: Matthias Schwab wird am Freitag vom Le Golf National mit einer 78 hart abgeworfen und scheitert nach der fehlerlosen Auftaktrunde sogar noch am Cut.

Matthias Schwab knüpfte zum Auftakt in Paris nahtlos an seine Leistung der Vorwoche in Rom an. Mit einer fehlerlosen 68 legte er sich bei windigen und kühlen Bedingungen eine durchaus gute Verfolgerposition auf und wird nun am Freitag Nachmittag alles daran setzen eine weitere Runde in den 60ern notieren zu können.

Bei generell gedämpften Scores findet sich der 24-jährige auch am Freitag wieder sofort sehr solide zurecht, denn die beiden durchaus schwierigen Anfangslöcher stellen Matthias vor keine großen Probleme. Den Gameplan zieht er auch danach weiter durch, vermeidet nach wie vor in Paris Fehler und wartet geduldig auf sich bietende Chancen.

Der Anfang vom Ende

Nach 25 fehlerlosen Löchern ist ihm dann allerdings das Par 3 der 8 nicht wirklich wohlgesonnen, denn die kurze Bahn hängt ihm nach vier Schlägen sein erstes Bogey des Turniers um. Des Schlechten noch nicht genug geht sich danach auch am zweiten Par 5 der Runde nur ein Bogey aus, was den Schladming-Pro doch mittlerweile um etliche Ränge abrutschen lässt.

Fast trotzig locht Matthias dann aber kaum auf den Backnine angekommen auch zum ersten Birdie und hobelt so zumindestens einen der beiden aufgerissenen Schläge wieder weg. Richtig stabilisieren kann das erste Erfolgserlebnis sein Spiel aber nicht, denn sofort geht es am darauffolgenden Par 3 wieder in die verkehrte Richtung.

Auch danach findet der Rohrmooser einfach nicht mehr die Leichtigkeit des ersten Tages, denn auf der 12 muss er sogar ein Doppelbogey einstecken, womit er plötzlich sogar auf die Cutmarke nur noch einen Schlag Puffer aufweist. Dieser ist allerdings bereits auf der 13 dann Geschichte, denn eine weitere Doublette lässt ihn tatsächlich bereits hinter die Cutlinie zurückrutschen.

Auf den nächsten Bahnen stabilisiert er sein Spiel zwar, die 17 erweist sich dann aber wieder als etwas zu harte Nuss, ringt dem 24-jährigen den bereits achten Schlag am Freitag ab und besiegelt damit auch mit der 78 (+7) und als 77. das vorzeitige Ausscheiden des heimischen Youngsters.

“Mein gesamtes Spiel ist heute einfach nicht zusammengelaufen. Am Anfang hab ich noch zufriedenstellend gescored, aber mit längerem Verlauf der Runde ging nichts mehr. Mein Plan für die nächsten Turniere ist jetzt mal zwei Wochen zu pausieren und dann die drei European Tour Finals in der Türkei, Südafrika und Dubai zu spielen”, fasst Matthias Schwab den verpatzten zweiten Spieltag zusammen.

Nicolas Colsaerts (BEL) und George Coetzee (RSA) teilen sich bei gesamt 9 unter Par die Führung.

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Nahtlos angeknüpft

OPEN DE FRANCE – 1. RUNDE: Matthias Schwab knallt zum Auftakt im Le Golf National eine fehlerlose 68 auf die Scorecard und knüpft damit nahtlos an die starke Leistung der Vorwoche in Rom an.

Nach acht Top 10-Ergebnissen im heurigen Jahr ist Matthias Schwab langsam überfällig für den ersten vollen Erfolg auf der European Tour. In der Vorwoche durfte sich der Schladminger zudem über seinen dicksten Preisgeldscheck der jungen Karriere freuen, entsprechend optimistisch kann er seinem Einsatz bei der Open de France entgegensehen.

Am megaschweren Ryder Cup-Kurs von 2018 von Le Golf National benötigte Schwab im Vorjahr eine gewisse Lernkurve um am Schlusstag mit der 69 erstmals eine rote Runde hereinzubringen und am Ende als 37. in die Wertung zu kommen. Martin Kaymer (GER), Chris Wood (ENG), Alex Noren (SWE) oder Kurt Kitayama (USA) sind die Big Names bei Frankreichs Topturnier, das sein Preisgeld auf 1,6 Millionen Euro reduzieren musste.

Sofort auf Betriebstemperatur

Auf dem anspruchsvollen Par 71 Gelände findet sich der 24-jährige dann auch von Beginn weg sehr souverän zurecht, denn mit anfänglichen Pars macht er in der französischen Hauptstadt nichts falsch. Zwar will mit der 14 das einzige Par 5 der Backnine noch keinen Schlag springen lassen, den kleinen Makel holt er aber am Par 3 der 16 nach, denn nach gutem Abschlag kann er das erste Birdie des Tages auf der Scorecard notieren.

Das stabile Spiel zieht er auch danach weiter gekonnt durch und lässt damit auch auf den anfänglichen schwierigen Löchern der Frontnine nichts anbrennen. Die unglaublich souveräne Leistung findet auch danach weiter ihre Fortsetzung, denn mit einem Par nach dem anderen bleibt er immer in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen.

Auf der 7 belohnt er sich dann ein zweites Mal am Donnerstag für die lange Zeit erwiesene Geduld und dockt mit seinem zweiten Birdie des Tages auch wieder klar an den Top 10 an. Am abschließenden Par 5 der 9 passt beim Rohrmooser dann noch einmal alles zusammen und kann auch die lange Bahn noch zu einem weiteren Birdie überreden.

Damit marschiert Matthias auf einem der wohl anspruchsvollsten Plätze des Jahres mit der fehlerlosen 68 (-3) ins Ziel und macht so genau dort weiter wo er letzte Woche in Rom aufgehört hat. Als 13. könnte die Verfolgerposition vor der zweiten Runde, wo er am Freitag mit später Startzeit unterwegs sein wird, kaum besser sein.

Zur Runde meint er: “Es war heute am Vormittag ziemlich kalt und windig. Ich konnte mich darauf aber gut einstellen und mein Spiel war heute auch durchaus gut. Bogeyfrei mit drei Birdies ist durchaus okay und der Start ins Turnier ist mir damit mal zufriedenstellend geglückt.”

George Coetzee (RSA) und Ryan Fox (NZL) legen mit 65er (-6) Runden die tiefsten Ergebnisse zum Auftakt hin.

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Appetit auf mehr

OPEN DE FRANCE – VORSCHAU: Matthias Schwab hat nach seinem fantastischen 4. Platz der Vorwoche beim Rolex Series Event in Rom Appetit auf mehr und hofft im Le Golf National von Paris auf ein weiteres absolutes Topergebnis in dieser Saison.

Bereits seit Wochen, wenn nicht Monaten wirkt Matthias Schwab wirklich überreif für seinen ersten ganz großen Wurf der Profi-Laufbahn. Schon etliche Male klopfte das heimische Ausnahmetalent am Sieg an, allein es wollte bislang einfach der letzte so wichtige Schritt noch nicht gelingen.

Die Formkurve stimmt beim 24-jährigen weiterhin eindeutig, denn erst letzte Woche nahm er in Rom beim Rolex Series Event einen ganz starken 4. Platz mit und fuhr damit auch seinen bis dato größten Scheck auf der Tour ein. Auch in der Weltrangliste und im Race to Dubai hatte der starke Auftritt klarerweise viele positive Nebenaspekte.

In Paris hofft er nun an die gezeigte Leistung aus der ewigen Stadt anknüpfen zu können. Immerhin kennt er die ehemalige Ryder Cup Wiese des Le Golf National bereits aus dem Vorjahr. Das gerade auf dem schwierigen Par 71 Terrain die Platzkenntnis mit einer der wichtigsten Aspekte am Weg zu einem Spitzenplatz ist, zeigte er vergangenes Jahr, denn am Sonntag gelang ihm erstmals in der französischen Hauptstadt mit der 69 eine rote Runde.

Mehr als Rang 37 wollte vergangene Saison zwar nicht herausspringen, Matthias kennt nun aber die zahlreichen Fallen und Tücken des Platzes, was er heuer klarerweise bestmöglich ausspielen will. Die Konkurrenz ist im Gegensatz zur Vorwoche auch eher überschaubar, denn da das Turnier das Preisgeld auf 1,6 Millionen zusammenschrumpfen musste, sind Martin Kaymer (GER), Chris Wood (ENG), Kurt Kitayama (USA) oder Alex Noren (SWE) schon die Big Names auf der Entry List.

Auch Bernd Wiesberger sucht man auf der Nennliste vergeblich, denn nach seinem Sieg in der Vorwoche legt der Führende im Race to Dubai eine kleine Pause ein um bei der Final Series mit frischen Kräften voll Angreifen zu können. Der Wetterbericht verspricht zumindestens derzeit alles andere als gute Verhältnisse, denn bei Spitzenwerten von 16 Grad soll es immer wieder zwischendurch auch regnen.

Los geht es für Matthias Schwab am Donnerstag im gemeinsamen Flight mit Brandon Stone (RSA) und Lokalmatador Romain Wattel (FRA) um 09:25 MEZ von der 10 weg. Titelverteidiger Alex Noren beginnt 20 Minuten früher ebenfalls auf der 10.

 

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Bernds dritter Streich

ITALIAN OPEN – FINAL: Bernd Wiesberger krönt sein fantastisches Comeback-Jahr mit dem dritten Saisonsieg, zugleich dem zweiten Rolex-Titel und führt wieder im Race to Dubai.

Bernd Wiesberger erklimmt mit seinem 7. European Tour-Erfolg ein weiteres Karriere-Hoch. Der 34-jährige Burgenländer triumphiert in der ewigen Stadt zum zweiten Mal im heurigen Jahr bei einem 7 Millionen Dollar-Event der Rolex-Series und holt nach Schottland und Dänemark nun in Italien erstmals auch einen dritten Titel im selben Golfjahr.

Damit übernimmt Bernd nicht nur erneut die Führung im Race to Dubai sondern bringt sich auf dem langen Weg der einjährigen Qualifikation auch auf Kurs in Richtung Ryder Cup-Team. Im World Ranking wird er mit Position 22 eine neue Karrierebestmarke setzen. “Es war ein großartiger Golfsommer für mich,” äußert er sich euphorisch, “ich habe große Fortschritte gemacht seit ich letztes Jahr zurückgekommen bin.”

Aus perfekter Angriffsposition

Bernd Wiesberger hatte am Samstag zwar auf den Frontnine mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, auf den zweiten neun Bahnen fand der Burgenländer dann aber seinen Rhythmus und erspielte sich noch eine sehenswerte 67 (-4). Damit konnte er auch den Rückstand auf Matthew Fitzpatrick (ENG) an der Spitze auf drei Schläge verringern, was bedeutet, dass er durchaus mit intakten Siegchancen in den Sonntag startet.

Entsprechend aggressiv legt er seine Strategie an, zieht mit dem Driver am engen Eröffnungsloch durch und hat nur noch einen Pitch aus 50 Metern ins Grün. Nach suboptimalem Wedge geht sich aber nur das Par aus. Auch auf den folgenden Bahnen kommt der 34-jährige noch nicht nah genug zu den Fahnen um sich zwingende Chancen aufzulegen. Erst am 5. Loch passen sowohl das Eisen aus 125 Metern wie der Putt aus drei Metern perfekt und bringen das erste Birdie ein. “Ich drive den Ball heute gut, das ist hier entscheidend. Das Birdie jetzt an der 5 bei einer trickreichen Fahne war wichtig, jetzt bin ich bereit weiter vorzumarschieren,” meint er optimistisch im Live-Interview mit SKY.

Gesagt, getan, zündet er ein perfektes Eisen aus 145 Metern ins 6. Grün und sichert sich aus kurzer Distanz schon mal den Birdie-Doppelpack. Der Erfolg hat auch den Putter angeheizt: an der 7 fällt aus gut 8 Metern der dritte Singleputt, diesmal mit ordentlich Break, zum Birdie ins Loch. Selbst mit dem verzogenen Abschlag an der 8 kommt Bernd ungeschoren davon, nachdem die Rettungstat über Pitch und Putt mustergültig gelingt. Mit Chip und Putt sichert sich der Oberwarter noch das Birdie am Par 5 der 9 und biegt damit bereits als Spitzenreiter auf die letzten 9 Löcher ab!

Bernd verteidigt gekonnt seine weiße Weste an der 11, als wieder ein kritischer Chip und Putt aus der Trickkiste zu kramen ist um das Score zu halten. Damit setzt er sich zwischenzeitlich sogar zum zwei Schläge ab, da zur gleichen Zeit Matt Fitzpatrick nach Outball ein Doppelbogey kassiert.

Die Wartezeit am 12. Tee bricht beim burgenländischen Schnellspieler etwas den Rhythmus, aber ein drittes Mal kommt er nach böse weggedrückten Tee-Shot ungeschoren davon: wieder ist es der Putter, der ihm aus fünf Metern aus der Patsche hilft und zum Par locht. Und der brandheiße Putter verschafft ihm am 14. Grün aus fünf Metern weiter Luft am Leaderboard – drei Schläge Vorsprung!

Selbst 210 Meter können Bernd am 16. Tee nicht schrecken: auf knapp 2 Meter zur Fahne segelt sein Ball und auch der Putt sitzt zum Birdie. Im Finish wird es noch eine Zitterpartie, da Matt Fitzpatrick mächtig aufholt. Wiesberger rettet sich am Schlussloch nach Abschlag und Annäherung mit “Blatt- und Zweigkontakten” übers Grün und dann ein letztes Mal mit dem heißen Putter zur einzig fehlerfreien Schlussrunde im Kreis der Titelanwärter ins Ziel.

Fitzpatrick hat den Dreimeter-Putt zum Eagle und Ausgleich an der 17 am Putter, sein Ball lippt jedoch aus, womit er sich dem Österreicher am Ende um einen Shot geschlagen geben muß. Wiesberger sichert sich bei 16 unter Par nicht nur seinen 3. Saisonsieg und den zweiten Rolex-Titel, sondern übernimmt auch die Führung im Race to Dubai. “Ich habe wirklich gut gespielt in den richtigen Events, in Irland, Schottland und jetzt hier, was hilft im Race to Dubai nach vorne zu kommen. Ich bin schon richtig aufgeregt, was bei den letzten vier Events auf uns wartet,” meint Wiesberger gegenüber der European Tour.


Auch Matthias Schwab ging mit allen Chancen auf ein absolutes Topergebnis in den Finaltag: mit dem Birdie am Eröffnungsloch ist er sofort an den Top 10 dran. Zwei Löcher später ist er wieder zur Stelle und untermauert mit dem nächsten Schlaggewinn aus knapp zwei Metern seinen Superbeginn. Der Schladminger schlägt vor allem knackig genaue Eisen und belohnt sich am 6. Grün wieder aus zwei Metern mit dem dritten Birdie. Nachdem auch das einzige Par 5 der vorderen 9 ein Birdie springen lässt, geht es mit einem stolzen Tagesergebnis von 4 unter Par auf die hintere Platzhälfte.

Selbst sein Unglücksloch dieser Woche, die 10, rückt nach drei Bogeys erstmals das Birdie heraus. Seinen ersten Schlag gibt Schwab an der 11 ab, nachdem der Abschlag bei einem Baum landet und es keinen direkten Weg aufs Grün mehr gibt. Der Steirer spielt weiterhin überzeugend, die Birdieputts werden jedoch länger und entsprechend kühlt auch sein 14. Schläger ab. Erst am letzten Par 5 geht es nach gefühlvollem Chip und Putt mit Birdiepower weiter hoch am Leaderboard.

Auch wenn der letzte Birdieputt aus 5 Metern nicht mehr rein will, setzt Schwab mit der 66 die vorläufige Clubhausbestmarke und holt mit seinem besten Rolex Series-Ergebnis zugleich auch den dicksten Preisgeldscheck der jungen Karriere. Platz 4 in Rom markiert zugleich sein 8. Top 10-Ergebnis der Saison.

“Heute gratuliere ich erstens Bernd zu seinem Sieg. Zweitens wünsche ich Sepp alles Gute in Houston und drittens bin ich heute mit meiner Runde sehr zufrieden, mit der Platzierung hier in Rom ebenso,” hat Matthias Schwab rasch alles Wichtige zum Tag zusammengefasst.

>> Endergebnis Italian Open

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Angeschlichen

ITALIAN OPEN – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger schleicht sich nach schleppendem Start im Olgiata GC am Moving Day bis auf zwei Schläge an die Führung heran. Matthias Schwab hat am Samstag einigermaßen zu kämpfen, erarbeitet sich mit einer 70 aber noch die Chance auf ein Topergebnis.

Bernd Wiesberger hatte am Freitag zwar trotz eines starken Beginns härter zu kämpfen als noch zum Auftakt, drehte seine Runde aber mit einem Birdie am Schlussloch noch in den roten Bereich. Damit startet der sechsfache European Tour Champion aus den Top 10 in den Moving Day und wird am Samstag alles daran setzen die vier Schläge Rückstand auf Matthew Fitzpatrick (ENG) dahinschmelzen zu lassen.

Zumindestens zu Beginn seiner Runde geht das Vorhaben aber noch nicht auf, denn nach einem anfänglichen Par ringt ihm schon das Par 3 der 2 nach verzogenem Teeshot den ersten Schlag ab. Auch danach hat der Oberwarter so seine liebe Mühe, denn anders als an den Vortagen geht sich diesmal auf der 4 nicht nur kein Birdie aus, er muss sich sogar mit dem Bogey abfinden.

Erst kurz vor dem Turn kann Bernd dann mit der 9 das einzige Par 5 der Frontnine zu einem Birdie überreden, womit er sich einen verlorengegangenen Schlag wieder zurückholen kann. Das scheint Bernd auch langsam aber sicher in den nötigen “Groove” zu bringen, denn nach sicheren Pars zu Beginn der Backnine, setzt er auf der 12 und der 13 mit einem Birdiedoppelpack erstmals zu einem Überholmanöver an und marschiert damit auch wieder unter die besten 10 nach vor.

Bernd “on fire”

Doch damit hat der 34-jährige sichtlich noch lange nicht genug, denn auch am Par 3 der 14 passt alles zusammen und Bernd schnürt sogar das rote Triple. Jetzt feuert der Scottish Open Champion endgültig aus allen Rohren, denn da auch das Par 5 der 15 einen Schlag springen lässt, rangiert er plötzlich nur noch um zwei Schläge hinter der Führung.

Nur kurz gönnt sich die Nummer 36 der Welt dann eine kleine Verschnaufpause, ehe er auch auf der 17, dem dritten und letzten Par 5, den fälligen Birdieputt stopft und so den Rückstand auf Fitzpatrick um einen Schlag verringern kann. Zwar lässt er auf der 18 dann eine weitere gute Chance zum Birdie aus, mit der 67 (-4) kann er sich aber mit Sicherheit zufrieden zeigen und startet so als 4. auch mit klar intakten Siegchancen in den Finaltag.

Etwas auf Rhythmus-Suche

Nur unwesentlich schwieriger als für Bernd Wiesberger ist die Aufgabe für Matthias Schwab, denn dank eines späten Eagles notierte er am Freitag eine 69 (-2) und spielte sich so klar bis an die Top 10 heran. Bei nur einem Schlag mehr Rückstand als sein Landsmann hat auch der Rohrmooser in dieser Woche noch alle Chancen.

Der Start glückt Matthias mit anfänglichen Pars durchaus souverän, wenngleich er so noch keinen Druck nach vorne aufbauen kann. Erst die 5 entwickelt sich dann richtig gewinnbringend und Matthias dockt mit seinem ersten Birdie des Tages wieder an den Top 10 an. Nur eine Bahn später heißt es allerdings “Wie gewonnen, so zerronnen”, denn mit einem Bogey rutscht er sofort wieder auf Level Par zurück.

Danach stabilisiert er sein Spiel zwar sofort wieder, da allerdings auch das einzige Par 5 der Frontnine kurz vor dem Turn kein Birdie springen lassen will, muss er sich bis zum nächsten Erfolgserlebnis noch in Geduld üben. Doch wie schon am Donnerstag und am Freitag wird er auch am Samstag weiterhin mit der 10 nicht warm und tritt sich zum bereits dritten Mal in dieser Woche am Par 4 ein Bogey ein, womit er wieder etwas zurückfällt.

Gut gekämpft

Zumindestens verweilt der 24-jährige nicht lange im Plusbereich, denn da er die 12 zu seinem zweiten Birdie des Tages überreden kann, hobelt er den vor kurzem aufgerissenen Schlag nach dem Turn rasch wieder weg. Da Matthias dann mit der 17 das letzte der drei Par 5 Bahnen wieder gut im Griff hat, schnappt er sich kurz vor Ende seiner Runde sogar wieder das Minus als Vorzeichen.

Auf der 18 lässt er dann nichts mehr anbrennen und nimmt so wie schon am Freitag eine 70 (-1) mit. Zwar hätte sich der Schladming-Pro am Moving Day wohl eine etwas tiefere Runde erhofft, mit einer starken Schlussrunde hat er beim Rolex Series Event in Rom vom 13. Platz aus aber ohne jegliche Probleme ein absolutes Topergebnis noch klar in Reichweite.

“Die Runde heute war weder im positiven noch im negativen Sinn besonders aufregend. Dementsprechend war mein Spiel ziemlich durchschnittlich. Das lange Spiel war weiterhin richtig gut, das Putten jedoch leider weniger. Die positive Erkenntnis ist, dass ich auch mit einem nicht so guten Spiel in diesem Feld mithalten kann”, beschreibt er danach seine Runde.

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Vielversprechend unterwegs

ITALIAN OPEN – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger und Matthias Schwab legen im Olgiata GC am Freitag an den starken Auftakt rote Runden nach und starten aus guten Ausgangslagen ins Wochenende.

Bernd Wiesberger legte am Donnerstag mit einer fehlerlosen 66 (-5) einen richtig guten Start hin und geht vom 3. Platz aus als einer der ersten Verfolger von Leader Tapio Pulkkanen (FIN) in den zweiten Spieltag. Am Freitag hat er nun noch dazu den Bonus einer frühen Startzeit.

Diesen kann er gleich auf der 10 auch perfekt ausnützen, denn mit einem anfänglichen Birdie macht der Oberwarter sofort dort weiter wo er am Donnerstag aufgehört hat. Das heizt auch sofort richtig den Birdiemotor an, denn auch die 11 absolviert er mit nur drei Schlägen und gesellt sich so endgültig in die geteilte Führung.

Nach 22 fehlerlosen Golflöchern macht ihm dann das Par 3 der 14 erstmals einen Strich durch die Par-Rechnung und hängt ihm sein erstes Bogey des Turniers um. Der Fehler kostet auch sichtlich den Rhythmus, denn auch das darauffolgende Par 5 erweist sich als Stolperstein und lässt Bernd mit dem unangenehmen Doppelpack sogar wieder auf Level Par zurückfallen.

Zurück ins Rote gedreht

Die Probleme reißen auch danach nicht ab, denn nach wild verzogener Grünattacke bekommt er auf der 17 zwar einen Freedrop – Bernds Ball blieb beim Kabelstrang der European Tour Production hängen – erreicht aus dem Dickicht aber dennoch erst mit dem vierten Schlag das Grün und verschiebt in Folge den fälligen Zweimetertester zum Par.

Zwar kann er nicht sofort auf die schwarze Phase kontern, zumindestens aber bringt er wieder Stabilität in sein Spiel und zündet auf der 4 ein perfektes Wedge, was ihm nach einem kurzen Birdieputt den scoretechnischen Ausgleich beschert. Souverän spult er die weiteren Bahnen dann ab und belohnt sich am abschließenden Par 5 der 9 noch mit einem kurzen Birdieputt zur 70 (-1), womit er als 8. ins Wochenende startet.

Guter Start verpufft

Matthias Schwab fand sich am Vormitag nach einem anfänglichen Fehler gut zurecht und drehte sein Score mit vier schnellen Birdies danach klar in die richtige Richtung. Danach wollten allerdings die Putts einfach nicht mehr ins Loch fallen. Mit ähnlich starkem langen Spiel und besserer Chancenverwertung könnte sich der Rohrmooser eine ganz starke Ausgangslage vor dem Wochenende auflegen.

Der Start verläuft auch perfekt nach Maß, denn gleich die 1 lässt das erste Birdie für den Schladming-Pro springen. Richtig lange kann er sich darüber aber nicht freuen, denn schon die 2 entpuppt sich als etwas zu harte Nuss und wirft ihn mit einem Bogey prompt wieder auf Level Par zurück.

Lange benötigt er aber nicht um den kleinen Rückschlag wegzustecken, denn schon auf der 4 passt wieder alles zusammen und Matthias taucht mit seinem zweiten Birdie rasch wieder in den roten Bereich ab. Gekonnt spult er danach sicher die Löcher ab, ehe kurz vor dem Turn am einzigen Par 5 der vorderen Platzhälfte wieder alles zusammenpasst und er sich mit seinem dritten Birdie des Tages eindeutig in Richtung Spitzenplätze orientiert.

Spätes Highlight

Wie schon am Vortag wird er allerdings auch am Freitag mit der 10 nicht warm, denn erneut brummt ihm das Par 4 ein Bogey auf und radiert ihm so das eben erzielte Par 5 Birdie wieder aus. Danach jedoch reißen die Parallelen zum Vortag ab, denn statt eines Birdies auf der 12 wie am Donnerstag, setzt es diesmal ein weiteres Bogey, was den 24-jährigen sogar wieder auf Level Par zurückwirft.

Etliche Löcher lang spult er danach die Pars ab, ehe er mit einem Eagle am Par 5 der 17 der Runde noch ein spätes Highlight verpasst. Dank des Adlers marschiert der Rohrmooser auch wieder bis an die Top 10 heran und verschafft sich so mit der 69 (-2) und als 18. eine durchwegs gute Ausgangslage fürs Wochenende.

“Wie schon gestern mussten Renato Paratore und ich auch heute wieder zu zweit spielen, weil Christiaan Bezuidenhout mit einer Handgelenksverletzung ausfiel. Da ansonsten nur Dreierflights unterwegs waren, hatten wir klarerweise viel Stehzeit und kamen nie wirklich in einen guten Spielfluss. Mein Siel war heute durchwachsen. War nicht gut, aber auch nicht schlecht. Der vorerst 18. Platz ist in diesem Teilnehmerfeld für mich okay”, spricht Matthias Schwab vor allem den fehlenden Rhythmus an.

Matthew Fitzpatrick (ENG) krallt sich mit einer 65 (-6) und bei gesamt 10 unter Par die Halbzeitführung.

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Bravouröser Start

ITALIAN OPEN – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger und Matthias Schwab legen mit Runden in den 60ern im Olgiata GC einen bravourösen Start ins Rolex Series Event hin.

Bernd Wiesberger und Matthias Schwab mischen in Rom beim 5. Rolex Series Event des Jahres im Kreis von Europas Golfelite mit. Francesco Molinari (ITA), Justin Rose, Ian Poulter, Paul Casey (alle ENG), Shane Lowry (IRL) oder Martin Kaymer (GER) wollen nicht nur beim Preisgeld von 7 Millionen Dollar groß zuschlagen sondern auch Punkte in der Ryder Cup-Qualifikation sammeln.

Auch Österreichs Tour-Duo möchte sich bei diesem Thema gerne ins Spiel bringen, wobei Wiesberger als 38. und Schwab als 47. in den ersten Wochen noch nicht messbar punkten konnten. Gespielt wird heuer im Olgiata GC von Rom. Bei der Italian Open schaffte es Bernd Wiesberger zuletzt vor 5 Jahren als 6. ins Spitzenfeld. Rechtzeitig vor der Italian Open garantiert der Staat übrigens die Finanzierung für den Ryder Cup 2022 in Rom, was die Tour wohl mit Erleichterung zur Kenntnis nimmt.

Sofort gut reingefunden

Bernd Wiesberger erarbeitet sich nach starkem Drive und gutem Wedge schon auf der 1 die erste Birdiechance, kann diese aber mit verschobenem Putt nicht verwerten. Mit sicheren Pars macht er danach nichts falsch und taucht schließlich auf der 4 mit dem ersten Birdie auch in den Minusbereich ab.

Damit heizt er seinen Birdiemotor sichtlich an, denn auch auf der nächsten Bahn findet der Birdieputt den Weg ins Ziel und Bernd schnürt so rasch den Doppelpack. Nach leichten Problemen mit dem Sprunggelenk konsultiert Bernd zwischenzeitlich kurz einen Physiotherapeuten. Die ganze Angelegenheit entpuppt sich aber halb so wild sein, denn auch danach zeigt der Burgenländer richtig souveränes Golf.

Kurz vor dem Turn belohnt er sich dann auf der 9, dem einzigen Par 5 der Frontnine, mit dem dritten Birdie und stößt so endgültig bis zu den Spitzenplätzen nach vor. Auch danach zeigt er starkes Golf, bringt die Bälle aber nicht mehr zwingend genug zu den Fahnen um sich wirklich echte Birdiechancen aufzulegen.

Erst auf der 15, dem ersten Par 5 der Backnine, ergibt sich wieder eine richtig gute Möglichkeit, der kurze Birdieputt biegt aber kurz vor dem Loch leicht ab. Zwei Bahnen später bremst sich der Ball aber nach dem dritten Schlag nur knapp neben dem Loch ein, was Bernd ein absolut stressfreies viertes Birdie ermöglicht. Auch auf der 18 passt die Annäherung dann richtig stark und mit Ehrenrunde entscheidet sich auch der Birdieputt den Weg ins Loch doch noch zu nehmen. Am Ende marschiert er so mit der 66 (-5) zum Recording und positioniert sich damit auf Rang 3 als einer der ersten Verfolger von Tapio Pulkkanen (FIN) (64).

Fehler rasch korrigiert

Der Start könnte für Matthias aber kaum zäher verlaufen, denn gleich die 10 erweist sich als wenig freundlich und hängt dem Rohrmooser ein anfängliches Bogey um. Aus der Ruhe bringt ihn der anfängliche Faux-pas aber nicht, denn schon auf der 12 rückt er sein Score mit dem ersten Birdie wieder zurecht.

Das Erfolgserlebnis bringt den Schladming-Pro auch so richtig ins Rollen, denn gleich die 13 lässt das nächste Birdie springen, womit er sogar rasch in den roten Bereich abtaucht. Nur kurz gönnt er sich dann eine kurze Auszeit, ehe es nach starkem Abschlag mit einem Par 3 Birdie auf der 16 immer weiter nach vor geht. Auf den Geschmack gekommen stellt ihn auch das darauffolgende Par 5 vor keine Probleme und er dockt mit seinem zweiten Birdiedoppelpack sogar bereits an der absoluten Spitze an.

Auch danach ergeben sich durchaus machbare Birdiechancen, die er jedoch nicht nützen kann. Da er allerdings mit souveränem Spiel von Tee bis Grün fehlerlos agiert, bleibt der Spitzengruppe weiterhin hartnäckig erhalten. Da er auch das abschließende Par 5 “nur” mit der vorgegebenen Schlaganzahl wieder verlässt, unterschreibt er nach sage und schreibe zehn Pars in Folge schlussendlich die 68 (-3), womit er sich als 11. aber eine richtig gute Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf auflegt.

“Mit dem Score von 3 unter Par sollte ich heute eigentlich zufrieden sein, bis es aber nicht weil ich wirklich viele gute Birdiechancen nicht genützt habe. Das lange Spiel war heute sehr gut und alles in allem war es ein guter Start ins Turnier”, so Matthias Schwab nach der Runde durchaus selbstkritisch.

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Auf der großen Bühne

ITALIAN OPEN – VORSCHAU: Bernd Wiesberger und Matthias Schwab kehren nach einer Woche Turnierpause bei den Italian Open wieder auf die große Golfbühne zurück, wenngleich beim Rolex Series Event im Olgiata GC in Rom etliche Kaliber auf einen Start verzichten.

Bernd Wiesberger hat an die Rolex Series seit heuer wohl nur die allerbesten Erinnerungen, triumphierte der Burgenländer doch bei den Scottish Open und konnte so nicht nur seinen bis dato klar dicksten Siegerscheck verbuchen, sondern stürmte mit dem Triumph auch wieder unter die Top 50 der Welt.

Die heiße Phase, die Bernd heuer schon zwei Turniersiege bescherte, kühlte zuletzt aber sichtlich etwas ab, denn mit einigen Ungenauigkeiten wollten die Topergebnisse nicht mehr so leicht von der Hand gehen. Nach der spielfreien Woche hofft der Oberwarter nun aber wieder die Stellschrauben an die richtigen Positionen gedreht zu haben um seinen Erfolgslauf weiter fortsetzen zu können.

Dies wäre gerade bei einem derart hochdotierten Turnier auch immens wichtig, will er heuer tatsächlich ein gewichtiges Wort bei der Ryder Cup Teilnahme mitreden. Seit Wentworth läuft die Qualifikation für kommendes Jahr und mit einem etwaigen absoluten Spitzenergebnis könnte er sich vom derzeit nur 38. Platz deutlich verbessern und in die richtigen Regionen vorstoßen.

“Ich kenne den Oligata GC in Rom bisher noch nicht, freue mich aber schon sehr auf das Event. Ein Kurs mit Par 71 bei fast 6900 Metern, das wird ein hartes Stück Arbeit! Es ist für mich ein letzter Test vor der Finalserie. Ich habe Sonntag und Montag noch mit meinen beiden Coaches daheim gearbeitet. Dabei haben wir einige technische Details im Golfschwung justiert und auch gemeinsam einen Blick nach vorne in die Turnier- und Trainingsplanung für 2020 gemacht”, so Bernd, der am Dienstag seinen 34. Geburtstag feiert.

Kopf frei gemacht

Matthias Schwab hingegen konnte bei den letzten Turnieren durchaus überzeugen und es wirkt mittlerweile wirklich so, als würde nur noch eine kleine Nuance fehlen um den wichtigen Schritt zum ersten Titelgewinn machen zu können. Zwar verpasste er bei den letzten beiden Turnierstarts Topergebnisse, davor aber klopfte er gleich dreimal in Folge am Sieg an und musste sich in Hamburg gar nur um einen einzigen Stroke geschlagen geben.

Bei Matthias stand deshalb vor dem wichtigen Rolex Series Turnier in Rom auch eher Regeneration im Vordergrund. Beim Klettern versuchte er bestmöglich den Kopf frei zu bekommen um bei den kommenden großen Turnieren noch einmal sein allerbestes Golf abrufen zu können. Mit Putting-Coach Mike Kanski holte sich der Schladming-Pro vor Ort den letzten Feinschliff. Schafft es der Rohrmooser in der ewigen Stadt von Beginn an in den benötigten Rhythmus zu kommen, wäre wohl ein weiteres Spitzenresultat alles andere als abwegig.

Die Konkurrenz ist beim 7 Millionen Event in Rom klarerweise enorm stark, dennoch fehlen einige Big Names in dieser Woche. So steht von den Top 10 der Welt überhaupt nur Justin Rose (ENG) in den Teeboxen. Auch Jon Rahm (ESP), dem letzte Woche in der Heimat noch die Titelverteidigung gelang, sucht man auf der Entry List vergeblich.

Mit Tommy Fleetwood, Matt Fitzpatrick, Paul Casey (alle ENG), Francesco Molinari (ITA) oder Champion Golfer of the Year Shane Lowry (IRL) hat das Turnier aber durchaus Hochkaräter zu bieten. Los geht es für Matthias am Donnerstag bereits um 08:00 MEZ auf der 10. Bernd folgt zum Auftakt mit später Startzeit um 12:50 MEZ.

 

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Knallrot vorbei

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Matthias Schwab und Bernd Wiesberger bringen am Samstag zwar in Kingsbarns bzw. am Old Course 68er Runden zum Recording, verpassen damit beim schottischen Links-Spektakel aber den Cut.

Matthias Schwab zeigte sich am Old Course und auch in Carnoustie unglaublich sicher und musste bislang lediglich am Road Hole zum Auftakt ein einziges Bogey auf 36 Löchern notieren. Allerdings fand der Rohrmooser bei seinen ersten zwei Runden auch nur fünf Birdies, was angesichts der guten Scores schlicht zu wenig ist. Diese Quote wird er nun am Samstag in Kingsbarns mehr als verdoppeln müssen, will er den Cut der Top 60 noch stemmen.

Er beginnt die Runde dann ganz ähnlich wie auch seine Auftritte am Old Course und in Carnoustie: mit sicheren Pars. Damit macht er zwar keine Fehler und hält weiterhin bei lediglich einem einzigen Bogey im Turnier, der Cutmarke kommt er so jedoch auch nicht näher. Erst auf der 6 bricht dann endlich der harntäckige Bann und der Schladming-Pro tastet sich mit seinem ersten Birdie des Tages etwas näher an die Cutmarke heran.

Das erste Birdie scheint Matthias richtiggehend aufgeweckt zu haben, denn am Par 3 der 8 darf er sich nur kurz darauf über das nächste Erfolgserlebnis freuen und pirscht sich damit nun doch bereits spürbar an die gezogene Linie heran. Statt am Par 5 kurz vor dem Turn endgültig die Cuthürde mit einem weiteren Birdie zu überspringen, entpuppt sich die lange Bahn sogar als Spielverderber, denn mit seinem zweiten Bogey im Turnier, rückt das “rettende Ufer” wieder in einige Entfernung.

Heiße Phase

Matthias beißt aber und holt sich nicht nur den eben verlorengegangenen Schlag sofort auf der 10 wieder zurück, sondern legt auf der 11 gleich noch ein Birdie nach. Dass er nun so richtig “on fire” ist unterstreicht er auf der 12, denn das Par 5 bewältigt er kurzerhand mit nur drei Schlägen und verschafft sich so in Windeseile sogar bereits einen kleinen Puffer auf die prognostizierte Cutmarke.

Mit einem Par 3 Bogey auf der 15 findet die heiße Phase dann jedoch ein jähes Ende und Matthias rutscht wieder bis an die gezogene Linie bei 8 unter Par zurück. Nur Minuten später klettert der Cut sogar auf -9 und da der 24-jährige auf den letzten Bahnen Birdies verpasst, muss er sich nach Rang 10 im letzten Jahr heuer nach der 68 (-4) und auf Platz 62 mit einem Missed Cut anfreunden. In der Teamwertung rangiert er mit Partner Wladimir Klitschko auf Rang 142.

“Es ist immer bitter den Cut um einen Schlag zu verpassen. Es gab leider in dieser Woche in meinem Spiel mehrere Fehler wo ich diesen Schlag liegen ließ. Mehr wäre möglich gewesen. Trotzdem überwiegt das Positive, ich habe gute und wichtige Turniererfahrung gesammelt und drei gute Tage mit Wladimir Golf spielen können. Nächste Woche ist für mich Pause und danach geht es mit dem nächsten Rolex Series Turnier in Rom weiter”, so Matthias, der wie Landsmann Bernd Wiesberger kommende Woche pausiert, nach der Runde.

Deutlich vorbei

Noch deutlich düsterer als bei Matthias Schwab sieht es vor der dritten Runde bei Bernd Wiesberger aus, denn der Oberwarter kam beim Links-Festival weder in Carnoustie noch in Kingsbarns richtig ins Laufen. Bei einem Gesamtscore von nur 1 unter Par wird der sechsfache Europen Tour Sieger am Old Course wohl eine Runde rund um die 64 benötigen, soll sich der Cut noch ausgehen.

Der Start verläuft auch nach Maß, denn mit einem Birdie auf der 1 taucht er von Beginn an in die roten Zahlen ab. Auf den Geschmack gekommen ringt er auch der 3 einen Schlag ab und sorgt so für den erhofften tiefen Auftakt in die dritten Runde. Diesen trübt er sich dann auf der 4 aber spürbar ein, denn da er vom Par 4 erst nach fünf Schlägen wieder wegkommt, erschwert er sich die Mission “Cut stemmen” doch erheblich.

Erst die 9 lässt dann wieder ein Birdie springen, was bedeutet, dass dem Burgenländer langsam aber sicher die Löcher abhanden kommen um die benötigten roten Einträge noch aufs Tableau zaubern zu können. Ein Par 3 Bogey auf der 11 besiegelt dann aber wohl endgültig bereits vorzeitig das Verpassen des Finaltages. Immerhin kann er sich nicht nur den eben verlorengegangenen Schlag wieder zurückholen, sondern nimmt auf der 14 noch ein weiteres Birdie mit.

Zwar lässt dann zum Abschluss auch die 18 noch einen Schlag springen und er notiert mit der 68 (-4) seine deutlich beste Runde der Woche, den Cut verpasst der 3. im Race to Dubai aber doch deutlich und geht somit beim 5 Millionen Turnier in Schottland heuer als 94. leer aus. In der Teamwertung wird er mit Partner Kevin Pietersen 86.

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Fehlerlos hinterher

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Matthias Schwab glänzt zwar mit einer fehlerlosen Performance, findet beim Links-Spektakel am Freitag allerdings erneut zu wenige Birdies, weshalb er vor der dritten Runde der Cutmarke hinterherjagt. Bernd Wiesberger kommt in Schottland weiterhin nicht auf Touren.

So richtig ins Rollen wollten Matthias Schwab und Bernd Wiesberger zum Auftakt beim schottischen Links-Spektakel noch nicht kommen. Schwab zeigte sich allerdings mit seinem langen Spiel am Old Course durchaus zufrieden, ließ aber etliche Möglichkeiten auf den Grüns ungenützt verstreichen. Am Freitag hat er mit Carnoustie nun die wohl zäheste der drei Wiesen vor der Nase und hofft mit Pro-Am Partner Wladimir Klitschko auf einen starken zweiten Spieltag.

Der Start verläuft am Freitag durchaus souverän, denn mit anfänglichen Pars verpasst er zwar am Par 5 der 12 ein schnelles Birdie, macht allerdings in Carnoustie auch keinen Fehler. Da sich dann die 14 mit einem roten Eintrag als gewinnbringend erweist, kann er sich mit dem Start auf der zähen Links-Wiese durchaus zufrieden zeigen.

Wie schon am Vortag spult Matthias auch am Freitag wieder souverän und sicher die Bahnen ab. Zwar muss er sich bis zum nächsten Birdie – die 4 hat er wieder gut im Griff – länger in Geduld üben, er vermeidet in Carnoustie aber auch weiterhin gekonnt Fehler.

Bis zum Schluss bleibt er auf dem anspruchsvollen Gelände ohne jeglichen Makel, kann sich mit der bogeyfreien 70 (-2) aber dennoch nur bedingt zufrieden zeigen, denn mit nur zwei Birdies geizt er auch bei der gewinnbringenden Quote und büßt so vor der dritten Runde sogar Plätze ein. In Kingsbarns muss er nun vom 94. Platz aus gehörig aufs Gaspedal drücken um am Samstag den Cut der besten 60 noch stemmen zu können.

“Ein Bogey auf den ersten 36 Löchern ist gut, aber nur fünf Birdies sind für eine Spitzenplatzierung einfach zu wenig. Es war heute ähnlich wie gestern, denn ich konnte wieder wirklich gute Birdiechancen nicht nützen. Viel Spaß hatte ich mit Wladimir Klitschko auf der Runde, obwohl wir auch in der Teamwertung nicht richtig weit vorne sind”, fasst Matthias Schwab, der in der Teamwertung nach der 69 (-3) Rang 148 belegt, seine Runde in Carnoustie zusammen.

Schleppend durch Schottland

Bernd Wiesberger legte am Donnerstag in Carnoustie los wie von der Tarantel gestochen und lag schon recht früh bei 4 unter Par. Nachdem allerdings ein Ball knapp Out of Bounds zum liegen kam verlor der Burgenländer den Rhythmus und brachte am Ende nur die 72 (Par) zum Recording. Am Freitag muss er nun mit Spielpartner Kevin Pietersen in Kingsbarns ran.

Schon früh hat der Oberwarter aber erneut einige Schwierigkeiten, denn das Par 3 der 2 lässt ihn erst nach vier Schlägen weiterziehen, womit er sich den Rucksack zur Aufholjagd immer schwerer belädt. Allerdings locht er gleich auf der nächsten Bahn den fälligen Birdieputt und arbeitet sich so postwendend wieder auf Level Par zurück.

Nach längerer Zeit hat er dann nach einem weiteren Birdie auf der 6 wieder ein Minus als Vorzeichen. Richtig ins Rollen kommt er aber auch nach seinem zweiten Birdie nicht, denn nach etlichen Pars erwischt es ihn auf der 11 auch mit dem zweiten Bogey, womit er wieder bei Even Par hängenbleibt. Zumindestens verweilt er nicht lange am Ausgangspunkt, denn auf der 14 taucht er einmal mehr in die roten Zahlen ab.

Diesmal kann er diesen nicht nur verweilen, sondern drückt mit einem Par 5 Birdie auf der 16 sein Score sogar noch etwas weiter in den Minusbereich. Doch erneut zeigt sich, dass es bislang in dieser Woche bei Bernd einfach noch nicht wirklich rund laufen will, denn ein darauffolgendes Bogey lässt ihn vom hinteren Leaderboardbereich einfach nicht emporkommen.

Schlussendlich steht er nach 71 (-1) Schlägen wieder im Clubhaus und kann sich damit in Kingsbarns wohl auf keinen Fall zufrieden zeigen, denn auf dem Par 72 Terrain wäre am Freitag auch eine ganz tiefe Runde wohl ohne weiteres möglich gewesen. Vom 133. Platz aus muss Bernd am Samstag am Old Course nun wohl unglaublich tief schießen, denn man kann wohl davon ausgehen, dass er einen Score rund um die 65 benötigen wird um noch in den Finaltag cutten zu können. In der Teamwertung rangiert er mit Kevin Pietersen nach der 68 (-4) auf Platz 139.

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