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Schützenhilfe benötigt

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger bringt nach recht guten Frontnine am Ende nur eine 73 zum Recording und muss damit am Sonntag in den Jumeirah Golf Estates bereits auf Schützenhilfe hoffen um sich die Jahreswertung noch sichern zu können. Matthias Schwab taucht am Samstag mit einer 70 wieder in die roten Zahlen ab.

Bernd Wiesberger hatte am Freitag richtig hart zu kämpfen um Zählbares auf die Scorecard zu bringen. Lediglich ein einziges Birdie wollte dem Oberwarter gelingen, zum Glück blieb er aber fehlerlos und konnte so noch eine 71 (-1) notieren. Dennoch heißt es nun am Wochenende “Nur Vollgas zählt”, denn mit Tommy Fleetwood (ENG) und Jon Rahm (ESP) teilen sich gleich zwei direkte Konkurrenten vor dem Moving Day den 2. Platz , was Bernd derzeit die Jahreswertung kosten würde.

Erneut wählt Bernd auf der schwierigen 1 dann die sehr konservative Variante vom Tee, schlägt sein Eisen aber ins Rough von wo aus der Ball das Kurzgemähte knapp verfehlt. Dennoch geht sich am Ende ein recht sicheres anfängliches Par aus. Wie schon an den Tagen zuvor will das Par 5 der 2 erneut keinen Schlag springen lassen, wobei der Birdieputt genau auf Linie haarscharf vor dem Loch liegen bleibt.

Erstmals findet dann auf der 3 ein Abschlag das Fairway und der Burgenländer zündet in Folge ein perfektes Eisen, das fast sogar zum Eagle fällt. Das erste Birdie ist aus wenigen Zentimetern nur noch Formsache. Ein deutlich verzogener Teeshot in den Grünbunker lässt am langen Par 3 danach dann den Stresslevel etwas in die Höhe schnellen, mit einem perfekten Sandschlag kratzt der Oberwarter aber sehenswert das wichtige Par.

Schon auf der 5 ergibt sich dann aber nach einer weiteren starken Annäherung die nächste Möglichkeit, doch der Putt schleicht regelrecht links am Loch vorbei. Am Par 3 der 6 erwärmt sich das Gerät fürs Kurgemähte dann aber, denn nach einem weiteren sehenswerten Teeshot stopft der 34-jährige den fälligen Putt und arbeitet sich so auch wieder bis unter die Top 10 nach vor.

Erneut will dann auf einem Par 5 nichts Zählbares herausspringen, was den Burgenländer aber nicht aus der Ruhe bringt, denn nach einem weiteren guten Eisen aufs Grün nimmt er dafür am Par 4 danach den Schlaggewinn mit und ist drauf und dran seine bislang klar besten Frontnine der Woche zu notieren.

Alles verspielt

Da der Parputt auf der 9 rechts über die Lochkante läuft, erwischt es ihn dann auch mit dem ersten Bogey des Tages, was den Rückstand auf die direkten Konkurrenten um den Sieg der Jahreswertung Jon Rahm und Tommy Fleetwood wieder etwas anwachsen lässt. Das Bogey läutet auch eine sichtlich zähe Phase ein, denn nach überschlagenem Grün muss er auf der 11 prompt den nächsten Fehler einstecken und verliert so auf seine Konkurrenz immer mehr an Boden.

Das scheint Bernd nun komplett aus dem Rhythums zu bringen, denn auch die 12 gelingt nur mit fünf Schlägen, womit er auf nur vier Bahnen alles bisher herausgeholte am Samstag wieder verspielt. Die schwarze Serie reißt einfach nicht ab, denn nachdem der Abschlag auf der 13 im Grünbunker verschwindet und er in Folge auch noch den Parputt verschiebt, liegt er plötzlich sogar im Plusbereich und droht am Moving Day im Niemandsland des Leaderboards zu versinken.

Zwar fängt er sich in Folge wieder, Birdie will aber bis zum Schluss keines mehr gelingen und das, obwohl er auf der 18 sogar die Eaglechance am Putter hat. Schlussendlich muss er sich mit der 73 (+1) zufrieden geben, die ihn bis auf Rang 24 zurückwirft. Damit verliert Bernd auch den Anschluss an seine schärfsten Konkurrenten im Kampf um die Jahreswertung, denn sowohl Rahm als auch Fleetwood könnten ihm diese noch regelrecht vor der Nase wegschnappen, wobei der Spanier derzeit die deutlich besseren Karten gegenüber dem Engländer hat. Um genau dies zu verhindern, muss Bernd am Sonntag auf jeden Fall eine bessere Runde ins Clubhaus bringen und parallel wohl darauf hoffen, dass Mike Lorenzo-Vera (FRA) und Rory McIlroy (NIR) sich die beiden ersten Plätze sichern.

Einer der Hauptgründe für den doch bereits deutlich aufgerissenen Rückstand ist mit Sicherheit auch die mehr als ausbaubare Par 5 Bilanz, denn die gesamte Woche über hält er auf nunmehr bereits zwölf abgespulten langen Bahnen nur bei -2, wobei am Freitag und am Samstag eben dort nicht ein einziges Birdie gelingen wollte. Im Vergleich dazu hält etwa Jon Rahm allein auf den Par 5 Löchern bei einem Zwischenstand von -9, was eine deutliche Sprache spricht.

Top 10 Chance lebt noch

Matthias Schwab hatte deutlich härter zu kämpfen als noch am Donnerstag und musste sich schließlich mit einer 73 zufrieden geben, die ihm doch einige Ränge kostete. Dennoch hat der Rohrmooser mit einem guten Weekend noch alle Chancen auf sein bereits elftes Top 10 Ergebnis der Saison. Zwar bunkert er sich gleich auf der 1 im Fairwaybunker ein, erspielt sich mit einer starken Annäherung aber dennoch die Birdiechance, allerdings will der Putt zum roten Eintrag nicht fallen.

Zwar verpasst er danach erstmals in dieser Woche am Par 5 der 2 ein schnelles Birdie, holt dieses dafür aber auf der 3 postwendend nach und taucht so erneut rasch in den Minusbereich ab. Konzentriert spult der Schladming-Pro die darauffolgenden Bahnen ab, ehe am Par 3 der 6 wieder alles zusammenpasst und er sein zweites Birdie des Tages verbuchen kann, womit er auch wieder klar an den Top 10 andockt.

Grundsolide notiert der junge Steirer danach die Pars auf die Scorecard, ehe es ihn ausgerechnet am Par 5 der 14 dann mit seinem ersten Fehler am Moving Day erwischt. Der 24-jährige bleibt aber ruhig, zieht sein souveränes Spiel weiter durch und darf sich auf der 18 noch ein weiteres abschließendes Birdie auf der Scorecard eintragen.

Mit der 70 (-2) taucht Matthias Schwab somit nach der 73 (+1) vom Vortag wieder in die roten Zahlen ab und hat, eine gute Schlussrunde vorausgesetzt, auch noch gute Chancen vom 16. Rang aus beim großen Finale sein insgesamt bereits elftes Top 10 Ergebnis des Jahres mitzunehmen. Um dies Realität werden zu lassen, müsste er am Sonntag aber zumindestens zwei Schläge gutmachen.

“Die Runde heute war wieder nicht schlecht. Es war teilweise wegen dem starken Wind nicht einfach. Um in diesem starken Feld weiter vorne platziert zu sein muss man ganz einfach noch besser spielen. Die Devise heißt also keine Fehler machen und noch mehr Birdies scoren. Ich weiß woran ich in Zukunft weiter arbeiten werde”, fasst Matthias den Moving Day aus seiner Sicht zusammen.

Mike Lorenzo-Vera macht mit einem Bogey am Schlussloch Bernd nicht gerade einen Gefallen, denn so geht er nach der 69 (-3) nur in geteilter Führung mit Jon Rahm (66) bei gesamt 15 unter Par in den Finaltag.

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Lage verschärft

WORLD TOUR CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger agiert zum Auftakt in den Jumeirah Golf Estates vor allem vom Tee viel zu ungenau, was die 70 durchaus als gut dastehen lässt. Dennoch verschärft sich die Lage im Kampf um die Jahreswertung, denn sowohl Jon Rahm (ESP) als auch Tommy Fleetwood (ENG) mischen weit vorne mit. Matthias Schwab legt mit einer 69 einen grundsoliden Auftakt hin.

Als erster Österreicher der Golfgeschichte greift Bernd Wiesberger nach der Harry Vardon Trophy, dem prestigeträchtigen Gewinn der Jahreswertung der European Tour. Beim Saisonfinale in Dubai hat der Oberwarter zwar mit Tommy Fleetwood, Jon Rahm, Shane Lowry (IRL) und Matt Fitzpatrick (ENG) vier hochkarätige Rivalen, hat aber als einziger die Chance aus eigener Kraft die Jahreswertung für sich zu entscheiden. Mit einem Sieg oder einem alleinigen zweiten Platz bei der Dubai World Tour Championship wäre der 34-jährige nicht mehr einzuholen.

Gleich auf der 1 läuft dann aber alles in die genau verkehrte Richtung, denn während sich Bernd nach einem eingebunkerten Abschlag mit einem Dreiputt ein Bogey eintritt, locht Flightpartner Fleetwood die Annäherung zum Eagle. Auch auf der 2, dem ersten Par 5 geht sich nach etwas zu kurzem Chip kein Birdie aus, während Fleetwood trotz eingebunkerter Grünattacke den roten Eintrag verbuchen kann. Damit klafft zwischen Bernd und dem Engländer nach nur zwei Bahnen bereits eine Lücke von vier Schlägen.

Diese verringert sich auf der 3 aber mit dem ersten Birdie des Burgenländers wieder etwas, denn trotz eines weiteren Ausflugs in einen Fairwaybunker geht sich nach starker Annäherung ein roter Eintrag aus. Doch trotz des Erfolgserlebnisses geht es eher “shaky” dahin, denn ein weiterer alles andere als guter Abschlag zwingt ihn am langen Par 3 zu einem Chip, der nicht zwingend zur Fahne will und so im nächsten Bogey mündet.

Am Par 5 der 7 biegt einmal mehr ein Abschlag unangenehm ab und zwingt den 34-jährigen so aus dem Bunker vorzulegen. Ein starkes Wedge legt ihm dann aber die gute Birdiemöglichkeit auf, die er auch dankend annimmt und so sein Score erneut auf Level Par zurückdreht. Auf der 8 lässt er eine weitere Birdiemöglichkeit aus und während Fleetwood erneut den Putt stopft, wäre Bernd zu dieser Zeit auch die Führung im Race to Dubai los.

Der Putter wird wärmer

Auch auf den Backnine will die Sicherheit vom Tee einfach nicht kommen, denn erneut geht ein Abschlag auf der 10 links weg und nach einem etwas zu langen Chip stolpert er prompt über den nächsten Fehler. Da Fleetwood weiterhin nahezu alles locht, droht es schon am ersten Tag für Bernd durchaus unangenehm zu werden. Zumindestens erwärmt sich auf der 11 der Putter erstmals etwas und spendiert Bernd aus gut drei Metern den erneuten Ausgleich.

Die Temperatur behält das Gerät fürs Kurzgemähte auch danach bei, denn auf der 13 stopft er einen Monsterputt mit starkem Break und taucht so erstmals im Turnier in den roten Zahlen auf. Stabil wirkt das Spiel des siebenfachen European Tour Champions aber weiterhin nicht, denn sogar am kurzen Par 4 der 15 lässt er sich einen Tester zum Par über. Zwar besteht er diesen, doch mit Jon Rahm mischt nun ein weiterer harter Konkurrent um den Titel der Jahreswertung ganz vorne mit, was bedeutet, dass er mit Fleetwood und dem Spanier gleich zwei harte Brocken deutlich vor sich im Klassement stehen hat.

Die Probleme bei den Abschlägen reißen an diesem Tag einfach nicht ab, denn erneut bekommt er am Par 3 der 17 vom Tee weg Sand ins Getriebe, nimmt nach starkem Bunkerschlag aber das Par mit. Zeitgleich verhilft Rory McIlroy (NIR) mit einem Eagle auf der 18 zur 64 (-8) Bernd wieder zur Spitzenposition im Race to Dubai, denn er reiht sich damit hinter Mike Lorenzo-Vera (FRA) (63) auf dem alleinigen 2. Rang ein und verdrängt damit sowohl Fleetwood als auch Rahm etwas nach hinten.

Zum Abschluss passt dann aber noch einmal alles zusammen, denn nach einem guten Wedge locht er den fälligen Putt und kann so am Ende die 70 (-2) unterschreiben, was ihm nach dem ersten Spieltag Rang 14 einbringt. Bernd selbst hätte sich am Donnerstag mit Sicherheit besseres erhofft, angesichts der mehr als durwachsenen Leistung vom Tee ist die Runde mit 2 unter Par aber durchaus als gelungen einzustufen. Immerhin belegt er derzeit in der Hochrechnung der Jahreswertung nach wie vor Rang 1.

“Zufrieden mit dem Ergebnis der heutigen Runde. Habe den ganzen Tag gut gekämpft und sicherlich nicht mein bestes Golf gezeigt. Morgen geht’s weiter!!”, fasst Bernd [sic!] die Runde danach auf Facebook knapp zusammen.

Grundsolider Auftakt

Matthias Schwab ist erstmals im Kreis der besten 50 der Jahreswertung für das elitäre Finalturnier qualifiziert und möchte einmal mehr in aktueller Bombenform ganz vorne mitmischen. Der Start gelingt bei durchwegs windigen Verhältnissen mit einem anfänglichen Par ohne große Probleme. Die unglaubliche Par 5 Bilanz der letzten Turniere setzt sich sichtlich auch in Dubai weiter fort, denn schon die 2 lässt das erste Birdie springen, was ihn rasch in die roten Zahlen bugsiert.

So richtig lange kann er in diesen aber noch nicht verweilen, denn die 5 ringt ihm das erste Bogey ab, womit er wieder auf den Ausgangspunkt zurückfällt. Aus der Ruhe lässt er sich vom kleinen Faux-pas aber nicht bringen und krallt sich am nächsten Par 5 prompt wieder das Minus als Vorzeichen. Auf den folgenden Bahnen wirkt sein Spiel dann durchwegs stabil und nach einer kurzen Parserie geht sich auf der 11 mit starkem Putt das nächste Birdie aus, womit er sich wieder an die Top 10 herankämpft.

Richtig unaufgeregt zieht er weiterhin sein Spiel durch und belohnt sich auf der 18 noch einmal mit einem starken Putt zu einem weiteren Birdie. Damit legt der Schladming-Pro mit der 69 (-3) einmal mehr einen richtig guten Start in ein Turnier hin und verschafft sich so als 8. auch eine sehr gute Ausgangslage für den weiteren Verlauf.

“So richtig aufregend war die Runde heute nicht. Ich hab sauberes Golf mit wenigen Up & Downs gespielt. Einige Putts waren sehr knapp und hätten durchaus auch fallen können”, fasst Matthias seine sehr souveräne Auftaktleistung zusammen.

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In der Elite angekommen

HSBC CHAMPIONS – FINAL: Matthias Schwab sorgt mit einem fantastischen 4. Platz bei seinem allerersten WGC-Turnier der Karriere gleich für eine neue heimische Bestmarke. Bernd Wiesberger findet im Sheshan International GC auch am Sonntag keinen Rhythmus und muss sich mit Rang 49 zufrieden geben.

Matthias Schwab scheint sich auf der ganz großen Golfbühne sichtlich am wohlsten zu fühlen, denn wie unaufgeregt und solide der 24-jährige Steirer inmitten der Weltelite in Shanghai in dieser Woche zu Werke ging, verdient durchwegs Bewunderung. Gleich zum Auftakt präsentierte sich der Vanderbilt Absolvent von seiner besten Seite und eröffnete mit einer 67 (-5) richtig stark.

Am Freitag und am Samstag zeigte er sich vor allem mit der Qualität seines langen Spiels nicht wirklich zufrieden, brachte aber immerhin mit der 71 (-1) und der 69 (-3) rote Runden zum Recording und hielt sich so wacker unter den besten 10. Mit einer neuen heimischen Bestmarke im Bereich des Möglichen – bis zu dieser Woche war ein 9. Platz an selber Wirkungsstätte von Bernd Wiesberger im Jahr 2017 das rot-weiß-rote Nonplusultra – zeigt sich Matthias dann von Beginn an voll auf Höhe des Geschehens.

Im Birdiefieber

Zwar muss er sich vier Bahnen lang gedulden, ehe das erste Birdie auf die Scorecard wandert, mit dem Erfolgserlebnis auf der 5 kommt er aber so richtig ins Rollen, denn plötzlich gelingen die roten Einträge buchstäblich nach belieben. Nach starkem Abschlag überredet er auch das Par 3 der 6 und gleich danach stellt ihn auch die 7 vor keine großen Probleme, womit der Birdietriplepack fixiert ist. Erst am Par 5 der 8 gönnt er sich eine kurze Verschnaufpause, ehe er noch vor dem Turn auf der 9 schon seinen vierten Schlaggewinn einstreift und so bereits an den Top 5 anklopft.

Diese knackt er dann, nachdem er auf der 12 einmal mehr einen Putt perfekt dosiert und mit leichtem Break gekonnt zum nächsten Birdie stopft. Auch damit hat der Rohrmooser sichtlich noch lange nicht genug, denn am Par 5 der 14 entscheidet er sich für die Strategie mit drei Schlägen und legt sein Wedge perfekt zur Fhne, was im bereits sechsten roten Eintrag mündet und ihn bereits bis auf Rang 3 nach vorne spült.

Auch kleine Stresssituationen übersteht er am Sonntag mit Bravour, denn nach verfehltem Grün legt er sich am Par 3 der 17 eine recht unangenehme Distanz zum Par auf, mit Ehrenrunde findet aber auch dieser wichtige Putt sein Ziel. Trotz eines Abschlags in den Bunker am abschließenden Par 5 kann er sich noch eine Birdiechance auflegen, allerdings schleicht der Ball knapp am Ziel vorbei.

Neue Bestmarke

Mit der 66 (-6) kann sich der heimische Youngster aber auf jeden Fall wohl in so ziemlich allen Aspekten zufrieden zeigen, egalisiert er doch nicht nur die bislang tiefsten WGC-Runden eines Österreichers – Bernd konnte bereits zweimal eine 66 notieren – er stellt außerdem gleich bei seinem Debüt bei World Golf Championships mit Rang 4 eine neue rot-weiß-rote Bestmarke auf. Damit klettert er auch im Race to Dubai bis auf Rang 18 nach vor und wird ab Montag auch in der Weltrangliste eine neue persönliche Benchmark aufstellen.

Nach dem Turnier zeigt er sich mit seiner Leistung klarerweise sehr zufrieden: “Ich freue mich, dass ich es überhaupt noch in dieses Turnier geschafft hab und vier tolle Tage lang in Shanghai mit Weltklasse Golfern spielen durfte. Der 4. Platz ist mehr als zufriedenstellen und ich hab auch über weite Strecken gutes Golf gespielt. Kommende Woche geht es in der Türkei weiter.”

Große Chance ausgelassen

Im Gegensatz zu seinem Landsmann haderte Bernd Wiesberger auch am Moving Day wieder etwas mit der Qualität seines Spiels, denn laut eigener Aussage bracht er nicht sein bestes Golf auf den Platz. Dennoch scheint vom 30. Rang aus mit einer guten Schlussrunde noch einiges möglich zu sein.Allerdings findet der Führende im Race to Dubai keinen brauchbaren Rhythmus, was sich auch schon recht früh in Form eines Bogeys am Par 3 der 4 auf der Scorecard unangenehm niederschlägt.

Da sich dann auch die zweite lange Bahn als zu unangenehm erweist, muss er rasch den nächsten Fehler verdauen. Auch danach kann der siebenfache European Tour Sieger nicht sein bestes Golf abrufen und schlittert noch vor dem Turn auf der 9 in den nächsten Fehler. Erst am Par 3 der 12 keimt erstmals am Sonntag etwas Hoffnung auf, doch selbst sein erstes Birdie bringt ihn nicht richtig auf Touren.

So läuft er danach einem weiteren Erfolgserlebnis vergeblich nach und muss auf der 16 sogar noch einen Fehler notieren, der ihn immer weiter zurückwirft. Schlussendlich steht er nur mit der 75 (+3) wieder im Clubhaus und kommt damit über einen 49. Platz nicht hinaus. Zumindestens verteidigt Bernd noch seinen Platz an der Sonne der Jahreswertung, lässt aber eine richtig gute Möglichkeit verstreichen um sich an der Spitze sogar etwas abzusetzen.

“Das war nicht mein Tag und nicht meine Woche. Ich freue mich jetzt hier wegzukommen und nächste Woche in der Türkei frisch durchzustarten. Ich hab heute insgesamt mein bestes Golf gespielt. Manchmal ist es einfach ein dummes Spiel”, so Bernd nach der enttäuschenden Woche auf Facebook.

Rory McIlroy (NIR) muss nach einer 68 (-4) und bei gesamt 19 unter Par gegen Xander Schauffele (USA) (66) ins Stechen, setzt sich dort dann aber mit einem Birdie auf der 18 gegen den Titelverteidiger durch und sichert sich so den Titel.

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Top 10 eingesackt

EUROPEAN MASTERS – FINAL: Matthias Schwab zeigt sich auch in der Schweiz in richtig starker Form und sackt beim topbesetzten Turnier im Crans-sur-sierre GC sein bereits sechstes Top 10 Ergebnis des Jahres ein.

Matthias Schwab zeigte auch am Moving Day lange Zeit richtig starkes Golf und lag zwischenzeitlich sogar in alleiniger Führung. Erst ein Wasserball auf der 12 bremste den Schwung des Youngsters spürbar ein und er musste sich am Ende sogar nur mit der 70 (Par) zufrieden geben. Bei vier Schlägen Rückstand auf Leader Andres Romero (ARG) scheint am Finaltag aber noch viel möglich zu sein.

Wie schon in den Runden zuvor gelingt auch diesmal der Start mit einem anfänglichen Par ohne große Probleme. Allerdings wird ihm am Sonntag die 2 etwas zum Verhängnis, was ihm rasch das erste Bogey aufbrummt. Bei generell eher gedämpfteren Scores als an den Vortagen kann er damit aber derzeit seine Platzierung in etwa halten und macht mit darauffolgenden Pars auch nichts falsch.

Da dann auf der 5 mit einem starken Putt aus in etwa sechs Metern sogar der scoretechnische Ausgleich glückt, pirscht er sich sogar wieder bis an die Top 5 heran. “Auch mit zu Beginn vier Schlägen Rückstand auf den Leader ist mein Gameplan für heute nicht wirklich anders als an den Tagen zuvor. Ich muss einfach gute Schläge machen und die Chancen verwerten”, so Matthias im kurzen Interview nach dem 7. Abschlag. Dieser findet am kurzen Par 4 zwar das Grün nicht, nach starkem Chip und gestopftem Putt ist das zweite Birdie aber in trockenen Tüchern.

Im Titelkampf

Auf der 9 – dem einzigen Par 5 der Frontnine – lässt er eine gute Chance noch verstreichen, verwertet dafür aber auf der 10 den fälligen Birdieputt und liegt damit nur noch um einen einzigen Schlag zurück. Auch die 12, das Doppelbogey-Loch vom Vortag, meistert er am Sonntag gut, verpasst danach allerdings am Birdieloch der 14 (Par 5) den wichtigen roten Eintrag. Am dritten und letzten Par 5 gleich danach hat er sogar Pech, dass der Bunkerschlag nicht zum Eagle fällt. Mit dem nächsten Birdie bleibt er aber hartnäckig im Titelkampf dabei.

Ein Dreiputtbogey am Par 3 der 16 scheint die Titelträume aber dann auf der Zielgeraden jäh zu beenden. Nach zwei soliden Pars zum Abschluss, marschiert der Schladming-Pro mit der 68 (-2) über die Ziellinie und nimmt so als 8. immerhin sein zweites Top 10 Egebnis in Folge und sein bereits sechstes Spitzenergebnis des Jahres mit. Sebastian Soderberg (SWE) setzt sich am Ende in einem 5er Stechen am ersten Extraloch durch und gewinnt.

“Mein Spiel war heute über weite Strecken wieder okay. Einige Fehler, vor allem auf den Grüns, kosteten mir heute eine noch bessere Platzierung. Im gesamten bin ich mit der Woche in Crans Montana aber zufrieden. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung”, so Matthias nach der Finalrunde.

Reif für den großen Wurf?

Langsam aber sicher wirkt der 24-jährige auch fast schon überreif für den ersten Sieg auf Europas höchster Spielklasse. Bereits etliche Male mischte er wie in dieser Woche ganz vorne mit, zog bislang jedoch am Ende noch den Kürzeren.

Wie er selbst während der Finalrunde sagte ist diese Woche in der Schweiz auch wieder etwas eine neue Erfahrung, denn vor allem am Moving Day mit Rory McIlroy (NIR) war die Menge an Fans durchaus beeindruckend. Dass er sich von großen Namen aber nicht aus der Ruhe bringen lässt, zeigt er auch am Sonntag wieder, denn auch neben Sergio Garcia (ESP) zog er seinen Gameplan gekonnt durch.

Kommende Woche stehen nun die Porsche European Open in Hamburg auf dem Programm. Beim Turnier im Green Eagle GC kämpfte er schon vergangenes Jahr unter anderem gegen Patrick Reed und Bryson DeChambeau (beide USA) um den Sieg mit. Heuer wird er alles daran setzen das Kunstwerk zu vollenden. Auch Bernd Wiesberger will in Hamburg nach seinem Missed Cut in dieser Woche wieder auf die Erfolgsspur abbiegen.

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Wasserbremse

EUROPEAN MASTERS – 3. RUNDE: Matthias Schwab zeigt auch am Moving Day im Crans-sur-sierre GC lange Zeit starkes Golf, ehe ihn ein Wasserball auf der 12 schwer einbremst.

Matthias Schwab ist als einziger des gesamten Feldes nach den ersten 36 Löchern noch fehlerlos. Zwar wollte am Freitag nicht mehr alles so reibungslos wie noch zum Auftakt gelingen, eine 67 (-3) konnte er aber mitnehmen und startet so als erster Verfolger von Leader Gavin Green (MAS) in den Finaltag. Im Flight mit Superstar Rory McIlroy (NIR) und Wade Ormsby (AUS) will der Schladming-Pro nun am Moving Day die Führung wieder zurückerobern.

Im Gegensatz zu seinen Flightpartnern gelingt Matthias der Start auch durchwegs gut, denn sowohl der Nordire als auch der Australier müssen auf der 1 das erste Bogey notieren, während der Rohrmooser mit einem Par zur 2. Teebox marschiert. Fast gelingt dann auf der 4 auch das erste Birdie, der gefühlvolle Putt aus gut zwölf Metern bleibt aber genau vor der Lochkante liegen.

Zwischenspurt

Nach gelungenem Wedge legt er sich aber schon auf der 5 die nächste gute Möglichkeit auf und diesmal lässt er sich die Chance auf den ersten roten Eintrag nicht entgehen. Damit übernimmt Matthias bei gesamt 11 unter Par auch wieder die alleinige Führungsrolle. Auch das kurze Par 4 der 7 hat er gut im Griff und schnürt so sogar den roten Doppelpack.

Nachdem der Abschlag auf der 9 nur den Fairwaybunker findet geht sich am einzigen Par 5 der Frontnine zwar kein weiteres Birdie aus, nach wie vor ist der 24-jährige aber fehlerlos unterwegs. Eine leicht verzogene Annäherung auf der 10 sorgt dann nach längerer Zeit wieder für etwas Stress, ein starker Chip aus dem Rough ermöglich aber auch hier am Ende ein sicheres Par.

Nass eingebremst

Wie unglaublich sicher der Youngster derzeit agiert zeigt sich am Par 3 der 11 eindrucksvoll. Perfekt bringt er den Ball am Grün unter und rollt seelenruhig den Ball mitte Loch zum bereits dritten Birdie des Tages. Nach 47 fehlerlosen Löchern rollt ihm der Ball nach der Annäherung auf der 12 ins Wasser zurück und da auch der Bogeyputt am Loch vorbeikriecht, muss er sich am Ende sogar mit dem Doppelbogey anfreunden, was ihm auch die Führung kostet.

Der Fehler kostet auch eindeutig die Sicherheit, denn nach knapp verfehltem Grün schiebt er auch am Par 3 der 13 den Parputt knapp am Loch vorbei und rutscht so in windeseile sogar auf Level Par zurück. Dass in dieser Phase nun auch das Glück etwas fehlt zeigt sich auf der 14, denn nach dem Eagleputt bleibt ihm nur ein guter halber Meter zum Birdie, der Putt lippt aber aus und nach dem Dreiputt muss er sich mit dem Par zufrieden geben.

Zwar lässt er auf den verbleibenden Bahnen dann nichts mehr anbrennen, Birdies kann er aber keine mehr einsacken, weshalb er schlussendlich “nur” mit der 70 (Par) über die Ziellinie marschiert. Damit ruscht Matthias bis auf Rang 9 zurück. Bei vier Schlägen Rückstand auf  Andres Romero (ARG) (66) scheint am Sonntag aber noch durchaus vieles möglich zu sein, vorausgesetzt er findet wieder den gewinnbringenden Schwung der ersten 47 Bahnen des Turniers.

“Ich hab auch heute wieder bis zur 11 gleich gutes Golf wie an den Tagen zuvor gespielt. War fehlerlos und hatte sogar bei 13 unter Par die Führugn. Auf der 12 ist mir dann aber ein folgenschwerer Fehler passiert. Ich hab den Schlag aufs Grün zehn bis 15 Meter zu kurz gelassen und der Ball rollte vom Vorgrün zurück ins Wasser. Nach dem Doppelbogey war mein Spiel nicht mehr so sicher wie zuvor. Für morgen bin ich aber guter Dinge”, so Matthias nach dem Moving Day.

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Mr. Perfect

EUROPEAN MASTERS – 2. RUNDE: Matthias Schwab muss als einziger Spieler des Feldes noch keinen Fehler einstecken und geht nach einer 67 mit nur einem einzigen Schlag Rückstand auf Leader Gavin Green (MAS) ins Wochenende. Bernd Wiesberger kommt hingegen weiterhin nicht ins Rollen und scheitert im Crans-sur-sierre GC am Cut.

Matthias Schwab präsentierte sich zum Auftakt richtiggehend im Birdiefieber. Gleich sieben rote Einträge verewigte der Schladming-Pro auf der Scorecard und startet damit aus der geteilten Führung in die zweite Runde.

Mit anfänglichen sicheren Pars findet der Rohrmooser auch durchaus solide in den zweiten Spieltag und nützt danach das Par 5 Doppel der 14 und 15 perfekt aus. Mit den beiden schnellen roten Einträgen bleibt er auch der absoluten Spitzengruppe hartnäckig erhalten.

Putter kühlt ab

Auch nach dem kurzen roten Intermezzo zeigt der 24-jährige ganz sicheres Golf und muss nach wie vor keinen einzigen Fehler im Turnier hinnehmen. Das solide Spiel bringt Matthias auch nie wirklich ernsthaft in Bedrängnis, einzig die Birdieputts wollen am Freitag im Gegensatz zum Donnerstag nicht und nicht fallen.

Erst auf der 8 kommt nach längerer Zeit wieder etwas Stress auf nachdem der Teeshot am Par 3 nur den Grünbunker findet. Matthias legt den Ball aber gekonnt zur Fahne und nimmt so ein weiteres sicheres Par mit. Erst die 9, das abschließende Par 5, erweist sich dann noch einmal als gnädig und lässt noch ein weiteres Birdie springen.

Am Ende unterschreibt er so die 67 (-3) und geht damit mit lediglich einem einzigen Schlag Rückstand auf Leader Gavin Green (64) ins Wochenende. Besonders bemerkenswert: Nach nunmehr bereits 36 gespielten Löchern ist Matthias Schwab der einzige Spieler des gesamten Feldes, der noch nicht einen einzigen Schlag abgeben musste.

“Obwohl es heute im gesamten Spiel nicht ganz so gut lief wie zum Auftakt bin ich dennoch zufrieden. 3 unter Par heute ist gut und weiterhin bogeyfrei ist auch okay. Ich hatte sowohl im langen wie auch im kurzen Spiel einige Fehler und ein paar Bunkerlagen, die ich aber allesamt gut meistern konnte”, fasst Matthias nach der Runde zusammen.

Weiterhin sehr schleppend

Bernd Wiesberger erging es schon zum Auftakt deutlich schlechter als seinem Landsmann. Der Burgenländer kam über eine 71 (+1) nicht hinaus und muss sich am Freitag nun eigentlich deutlich steigern, will er aus der Schweiz Preisgeld mit in die Heimat nehmen. Doch selbst die frühe Startzeit hilft ihm nur bedingt weiter.

Von Beginn an findet sich der Zweitplatzierte im Race to Dubai auch am Freitag nicht wirklich gut zurecht, denn wie schon am Vortag erweist sich das Par 3 der 11 einmal mehr als zu harte Nuss. Erst das zweite der beiden aufeinanderfolgenden Par 5 Bahnen hält dann das erste Birdie für den Oberwarter parat und lässt ihn sein Tagesergebnis wieder auf Level Par zurückdrehen.

Doch selbst das erste Birdie stabilisiert Bernds Spiel nicht wirklich lange, denn die geplante Aufholjagd bekommt auf der 17 in Form des zweiten Bogeys rasch den nächsten Dämpfer. Lange Zeit kann der sechsfache European Tour Sieger darauf nicht reagieren. Erst die 6 erweist sich wieder als gewinnbringend und spendiert ihm mit dem zweiten Birdie erneut den scoretechnischen Ausgleich.

Zwar nimmt er vom abschließenden Par 5 der 9 dann noch ein drittes Birdie mit und unterschreibt so schließlich die 69 (-1), die zartrosa Runde reicht aber als 77. nicht um nach der 71 (+1) vom Vortag in der Schweiz den Cut stemmen zu können. Um das letzte freie Wochenende im Kalender zu finden muss man mittlerweile schon weit zurückblättern, denn seit dem verpassten Cut in Malaysia im März stand der Burgenländer bei jedem Start auch im Wochenende.

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Maß der Dinge

EUROPEAN MASTERS – 1. RUNDE: Matthias Schwab zeigt sich inmitten der Weltklasse in absoluter Spiellaune und diktiert im Crans-sur-sierre GC nach den Vormittagsflights mit seiner bislang tiefsten Runde der Karriere das Tempo. Bernd Wiesberger verpatzt den Start ins Turnier.

Matthias Schwab beendete bei unseren tschechischen Nachbarn eindrucksvoll mit Platz 5 seine sommerliche Durststrecke und möchte in Crans seinen Höhenflug weiter fortsetzen. Die Konkurrenz ist in dieser Woche allerdings enorm, denn neben dem frisch gebackenen FedEx Cup-Champion Rory McIlroy (NIR) bekommt es der junge Steirer unter anderem auch mit Titelverteidiger Matthew Fitzpatrick, Lee Westwood (beide ENG) oder Sergio Garcia (ESP) zu tun.

Der Start gelingt am Donnerstag mit anfänglichen Pars aber gleich ohne grobe Probleme und da er auf der 4 dann das erste Birdie notieren kann, ist der gelungene Auftakt ins Turnier endgültig in trockenen Tüchern. Angespornt vom ersten Erfolgserlebnis passt auch auf der 5 alles zusammen und der Rohrmooser schnürt prompt den Doppelpack.

Auf den Geschmack gekommen

Nur kurz gönnt sich der 24-jährige dann eine kleine Verschnaufpause, ehe er auf der 7 und der 8 sofort die nächsten zwei Birdies auf der Scorecard verewigt und sich so bis an die Spitze nach vor spielt. So richtig “on fire” weiß er mit der 9 auch das einzige Par 5 der Frontnine perfekt auszunützen, nimmt sein bereits fünftes Birdie mit und krallt sich damit regelrecht an der Spitze fest.

Auch auf den Backnine hat der Schladming-Pro sein Visier richtig scharf gestellt, denn nach drei zwischenzeitlichen Pars nimmt er am Par 3 der 13 das nächste Erfolgserlebnis mit und strahlt damit erstmals sogar alleinig von der Spitzenposition. Auf der 14 hat er noch etwas Pech, dass der Eagle nicht gelingen will und er danach auch den kurzen Birdieputt auslässt. Am zweiten Par 5 der Backnine gleich danach gelingt die Übung besser und Matthias sackt sein schon siebtes Birdie des Tages ein.

Staubtrocken spult Matthias die verbleibenden Bahnen ab und unterschreibt so schlussendlich die fehlerlose 63 (-7), die ihm nach den Vormittagsflights auch die alleinige Führung einbringt. Erst Mike Lorenzo-Vera (FRA) kann am Nachmittag noch zu Matthias Schwab aufschließen.

“Das war heute ein guter Start ins Turnier. Ich war mit meinem Spiel sehr zufrieden, hab keinen Fehler gemacht und bliebt so auch bogeyfrei”, zeigt er sich mit der Auftaktrunde klarerweise mehr als zufrieden.

Verpatzter Start

Bernd Wiesberger sollte sein neues Material nach Tschechien nun aussortiert haben, denn Präzision ist in der Höhenlage von Crans-sur-Sierre bei den Schlägen in die kleinen Grüns auch erstes Gebot. Diese Übung bekam der Oberwarter zuletzt vor 7 Jahren sehr gut hin, als er einen 6. Platz in den Schweizer Alpen erreichte.

Schon auf der 2 hat er aber erstmals Probleme, denn ein frühes Bogey wirft ihn rasch etwas zurück. Nur kurz kann der Oberwarter auf der 3 sein Spiel wieder stabilisieren, ehe es auf der 4 schon mit dem nächsten Fehler noch weiter zurückgeht.

In Folge schafft er es dann zwar noch mehr Fehler zu vermeiden, die gesamten Frontnine über gelingt aber nicht ein einziges Birdie, womit er im Klassement nicht auf die Überholspur abbiegen kann. Die zweiten Neun beginnen dann nahezu identisch wie die erste Platzhälfte, denn erneut tritt er sich nach einem anfänglichen Par einen Fehler ein und rutscht so immer weiter zurück.

Erst auf der 14 bricht dann endlich der hartnäckige Bann und Bernd kann sein erstes Birdie des Turniers verbuchen. Da er danach auch die zweite der beiden aufeinanderfolgenden Par 5 Bahnen auszunützen weiß, holt er sich rasch den nächsten Schlag zurück.

Mehr will am Donnerstag aber nicht mehr gelingen, weshalb er am Ende nur mit der 71 (+1) über die Zielline marschiert. Am Freitag wird der sechsfache European Tour Sieger nun vom 100. Platz wohl eine deutlich rote Runde benötigen um aus der Schweiz Preisgeld mitnehmen zu können.

>> Leaderboard European Masters

>> SKY überträgt Live und in HD vom European Masters.

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Simply the best

TOUR CHAMPIONSHIP – FINAL: Rory McIlroy (NIR) stellt am Sonntag im East Lake GC alle in den Schatten und holt sich überlegen seinen bereits zweiten FedEx-Cup Titel der Karriere, der mit 15 Millionen Dollar sogar noch schwerer ist als bei seinem ersten Triumph.

Mit neuem Modus wollte die PGA Tour für noch mehr Spannung beim letzten Turnier des Jahres sorgen. Früher war es des Öfteren so, dass der Sieger der Tour Championship nicht auch gleichzeitig der Champion der Jahreswertung war. Erst vergangene Saison fuhr Tiger Woods (USA) unter Massen von Fans in East Lake den Sieg ein, die Jahreswertung ging jedoch an Justin Rose (ENG).

Heuer wurde erstmals mit “Guthaben” gestartet. Heißt Justin Thomas (USA) durfte am Donnerstag als Führender im Ranking bei 10 unter Par ins Event starten. Dahinter folgte Patrick Cantlay (USA) bei -8, Brooks Koepka (USA) bei -7, usw. Damit wird garantiert, dass es am Sonntag nur einen strahlenden Sieger gibt. Dass es am Finaltag dann doch nicht ganz so spannend wie erhofft zugeht liegt weniger am neuen Modus, als an einem Rory McIlroy in Überform.

Großkampftag

Ein wahres Monsterprogramm wartete auf das großteil des Feldes, denn eine hartnäckige Gewitterfront, die noch dazu am Samstag am Gelände für sechs schwerverletzte Fans sorgte, verhinderte eine planmäßige Durchführung des Moving Days. Ganze 13 Löcher mussten McIlroy, Thomas und Co absolvieren um überhaupt die dritte Runde beenden zu können.

Rory McIlroy und Brooks Koepka bildeten danach das Gespann im letzten Flight des Tages. Zum erwarteten Match-Up der beiden Golfgrößen ist aber lediglich der Nordire pünktlich erschienen, denn Koepka will bei der letzten Umrundung nicht so richtig ins Geschehen finden.

Strahlender Sieger

Das macht sich erstmals so richtig gegen Ende der Frontnine bemerkbar, denn während McIlroy mit einem Birdie-Doppelschlag erstmals aufs Tempo drückt, radiert sich der durchtrainierte US-Amerikaner zwei Birdies mit einem zwischenzeitlichen Doppelbogey wieder aus. Eine wahre Schwächephase mit gleich drei Fehlern am Stück vermag Rory dann voll auszunützen.

Zwar muss auch er zwei Bogeys notieren, mit vier Birdies avancieren die Backnine aber zu einem richtig entspannten Spaziergang zurück ins Clubhaus. Am Ende steht er mit der 66 (-4) beim Recording und darf so mit gleich vier Schlägen Vorsprung auf Xander Schauffele (USA) (70) die Trophäe zum zweiten Mal in seiner Karriere in den Himmel von Georgia strecken. Rang 3 teilt sich Koepka (72) mit Landsmann Justin Thomas (68).

Schwer vergoldet

Mit satten 15 Millionen Euro ist der Gewinn der Jahreswertung sogar noch um die Hälfte schwerer vergoldet als bei seinem ersten Triumph vor drei Jahren, wenngleich das Preisgeld nicht einmal eine untergeordnete Rolle spielte, wie er nach seinem Sieg selbst sagt: “Daran hab ich ehrlich nicht eine einzige Sekunde gedacht. Es ist einfach cool meinen Namen ein zweites Mal auf dieser Trophäe zu sehen. Immer wenn man etwas schafft, das nur Tiger schaffte macht man etwas richtig.”

>> Leaderboard Tour Championship

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Brooks als Taktgeber

TOUR CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Brooks Koepka (USA) zeigt einmal mehr, dass er der Mann für die besonderen Turniere ist und übernimmt beim großen PGA Tour Finale im East Lake GC vor dem Wochenende die Führung.

Mit neuem Modus sorgt die PGA Tour erstmals dafür, dass der Sieger des Finalturniers auch gleichzeitig der neue FedEx Cup Champion ist. Justin Thomas (USA) hatte dabei vor dem Event die besten Karten, denn als Führender der Jahreswertung startete er bei 10 unter Par und hatte so von Beginn an zwei Schläge Vorsprung auf seinen ersten Verfolger. Wie der neue Modus genau funktioniert ist >> hier detaillierter beschrieben.

Das “Guthaben” schmolz aber bereits am Donnerstag rasch dahin, denn Thomas kam über eine 70 (Par) nicht hinaus und teilte sich damit nach dem ersten Spieltag bereits die Führungsrolle mit Brooks Koepka und Xander Schauffele (USA). Auch Rory McIlroy (NIR) arbeitete sich bereits voll in den Titelkampf und wies vor der zweiten Umrundung lediglich noch einen einzigen Schlag Rückstand auf.

Pole Position

Am Freitag marschiert dann aber “Mr. Major” Brooks Koepka in die alleinige Führung. Der durchtrainierte Longhitter wird mittlerweile immer bei den ganz großen Events von den Buchmachern als Mitfavorit gehandelt. Kein Wunder, präsentiert er sich doch immer bei den richtig heißen Turnieren in absoluter Topform. Kein Wunder also, dass er auch beim Tourfinale in Atlanta wieder richtig ins Rollen kommt.

Eine 67 (-3) reicht am Freitag um auf dem anspruchsvollen Gelände bei gesamt 13 unter Par die Pole Position zu belegen. Mit lediglich einem Schlag Rückstand sitzen dem Mann aus Florida aber Justin Thomas (68) und Rory McIlroy (67) dicht im Nacken. Auch Xander Schauffele (69) bleibt dem Titelkampf voll erhalten, denn der US-Amerikaner mit deutschen Wurzeln geht mit nur zwei Schlägen Rückstand auf Leader Koepka in den Moving Day.

>> Leaderboard Tour Championship

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World Golf Champion

WGC – ST. JUDE INVITATIONAL – FINAL: Brooks Koepka gewinnt in Memphis überlegen seinen ersten WGC-Titel und untermauert seine Rolle als Leithirsch im Weltgolf.

“Das wäre natürlich das beste für die Fans gewesen, das was alle gewollt hätten,” entschuldigt sich Brooks Koepka für die Langeweile am sonntäglichen Leaderboard beim St. Jude Invitational, für das er alleine verantwortlich zeichnet. Aus dem im Vorfeld hochgehypten Duell im Schlussflight mit Rory McIlroy wird eine One-Man-Show des US-Modellathleten, die gnadenlos unterstreicht, wer zur Zeit unbestritten  im Weltgolf den Ton angibt.

Mit drei Birdies setzt sich Koepka bereits im ersten Drittel der Finalrunde vom Nordiren ab, der bis zum 14. Grün marschieren sollte um seinen einzigen Schlaggewinn des Tages einzusacken. Während McIlroy mit zwei Bogeys sogar nur die 71 hereinbringt und damit auf Rang 4 abrutscht, bleibt Brooks absolut fehlerfrei und spaziert lässig zur 65 und zum Sieg bei 16 unter Par mit drei Schlägen Vorsprung.

Koepka gewinnt neben seinem ersten WGC-Titel auch schon sein drittes Saisonturnier auf der PGA Tour und steht bereits vor dem letzten regulären Event kommende Woche als Nummer 1 im FedExCup vor Beginn der Finals fest, was ihn wohl auf einen Start bei der Wyndham Championship verzichten lässt.

Webb Simpson gewinnt das Duell der Verfolger und schnappt sich bei 13 unter Par den alleinigen zweiten Platz. Das nach drei Runden so vielversprechend europäisch aussehende Leaderboard ist am Ende doch enttäuschend, nachdem sich Fleetwood, McIlroy und Fitzpatrick noch hinter Marc Leishman auf Position 4 einordnen.

>> Endergebnis WGC St. Jude Invitational

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