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Kategorie: european_tour

Turbofinish

BMW INTERNATIONAL OPEN – FINAL: Lukas Nemecz verpasst nach einem abschließenden sehenswerten Eagle zwar hauchdünn die Top 10, kann sich mit der Turnierwoche im GC München Eichenried aber im Großen und Ganzen wohl durchaus zufrieden zeigen. Bernd Wiesberger kehrt der DP World Tour nach seinem Wechsel auf die LIV-Tour mit einem alles andere als prickelnden 61. Platz den Rücken.

Lukas Nemecz blieb auch am Moving Day weiter am Gas und marschierte mit einer weiteren 67 (-5) bis auf Rang 10 nach vor, womit der Steirer beim “halben Heimspiel” in München alle Chancen auf ein Topergebnis in Händen hält. Gleich auf der 1 steigt dann aber der Puls, denn nach einem wild verzogenen Drive erreicht er das Grün nicht wie geplant, scrambled sich aber noch sehenswert zum anfänglichen Par. Auch danach kehrt die Sicherheit noch nicht wirklich ein, mit gefühlvollen Putts und starkem Kurzspiel kratzt er aber weitere Pars auf die Scorecard.

Auf der 5 ergibt sich dann die erste echte Birdiechance am Sonntag, die er sich aus zwei Metern auch nicht entgehen lässt. Trotz des Erfolgserlebnisses kann man durchaus auch weiterhin von einer kampfbetonten Runde sprechen, denn nach Ungenauigkeiten verpasst er zunächst am darauffolgenden Par 5 das erhoffte Birdie und muss danach wieder viel Gefühl beweisen um nicht den ersten Fehler zu notieren.

Doppelbogey-Schock

Für die kleine Zaubershow belohnt er sich dann aber noch vor dem Turn, denn ein starker Pitch über den Grünbunker ermöglicht am Par 5 das zweite Birdie, womit er in den Toprängen auf die letzten neun Löcher des Turniers abbiegt. Ausgerechnet das Par 5 der 11 entpuppt sich dann aber zu einem echten Spielverderber, denn nach eingebunkerter Grünattacke erwischt er den Ball aus dem Bunker zu dünn und schickt ihn hinterm Grün ins H2O, was am Ende sogar im Doppelbogey mündet.

Das Bild des Tages setzt sich auch nach dem Doubletten-Schock weiter fort, denn mit deutlich ungenaueren Drives als an den Vortagen muss er immer wieder ums Par kämpfen und kommt so gar nicht in die Verlegenheit sich ein weiteres Birdie zu krallen. Dafür allerdings beendet der Steirer das Turnier mit einem echten Paukenschlag, denn vor dem Grandstands locht er aus etwa 14 Metern sogar zum Eagle und pusht sich mit dem Turbofinish noch zur 70 (-2), womit er am Ende nur hauchdünn als 13. ein Topergebnis verpasst. “Ich bin immer noch ganz euphorisch über den Eagle Putt, das war ein super cooler Moment und ein perfektes Finish für ein doch sehr gutes Turnier hier in Deutschland” jubelt Nemecz unmittelbar im Anschluss. “Vor allem bin ich froh, wie ich mich heute im Spiel gehalten hatte, weil mein langes Spiel definitiv nicht so gut war wie die letzten Tage. Ich habe mich aber super mit dem kurzen Spiel und dem Putten retten können.”

“Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Wochen, zuerst Irland und dann weiter nach Amerika, wo ich mein Debüt auf der PGA Tour geben werde, dank der Kooperation mit der DP World Tour.”

Von Beginn an Probleme

Bernd Wiesberger bestreitet am Sonntag wohl seine zumindest vorläufig letzte Runde auf der DP World Tour, denn nach den ausgesprochenen Strafen und Sperren für die “LIV Rebellen” darf und kann der Südburgenländer bei den kommenden Turnieren nicht mehr an den Start gehen. Vom 61. Platz aus ist die lukrative Leaderboardregion noch dazu bereits nicht einmal mehr am Horizont wirklich erkennbar.

Das ändert sich auch nach den ersten Löchern nicht, denn nach zwei anfänglichen Pars erreicht er auf den Löchern danach aus dem Rough die Grüns nicht wie erhofft und tritt sich so sogar einen Bogeytriplepack ein, der ihn naturgemäß am hinteren Ende regelrecht einzementiert. Immerhin sorgt er am Par 5 der 6 dann für ein erstes echtes Highlight, denn aus 14 Metern findet der Eagleputt den Weg ins Ziel, womit er sich etwas aus der Bogey-Umklammerung befreien kann.

Die Freude währt jedoch nur kurz, denn nach einem wild verzogenen Eisen geht sich am Par 3 der 8 sogar nur das Doppelbogey aus, womit er den Eagle von zuvor ungewollt rasch wieder egalisiert. Immerhin holt er sich zumindest auch vom zweiten Par 5 kurz vor dem Turn in Form eines Birdies ein kleines Erfolgserlebnis ab. Auch auf den Backnine geht es weiterhin kunterbunt dahin, womit er im Klassement weiterhin feststeckt.

Letzter DP World Tour Auftritt?

Immerhin holt er sich neben drei Bogeys auf der zweiten Platzhälfte auch noch vier Birdies ab, der scoretechnische Ausgleich bleibt ihm jedoch am Ende verwehrt, weshalb er BMW International Open nur mit einer 73 (+1) und nur auf Rang 61 beendet. Für Bernd dürfte aufgrund seines Wechsels zur LIV-Tour damit auch das vorläufige Ende auf der DP World Tour eingeläutet sein. Das anstehende Major in St. Andrews wird so, je nach Abschneiden, wohl die letzten Race 2 Dubai Points und Weltranglistenpunkte für längere Zeit in Richtung Südburgenland transferieren.

“Schön, dass ich das schwache Spiel in dieser Woche mit ein paar späten Birdies noch abfedern konnte”, so sein kurzer Kommentar zur Finalrunde via Instagram. Haotong Li (CHN) setzt sich in einem nervenaufreibenden Stechen gegen Thomas Pieters (BEL) mit einem Superputt aus großer Distanz am ersten Extraloch mit Birdie gegen Par durch und ist der neue BMW International Open Champion.

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Am Gas geblieben

BMW INTERNATIONAL OPEN – 3. RUNDE: Lukas Nemecz lässt sich von einem frühen Bogey nicht unterkriegen und marschiert am Moving Day im GC München Eichenried zu einer weiteren 67 (-5), womit er klar die Chance aufs erhoffte Topergebnis wahrt. Bernd Wiesberger steckt bei seiner DP World Tour Abschiedsvorstellung mit einer 72 (Par) im Leaderboard-Keller fest.

Lukas Nemecz zeigte am Freitag eine richtig starke Leistung und pushte sich vor allem dank eines bärenstarken Finishes zu einer 67 (-5), die ihn nur knapp hinter den Top 10 ins Wochenende starten lässt. Auch Bernd Wiesberger verlängerte mit einer fehlerlosen 68 (-4) seinen womöglichen Abschied von der DP World Tour – die Tour verlautbarte für die “LIV Rebellen” am Freitag die Sanktionen – zumindest noch um zwei weitere Tage.

Lukas Nemecz findet alles andere als gut in den dritten Spieltag, denn schon am Par 3 der 2 streikt der Putter etwas und brummt ihm aus 12,5 Metern ein Dreiputtbogey auf, was rasch etliche Ränge kostet. So richtig leicht geht auch danach nicht wirklich vieles von der Hand. Erst am Par 5 der 6 holt er sich dann nach starkem Chip auch das erste Birdie ab und rückt sein Score so wieder zurecht.

Das bringt den Steirer sichtlich auch auf Touren, denn auf der 7 parkt sich die Annäherung in ganz ähnlicher Distanz ein, was er schließlich zum Birdiedoppelschlag auszunützen weiß. Nach einem Par am Par 3 der 8 hat er dann am zweiten Par 5 der Runde kurz vor dem Turn sogar Pech, dass nicht gleich der Eagleputt aus vier Metern sein Ziel findet, mit dem nächsten Birdie biegt er aber endgültig in die richtige Richtung ab.

Gut durchgezogen

Richtig schön im Flow knallt er auf der 10 gleich das nächste starke Eisen aufs Grün und da er danach zum bereits dritten Mal vom Par 5 der 11 ein Birdie mitnimmt, taucht er endgültig erstmals in den Top 10 auf. Erst danach geht er es etwas ruhiger an, bis auf der 15 aus 3,5 Metern der nächste Birdieputt ins Loch rollt und ihn so weiterhin unter den besten 10 hält.

Nachdem er die Runde dann souverän mit Pars über die Zeit schaukelt, unterschreibt er wie schon am Vortag erneut die 67 (-5) und wahrt damit als 10. klar alle Chancen beim “halben Heimspiel” aus München am Sonntag ein Topergebnis mitnehmen zu können.

“Die zweite 67 hintereinander ist echt cool, vor allem freue ich mich, dass ich an diesem Low-Scoring Tag so gut mitgehalten hab. Es ist schön, dass ich nach zwei Wochen Pause jetzt wieder voll dabei bin und ich freue mich jedenfalls schon riesig auf den morgigen Tag”, resümiert Lukas Nemecz sichtlich zufrieden.

“Ich konnte bislang die Par 5 wirklich sehr gut nützen und ich denke, dass das hier auch der Schlüssel zum Erfolg ist. Heute hab ich gleich drei mit dem zweiten getroffen, was natürlich sehr fein war. Aber generell bin ich mit dem langen Spiel von Tee bis Grün sehr zufrieden, was mir auch viele Chancen auflegt. Mit heißem Putter ist morgen sicher noch einiges möglich.”

Im Leaderboardkeller

Richtig gewinnbringend verläuft der Start für Bernd Wiesberger am Samstag nicht, denn aus gut 14 Metern tritt er sich gleich am Par 3 der 2 ein Dreiputtbogey ein, was für einen mehr als nur verhaltenen Beginn am Moving Day sorgt. Immerhin holt er sich schon auf der 5 aus gut 1,5 Metern auch das erste Birdie ab und rückt sein Score so recht zeitnah wieder zurecht.

Zwar verpasst er am darauffolgenden Par 5 noch das erhoffte Birdie, holt dieses nach starker Annäherung aber auf der 7 nach und krallt sich kurz vor dem Turn am Par 5 der 9 noch einen weiteren roten Eintrag, womit es erstmals richtig spürbar im Klassement in die richtige Richtung geht. Nur kurz muss er sich dann etwas in Geduld üben, ehe am Par 3 der 12 ein weitere längerer Putt den Weg ins Ziel findet und den Südburgenländer immer weiter Richtung Norden pusht.

Auf der 13 wird es dann allerdings kostspielig, denn nach eingebunkertem Drive findet er zwar den Weg aufs Grün, aus großer Distanz rollt der Putt aber unangenehm vom Kurzgemähten, was am Ende sogar im Doppelbogey mündet. Nachdem dann am kurzen Par 4 der 16 der Abschlag noch dazu ins Wasser segelt, rutscht er endgültig wieder auf Level Par zurück.

Immerhin holt er sich am darauffolgenden Par 3 aus etwa neun Metern prompt wieder das Minus als Vorzeichen ab. Ausgerechnet am birdiefreundlichen Par 5 der 18 wassert er dann noch einen weiteren Abschlag und kommt so schließlich am Moving Day gar nur zu einer 72 (Par), womit er im Klassement um einige Ränge zurückrutscht und die vorerst letzte DP World Tour Runde seiner Karriere so nur vom 61. Platz aus in Angriff nimmt.

“Ich bin in zu leichte Fehler gelaufen heute. Am Anfang hab ich gut gespielt, aber gegen Ende einfach zu viele Schläge liegengelassen”, so Bernd danach via Instagram. Haotong Li (CHN) geht nach der 67 (-5) und bei gesamt 20 unter Par als Leader in den Sonntag.

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Beachtlicher Vorstoß

BMW INTERNATIONAL OPEN – 2. RUNDE: Lukas Nemecz bringt dank eines abschließenden roten Triplepacks am Freitag im GC München Eichenried sogar eine 67 (-5) zum Recording und schließt damit zu den Top 10 auf. Bernd Wiesberger schafft mti einer fehlerlosen 68 (-4) genau “on the number” noch den Sprung ins Weekend.

Lukas Nemecz ging zum Auftakt am Donnerstag Nachmittag zwar nicht wirklich vieles leicht von der Hand, mit einer 70 (-2) brachte sich der Steirer aber zumindest auf Cutkurs und hofft nun, dass er seine frühere Startzeit am Freitag gewinnbringend in die Waagschale werfen kann. Der Start kann sich dann auch durchaus sehen lassen, denn nach einem soliden anfänglichen Par geht sich bereits am Par 5 der 11 nach gelungener Grünattacke das erste Birdie aus.

Auch in Folge spult der Steirer von Tee bis Grün einen richtig soliden Auftritt ab und belohnt sich trotz eines knapp ins Rough gesetzten Drives mit einem starken Eisen auf der 15 mit dem zweiten Birdie, was ihn nicht nur bis ins vordere Mittelfeld pusht, sondern ihm auch zur Cutlinie etwas Luft verschafft. Stark zieht er dann auch am Par 5 der 18 die Attacke übers Wasser, nimmt nach weiterem sicheren Zweiputt das dritte Birdie mit und macht so richtig starke Backnine endgültig perfekt.

Kaum auf den vorderen Neun angekommen ändert sich das Bild dann allerdings, denn ein verzogener Abschlag und eine eingebunkerte Annäherung inklusive Drop mündet sogar im Doppelbogey und wirft den 32-jährigen wieder deutlich zurück. Lukas zeigt sich mental aber richtig stark und holt sich gleich am darauffolgenden Par 3 aus vier Metern sein viertes Birdie ab und federt die Doublette so zumindest etwas ab.

Super-Finish

Danach muss er sich etwas in Geduld üben und selbst das Par 5 der 6 will kein weiteres Birdie abwerfen. Dafür allerdings bringt er auf der 7 den Putter wieder auf die benötigte Temperatur und schiebt sich mit einem gelochten 3,5 Meterputt wieder um einige Plätze weiter nach vor. Das heizt dem 14. Schläger im Bag sichtlich gegen Ende noch einmal so richtig ein, denn am Par 3 der 8 gelingt die selbe Übung sogar aus gut fünf Metern, womit sogar bereits die Top 10 ins Sichtfeld rücken.

Stilecht holt er sich dann auch noch trotz überschlagener Grünattacke am Par 5 der 9 ein Birdie ab und kommt nach dem abschließenden Birdiehattrick sogar mit der 67 (-5) zum Recording, was ihm als 16. eine mehr als nur vielversprechende Ausgangslage fürs Wochenende einbringt.

“Das war vor allem heute eine richtig gute Runde, wenngleich es nicht ganz so leicht von der Hand gegangen ist, wie es am Ende vielleicht aussieht. Ich hab gut begonnen, dann aber auf der 1 nach einem Steckschuss an der Bunkerkante aus dem Nichts das Doppelbogey nehmen müssen, was einfach wirklich unglücklich war”, erklärt der frisch gebackene Ehemann die Doublette.

Abschließend meint er: “Das hat mich auch unter Druck gebracht, ich hab dann aber mit etwas mehr Wut im Bach richtig gut weitergespielt und sehr gut gefinished. Es ist jetzt wieder eine gute Ausgangslage fürs Wochenende, worüber ich natürlich sehr happy bin. Mit dem neuen Putter bin ich auch wirklich sehr sicher bei den kurzen Putts, was auf jeden Fall sehr hilfreich ist.”

Vom Gewitter eingebremst

Bernd Wiesberger kämpfte im reinen “LIV-Flight” mit Louis Oosthuizen und Sergio Garcia mit den selben Problemen wie schon in den letzten Wochen, denn erneut wollten die Annäherungen nicht zwingend genug zu den Fahnen und der Putter konnte diesen Umstand nicht ausmerzen, weshalb er sich nach der 72 (Par) nur klar hinter der prognostizierten Cutlinie einreihte.

Aufgrund des verlautbarten “LIV-Urteils” der Tour, wird der Flight mit Bernd, Garcia und Oosthuizen im TV beinhart ignoriert, was aufgrund der gezeigten Leistungen der drei Akteure jedoch zumindest vorerst nicht wirklich schwer ins Gewicht fällt. Bernd muss sich überhaupt gleich bis zum Par 5 der 6 gedulden, ehe eine starke Grünattacke das erste Birdie ermöglicht und ihn zumindest etwas näher an die gezogene Linie heranbringt.

Nach einem sehenswerten Parsave am Par 3 der 8, legt er sich dann am zweiten Par 5 abermals die Eaglechance auf und tastet sich mit seinem zweiten Schlaggewinn des Tages bis auf einen Stroke an die Cutmarke heran. Nach zehn gespielten Löchern ertönen schließlich die Sirenen und beordern die Spieler aufgrund eines herannahenden Gewitters zurück ins Clubhaus. Bei der Fortsetzung lässt er dann das Par 5 der 11 ungenützt verstreichen, holt sich dafür aber mit einem Chip-in auf der 13 sein drittes Birdie ab und zieht damit erstmals über die Cutmarke nach vor.

Gerade als der Cut droht auf 4 unter Par zu springen, zündet der Südburgenländer ein messerscharfes Eisen und holt sich auf der 16 aus kürzester Distanz das nächste Birdie ab. Schlussendlich bringt er die 68 (-4) ins Ziel und schafft so als 50. genau “on the number” noch den Cut. Damit verlängert er seinen womöglichen Abschied von der DP World Tour zumindest noch um zwei weitere Tage.

Haotong Li (CHN) geht nach der 67 (-5) und bei gesamt 15 unter Par als Leader in den Moving Day.

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DP-Tour straft LIV-Rebellen

Die DP World Tour straft LIV-Rebellen wie Bernd Wiesberger finanziell und durch Sperren ab: im Wiederholungsfall soll es weitreichende Turniersperren geben.

“Jede Aktion im Leben hat Konsequenzen, das ist nicht anders im Profisport, besonders für jene, die die Regeln brechen,” gibt DP World Tour-Boss Keith Pelley den LIV-Rebellen unter seinen Mitgliedern unmissverständlich zu verstehen.

Bernd Wiesberger, Sergio Garcia, Lee Westwood, Ian Poulter oder Louis Oosthuizen, die nach den vertraglich verpflichtenden Regularien der Tour um Teilnahme an LIV-Events ansuchten und allesamt eine abschlägige Antwort erhielten, diese aber ignorierten, werden mit folgenden Sanktionen belegt:

100.000 Pfund Strafe für jeden betroffenen Spieler, zugunsten der Preisgeldpools von Turnieren sowie dem Golf for Good-Programm. Dies kommt somit den treuen Tourmitgliedern über erhöhtes Preisgeld zugute. Wie Skysports.com auf Basis von neuen Recherchen berichtet, will LIV doch nicht mehr für Strafzahlungen aufkommen, wie zuvor angenommen.

Sperre für Scottish Open, Barbasol Championship sowie Barracuda Championship, die allesamt gemeinsam mit der PGA Tour ausgetragen werden.

Den Wink mit dem Zaunpfahl hebt sich Keith Pelley für den Schlusssatz auf: “Die Teilnahme an weiteren LIV-Turnieren ohne Freigabe wird zu weiteren Sanktionen führen”. Angedacht wird eine Verdoppelung der Strafen pro Teilnahme an jedem weiteren LIV-Event.

Im Fall von Bernd Wiesberger bedeutet das abgesehen von den Strafzahlungen: sollte er seinen veröffentlichten Turnierkalender mit drei weiteren geplanten LIV-Starts in Amerika nicht ändern, wären Sperren für Topturniere wie die BMW Championship oder die Finals der DP World Tour wohl die logische Folge – und damit auch kein Sammeln mehr von Punkten für World Ranking, Race to Dubai und die im Herbst anlaufende Qualifikation für den Ryder Cup 2023 möglich. Die von Bernd Wiesberger verfolgte Strategie, beide Tours zu spielen, dürfte somit nicht aufgegangen sein.

Golfdigest berichtet, wie die betroffenen Spieler verständigt wurden: “Jene Spieler, die beim ersten LIV event spielten und zur Zeit in München bei der BMW, wurden über ihr Schicksal am Donnerstag informiert in einem (laut Golf Digest Quelle) zeitweise hitzigen Meeting. Von Wiesberger wurde laut der Quelle berichtet, dass er darüber besonders verärgert war.”

DP World und PGA Tour rücken weiter zusammen

Keith Pelley weist auch Spekulation britischer Medien zurück, die Europäer könnten Seiten wechseln und mit LIV zusammengehen: “Das ist reine Fiktion und hat keinerlei Grundlage. Manche Medien sollten sich wieder zurück auf die Fakten besinnen. Unsere im November 2020 mit der PGA Tour eingegangene Kooperation war richtig und unsere Spieler, Sponsoren und Stakeholder profitieren massiv davon.”

Die Auswirkungen auf die Ryder Cup-Qualifikation will Pelley noch nicht kommentieren: “Wir haben noch nicht einmal die europäischen Qualifikationskriterien beschlossen, dafür ist es noch zu früh.” Die Sperre aller Stars für das US Team – aktuell drei aus der siegreichen Auswahl von 2021 – wird es den Europäern aber schwer ermöglichen, ein Team mit LIV zu bilden, während der Titelverteidiger bereits fix ohne LIV antritt…

Anmerkung: Gegenüber der ersten Version wurden folgende Passagen geändert:

Wie Skysports.com auf Basis von neuen Recherchen berichtet, will LIV doch nicht mehr für Strafzahlungen aufkommen, wie zuvor angenommen.

Angedacht wird eine Verdoppelung der Strafen pro Teilnahme an jedem weiteren LIV-Event.

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Verhalten in München

BMW INTERNATIONAL OPEN – 1. RUNDE: Lukas Nemecz bringt sich am Donnerstag im GC München-Eichenried mit einer 70 (-2) zumindest auf Cutkurs. Bernd Wiesberger kann seine frühe Startzeit nicht nützen und bringt nur die 72 (Par) zum Recording.

Trotz ungewisser Zukunft auf der DP World Tour nach dem Wechsel auf die saudiarabische LIV-Tour darf Bernd Wiesberger noch gemeinsam mit Martin Kaymer und Sergio Garcia bei der BMW International Open an den Start gehen. Nach dem Abrutschen auf Position 97 im World Ranking benötigt der Burgenländer dringend Punkte, vor allem da diese bis auf Weiteres bei LIV-Events nicht vergeben werden.

In München-Eichenried wartet auf ihn noch einmal starke Konkurrenz mit einem vollen Starterfeld, mit Topstar Billy Horschel und dem Belgier Thomas Pieters. Lukas Nemecz konnte seine Batterien wieder aufladen und hofft ebenso auf halben Heimvorteil am Weisswurst-Äquator.

Gleich zu Beginn hat der Steirer nach verzogenem Drive dann etwas zu kämpen, kratzt aber noch das anfängliche Par und lässt danach mit recht solidem Spiel von Tee bis Grün nichts anbrennen. Am ersten Par 5 kann er sich dann für das bislang geduldige Spiel belohnen und taucht nach nur knapp verzogener Grünattacke mit dem ersten Birdie erstmals in den roten Bereich ab.

Lange währt die Freude darüber jedoch nicht, denn nach einem Abschlag ins Rough findet er auch das Kurzgemähte nicht und muss nach verpasstem Up & Down postwendend den Ausgleich einstecken. Ein Unglück kommt für Lukas auch selten allein, denn nach eingebunkertem Teeshot geht sich auch am Par 3 danach nur ein Bogey aus, was den Steirer aber nicht wirklich aus der Ruhe bringt, wie er in einem On-Course Interview danach sichtlich entspannt bestätigt.

Mit Par 5 Birdie auf Kurs gebracht

“Die Schwierigkeit hier ist klar das Semi-Rough, denn es ist zwar recht kurz gemäht, aber so dicht, dass man oft die Lagen unterschätzt. Auf den Par 5 Löchern heißt es hier einfach den Score zu machen, denn das sind klar die Birdielöcher in München”, sprach er und krallt sich nur Minuten später nach starker Grünattacke wieder den scoretechnischen Ausgleich.

Auch danach setzt er seine Worte perfekt in die Tat um, denn auch auf der 11 bringt er die Grünattacke im anvisierten Ziel unter und krallt sich mit einem sicheren Zweiputt schließlich wieder das Minus als Vorzeichen. Ein messerscharfes Eisen auf der 13 kann er dann aus einem Meter ins nächste Birdie verwandeln, womit er bereits bis ins solide Mittelfeld nach oben klettert.

Mit sicherem Spiel lässt er danach zwar nichts mehr anbrennen, kann jedoch auch kein weiteres Birdie mehr auf die Scorecard zaubern, weshalb er sich schließlich mit der 70 (-2) zufrieden geben muss, die ihn aber als 45. immerhin auf Cutkurs bringt.

Frühe Startzeit nicht genützt

Zum Auftakt ist Bernd Wiesberger im reinen “LIV-Flight” mit Sergio Garcia und Louis Oosthuizen gleich mit früher Startzeit unterwegs und findet alles andere als gut ins Turnier, denn am Par 5 der 11 lässt er aus dem Grünbunker das erhoffte schnelle Birdie liegen und stolpert nach einem weiteren Ausflug in den Sand am Par 3 der 12 ins erste Bogey.

Mit recht souveränem Spiel stabilisiert die Performance danach zwar wieder, einer ersten echten Birdiechance läuft er jedoch weiterhin vergeblich hinterher. Erst kurz vor dem Turn kann er nach starker Grünattacke am Par 5 der 18 dann sein Score mit einem sicheren Zweiputt aus sechs Metern wieder zurechtrücken.

Nach einem knapp verfehlten Grün kann er sich am Par 3 der 2 dann allerdings nicht mehr zum Par scramblen und rutscht so rasch wieder in den Plusbereich ab. Am Par 5 der 6 findet die Attacke zwar knapp nicht das anvisierte Ziel, mit einem gefühlvollen Chip geht sich aber immerhin zumindest der erneute Ausgleich zurück auf Level Par aus.

Mehr will zum Auftakt jedoch nicht mehr gelingen, weshalb er sich schlussendlich mit einer 72 (Par) zufrieden geben will. Die Spitzenplätze sind damit zwar alles andere als außer Reichweite, die Ausgangslage könnte für den weiteren Turnierverlauf aber eindeutig besser sein, auch weil er als 87. bereits auf die prognostizierte Cutmarke zwei Schläge aufholen muss.

“Das war eine ziemlich zähe Runde heute Morgen. Ich hab gut gedrived, aber hab den Ball dann nicht nah genug an die Fahnen bekommen um einen anständigen Score zu erzielen”, so der Südburgenländer nach der 72. Haotong Li (CHN) packt eine 62 (-10) aus und diktiert damit das Tempo.

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Luft ausgegangen

PORSCHE EUROPEAN OPEN – FINAL: Lukas Nemecz findet am Finaltag im Green Eagle GC keinen brauchbaren Rhythmus und rutscht mit einer durchwachsenen 75 (+3) in Hamburg noch bis auf Rang 29 im Klassement ab.

Lukas Nemecz packte am Moving Day mit der 70 (-2) die erste rote Runde der Woche aus und marschierte damit am schwierigen Green Eagle GC bis auf Rang 11 nach vor. Bei nur einem einzigen Schlag Rückstand auf die Spitzenränge und nur deren fünf auf Leader Victor Perez (FRA) scheint in Hamburg für den Steirer am Sonntag im Flight mit Tommy Fleetwood (ENG) eigentlich noch so gut wie alles möglich zu sein, allerdings findet der Aufsteiger nahezu die gesamte Runde über keinen brauchbaren Rhythmus.

Dabei glückt wie auch an den Tagen zuvor auch diesmal wieder der Start mit anfänglichen Pars ohne große Schwierigkeiten. Bei noch leicht besseren Scores als an den Tagen zuvor kommt ihm eine etwas zu kurze und damit gewasserte Annäherung auf der 4 dann mit dem ersten Bogey aber recht teuer zu stehen, rutscht er damit doch gleich um gut zehn Ränge im Klassement zurück.

Nur kurz Hoffnung

Wie schon die gesamte Woche über stellt ihm die zähe 6 auch am Sonntag wieder ein Bein und hängt ihm nach verfehltem Grün rasch das nächste Bogey um, womit ein eher verpatzter Start in die Finalrunde kaum mehr zu leugnen ist. Kurz vor dem Wechsel auf die letzten neun Löcher des Turniers geht sich dann am Par 5 der 9 aber trotz eines eingebunkerten Abschlags das erste Birdie aus, was ihn auch wieder zu den Top 10 aufschließen lässt.

Da er nach einem verzogenen Drive erst den dritten Schlag am Grün unterbringt und danach noch dazu einige Schwierigkeiten im kurzen Spiel hat, rutscht er auf der 10 sogar in ein Doppelbogey, womit es postwendend wieder im Klassement in die klar falsche Richtung geht. Auch danach hat der Steirer hart zu kämpfen und nach einem verpassten Par 5 Birdie auf der 11 setzt es nach gleich zwei Ausflügen in die Bunker bereits auf der 12 den nächsten Fehler.

Zwar lässt zum vierten Mal in Hamburg dann das abschließende Par 5 einen Schlag springen, allerdings fungiert das Birdie nur noch einigermaßen als Schadensbegrenzung, denn mit der 75 (+3) pendelt er sich erst auf Rang 29 wieder ein. In den nächsten beiden Wochen hat Lukas Nemecz nun etwas Zeit um am Spiel zu feilen, da er für das Scandinavian Mixed kommende Woche nicht genannt hat und die Qualifikation für die US Open über das Mini-Ranking der DP World Tour verpasste.

“Mit Tommy auf der Runde war es heute super. Ich kenne ihn prinzipiell schon länger, aber er ist voll am Boden geblieben und die Stimmung war großartig heute. Es war auch spielerisch recht okay heute, allerdings hab ich mich zu oft beim Schläger bzw. Wind verschätzt und nach guten Schlägen um Pars und Bogeys kämpfen müssen”, so der 32-jährige zur Finalrunde.

Kalle Samooja (FIN) marschiert mit einer 64 (-8) noch vom 22. Platz bis an die Spitze nach vor und feiert bei gesamt 6 unter Par einen unverhofften Sieg in Hamburg.

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Vieles richtig gemacht

PORSCHE EUROPEAN OPEN – 3. RUNDE: Lukas Nemecz macht am Moving Day im langen Green Eagle GC vieles richtig und klettert mit einer 70 (-2) sehenswert im Klassement nach vor, was ihm vor den letzten 18 Löchern auch eine sehr vielversprechende Ausgangslage auflegt.

Lukas Nemecz musste am langen Green Eagle GC von Hamburg auch am Freitag wieder einigermaßen kämpfen, ließ mit der zweiten 73 (+1) in Sachen Cut aber rein gar nichts anbrennen und startet aus dem soliden Mittelfeld ins Wochenende. Bei einem dichtgedrängten Leaderboard scheint in Hamburg mit einem starken Wochenende noch vieles für den Steirer möglich zu sein.

Der Start kann sich am Samstag dann auch durchaus sehen lassen, denn nach zwei anfänglichen Pars, legt er auf der 3 die Annäherung bis auf 1,5 Meter zur Fahne und lässt sich die sich bietende Chance auf das erste Birdie nicht entgehen. Zum dritten Mal in dieser Woche wird ihm dann jedoch die 6 etwas zum Verhängnis, denn die Annäherung versandet hinterm Grün im Bunker, von wo aus sich der Parsave nicht mehr ausgeht.

Bereits am Par 3 der 8 krallt er sich aber das nächste Birdie, nachdem er den Abschlag bis auf einen halben Meter anmisst und so sehenswert den Druck vom Putter nimmt. Nachdem dann am Par 5 der 9 auch der Dreimeterputt fällt, kommt er sogar bei 2 unter Par auf den Backnine an und ist so endgültig an den Top 10 dran. Danach schläft sein Spiel etwas ein, wobei er mit einer Parserie nichts verkehrt macht. Erst das Par 5 der 16 entwickelt sich nach einem verzogenen Drive mit dem zweiten Bogey des Tages dann alles andere als gewinnbringend.

Obwohl es sich auf der 18 die Grünattacke im Bunker gemütlich macht, kann er die Schlussbahn noch zu einem weiteren Birdie überreden, bessert so den Faux-pas der 16 noch aus und zieht mit der 70 (-2) stark im Klassement bis auf Rang 11 nach vor, was ihm vor den letzten 18 Löchern am Sonntag eine richtig gute Ausgangslage einbringt. Victor Perez (FRA) geht nach der 71 (-1) und bei gesamt 5 unter Par als Führender in den Finaltag.

“Ich habe zwar heute immer noch einige knappe Putts gehabt, aber mich trotzdem deutlich gesteigert beim Putten und dank wirklich guter Eisen einiges gut machen können. Das Wetter war echt gut, aber der Platz und vor allem die Fahnenpositionen waren bis jetzt extrem schwer. Ich freue mich jedenfalls auf morgen. Mit Tommy Fleetwood im Flight werden sicher viele Leute mitgehen und es wird sicher spannend”, merkt man Lukas Nemecz die Vorfreude auf die Finalrunde bereits richtiggehend an.

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Weekend erarbeitet

PORSCHE EUROPEAN OPEN – 2. RUNDE: Lukas Nemecz kämpft sich am Freitag im Green Eagle GC zu einer weiteren 73 und cuttet damit ganz sicher im Mittelfeld ins Wochenende.

Lukas Nemecz hatte zum Auftakt am langen Green Eagle GC zwar mit einem eiskalten Putter zu kämpfen, konterte diesen aber meist geschickt aus und brachte am Donnerstag so schließlich die 73 (+1) über die Ziellinie, womit er klar innerhalb der prognostizierten Cutmarke in den Freitag startet. Am zweiten Spieltag hofft er nun, dass sich die wärmeren Temperaturen auch auf den 14. Schläger im Bag übertragen.

Gleich zu Beginn hat er etwas mit Ungenauigkeiten zu kämpfen, legt mit anfänglichen Pars aber einen rehct souveränen Start hin, ehe es ihn auf der 12 nach einem knapp verfehlten Grün dann doch mit dem ersten Fehler erwischt. Dieser trägt auch nicht gerade dazu bei das Spiel zu schärfen, denn nach eingebunkertem Abschlag auf der 13 setzt es prompt das nächste Bogey. Nachdem ein Viermeterputt den Weg ins Ziel findet, kann der Steirer am Par 5 der 15 dann auch erstmals gegensteuern.

Nach nur leicht zu langer Grünattacke geht sich schließlich kurz vor dem Wechsel auf die Frontnine auch auf der 18 noch ein Birdie aus, womit er sich endgültig wieder auf Level Par zurückkämpft und sich so auch wieder recht angenehm Luft zur Cutlinie verschafft. Nach souveränen ersten Löchern auf den Frontnine wird ihm ein verpasstes Grün schließlich auf der 4 wieder zum Verhängnis, da er sich aus dem Rough nicht mehr zum Par scramblen kann.

Zwar rückt er sein Score sofort am darauffolgenden Par 3 aus etwa 2,5 Metern wieder zurecht, muss auf der 15 aus etwa 22 Metern aber am Grün gleich dreimal ansetzen und rutscht so prompt wieder auf 1 über Par zurück. Doch wieder hat der Aufsteiger prompt die passende Antwort parat und rückt nach starkem Approach einmal mehr sein Score wieder zurecht.

Ausgerechnet am Par 5 Schlussloch setzt es dann nach verpasstem Up & Down noch ein abschließendes Bogey, die zweite 73 (+1) reicht aber um als 33. im Mittelfeld den Weg ins Wochenende antreten zu können. Bei dem dichtgedrängten Leaderboard scheint mit zwei guten Runden am Wochenende darüber hinaus sogar noch vieles möglich zu sein. Jordan Smith (ENG) geht nach der 68 (-4) und bei gesamt 6 unter Par als Leader in den Moving Day.

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Kalten Putter ausgekontert

PORSCHE EUROPEAN OPEN – 1. RUNDE: Lukas Nemecz hat im Green Eagle GC von Hamburg zum Auftakt zwar alle Hände voll zu tun, trotz kaltem Putter wahrt er aber mit starken Kontern klar die Chance aufs Wochenende.

Nach dem unglücklich verpassten Cut in Holland hat Lukas Nemecz ein paar Tage extra bekommen um sein Spiel nachzuschärfen. Ob das gelungen ist, wird ein harter Golftest am zähen Green Eagle Golf Course erweisen. In Hamburg geht es zwar erneut nur um 1,750.000 Euro Preisgeld, mit Tommy Fleetwood, Martin Kaymer und Ryder Cup-Captain Henrik Stenson sind jedoch einige prominente Zugpferde bei der Porsche European Open mit dabei.

Am langen Terrain findet sich der Steirer auf den ersten Löchern durchaus gut zurecht und beginnt in der Hansestadt mit souveränen Pars. Auf der 4 hat er dann allerdings Glück, dass sich der Abschlag noch knapp vor dem Wasser einbremst, aus unguter Lage kann er den Ball aber nicht kontrollieren und kann in Folge das erste Bogey nicht mehr abwenden. Ein Unglück kommt zu dieser Zeit für den Steirer auch nicht allein, denn ein Dreiputt aus gerade mal fünf Metern am darauffolgenden Par 3 und ein Wasserball auf der 6 münden schlussendlich sogar in einem Bogeytriplepack, womit er klarerweise deutlich abrutscht.

Immerhin geht sich mit einem starken Wedge auf der 7 dann aus 1,5 Metern auch das erste Birdie aus, womit er die Negativspirale recht ansehnlich einbremst. Kurz vor dem Wechsel auf die zweiten Neun locht er dann am Par 5 der 9 fast die Annäherung und nimmt mit einem Tap-in noch ein weiteres Erfolgserlebnis mit. Erst auf der 13 kommt dann wieder Farbe ins Spiel, in Form eines weiteren Dreiputts jedoch die eindeutig falsche. Der Aufsteiger setzt aber den perfekten Konter, denn mit einem sensationellen gelochten Sandschlag sorgt er am Par 3 danach für ein echtes Highlight der ersten Runde.

Am letzten Par 3 der Runde streikt dann jedoch abermals der Putter und hängt ihm mit dem nächsten Dreiputt das nächste vermeidbare Bogey um. Da er das abschließende Par 5 jedoch noch zu einem weiteren Birdie überreden kann und er so erneut einen Fehler prompt auskontert, reiht er sich nach dem ersten Spieltag mit der 73 (+1) und als 40. klar innerhalb der prognostizierte Cutmarke ein.

Nach der kampfbetonten Runde meint er: “Es war doch sehr schwierig zu spielen. In der Früh war es zusätzlich zum Wind noch sehr kalt. Ich hab großteils aber gut gespielt und auch gute Eisen geschlagen, leider aber auf den Grüns einiges liegengelassen und zu viele Dreiputts gemacht. Insgesamt betrachtet wars aber ein solider erster Tag.”

Haotong Li (CHN) und Joakim Lagergren (SWE) geben nach 67er (-5) Runden das Tempo vor.

Leaderboard Porsche European Open

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Sperren für LIV-Rebels?

Wiesberger und Co. drohen mit der LIV-Teilnahme heftige Sanktionen bis zur Sperre und Ausschluss von DP World und PGA Tour.

Im Schlagabtausch zwischen den großen Golftours und ihren Ü35-Stars liegt nach der Nennung für den LIV-Opener am 9.6. der Ball wieder in Wentworth und Ponte Vedra Beach. Wie werden die beiden dominierenden Profi-Tours nun reagieren? Ein Sprecher der PGA Tour erklärte gegenüber Golf Digest, dass Sanktionen erst kommende Woche nach den ersten Golfschlägen der LIV-Tour erfolgen werden. Gleiches wird von der DP World Tour erwartet, die in dieser Angelegenheit schon bisher den mächtigeren Amerikanern die Führungsrolle überlassen hatte.

Rechte und Pflichten für Tour-Mitglieder

Die Papierform im Machtkampf zwischen Tours und Spielern ist eigentlich überraschend eindeutig, hier exemplarisch für Bernd Wiesberger erklärt. Jeder Spieler, der auf der DP World Tour regulär aufteen will, unterschreibt eine Mitgliedschaft in Wentworth. Damit verpflichtet er sich untrennbar und in vollem Ausmaß zur Einhaltung der Regeln aus der Mitgliedschaft, das reicht vom Verhalten bei Turnieren über Maßgaben für Werbung bis zu konkreten ethischen Verhaltensregeln. Das alles ist im Wesentlichen “von den Pros für die Pros” gestaltet und von der Tour überwacht.

Die “Bibel” für die Spieler ist das sogenannte “Regulations Handbook”, das Golf-Live vorliegt und erstaunlich präzise und detailliert auch auf einen “Fall LIV” abstellt. Zentraler Punkt ist die Freigabe zur Teilnahme an Turnieren außerhalb der Heimattour. Bereits zu Jahresbeginn 2022 hatten Paul Casey, Sergio Garcia, Tyrrell Hatton, Shane Lowry, Tommy Fleetwood und Lee Westwood zur Teilnahme an der Singapur Open und der Saudi International angesucht und damals die Freigabe aus Wentworth erhalten.

Wiesberger, Garcia und Co. mussten daher genauso um Erlaubnis zur Teilnahme am LIV Opener ansuchen, was sie auch pflichtgemäß getan haben. Da es sich hier allerdings um eine konkurriende Tour handelt, lehnte diesmal die DP World Tour das Ansuchen ab, was auch klar in den Regularien gedeckt ist.

Spieler ignorieren die abgelehnte Freigabe

Erst mit einer nun erfolgten Teilnahme (nicht allein durch die Nennung!) beim LIV-Turnier am 9.6. brechen Wiesberger und Co. die Mitgliedsregeln der DP World Tour. Was danach folgt, ist im “Regulations Handbook” eindeutig geregelt. Das ist dann ein Fall für den Paragraphen H.2. im Handbuch, detailliert beschrieben unter den “DP World Tour Disciplinary Procedures”. Der “Disciplinary Officer” eröffnet ein Verfahren, das intern und somit nichtöffentlich abgewickelt wird. Ein dreiköpfiges “Disciplinary Panel” wird gebildet, das den Vorgang bewertet und innerhalb von 21 Tagen ein “Disciplinary Hearing” abhält.

Das interne Schiedsgericht fällt darauf das Urteil, das von einer Rüge über die Sperre für eine Anzahl an Turnieren bis zum Ausschluss aus der Tour führt (siehe Screenshot). Dagegen können sanktionierte Spieler in einem “Appeal Panel” berufen. Das gesamte Verfahren unterliegt dem “Arbitration Act 1996” und englischem Recht.

Verhandlungen hinter den Kulissen?

Die LIV-Rebels bauen allerdings darauf, dass es sich vor allem die DP World Tour nicht leisten kann, auf Stars wie Sergio Garcia oder Lee Westwood zu verzichten. Inwieweit sich die Genannten selbst überschätzen, da sie bereits heute nur selten in Europa aufteen, bleibt abzuwarten. Denkbar wäre auch eine Strategie, allfällige Sperren mit LIV-Anwälten vor Gericht zu bekämpfen und mit “einstweiligen Verfügungen” auszuhebeln, die bis zur juristischen Klärung ein Weiterspielen auf der Tour erlauben würde.

In jedem Fall haben sowohl die DP World Tour als auch die Spieler größtes Interesse an einer Verhandlungslösung. Diese könnte etwa so aussehen, dass den LIV Rebels die Teilnahme an dem einen oder anderen LIV-Event pro Jahr gestattet wird, aber nicht die Teilnahme am kompletten Programm. Denn am Ende geht es allen Beteiligten darum, massiven Schaden an der eigenen Karriere und am Golfsport abzuwenden.

Mehr: Bernd wechselt zu LIV

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