
Ganz gut mitgehalten
2024-08-15
Bernd Wiesberger und Lukas Nemecz halten mit den recht tiefen Scores beim Czech Masters ganz gut mit und bringen sich nach einer 67 bzw. einer 68 vielversprechend in Position. Matthias Schwab reiht sich im PGA National von Prag nur hinter der erwarteten Cutmarke ein.
Nach fünfwöchiger Stehzeit, wobei Bernd Wiesberger mit dem Olympiaverzicht diese sogar freiwillig einlegte, während Lukas Nemecz und Matthias Schwab eher unfrewiwilligerweise Sommerurlaub hatten, geht es nun für das heimische Trio mit dem Czech Masters auf der DP World Tour weiter. Erstmals wird im PGA National von Prag gespielt, wobei das Turnier selbst sogar bereits seit einer Dekade im Tourkalender aufscheint. Das Starterfeld ist nicht allzu stark besetzt mit gerade mal zwei Spielern aus den Top 100 der Welt, wobei Ryder Cup Captain Luke Donald, Vice Captain Edoardo Molinari, sowie dem zukünftigen US-Captain Brandt Snedeker immerhin für viel Flair sorgen.
Für Bernd Wiesberger beginnt nun aber ein richtiger heißer Herbst, denn um sein selbstformuliertes Ziel einer PGA Tourcard in die Tat umsetzen zu können, zählen wohl nur noch Siege und Topergebnisse. Lukas Nemecz und Matthias Schwab haben zwar zumindest vorerst eine PGA Card nicht auf der Agenda, starke Ergebnisse werden aber dennoch nötig sein um erstens nicht in Tourkartenstress zu geraten und um sich zweitens womöglich noch für Dubai qualifizieren zu können.
Nach einem morgendlichen Gewitter müssen die drei Österreicher noch 90 Minuten länger Däumchendrehen, ehe der erste Abschlag ausgeführt werden kann. Bernd Wiesberger ist dann aber gleich richtig auf Betriebstemperatur und kann prompt die erste Birdiemöglichkeit auf der 1 perfekt verwerten. Nach einer ausgelassenen Großchance auf der 2 aus einem guten Meter, holt er sich schließlich am Par 5 der 4 mit Chip und Putt das zweite Erfolgserlebnis ab. Nachdem danach jedoch der Drive versandet und er sich in Folge mit verpasstem Up & Down nicht mehr zum Par scramblen kann, lässt sich jedoch auch der erste Schlagverlust nicht mehr abwenden.
Mit einem gelochten Zehnmeterputt zum nächsten Birdie betreibt er jedoch schon auf der 6 sehenswerte Frustbewältigung. Auf den 14. Schläger kann er sich auch danach weiterhin verlassen, ermöglicht dieser doch auf der 7 aus vier Metern sogar den roten Doppelpack. Allerdings bekommt er danach am Par 3 wieder Sand ins Getriebe was im zweiten Bogey mündet. Zwar verpasst der Südburgenländer am Par 5 danach den erhofften sofortigen Konter noch, holt das Birdie dafür jedoch sofort auf der 10 aus 1,5 Metern nach und pusht sich so wieder auf 3 unter Par.
Nach gutem Drive reitet er dann am Par 5 der 13 die Attacke, findet jedoch nur den Grünbunker. Mit viel Gefühl legt er sich aber die erhoffte Birdiechance auf und findet sich Minuten später bereits bei 4 unter Par wieder. Auch die letzte lange Bahn hat der 38-jährige dann am Donnerstag gut im Griff und pusht sich mit Chip und Putt auf bereits -5 und voll an die Top 10 heran. Die letzten beiden Bahnen absolviert Bernd dann ganz souverän und startet so mit der 67 (-5) und als 14. durchaus ansehnlich ins tschechische DP World Tour Event.
Nemecz nur knapp dahinter
Lukas Nemecz scheint die Warterei vorerst nicht zu beeindrucken, denn gleich auf der 10 knallt er die Annäherung bis auf zwei Meter zur Fahne und startet so prompt mit dem ersten Birdie ins Turnier. Nach einem soliden Par danach, wird es schließlich auf der 12 dann gleich richtig unangenehm, da er vom Tee sogar nachladen muss und am Ende gar das Doppelbogey auf der Scorecard picken hat. Der Konter kann sich aber sehen lassen, denn direkt danach chippt er am Par 5 sogar zum Eagle ein und drückt sein Score so postwendend wieder in den roten Bereich.
Zwar kommt auch auf der 14 nach verzogenem Drive wieder etwas Stress auf, diesmal stellt das Par jedoch kein Problem dar. Am zweiten Par 5 gelingt die Attacke dann wie geplant, womit er auf der 16 bereits das nächste Birdie auf die Habenseite zieht. Das heizt sichtlich auch den Putter richtig an, rollt doch auf der 18 auch aus zehn Metern der fällige Birdieputt ins Loch. Erneut hat er dann auf der 2 aber mit der Genauigkeit vom Tee zu kämpfen und da er nach Dop erst mit dem dritten Schlag das Grün erreicht, geht sich das Par am Ende nicht mehr aus.
Der Steirer steuert jedoch mit einem Fünfmeterputt gleich am darauffolgenden Par 3 gegen und holt sich nach nur knapp neben dem Grün abgelegter Attacke am Par 5 danach gleich das nächste Birdie, womit er sein Tagesergebnis bereits auf 4 unter Par schraubt. Auf den Bahnen danach geht er es dann etwas ruhiger an, bis er sich am abschließenden Par 5 noch eine gute Möglichkeit auflegt. Der Birdieputt aus einem guten Meter will jedoch nicht fallen. Doch auch mit der 68 (-4) legt er eine gute Auftaktrunde hin und wahrt so als 26. auch klar die Chance auf ein Topergebnis.
Schwab mit Aufholbedarf
Nach eingebunkertem Drive hat Matthias Schwab gleich auf der 10 alle Hände voll zu tun, kratzt am Ende jedoch noch das anfängliche Par auf die Scorecard. Danach wirkt sein Spiel doch deutlich stabiler und aus 2,5 Metern geht sich schließlich bereits auf der 12 das erste Birdie aus. Nach etwas zu ungenauen Eisen und einem einigermaßen unterkühlten Putter kann der Schladming-Pro vorerst jedoch nicht weiter nachlegen und rutscht nach verzogenem Tee Shot am Par 3 der 8 sogar wieder auf Level Par zurück.
Erst am Par 5 der 4 kommt dann wieder Farbe aufs Tableau, nachdem er sich am Weg zum zweiten Birdie selbst von einer versandeten Attacke nicht bremsen lässt. Auch weiterhin kommt der 29-jährige aber nicht ins Rollen und driftet nach verzogenem Abschlag und verpasstem Up & Down am Par 3 der 8 wieder auf Even Par zurück. Immerhin holt er sich am Par 5 der 9 dann noch ein Birdie und bringt so zumindest die 71 (-1) zu Papier, womit er sich als 74. jedoch nur hinter der erwarteten Cutmarke einreiht.
Pieter Moolman (RSA) legt mit der 64 (-8) den besten Start hin.
>> SKY überträgt Live und in HD vom Czech Masters.
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