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Comeback als Master

MASTERS – FINAL: Tiger Woods (USA) besiegt seinen elf Jahre andauernden Major-Fluch und schlüpft am Sonntag zum bereits fünften Mal in seiner Karriere ins “Green Jacket”. Mit seinem ingesamt 15. Majorsieg setzt er damit auch die Aufholjagd auf Jack Nicklaus weiter fort.

Tiger Woods straft am 14. April 2019 alle seine Kritiker Lügen. Nicht nur einmal wurde der US-Superstar nach seinen hartnäckigen Rückenproblemen, die ihn nahezu drei Jahre fast gänzlich außer Gefecht setzten, abgeschrieben. Tiger selbst glaubte jedoch immer an sich, arbeitete sich in mühevoller Kleinarbeit an die Weltspitze zurück und krönt seinen Leidensweg nun an einem sichtlich emotionalen Tag mit seinem bereits fünften Masters-Sieg.

Dabei entwickelt sich die Finalrunde genau so wie es wohl jeder Golffan auf der gesamten Welt gerne bei jedem Turnier hätte. Francesco Molinari (ITA) startet nach seinem fantastischen Moving Day bei 13 unter Par in der Pole Position in die letzte Runde, die wegen angesagter Gewitter bereits in den Morgenstunden von zwei Tees gestartet wird. Anfänglich wirkt es auch so, als könne er den Sonntag auf Cruise Control abspulen, ehe es ihn auf den Backnine mit gleich zwei Wasserbällen – beide führen zu Doppelbogeys -regelrecht zerbröselt.

Doch dies alleine macht den Weg für Tiger Woods noch nicht frei, denn zwischenzeitlich mischen sich neben dem Herren in Rot noch etliche andere Spieler in den Titelkampf ein. Bei Tigers 15. Abschlag liegen neben ihm mit Xander Schauffele, Patrick Cantlay, Brooks Koepka und Dustin Johnson (alle USA) noch vier weitere Spieler in geteilter Führung, was wohl vor allem in etlichen Buchmacherbüros für rauchende Köpfe gesorgt haben dürfte.

Doch ab dem 15. Grün wird es ein wahrer Showlauf von Tiger Woods. Zunächst setzt er sich mit dem Birdie bei 13 unter Par erstmals etwas ab und nach einem sensationellen Abschlag auf der 16 – fast gelingt ihm nach Bryson DeChambeau und Justin Thomas (beide USA) das bereits dritte Hole in One am Sonntag auf diesem Loch – zieht er sogar auf -14 davon, was der Konkurrenz sprichwörtlich den Wind aus den Segeln nimmt.

Kleidergröße 5

Zwar muss er auf der 18 dann noch ein Bogey notieren, doch auch damit schifft er den Sieg mit einer 70 (-2) sicher nach Hause und darf damit zum bereits fünften Mal in seiner Karriere ins “Green Jacket” schlüpfen. Tiger beendet damit nicht nur seine elfjährige Major-Durststrecke, sondern setzt außerdem die Aufholjagd auf den “Greatest of all Time” Jack Nicklaus fort, auf den ihm derzeit nur noch drei Majortitel fehlen. Bei einem Schlag Rückstand teilen sich schließlich Dustin Johnson, Brooks Koepka und Xander Schauffele Rang 2.


Die Finalrunde im Überblick:

 

Schwierig einzuschätzen

Derzeit ist der Augusta National am Sonntag noch eher schwierig einzuschätzen. Eindeutig spielt sich der Platz um einiges diffiziler als noch am Samstag, rote Scores scheinen aber auf jeden Fall dennoch möglich zu sein. Derzeit ist es in Georgia noch trocken, wenngleich der Himmel fast durchgehend bedeckt ist.

Nicht viele unter Par

Rote Scores sind zumindestens derzeit noch eindeutig Mangelware. Mit Jordan Spieth, Patton Kizzire, Si Woo Kim und Gary Woodland liegen nur vier Spieler unter Par. In nicht einmal einer Stunde nimmt auch schon der Finalflight die letzte Runde in Angriff.

Scores werden besser

Mit den Topflights werden nun aber auch die Scores eindeutig besser. Viele Spieler leuchten derzeit rot vom Leaderboard herab, wobei 2 unter Par derzeit noch das höchste der Gefühle ist. In diesen Augenblicken startet mit Koepka, Simpson und Poulter der Verfolgerflgiht in den Sonntag. In elf Minuten werden dann auch Molinari, Woods und Finau von der 1 abschlagen. Bryson DeChambeau sorgt für das erste echte Highlight am Finaltag, denn der “Mad Scientist” versenkt auf der 16 gleich seinen Teeshot zum Hole in One.

Unverändert nach den ersten Bahnen

Sowohl Francesco Molinari, als auch Tiger Woods und Tony Finau notieren auf der 1 und der 2 das Par, womit sich an der Konstellation an der Spitze noch nichts ändert. Xander Schauffele drückt von hinten etwas an, denn mit zwei anfänglichen Birdies knnte der Start für den Youngster kaum besser laufen. Auch Brooks Koepka schließt die Lücke, denn ein Birdie auf der 2 pusht ihn bis in die erste Verfolgerposition.

Tiger pirscht sich an

Nach Problemen vom Tee auf der 2, was jedoch in keinem Schlagverlust endet, läuft auf der 3 erstmals alles für Tiger Woods in die richtige Richtung, denn eine gute Annäherung kann er zum ersten Birdie nützen und ist damit bis auf einen Schlag am Italiener dran.

Doch schon auf der 4 heißt es für ihn im aufkeimenden Wind “Wie gewonnen, so zerronnen”, denn ein verpasstes Up & Down wirft ihn postwendend wieder auf Even Par zurück.

Alles läuft für Molinari

Wie sich im Nachhinein herausstellt fungierte das Birdie bei Tiger Woods richtiggehend als Rhythmusbremse, denn ein Dreiputt brummt ihm am megaschweren 5. Grün gleich das nächste Bogey auf. Auch Finau kommt vom stark ondulierten Kurzgemähten nur nach drei Ansätzen weiter. Lediglich Francesco Molinari lässt mit Pars nichts anbrennen und liegt damit derzeit sogar schon mit drei Schlägen voran.

Doch wie schnell es im Golf gehen kann zeigt sich auf der 7. Molinari kann sich erstmals nicht mehr zu einem Par retten, während Tiger Woods sein Score wieder ausgleicht. Plötzlich schiebt sich so das Leaderboard wieder komplett zusammen und der Italiener hat nur noch einen einzigen Schlag Vorsprung.

Tiger mit Monsterputt

Eine deutlich zu lange Annäherung beschert Tiger Woods auf der 9 einen megalangen Downhill Putt über gleich zwei Plateaus. Mit unglaublichem Touch legt er die weiße Kugel fast tot zum Stock und nimmt so ein wichtiges Par mit, was ihn am Italiener weiterhin ganz dicht dranbleiben lässt.

Karten neu gemischt

Einmal noch heißt es im Jahr 2019 ab in den Amen Corner. Tiger ballert bei einsetzenden Regen wie schon am Vortag seinen Drive weit rechts weg, hat aber erneut einen nahezu freien Schuss ins Grün und nimmt so ein wichtiges Par mit. Fast kann Molinari seinen Vorsprung auf der 11 sogar ausbauen, doch der Birdieputt rasiert nur die Lochkante.

Doch plötzlich werden die Karten total neu gemischt, denn sowohl Molinari als auch Finau wassern am Par 3 der 12 über Rae’s Creek und kommen nur mit einem Doppelbogey davon. Tiger hingegen nimmt das Par mit und liegt damit wieder in geteilter Führung. Parallel dazu versenkt Xander Schauffele eine Bahn weiter seinen Birdieputt und mischt damit ebenfalls wieder voll um den Sieg mit. Abseits der Titelentscheidung wiederholt Justin Thomas das Kunststück von DeChambeau und notiert ebenfalls auf der 16 ein Hole in One.

Schauffele ist jetzt zu dieser Zeit richtig on fire und nimmt gleich den nächsten roten Eintrag mit, der ihn sogar erstmals auf 12 unter Par bringt. Nur Minuten danach mischt sich auf einmal auch Patrick Cantlay noch voll ins Titelrennen ein, denn ein Eagle auf der 15 bringt ihn auf bereits -6 für den Tag und lässt auch ihn auf 12 unter Par klettern.

Entscheidende Phase

Das Masters 2019 biegt endgültig in die heiße entscheidende Schlussphase ab. Derzeit wirkt es als würde es einen Dreikampf um den Sieg geben, denn Cantlay verabschiedet sich zwar vorerst mit einem Bogey aus der Führungsrolle, dafür aber schließen Molinari und Woods mit Birdies auf der 13 zu Schauffele auf.

Auch Dustin Johnson stellt noch Ansprüche auf den Titel, denn mit einem Birdierun gegen Ende schließt auch er auf einmal zur Spitze auf. Nur Sekunden später hat Brooks Koepka fast die Führung alleinig inne, der Eagleputt schleicht aber am Loch vorbei. Mit fünf Spielern bei 12 unter Par könnte die entscheidende Phase kaum spannender sein.


 

Die wichtigsten Masters-Links:

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Christine Wolf 2015

Keine Liebesbeziehung

DUBAI LADIES MASTERS – Christine Wolf und der Emirates GC scheint auch in diesem Jahr keine Liebesbeziehung zu werde. Nach der 78 liegt die einzige Österreicherin im Feld bereits abgeschlagen zurück.

Nach dem plötzlichen Ableben von Caddie Max Zechmann am Mittwoch wurde das Turnier am ersten Spieltag abgebrochen und auf 54 Löcher verkürzt. Zu Ehren des ehemaligen Caddies von Markus Brier tragen bei der Fortsetzung am Donnerstag ausnahmslos alle Spielerinnen schwarze Schleifen.

Dass der sportliche Wettkampf nach dem tragischen Tod klarerweise etwas in den Hintergrund rückt ist verständlich. Auch die Fokussierung gestaltet sich deutlich schwieriger. Das macht sich bei Chrissie Wolf bei der Fortsetzung sofort bemerkbar. Die Tirolerin konnte am Mittwoch nur neun Bahnen mit je einem Bogey und Birdie abspulen, ehe das Event abgebrochen wurde.

In den frühen Morgenstunden am Donnerstag erwischt es sie dann gleich auf der 1 mit dem nächsten Schlagverlust und auch danach will sich kein richtiger Rhythmus einstellen wie zwei weitere Fehler beweisen. Erst auf der 7 hat es mit ihrem ersten Birdie des Tages den Anschein, als könne sie das Ruder kurz vor Ende noch einmal herumreißen.

Doch auch dieses kleine Erfolgserlebnis radiert sie mit anschließendem Bogey wieder aus und fällt mit einem Triplebogey nach einem Wasserball auf ihrem Schlussloch sogar endgültig fast bis ans Ende des Leaderboards zurück.

Wie schon im Vorjahr, Chrissie verpasste deutlich den Cut, scheint sie erneut mit dem Emirates GC nicht wirklich per Du zu werden. Nach der 78 (+6) und nur vom 98. Rang aus, muss sie am Freitag schon eine Traumrunde hinlegen um die gezogene Linie beim Tourfinale noch überspringen zu können.

“Es war heute sehr schwierig. Ich bin irgendwie so gar nicht ins Spiel gekommen. Auf der 9 hab ich dann noch meinen zweiten Schlag im Wasser versenkt und zum Abschluss auch noch einen kurzen Putt vorbeigeschoben”, so Chrissie zur durchwachsenen Fortsetzung.

Florentyna Parker (ENG) geht nach der 67 (-5) als Führende in den zweiten Spieltag.

>> Leaderboard Dubai Ladies Masters

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Tragischer Mittwoch

DUBAI LADIES MASTERS – 1. RUNDE: Der Auftakt im Emirates GC wird am Mittwoch von einem tragischen Vorfall überschattet. Nach dem Ableben von Profi-Caddie Max Zechmann ist an ein Weiterspielen beim Saisonfinale der Ladies European Tour logischerweise nicht zu denken.

Gerade einmal drei Stunden ist das Event alt, als das Turnier plötzlich unterbrochen werden muss. Max Zechmann bricht am 13. Fairway zusammen. Zwar wird er sofort medizinisch versorgt und auf schnellstem Weg ins Spital gebracht, es kommt aber bereits jede Hilfe zu spät. Nach dem tragischen Ereignis rückt der sportliche Wettkampf klarerweise in den Hintergrund, was die Veranstalter auch dazu veranlasst den Tag abzubrechen. Das Turnier ist bereits auf 54 Löcher verkürzt worden, die 1. Runde wird am Donnerstag fortgesetzt.

“Jeder hier auf der Tour ist extrem geschockt und unendlich traurig nach der Nachricht des plötzlichen Ablebens. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen die erste Runde für heute abzubrechen als ein Zeichen des Respekts. Wir möchten außerdem unser herzlichtes Beileid den Hinterbliebenen ausdrücken”, so das Statement von Ladies European Tour CEO Ivan Khodabakhsh.

Randnotiz

Chrissie Wolf ist zum Zeitpunkt des Abbruchs gerade mit ihren ersten neun Bahnen fertig und liegt derzeit nach je einem Bogey und einem Birdie bei Level Par auf Rang 19. Am Donnerstag bei der Fortsetzung warten nun noch die Frontnine auf Österreichs einzigen Beitrag in Dubai. Florentyna Parker (ENG) liegt mit starker Birdiequote und einem Score von -7 nach 9 derzeit in alleiniger Führung.

“Wir haben bei uns nur mitbekommen wir die Rettung über den Platz gefahren ist und dann wurde eh schon sofort abgebrochen. Er hat heute in der Früh noch mit mir geredet, das ist wirklich Wahnsinn. Man merkt schon, dass der Schock bei allen sehr tief sitzt”, so Chrissie nach dem viel zu frühen Ableben von Markus Briers früherem Caddie.

>> Leaderboard Dubai Ladies Masters

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Sepp Straka Lyoness Open Golf-Live.at

Straka im Web.com Finale

US QUALIFYING TOURNAMENT – STAGE 2 2016: Sepp Straka holt am Schlusstag in Florida mit der 67 mächtig auf und zieht mit den Top 18 ins Tourschool-Finale ein.

Neo-Pro Sepp Straka beweist seine Reife für amerikanisches Profigolf eindrucksvoll auch bei der Stage 2 des Qualifying Tournaments. Mit den besten 18 am Qualifikationskurs von Brooksville (Florida) löst der Doppelstaatsbürger sein Ticket für das Qualifying Tournament-Finale Anfang Dezember, wo den besten 45 ausreichend Starts auf der Web.com Tour 2017 ermöglicht werden.

Die Art und Weise, wie der ehemalige Student aus Georgia die nervenaufreibende zweite Hürde überwand, beeindruckt besonders. Den Start hatte Straka mit 75 Schlägen noch ordentlich vergeigt und konnte auch in Runde 2 mit der 70 nichts von den 5 Schlägen Rückstand weghobeln.

Straka steigert sich jedoch weiter von Tag zu Tag, arbeitet sich am Vorschlusstag mit der 68 bereits bis auf zwei Schläge heran um dann am Schlusstag mit 5 Birdies und fehlerloser 67 zuzuschlagen. Bei 8 unter Par sichert sich Sepp mit zwei Schlägen Puffer im Kreis der Top 18 von Brooksville sein Finalticket.

>> Endergebnis US Qualifying Tournament Stage 2 Brooksville

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Lukas Nemecz

Luki’s Tour-Finale

PORTUGAL MASTERS 2016 – Mit einer Par-Runde und seinem 10. Preisgeldscheck beschließt Lukas Nemecz vorerst seine Rookie-Saison auf der European Tour.

Mit dem Europa-Finale in Portugal steht fest, dass Lukas Nemecz nicht mit den Top 110 der Order of Merit eine neue Tourkarte für 2016 lösen wird. Der Grazer beendet die erwartet harte Rookie-Saison immerhin mit einem 10. Preisgeldscheck bei 17 Starts, diese gute Quote kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es ohne ein Topergebnis vorerst nicht weitergehen wird in Europas erster Profiliga. Bei seinem Saisonabschluss reicht es nur zu Platz 66.

Lukas Nemecz ging in Vilamoura aus dem hinteren Mittelfeld auf seine vorerst letzte European Tour-Runde und wollte noch einmal mit einer starken Leistung in Portugal einen zusätzlichen Schub in die Tourschool mitnehmen.

Nemecz verpatzt jedoch den Start und sammelt zwei frühe Bogeys auf. Am ersten Par 5 gelingt dem Grazer der Birdie-Konter. Am Par 3 der 8 holt er sich dann sein drittes Birdie der Woche auf diesem Loch ab und stellt seine Tagesbilanz schon einmal zurück auf Even Par.

Die Freude darüber wehrt nur kurz, da er die Back 9 gleich wieder mit Bogey angeht. Auch diesmal kann Nemecz den Schlagverlust rasch ausgleichen. Am folgenden Par 5 geht es erstmals ab in die roten Zahlen. Statt eines Endspurts am vorletzten Loch, auch einem Par 5, geht es mit Bogey wieder an den Ausgangspunkt zurück: “An der 17 ist der Grünschlag ins Wasser zurück gesprungen,” schildert Nemecz sein unangenehmes Erlebnis am “Österreicher-Loch”, wo zuvor schon Bernd Wiesberger zweimal in entscheidenden Situationen “baden” ging. Mit einer Par-Runde von 71 Schlägen verbleibt Nemecz als 66. im hinteren Teil des Klassements.

“Der Platz war einfach in einem schlechten Zustand und sobald man das Fairway verfehlt hatte, musste man ordentlich Glück haben! Leider zu viele knappe Putts gehabt diese Woche und wie jedes Jahr ist es hier mehr oder weniger ein Putt-Contest,” fasst Nemecz seine Woche mit kaltem Putter zusammen. “Ich werde jetzt ganz normal zu Hause trainieren und fühl mich gut vorbereitet auf Qualifying-School.”

Harrington zurück am Siegespodest

Mit 4 Birdies auf den letzten 8 Löchern fängt Padraig Harrington noch Titelverteidiger Andy Sullivan knapp ab und holt sich bei 23 unter Par seinen ersten European Tour-Titel seit 8 Jahren.

>> Leaderboard Portugal Masters

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Woche der Entscheidungen

WOCHENVORSCHAU 42 / 2016: Sarah Schober kämpft um die Krone der LET Access und Robin Goger beim Alps-Finale um ein Challenge Tour-Ticket.

Sarah Schober kommt als Führende der Order of Merit zum Tourfinale der Let Access-Series nach Saragossa angereist, nachdem sie eine beeindruckende Serie von Top 3-Ergebnissen am laufenden Band produzierte. Auch ohne Turniersieg bislang peilt die Steirerin als erste Österreicherin den Gewinn der LET Access-Jahreswertung an. Der Aufstieg in die LET ist Schober jedoch bereits sicher.

Nina Mühl ist als zweite Österreicherin zum 35.000 Euro-Turnier im Club de Golf La Penaza angereist, wo sowohl LET Access- als auch die spanische Santander Pro Golf Tour ihr Saisonfinale gemeinsam bestreiten.

Last-Minute Ticket

Lukas Nemecz kommt dank vieler Absagen prominenter Spieler wie Bernd Wiesberger doch noch ins Portugal Masters hinein. Das Europafinale der Tour wird auch heuer am Arnold Palmer-Kurs Victoria von Vilamoura ausgetragen. Beim 10-Jahres-Jubiläum geht es um 2 Millionen Euro Preisgeld und vor allem für viele Spieler um die letzte Chance mit den Top 110 im Race to Dubai eine volle Tourkarte zu erspielen.

Nemecz müsste dazu einen alleinigen zweiten Platz erreichen. Platz 4 würde den Grazer in seiner Rookie Saison wahrscheinlich seinem Minimalziel den Top 145 und damit einem eingeschränkten Spielrecht näherbringen.

Martin’s Lucky Open

Alles begann für Martin Wiegele in Foshan mit einem Hole-in-One und dem verunglückten Preis in Form von goldenen Pferden, die er nicht nach Österreich importieren konnte. Seitdem wird der Grazer als Wiedergutmachung jährlich vom Promotor eingeladen und nutzte dies im Vorjahr um mit einem 12. Platz sein Spielrecht auf der Challenge Tour abzusichern.

Auch heuer ist Wiegele im Saisonfinish wieder in Bedrängnis und braucht in China ein ähnliches Topergebnis um noch unter die Top 80 in der Challenge Tour-Rangliste zu kommen.

Golfplatz im Griff

Mit tiefen Runden im Miglianico Golfclub und einem geteilten 5. Platz bewiesen Robin Goger und Uli Weinhandl in der Vorwoche, dass sie die italienische Golfwiese perfekt unter Kontrolle haben. Umso besser, dass wenige Tage später am gleichen Ort das Grand Final der Alps Tour ausgetragen wird, nachdem Israel als geplanter Austragungsort kurzfristig ausgefallen war.

Robin Goger benötigt einen Sieg um noch mit den Top 5 der Jahreswertung in die Challenge Tour aufzusteigen. Aber auch jeder Rang besser als der derzeitige 9. Platz könnte eventuell wertvoll sein, abhängig von den Ergebnissen der European Tourschool. So gesehen ist der Einsatz hoch bei dem Viertages-Turnier mit 60.000 Euro Preisgeld.

Bonus-Turnier für Gordon

Mit der Ryder Cup-Zusage an Italien kommt die Verpflichtung für die Austragung eines jährlichen Senioren-Events. Diese Zusage löst Italien mit der neuen Senior Italian Open ein, die satte 350.000 Euro Preisgeld ausspielt.

Somit kommt Gordon Manson ab Freitag im Golfclub Udine zu einem weiteren Einsatz auf der European Senior Tour, zugleich das letzte Turnier in Europa und vorletzte der Saison.

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Strawberry blüht auf

Die heimische Strawberry-Tour baut im Erfolgsjahr 2016 die Position als Österreichs größte Turnierserie weiter aus und feiert gebührend ihre Champions.

Mit dem Finalturnier im slowenischen Livada (Region Prekmurje) beschlossen die jeweils 30 besten Golfer und Golferinnen der Jahreswertung in 6 Gruppen ein weiteres Erfolgsjahr für die Strawberry-Tour.

Über den Hauptpreis, je eine Golfwoche am Mittelmeer, durften sich nach Turnierende die drei Erstplatzierten jeder Handicap-Gruppe freuen.
(Siegerfoto: v.l.n.r. hinten: Andreas Weber, Albert Pibal, Mathias Lechner, Oliver Janssen, Herbert Eckhart; vorne: Anton Wallner, Dieter Brodt, Julien Bacques (Gruber Golfreisen), Markus Setscheny (Golf House) Rudolf Baumgartner)

Knapp 15.000 Turnierstarts in 93 Golfclubs

Rund 1900 Golferinnen und Golfer lösten dieses Jahr eine Strawberry Tour-Karte. In Summe gab es knapp 14.220 Starts bei Strawberry Turnieren. In 93 Partnerclubs, davon 55 aus Österreich, wurden im Jahr 2016 Strawberry Turniere veranstaltet. Bei den Strawberry Turnieren spielten überdurchschnittlich viele Gäste (rund 85 %) mit. Die Strawberry Tour wird damit weiterhin ihrem Anspruch gerecht, den Golfsport auf breiter Basis zu fördern, ohne jemanden auszuschließen.

Die fünf erfolgreichsten Clubs mit den meisten Startern bei den Turnieren waren der GC Adamstal (444 Starter) vor GC Murtal, GC Föhrenwald, GC Schloss Ernegg und GC Thalersee. Dementsprechend finden sich auch die meisten Starter pro Club in Österreich in der Steiermark, Niederösterreich und Burgenland, gefolgt von Wien.

Das Prinzip der Strawberry-Tour ist so einfach wie genial: Nach dem Kauf der Strawberry Tour-Mitgliedskarte um einmalig 43 Euro können die Spielerinnen und Spieler bei den Strawberry-Turnieren zum Pauschalpreis von nur 37 Euro pro Turnier teilnehmen. Die Tourkarte bietet darüber hinaus diese Vorteile: Green Fee-Gutschein (einmalig), Greefee-Ermäßigungen, Hotelangebote und Partner-Aktionen.

www.strawberrytour.com

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Nemecz Lukas 2015

Halbe Miete?

TOURSCHOOL FINAL 2015 – 3. RUNDE: Lukas Nemecz erreicht die Halbzeit des Qualifying School-Marathons in geteilter Führung bei -14. Körbler mit Cutchancen, Wiegele vor dem vorzeitigen Ausscheiden.

Mit unverändertem Vorwärtsdrang marschiert Lukas Nemecz auch am dritten Spieltag beim Tourschool-Marathon, diesmal wieder über den einfacheren Tour-Course im PGA Catalunya. Im letzten Flight gemeinsam mit Europas Topamateur Marcus Kinhult (SWE) spielend legt der Murhofer vom 10. Tee mit weiterhin herzerfrischendem Offensivgolf los und setzt sich nach einem Birdie-Hattrick bereits nach 44 gespielten Löchern auf 14 unter Par alleine ab.

Mit vielleicht etwas zuviel Adrenalin im System fängt sich Nemecz am anschließenden Par 5 der 18 ein Doppelbogey ein (Drive um zwei Meter ins Out), das er mental jedoch gut wegsteckt. Im Bewusstsein, mit starken Wedges und verlässlichem Putter jederzeit den Birdiedruck wieder erhöhen zu können, bügelt er das Malheur auf den vorderen 9 Löchern mit zwei Schlaggewinnen aus und gibt sich keine weitere Blöße mehr.

Gemeinsam mit Marcus Kinhult setzt Lukas Nemecz die Halbzeit-Bestmarke bei 14 unter Par. Jetzt geht es noch dreimal auf den schwierigeren Stadium Course, wobei das Leader-Duo einen Puffer von 6 Schlägen auf die aktuelle “Tourkartenmarke” für die Top 25 bei -8 herausspielen konnte. “Auf jeden Fall werde ich den Gameplan beibehalten. Funktioniert im Moment sehr gut und das Spiel passt auch sehr gut dazu,” will Nemecz weiter voll am Gas bleiben.

Christoph Körbler, der mit der untereren Hälfte des Leaderboards die dritte Runde am hantigen Stadium Course bestritt, bleibt unfreiwillig seiner bisherigen Linie treu: ein paar Birdies und täglich ein bis zwei Doppelbogeys. Diesmal erwischt es den Kärntner Pro-Neuling an der engen und gefährlichen 17. Spielbahn mit dem Doppelbogey. Mit seiner bisherigen Bestleistung von vier Birdies geht sich jedoch die 71 (-1) aus, die bei gesamt -1 und Platz 71 nur den kleinstmöglichen Rückstand auf die Top 70 ergibt.

Bei Martin Wiegele verstärken sich dagegen trotz gestriger später Trainingssession die Unsicherheiten im Spiel. Am schweren Stadium Course gibt der Grazer bis zur Halbzeit bereits vier Schläge ab und schlittert nach zwei Doppelbogeys auf den vorderen 9 in die 80 (+8), die ihn bei 10 über Par und 11 Schlägen Rückstand wohl bereits alle Chancen auf den Cut nimmt.

Traditionell müssen die Spieler beim Finalmarathon der European Tour Tourschool zunächst je zweimal den Stadium Course (Par 72) und den Tour Course (Par 70) bewältigen. Nach vier Spieltagen teilt der Cut bei den Top 70 das Feld, die verbliebenen Kontrahenten spielen dann noch zwei weitere Tage, ehe die Tourkarten für kommende Saison – die Top 25 erhalten ein Spielrecht für die European Tour – vergeben werden.

>> Leaderboard Tourschool-Final

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