Kategorie: european_tour

Neue Straka Sternstunde bei der Open?

Sepp Straka traut sich bei der 152. Open in Royal Troon eine erneute britische Major-Sternstunde zu und vertritt einmal mehr Österreich alleine.

Nach der historischen Open-Performance von Sepp Straka im Vorjahr, als er sich nur Brian Harman geschlagen geben musste und mit dem besten rotweißroten Major-Ergebnis für eine Sternstunde im heimischen Golfsport sorgte, dürfen die Golffans gespannt sein, was Österreichs Nummer 1 in Royal Troon im Linksgolf auspacken wird. Erst zum dritten Mal misst sich der Wiener mit der komplett versammelten Weltelite bei einer britischen Open, wie schon bei den letzten 7 Majors erneut als einziger Österreicher.

Straka traut sich ohne weiteres Major-Titel zu

Das Selbstvertrauen ist mit den Erfolgen weiter gestiegen, daher traut sich der 31-jährige Wiener mittlerweile alles zu, sogar einen Majorsieg:  „Man muss einfach die ganze Woche wirklich gut drauf sein, vom Driver bis zu den Eisen bis zum Putter. Da muss alles zusammenkommen, dann kann ich natürlich ein Major gewinnen,“ äußert er sich optimistisch in Schottland.

Die britische Open ist eine späte Love-Story für den Doppelstaatsbürger, der sein Herz wieder einmal gerecht zwischen beiden Kontinenten aufteilt: „Die Open ist mein zweitliebstes Major, Nummer eins ist das Masters in Augusta. Ich habe am Anfang meiner Karriere ganz wenig Linksgolf gespielt, in der Jugend auch sehr wenig. Ich glaube aber, ich habe mich da die letzten paar Jahre ein bisserl verbessert, habe mehr gespielt drüben.“

Die Generalprobe bei der Scottish Open ging schon einmal mit dem Missed Cut gründlich daneben, was bei Sepp jedoch überhaupt nichts heißen muss. Die Favoriten sind sowieso andere: Scottie Scheffler und Rory McIlroy sind einmal mehr die Darlings der Buchmacher am schottischen Küstenlinkskurs, vor Xander Schauffele, Ludvig Aberg und Bryson DeChambeau.

Auch das vierte Major des Jahres wird dadurch aufgewertet, dass alle LIV-Stars mitmischen dürfen. Unvergessen ist die letzte Open in Royal Troon 2016, als Henrik Stenson mit einer tollen Sonntags Show noch Phil Mickelson abhängen konnte und seinen einzigen Majortitel holte. Nicht weniger als 16 ehemalige Open-Champions werden am Donnerstag an den Start gehen, inklusive Tiger Woods. 37 Debütanten und 12 Amateure sorgen für eine zusätzliche sportliche Würze.

Straka über den Schlüssel zum Erfolg in Royal Troon: „Man muss wirklich präzise mit den Eisenschlägen ins Grün sein. Man muss gute Positionen finden, wo man den Ball landen kann. Auf der PGA-Tour spielt man schlimmstenfalls fünf Meter vom Loch weg. Auf Linksplätzen muss man oft zehn oder 15 m weit weg spielen, damit der Ball zum Loch ausrollen kann. Das ist glaube ich ist die größte Herausforderung dort.“

SKY überträgt an allen vier Spieltagen live und in voller Länge von der 152. Open.

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Sepp Straka

Enge Geschichte

Sepp Straka steigert sich bei den Genesis Scottish Open zwar zu einer 68 (-2), verpasst damit bei der Generalprobe für die Open Championship aber den Cut. Bernd Wiesberger verpasst den Cut beim kosanktionierten Event der DP World Tour und PGA Tour im Renaissance Club klar.

Sepp Straka und Bernd Wiesberger fanden zum Auftakt der topbesetzten Genesis Scottish Open kein wirkliches Rezept, denn bei allerbesten Scoringverhältnissen starteten beide nur mit einer 70 (Par) ins Turnier und liegen so bereits zwei Schläge hinter der erwarteten Cutmarke. Am Freitag Vormittag heißt es nun einen Zahn zulegen, denn während Straka weiter das richtige Gefühl für die anstehenden Open Championship erarbeiten will, geht es für Wiesberger um nicht weniger als die Teilnahme in Royal Troon, denn die besten drei noch nicht qualifizierten Spieler erhalten am Sonntag noch ein Ticket für das letzte Major des Jahres.

Sepp nimmt zwar auf der 10 ein absolut stressfreies erstes Par mit, nach etwas zu ungenauem Pitch verbaut er sich aber am anfänglichen Par 5 den Weg zum erhofften Birdie. Das rächt sich auch sofort bitter, denn aus dem Rough bringt er den Ball danach auf der 11 alles andere als zwingend zur Fahne und muss aus rund 25 Metern den Putter dreimal bemühen, womit er sich rasch ein Bogey einfängt und so den Weg ins Wochenende immer steiniger macht.

Sepp StrakaImmerhin lässt er sich vom frühen Fehler nicht aus der Ruhe bringen und zündet schon auf der 13 ein perfektes Eisen ins Grün, was ihm aus nicht einmal einem halben Meter rasch den Ausgleich beschert. Das schärft sein Spiel sichtlich so richtig, denn gleich am darauffolgenden Par 3 gelingt sogar fast ein Hole in One, womit Österreichs Nummer 1 sein Score sogar rasch in die richtige Richtung biegt. Mit den langen Löchern im Renaissance Club wird er jedoch auch weiterhin noch nicht wirklich warm, denn auch die 16 lässt kein Birdie springen.

Vergebliches zittern?

Dafür läuft am Par 3 der 16 dann erstmals der Putter richtig heiß und lässt aus rund 14 Metern ein unverhofftes Birdie springen, womit er sich bis auf einen Schlag an die gezogene Linie herantastet. Nachdem jedoch auf der 18 der Drive zu weit nach rechts zieht und er in Folge das Grün überschlägt, muss er schließlich auch das zweite Bogey einstecken. Nach einigermaßen soliden Pars darf er dann auf der 3 erstmals auch auf einem Par 5 durchatmen, denn mit einer starken Attacke legt er sich sogar eine durchaus gute Eaglechance auf. Diese kann er zwar nicht nützen, das vierte Birdie des Tages stellt so jedoch nur noch Formsache dar.

Gleich danach legt er sich die nächste gute Chance auf, schiebt aus 2,5 Metern den Putt jedoch knapp vorbei. Nach weiteren Pars ergibt sich dann kurz vor Ende der Runde auf der 8 aus ganz ähnlicher Distanz die nächste Möglichkeit, doch wieder will der Putt zum so wichtigen Erfolgserlebnis nicht fallen. Schlussendlich steht er so zwar mit der 68 (-2) beim Recording, bei den weiterhin sehr guten Scoringbedingungen geht sich damit der Cut aber nicht aus, womit er die Generalprobe für die anstehenden Open Championship ziemlich verpatzt.

Wiesberger scheitert klar am Cut

Mit einem eingebunkerten Drive und einem daraufhin verpassten Up & Down findet Bernd Wiesberger am Freitag dann nur äußerst schleppend in den zweiten Spieltag und erschwert sich so die Aufgabge „Cut“ gleich zu Beginn enorm. Nachdem dann auch noch der Putter streikt und ihm ausgerechnet am Par 5 der 3 mit einem Dreiputt aus gut acht Metern das nächste Bogey aufs Auge drückt, rückt das rettende Cut-Ufer endgültig in ganz weite Ferne.

Bernd WiesbergerZwar kann er sein Spiel danach stabilisieren, läuft jedoch die gesamten Frontnine über vergeblich einem ersten Erfolgserlebnis hinterher und biegt so bei gleich fünf Schlägen Rückstand auf die Cutlinie auf die hintere Platzhälfte ab. Dort agiert er dann deutlich zu Ungenau um sich wirklich echte Birdiemöglichkeiten auflegen zu können und muss damit auch weiterhin noch auf das erste Birdie am Freitag warten. Erst das Par 5 der 16 erbarmt sich dann, nachdem er die Attacke nur knapp neben dem Grün parkt.

Open ohne Bernd

Den verpassten Cut kann der erste rote Eintrag jedoch nicht mehr verhindern, denn am Ende kommmt er nur mit einer 71 (+1) ins Ziel und scheitert so doch deutlich am Sprung ins Wochenende. Damit ist nun auch die allerletzte Chance auf eine Major-Teilnahme heuer endgültig dahin, womit er eines seiner selbst definierten Ziele verpasst. In gewisser Weise hat sich Bernd in dieser Hinsicht auch ein wenig verzockt, denn er verzichtete auf eine Qualifikationsteilnahme für die Open Championship und setzte stattdessen darauf, dass er sich über die DP World Tour noch für Royal Troon seinen Startplatz sichert.

Nachdem er darüber hinaus aus freien Stücken auch auf eine Olympia Teilnahme verzichtet, was eine weitere Top-Möglichkeit wäre sich mit den Besten der Besten zu messen, darf der Südburgenländer nun endgültig die nächsten Wochen mit Freizeitgestaltung verplanen. Erst ab 15. August wird er in Tschechien wieder zu Hölzern, Eisen und Putter greifen wird. Bernd wird auch einen richtig heißen Herbst benötigen um sein zweites erklärtes Ziel einer PGA Tourcard erreichen zu können, denn neben etlichen Topergebnissen wird dazu wohl auch zumindest ein Sieg von Nöten sein.

„War leider eine Woche zum Vergesen. Von Tee bis Grün war es nicht so schlecht, aber auf den Grüns ist gar nichts gegangen. Jetzt heißt es vorwärts schauen“, fasst er den Missed Cut auf Instagram knapp zusammen. Ludvig Aberg (SWE) zeigt einmal mehr gehörig auf. Der schwedische Shooting Star packt auch am Freitag wieder eine 64 (-6) aus und startet so bei gesamt 12 unter Par mit einem Schlag Vorsprung auf Antoine Rozner (FRA) in den Moving Day.

Leaderboard Genesis Scottish Open

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Sepp Straka

Gemeinsam hinterher

Weder Sepp Straka noch Bernd Wiesberger finden bei den Genesis Scottish Open zum Auftakt bei besten Scoringverhältnissen das richtige Rezept. Nach 70er (Par) Auftaktunden laufen beide beim, von DP World Tour und PGA Tour kosanktionierten 9 Millionen Rolex Series Event im Renaissance Club, der erwarteten Cutmarke deutlich hinterher.

Anders als im Vorjahr teet Sepp Straka heuer als Vorbereitung auf die Open Championship auch bei den Scottish Open im Renaissance Club auf und trifft dabei einmal mehr auf die geballte Weltelite. Gleich acht seiner Ryder Cup Buddies vom siegreichen Team aus Rom stehen in North Berwick ebenfalls in den Teeboxen und sorgen so gemeinsam mit den US-Topstars wie Xander Schauffele, Wyndham Clark, Collin Morikawa oder Justin Thomas mit für das beste Aufgebot, dass es in Europa heuer zu bestaunen gibt.

Den Par 70 Platz kennt Österreichs Nummer 1 auch bereits von einem Auftritt im Jahr 2022, allerdings sind die Erinnerungen nicht wirklich die besten, verpasste er doch vor zwei Jahren noch den Cut. Dass er mit Linksgolf seitdem aber immer besser zurechtkommt, zeigte etwa auch die fantastische Woche bei den Open letzte Saison, als er sich lediglich Brian Harman (USA) geschlagen geben musste und mit dem Runner-up Finish einen neuen Meilenstein im österreichischen Golfsport setzte.

Am ersten Spieltag ist Sepp Straka erst am Nachmittag unterwegs und findet mit einem grundsoliden Par dann ziemlich stressfrei auf der 1 ins Turnier. Am Par 5 der 3 parkt er zwar die Attacke kurz vor dem Grün, ein zu forscher Chip schießt aber übers Ziel hinaus, weshalb sich das erhoffte erste Birdie noch nicht ausgeht. Danach streikt noch dazu das Gerät fürs Kurzgemähte, denn aus einer hervorragenden Birdiemöglichkeit kann er auf der 4 aus zwei Metern noch nicht Kapital schlagen.

Sepp Straka„Das Wichtigste ist geduldig zu bleiben und den Gameplan durchzuziehen. Es ist ein wenig einfacher heute aufgrund der Verhältnisse, da kann man etwas aggressiver auf die Fahnen spielen. Ich mag Linksgolf wirklich gerne. Ich hab zwar noch nicht wirklich sehr viel in meinem Leben Linksgolf gespielt, aber es ist immer echt cool“, so Sepp mit einem kurzen Zwischenfazit nach dem Abschlag auf der 4.

Direkt danach belohnt er sich dann nach einem starken Pitch ins Grün auch für das immer präziser werdende Spiel mit dem ersten Birdie. Mit sehr solidem Spiel lässt er auch danach nichts anbrennen und bringt langsam aber sicher auch den Putter auf Temperatur, wie ein gelochter Birdieversuch aus fünf Metern auf der 8 beweist. Erst danach kommt am zähen Par 3 der 9 nach versandetem Abschlag erstmals etwas Stress auf, mit viel Gefühl kratzt er aber noch das Par und biegt so bei 2 unter Par auf die zweiten neun Löcher ab.

Schwarzes Finish

Auf der 10 parkt er zwar die Attacke gekonnt am Grün, muss danach jedoch den Putter dreimal bemühen und lässt so eine dicke Chance auf ein weiteres Birdie ungenützt verstreichen. Auch danach geht auf den Grüns nicht vieles so richtig leicht von der Hand, denn immer wieder erarbeitet er sich durchaus gute Möglichkeiten, tritt jedoch einigermaßen auf der Stelle.

Ausgerechnet das letzte Par 5 erweist sich dann als erster Stolperstein, nachdem er vom Tee weg mit Problemen zu kämpfen hat und am Ende auch noch den Parputt knapp verschiebt. Des Schlechten nicht genug kann er nach versandetem Drive auf der 18 den Ball nur querpassen und schlittert so in gleich noch einen Fehler, womit sich am Ende lediglich eine 70 (Par) ausgeht, die ihm als 99. vor der zweiten Runde bereits einen zwei Schläge großen Rückstand auf die erwartete Cutmarke aufbrummt.

Auch Wiesberger nur mit der 70

Bei der Scottish Open werden noch die letzten drei Tickets für die 152. Open im Rahmen der Qualifying Series vergeben, eine allerletzte Chance auch für Bernd Wiesberger, der als 8. des European Swings mit Ach und Krach überhaupt in das Feld der Scottish Open hineinrutschte – und das obwohl er am Renaissance Course vor 5 Jahren einen seiner bedeutendsten Siege auf der DP World Tour feierte.

Zum Auftakt ist Bernd dann wie sein Landsmann erst mit später Startzeit unterwegs und nimmt sich nach leicht verzogenem Abschlag die Entscheidung zur Vorlage am Par 5 der 10 ungewollter Weise selbst ab. Da der Viermeterputt zum Birdie nicht ins Loch will, geht sich der erhoffte Schlaggewinn am anfänglichen Par 5 nicht aus. Auch danach will der Putter noch nicht so recht auf Temperatur kommen, denn auch auf der 11 aus 3,5 Metern und auf der 13 aus drei Metern geht sich noch kein Erfolgserlebnis aus.

Bernd WiesbergerAuf der zweiten langen Bahn lässt er dann mit Chip und Putt aber nichts mehr anbrennen und krallt sich auf der 16 schließlich das erste Birdie. Nachdem er sich dann am Par 3 danach noch sehenswert zum Par scrambled, streikt dann kurz vor dem Turn auf der 18 der 14. Schläger und brummt ihm mit einem Dreiputt den Ausgleich auf. Das einzige Par 5 der vorderen Neun hat er dann aber wieder bestens im Griff und rehabilitiert sich mit einem sicheren Zweiputt zum nächsten Birdie auch für den Faux-pas von zuvor.

Am kurzen Par 4 der 5 reitet er dann vom Tee aus die Attacke und bringt den Ball auch knapp vor dem Grün unter, allerdings kullert der Chip wieder vom Grün, womit er sich schlussendlich mit dem Par zufrieden geben muss. Richtig unangenehm wird es dann aber auf der 7, da er nach verzogenem Drive das Grün nicht erreicht und so kurz vor Ende der Runde sogar wieder auf Even Par zurück rasselt. Auf den letzten Löchern kann er dann nicht mehr zusetzen und startet so lediglich mit einer 70 (Par), womit er sich die zähe Ausgangslage mit Landsmann Sepp Straka teilt.

Thomas zeigt was möglich war

Justin Thomas zeigt zum Auftakt was im Renaissance Club am Donnerstag möglich gewesen wäre. Der US-Superstart drückt von Beginn an aufs Tempo und liegt nach fehlerlosen Frontnine und fünf Birdies bereits zur Halbzeit im absoluten Spitzenfeld. Nach dem Turn legt er dann bei weiterhin makelloser Performance noch drei weitere rote Einträge nach, unterschreibt so die 62 (-8) und diktiert damit in North Berwich nach den ersten 18 Löchern das Tempo.

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Sepp Straka

Straka groovt sich für die Open ein

Sepp Straka spielt sich mit 8 Ryder Cup-Helden in Schottland für die Open ein. Bernd Wiesberger kämpft weiter um sein Ticket.

Gleich 9 der siegreichen europäischen Ryder Cup Helden, unter ihnen Sepp Straka, treffen sich bei der Genesis Scottish Open im Rahmen der DP World Tour zu einem absoluten Golf-Highlight dieses Sommers. Der erste Europa-Auftritt von Österreichs Nummer 1 im heurigen Jahr steht wie für seine Kollegen ganz im Zeichen der Generalprobe für die anstehende 152. Open. Auch wenn Scottie Scheffler sich lieber abseits in Ruhe auf das letzte Major des Jahres vorbereitet, garantieren Rory McIlroy, Xander Schauffele, Ludvig Aberg, Wynhdam Clark, Collin Morikawa und Viktor Hovland ein bärenstarkes Feld beim 9 Millionen Dollar Rolex Series-Event in North Berwick, das auch von der PGA Tour co-sanktioniert ist.

Am Renaissance Course war Straka bereits vor zwei Jahren im Einsatz, als er noch in der für ihn selten gespielte Disziplin Linksgolf einiges aufzuholen hatte und den Cut verpasste. Spätestens mit dem zweiten Platz bei der letztjährigen Open hat der Wiener jedoch bewiesen, dass er alle Defizite mühelos wettgemacht hat.

McIlroy erstmals seit frustrierender US Open wieder am Start

Unvergessen ist Rory McIlroy’s Sieg aus dem Vorjahr, als er erstmals überhaupt auf schottischem Golfboden gewinnen konnte. Der Nordire gönnte sich nach der US Open eine verdiente Auszeit, ist aber als Nummer 2 der Weltrangliste klarer Favorit in North Berwick. Mit der Dubai Desert Classic und der Wells Fargo Championship holte Rory heuer bereits zwei Mega-Titel ab und gewann auch mit Shane Lowry den Team-Event bei der Zurich Classic.

Bernd WiesbergerBei der Scottish Open werden die letzten drei Tickets für die 152. Open im Rahmen der Qualifying Series vergeben, eine allerletzte Chance auch für Bernd Wiesberger, der als 8. des European Swings mit Ach und Krach überhaupt in das Feld der Scottish Open hineinrutschte – und das obwohl er am Renaissance Course vor 5 Jahren einen seiner bedeutendsten Siege auf der DP World Tour feierte. „Natürlich ist die Teilnahme ein großes Ziel. Ich muss versuchen gut zu regenerieren und auch danach wieder schnell die Batterien aufzuladen. Die Chancen für eine Qualifikation sind durchaus realistisch und ich werde zum Beginn der Woche intensiv an den kleinen Schrauben drehen.“

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Bernd Wiesberger

Angenehme Überraschung

Bernd Wiesberger beendet die BMW International Open zwar mit einer recht sehenswerten 70 (-2), verpasst damit jedoch das erhoffte Ticket für die Open Championship recht klar. Immerhin findet sich aufgrund des eigens geführten European Swing Rankings am Ende noch ein Startplatz für das anstehende mit der PGA Tour kosanktionierte Rolex Series Event in Schottland. Matthias Schwab und Lukas Nemecz marschieren beim DP World Tour Event im GC München-Eichenried sozusagen Hand in Hand mit einer 69 (-3) zu Rang 27.

Bernd Wiesbergers großes Ziel war es in dieser Woche, doch noch in letzter Sekunde in München ein Ticket für die anstehenden Open Champion abzustauben. Die besten 5 noch nicht qualifizierten im Race to Dubai lösten einen Startplatz für das letzte Major des Jahres. Um dies am letzten Drücker zu erreichen benötigte der Südburgenländer aber zumindest ein Top 3 Ergebnis. Mit Runden von 69 (-3) und 67 (-5) Schlägen brachte er sich an den ersten beiden Spieltagen diesem Ziel tatsächlich einen großen Schritt näher.

Auch am Moving Day blieb er lange Zeit trotz einigem Leerlauf vorne dran, bis auf den Backnine der Putter dann spürbar abkühlte und am Ende nur eine 72 (Par) zuließ. Damit blieb er zwar nach wie vor voll an den Top 10 dran, auf die besten 3 fehlten dem 38-jährigen jedoch nach der Par-Runde bereits satte fünf Schläge. Aufgehen sollte das Vorhaben bei nassen Verhältnissen dann trotz einer über weite Strecken sehenswerten Finalrunde jedoch nicht mehr.

Fehlerlose Frontnine

Zunächst hat er im Regen zu Beginn gleich mit einer Ungenauigkeit bei der Annäherung zu kämpfen, kratzt aus dem Rough auf der 1 aber noch das Par auf die Scorecard. In Folge finden die Approaches dann zwar das Kurzgemähte, richtig zwingend kann er die Bälle in der frühen Phase am Sonntag jedoch noch nicht zu den Fahnen legen. Auf der 4 ergibt sich dann die erste wirklich gute Möglichkeit, aus drei Metern rollt der Ball aber hauchdünn am Ziel vorbei. Ein Loch später nähert er sich dann aus knapp 80 Metern aber noch besser an und ein guter Meter stellt für den 14. Schläger schließlich am Weg zum ersten Birdie kein Hindernis mehr dar.

Bernd WiesbergerNachlegen kann er vorerst jedoch nicht und hat am Par 3 der 8 nach verzogenem Tee Shot sogar alle Hände voll zu tun um noch das Par auf die Scorecard kratzen zu können. Trotz eines verzogenen Abschlags legt er sich dann kurz vor dem Turn am Par 5 der 9 eine hervorragende Birdiemöglichkeit auf und spielt sich so vor den letzten neun Löchern auch wieder unter die Top 10. Nach einem starken Zweiputt zum Par aus großer Distanz auf der 10, will sich nach verschobenem Zweimeterputt erstmals in dieser Woche am Par 5 der 11 kein Birdie ausgehen. Dafür rollt er jedoch auf der 13 aus 2,5 Metern den Putt gefühlvoll ins Loch und stellt sein Tagesscore so erstmals auf 3 unter Par.

Auf der 14 kann er dann schließlich das erste Bogey aber nicht mehr abwenden, da er nach einem versandeten Drive nur vorlegen kann und am Ende den Dreimeterputt zum Par nicht im Loch unterbringt. Aus der Ruhe lässt er sich vom Fehler aber nicht bringen und holt sich am kurzen Par 4 der 16 dank eines starken Wedges erstmals in dieser Woche ein Birdie ab. Ausgerechnet am Par 5 Schlussloch streikt dann noch der Putter und hängt ihm aus zehn Metern mit einem Dreiputt noch ein Bogey um. „Irgendwann werden alle Elemente in meinem Spiel wieder zusammenkommen. Enttäuschendes Ende, aber ermutigend, wo das Spiel ist,“ fasst Bernd auf Instagram seine München-Woche zusammen.

In Schottland mit dabei

Mit der 70 (-2) verabschiedet er sich zwar mit einer roten Runde aus München, den zumindest benötigten 3. Platz für ein Open Ticket kann er so als 16. jedoch nicht mehr knacken. Damit ist auch klar, dass das erste große selbst definierte Saisonziel einer Major Teilnahme vorerst nicht in Erfüllung geht, womit ein zweites Jahr in Folge ohne Major droht. Eine weitere Möglichkeit, sich heuer mit den Besten der Besten zu messen, lässt der Südburgenländer aus freien Stücken verstreichen, da er sich gegen eine Olympia Teilnahme in Paris entschlossen hat. Aus heimischer Sicht gibt es dennoch Grund zum Daumendrücken, da Sepp Straka im Le Golf National die rot-weiß-rote Fahne hochhalten wird.

Immerhin muss sich der Burgenländer noch nicht vollständig in eine wochenlange Sommerpause verabschieden, da sich durch das eigens geführte European Swing Rankings doch noch ein Startplatz für die anstehenden Genesis Scottish Open findet. Nachdem die Ausschreibung nicht öffentlich war und die Tour im Vorfeld nur in einer eigenen Story verkündete, dass der Sieger des Europan Swings in Schottland einen Startplatz erhält, ist diese Neuigkeit für alle Fans des Burgenländers doch ein wenig überraschend.

Im Grunde ist es nun aber so, dass Bernd der erste noch nicht qualifizierte verfügbare Spieler ist und somit auch als 8. des European Swing Rankings in North Berwick noch mit von der Partie ist. An Schottland hat der achtfache European Tour Champion auch richtig gute Erinnerungen, konnte er dort doch vor wenigen Jahren einen seiner beiden Rolex Series Siege feiern.

Hand in Hand ins Mittelfeld

Matthias Schwab konnte sich nach zwei völlig konträren Runden – am Donnerstag notierte er eine 74 (+2), am Freitag stemmte er dann mit einer 67 (-5) „on the number“ noch den Cut – am Moving Day mit einer 69 (-1) ein klein wenig verbessern. Bei dem noch recht dichgedrängten Leaderboard könnte sich am Sonntag mit einer starken Schlussrund durchaus noch einiges ausgehen. Lukas Nemecz mischte nach den ersten beiden Tagen dank einer 70 (-2) und einer 67 (-5) sogar in den Top 10 mit, teilt sich nach einer durchwachsenen 75 (+3) am Samstag aber die Ausgangslage mit seinem Landsmann.

Während Schwab mit anfänglichen Pars einen sehr soliden Start in die letzte Umrundung hinlegt, knallt Nemecz bei pitschnassen Bedingungen gleich auf der 1 die Annäherung bis auf einen Meter zur Fahne und sackt prompt das anfängliche Birdie ein. Auch danach hat der 34-jährige sein Visier richtig scharf gestellt und drückt sein Score bereits auf der 4 auf -2. Schwab hingegen spult zwar weiterhin sehr souverän die Löcher ab, bringt den Putter jedoch noch nicht auf die benötige Temperatur um aus machbaren Möglichkeiten Kapital schlagen zu können.

Matthias SchwabNachdem Lukas Nemecz dann zum bereits vierten Mal in dieser Woche das Par 5 der 6 bestens im Griff hat und sich selbst von einer versandeten Attacke nicht bremsen lässt, dockt er mit seinem bereits dritten Birdie mittlerweile sogar schon an den Top 20 an. Nach gleich zehn Pars in Folg gesellt sich dann auch Matthias Schwab in den roten Bereich, nachdem er am Par 5 der 11 den 3,5 Meter Putt souverän versenkt. Nach einer kleinen Schaffenspause locht dann Lukas auf der selben Bahn aus vier Metern und pusht sich so auf bereits 4 unter Par. Erst danach werden ihm die nassen Grüns etwas zum Verhängnis wie ein Dreiputtbogey am Par 3 der 12 aus gut elf Metern zeigt.

Fast zeitgleich dürfen dann beide Österreicher ein weiteres Mal jubeln, denn während Matthias Schwab auf der 16 aus vier Metern sein zweites Birdie zu Papier bringt, stellt Nemecz zwei Löcher weiter vorne nach messerscharfem Eisen aus nicht einmal einem halben Meter sein Tagesergebnis wieder auf 4 unter Par. Lange hält er sich dort jedoch nicht, da er sich nach verzogenem Drive auf der 15 nicht mehr zum Par scramblen kann. Schwab beendet in der Zwischenzeit seinen letzten Auftritt stilecht mit einem abschließenden Par 5 Birdie und marschiert so am Sonntag mit einer makellosen 69 (-3) zum Recording, was ihn noch bis auf Rang 27 klettern lässt.

Gemeinsam nach Kentucky

Seinem Landsmann ergeht es im Finish weniger prickelnd, denn erneut streikt am Par 3 der 17 wieder der Putter und hängt ihm aus rund 14 Metern ein weiteres Dreiputtbogey um. Den Fehler bessert er jedoch am Schlussloch aus vier Metern noch aus und teilt sich so mit Landsmann Matthias Schwab Rundenscore und Platzierung. Nach den Finalrunden in den 60ern und einem dementsprechenden Vorstoß im Klassement, treten wohl beide Österreicher so die Weiterreise zum mit der PGA Tour kosanktionierten Event in Kentucky mit einem durchwegs guten Gefühl an.

Lukas Nemecz„Ich war heute im langen Spiel sehr sicher, hab fast alle Grüns getroffen und dann ist es jetzt nicht mehr so schwierig da irgendwas großartig falsch zu machen. Es gibt ein paar trickreiche Fahnenpositionen heute wo man schon das Hirn einschalten sollte, denn mit etwas zu viel Spin am Ball kann es schon sein, dass man den sonst im Wasser wiederfindet. Mit meiner Performance heute bin ich aber durchaus zufrieden“, so Matthias direkt nach der Runde.

Lukas Nemecz zeigt sich ebenfalls durchaus zufrieden mit den Fortschritten im Spiel: „Ich bin froh nach den zuletzt drei verpassten Cuts wieder mal angeschrieben zu haben. Top 30 ist immer okay, sagen wir es mal so. Gestern war zwar ein Schritt in die falsche Richtung, aber ich merke, dass das Spiel immer besser greift jetzt. Es war nicht leicht heute, denn ich hatte 17 Löcher lang Regen, aber das ist ein Turnier, dass mir taugt und ein Platz der mir liegt. Ich flieg jetzt mit gutem Gefühl in die USA, kenne beide Plätze schon und wenn das Putten noch ein bisschen besser wird, dann kann ich sicher viel positives wieder mit nach Hause nehmen.“

Ewen Ferguson (SCO) packt am Sonntag noch eine 68 (-4) aus und krallt sich damit bei gesamt 18 unter Par den Sieg.

Leaderboard BMW International Open

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Bernd Wiesberger

Operation erschwert

Bernd Wiesberger erschwert sich bei den BMW International Open am Moving Day mit einer 72 die Operation „Open Ticket“. Matthias Schwab macht beim DP World Tour Event im GC München-Eichenried ein paar Ränge gut, Lukas Nemecz rasselt weit zurück.

Bernd Wiesberger und Lukas Nemecz präsentieren sich bisher beim halben Heimspiel in München von ihrer besten Seite, denn beide zeigten schon am ersten Spieltag eine starke Leistung und brachten sich so recht sehenswert in Position. Am Freitag notierten dann beide sogar eine 67 (-5) und starten so als 3. bzw. 8. ins Wochenende. Dort gilt es nun den Fuß weiter am Gaspedal lassen, denn vor allem Wiesberger hat durchaus noch gute Chancen sogar das erhoffte Open-Ticket abzustauben, dass die besten 5 noch nicht qualifizierten am Freitag erhalten. Zumindest ein Top 3 Ergebnis wird dafür jedoch wohl notwendig sein.

Mit absolut soliden Pars lässt Bernd Wiesberger auf den ersten Löchern zwar nichts anbrennen, bringt die Bälle jedoch noch nicht nah genug zu den Fahnen um sich wirklich zwingende Birdiemöglichkeiten auflegen zu können, was ihm angesichts anfänglich recht guter Scores auch bereits früh Ränge kostet. An der Seite von Patrick Reed (USA) marschiert er noch dazu am Samstag mit einem deutlich kühleren Putter als noch an den ersten beiden Spieltagen über die Grüns, wie etwa eine vergebene Birdiechance am Par 5 der 6 aus knapp zwei Metern unangenehm unterstreicht.

Bernd WiesbergerFast erwischt es ihn dann am Par 3 der 8 nach versandetem Tee Shot sogar mit dem ersten Bogey, dank eines starken Siebenmeterputts hält er sich aber zumindest auch weiterhin noch bei Level Par. Endlich darf er dann am darauffolgenden Par 5 erstmals durchatmen, da er die Attacke am Vorgrün unterbringt und aus fünf Metern keine Probleme hat, das so lange gesuchte erste Birdie auf die Scorecard zu zaubern. Auch die nächste lange Bahn hat der Südburgenländer mit Chip und Putt gut im Griff und bleibt mit seinem zweiten Birdie auch den Top 10 weiterhin erhalten.

Putter eiskalt

Wie aus dem Nichts lässt ihn dann am Par 3 der 12 der Putter aber total im Stich und brummt ihm aus acht Metern nach drei Versuchen das erste Bogey auf. Sofort rehabilitiert sich der 38-jährige jedoch mit einem gelochten Birdieputt aus fünf Metern und stellt so schon auf der 13 sein Score wieder auf -2. In Folge hat er jedoch vor allem im langen Spiel etwas zu kämpfen, was zwar auf der schwierigen 14 dank eines starken Chips noch nicht messbar ins Gewicht fällt, auf der 15 jedoch kann er sich nach verzogenen Schlägen aber nicht mehr zum Par scramblen.

Das scheint in gewisser Weise auch eine Art Wirkungstreffer zu sein, denn am drivebaren Par 4 danach verpasst er das erhoffte Birdie und tritt sich am Par 3 der 17 dann sogar aus nicht einmal vier Metern das nächste Dreiputtbogey ein, womit er ein Loch vor Schluss sogar wieder auf Even Par zurück fällt. Am Par 5 Schlussloch geht sich dann kein Birdiekonter mehr aus, weshalb er sich am Samstag mit der 72 (Par) anfreunden muss, die bis auf Rang 16 abrutschen lässt und die Lücke zu den Top 3 auf satte fünf Schläge vergrößert.

Schwab verbessert sich leicht

Nach einem verzogenen Drive beginnt der dritte Arbeitstag für Matthias Schwab auf der 10 zwar nur mit einem Bogey, gleich am darauffolgenden Par 5 holt er sich nach sehenswerter Attacke aber den Ausgleich ab und drückt sein Tagesscore schon am Par 3 der 12 mit einem gelochten Fünfmeterputt sogar unter Par. Die heiße Phase endet nach verpasstem Up & Down auf der 13 jedoch ziemlich abrupt.

SchwabErst danach kehrt erstmals etwas Ruhe in sein Spiel ein, bis er auf der 16 das kurze Par 4 richtig stark attackiert und mit einem souveränen Zweiputt sein Tagesergebnis wieder in den roten Bereich dreht. Noch vor dem Turn legt er dann mit Chip und Putt am Par 5 der 18 weiter nach und kommt so immerhin bereits bei 2 unter Par in der 1. Teebox an.

Bereits am Par 3 der 2 wird es dann jedoch wieder ziemlich stressig, denn aus unguter Bunkerlage geht sich das Par nicht mehr aus. Das kostet auch sofort die Sicherheit, wie ein weiterer verzogener Drive und ein darauf folgendes verpasstes Up & Down auf der 3 beweist. Die Schwächephase beendet er aber immerhin mit einem gelungenen Eisen ins Grün und einem gelochten Birdieputt aus einem Meter auf der 4 sehenswert. Mehr will sich auf den verbleibenden Löchern dann jedoch nicht mehr ausgehen, weshalb er sich schließlich mit der zartrosa 71 (-1) anfreunden muss, die ihn als 44. in den Finaltag starten lässt.

Nemecz rutscht weit zurück

Lukas Nemecz startet mit einem Par auf der 1 zwar sehr solide, hat jedoch schon am Par 3 der 2 erstmals alle Hände voll zu tun nachdem er sich neben dem Grün einbunkert. Mit viel Gefühl kann der Steirer aber den drohenden ersten Schlagverlust noch abwenden. Eine weitere Ungenauigkeit danach auf der 3 wird ihm dann jedoch zum Verhängnis, nachdem der 2,5 Meter Putt zum Par nicht ins Loch will. Das Par 5 der 6 hat er dann aber zum dritten Mal in dieser Woche bestens im Griff und holt sich mit Chip und Putt den Ausgleich ab.

„War jetzt nicht der Raketenstart den ich mir erhofft hab, aber seit der 4 läufts jetzt deutlich besser. Es gilt jetzt weiter die Fairways zu treffen, sonst wirds unglaublich schwer. Die Grüns sind zwar ein wenig weicher wie in den Vorjahren, dafür stecken die Fahnen nochmal etwas verschärfter. Ich versuch meinen Gameplan, der schon an den ersten Tagen gepasst hat, weiter durchzuziehen, unabhängig davon wie es scoremäßig grad ausschaut“, so Lukas mit einem Zwischenupdate nach dem Drive an der 9.

Lukas NemeczDiesen findet er zwar nur im Fairwaybunker wieder, aus guter Lage legt er den Ball aber auf angenehme Pitch-Distanz vor und holt sich schließlich souverän das nächste Birdie ab, was ihn immerhin im roten Bereich auf die Backnine abbiegen lässt. Bereits auf der 10 findet er sich dann aber erneut bei Level Par wieder, da er sich nach unangenehm zwischen Grün und Bunker platzierter Annäherung nicht mehr zum Par scramblen kann.

Die Probleme reißen auch danach nicht ab, denn nach einem verpassten Par 5 Birdie auf der 11, muss er am Par 3 der 12 den Putter aus rund zehn Metern dreimal bemühen und da weitere Ungenauigkeiten auch auf der 13 in einem Bogey gipfeln, driftet er sogar deutlich in den Plusbereich ab. Nicht nur, dass er auf den Löchern danach keinen Konter setzen kann, verpasst er am Par 3 der 17 sogar den Parsave und teilt sich so mit der 75 (+3) die Ausgangslage mit Matthias Schwab.

Ewen Ferguson (SCO) und Jordan Smith (ENG) biegen bei gesamt 14 unter Par als Co-Leader in den finalen Sonntag ab.

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Bernd Wiesberger

67er Club

Bernd Wiesberger, Lukas Nemecz und auch Matthias Schwab notieren am Freitag Nachmittag bei den BMW International Open 67er (-5) Runden, womit die beiden Erstgenannten im GC München-Eichenried im Spitzenfeld ins Weekend cutten und Matthias Schwab beim deutschen DP World Tour Event noch die verpatzte Auftaktrunde ausbügelt.

Bernd Wiesberger zeigte zum Auftakt in München, dass ihm die Grüns des GC München-Eichenried deutlich mehr liegen als noch das italienische Kurzgemähte der Vorwoche. Am Ende marschierte der Südburgenländer immerhin mit einer 69 (-3) zurück ins Clubhaus und startet so nur knapp hinter den Top 10 in die zweite Runde. Bei nur drei Schlägen Rückstand auf den Spitzenreiter hätte er auch ein Open Ticket wohl noch klar in Reichweite, denn die besten 5 noch nicht qualifizierten im Race to Dubai erhalten eben dieses am Sonntag, wofür Bernd wohl zumindest ein Top 3 Ergebnis benötigen wird.

Die erste Annäherung bremst sich zwar nur knapp neben dem Grün ein, Stress kommt am Weg zum ersten Par deshalb jedoch nicht auf und da schon am Par 3 danach aus vier Metern der erste Birdieputt fällt, mischt er schon früh wieder im roten Bereich mit. Nur kurz gönnt er sich dann eine kleine Auszeit, ehe schon auf der 4 aus zwei Metern das nächste Birdie auf die Scorecard wandert. Da er dann mit Pitch und Putt auch von der 5 einen Schlaggewinn mitnimmt, taucht er endgültig erstmals sogar bereits unter den Top 10 auf.

Erst danach geht er es etwas ruhiger an, bis er kurz vor dem Turn am Par 5 der 9 stark zur Fahne pitcht und aus wenigen Zentimetern keinerlei Probleme hat das bereits vierte Birdie zu Papier zu bringen. In dieser Tonart geht es auch auf den Backnine weiter, da er nach einem gelungenem Wedge keine Probleme hat am Par 5 der 11 den nächsten roten Eintrag auf die Habenseite zu ziehen, was ihn mittlerweile bis ins absolute Spitzenfeld bringt.

Nach einigen Pars findet er schließlich am Par 3 der 17 vom Tee aus nur den Grünbunker und kann sich aus dem Sand nicht mehr zum Par retten, womit im Finish auch das erste Bogey des Tages auf der Scorecard aufleuchtet. Mit gelungener Grünattacke gleicht er den Faux-pas am Par 5 Schlussloch aber wieder aus, unterschreibt so die 67 (-5) und startet damit als 3. aus hervorragender Position ins Wochenende, womit er auch das angepeilte Open Ticket wohl noch in Reichweite hätte.

Nemecz marschiert ins Spitzenfeld

Lukas Nemecz zeigte am Donnerstag, dass die starken Trainingsleistungen langsam aber sicher Früchte tragen, denn nach einer 70 (-2) liegt der Steirer noch durchaus gut im Rennen. „Es war ein guter Start, spielerisch wieder deutlich besser als zuletzt“, zeigte er sich mit der Entwicklung des Spiels durchaus zufrieden. Gleich auf der 1 legt er sich dann auch eine erste gute Birdiemöglichkeit auf, allein der Putter will aus 1,5 Metern zu Beginn noch nicht mitspielen.

Am Par 5 der 6 kommt dann der 14. Schläger im Bag aber langsam auf Temperatur, wie ein gefühlvoller Putt aus acht Metern zum ersten Birdie beweist. Das bringt den 34-jährigen sichtlich auf den Geschmack, denn auf der 7 chippt er kurzerhand ein und klettert so mit dem roten Doppelpack erstmals spürbar im Klassement in Richtung Norden.

Lukas NemeczGenerell zeigt Lukas auch danach sehr sicheres Golf und holt schließlich ein verpasstes Par 5 Birdie auf der 11 direkt am darauffolgenden Par 3 aus sieben Metern nach. Nur eine Bahn später sorgt er dann sogar für ein absolutes Highlight, denn auf der 13 versenkt er die Annäherung gleich direkt im Loch und pusht sich mit dem unverhofften Eagle sogar bereits bis unter die Top 10 nach vor. Nachdem dann aber auf der 14 der Parputt aus zwei Metern knapp nicht fällt, leuchtet schließlich auch das erste Bogey auf.

Dieses bremst Lukas aber nur kurzzeitig etwas ein, wie ein gelochter Fünfmeterputt zum nächsten Birdie direkt danach eindrucksvoll unterstreicht. Am zähen Par 3 der 17 kann er sich dann zwar nach verzogenem Abschlag nicht mehr zum Par scramblen, doch selbst das bessert er mit gelungener Grünattacke am Par 5 Schlussloch wieder aus, unterschreibt so ebenfalls eine 67 (-5) und zieht damit als 8. nur knapp hinter Bernd Wiesberger in ausgerzeichneter Position in den Moving Day ein.

„Ich bin echt zufrieden mit den ersten beiden Tagen. Ich hab in letzter Zeit sehr intensiv trainiert, hab daran gearbeitet, dass der Schwung wieder passt. Wir wussten, dass es Zeiten geben wird, wo es noch nicht so läuft, aber jetzt sehe ich, dass sich das harte Training ausgezahlt hat und dass ich das was wir erarbeitet haben auch am Platz umsetzen kann. Das Turnier ist super und die Unterstützung ist auch für uns Österreicher ziemlich groß. Heute waren auch ein paar Highlights dabei, wie etwa der Chip-in auf der 7 und natürlich der Eagle auf der 13. Das war eine unglaublich schwierige Fahnenposition, wo jeder kleinste Fehler bestraft wird. Ich hab wirklich einen super Schuss gemacht und der ist zwei Meter mit Backspin ins Loch. Das war echt cool“, lässt er die starke zweite Runde noch einmal Revue passieren.

Verpatzten Auftakt ausgebügelt

Matthias Schwab beflügelte sein Topergebnis zuletzt in Italien nur bedingt, denn nach einer 74 (+2) ist der Weg ins Wochenende für den Rohrmooser bereits ziemlich weit. Anders als am Vortag, wo er sich auf der 10 sogar ein Doppelbogey eingetreten hat, geht sich diesmal ein unaufgeregtes erstes Par aus. Auch das darauffolgende Par 5 hat er deutlich besser im Griff, denn statt eines Bogeys wie am Donnerstag, lässt er mit lasergenauer Attacke sogar den Adler landen und klettert so bereits nach nur wenigen Löchern steil nach oben.

Anknüpfen kann er vorerst daran jedoch nicht und tritt sich auf der 13 mit einem Dreiputt aus zwölf Metern auch das erste Bogey ein. Den Fehler steckt er aber gut weg und stellt schon auf der 15 nach gelungener Annäherung den alten Zwischenstand von 2 unter Par wieder her. Nachdem er sich jedoch am Par 3 der 17 vor dem Grün einbunkert und der Sand Save nicht gelingt, kommt er der gezogenen Linie auch weiterhin noch nicht wirklich näher.

Matthias SchwabNach etlichem Leerlauf knallt er schließlich auf der 4 wieder eine Annäherung stark aufs Grün und drückt sein Tagesergebnis so einmal mehr auf 2 unter Par. Am Par 5 der 6 hat er zwar von Tee bis Grün dann einige Probleme, chippt aus dem Rough aber kurzerhand zum Birdie ein und schließt so endgültig wieder bis auf einen Schlag zum rettenden Cut-Ufer auf. Nur zwei Löcher später misst er dann das Eisen am Par 3 der 8 perfekt an, rollt aus 1,5 Metern den Putt ins Ziel und bringt sich damit kurz vor Schluss endgültig auf Wochenendkurs.

Stark pitcht er dann auch am Par 5 Schlussloch über den Grünbunker zur Fahne, stopft aus einem guten halben Meter den nächsten Birdieputt und kann so schließlich dank der durchaus starken 67 (-5) endgültig durchatmen, hat er so doch die Gewissheit, dass es als 48. ebenfalls für den Wochenendeinzug reicht. Ewen Ferguson (SCO) explodiert regelrecht und packt auf die 67 (-5) vom Vortag eine 64 (-8) drauf, womit er bei gesamt 13 unter Par klar den Ton angibt.

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Bernd Wiesberger

In Stellung gebracht

Bernd Wiesberger und Lukas Nemecz bringen sich bei den BMW International Open mit einer 69 (-3) bzw. einer 70 (-2) sehenswert in Stellung und wahren damit beim halben Heimspiel im GC München-Eichenried die Chancen auf ein Topergebnis. Matthias Schwab findet beim deutschen DP World Tour Event keinen brauchbaren Rhyhtmus und liegt nach einer 74 (+2) bereits weit zurück.

Matthias Schwab kommt nach seinem Top 10 Ergebnis aus Italien mit breiter Brust an den Weißwurst-Äquator und hofft in München-Eichenried auf das nächste Topergebnis. Dieses peilt auch Bernd Wiesberger klarerweise an, denn mit einem Top 3 Ergebnis könnte sich am Sonntag womöglich sogar noch das angepeilte Open Ticket ausgehen, dass die besten 5 noch nicht qualifizierten im Race to Dubai erhalten. Mit einem Sieg würde er sich generell aller Sorgen entledigen, würde er so dank der „Winners-Category“ auch in alle anstehenden großen Events, wie etwa der Scottish Open kommende Woche, teilnehmen können.

Auf selbiges hofft klarerweise auch Lukas Nemecz, der sich zwar mit seinen Trainingsleistungen zuletzt durchaus zufrieden zeigte, diese jedoch bislang bei den Turnieren noch nicht voll ausspielen kann. Womöglich kommen jedoch die BMW International Open so gerade zur rechten Zeit, kann er doch beim halben Heimspiel in München auf zahlreiche Unterstützung und gute Stimmung bauen. Eben diese gute Stimmung wird Evergreen Bernhard Langer (GER) zum letzten Mal aufsaugen, gibt er in dieser Woche doch seine Abschiedsvorstellung in Deutschland.

Bernd Wiesberger findet mit dem ersten Abschlag nur den Fairwaybunker, von wo aus er lediglich vorlegen kann. Da er in Folge auch das Wedge nicht nah genug zur Fahne bringt, brummt er sich gleich auf der 10 ein anfängliches Bogey auf. Zwar zieht dann auch der zweite Drive deutlich zu weit nach rechts, diesmal gelingt das Wedge aber wie geplant, was am Par 5 prompt den Ausgleich bedeutet. Das schärft sichtlich auch das Eisenspiel, wie eine perfekte Annäherung und das nächste Birdie zwei Löcher später unterstreicht.

Abwechslungsreich zur 69

Nachlegen kann der Südburgenländer vorerst jedoch nicht und rutscht nach leicht verzogener Annäherung auf der 16 sogar wieder auf Level Par zurück. Wieder zeigt er sich davon aber ziemlich unbeeindruckt und drückt gleich danach am Par 3 der 17 sein Score aus knapp sieben Metern wieder in den roten Bereich. Da sich dann auch am Par 5 der 18 ein Erfolgserlebnis ausgeht, biegt er sogar bei 2 unter Par auf die Frontnine ab. Wieder hat der 38-jährige aber vor allem mit den Drives zu kämpfen, was ihm auf der 3 auch ein weiteres Mal zum Verhängnis wird, da er die Annäherung aus dem Rough nur im Grünbunker unterbringt, von wo aus er das Par nicht mehr kratzen kann.

Wieder steckt er den kleinen Rückschlag aber gut weg und stellt mit Pitch und Putt am kurzen Par 4 der 5 den alten Zwischenstand von 2 unter Par rasch wieder her. Auf den Grüns findet er sich in München generell besser zurecht als vergangene Woche in Italien, wie auch ein starker Putt aus rund zwölf Metern vom Vorgrün auf der 6 zum nächsten Birdie beweist. Das starke Zwischenergebnis kann er jedoch nicht lange verwalten, da ihm ein verfehltes Grün direkt danach am Par 3 der 8 wieder zum Verhängnis wird. Zum Abschluss bringt er jedoch noch einmal den Putter zum Glühen, denn mit einem gelochten Siebenmeterputt vom Vorgrün arbeitet er sich wieder auf 3 unter Par zurück und startet so mit der 69 (-3) und als 12. richtig aussichtsreich ins Turnier.

Lukas Nemecz mit sehenswertem Start

Mit Lukas Nemecz startet auch der dritte Österreicher im Feld am Donnerstag mit früher Tee Time ins Turnier und beginnt das bayerische DP World Tour Event mit Pars auf den Backnine grundsouverän. Erst auf der 14 wird es nach einem Dreiputt vom Vorgrün und dem ersten Bogey erstmals unangenehm. Der Steirer stabilisiert sein Spiel aber rasch wieder und kommt schließlich am Par 3 der 17 aus knapp zwölf Metern vom Vorgrün zu einem eher unverhofften ersten Birdie.

Lukas NemeczDer rote Eintrag heizt sichtlich sein Spiel richtig an, denn direkt danach bringt er die Attacke am Par 5 sehenswert am Kurzgemähten unter und drückt so sein Score noch vor dem Turn sogar in den roten Bereich. Wie aus dem Nichts lässt ihn der 14. Schläger im Bag dann aber auf der 4 ziemlich hängen, da er sich nach einem Dreiputtbogey aus knapp elf Metern plötzlich nur noch bei Level Par wiederfindet. Immerhin bringt er den Putter sofort wieder auf Temperatur und gleicht den Faux-pas aus 2,5 Metern schon an der kurzen 5 wieder aus.

Trotz einer wild verzogenen Grünattacke geht sich auch am Par 5 danach das erhoffte Birdie aus, womit der 34-jährige bereits die Top 10 am Horizont auftauchen sieht. Zwar geht sich am Par 5 Schlussloch dann kein weiteres Erfolgserlebnis mehr aus, mit der 70 (-2) legt Lukas Nemecz aber als 30. einen durchaus sehenswerten Start hin und bringt sich so auch in eine recht angenehme Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf. „Das war ein guter Start heute, vor allem war es spielerisch wieder deutlich besser. Bis auf 2 – 3 Putts war es auch auf den Grüns recht ordentlich“, zeigt er sich im Großen und Ganzen zufrieden.

Matthias Schwab nur mit der 74

Matthias Schwab beginnt in den Morgenstunden mit einem Par zwar sehr solide, fängt sich jedoch bereits am Par 3 der 2 nach verzogenem Tee Shot ein frühes Bogey ein. Erst kurz vor dem Turn hat der 29-jährige dann erstmals auch Grund zu jubeln, nachdem er am Par 5 der 18 die Attacke am Vorgrün parkt und mit sicherem Zweiputt schließlich den Ausgleich zurück auf Level Par einsackt. Sofort wird es jedoch zu Beginn der Backnine wieder stressig, da er den Drive auf der 10 einbunkert und aus dem Sand die Annäherung total verzieht, was nach einem Drop schlussendlich sogar im Doppelbogey mündet.

Matthias SchwabDas scheint auch ein gewisser Wirkungstreffer zu sein, denn mit den nächsten Ungenauigkeiten inklusive eingebunkerter Annäherung rutscht er am darauffolgenden Par 5 sogar bereits auf 3 über Par ab. Zwar stabilisiert der Rohrmooser sein Spiel nach dem schwarzen Intermezzo wieder, läuft jedoch lange Zeit einem weiteren Erfolgserlebnis hinterher. Erst am Par 5 Schlussloch geht sich dann noch ein Birdie aus, was jedoch lediglich eine 74 (+2) zulässt, womit der Weg ins Wochenende vom 127. Platz aus bereits ziemlich steinig werden dürfte.

David Micheluzzi (AUS) setzt mit einer 66 (-6) die frühe Bestmarke.

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Matthias Schwab

Täglich gesteigert

Matthias Schwab steigert sich bei den Italian Open von Tag zu Tag und tritt so die Weiterreise nach München nach einem großen Sprung bis unter die Top 10 mit einem durchaus guten Gefühl an. Bernd Wiesberger hat neben Ungenauigkeiten im langen Spiel in dieser Woche vor allem mit dem Putter so seine liebe Mühe, was ihm beim DP World Tour Event im Adriatic GC Cervia nur Rang 42 einbringt.

Matthias Schwab konnte sich schon an den ersten drei Tagen in Ravenna jeden Tag steigern, denn nach einer 71er (Par) Auftaktrunde, stemmte der Rohrmooser nach einer 70 (-1) „on the number“ noch den Cut und arbeitete sich am Moving Day mit einer 69 (-2) zumindest ein wenig weiter nach vor. Aus dem hinteren Mittelfeld hofft er nun auf eine noch tiefere Finalrunde, was ihm angesichts eines recht dichtgedrängten Leaderboards durchaus noch etliche Plätze einbringen könnte.

Mit solidem Spiel von Tee bis Grün lässt er zu Beginn dann zwar rein gar nichts anbrennen, bringt jedoch die Bälle noch nicht nah genug zu den Fahnen um sich wirklich zwingende Birdiemöglichkeiten auflegen zu können. Das ändert sich dann aber auf der 4, denn aus zwei Metern lässt er sich nicht zweimal bitten und drückt sein Tagesergebnis erstmals in den roten Bereich.

Matthias SchwabMit gutem Gefühl nach München

Auch danach hat er im langen Spiel absolut alles im Griff, nachlegen kann er vorerst jedoch noch nicht. Erst nach dem Turn berechnet er dann das Eisen ins Grün an der 10 hervorragend und schnappt sich in Folge den zweiten Schlaggewinn, womit er erstmals auch spürbar Plätze im Klassement gutmacht. Das scheint auch das Gerät fürs Kurzgemähte richtig auf Temperatur zu bringen, rollt doch auf der 11 auch aus gut zehn Metern der Putt ins Ziel.

Lange Zeit spult er danach meist sehr souverän Pars ab und muss so die gesamte Runde über keinen Fehler einstecken. Stilecht beendet er seine klar beste Runde der Woche dann noch mit einem gelochten 2,5 Meterputt zum vierten Birdie auf der 18, womit sich am Ende sogar die 67 (-4) ausgeht. Mit der erneuten Steigerung klettert der Schladming-Pro am Sonntag noch um viele Ränge nach vor, beendet das Turnier so sogar noch auf Rang 10 und tritt sicherlich mit einem recht guten Gefühl im Gepäck die Weiterreise zum halben Heimspiel nach München an.

„Es setzt sich langsam aber sicher das fort was ich seit längerer Zeit empfinde, nämlich dass mein gesamtes Spiel wieder Fahrt aufnimmt und solider wird. Ich freue mich jetzt auf die BMW Open nächste Woche in München“, so der 29-jährige nach dem starken Auftritt am Sonntag.

Wiesberger wieder zu fehleranfällig

Bernd Wiesberger fand an den ersten drei Tagen neben einigen Ungenauigkeiten im langen Spiel vor allem für die Grün kein wirkliches Rezept, denn nach Auftritten von zwei 70er (-1) Runden und einer 72 (+1) am Samstag, startet der Südburgenländer nur vom 56. Platz aus in die letzte Umrundung. Mit den Spitzenplätzen und somit auch den zwei zu vergebenden Open Tickets außer Reichweite, gilt es am Sonntag nun sich zumindest das Selbstvertrauen beim Putten wieder zurückzuholen. So richtig aufgehen will dieses Vorhaben jedoch nicht.

Bernd WiesbergerNach zwei anfänglichen sicheren Pars bringt er auf der 3 aber vorerst den Putter doch auf Temperatur und holt sich auf fünf Metern das erste Birdie ab. Auch danach hat er vorerst alles im Griff und lässt sich am Par 3 der 6 die sich bietende Chance aus einem guten Meter auf den nächsten roten Eintrag nicht entgehen. Erneut ist es dann aber der 14. Schläger im Bag der ihn zur Verzweiflung bringt, denn ausgerechnet am einzigen Par 5 der Frontnine muss er nach einem Dreiputt aus fünf Metern auch das erste Bogey notieren.

Nur noch eine Chance für Royal Troon

Immerhin kann er aus starken Annäherungen rund um den Turn Profit schlagen und drückt sein Score so sogar auf 3 unter Par. Nach einem leicht verzogenem Approach danach auf der 11 muss er jedoch auch den nächsten Fehler einstecken. Das kostet auch prompt wieder die Sicherheit, denn nach einem wild weggehookten Drive, anschließendem besseren Querpass und einer weggesliceten Annäherung danach, halst er sich am Par 5 der 12 gleich das nächste Bogey auf. Der Probleme nicht genug stolpert er auf der 13 nach zu langem Eisen sogar in den schwarzen Triplepack und findet sich so endgültig nur noch bei Level Par wieder.

Die farbenfrohe Performance findet auch danach kein Ende, wie ein gelochter 4,5 Meter Putt am Par 3 der 14 und ein weiteres Birdie trotz versandeter Grünattacke am Par 5 der 15 eindrucksvoll unterstreicht. Erst auf den letzten Löchern kehrt dann wieder Ruhe ein, was ihn schließlich mit der 69 (-2) zum Recording marschieren lässt. Um sich nach dem 42. Platz in Ravenna doch noch das erhoffte Open Ticket zu holen, bleibt Bernd nun nur noch eine Chance. Da er beim Final Qualifying am Dienstag nicht mit von der Partie ist, müsste er bis Ende kommender Woche unter den Top 5 noch nicht qualifizierten im Race to Dubai landen, wozu er in München aber wohl zumindest die Top 3 knacken müsste.

Siem siegt im Stechen

An einem unglaublich schwierigen Finaltag biegen Tom McKibbin (ENG) nach der fantastischen 65 (-6) und Marcel Siem (GER) nach der 71 (Par) bei gesamt 10 unter Par ins Stechen ab, wo sich der Deutsche Routinier schließlich am ersten Extraloch zum neuen Italian Open Champion krönt.

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Matthias Schwab

Vor und zurück

Während Matthias Schwab bei den Italian Open mit einer 69 (-2) etliche Ränge gut macht, rutscht Bernd Wiesberger beim DP World Tour Event im Adriatic GC Cervia mit einer 72 (+2) um einige Plätze im Klassement zurück.

Matthias Schwab bastelte eine kunterbunte Runde zusammen, konnte zwei Bogeys und eine Doublette mit fünf Birdies aber mehr als in Schach halten und cuttete schließlich nach einiger Zitterei „on the number“ noch ins Wochenende. Nach einem soliden anfänglichen Par kommt dann am Moving Day bereits auf der 2 ziemlicher Stress auf, mit viel Gefühl kratzt er aus dem Grünbunker aber noch das Par. Sofort stabilisiert er sein Spiel aber wieder und knallt schließlich auf der 5 die Annäherung bis auf einen knappen Meter zur Fahne, was das erste Birdie zur Folge hat.

Das scheint den Rohrmooser richtig ins Rollen zu bringen, chippt er doch am Par 3 danach kurzerhand zum nächsten Erfolgserlebnis ein und klettert so erstmals spürbar am Leaderboard weiter nach oben. Nachdem sich jedoch am einzigen Par 5 der Frontnine dann nicht wie erhofft ein weiteres Birdie ausgeht und er sich danach am Par 3 mit einem Dreiputt aus gut 17 Metern auch das erste Bogey einfängt, bremst er sich doch recht unangenehm wieder ein. Den Fehler steckt er aber souverän weg und holt sich aus fünf Metern zu Beginn der Backnine auch das bereits dritte Birdie ab.

Fast holt er sich kurz darauf den nächsten Schlaggewinn ab, allerdings will der Birdieputt am Par 5 der 12 aus einem halben Meter nicht im Loch verschwinden. Mit Pars macht er zwar auch danach weiterhin so gut wie nichts verkehrt, kann sich jedoch keine wirklich zwingenden Birdiechancen mehr auflegen, was den Vortrieb im Klassement doch ziemlich zum Erliegen kommen lässt. Schlussendlich kommt er aber immerhin mit der 69 (-2) und seiner somit bislang besten Runde der Woche zum Recording, was ihn doch zumindest bis auf Rang 43 nach vor marschieren lässt.

Wiesberger am Rückzug

Bernd Wiesberger machte sich am Freitag mit einem Wasserball und daraus resultierenden Doppelbogey das Leben selbst ziemlich schwer, cuttete schlussendlich aber auch dank eines abschließenden Chip-ins sehr sicher ins Wochenende. Am Moving Day wird der Südburgenländer nun aber den Turbo zünden müssen, will er noch bis in die Spitzenregion des Leaderboards marschieren und um eines der beiden Open Tickets – die beiden besten noch nicht qualifizierten erhalten am Sonntag beim letzten Major des Jahres – mitfighten.

Bernd WiesbergerNachdem er die Runde mit einem Par auf der 1 grundsouverän beginnt, muss er bereits auf der 2 dann nach leicht verzogener Annäherung etwas zaubern, zieht sich mit einem starken Chip aber noch ohne gröbere Probleme aus der Affäre. Auf der 3 passt dann aber erstmals alles zusammen, denn mit einem perfekten Pitch nimmt er sich den Druck vom Putter und bringt so das erste Birdie zu Papier. Lange muss er sich auch danach nicht in Geduld üben, da er am Par 3 der 6 den Tee Shot bis auf einen Meter zur Fahne legt und so rasch das nächste Erfolgserlebnis einsackt.

Nachdem das Par 5 der 7 dann jedoch kein weiteres Birdie abwirft und er sich danach aus rund 18 Metern am Par 3 der 8 ein Dreiputtbogey eintritt, kommt er am Samstag vorerst jedoch noch nicht wirklich vom Fleck. Auch danach will der Putter nicht so recht mitspielen, wie etwa zunächst ein verschobener Birdieputt am Par 5 der 12 aus gut zwei Metern und danach ein weiteres Dreiputtbogey aus fünf Metern unterstreicht. Die Probleme reißen auch danach nicht ab, denn am Par 5 der 15 verschwindet der Drive im Bachlauf und nach erzwungenem Drop geht sich am Ende nur mehr das Bogey aus, was ihn sogar in den Plusbereich abdriften lässt.

Auf den verbleibenden Löchern kann er dann keinen Konter mehr setzen und muss sich so schließlich mit der durchwachsenen 72 (+1) anfreunden. Damit rutscht er nicht nur um etliche Ränge im Klassement bis auf Platz 56 zurück, auch die Topränge sind damit aller Voraussicht nach nur noch theoretischer Natur, womit er in dieser Woche auch die Open Tickets wohl klar außer Reichweite liegen dürften. Gleich vier Spieler teilen sich bei gesamt 10 unter Par die Führungsrolle.

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