Schlagwort: patrick reed

Patrick Reed

Modename Patrick

HERO WORLD CHALLENGE – 1. RUNDE: Patrick Reed und Namensvetter Patrick Cantlay (beide USA) zaubern zum Auftakt in New Providence 65er Runden aufs Tableau und geben damit klar den Ton an. Gastgeber Tiger Woods (USA) muss sich am ersten Spieltag mit einer 73 begnügen.

Es ist mittlerweile liebgewonnene Tradition, dass Tiger Woods ein elitäres Feld von, inklusive ihm selbst, nur 18 Spielern zur World Challenge auf die Bahamas einlädt. Wirklich alles was im Golf Rang und Namen hat folgt dieser Einladung ohne mit der Wimper zu zucken, weshalb auch heuer wieder ein absolutes Weltklassefeld am Start steht.

Unter anderem teen auch die beiden Patricks – Reed und Cantlay – im windanfälligen New Providence auf und wissen mit den vorherrschenden Bedingungen bestmöglich umzugehen. So zaubert Cantlay etwa eine komplett fehlerlose erste Runde aufs Tableau und unterstreicht damit seine derzeitige starke Form.

Birdiekaiser des ersten Spieltages ist aber der amtierende Masters-Champion Reed, denn durch ein zwischenzeitliches Bogey auf der 8 benötigt er sogar acht rote Einträge um gemeinsam mit Cantlay als Führender übernachten zu können.

Gleich drei Schläge nahmen die Patricks ihren Mitstreitern ab, weshalb sie mit durchaus komfortablem Vorsprung in den zweiten Spieltag starten. Gastgeber Tiger Woods hingegen findet sich nur suboptimal zurecht. Zwar gelingen auch ihm vier Birdies, mit zwei Bogeys und einem Triplebogey geht sich aber nur die 73 (+1) aus, was nur für den 16. und vorletzten Rang reicht.

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Auf ein Neues

HONG KONG OPEN – VORSCHAU: Matthias Schwab hofft im Hong Kong GC gleich beim ersten Turnier der neuen Saison vorne mitmischen zu können.

Viel Zeit um die fantastische Rookie-Saison Revue passieren zu lassen hat Matthias Schwab im Spätherbst des Jahres 2018 nicht, denn nach der nur knapp verpassten Qualifikation für das Tourfinale in Dubai, steht Österreichs Shooting-Star nach einer kurzen einwöchigen Schaffenspause in Hong Kong bereits wieder in den Teeboxen.

Wie in so gut wie jeder Sportart heißt es auch im Golf “Nach der Saison ist vor der Saison”, weshalb der Schladming-Pro beim ersten Turnier des neuen Wertungsjahres gleich auf ein Topergebnis hofft um so von Beginn an gutes Preisgeld einfahren zu können.

Hohe Messlatte

Die Messlatte liegt für den erst 23-jährigen nach der unbekümmerten und nervenstarken ersten Saison auf Europas höchster Spielklasse auch durchaus hoch, denn der nächste Schritt in der Karriere muss nun heißen regelmäßiger Gast bei den ganz großen Turnieren zu werden.

Mit Kategorie 10 hat er die European Tour Events im kommenden Jahr problemlos am Radar, um jedoch näher an Majors und WGC’s heranzukommen, bedarf es klarerweise starker Resultate, weswegen ein gelungener Saisonauftakt im Hong Kong GC mit Sicherheit auch die Akkus vor den noch anstrengenden Wochen vor Weihnachten noch einmal zusätzlich befüllen würde.

Die Konkurrenz kann sich beim 2 Millionen Dollar Event auch durchaus sehen lassen, denn von Tommy Fleetwood über Matthew Fitzpatrick (beide ENG), bis hin zu Sergio Garcia, Rafa Caberera Bello (beide ESP) und Patrick Reed (USA) stehen etliche Hochkaräter am Parklandkurs von Fanling am Start.

Auch Titelverteidiger Wade Ormsby (AUS) ist klarerweise wieder mit von der Partie. Matthias beginnt das chinesische Turnier zur mitteleuropäischen Geisterstunde um 00:00 MEZ gemeinsam mit Arjun Atwal (IND) und Miguel Tabuena (PHI) auf der 11.

 

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In Ryder Cup-Form

HSBC CHAMPIONS – 2. RUNDE: Tony Finau schließt nahtlos an die Bombenform von Paris an und zieht zur Halbzeit des WGC-Events den Verfolgern um drei Schläge davon.

Er war gemeinsam mit Justin Thomas beim Ryder Cup der einzige positive “Asset” im Team USA: beim letzten World Golf Championships-Event könnte Tony Finau auch endlich mit seiner Superform Kasse machen. Mit 8 Birdies stürmt der 29-jährige Topathlet aus Utah nicht nur an die Spitze bei 11 unter Par sondern auch gleich den schärfsten Verfolgern um drei Schläge davon.

Im zähen Sheshan International GC spielt Finau nicht nur seine Längen aus sondern bringt auch die geforderte Präzision mit: “Wenn Du so ein Megaturnier anführst, dann machst Du ziemlich alles richtig. Ich habe sehr gut abgeschlagen und genug Fairways getroffen um hier scoren zu können sowie die Putts gemacht, wenn ich sie brauchte.”

Dabei hätte die Führung noch um gut drei Schläge höher ausfallen können, wenn Finau nicht eine kurze Schwächeperiode zu Mitte der Runde eingelegt hätte: ein Bad Kick beschert ihm das Doppelbogey an der 11, dem ein weiterer Schlagverlust folgte: “Das war einer jener Bad Breaks, der einen irgendwann einmal erwischt. Zum Glück habe ich nicht aufgehört weiter Birdies zu machen.”

Auftaktleader Patrick Reed muss mit einer farblosen Par-Runde samt eiskaltem Putter den Platz an der Spitze räumen und nimmt gemeinsam mit den starken Engländern Tommy Fleetwood und Titelverteidiger Justin Rose den Platz des ersten Verfolgers ein. Die neue Nummer 1 im World Ranking, Brooks Koepka, wird auf Platz 40 liegend samt 13 Schlägen Rückstand wohl nicht mehr in den Titelkampf eingreifen können.

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Patrick Reed

Zug zur Fahne

HSBC CHAMPIONS – 1. RUNDE: Patrick Reed im heftigen Wind von Shanghai mit perfektem Spiel von Tee bis Grün und der klaren Führung bei 8 unter Par.

Nachdem Patrick Reed zuletzt beim Ryder Cup vom Tee wie ein Rasensprenger gestreut hatte und als Captain America auch ein persönliches Debakel erlebte, folgten intensive Trainingstage: “Mit meinem Trainer habe ich hart am Spiel mit Driver und Holz 3 gearbeitet, ich möchte das Jahr ordentlich zu Ende bringen.”

Das Ergebnis bekam das 77 Mann-Elitefeld gleich am Eröffnungstag beim HSBC Champions Tournament zu spüren. Selbst im heftigen Wind trifft der Texaner wie ein Schlagroboter ein Fairway nach dem anderen, legt sich reihenweise dicke Chancen auf und versenkt auf fehlerfreier Runde nicht weniger als 8 Birdieputts: “Ich wusste, dass ich im Wind unbedingt die Spielbahnen treffen muss um den Platz attackieren zu können. Den Driver hatte ich heute voll unter Kontrolle,” fasst Reed seine Traumrunde von 64 Schlägen im Sheshan International Golfclub zufrieden zusammen.

Auf dem langen Kurs dominierten am Eröffnungstag generell die US Boys: hinter Reed, der sich bei 8 unter Par um zwei Schläge absetzt, melden sich Tony Finau und Xander Schauffele mit der 66 als erste Verfolger an. Erst dahinter folgen mit Matt Fitzpatrick (67) sowie Tommy Fleetwood (68) und Rafa Cabrera-Bello (68) die ersten Europäer.

Die neue Nummer 1 der Golfwelt, Brooks Koepka, eröffnet verhalten mit der Par-Runde. Doch auch in der Vorwoche startete der Amerikaner nur mit 1 unter Par um dennoch am Ende bei -21 zu gewinnen.

Bernd Wiesberger, der beim HSBC Champions im Vorjahr mit Platz 9 sein letztes Topergebnis feierte, wäre heuer nicht für das 10 Millionen Dollar-Turnier qualfiziert gewesen, bereitet jedoch aktuell sein Comeback für den kommenden Monat beim World Cup vor.

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Charakter bewiesen

PORSCHE EUROPEAN OPEN – FINAL: Matthias Schwab beweist an einem Tag wo kaum etwas in seine Richtung laufen will mit einem Birdie-Birdie Finish Charakter und krallt sich so auf den Green Eagle Golf Courses von Hamburg nicht nur sein zweites Top 10 Resultat auf der European Tour, sondern lässt außerdem mit Patrick Reed und Bryson DeChambeau beide US-Superstars hinter sich.

Unglaublich locker, gelöst, entspannt und dennoch fokussiert präsentierte sich Österreichs größte Zukunftshoffnung an den ersten drei Spieltagen beim European Tour Event in Hamburg. Selbst ein Patrick Reed als Flightpartner ließ den jungen Steirer am Moving Day nicht in Ehrfurcht erstarren und Matthias Schwab legte sich mit nur einem Schlag Rückstand auf das Führungsduo eine mehr als nur vielversprechende Ausgangslage auf.

Am Finaltag allerdings ist von der Lockerheit der ersten Runden nichts mehr zu spüren, denn bei unangenehmen Windverhältnissen verliert der Rookie von Beginn an die Sicherheit und kämpft fast pausenlos um die Pars. Auf der 1 gelingt die Übung trotz Abschlags in den Bunker noch, ein Dreiputt am Par 3 danach ruft aber bereits erstmals den Lift, der Matthias die gesamte Runde über aus der Bergabfahrt nicht aussteigen lassen will.

H2O im Weg

Auf der 3 hätte er noch die Chance schnell gegenzusteuern, doch ein verschobener Birdieputt passt im Nachhinein betrachtet richtiggehend ins Gesamtbild. Erstmals so richtig wild wird es auf der 4, wo Matthias seine Annäherung hinterm Grün wassert und nach ausgelipptem Bogeyputt sogar eine Doublette verzeichnen muss.

Fast schnürt er auf der 6 nach weiterem Wasserball sogar den Doppelbogey-Doppelpack, doch ein gefühlvoller Putt kippt doch noch zum Bogey ins Loch. An einem Tag wo fast alle Spieler zu kämpfen haben flackert auf der 7 nach starkem Chip und dem ersten Birdie noch einmal Hoffnung auf, doch ein Steckschuss im Bunker und ein ausgelippter Chip sorgen sofort für den nächsten Schlagverlust.

Die Kampfkraft hat der Schladming-Pro aber noch keinesfalls verloren, denn kurz vor dem Turn überredet er das einzige Par 5 der Frontnine noch zu einem Birdie und scrambelt sich auf der 11 (Par 5) nach dem bereits dritten Ball ins kühle Nass noch zu einem Par. Mehr soll an diesem Tag aber einfach nicht mehr gelingen und Matthias Schwab tritt sich auf der schwierigen 13 und der 15 (Par 5) noch weitere Fehler ein, was ihn endgültig aus den Top 10 rutschen lässt.

Erst die 17 erweist sich dann wieder als gnädig und spendiert ihm sein drittes Birdie, was ihn kurz vor Ende der Runde auch wieder in die Top 10 spült. Nach einem weiteren roten Eintrag zum Abschluss des Turniers am Par 5, der 18 marschiert er dann sogar noch bis auf den 7. Platz nach vor. An einem Tag wo so gut wie nichts in seine Richtung laufen wollte beweist er mit dem Birdie-Birdie Finish und der 75 (+3) Charakter, fixiert so nach Indien sein zweites Top 10 Ergebnis auf der European Tour und lässt außerdem sogar Patrick Reed und auch Bryson DeChambeau schlussendlich hinter sich.

“Es ist heute leider nicht gut gelaufen. Meine Schläge waren zwar nicht sehr gut, aber ich hatte auch ständig mit schlechten unglücklichen Lagen, ausgelippten Putts usw. zu kämpfen. Auf der 15 ist mir dann sogar der Schaft vom Eisen abgebrochen, weil ich derart schlecht hinter einem Baum gelegen bin. Alles in allem war Hamburg okay. Die zwei Runden mit Patrick Reed, das ganze Umfeld mit TV etc. bringen mir sehr viel an Erfahrung”, fasst Matthias Schwab das Turnier zusammen.

Erfahrung aufsaugen

Der lange Zeit verpatzte Finaltag ist auch sicherlich etwas woraus der charakterlich sehr starke Aufsteiger seine Lehren ziehen wird. Dass er mit der absoluten Weltelite auf jeden Fall Schritt halten kann zeigte er vor allem von Donnerstag bis Samstag wo er neben 14 Birdies lediglich drei Bogeys eintragen musste. Dazu bot er auch den Fans eine tolle Show, brachte Golf-Österreich wieder auf die TV-Schirme und lieferte neben Captain America Patrick Reed vor allem am Samstag eine durchaus sehenswerte Leistung ab.

Der amtierende Masters Champion konnte Matthias im gemeinsamen Flight nie aus der Ruhe bringen, was zeigt wie selbstsicher der Steirer schon in jungen Jahren wirklich ist. Mit ein Problem war am Sonntag sicherlich auch die Tatsache, dass er nach “Good Breaks” an den Vortagen, diesmal absolut kein Spielglück hatte. Einige ausgelippte Putts sowie zum Beispiel der Steckschuss im Bunker mit darauffolgendem ausgelippten Chip verhinderten schlicht eine deutlich bessere Runde.

Mit 65.000 Euro Preisgeld überholt er außerdem Bernd Wiesberger im Race to Dubai und in der Austrian Order of Merit und ist damit neue Nummer 1 in Österreich. Mit mittlerweile über 332.000 Punkten in der Jahreswertung ist auch das Spielrecht für kommendes Jahr wohl praktisch bereits fix. Die nächsten beiden Wochen wird Matthias Schwab nun eine Pause einlegen, ehe er bei den Nordea Masters in Schweden wieder am Abschlag stehen wird.

Richard McEvoy (ENG) sichert sich mit einem Birdie am Schlussloch und der 73 (+1) bei gesamt 11 unter Par beim 218. Anlauf seinen ersten European Tour Sieg der Karriere.

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Voll im Geschäft

PORSCHE EUROPEAN OPEN – 3. RUNDE: Matthias Schwab bleibt mit einer 70 im absoluten Spitzenfeld mit dabei und geht in den Green Eagle Golf Courses von Hamburg mit lediglich einem einzigen Schlag Rückstand auf Richard McEvoy (ENG) und Bryson DeChambeau (USA) in den Finaltag.

Matthias Schwab startet mit lediglich einem einzigen Schlag Rückstand auf Leader Bryson DeChambeau (USA) ins Wochenende. Der Rohrmooser wusste an den ersten beiden Spieltagen voll zu überzeugen, fand dabei gleich zehn Birdies und musste lediglich ein einziges Bogey notieren. Auch am Moving Day beweist er dann wieder den Touch für die Hamburger Grüns und wahrt damit sogar die Chance auf den ganz großen Wurf.

An der Seite des US-amerikanischen Ryder Cuppers und des amtierenden Masters Champion Patrick Reed zeigt sich Matthias Schwab bei recht windigen Verhältnissen absolut unbeeindruckt vom Superstar als Flightpartner und nimmt auf der 1 und der 2 zwei ganz sichere anfängliche Pars mit. Mit einem absoluten Weltklasseschlag hat er dann auf der 3 sogar Pech, dass die Annäherung nicht zum Eagle ins Loch fällt, das erste Birdie ist so aber nur noch Formsache.

Nach verfehlten Grüns hat er auf der 4 und am Par 3, der 5 erstmals etwas Stress, entledigt sich der Aufgabe aber nach gefühlvollen Chips ohne große Probleme und bleibt so in geteilter Führung. Auf der 7 legt er den Ball dann aus dem Rough auf gut drei Meter zur Fahne, beweist erneut richtig viel Gefühl und krallt sich mit seinem zweiten Birdie erstmals die alleinige Führung.

Blitz & Donner sorgen für Zwangspause

Kurz vor dem Turn lippt dann am Par 5, der 9 der Parputt aus einem knappen Meter mit fast einer gesamten Ehrenrunde aus und hängt dem Steirer so nach 30 fehlerlosen Löchern das erste Bogey um. Fast trotzig schlägt er danach aber auf der 10 ein sensationelles Eisen zur Fahne, kommt aber nicht mehr dazu den Putt zu lochen, da ein herannahendes Gewitter für eine Unterbrechung sorgt.

Erst ab 18:15 Uhr kann wieder gespielt werden und Matthias versenkt den kurzen Birdieputt, über den er sich mehr als drei Stunden den Kopf zerbrechen durfte, mit Bravour. So richtig auf Betriebstemperatur ist der Rohrmooser nach der langen Zwangspause aber noch nicht, denn mit der 11 hängt ihm ein weiteres Par 5 postwendend wieder einen Schlagverlust um.

Die beiden schwierigen Bahnen der 13 und 14 übersteht Matthias unbeschadet und bleibt damit nach dem kleinen Faux-Pas auf der 11 weiterhin ganz vorne dran. Die beiden folgenden Par 5 Bahnen stellen ihn zwar auch am Samstag vor keine Probleme, die überlangen Bahnen wollen aber diesmal keinen Schlaggewinn springen lassen. Auf der 18, dem fünften und letzten Par 5 der Runde nimmt er dann aber noch ein abschließendes Birdie mit, unterschreibt so die 70 (-2) und mischt damit als geteilter 3. weiterhin voll im Titelkampf mit.

“Im Ganzen betrachtet war mein Spiel heute wieder okay. Das lange Spiel nicht ganz so gut, dafür war das kurze Spiel heute umso besser. Bis zur Gewitterunterbrechung war es sehr schwer zu spielen. Der Wind war ziemlich stark und vor allem böig. Nach der Pause war es dann besser. Ich freue mich morgen wieder mit Patrick Reed im vorletzten Flight spielen zu dürfen”, fasst Matthias seine dritte Runde zusammen.

Unglaublich cool

Was am Samstag neben der weiterhin ganz starken Performance des steirischen Youngsters am meisten beeindruckt ist die Tatsache wie unglaublich cool er neben Topstar Patrick Reed wirklich agiert. Von Beginn an total unbeeindruckt knallt er teilweise lasergenaue Eisen zu den Stöcken und lässt sich auch von kleinen Rückschlägen wie den beiden Par 5 Bogeys nicht aus der Ruhe bringen.

Was ebenfalls ins Auge sticht ist die Sicherheit und das lockere Spiel. Matthias selbst meinte im Interview, dass er derzeit die Bälle sehr gut trifft und daher auch durchgehend die Fahnen besser attackieren kann. Nach nunmehr bereits drei Tagen auf absolutem Topniveau mischt er weiterhin voll um den Sieg mit und wird am Sonntag erneut im ersten Verfolgerflight mit Patrick Reed auf den Platz gehen.

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In bester Gesellschaft

PORSCHE EUROPEAN OPEN – 2. RUNDE: Matthias Schwab drückt in den Green Eagle Golf Courses von Hamburg auch am Freitag aufs Tempo, packt auf seine ohnehin schon starke Eröffnungsrunde eine 67 drauf und cuttet so als erster Verfolger inmitten von absoluten Weltstars ins Wochenende.

Anders als bei den vorangegangenen Turnieren, wo Matthias Schwab nach starken Auftaktrunden am zweiten Spieltag den Rhythmus verlor und sogar an zwei aufeinanderfolgenden Cuts scheiterte, kann er sich diesmal in der deutschen Hansestadt sogar steigern und bringt sich vor dem Wochenende sogar in eine super Position für einen etwaigen Sieg.

Mit sicheren Pars startet Matthias durchaus solide in die zweite Runde und taucht am einzigen Bogeyloch des Vortages, dem langen Par 3 der 14, sogar mit seinem ersten Birdie in den roten Bereich ab. Nachdem er nur zwei Bahnen später auch das Par 5, der 16 mit gestopftem Fünfmeterputt gut auszunützen weiß, stößt er sogar noch vor dem Turn endgültig wieder in die Topregion des Leaderboards nach vor.

Roter Triplepack

Doch damit hat der Schladming-Pro sichtlich noch nicht genug, denn voll auf Betriebstemperatur legt er auch am Par 3, der 17 ein Eisen stark aufs Grün und lässt dem Downhill-Putt gar keine andere Möglichkeit als mitten ins Loch zu fallen. Weiter richtig im Flow legt er sich danach am Par 5, der 18 sogar eine Außenseiterchance zum Eagle auf. Zwar will der Adler aus größerer Distanz nicht landen, das rote Triplepack ist aber geschnürt, was Matthias zu dieser Zeit sogar zum amtierenden Masters Champion Patrick Reed – der US-Amerikaner notiert am Vormittag eine 66 (-6) – bei gesamt 8 unter Par in die geteilte Führung bringt.

Fast übernimmt er am Par 3, der 2 dann sogar die alleinige Führung, beim starken Birdieputt fehlen ihm aber ein paar Millimeter zum bereits fünften Birdie. Nur Minuten nachdem Bryson DeChambeau (USA) auf 9 unter Par geht, beweist Matthias einmal mehr seinen gefühlvollen Touch für die Hamburger Greens und locht auf der 12 nach starker Annäherung zum nächsten Birdie, was ihn gemeinsam mit dem zweifachen PGA Tour Sieger im Gleichschritt an der Spitze wegmarschieren lässt.

Erster Verfolger

Fast versenkt er auf der 4 dann gleich die Annäherung, der freundliche Bounce von außerhalb des Grüns prallt aber an der Fahne ab, weshalb er sich schließlich “nur” mit dem Par zufrieden geben muss. Auf den verbleibenden Bahnen lässt Matthias dann nichts mehr anbrennen, packt auf seine 68 (-4) vom Vortag die 67 (-5) drauf und cuttet so als erster Verfolger und mit einem Schlag Rückstand auf Bryson DeChambeau (68) ins Wochenende.

Nach dem starken Auftritt meint er: “Ich hab die Bälle heute gut getroffen und die Runde war sehr solide. Das Spiel war sicher und das Putten war auch sehr zufriedenstellend. Ich freue mich schon auf die Runde morgen.”

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Mit frischen Kräften

PORSCHE EUROPEAN OPEN – VORSCHAU: Matthias Schwab steigt nach einer einwöchigen Turnierpause in den Green Eagle Golf Courses von Hamburg wieder ins European Tour Geschäft ein und hofft nach den zuletzt zwei verpassten Cuts in Folge mit frischen Kräften wieder reüssieren zu können.

Matthias Schwab hatte zuletzt bereits sichtlich etwas mit den Strapazen seiner Rookie Saison zu kämpfen. Zwar erspielte sich der Rohrmooser aufgrund seiner bisher starken Leistungen die Chance gleich bei allen drei Rolex Series Events in Folge an den Start gehen zu können, konnte an durchaus gute Auftaktrunden aber nicht anknüpfen und scheiterte sowohl in Irland als auch in Schottland am Cut.

Nach einer wohl mehr als nötigen freien Turnierwoche, wobei Matthias bei einer “Beat the Schwab” Challenge ebenfalls die Golfschläger für ein Show-Event schwang, hofft er nun bei den Porsche European Open wieder in die Preisgeldränge zurückkehren zu können. Mit einem echten Topergebnis könnte Matthias wohl auch bereits sein Spielrecht auf der European Tour absichern, da ihm mit bereits gut 257.000 erspielten Euros nicht mehr allzuviel fehlt um fix mit kommender Saison planen zu können.

F1 Power mitgenommen

Zusätzlich holte sich der Schladming-Pro bei einem Abstecher zur Formel 1 zusätzliche Power, denn auf Einladung seines Hauptsponsors durfte er in der Box unter anderem Max Verstappen über die Schulter schauen. Die Konkurrenz kann sich beim mit 2,325 Millionen Euro dotierten Event im Norden Deutschlands durchaus sehen lassen, so steht etwa auch Masters Champion Patrick Reed (USA) in den Teeboxen.

Charl Schwartzel (RSA), Matteo Manassero (ITA), Pat Perez, Bryson DeChambeau (beide USA) und klarerweise eine regelrechte Armada an deutschen Spielern, wobei Martin Kaymer in dieser Woche eine Pause einlegt, runden das starke Teilnehmerfeld ab. Der Wetterbericht verspricht in dieser Woche drückend heiße Bedingungen. Jeden Tag sind Spitzenwerte von über 30 Grad Celsius vorhergesagt, dazu sollte sich auch die Gewittergefahr als eher gering erweisen.

Matthias Schwab startet seine Auftaktrunde am Donnerstag gemeinsam mit Richard Bland (ENG) und Jamie Donaldson (WAL) um 08:50 MEZ von der 1 aus. Patrick Reed beginnt im Topflight an der Seite von Charl Schwartzel und Titelverteidiger Jordan Smith (ENG) um 13:00 MEZ ebenfalls auf der 1.

 

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Paul Casey

Der bessere 40er

VALSPAR CHAMPIONSHIP – FINAL: Der 40-jährige Paul Casey schnappt dem zwei Jahre älteren Tiger Woods um einen Schlag den Titel vor der Nase weg.

Nach dem Comeback-Sieg von Phil Mickelson in der Vorwoche gehen die Oldie-Wochen auf der US PGA Tour weiter: Paul Casey biegt Tiger Woods dank brillanter Finalrunde von 65 Schlägen um einen Golfschlag und feiert bei der Valspar Championship seinen zweiten vollen Erfolg, 9 Jahre nach seinem Premierensieg bei der Houston Open: “Dein letzter Sieg ist immer der Schönste, weil er der frischeste ist. Nur das stundenlange Warten ob meine Marke von 10 unter Par reichen würde, war einfach furchtbar.”

Zum gewohnt fantastischen Ball Striking des Engländers gesellte sich bei Casey endlich auch der Putterfolg, der ihm in der Vergangenheit so oft fehlte und viele greifbar nahe Siege verhinderte. Dem extrem anspruchsvollen Copperhead-Course im Innisbrook Golfresort von Tampa trotzte der Engländer am Schlusstag gleich 7 Birdies ab und brachte auf den Back 9 mit einem Birdie-Hattrick seine Nase erstmals voran. Das fehlerlose Spiel im “Snake Pit”, dem schweren Finish des Kurses, summiert sich zur besten Schlussrunde von 65 Schlägen (-6), die ihn vom 11. auf den 1. Platz bei 10 unter Par vorpreschen ließ.

“Wenn ich schon nicht gewinnen sollte, dann gönne ich es Tiger,” meinte Casey im Interview, der im Duell der Oldies allerdings den Kürzeren ziehen sollte. Zwar zeigte der US Superstar neuerlich starke lange Schläge, wie schon vor einer Woche lochte er jedoch unter Druck nicht mehr die Big Putts, die lange Zeit reihenweise am Loch vorbei krochen. Als Tiger dann am letzten Par 5 quer übers Grün drei Putts benötigt und nur das Par spielt, scheint die Sache endgültig für Casey gelaufen zu sein.

Mit zwei Schlägen Rückstand erreicht Tiger das 17. Grün und versenkt plötzlich aus 15 Meter einen Downhiller zum vielumjubelten Birdie. Am Schlussloch kommt er jedoch nicht nah genug zur Fahne für eine zwingende Chance und muss sich am Ende mit einem Schlag Rückstand Platz 2 mit Patrick Reed teilen. Sein vielumjubelter Auftritt bei der Valspar Championship markiert dennoch Tigers bestes Ergebnis seit 5 Jahren. “Heute hatte ich eine Siegchance. Leider fühlte ich mich nicht zu 100% auf der Höhe, daher habe ich die Schläge zu konservativ gespielt,” erklärt er sich dass er nur zwei Birdies am Finaltag einsacken konnte. “Mein Spiel wird dennoch immer besser,” peilt Tiger in der kommenden Woche auf seiner Paradewiese von Bay Hill Titel Nummer 80 an.

>> Endergebnis Valspar Championship

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Berg- und Talfahrt

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger startet mit der 71 am Earth Course zwar im roten Bereich, lässt mit einer schwarzen Phase rund um den Turn in den Jumeirah Golf Estates aber eine richtig tiefe Runde liegen.

Bernd Wiesberger hofft nach den zuletzt von Formschwankungen geprägten Wochen, in Dubai wieder an vier Tagen sein A-Game abrufen zu können, um sich mit einem Spitzenplatz noch vom 14. Rang der Jahreswertung unter die Top 10 nach vorne arbeiten zu können.

Das Vorhaben geht dann von Beginn an auch richtig gut auf, stopft der Burgenländer doch gleich auf der 1 den ersten Birdieputt und marschiert auch vom ersten Par 5 danach mit einem roten Eintrag zum nächsten Abschlag, was für einen richtig vielversprechenden Start ins Turnier sorgt.

Auch danach spielt Österreichs Nummer 1 grundsolides Golf, notiert zum größten Teil sichere Pars und quetscht auch aus der zweiten langen Bahn der Frontnine ein Birdie, was ihn sogar bis unter die Top 10 nach vorne marschieren lässt. Doch plötzlich reißt der Faden im Spiel des Oberwarters.

Kann er ein Bogey auf der 8 noch recht locker verkraften, lässt ihn ein schwarzer Doppelpack nach dem Turn auf der 10 und der 11 sogar auf den Ausgangspunkt zurückfallen und radiert ihm alles bisher herausgeholte wieder aus.

Roter Doppelpack

Die wackelige Phase findet eigentlich auch danach ihre Fortsetzung, wie ein verfehltes Grün am Par 3, der 13 zeigt, doch die Nummer 37 der Welt chippt kurzerhand zum Birdie ein, krallt sich so wieder das Minus als Vorzeichen und schärft damit auch sichtlich wieder sein Visier, denn nachdem auch das dritte und vorletzte Par 5 der Runde ein Birdie springen lässt, sind die “Back to Back” Birdies in trockenen Tüchern.

Damit arbeitet sich der vierfache European Tour Sieger auch im Klassement wieder spürbar in die richtige Richtung nach vor, ehe es ihn am Par 3, der 17 kurz vor Schluss der Runde mit einem Bogey erneut erwischt, was auch den Vorwärtsdrang wieder spürbar einbremst.

Die 18, das vierte und letzte Par 5 der Runde, lässt dann keinen Schlaggewinn mehr springen, weshalb sich Bernd Wiesberger zum Auftakt mit der nur leicht geröteten 71 (-1) zufrieden geben muss.

“Ich spiele derzeit einfach zu schlampig um meine Runden positiv ins Clubhaus bringen zu können. Heute haben schwache Schläge, Dreiputts und verschobene kurze Putts den Score ruiniert. Es sind jetzt nur mehr drei Runden Golf in diesem Jahr und ich hoffe, dass sie einen besseren Score als heute bringen”, zeigt sich Bernd mit der ersten Runde alles andere als zufrieden und spart dabei auch mit Selbstkritik in keinster Weise.

Spiegelbild der Formkurve

Die erste Runde ist im Nachhinein betrachtet auch ein Spiegelbild seiner seit Monaten andauerenden Formschwankungen. Nach sieben gespielten Bahnen lag er bereits bei 3 unter Par, ehe ihm Fehler alles herausgeholte wieder ausradierten.

Mit einem weiteren Doppelpack stellte er den Anschluss nach vorne dann wieder her, rutschte schließlich aber noch einmal etwas zurück. Vom 32. Rang aus ist zwar noch klar alles in dieser Woche drin, die Fehlerquote muss er an den kommenden Tagen aber spürbar senken.

Die frühe Führung sichert sich Patrick Reed (USA), der aus der Par 72 Anlage in Dubai am Donnerstag die 65 (-7) herausquetscht.

>> Leaderboard World Tour Championship

>> SKY überträgt Live und in HD von der Tour Championship.

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