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Bitterer Freitag

FINNISH CHALLENGE – 2. RUNDE: Lukas Nemecz fällt nach gutem Beginn weit zurück, cuttet aber trotz der 74 knapp. Wiegele nach tapferer Aufholjagd haarscharf ausgeschieden.

Von Österreichs Trio in Finnland konnte sich am Eröffnungstag nur Lukas Nemecz nordwärts am Leaderboard aufmachen und vom hervorragendem 10. Platz in den Freitag starten. Martin Wiegele und Sebastian Wittmann mussten am Nachmittag voll attackieren.

Lukas Nemecz prolongiert von der 10 weg anfangs sein fehlerloser Spiel, holt sich am ersten Par 5 planmäßig das frühe Birdie ab und punktet auch gleich anschließend an der kurzen 13, womit er bereits Platz 3 am Leaderboard erreicht. Nach 24 fehlerlosen Löchern verliert der Grazer am langen Par 3 der 15 seine weiße Weste. Das bringt ordentlich Sand ins Getriebe, da er ausgerechnet am Par 5 der 18 ein weiteres Bogey kassiert.

Auf den vorderen 9 ist plötzlich komplett der Wurm drinnen: mit zwei Bogeys und sogar einem Doppelbogey stürzt Nemecz am Leaderboard ab und muss nun sogar um den Cut bangen. Mit einem trotzigen Eagle am Schlussloch marschiert Nemecz zurück ins Clubhaus und stellt damit sicher, dass er als 57. am Wochenende noch die Chance bekommt alles wieder aufzuholen.

Martin Wiegele nimmt den Schwung seiner starken Back 9 vom Vortag gut mit und tankt sich mit zwei Birdies rasch an die Cutmarke heran. Auf den Back 9 findet der Grazer nur noch ein Birdie und das enttäuschende Par an der 9 führt trotz der tapferen 69 zum hauchdünnen vorzeitigen Ausscheiden auf Position 67. “Eine sehr große Enttäuschung leider, da es hier wieder um einen Schlag nicht klappt,” ärgert er sich um den dritten knapp verpassten Cut des Jahres. “Also gestern die ersten 9 sind natürlich schuld, dass ich hier nicht sogar locker cutte, aber heute hätte ich gut gespielt und ich denke ich hätte auch ein paar Schläge weniger verdient gehabt.” Auch Sebastian Wittmann attackiert beherzt, kann aber mit der 69 die 13 Schläge Rückstand natürlich nicht wettmachen und scheidet somit ebenfalls vorzeitig aus.

Der Schwede Rikard Karlberg schnappt sich die alleinige Halbzeitführung bei 9 unter Par.

>> Leaderboard Finnish Challenge

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Schwab voll dabei

SHOT CLOCK MASTERS – 2. RUNDE: Matthias Schwab pirscht sich mit starker 68 in die erweiterte Spitzengruppe. Auch Straka, Nemecz, Brier und Prader im Finale. 

Lukas Nemecz schafft es am Vormittag mit der 71 und einem Halbzeitergebnis von Even Par als erster Österreicher ins Finale, >> CUT am Vormittag, und er sollte nicht der einzige bleiben. Golfösterreich hatte ja am Nachmittag noch seine heißesten Eisen im Feuer: Matthias Schwab und Sepp Straka, wobei vor allem Schwab die Fans vor Ort mit einer starken Leistung begeistern sollte.

Der European Tour-Neuling attackiert wie ein alter Hase, legt einen Blitzstart hin und leistet sich nur ein einziges Bogey auf 36 Löchern. Mit der 68 (-4) bringt sich der Schladminger bei 7 unter Par und Platz 4 in eine perfekte Verfolgerposition, nur zwei Schläge hinter Mikko Korhonen aus Finnnland. “Ich bin prinzipiell sehr zufrieden, vor allem mit der Entwicklung von Italien zu Atzenbrugg. Das lange Spiel hat sich heute zwar nicht ganz so gut angefühlt wie gestern, dafür war das Putten besser,” analysiert Schwab abgeklärt seine Leistung um dann doch noch emotional hinzuzufügen, “aber daß die Fans so mitgehen, das taugt mir sehr!”

Sepp Straka bringt sich ausgerechnet mit zwei Bogeys auf beiden Par 5 der Front 9 arg in Bedrängnis und fasst erst nach der Halbzeit mit drei Birdies Tritt. Am letzten Par 5 setzt es sogar ein Doppelbogey, das nur die 75 zulässt und den Rückfall auf Even Par bedeutet (Platz 42): “Ich habe mit den Eisen heute schlecht gespielt und kaum die Fairways getroffen. Solche Tage gibt es, die muss man dann schnell vergessen. Morgen wird es wieder besser gehen, da bin ich früher dran.”

Markus Brier und Clemens Prader rutschen als geteilte 62. bei 2 über Par auch noch ins Finale, womit gleich 5 Österreicher um das Preisgeld spielen, so viele wie zuletzt 2014. Damals schaffte es auch letztmalig mit Lukas Lipold ein Amateur ins Weekend, was ein tapfer kämpfender Max Steinlechner heuer bei +3 haarscharf nicht vergönnt ist.

Markus Brier musste am megaschweren Schlussloch, der 9, ein Birdie auspacken um den Cut “on the number” zu schaffen, zugleich ausgleichende Gerechtigkeit nach dem Ausscheiden im Vorjahr um einen Schlag: “Der 8 Meter-Putt zuletzt war schon eine Genugtuung. Die Abschläge waren heute nicht so toll, wenig Fairways, auf der 4 links ins Wasser geschossen. Dafür waren die Eisen sehr gut, daher mehr Birdiechancen gehabt,” fasst der angehende Senior zufrieden zusammen.

Clemens Prader hätte sich mit drei Doppelbogeys fast schon verabschiedet, ehe ihn ein Birdie-Hattrick im Finish noch die Par-Runde und seinen allerersten Cut der Karriere auf der European Tour ermöglicht – und das im zarten Alter von 39 Jahren. “Ich bin einfach sehr happy, dass wenn man nie aufgibt, sich noch so reinspielen kann. Wenn man dann am Ende noch drei Birdies so spielt mit Putts aus 7, 7 und 13 Metern an der 17, Mitte Loch, alle drei, das war halt mega. Nach zwei gestern sehr unglücklichen Breaks macht mich das schon sehr glücklich, das ich am Wochenende noch dabei bin.”

On Course mit Schwab live dabei

Golf-Live.at begleitete heute Matthias Schwab Schlag für Schlag im Diamond Country Club und behielt auch immer ein Auge auf den 30 Minuten dahinter spielenden Sepp Straka.

Vor voller Kulisse von gut 400, 500 Fans bringt Matthias Schwab seinen Golfball vom 1. Abschlag gekonnt ins Spiel. Nach Vorlage legt er mit dem Dritten auf 5,5 Meter ab und lässt seinen Putter für sich sprechen: BIRDIE.

Die kurze 3 lockt auch den Schladminger zur Attacke: nach Vollbrett vom Tee hat er nur noch einen Chip aufs Grün und einen weiteren nervenstarken 3 Meter-Putt, den er zum zweiten BIRDIE nutzt.

Den Traumstart mit drei schnellen Birdies komplettiert Matthias am ersten Par 5, wo nach Drive, Schlag vors Grün, Chip und Putt erneut der Spielplan aufgeht. Platz 4, zwei Schläge hinter der Führung. Schwab macht im langen Spiel einen bombensicheren Eindruck, kommt bislang nie in Bedrängnis und schüttelt sichere Pars aus dem Ärmel.

Am kniffligen Par 4 der 7 gerät Schwab nach ausgerolltem Drive ins Rough kurz in Bedrängnis, trifft aber erneut locker das Grün und vermeidet ein erstes Bogey im Turnier. Rasch bekommt Schwab den Fuß zurück aufs Gas und erarbeitet sich an der 8 die nächste Birdiechance, diesmal aus vier Metern, die er mit schwerem Bergabputt aber nicht macht. Seine ersten 9 Löcher beschließt er mit dem 9. Grüntreffer und vermeidet aus 15 Metern mit zwei Putts weiterhin jeden Schlagverlust.

Nicht ohne Fehler, aber ohne Bogeys

Die wunderbare Bogey-vermeidung findet auch an der 10 eine unglaubliche Fortsetzung. Nach Drive in den Fairwaybunker hat Schwab Probleme mit dem Stand, pullt seinen Ball Richtung Wasser und findet einen glücklichen Bandentreffer durch ein Werbeschild. Von dort chippt er cool auf drei Meter hin und locht einen weiteren Par-Putt. Auch das zweite verfehlte Grün sofort darauf, nach zu kurzer Annäherung, übersteht der Youngster locker über Chip und Putt.

Auf der 3. Bahn findet Schwab zurück zur Offensivabteilung, legt den Ball elegant auf drei Meter ab und sackt BIRDIE Nummer 4 ein. Nach 32 gespielten Löchern notiert Schwab sein erstes Bogey: zu kurz sein Eisenschlag am Par 3 der 14, aus tiefer Lage ein Flieger übers Grün und mit zweitem Chip tot zur Fahne schlimmeres verhindert.

Am anschließenden Par 5 vereitelt ein Lippout aus drei Metern den Bounceback mit Birdie. Doch an der 16 beweist Schwab, dass er weiß, wo der Hammer hängt, wenn er ihn braucht! Vollbrett vom Tee, Holz hinterher, selbst im Gegenwind trifft er das Par 5 mit zwei Schlägen. Der Eagle-Putt aus 10 Metern fällt beinahe noch zum Drüberstreuen – BIRDIE. Am Schlussloch legt sich Matthias noch eine letzte Birdiechance auf, muss sich jedoch mit Par und der 68 begnügen, die ihn aber auch bei 7 unter Par in Prime-Position bringt, nur zwei Schläge hinter Spitzenreiter Mikko Korhonen (FIN)

Straka vergeigt die Par 5

Sepp Straka kann drei Flights dahinter nicht in Schwabs Fahrwasser segeln. Am Par 5 der 1 beginnt der Longhitter mit Bogey. Am Freitag hat er Probleme ins Spiel zu finden und verpatzt drei Löcher später auch das zweite Par 5; nach dem Birdie gestern setzt es diesmal das Bogey.

Kein Birdie bis zur Halbzeit und Bogeys an der 10 und 11: damit ist der Austroamerikaner bis an die Cutmarke bei +1 abgerutscht. Nach 12 gespielten Löchern findet er endlich den Vorwärtsgang und locht seinen ersten Birdieputt des Tages, dem zwei weitere folgen sollten. Typisch für den Schuß nach hinten am heutigen Spieltag ist das letzte Par 5, das er sogar mit Doppelbogey absolviert und mit der 75 auf Even Par zurückfällt.

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Wie ausgewechselt

RYDER CUP – 1. TAG – FOURBALLS: Europa meldet sich nach den verheerenden Auftritten am Vormittag in den Fourballs eindrucksvoll zurück und verkürzt im Hazeltine National GC auf 5 : 3.

Die Frustbewältigung im europäischen Team hat in der kurzen Pause vor der Nachmittagssession sichtlich gut funktioniert. Nach den vier Niederlagen am Vormittag war dies auch zwingend notwendig, will man aus europäischer Sicht nicht nach dem ersten Spieltag schon fast aussichtslos zurückliegen. Vor allem Justin Rose und Henrik Stenson gelingt gegen Jordan Spieth und Patrick Reed eine mehr als gelungene Revanche für die Niederlage in den Foursomes.

Gleich als erstes Match treffen die Kontrahenten erneut aufeinander und zu Beginn hat es auch den Anschein als könnten die beiden Texaner dort weitermachen, wo sie zu Mittag aufgehört haben. Schnell gehen die beiden nach einem Birdie von Reed auf der 1 in Führung, müssen dann aber den Europäern das Feld überlassen. Bei immer schneller werdenden Bedingungen in Minnesota kommen aber unerwarteterweise plötzlich die Jungs vom alten Kontinent mit den Verhältnissen besser zurecht, schießen vor allem näher zu den Fahnen und lochen plötzlich die Big Putts.

So krallen sich Rose und Stenson der Reihe nach wichtige Löcher, was am Ende in einem ungefährdeten 5 & 4 Sieg mündet. Die US-amerikanische Bank mit Spieth und Reed, die schon vor zwei Jahren in Gleneagles traumwandlerisch sicher funktionierte, muss somit überhaupt ihre erste Niederlage einstecken. Doch auch die restlichen europäischen Zweierteams präsentieren sich im Gegensatz zum Vormittag großteils wie ausgewechselt.

Gelungene Aufholjagd

So fahren etwa Sergio Garcia mit Landsmann und Ryder Cup Rookie Rafael Cabrera-Bello gegen J.B. Holmes und Ryan Moore einen ganz sicheren 3 & 2 Sieg ein und auch Rory McIlroy und Thomas Pieters erweisen sich als echte Winning Combination. Die beiden räumen mit Dustin Johnson und Matt Kuchar die Dominatoren des Vormittags mit 3 & 2 aus dem Weg und sichern so den dritten vollen Punkt für Team Europa.

Einzig Martin Kaymer ist noch auf der Suche nach der Leichtigkeit der letzten Ryder Cup Auftritte. Der Deutsche kassiert mit Danny Willett gegen die am Vormittag noch geschonten Brandt Snedeker und Brooks Koepka eine 5 & 4 Niederlage und ist damit der einzige Spieler des ersten Spieltages, der gleich zweimal das Nachsehen hat. Vor allem mit den Grüns ist der Düsseldorfer bislang in Minnesota eindeutig noch nicht per Du.

Doch auch mit der einen Niederlage scheinen die Europäer nun endgültig im Hazeltine National GC angekommen zu sein und verkürzen auf 5 : 3. Am Samstag steht nun das selbe Programm – erneut werden am Vormittag vier Foursomes und am Nachmittag vier Fourballs gespielt – noch einmal am Plan, ehe es am Sonntag in den Singlematches in die Entscheidung geht.

Die vier Fourballs am Freitag Nachmittag im Überblick:

5 & 4 Henrik STENSON / Justin ROSE : Jordan SPIETH / Patrick REED

RC_1615_330Gleich am ersten Loch machen die Amerikaner dort weiter wo sie nach den Foursomes aufgehört haben. Patrick Reed schlägt eine perfekte Annäherung und locht aus nicht ganz zwei Metern zum ersten Birdie, was die USA rasch in Führung bringt. Rose schlägt mit Birdie auf der 4 aber zurück und stellt das Duell wieder auf All Square.

Jordan Spieth sieht seinen Birdieputt auf der 7 schon im Loch verschwinden, ehe es sich der Ball doch noch per Lip-Out anders überlegt. Stenson macht die Sache besser und bringt Europa damit im Duell erstmals in Führung. Am Par 3 versenkt der Schwede dann fast den Teeshot zum Hole in One und nachdem sowohl Reeds als auch Spieths Birdieputt an der Lochkante liegenbleiben geht Europa mit 2 Auf in Führung.

Nachdem sowohl Spieth als auch Reed wild vom Tee herumschießen schlägt Stenson zu und bringt die Europäer mit 3 Auf in Führung. Mit einem Traumeisen auf der 13 legt sich Stenson die nächste Birdiechance auf, die er auch sofort verwertet. Spieth kann seinen guten Abschlag hingegen nicht in Zählbares ummünzen. Eine Bahn später ist der erste Punkt für Europa in trockenen Tüchern.

3 & 2 Sergio GARCIA / Rafa CABRERA-BELLO : J.B. HOLMES / Ryan MOORE

RC_1617_330Rafael Cabrera-Bello findet perfekt in den Ryder Cup. Der Spanier schlägt auf der 1 eine lasergenaue Annäherung und lässt sich die Birdiechance nicht nehmen, die Europa schnell mit 1 Auf voran bringt. Garcia hat die Eisen am Nachmittag sichtlich perfekt im Griff. Er legt auf der 5 die Annäherung geschenkt an den Stock und baut die europäische Führung so auf 2 Auf aus.

Eine Bahn später springt wieder Cabrera-Bello ein und baut mit Par 5 Birdie den Vorsprung weiter aus. Die beiden Spanier erweisen sich als klare Winning Combination, wie ein weiterer Lochgewinn knapp vor dem Turn unterstreicht. Die US-Amerikaner wollen sich aber noch nicht geschlagen geben und holen sich mit zwei Birdies in Folge die 13 und die 14, was das Match wieder spannend macht. Garcia holt dann aber mit Birdie auf der 16 endgültig das Duell für Europa.

Martin KAYMER / Danny WILLETT : Brandt SNEDEKER / Brooks KOEPKA 5 & 4

RC_1618_330Brooks Koepka legt seine Annäherung geschenkt zum Stock. Danny Willett will die 1 aber nicht verloren geben und stopft einen wahren Monsterputt um das Loch doch noch teilen zu können. Die Übung gelingt auf der 2 nicht mehr, nachdem Snedeker seinen Putt zum ersten Lochgewinn macht. Mit Birdie auf der 3 sorgt Koepka für den nächsten Lochgewinn der USA.

Das nächste Birdie von Snedeker auf der 6 ist gleichbedeutend mit dem Führungsausbau. Nach wie vor sind Kaymer und Willett auf der Suche nach der Form, was die USA auf der 8 bereits auf 4 Auf in Führung bringt. Ein Monsterputt vom Engländer bringt dann den Europäern auf der 9 den ersten Lochgewinn. Postwendend aber schlagen die Amerikaner wieder zurück und bauen danach den Vorsprung immer weiter aus.

3 & 2 Rory MCILROY / Thomas PIETERS : Dustin JOHNSON / Matt KUCHAR

Die Amerikaner überlassen McIlroy und Pieters die 1 nahezu, nachdem sowohl Johnson als auch Kuchar nur das Bogey notieren können. Lange währt die Freude aber nicht, denn DJ gleicht schon auf der 2 das Duell mit Birdie wieder aus. Mit starkem Birdieputt bringt Pieters die Europäer auf der 4 aber rasch wieder in Führung.

McIlroy lässt sich von Pieters anstecken, locht seinerseits auf der 5 einen wichtigen Putt und baut die europäische Führung damit aus. Anders als am Vormittag bringen Johnson und Kuchar im Bestball keinen Fuß auf den Boden und fallen nach einem weiteren Birdie von McIlroy auf der 6 noch weiter zurück. Den Schwächeanfall der beiden Amerikaner nützen die Europäer im Wechselspiel aus, wie Pieters mit dem nächsten Lochgewinn auf der 7 eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Dustin Johnson holt die 11 für die USA und verkürzt damit wieder auf 3 Down. Pieters weiß auf der 13 aber wieder die richtige Antwort und stellt den alten Vorsprung wieder her, der aber erneut nicht lange hält, da die Amerikaner wieder bis auf 2 Down herankommen. Rory McIlroy beendet das Duell dann aber auf der 16 spektakulär mit Eagle und sichert Europa so den dritten von vier möglichen Punkten am Nachmittag in den Fourballs.

 

>> Ryder Cup Live Scores

>> SKY überträgt exklusiv und live von Freitag bis Sonntag vom RYDER CUP aus Hazeltine.

 

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Machtdemonstration

RYDER CUP – FOURSOMES – 1. TAG: Die USA zieht zum Start des Ryder Cups in Hazeltine eine wahre Machtdemonstration ab und liegt nach den ersten Foursomes in Hazeltine mit 4 : 0 eindeutig und glasklar in Führung.

Es wurde viel spekuliert, es wurde viel gemutmaßt und es wurde vor allem viel geredet. Die Wahrheit liegt beim Ryder Cup aber wie immer am Platz und den beherrschen am ersten Tag in den Foursomes einzig und allein die Amerikaner. Mit der deutlichsten aller möglichen Führungen bringen die US Boys die Europäer nach nur wenigen Stunden Spielzeit bereits gehörig unter Druck.

Das Unheil aus europäischer Sicht nimmt schon im ersten Match zwischen Jordan Spieth mit Patrick Reed und Henrik Stenson mit Justin Rose konkrete Formen an. Schnell ziehen die beiden Texaner, die bereits vor zwei Jahren in Gleneagles eine Bank für die USA waren, mit 2 Auf davon und können ihr Ergebnis zwischenzeitlich sogar auf 3 Auf ausbauen. Auch der einzige Lochgewinn Europas bringt keinen echten Aufschwung und nach 16 Bahnen ist der 3 & 2 Erfolg für die USA in trockenen Tüchern.

Nur Minuten später geht eine regelrechte Demontage zu Ende. Lee Westwood und Thomas Pieters wirken gegen Dustin Johnson und Matt Kuchar regelrecht hilflos, was den beiden amerikanischen Routiniers einen eindeutigen 5 & 4 Sieg ermöglicht. Auch Sergio Garcia und Martin Kaymer müssen sich dem Druck von Jimmy Walker und Zach Johnson nach langem harten Kampf geschlagen geben.

Dabei starten die beiden Europäer durchaus gut und gehen auf der 2 auch rasch in Führung. Danach aber ist das Match vor allem von vergebenen Chancen geprägt, ehe die US-Boys auf der zweiten Platzhälfte immer besser in Fahrt kommen und sich gleich vier Bahnen in Folge sichern, was am Ende einen doch recht deutlichen 4 & 2 Sieg zur Folge hat.

Selbst das letzte mögliche europäische Pünktchen löst sich am Ende der Partie zwischen Rory McIlroy und Andy Sullivan in Luft auf. Die spanndendste Partie des Tages ist von einem Hin und Her geprägt. Nach einem 2 Auf für Europa schlagen Mickelson und Fowler mit einem Hattrick zurück, ehe erneut Garcia und Kaymer mit drei Lochgewinnen kontern.

Ein bärenstarkes Finish mit drei weiteren Lochgewinnen der Amerikaner dreht dann aber auch die letzte Partie noch auf die Seite von Stars & Stripes. Mit einem knappen 1 Auf Sieg gehen die USA mit einem unglaublichen 4 : 0 Vorsprung in die vier Bestballs am Nachmittag.

Kein Momentum

Die Europäer verabsäumten es eindeutig den USA das Momentum abzuringen. Die europäische Abordnung schaffte es fast zu keiner Zeit den Jubel auf der Anlage verstummen zu lassen, was die US-Boys zu absoluten Höchstleistungen anspornte. Wichtig wird es nun sein sich schnell zu sammeln um am Nachmittag in den Bestballs wieder angreifen zu können und um den aufgerissenen Rückstand einigermaßen wegradieren zu können.

Die ersten vier Foursomes im Überblick:

Justin ROSE / Henrik STENSON : Jordan SPIETH / Patrick REED 3 & 2

Die Fans werden Zeugen eines hochklassigen Auftakts in den Ryder Cup 2016. Beide Paarungen agieren von Tee bis Grün bombensicher. Sowohl bei den USA als auch bei Europa fehlen nur Zentimeter aufs Birdie. Schon auf der 2 aber ist das amerikanische Publikum dann kaum mehr zu bremsen. Reed legt seine Annäherung perfekt aufs Grün und Spieth lässt sich die Chance auf den ersten Lochgewinn nicht entgehen.

Der frühe Lochgewinn pusht die Amerikaner sichtlich. Reed chippt am ersten Par 5 bis auf knapp zwei Meter ans Loch und wieder ist es Spieth der seine Puttstärke voll ausspielen kann. Mit 2 Down nach drei Löchern müssen sich die Europäer rasch sammeln, was aber nicht gelingt. Nach einem lasergenauen Wedge von Spieth gelingt den beiden Amerikanern auf der 7 bereits Lochgewinn Nummer drei.

Kurz vor dem Wechsel auf die Backnine finden dann auch die beiden Europäer langsam die benötigte Sicherheit und krallen sich mit der 9 ihren ersten Lochgewinn. Trocken spielen die Amerikaner das Match aber nach Hause und nachdem Reed auf der 16 locht, gehen den Europäern die Löcher aus.

Rory MCILROY / Andy SULLIVAN : Phil MICKELSON / Rickie FOWLER 1 UP

RC_1614_330McIlroy versenkt auf der 4 (Par 3) den Parputt und bringt das europäische Team damit in Führung. Die 6 bringt ihnen den nächsten Lochgewinn, nachdem Fowler seinen Drive voll verzieht und Mickelson sich sogar als Rechtshänder beweisen muss.

Rickie macht seinen Fehler von der 6 aber rasch wieder gut und sichert mit Birdie den US-Boys eine Bahn später den ersten Lochgewinn. Mickelson wirkt danach regelrecht angespornt und legt die Annäherung auf zwei Meter zum Stock, was den scoretechnischen Ausgleich perfekt macht.

Das bringt die beiden Amerikaner richtig in Fahrt. Zwar bringt Mickelson die Annäherung auf der 9 nur knapp neben dem Grün unter, das hindert Fowler aber nicht daran einzuchippen und so den Lochgewinn-Hattrick perfekt zu machen. Das Match entwickelt sich nach und nach zu dem spannendsten Duell der ersten Partien, nachdem McIlroy und Sullivan auf der 11 wieder ausgleichen können.

Dem Nordiren bleibt es dann auch vorbehalten die Europäer mit zwei gelochten Putts hintereinander auf der 13 und der 14 wieder klar in Führung zu bringen. Mickelson und Fowler geben sich aber noch keinesfalls geschlagen und verkürzen auf der 15 wieder auf 1 Down. Nachdem Sullivans Putt auf der 16 auslippt und Mickelson locht steht das Match wieder auf All Square. Kurz darauf scheint auch der letzte europäische Punkt verloren zu gehen, nachdem die USA wieder in Führung geht und am Ende auch das Match gewinnt.

Sergio GARCIA / Martin KAYMER : Jimmy WALKER / Zach JOHNSON 4 & 2

RC_1612_330Die beiden Europäer sichern sich mit Par gegen Bogey die 2 und übernehmen damit schnell das Kommando. Auf der 4 locht Garcia einen Monsterputt um die knappe Führung zu behaupten. Fast kann Kaymer danach die 5 für Europa holen, der Putt bleibt aber knapp neben dem Loch liegen. Auch Johnson lässt mit ausgelipptem Putt auf der 8 eine große Chance aus.

Fast können die Europäer auf der 9 sogar auf 2 Auf davonziehen, Walker locht aber den längeren Putt mit Break zur Teilung. Nachdem sich die USA und Europa sage und schreibe neun Bahnen teilen, gewinnen die US-Boys die 12 mit Par gegen Bogey und gleichen die Partie wieder aus. Angespornt vom ersten Lochgewinn setzt Walker gleich noch eines drauf und bringt die USA auf der 13 erstmals in Führung.

Das bringt die Amerikaner endgültig ins Laufen und nachdem Garcia aus größerer Entfernung den benötigten Putt nicht lochen kann, ziehen die USA auf 2 Auf davon und legen gleich danach das nächste Loch drauf. Ein weiterer Lochgewinn macht dann den 4 & 2 Erfolg der USA perkekt.

Lee WESTWOOD / Thomas PIETERS : Dustin JOHNSON / Matt KUCHAR 5 & 4

RC_1610_330Johnson und Kuchar sichern sich vor heimischem Publikum gleich das Auftaktloch, nachdem Pieters den benötigten Putt zum Teilen nicht stopfen kann. In dieser Tonart geht es weiter, nachdem Westwood den kurzen Putt zur Lochteilung auf der 2 verschiebt und die beiden Amerikaner somit auf 2 Auf bringt.

Nachdem Dustin Johnson auf der 5 einen Traumputt aus gut sechs Metern versenkt, ziehen die beiden US-Amerikaner immer weiter auf und davon. Auch danach bringen Westwood und Pieters keinen Fuß auf den Boden, was die DJ und Kuchar nach zwei weiteren Lochgewinnen schon auf 5 Auf nach 8 davonziehen lässt. Ein kleiner Lichtblick gelingt dann aus europäischer Sicht auf der 9, nachdem sich Westwood und Pieters den ersten Lochgewinn sichern können.

Welche Schwierigkeiten die Europäer in diesem Match haben zeigt sich auf der 15. Johnson locht aus großer Entfernung und die Jungs vom alten Kontinent können das Loch aus kurzer Distanz nicht mehr teilen. Auch ein Birdie von Pieters kann das Match auf der 14 nicht mehr verlängern, nachdem auch Kuchar zum Birdie locht und so den nächsten Punkt für die USA einfährt.

 

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