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Reiters PGA China-Card

Berni Reiter löst als erster Österreicher eine Tourkarte in China und möchte über Asien den Sprung nach Amerika schaffen.

Berni Reiter geht einmal mehr neue Wege um sich in die großen Golf-Ligen der Welt vorzukämpfen. Nach dem Abenteuer in Lateinamerika vor einigen Jahren hatte der Goldegger nun endgültig die Nase voll von der Pro Golf Tour, packte sein Golfbag und ging erneut als Weltenbummler auf die große Reise: die erste Station Rio de Janeiro erwies sich diesen Winter als Sackgasse, da er sich diesmal auf der Tourschool der PGA Tour Latinoamerica kein Spielrecht erkämpfen konnte. Also ging es weiter nach Australien zur Tourschool der Australasia Tour: “Dort erreichte ich immerhin die Final Stage, habe es aber leider nicht bis zur Tourkarte geschafft. Also blieb mir nur noch eine dritte und letzte Chance,” ging es für ihn weiter nach Thailand, wo dieser Tage die PGA Tour of China ihre Qualifying School abhielt.

Trotz verpatzer Auftaktrunde von 74 Schlägen lässt sich Reiter im Laguna Golfclub von Phuket nicht entmutigen und pusht auf den folgenden 54 Löchern noch einmal voll. Mit weiteren Runden von 66, 69 und 68 erreicht der Salzburger den 13. Platz, verpasst zwar damit die volle Tourkarte für die besten 12 um einen Schlag, kann aber auch mit seiner Conditional Card mit einer vollen Rookie-Saison in China rechnen:

“Jetzt werde ich erst mal heimfliegen und mich in aller Ruhe vorbereiten. Los geht es noch im März, wo ich erstmals in China aufteen werde,” kann Reiter den Tourstart kaum erwarten. Bei einer Serie von 14 Turnieren wird es üblicherweise um jeweils 210.000 Euro Preisgeld gehen, womit die PGA Tour of China mit der Challenge Tour vergleichbar ist. Da Chinas Pro-Tour von der US PGA Tour veranstaltet und getragen wird, winkt den besten 5 am Jahresende der Aufstieg in die Web.com Tour und weiteren Spielern der Einstieg in die US Tourschool.

Golf-Live.at wird ab sofort auch die PGA Tour of China live am Radar haben und über die Ergebnisse des ersten Österreichers im Reich der Mitte berichten.

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Leichte Bogeybremse

SANYA LADIES OPEN – 1. RUNDE: Christine Wolf tritt sich an einem im Grunde recht soliden ersten Spieltag etwas zu viele Bogeys ein, liegt vor der zweiten Runde im Yalong Bay GC aber dennoch auf Cutkurs.

Nicht nur Bernd Wiesberger ist eine Macht in China, auch Österreichs Golfdamen haben zumindest eine spezielle Golfwiese im Reich der Mitte: im Yalong Bay Golfclub auf Hainan Island erreichte Steffi Michl im Jahr 2010 einen zweiten Platz und Christine Wolf durfte sich bei ihren bisherigen Starts zumindest über respektable 14. und 18. Plätze freuen. Als 79. im Ranking könnte die Innsbruckerin auch noch locker einen Nachschlag an Preisgeld beim vorletzten Event des Jahres gut gebrauchen.

Chrissie startet mit einem Birdie auf der 1 richtig gut ins Turnier, mit anschließendem Bogey macht sie sich das schnelle Erfolgserlebnis aber sofort wieder zunichte. Das Schauspiel wiederholt sich in umgekehrter Reihenfolge noch auf den Frontnine einmal, was die Tirolerin am Ausgangspunkt auf den Backnine ankommen lässt.

Dort rutscht sie dann auf der 10 erstmals in den Plusbereich zurück. Zwar kann sie auf der 13 mit einem Par 5 Birdie ihr Score abermals auf Anfang stellen, auf einen abschließenden Schlagverlust auf der 18 aber kann sie klarerweise nicht mehr reagieren und muss sich so mit der 73 (+1) zufrieden geben. Trotz der Fehler nimmt sie den Samstag aber vom 50. Rang aus in Angriff und geht somit innerhalb der prognostizierten Cutmarke in den zweiten Spieltag.

“Es war auch heute wieder echt solide. Ich hab mir vor allem auf den ersten neun Bahnen viele und gute Chancen gegeben, aber ich hatte leider ein bisschen Probleme mit dem Lesen auf den Grainy Greens”, fasst Österreichs bislang einzige Golf-Olympionikin ihre Auftaktrunde zusammen.

Celine Boutier (FRA) und Wichanee Meechai (THA) teilen sich nach 67er (-5) Runden die Führung.

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Chinesisch Süß-Sauer

HAINAN OPEN – 2. RUNDE: Während sich Matthias Schwab im Sanya GC mit der bereits zweiten 69 in aussichtsreiche Verfolgerrolle bringt, findet Martin Wiegele auch am Freitag nur bedingt auf die Birdiespur, was in einem recht deutlichen Missed Cut mündet.

Aus österreichischer Sicht ist der bisherige Turnierverlauf beim ersten der zwei China-Turniere richtiggehend Süß-Sauer. Matthias Schwab etwa präsentiert sich einmal mehr als heißeste Zukunftsaktie des rot-weiß-roten Golfsports und mischt vom ersten Tag weg – der Rohrmooser notierte zum Auftakt die 69 (-3) – in den nördlichen Gefilden des Leaderboards mit. Martin Wiegele hingegen findet auch auf der chinesischen Ferieninsel Hainan nicht die Form des Belgien-Sieges und verpasst seinen bereits zweiten Cut in Folge.

Neo-Pro Matthias Schwab setzt seine beeindruckende Serie seit seinem Wechsel ins Profilager ohne Probleme fort. In Atzenbrugg beim Heimevent bestritt der Absolvent der Vanderbilt University sein erstes Turnier als Professional und cuttete seither bei jedem einzelnen Antritt in die Wochenenden. Der Lohn der Mühe liest sich auch bereits an der Jahreswertung ab, wo Matthias beste Karten hat sich einen der 45 Plätze im Finale zu sichern.

Auch in dieser Woch läuft im Spiel des Schladming-Pros vieles in die richtige Richtung. Gleich auf der 2 fällt am Par 5 der erste Birdieputt und selbst auf ein zwischenzeitliches Bogey gibt er noch vor dem Turn in Form zweier weiterer roter Einträge die perfekte Antwort.

In Folge kommt der Birdiemotor zwar etwas ins Stottern und der Absolvent der Vanderbilt University muss sogar einen Schlag wieder abgeben, mit abschließenden Birdies auf der 17 und der 18 radiert er aber auch dieses Manko mehr als nur aus und unterschreibt so die bereits zweite 69 (-3), die ihn als 12. ins Wochenende einziehen lässt.

Damit bringt sich Matthias auch in ausgezeichnete Position für ein weiteres Spitzenresultat. Dieses würde ihm wohl nicht nur das Finalticket so gut wie sicher einbringen, sondern ihn außerdem noch im Rennen um den direkten Aufstieg auf die European Tour halten.

Auf der Suche nach der Form

Martin Wiegele haderte zum Auftakt vor allem mit zu vielen technischen Feinheiten in seinem Spiel. Laut eigener Aussage verkomplizierte er vieles was er sich in guten Trainingseinheiten vor der Reise nach China aneignete. Doch auch am zweiten Spieltag bekommt er dieses Manko nur bedingt in den Griff, denn auch am Freitag will nicht allzu viel zusammenlaufen.

Schon auf der 11, seiner zweiten Bahn, setzt es den ersten Schlagverlust und mehr als der scoretechnische Ausgleich will vor dem Wechsel auf die Frontnine nicht gelingen. Zu allem Überfluss setzt es dann nach dem Turn ausgerechnet am Par 5, der 2 erneut einen Fehler, was den Cut endgültig in weite Ferne rücken lässt.

Mehr als der erneute Ausgleich will sich an diesem Tag nicht ausgehen, was mit der 72 (Par) und auf Rang 82 in einem recht deutlichen Missed Cut mündet. “Das war zwar eine Steigerung heute, aber leider nicht ausreichend. Jetzt heißt es für mich gut trainieren für nächste Woche und weiter machen”, so Martin Wiegele nach der Runde.

Erik Van Rooyen (RSA) führt nach der 65 (-7) bei gesamt 12 unter Par.

>> Leaderboard Hainan Open

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China im Griff

HAINAN OPEN – 1. RUNDE: Matthias Schwab zeigt zum Auftakt, dass er den Sanya GC durchaus gut im Griff hat und bringt sich mit der 69 in richtig gute Position. Martin Wiegele läuft auch in China zumindestens am Donnerstag weiterhin seiner Form nach.

Mit der Elite der Challenge Tour sind Matthias Schwab und Martin Wiegele zu zwei hochdotierten Events nach China aufgebrochen. Zunächst geht es auf der südchinesischen Ferieninsel Hainan Island schon einmal um 350.000 US Dollar Preisgeld. Kommende Woche steht dann mit den Foshan Open noch ein weiteres Challenge Tour Highlight am Programm.

Vorrangig geht es bei den kommenden drei Turnieren darum, mit den besten 45 im Ranking die Qualifikation für das Tourfinale zu stemmen, was vor allem Martin Wiegele unter Druck setzt, der als 46. aufholen muss. Für eine Tourkarte mit den Top 15 werden außerdem rund 85.000 Punkte notwendig sein, wofür beide Österreicher ihren Punktestand in etwa noch verdoppeln werden müssen.

Chancen eröffnet

Matthias Schwab findet zum Auftakt mit später Startzeit durchaus gut ins Turnier und liegt nach zwei Birdies auf der 12 under 17 nach acht gespielten Bahnen bereits bei 2 unter Par. Ausgerechnet das Par 5, der 18 hängt dem Rohrmooser dann kurz vor dem Turn aber den ersten Fehler um.

Aus der Ruhe lässt er sich durch den Faux-pas aber nicht bringen, agiert auch danach richtig solide und gleicht mit einem weiteren roten Eintrag auf der 2 den Fehler von der 18 zeitnah wieder aus. Auch in Folge hat er sein Visier richtig scharf gestellt, nimmt sichere Pars mit und sieht auf der 7 noch einen weiteren Birdieputt im Loch verschwinden.

Mit der 69 (-3) sorgt der Schlagdming-Pro so für einen richtig guten Start ins China-Doppel und positioniert sich als 12. nur knapp hinter den Top 10. Auf den Führenden Engländer Steven Brown (66) fehlen dem Absolventen der Vanderbilt University lediglich drei Schläge, was zeigt, dass in dieser Woche auf jeden Fall noch alles möglich ist.

Weiterhin auf Formsuche

Martin Wiegele startet das Turnier mit gleich neun Pars in Folge richtig unaufgeregt, ehe das Unheil am Donnerstag seinen Lauf nimmt. Der Routinier findet die gesamte Runde über kein gewinnbringendes Rezept, was sich auf der birdielosen Runde in gleich drei Bogeys niederschlägt.

Mit der durchwachsenen 75 (+3) geht sich für den Steirer nach der ersten Runde nur Rang 99 aus. Am Freitag muss er sich nun bereits gehörig steigern um nicht erneut bereits am Freitag auf der Strecke zu bleiben. Ein wiederfinden der Form wäre vor allem nun bei den hochdotierten Turnieren enorm wichtig um sich noch einen Startplatz beim Saisonfinale sichern zu können.

“Ich hab mich leider zu sehr im Detail verzettelt. Ich hab zwar gut trainiert zu Hause mit meinem Coach, bin hier aber leider zu technisch geworden. Vielleicht war alles noch nicht gut genug automatisiert, aber vor allem hab ich es verkompliziert”, fasst er das Hauptproblem am ersten Spieltag zusammen.

Die Runde beschreibt Martin Wiegele folgendermaßen: “Die ersten Neun waren eigentlich recht gut, aber ich hab einfach kein Score reingebracht. Auf den Backnine wars dann etwas schwächer und ebenfalls kein Scoring. Die Bogeys auf der 10 und der 15 waren nach verpassten Up & Downs, auf der 13, eigentlich ein Birdieloch, hab ich den Layup gewässert.”

>> Leaderboard Hainan Open

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Lohnende China-Reise

VOLVO CHINA OPEN – FINAL: Bernd Wiesberger greift am Finaltag im Topwin G & CC sogar für kurze Zeit noch in den Titelkampf ein, muss sich schlussendlich aber mit Rang 4 zufrieden geben. Nach seinem Sieg in der Vorwoche sorgt der Oberwarter so für einen absolut lohnenden Abstecher ins Land der aufgehenden Sonne.

Bernd Wiesberger startet nach Runden von 69 (-3), 68 (-4) und 69 (-3) Schlägen als geteilter 5. zwar in richtig guter Ausgangslage in den Finaltag, bei satten neun Schlägen Rückstand auf den Führenden Dylan Frittelli (RSA) ist der Zug des Doppelsieges – Bernd triumphierte letzte Woche bei den Shenzhen International im Stechen – aber wohl bei stabilem Spiel des Südafrikaners bereits abgefahren.

Doch genau das lässt Frittelli dann die meiste Zeit am Finaltag vermissen und macht so die Türe für die Konkurrenz doch noch einmal richtig weit auf. Bernd Wiesberger hat in der frühen Phase der Runde noch keine Möglichkeit wirklich an die Spitze des Leaderboards zu schielen, wenngleich er am Par 5, der 4 ein recht frühes Birdie findet und auch die zweite lange Bahn der Frontnine zu einem roten Eintrag überreden kann.

Plötzlich im erweiterten Titelkampf

Wiesberger_1713_330Bei einem Zwischenstand von -2 nach 9 entwickelt sich die Runde zwar gut, Druck nach vorne kann er damit aber klarerweise noch nicht wirklich aufbauen. Erst das dritte Par 5 hievt Bernd dann tatsächlich noch einmal in den erweiterten Titelkampf. Der Oberwarter attackiert das Grün und locht mit starkem Break vom Vorgrün zum Eagle.

Nur Minuten später versenkt Frittelli seinen Tee Shot auf der selben Bahn im Wasser und brummt sich selbst eine Doublette auf. Nachdem Bernd dann die schwere 14 unbeschadet übersteht und auf der 15 ein weiteres Birdie aufsammelt, liegen plötzlich nur noch zwei Schläge zwischen ihm und dem Führenden.

Zum ungünstigsten Zeitpunkt

Wiesberger_1715_330Aber zum wohl unpassendsten Zeitpunkt verzieht der Burgenländer seine Annäherung auf der 17 und muss trotz eines starken Abschlags sein erstes Bogey der Runde notieren. Da fast zeitgleich Frittelli auf der 15 zum Birdie locht, muss sich Österreichs Nummer 1 kurz vor Ende der Runde endgültig aus dem Kampf um den Titel verabschieden.

Zum Abschluss aber locht die Nummer 30 der Welt nach starkem Chip noch zu einem Par 5 Birdie auf der 18, sorgt so für einen stilvollen Schlusspunkt und tritt nach der 67 (-5) mit einem sehenswerten 4. Platz die Heimreise an. Nach 437.017 Preisgeld Euros für den Sieg in der Vorwoche und 124.237,50 Euro für den 4. Rang in Peking kann man durchaus von einer mehr als nur lohnenden China-Reise sprechen.

“Es war eine weitere gute Woche hier in China. Ich hab sehr solide gespielt, aber leider den Putter nie wirklich auf Temperatur gebracht”, so Bernd Wiesbergers Fazit nach dem Turnier.

Levy siegt im Stechen

Dylan Frittelli muss nach der 74 (+2) schlussendlich tatsächlich noch in ein Stechen und zieht dort dann auch noch gegen Alexander Levy – der Franzose spielte sich mit Birdie auf der 18 zur 67 (-5) und bei gesamt 17 unter doch noch ins Playoff – am ersten Extraloch mit Par gegen Birdie den Kürzeren.

Nach seinem knapp verpassten Sieg in der Vorwoche und der Niederlage im Stechen in Peking ist Frittelli nun wohl so etwas wie der tragische Held der beiden China Turnier. Rang 3 geht an Pablo Larrazabal (ESP) (72), der sich mit einem Birdie am Schlussloch noch vor Bernd und Chris Wood (ENG) (68) schiebt.

Spannung hochgehalten

Dass Bernd bis zum Ende tatsächlich noch die Chance hatte sogar den Doppelsieg perfekt zu machen, zeigt, dass er die nötige Anspannung durchaus aufrechthalten konnte. Schlussendlich war wohl der Moving Day dafür verantwortlich, dass es am Ende knapp nicht für den ganz großen Wurf reichte.

Mit drei Dreiputts am Samstag fehlten wichtige Schläge, die selbst die bärenstarke Par 5 Bilanz in dieser Woche nicht kaschieren konnte. Bernd musste zwar zwei Bogeys auf den langen Bahnen notieren, mit sechs Birdies und gleich drei Eagles ist die Quote der Schlaggewinne aber richtig gut.

Für den Oberwarter geht es nun zurück zunächst zurück in die Heimat, wo er die nächsten Tage etwas Kraft sammeln wird. “Auf die nächsten freien Tage freue ich mich schon.” Danach steht mit dem Players in Ponte Vedra Beach schon das nächste Megaevent am Kalender, wo Bernd nun auch in den USA endlich ein Spitzenergebnis wird mitnehmen wollen.

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Bernd Wiesberger

Mit dem Malbuch

VOLVO CHINA OPEN – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger bastelt im windigen Peking am Moving Day eine kunterbunte 69 (-3) zusammen und hält damit trotz etlicher Fehler im Topwin G & CC den Anschluss an die Spitze.

Bernd Wiesberger hat nach der zweiten Runde selbst angekündigt, dass er “eine sehr tiefe Runde” benötigen wird um noch einmal die Spitze richtig attackieren zu können. Dementsprechend aggressiv präsentiert sich der Oberwarter am Samstag, tritt sich im windigen China aber wie schon zum Auftakt mit Dreiputt ein frühes Par 5 Bogey auf der 4 ein.

Auch danach will der Putter des Burgenländers noch nicht wirklich heißlaufen, wie ein weiterer Dreiputt auf der 7 (Par 4) unterstreicht. Zu dieser Zeit rasselt die Nummer 30 der Welt auch im Klassement zurück und rangiert plötzlich nur noch rund um Platz 35.

Spektakulärer Ausgleich

Doch nur eine Bahn später steht sein Tagesergebnis wieder auf Level Par und Bernds Name am Leaderboard wieder unter den Top 20. Wie am Donnerstag lässt das Par 5, der 8 für den Österreicher ein Eagle springen, was auch die richtige Initialzündung für den Rest der dritten Runde darstellt.

Denn auf den Backnine fallen plötzlich auch reihenweise die Birdies, die aber immer wieder auch von Schlagverlusten unterbrochen werden. So pirscht sich Bernd etwa mit roten Einträgen auf der 10 (Par 4) und der 12 (Par 5) bis an die Top 10 heran, fällt mit Par 3 Bogey auf der 13 aber auch rasch wieder zurück.

Weiter in der Spitzengruppe

Ein weiterer Birdiedoppelpack auf der schwierigen 14 und der 15 (beides Par 4) pushen ihn dann sogar bis auf Rang 4, ehe ein Dreiputt am Par 4, der 17 die starke Phase wieder unterbricht. Ein abschließendes Par 5 Birdie auf der 18 beschert dem 6. im Race to Dubai dann aber mit der 69 (-3) doch noch eine weitere Runde in den 60ern und hält Österreichs Nummer 1 als 5. auch hartnäckig in der Spitzengruppe.

Etwas ungewohnt für Bernds Verhältnisse ist am Moving Day die doch recht hohe Fehlerquote. Vier Bogeys notiert der Burgenländer nur selten auf einer Runde. Fünf Birdies und ein Eagle zeigen aber, dass er am Samstag die Lücke zur Spitze schließen wollte, die Fehler sind somit auch klar ein Indiz für die Aggressivität die er an den Tag legte.

“Es war ziemlich windig heute hier in Peking. Ich hatte leider einen schwachen Start mit den zwei Bogeys, konnte dann aber mit dem Eagle das Ruder herumreißen. Ich hoff jetzt auf eine starke Finalrunde, ehe es dann wieder für eine Woche zurück in die Heimat geht”, so Bernd nach der dritten Runde.

Fritelli_1701_330Dylan Frittelli (RSA) macht in dieser Woche einmal mehr klar, dass er seinen ersten Titel auf der European Tour um jeden Preis feiern will. Der Südafrikaner drückt am Samstag spürbar aufs Tempo und schnappt sich nach der 64 (-8) und bei gesamt 19 unter Par die klar Führung. Erster Verfolger ist Pablo Larrazabal (ESP) (70) bei drei Schlägen Rückstand.

 

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Die Woche danach …

TURNIERVORSCHAU WOCHE 17/2017: Bernd Wiesberger schielt auf das China-Doppel, während in Haugschlag in die Heimsaison abgeschlagen wird.

Als frisch gebackener Shenzhen-Champion kommt Bernd Wiesberger in die Hauptstadt um dort vielleicht auch noch den nationalen Titel abzustauben. Doppelerfolge auf der Tour sind klarerweise äußerst selten, zuletzt gelang dem Koreaner Jeunghun Wang vor einem Jahr dieses Kunstück, mit Siegen in Marokko und auf Mauritius.

Chinas Jungstar Haotong Li, zugleich Titelverteidiger, wird es den Euro-Stars jedoch nicht leichtmachen. Bernd ist im Topwin GC von Peking der bestgerankte Spieler und wird an den ersten beiden Tagen mit Haotong Li und Thorbjorn Olesen als Flightpartner gleich einen guten Blick auf seine schärfsten Konkurrenten haben (Donnerstag ab 1:30 MESZ, Freitag ab 6:30 MESZ). Im Vorjahr wurde jedoch extrem tief gesort, mit -22 als Winning Score, als Bernd nach starker Eröffnungsrunde (65) Zweiter war und am Ende Platz 28 erreichte.

Abschlag in Heimsaison

Früher als sonst startet die heimische Turniersaison mit der Haugschlag NÖ Open – aufgrund des für Donnerstag befürchteten erneuten Wintereinbruchs mit ernsten Sorgenfalten.

Für Clemens Prader, der als 12. in der Order of Merit der Pro Golf Tour bestgerankter Österreicher ist, eine große Chance mit Heimvorteil ordentlich zu punkten. Aber auch der zuletzt so starke Berni Reiter sowie Leo Astl, Benni Weilguni und Bernard Neumayer dürfen sich im Golfresort Haugschlag einiges ausrechnen. Auch heuer sorgt ein zahlenmäßig starkes Österreicherkontingent aus Pros und Amateuren für ein echtes Heimturnier, bei dem von Mittwoch bis Freitag um 30.000 Euro Preisgeld gespielt wird.

Ab in den Süden

Neue Woche, neue Chance für Sepp Straka, endlich auf der Web.com Tour anzukommen. Zwar cuttet der Austroamerikaner in Amerikas zweiter Liga mit schöner Beständigkeit, ein 48. Platz markiert jedoch bislang sein bestes Ergebnis. Nach drei Mini-Schecks ist Sepp daher auch nur auf Rang 107 der Order of Merit zu finden.

In dieser Woche geht es für Straka südwärts ins mexekanische Guanajuara, wo die El Bosque Mexiko Championship ausgetragen wird. 650.000 US Dollar Preisgeld werden unter den Finalisten verteilt werden.

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Gekröntes Jubiläum

SHENZHEN INTERNATIOANL – FINAL: Bernd Wiesberger ringt im Genzon GC Tommy Fleetwood (ENG) im Stechen am ersten Extraloch nieder und krönt seinen 200. Tour Auftritt mit seinem vierten European Tour Titel. Nach Markus Brier bei der China Open ist Bernd bereits der zweite rotweißrote “Golf-Kaiser von China”. “Ich fühle mich richtiggehend erleichtert jetzt. Ich hatte schon in den letzten Wochen richtig gute Turniere und es ist jetzt wirklich schön wieder eine Trophäe zu haben”, so Bernds erste Worte nach dem Triumph.

Bernd Wiesberger erspielt sich an den ersten drei Spieltagen mit Runden von 67 (-5), 65 (-7) und 69 (-3) Schlägen einen recht komfortablen Vorsprung von drei Schlägen auf seinen ersten Verfolger und hat damit vor der Finalrunde alle Trümpfe für den Sieg in der Hand. Bei nahezu perfekten Scoringverhältnissen und recht gutmütigen Pin-Positions machen etliche Kontrahenten mit teils unglaublicher Birdiequote aber rasch klar, wohin die Reise am Sonntag gehen wird.

Bernd Wiesberger beginnt seinen letzten Arbeitstag im Genzon GC dann solide, weiß die aufgelegten Chancen aber zu Beginn nicht in Zählbares umzumünzen. Erst ein richtig starkes Eisen spendiert dem Oberwarter am Par 3, der 3 den ersten Schlaggewinn, der ihn in der Führung etwas einzementiert.

Etwas ungenau

Eine verzogene Annäherung und zwei ausbaufähige Chips zwingen den Burgenländer dann aber auf der 5 dazu sogar einen längeren Putt zum Bogey zu lochen, was die Türe für die Konkurrenz wieder etwas öffnet. Gerade als die ersten Verfolger allerdings wirklich aufschließen, stopft Bernd auf der 7 einen wichtigen Birdieputt und behauptet so recht sicher die Pole Position.

Wiesberger_Shenzen1_330Just zu den richtigen Birdielöchern lässt Bernd dann aber mit etwas ungenauen Eisen seine größte Stärke vermissen und verabsäumt es den Verfolgern richtig davonzuziehen. Tommy Fleetwood marschiert in der Zwischenzeit bei einsetzendem Regen mit der 63 (-9) über die Ziellinie und setzt so bei gesamt 16 unter Par die Bestmarke im Clubhaus.

Mit noch einigen Löchern zu spielen hat Österreichs Nummer 1 auch alle Chancen diese Marke noch zu überflügeln, muss nach zwei Spiegeleilagen in den Bunkern – Bernd locht nach Bunkerschlag einen sensationellen Parputt aus riesiger Distanz am Par 3, der 12 – aber ordentlich kämpfen.

Dazu versenkt er danach wohl zur unangenehmsten Zeit seinen Drive am Par 5, der 17 im Wasser und erreicht so erst mit dem 4. Schlag das Grün. Das Wedge sitzt aber auf den Punkt und Bernd stopft den wichtigen Parputt, der ihn in geteilter Führung auf die 18 marschieren lässt.

Mit etwas Glück vom Tee – der Ball geht sich genau übers Wasser aus – schlägt er danach ein perfektes Eisen genau auf Linie. Aus dem Rough stoppt der Ball aber erst am Vorgrün und nach knapp verschobenem Putt muss er mit der 71 (-1) tatsächlich gegen Tommy Fleetwood ins Stechen.

Durchgestochen

Wiesberger_1709_330Erneut wird die 18 gespielt und erneut geht es Bernd vom Tee unglaublich aggressiv an und hat einmal mehr richtiges Glück, dass der Ball noch trocken ist. Diesmal allerdings passt die Annäherung aus der Hanglage noch besser und der Oberwarter lässt so mit einem Birdie am schwersten Loch des Platzes dem Engländer mit Par keine Chance. “Ich wusste, dass ich gegen Tommy aggressiv spielen musste und habe nie daran gezweifelt, dass ich mir den Titel noch holen würde. Ich habe mich bewusst für die kürzeste Linie beim Abschlag im Playoff entschieden und profitierte davon, dass ich das Loch erst kurz zuvor in Par gespielt hatte,” erklärt Bernd seine Strategie im Playoff.

An einem Tag, wo es spielerisch bei Bernd Wiesberger nicht wirklich laufen wollte, kämpft er sich somit grandios zu seinem bereits vierten Tour Titel der Karriere und krönt so seinen 200. Auftritt auf der Tour richtig spektakulär. Auch seine Bilanz im Stechen bessert er damit endlich auf. Bereits dreimal musste er über Extralöcher gehen, zog aber jedesmal den Kürzeren.

“Ich wollte gut starten und zeigen, dass ich bereit bin. Das hat nicht wirklich so gut geklappt heute, da ich einige Chancen ausgelassen hab. Die Verfolger haben dann wirklich ordentlich Druck auf mich aufgebaut. Alles in allem bin ich wirklich froh, dass ich mich in die Position bringen konnte um um den Titel mitzuspielen. Tommy hatte einen Traumtag und ich bin wirklich dankbar, dass ich den einen Schlag so hingebracht habe als ich ihn benötigt hab”, spricht Bernd vor allem das starke Eisen im Stechen an.

Wieder Asien

Der Longhitter unterstreicht mit dem Sieg auch eindrucksvoll seine Vorliebe für asiatische Wiesen. Schon zwei Siege – einmal in Korea, ein Asian Tour Titel in Indonesien – konnte er im Osten feiern. Auch in Malaysia schrammte er heuer nur knapp am Titel vorbei. Bei 21 Asien-Turnieren kassierte er zuvor bereits über 1,5 Millionen Euro-Preisgeld.

Der Sieg bedeutet auch, dass Bernd die Top 50 der Weltrangliste wieder für einige Zeit auf jeden Fall ohne Probleme abgesichert hat und bis zu den Top 30 vorstoßen wird. Im Race to Dubai wird Bernd mit den verdienten Euro 437.017 klar unter die Top 10 vormarschieren.

Bereits nächste Woche steht er erneut in China bei den Volvo China Open am Abschlag und wird im Topwin G & CC von Peking mit Sicherheit als einer der absoluten Topfavoriten ins Turnier gehen.

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Auf Distanz gehalten

SHENZHEN INTERNATIONAL – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger verteidigt mit einer 69 am Moving Day seine Führung und geht im Genzon GC als Topfavorit auf den Sieg in die Finalrunde.

Mit gleich vier Schlägen Vorsprung auf die ersten Verfolger startet Bernd Wiesberger am Samstag in den chinesischen Moving Day – und kehrt mit drei Schlägen Guthaben nach 18 Löchern ins Clubhaus zurück: “Dabei bin ich nicht gut gestartet, habe ein paar krumme Schläge gezeigt und ein paar Putts vergeben. Aber nachdem ich den Putt an der 7 gelocht habe, fühlte ich mich weit besser am Platz,” beschreibt Wiesberger einen für ihn harten Tag an der Spitze des Klassements: “Die Jungs haben mich vor allem zu Beginn sehr hart attackiert und für Morgen erwarte ich mir nichts anderes.”

Bei etwas kühleren und windigeren Verhältnissen hat der Oberwarter zu Beginn einige Mühe und fällt nach ausgelassener Birdiechance auf der 3 mit einem Bogey nach eher durchwachsenem Chip auf der 5 sogar in den Plusbereich zurück.

Erschwerend kommt hinzu, dass Grégory Bourdy (FRA) zu dieser Zeit so gut wie alles locht. Unter anderem notiert der Franzose sogar ein Hole in One auf der 3 und luchst Bernd Wiesberger so sogar die Führungsrolle ab. Aus der Ruhe lässt sich der Burgenländer aber zu keiner Zeit bringen, zieht sein Spiel weiterhin konsequent durch und locht auf der 7 aus gut drei Metern zum scoretechnischen Ausgleich.

Viel Zeit zur Vorbereitung

Watson_1701_330Nachdem er dann zum bereits dritten Mal in dieser Woche auch das Par 5, der 9 zu einem Schlaggewinn überreden kann, dreht er sein Tagesergebnis sogar noch vor dem Turn in den roten Bereich und krallt sich so auch wieder die Führung. Im Flight davor beginnen dazu noch Bourdy und Watson (USA) ihre Bälle teils richtig wild in der Gegend zu verteilen, was Bernd zwar scoretechnisch richtig in die Karten spielt, ihn aber auch öfters dazu zwingt ordentlich Zeit totzuschlagen.

Der Longhitter zeigt sich aber großteils unbeeindruckt und überredet auch das nächste Par 5 zu einem Birdie, was die Führung wieder richtig komfortabel ausbaut. Selbst ein Dreiputtbogey danach bremst den Schwung nur kurzfristig ein, wie ein weiteres Erfolgserlebnis danach eindrucksvoll unterstreicht. Nachdem er dann auch der 17 – dem letzten Par 5 – noch einen Schlag abluchst, macht er bei einfallender Dunkelheit die 69 (-3) perfekt.

Wiesberger_1706_330Bei gesamt 15 unter Par geht Bernd so mit einem drei Schläge großen Vorsprung auf Dylan Frittelli (RSA), der Südafrikaner notiert die 68 (-4), als großer Gejagter in den Finaltag. Bernd könnte auch sein European Tour Jubiläum – er steht in dieser Woche zum 200. mal in den Teeboxen der höchsten europäischen Golfliga – mit einem vierten European Tour-Titel die perfekte Krönung verpassen.

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Bernd Wiesberger

Überlegen an die Spitze

SHENZHEN INTERNATIONAL – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger präsentiert sich auch am Freitag in absoluter Birdielaune und marschiert im Genzon GC mit der fehlerlosen 65 bis an die Spitze nach vor.

Es hat sich schon am ersten Spieltag abgezeichnet, dass Bernd Wiesberger in China richtig gut zurechtkommt. Erst eine Gewitterpause brachte den Rhythmus kurz etwas durcheinander. Der Oberwarter fing sich jedoch schnell, musste nach 16 Bahnen aber einen Schlussstrich unter den ersten Tag machen, da einfallende Dunkelheit ein planmäßiges Ende verhinderte.

Bei -4 nach 16 verbrachte Bernd die Nacht als geteilter 7., spielt sich bei der Fortsetzung am Freitag aber mit einem Birdie am Par 5, der 17 und der 67 (-5) noch bis auf Rang 2 nach vor und geht so als erster Verfolger von US-Superstar Bubba Watson – er notierte am Donnerstag mit früher Startzeit die 66 (-6) – in den zweiten Spieltag.

In Birdielaune

Nur wenige Minuten nach Abgabe der Scorecard steht der Burgenländer schon wieder in der 10. Teebox und nimmt seine zweite Umrundung im Genzon GC in Angriff. Mit drei Pars findet er sicher in den Tag, drückt dann aber spürbar aufs Tempo, was sich auf der 13 und der 14 in einem Birdiedoppelpack niederschlägt. Damit ist klar, dass Bernd auch am zweiten Spieltag richtig gut drauf ist und mischt mit den beiden roten Einträgen auch sofort an der Spitze mit.

Wie schon wenige Stunden zuvor gelingt erneut am Par 5, der 17 ein Birdie und plötzlich strahlt die Nummer 43 der Welt aus der alleinigen Führung. Diese Tatsache scheint den Burgenländer noch mehr anzuspornen, legt er doch mit bärenstarken Frontnine – schon auf den ersten vier Bahnen findet er noch zwei weitere Erfolgserlebnisse – rasch noch Birdies nach und marschiert so alleine vorne weg.

Catch me if you can

Ein richtiges Ausrufezeichen setzt er aber noch gegen Ende seiner Runde, denn mit noch zwei weiteren Schlaggewinnen auf der 7 und der 9 zieht Österreichs Nummer 1 der Konkurrenz mit Riesenschritten richtiggehend auf und davon. Nach den Vormittagsflights bringt Bernd Wiesberger nach der fehlerlosen 65 (-7) bereits satte vier Schläge zwischen sich und die ersten Verfolger. Für die späten Starter, darunter auch Bubba Watson, heißt es nun “Catch me if you can”.

“Dass der Wecker heute um 4:30 Uhr schon geklingelt hat war etwas gar zeitig, aber es waren dann 20 durchaus gute Löcher Golf. Ich hab größtenteils sehr solide gespielt, aber es ist immer noch etwas Luft nach oben mit meinen kurzen Eisen und den Wedges vorhanden. Mit meinen ersten beiden Tagen in Shenzhen bin ich aber bisher sehr zufrieden”, so Bernd, der in China seinen bereits 16. Cut in Folge stemmt, nach der Runde.

Schon nach dem Masters zeigte sich Bernd mit seinem Spiel sehr zufrieden, haderte aber etwas mit der, für die Qualität des Spiels, zu geringen Ausbeute. Dass dem Oberwarter asiatischer Boden liegt, wusste man bereits aus den Vorjahren, wo er eben dort einige der größten Erfolge feierte. In dieser Woche kann er nun auch sichtlich Kapital aus dem richtig starken Schlägen schlagen. Die bogeyfreie 65 stellt immerhin den tiefsten Score seit der Finalrunde der KLM Open im vergangenen September dar.

Wegen eines starken Gewitters muss die zweite Runde um 08:40 MEZ abgebrochen werden und kann erst am Samstag fortgesetzt werden.

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