Schlagwort: golf live

Exklusiv: Lyoness Inside the Ropes

Die Lyoness Open 2017 hautnah und “Inside the Ropes” erleben. Golf-Live.at lädt Dich exklusiv zum geführtem Programm hinter den Kulissen von Österreichs European Tour-Event ein.

DIE TICKETS für INSIDE THE ROPES gibt es NUR HIER IM VORVERKAUF.

* LYONESS OPEN, betreut von der Golf-Live Redaktion, mit exklusivem Zusatzprogramm INSIDE THE ROPES erleben. Nur 3 kleine Gruppen, limitierte Verfügbarkeit, also jetzt rasch anmelden!

Das Highlight am Sonntag, nach der Siegerehrung: wir putten Bernd Wiesbergers Putt am 9. Grün original nach! Jeder Teilnehmer der Sonntags-Gruppe erhält diese exklusive Challenge.

COUNTDOWN LYONESS OPEN 2017

* Anmeldung zu einer von 3 Gruppen:

PROGRAMM SAMSTAG 10.6. 10 Uhr oder 15 Uhr:
* Geführter Rundgang
* Besuch Recording-Area wo Spieler ihre Scorekarten abgeben
* Demonstration Score Eingabe-Tools der Tour
* Diskussion mit Tour-Referee (was ist anders bei Pros?)
* MEET & GREET mit zwei Tourspielern nach ihren Runden

PROGRAMM SONNTAG 11.6. ab 14 Uhr:
* Geführter Rundgang
* Besuch Recording-Area wo Spieler ihre Scorekarten abgeben
* Demonstration Score Eingabe-Tools der Tour
* Diskussion mit Tour-Referee (was ist anders bei Pros?)
* Teilnahme an Siegerehrung
* PUTTING-COMPETITION am 9. Grün: Wer spielt Bernd Wiesbergers heutigen Putt von der gleichen Stelle besser – (oder vielleicht annähernd gut?)

Lyoness_ITR1702_330+ alles, was sich live vor Ort ergibt. Wir sind flexibel und passen das Programm eben “live” an. Wir treffen überraschend Pros und Promis, alles was sich so spontan für uns ergeben und uns in Atzenbrugg über den Weg laufen wird.

* Zusatzprogramm: Besuch der TOUR-TRUCKS entweder von TITLEIST oder TAYLORMADE. Exklusiv laden die beiden Hersteller zu einer Demonstration des professionellen Club-Fittings ein. Da die Trucks nur bis Mittwoch vor Ort sind, ist die Besichtigung NUR AM MITTWOCH 7.6. um 13 Uhr in Atzenbrugg möglich. Dieses Zusatzprogramm können Teilnehmer an allen drei Gruppen, sowohl mit regulärem als auch VIP-Ticket optional und ohne Zusatzkosten in Anspruch nehmen.

* PREIS: Das exklusive Programm kostet nur den regulären Eintrittspreis. Entweder 20 Euro für Samstag bzw. Sonntag oder 325 Euro für ein VIP-Ticket (Samstag oder Sonntag). VIP-Gäste am Samstag können sowohl am Vormittag wie auch am Nachmittag teilnehmen. (Preise inkl. MWSt.). VIP-Tickets mit >> allen Leistungen wie VIP Parkplatz, Zugang zur VIP-Lounge, exklusives Catering, VIP-Meet at the Green“ uvm.

LETZTES VIP-TICKET SICHERN…

Wichtige Hinweise:
*Wir akzeptieren Anmeldungen nach dem Prinzip “First come, first serve” und können logistisch nur drei kleine Gruppen akzeptieren um eine individuelle Betreuung zu garantieren.
* In Zusammenarbeit mit der Lyoness Open wurde “Inside the Ropes” exklusiv für Golf-Live.at erstellt. Wir sind jedoch kurzfristig immer von Anweisungen der European Tour und des Veranstalters abhängig, die zu Änderungen des Programms führen können.
* Mit der Anmeldung und Bezahlung des Tickets oder VIP-Tickets erhältst Du einen Gutschein für eine reguläre Eintrittskarte PLUS das Upgrade zur Teilnahme am “INSIDE THE ROPES-Programm”.
* Jeder Teilnehmer ist namentlich erfasst und erhält am Ticketschalter in Atzenbrugg unter Vorlage seines Gutscheins die Eintrittskarte sowie das Batch “Inside the Ropes”. Der genaue Treffpunkt wird beim Einchecken angegeben.
Für >>Rückfragen

 

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Tipp: Golf-Live Scores jetzt als App-Button auf Deinen Handy-Startbildschirm pinnen, für Android, Apple iOS und Windows-Phones, mit wenigen Klicks.

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US-Tourkarte egal

Tigerline_Golf_Live_atBernd braucht seine Tourkarte in Europa deutlich mehr als ein Spielrecht in Amerika. Die Top 50-Stars können sich alle Turniere aussuchen – bis auf den Ryder Cup.

Ohne ein gewaltiges Finish bei der Bridgestone Invitational und der PGA Championship wird es wohl nichts werden mit Bernds US-Tourkarte für 2016. Und das ist auch besser so, weil es ihn nur in Versuchung führen würde, vielleicht die falschen Entscheidungen zu treffen und den Fokus zu sehr auf die US PGA Tour zu legen.

Zugegeben, die European Tour wird bei den Spielern immer unbeliebter, vor allem seit sie bei US-Turnieren wie Popstars verwöhnt werden und im Schnitt doppeltes Preisgeld winkt. Aber es gibt drei sehr, sehr gewichtige Gründe, warum Europas Topspieler wie Bernd Wiesberger der European Tour besser nicht den Rücken kehren und weiterhin brav ihre 13 bis 15 Turniere pro Jahr als Minimum absolvieren:

1. RYDER CUP: Für Spieler eines Kalibers wie Bernd Wiesberger (Top 50 der Welt, aber nicht unter den Top 10) ist die Qualifikation für den Ryder Cup viel leichter über die Punkte aus dem Race to Dubai zu stemmen. Wäre der Ryder Cup schon heuer und die Qualifikation jetzt fast zu Ende, hätte Bernd Wiesberger gute Chancen mit den Top 4 der Europa-Qualifikation ins Team zu kommen.

Über die Weltrangliste kommen zwar 5 Spieler in Europas Ryder Cup-Team, aber da wäre Wiesberger zur Zeit siebentbester Europäer, aber auf jeden Fall nicht so leicht qualifiziert. Die besten Europäer im World Ranking sind zumeist jene, die auf der US Tour und bei Majors und WGC-Events ihre meisten Punkte holen.

2. BESSER IN EUROPA: Gerade mal 9% seiner Weltranglistenpunkte holte Bernd heuer auf amerikanischem Boden. Ohne den fulminanten Desert Swing, den zweiten Platz in Irland und den Triumph in Paris sähe es düster aus. Beim fast wöchentlichen Puttwettbewerb auf der US PGA Tour zog Bernd bislang den Kürzeren, vor allem auf den Bermudagrüns von Florida und anderen Südstaaten.

Bernd sollte sich Gonzalo Fernandez-Castano als warnendes Beispiel nehmen. Der schaffte es vor zwei Jahren unter die Top 35 der Welt und löste dank eines 3. Platzes beim Arnold Palmer Invitational die US Tourkarte. Obwohl der Spanier dann zum Jahresende in China das BMW Masters (European Tour) gewann, spielte er 2014 und 2015 praktisch ausschließlich auf der US PGA Tour.  Mit Ach und Krach verteidigt Gonzo zwar sein Spielrecht in Amerika, rutschte aber bis auf Rang 298 im World Ranking ab und machte heuer gerade mal 250.000 Dollar Kasse. Für Majors und WGC-Events reicht es nicht mehr.

3. WORLD PLAYER STATT FREMDLING IN AMERIKA: Klüger agieren da Spieler wie Danny Willett, die so wie Bernd heuer als World Player statt als USA-Gäste agieren. So ein Programm 2016 wäre auch ein Traum für jeden Fan: Saisonbeginn mit dem Desert Swing, dann das Frühjahr in Amerika mit ein paar regulären US PGA Tour-Events, den ersten zwei Majors, WGC-Events und der Players Championship. Es folgt ein heißer europäischer Sommer mit den Megaturnieren French Open und Open Championship. Dazu sponsortaktisch elegant Stopps in München (BMW), Österreich (Raiffeisen) und Crans-Montana einlegen und bisserl vor den eigenen Fans aufgeigen. Das könnte 2016 zudem leichter werden, mit einer Austrian Open vielleicht zu einem besseren Termin im August oder September, möglicherweise sogar wieder in Fontana (?). Weiter Punkte fürs Race to Dubai und kommendes Jahr für die Ryder Cup-Quali sammeln und die Finalserie im Race to Dubai bestreiten. Auf keinem anderen Weg wird Bernd Wiesberger so erfolgreich punkten wie mit einem Turnierprogramm als World Player.

Die Tourkarte für Amerika braucht Wiesberger gar nicht: für Turniere wie die Arnold Palmer Championship oder die Players Championship reicht die gute Weltranglistenposition und wo es rund um die US Majors oder WGC-Events hineinpasst, bekommt er die notwendigen Einladungen sowieso.

Das erklärte Ziel, mit den Großen Jungs bei den Big Events mitzuspielen, ist für ihn als Top 50-Spieler automatisch erreicht. Mit dem Schwerpunkt als World Player teet Bernd zudem auf seinen Lieblingswiesen auf und hat dort die besten Chancen sich in den Top 50 zu halten. Und in Europas Ryder Cup- Team 2016 oder 2018 kommt er am ehesten über das Race to Dubai. Den Luxus auf eine US Tourkarte zu pfeifen, den kann sich Bernd ruhig leisten.

von Joachim Widl

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Putt-Angst geht um

Tigerline_Golf_Live_atAm letzten Meter zum Loch verstolpern Österreichs Tourpros zur Zeit den Erfolg. Die große Putt-Angst geht im heimischen Lager um: wäre intuitives Putten der Schlüssel?

Die Kärnten Golf Open der letzten zwei Jahre war überwiegend ein Putt-Wettbewerb: zu leicht ist der Golfclub Finkenstein für bekannt exzellente Ball-Striker wie Manuel Trappel, die Nemecz-Brüder, Leo Astl oder Jürgen Maurer, die erst bei Kälte und Dauerregen etwas besser ins Bild kamen. Vor allem am Eröffnungstag hatten die internationalen Gäste gnadenlose Birdieorgien hingelegt und mit ultratiefen Scores das Geschehen dominiert. Von 16 Österreichern am Start kam erneut keiner in die Nähe eines Topergebnisses.

Die Puttschwäche von Österreichs Pros sprang nicht nur ins Auge sondern war auch akustisch in Spieler-Statements zu vernehmen – in der Bandbreite von leichtem Ärger bis purer Verzweiflung. Während Nationaltrainer Fred Jendelid Defizite bei der Putt-Technik selbst diagnostiziert, fiel mir die kollektive Unsicherheit am Grün auf: die Angst vor den Big Putts aus ein bis drei Metern, die letzten Umdrehungen des Balls, die zwischen Erfolg und Misserfolg am Leaderboard, Position in der Order of Merit, Weltranglistenpunkten und dem Kontostand des Pros entscheiden – und fast noch wichtiger: über das Selbstbewusstsein beim Putten!

Was nicht zu übersehen war, besonders auf den Schlusslöchern: das übergewissenhafte, endlos wiederholte Lesen der Puttlinie. Sehen sie Break, Strich und Speed nicht auf Anhieb oder wollen sie auf Nummer Übersicher gehen? Letzteres ist der Fall, meinen die Spieler. So wird der anstehende Schicksals-Putt immer und immer wieder gelesen, bis die Verwirrung komplett ist und der Ball auch garantiert vorbei geht.

Intuitive, schnelle Entscheidungen, das propagieren Sportwissenschafter als Rezept: Professor Sian Beilock hat dazu bereits vor Jahren an der University of Chicago eines von mehreren bahnbrechenden Experimenten in dieser Richtung durchgeführt: sie lud Golfanfänger und gute Spieler zum Putten ein, jeweils mit beliebig langer Puttvorbereitung und in der zweiten Versuchsanordnung mit extrem strengem Zeitlimit von 3 Sekunden. Ungeübte Spieler profitierten von längerer Nachdenkfrist, die ihnen Gelegenheit gab, alle Faktoren zu berücksichtigen, während geübte Spieler besseren Erfolg mit kurzer Vorbereitungszeit hatten. “Gute Spieler waren am treffsichersten unter Zeitdruck. Hatten sie viel Zeit zum Nachdenken, versagten sie,” so Professor Beilock.

Den größeren Kontext dazu liefert der Deutsche Intuitionspapst Dr. Gerd Gigerenzer. Jeder Golfpro schöpft nach Zehntausenden Putts aus einem gigantischen Erfahrungsschatz, der das perfekte Einschätzen jeder Puttsitiuation innerhalb kürzester Zeit erlaubt: “Experten, die in einem Gebiet viel Wissen und Erfahrung angesammelt haben, können dem Ergebnis ihrer Intuition vertrauen,” lautet Gigerenzers Credo. Noch interessanter der Umkehrschluss: Misstrauen sie ihrer Intuition, indem sie das Bauchgefühl durch wiederholtes Überprüfen der Entscheidung in Frage stellen, versagen sie.

Besonders trifft dies laut Gigerenzer auf motorische Fähigkeiten zu, also im Spitzensport. Intuitives Putten bedeutet, dem Unterbewusstsein zu erlauben, aus dem eigenen unermesslichen Datenpool zu schöpfen und in Sekundenbruchteilen Entscheidungen zu treffen. Dann kann die eigentliche Putt-Routine beginnen und volle Konzentration darauf gelegt werden, den Putt-Stroke technisch sauber zu exekutieren.

Im Kern geht es am Grün darum, den Ball zu markieren, Pitchmarke ausbessern und die Situation selbst einmal zu ignorieren. Wenn Andere zuerst putten, kann die Zeit genutzt werden sich einfach nur zu sammeln und positiv auf die kommende Aufgabe einzustimmen. Erst wenn man selbst an der Reihe ist, kommt es zum Lesen der Puttsituation – genau einmal und sofortiger Entscheidung wie der Putt zu spielen ist. Unmittelbar danach setzt der gewohnte Ablauf der Putt-Routine ein. Verändert wird nur das Lesen und Entscheiden wie der Putt bezüglich Linie und Speed zu spielen ist.

Der Erfolg, den intuitiv und rasch getroffene Puttentscheidungen bringen, stärkt das Selbstvertrauen: Die Angst vor dem Big Putt weicht der Freude, wie sie gute Putter vor jedem Versuch empfinden, den Ball ins Loch zu befördern. Freude am Golfplatz führt zu besseren Ergebnissen, denen unsere Spieler außerhalb der Top 1000 der Weltrangliste bereits viel zu lange nachlaufen.

Von Joachim Widl

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Eltern Bonusmalus

Wer schützt unsere Golftalente vor überehrgeizigen Eltern? Sind sie reif genug um selbst mit Papa-Handicap Karriere zu machen?

Bei der Gösser Open 2015 wurde Österreich auf der Amateurfront ordentlich eingeschenkt. Früher spielten unsere besten Amateure schon mal um den Sieg in Maria Lankowitz mit. Jetzt darf man froh sein, wenn wie im Vorjahr noch drei Amateure cutten – heuer war es kein einziger mehr! Terminkollisionen, die das Antreten reiferer Kaderspieler verhinderten, sollten hier nicht als Ausrede herhalten, die gabs früher auch schon.

Während bei den Girls Emma Spitz, Lea Zeitler, Isabella Holpfer oder Leo Bettel ordentlich Dampf machen, gabs bei den Boys auf internationaler Ebene zuletzt wenig zu feiern.

Bei der Ursachenforschung hört man immer wieder die gleichen Gründe: Spielplan der Marke “Haudrauf”, Mängel im Kurzspiel, wenig Trainingseifer – und überehrgeizige Eltern.

Letzter Punkt ist wirklich erstaunlich. Wenn Papa und Mama dem aufstrebenden Golfstern aus eigenem Haus im Weg stehen, ist das besonders bitter, aber leider häufig der Fall. In den ersten Karriereschritten konnten die Eltern vielleicht noch ein paar Tipps geben. Aber spätestens beim ersten Leistungstraining müssten sie ihre Kids abgeben und vertrauensvoll den Pro(fi)s überlassen. Ich weiss, das ist sehr, sehr viel verlangt, aber ein entscheidender Schritt im golferischen Reifungsprozess.

Das “Loslassen” erweist sich für die Meisten als allerschwerste Übung. Statt dessen wird von vielen bei jeder Kleinigkeit im ÖGV und bei Trainern interveniert, werden weiter völlig inkompetente “Tipps” gegeben und nach den Turnierrunden das letzte Pflänzchen an Selbstbewusstsein mit “Manöverkritik” gekillt. Und wenns mal halbwegs läuft, trägt der Papa am Sonntag als Caddie seinen Teil bei, damit der Junior auch garantiert abstürzt, weil die Schultern des Taschenträgers zu breit sind. Weil man ja selbst alles besser weiß über den Schwung des Juniors als alle Trainer zusammen. In jedem Golfschlag schwingen die Ideen von Trainer und Papa mit – das Ergebnis kann nur Out of Bounds sein.

Ich habe vor Jahren im ÖGV erfolglos angeregt, alle Eltern von Kaderspielern einen “Verhaltenscodex” unterschreiben zu lassen, wo sie sich zu folgendem verpflichten: alle Interventionen bei ÖGV, Trainern, Journalisten aufgrund von Befangenheit verboten! Abstand halten und aus der Ferne Daumen drücken.

Die Rolle der Eltern sollte sich beschränken auf:
1. Zahlen
2. Chauffieren
3. Vorcaddie (200 Meter weit weg)
4. Erfolge feiern

Hand aufs Herz: wer möchte den eigenen Golfnachwuchs bestmöglichst fördern oder sich in Wahrheit nur über den Umweg der eigenen Kinder wichtig machen?

Die Erkenntnis, wie man als Elternteil am Besten Unterstützung leistet, wäre eigentlich leicht zu bekommen. Man bräuchte nur jeweils den Scoreschnitt der letzten 10 Turnierrunden mit und ohne Anwesenheit der Eltern auszurechnen um zu wissen, ob man vor Ort den Junior beflügelt oder verkrampfen lässt. Der Schluss, den Papa und Mama daraus ziehen müssen, ist in den meisten Fällen sehr schmerzhaft.

Es gibt natürlich auch die Mustereltern, die loslassen können und sich darüber freuen, ihren Kindern das Rüstzeug für eine hoffnungsvolle Karriere mitgegeben zu haben.

Wer die Golfkarriere im eigenen Haus wirklich fördern möchte, der wird zusätzlich zu jeder Menge Zeit und Geld auch noch dieses Opfer bringen müssen, das vielleicht entscheidende überhaupt. Vor diesen Eltern habe ich die allergrößte Hochachtung.

von Joachim Widl

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