Schlagwort: irish open

Voll im Geschäft

IRISH OPEN – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger mischt nach einer 65 nicht nur um die Open Tickets sondern sogar um den Sieg mit. Viele ausgelassene Chancen auf den Backnine hätten am Moving Day im Lahinch GC aber sogar eine noch deutlich tiefer Runde ermöglicht.

Bernd Wiesberger musste am Freitag zwar gleich auf der 1 ein Bogey einstecken, wandelte dies aber in positive Energie um und fand bei danach fehlerlosem Spiel sogar noch satte fünf Birdies. Mit der 66 (-4) marschierte der Oberwarter auch an die Top 10 heran und startet mit lediglich einem einzigen Schlag Rückstand auf die Open Tickets – die besten drei noch nicht qualifizierten aus den Top 10 erhalten ein solches – in den Moving Day.

Anders als am Vortag stellt ihn diesmal das anfängliche Par 4 vor keine allzu großen Probleme und schon die 3 lässt das erste Birdie springen, womit er rasch die richtige Richtung einschlägt. Da sich dann im strömenden Regen auch die 5 (Par 3) nach starkem Abschlag mit einem weiteren Birdie als gewinnbringend erweist, bringt er sich nicht nur auf Kurs in Richtung Open Ticket, sondern mischt endgültig ganz vorne mit.

Die gute Phase hält auch danach weiterhin an, denn eigentlich beraubt er sich auf der 7 mit zuviel Spin einer echten Birdiechance, der Putter bleibt aber brandheiß und lässt dem Ball auch aus vier Metern keine andere Möglichkeit als zu fallen. Auch danach lässt der fünffache European Tour Sieger nicht locker und bleibt hartnäckig mit einem weiteren Birdie auf der 10 an Robert Rock (ENG) dran.

Der Putter kühlt ab

Fast kann er sogar erstmals in den zweistelligen Minusbereich vorstoßen, ein Dreiputt verhindert am Par 5 der 12 aber das nächste Birdie. Das kühlt auch sichtlich das Gerät fürs Kurzgemähte ab, denn plötzlich will auf den Grüns kaum mehr etwas gelingen. Die Höchststrafe gibt er sich dann wohl selbst am Par 3 der 16, denn nach einem fast Hole in One schiebt er danach aus nur einem guten halben Meter den Ball am Loch vorbei und nimmt so “nur” das Par mit.

Fast wiederholt sich dann auf der 18 noch einmal das Schauspiel vom ersten Par 5, denn der Eagleputt vom Vorgrün bleibt erneut deutlich zu kurz. Diesmal passt beim Birdieversuch aber schließlich alles zusammen und der Oberwarter nimmt noch seinen fünften roten Eintrag des Tages mit. Mit der fehlerlosen 65 (-5) mischt Bernd somit als 5. nicht nur voll um die Open Tickets, sondern sogar um den Sieg mit. Nach den vielen vergebenen Möglichkeiten auf den Backnine wird aber wohl selbst bei der richtig starken dritten Runde auch ein weinendes Auge mit dabei sein.

“Ich hab ein wenig wackelig begonnen und musste für die Pars ziemlich arbeiten. Dann habe ich einen guten Schlag ins dritte Grün von “out of position” gemacht und das Birdie geholt. Das hat auch meine Runde ins Laufen gebracht. Danach habe ich den Ball sehr gut getroffen und ein paar Schläge gutgemacht”, so Bernd während der Runde im Interview.

Robert Rock (ENG), der auch mit Matthias Schwab arbeitet, erwischt einen Tag der Superlative und verbessert den eben erst aufgestellten Platzrekord von Padraig Harrington (IRL) gleich um noch drei weitere Schläge. Der Engländer findet unglaubliche elf Birdies und muss nur einen einzigen Schlagverlust verdauen. Auf der 18 hat er aus knapp zwölf Metern dabei sogar noch die Chance auf die zweite je gespielte 59 auf der European Tour, der Eagleputt bleibt aber leicht neben dem Loch liegen. Mit der 60 (-10) stürmt Rock bis an die Spitze nach vor und geht bei gesamt 13 unter Par als der große Gejagte in den Finaltag.

 

 

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Die Chance lebt

IRISH OPEN – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger spielt sich am Freitag im Lahinch GC mit einer 66 bis auf einen einzigen Schlage an die Open Tickets heran. Matthias Schwab verpasst den zweiten Cut in Folge.

Bernd Wiesberger fand zum Auftakt am Donnerstag erst spät einen wirklich gewinnbringenden Rhythmus und brachte dank eines abschließenden Birdies noch die 69 zum Recording, womit er sich auch auf Cutkurs befindet. Am Freitag muss er nun aber dennoch zulegen, will er sich an die Open Tickets – die besten 3 noch nicht qualifizierten der Top 10 erhalten ein solches – heranpirschen.

Der Start dazu missling jedoch gründlich, denn gleich die 1 brummt ihm das erste Bogey auf. Bernd lässt sich vom schleppenden Start aber nicht beirren, notiert danach souverän die Pars und findet auf der 6 auch das erste Birdie, womit er sein Score wieder auf den Ausgangspunkt zurückdrehen kann.

Das Erfolgserlebnis stabilisiert auch sichtlich endgültig das Spiel des Burgenländers, denn kaum auf den Backnine angekommen nimmt er auf der 10 den nächsten roten Eintrag mit und verschafft sich so auch erstmals einen richtig angenehmen Puffer auf die Cutlinie. Das erste Par 5 der Runde kann er dann zwar nicht ausnützen, holt das verpasste Birdie aber mit gleich zwei Schlaggewinnen in Folge mehr als nur nach und pirscht sich so sogar bereits an die Top 10 heran.

Wie schon am Vortag passt dann auch am abschließenden Par 5 noch einmal alles zusammen und der Oberwarter nimmt noch ein weiteres Birdie mit, was schließlich in der 66 (-4) mündet. Damit spielt sich Bernd nicht nur bis an die absoluten Spitzenplätze heran, sondern geht als 12. auch mit nur einem einzigen Schlag Rückstand auf die Open Championship Tickets ins Wochenende.

“Bin ziemlich froh, dass es auf der Scorekarte keine Fotos gibt. Es war nicht hübsch über weite Strecken aber wir haben alles aus der Runde raus geholt – und wurden mit einer super Puttleistung belohnt. Muss am Wochenende deutlich solider vom Tee werden. Auf geht’s”, fasst er [sic!] die zweite Runde zusammen.

Erneut leer ausgegangen

Matthias Schwab zeigte sich am Freitag auf den Frontnine durchaus stark, verlor nach dem Turn aber den Schwung und rutschte mit drei Bogeys sogar noch in den Plusbereich zurück. Am Freitag hat er nun aber zumindestens den Vorteil einer frühen Startzeit, was sich bei der benötigten Aufholjagd als durchaus hilfreich herausstellen könnte.

Allerdings hat er dann aber erneut gleich zu Beginn etliche Probleme und macht mit einem anfänglichen Bogey auf der 1 dort weiter wo er am Freitag aufgehört hat. Zwar stabilisiert er sein Spiel nach dem Fehler sofort, die ersten Birdies am Freitag lassen aber nach wie vor noch auf sich warten. Erst zu Beginn der Backnine findet der Schladming-Pro dann endlich das erste Birdie und kann so sein Score wieder auf Level Par zurückdrehen.

Das erste Erfolgserlebnis heizt auch den Birdiemotor des 24-jährigen sichtlich an, denn nach einer kurzen schöpferischen Pause auf der 11, setzt er auf der 12 und der 13 sogar zu einem roten Doppelpack an und spielt sich damit endgültig in Richtung Wochenendteilnahme. So schnell der gewinnbringende Schwung gekommen ist, so schnell ist er dann aber auch wieder vorbei, denn ein darauffolgendes Bogey auf der 14 wirft ihn wieder etwas zurück.

Dem nicht genug geht sich auch auf der 15 nur ein Bogey aus, was damit auch den zuvor erzielten Doppelpack wieder ausradiert. Da sich dann auch am abschließenden Par 5 kein Birdie mehr ausgehen will, muss sich Matthias schlussendlich mit der 70 (Par) abfinden, die ihm als 75. den Weg ins Wochenende knapp versperrt.

“Ich hab heute leider schlecht begonnen, kam dann aber ganz gut ins Spiel. Auf drei Birdies folgten dann leider zwei Bogeys die mir letzten Endes auch den Cut kosteten. Leider treffe ich zur Zeit viele Bälle nicht sauber genug. Vielleicht klappt es nächste Woche in Schottland”, so Matthias nach dem verpassten Cut klarerweise enttäuscht.

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Etwas geizig

IRISH OPEN – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger und Matthias Schwab bringen zum Auftakt im Lahinch GC zusammen lediglich fünf Birdies auf die Scorecard. Während der Burgenländer aber zumindestens nach einer 69 klar auf Cutkurs liegt, muss sich Matthias Schwab nach der 71 bereits steigern um nicht das zweite Weekend in Folge zu verpassen.

Zwei Wochen britisches Linksgolf in Irland und Schottland, die Matthias Schwab und Bernd Wiesberger am liebsten auf eine dritte bei der Open in Royal Portrush ausdehnen würden, erwartet Spieler und Fans als Höhepunkt des europäischen Golfsommers. Als Bonus winkt den Top 3 noch nicht Qualifizierten aus den Top 10 von Irland und Schottland ein Ticket für die Open Championship.

Paul McGinley hat ein Jahr lang all seine Energie eingesetzt um am irischen Linksklassiker von Lahinch ein praktisch bereits ausverkauftes Golfspektakel zu organisieren. An der rauhen irischen Westküste ist zum 7 Millionen Dollar-Turnier der Rolex Series vor allem die Creme de la Creme des britische Golfsports eingeflogen: Westwood, Wallace, Lowry, Poulter, Westwood, McDowell, Knox und Hatton lassen die Abwesenheit von Rory McIlroy vergessen.

Ruder spät rumgerissen

Der Start verläuft für Bernd Wiesberger zunächst mit zwei anfänglichen Pars durchwegs souverän, ein Bogey auf der 3 sorgt dann allerdings für den ersten kleinen Fehler im Turnier. Zwar stabilisiert er danach sein Spiel sofort wieder, das erste Birdie lässt aber die gesamten Frontnine über auf sich warten.

Auch zu Beginn der zweiten Neun marschiert der Oberwarter weiterhin im Partrott dahin. Erst auf der 12, dem ersten Par 5 der Runde, bricht dann endlich der hartnäckige Birdiebann und Bernd sackt den ersten roten Eintrag des Tages ein. Richtig lange kann er sich über den Ausgleich aber nicht freuen, denn schon die 13 brummt ihm den nächsten Fehler auf, der ihn postwendend wieder zurückwirft.

Das Par 3 der 16 hat der Burgenländer dann aber wieder fest im Griff und dreht so erneut sein Score zurück auf Level Par. Mit der 18 hat er dann auch das zweite und letzte Par 5 des Platzes gut im Griff, nimmt noch sein ingesamt drittes Birdie mit und unterschreibt so schlussendlich noch die 69 (-1), womit er sich nicht nur eine durchwegs gute Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf auflegt, sondern auch klar in Schlagdistanz zu den Open Championship Tickets bleibt.

Nach der Runde meint er [sic!]: “Leider ein relativ langsamer Start in die Irish Open aber zum Glück konnte ich mit späten Birdies noch unter Par ins Clubhaus kommen. Habe nach der Runde etwas an meinem Driver und den mittleren Eisen gearbeitet um für morgen perfekt vorbereitet zu sein. Lahinch GC spielt sich grandios bisher und die irischen Fans machen dieses Turnier zu etwas ganz Speziellem!”

Zwei Gesichter

Matthias Schwab beginnt am Nachmittag mit sicheren Pars und garniert den durchaus gelungenen Beginn auf der 4 mit dem ersten Birdie. Ohne jeglichen Wackler marschiert der 24-jährige auch danach über die irischen Fairways, notiert reihenweise meist sichere Pars und darf sich kurz vor dem Turn auf der 9 auch über das zweite Birdie freuen, das ihn klar in Schlagdistanz zu den Top 10 bringt.

Kaum auf den Backnine angekommen zeigt der Schladming-Pro dann aber ein etwas anderes Gesicht und rutscht mit dem ersten Bogeydes Tages zunächst auf “nur” noch 1 unter Par zurück. Richtig beeindrucken lässt er sich vom Fehler zwar längere Zeit nicht und spult danach weiterhin grundsolide die Pars ab, das Par 3 der 16 erweist sich dann allerdings wieder als etwas zu harte Nuss und wirft den Rohrmooser sogar auf Level Par zurück.

Des Schlechten noch nicht genug hat er dann auch auf der Par 5 Schlussbahn so seine Probleme und rutscht mit dem dritten Bogey des Tages sogar noch in den Plusbereich zurück. Nach der 71 (+1) muss sich Matthias am Freitag bereits steigern um vom 89. Platz aus nicht den zweiten Cut in Folge zu verpassen. Die frühere Startzeit könnte sich dabei aber als durchaus hilfreich erweisen.

“Leider lief es auf den zweiten Neun nicht so gut. Ich hab einige kurze Putts verschoben und hatte leider einen unnötigen Out-Ball an der 18”, fasst er seine Auftaktrunde enttäuscht zusammen.

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Auf in die Linkswochen

IRISH OPEN – VORSCHAU: Für Matthias Schwab und Bernd Wiesberger starten ab Donnerstag wahre Linkswochen, denn nach den Irish Open im Lahinch GC geht es sofort weiter nach Schottland. Danach stehen noch die Open Championship auf dem Programm, worauf sich beide Österreicher – Topergebnisse vorausgesetzt – noch durchaus Hoffnung machen könnten.

Für Matthias Schwab heißt es den klar verpassten Cut beim Andalucia Masters schnellstmöglich aus dem Kopf zu bekommen, denn ab sofort heißt es für den Rohrmooser volle Konzentration auf die kommenden Linkswochen. Zunächst steht an der Westküste Irlands das erste von den beiden im Doppelpack auftretenden Rolex Series Events auf dem Programm.

Für den Schladming-Pro ein in doppelter Hinsicht enorm wichtiges Turnier, denn mit gleich sieben Millionen Euro Preisgeld könnte er mit einem Spitzenergebnis einen richtig großen Sprung im Race to Dubai machen und sich so in der Topregion der Order of Merit regelrecht festkrallen. Andererseits erhalten die drei besten noch nicht qualifizierten Spieler der Top 10 einen Startplatz bei den Open Championship.

Um sein allererstes Major der Karriere in Angriff nehmen zu können, muss er auf der klassischen Linkswiese des Lahinch GC aber eindeutig souveräner als noch in der Vorwoche auftreten. Nach Irland geht es für den 24-jährigen dann weiter nach Schottland, wo er noch eine weitere Chance auf ein Open Ticket hätte, sofern es in Irland noch nicht klappen sollte.

In gleicher Position

Bernd Wiesberger befindet sich in der nahezu gleichen Position wie sein Landsmann. Denn obwohl nach seinem Sieg in Dänemark im Race to Dubai besser platziert, hat auch er das Open Ticket noch nicht in der Tasche. Somit heißt es auch für den Burgenländer: nur ein absolutes Spitzenergebnis hilft wirklich weiter. Zumindestens hat Bernd den Vorteil, dass er den Platz bereits kennt, denn schon 2003 spielte er bei der damaligen Jacques Léglise Trophy, ein Vergleichskampf Kontinentaleuropa gegen Großbritannien und Irland, an der irischen Küste.

Um sich das angepeilte Open Ticket sichern zu können, legte der Burgenländer in der Heimat in der zuletzt spielfreien Woche etliche Trainingseinheiten mit Stuart Morgan ein, wobei das Hauptaugenmerk auf die Präzision der Eisenschläge gelegt wurde. Die Konkurrenz wird aber bereits in Irland enorm hart sein, denn mit Lee Westwood, Matt Wallace, Ian Poulter, Tyrrell Hatton (alle ENG), Russell Knox (SCO), Graeme McDowell (NIR) und Shane Lowry (IRL) steht die Creme-de-la-Creme des britischen Golfsports in den Teeboxen. Einzig Rory McIlroy (NIR) glänzt durch Abwesenheit.

Das Wetter sollte sich ganz untypisch von Donnerstag weg durchaus sonnig präsentieren, denn jeden Tag sind Spitzenwerte von über 20 Grad Celsius möglich. Auch Regen ist laut derzeitiger Prognose keiner in Sicht, der nahezu allgegenwertige Wind könnte die Verhältnisse aber durchaus verschärfen. Los geht es für Bernd Wiesberger am Donnerstag bereits um 09:20 MEZ. Matthias Schwab folgt um 13:30 MEZ.

 

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Hart abgeworfen

IRISH OPEN – 2. RUNDE: Matthias Schwab wird nach starken Frontnine vom Ballyliffin GC nach dem Turn gnadenlos abgeworfen und verpasst in Irland sein erstes Wochenende seit der Trophée Hassan II im April.

Matthias Schwab startete am Donnerstag auf der Par 72 Links-Wiese in Irland mit einer 71 (-1) absolut im Plansoll und positionierte sich damit im gesicherten Mittelfeld. Auch der Freitag lässt sich dann am Vormittag durchaus gut an, denn nach drei anfänglichen Pars weiß er wie schon am Vortag das Par 5, der 4 perfekt auszunützen, notiert sein erstes Birdie und pusht sich damit sogar bis unter die Top 20 nach vor.

In weiterer Folge agiert der Rohrmooser unglaublich souverän, spult gekonnt die Pars ab und lässt so bis zum Turn in keinster Weise irgendetwas anbrennen. Doch so sicher die vorderen neun Bahnen an diesem Tag verlaufen, so sehr kommt der Schladming-Pro auf der hinteren Platzhälfte geradezu ins Schleudern und wird so vom harten Links-Gelände richtiggehend gnadenlos abgeworfen.

Im Bogeystrudel gefangen

Den scoretechnischen Ausgleich auf der 11 und auch ein weiteres Bogey auf der 12 kann der Rohrmooser noch halbwegs verdauen, befindet er sich doch trotz der beiden Fehler dank der starken Auftaktrunde noch im richtigen Bereich. Allerdings stellen die beiden Fehler nur die Ouvertüre einer ganz schwarzen Phase seiner Freitagsrunde dar, denn ein Doppelbogey am Par 5 danach, gefolgt von noch zwei weiteren Bogeys auf der 14 und der 16 lassen ihn regelrecht im freien Fall am Leaderboard zurückrasseln.

Zwar kann er gegen Ende auf der 17 (Par 5) noch einmal mit einem Birdie gegensteuern, der Schaden ist aber bereits zu groß und als 91. hat er keine Chance mehr auch bei seinem dritten Rolex Series Event ins Wochenende zu cutten. Der Schladming-Pro darf aber auch nach dem Missed Cut auf eine bislang ganz starke Saison zurückblicken, denn das freie Wochenende in Irland ist erst sein insgesamt drittes in diesem Jahr und das erste seit der Trophée Hassan II im April.

“Ich hab bis zu meinem 11. Loch heute ordentliches Golf gespielt. Dann hab ich mehrere Potbunker hintereinander getroffen und konnte so mein Spiel nicht mehr zusammenhalten. Die Bedingungen wären auch heute wieder gut gewesen denn das Wetter war sehr okay. Es ist schade, dass damit wieder einmal ein Turnier für mich schon am Freitag zu Ende geht. In gut zwei Wochen wirds bei den Porsche Open in Hamburg für mich weitergehen”, beschreibt Matthias seine Probleme am Freitag.

Ryan Fox (NZL) (69), Matthieu Pavon (FRA) (68) & Erik Van Rooyen (RSA) (65) geben bei gesamt 8 unter Par vor dem Wochenende das Tempo vor.

Gut auf Kurs

Matthias verpasst es zwar bereits vorzeitig sein Tourcard abzusichern – ihm fehlen noch in etwa rund 50.000 Euro um fix kommende Saison mit der European Tour planen zu können – das Jahr bietet aber noch viele Chancen, weswegen er hier ganz klar im Plansoll liegt. Auch den nach wie vor rekonvaleszenten Bernd Wiesberger wird der Youngster wohl in absehbarer Zeit im Race to Dubai überholen.

Kommende Woche wird er nach dem Missed Cut in Irland nicht ins Starterfeld der Scottish Open rutschen. Auch das dritte Major des Jahres, die Open Championship in Carnoustie, werden, sofern nicht Bernd Wiesberger sein Comeback gibt, ohne österreichische Beteiligung über die Bühne gehen. Danach aber wird Matthias mit frischen Kräften wieder versuchen auf der European Tour voll durchzustarten.

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Mit Links ins Rote

IRISH OPEN – 1. RUNDE: Matthias Schwab postet zum Auftakt am Linkskurs des Ballyliffin GC mit der 71 eine rote Runde aufs Tableau und verschafft sich so als 30. eine durchaus gute Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf.

Auch heuer lädt Rory McIlroy (NIR) wieder in seine irische Heimat auf einen Linksklassiker zum großen Kräftmessen. In Ballyliffin bekommt somit Matthias Schwab seine dritte Gelegenheit im Rahmen der Rolex Series fettes Preisgeld und Weltranglistenpunkte zu holen sowie einen weiteren großen Schritt zur neuen Tourkarte zu machen.

Den Feinschliff im Linksgolf für die Open in 14 Tagen wollen sich auch Titelverteidiger Jon Rahm, Rafa Cabrera Bello (beide ESP), Matt Fitzpatrick (ENG) oder Thornbjorn Olesen (DEN) holen, was zeigt, dass beim 7 Millionen Dollar-Turnier durchaus namhafte Konkurrenz am Start steht.

Gute Birdiequote

Mit einer der letzten Tee Times glückt Matthias der Start ins Turnier mit anfänglichen recht sicheren Pars durchaus planmäßig. Da er danach auf der 13 auch sein erstes Par 5 perfekt zu nützen weiß, ist der gelungene Beginn endgültig perfekt. Richtig lange kann er sein Zwischenergebnis aber nicht verwalten, denn das Par 3 danach hängt dem Rohrmooser auch sein erstes Bogey um.

Der Schlagverlust läutet auch eine eher durchwachsene Phase im Spiel des Schladming-Pros ein, denn auch auf der 15 muss er ein Bogey notieren und schnürt so sogar den unangenehmen Doppelpack. Da danach aber mit der 17 auch das zweite Par 5 einen Schlag springen lässt, stellt er sein Score recht zeitnah wieder auf Anfang und lässt mit seinem bereits dritten Birdie des Tages auf der 18 den zähen Zwischensprint endgültig in Vergessenheit geraten.

Doch wie schon nach dem ersten Abtauchen in den roten Bereich, rutscht er auch diesmal sofort wieder auf den Ausgangspunkt zurück, nachdem sich auf der 1 nur ein Bogey ausgeht. Aus der Ruhe bringt das den Rookie aber keineswegs, denn mit perfekter Par 5 Ausbeute – Matthias nimmt zum Auftakt auf jeder der drei langen Bahnen ein Birdie mit – pusht er sich auf der 4 zum bereits dritten Mal am Donnerstag in den roten Bereich.

In Position gebracht

Souverän spielt der Youngster seine Auftaktrunde dann unaufgeregt zu Ende, marschiert so mit einer roten 71 (-1) über die Ziellinie und verschafft sich damit als 30. eine durchaus ansprechende Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf. Am Freitag hat Matthias Schwab nun außerdem den Bonus einer frühen Startzeit, was sich ebenfalls wohl als kein Nachteil herausstellen sollte.

Mit seiner ersten Runde zeigt er sich auch durchaus zufrieden: “Die Runde heute war recht solide. Es war relativ wenig Wind und das Wetter war für irische Verhältnisse geradezu sehr gut. Der Platz war hart und durch die springenden Bälle sind auch die drei Bogeys passiert. Die drei Par 5 Birdies heute freuen mich.”

Kann der Aufsteiger auch am zweiten Spieltag weiterhin sein seit Wochen durchgehend stabiles Spiel abrufen, könnte er auch bereits einen großen Sprung in Richtung Absicherung der Tourkarte machen, da ihm dazu wohl nur noch rund 50.000 Euro an Preisgeld fehlen. Mit einem richtig guten Abschneiden hätte er außerdem sogar die Chance Bernd Wiesberger im Race to Dubai zu überholen, da dieser nach wie vor mit einer hartnäckigen Handgelenksverletzung zum Zuschauen verdonnert ist.

Ryan Fox (NZL) gibt am Donnerstag mit der 67 (-5) das Tempo vor.

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Irisches Linksfestival

IRISH OPEN – VORSCHAU: Matthias Schwab hofft den Schwung der starken Finalrunde aus Paris nach Irland mitnehmen zu können um bei der nächsten 7 Millionen Chance der Rolex Series beim Linksfestival im Ballyliffin GC erneut gut anschreiben zu können.

Matthias Schwab befindet sich am Weg zum Erhalt der Tourcard wohl eindeutig im selbstgesteckten Plansoll, denn von den rund 300.000 Euro, die dafür notwendig sein werden, hat der junge Steirer schon Anfang Juli über 257.000 an Preisgeld zusammengesammelt. Dies bedeutet auch, dass er in Irland, wo wie schon vergangene Woche in Frankreich wieder ein Pot von 7 Millionen ausgespielt wird, bereits für kommende Saison alles fixieren könnte.

Dass es im Ballyliffin GC klarerweise aber wohl alles andere als leicht werden wird macht schon ein Blick auf die Entry List klar, denn das Teilnehmerfeld kann durchaus mit einigen absoluten Topstars im Weltgolf glänzen. So stehen neben Namensgeber Rory McIlroy (NIR) auch Spaniens Überflieger und Titelverteidiger Jon Rahm, Matthew Fitzpatrick, Danny Willett, Lee Westwood (alle ENG) oder auch Evergreen Padraig Harrington (IRL) am Abschlag.

Schwung mitnehmen

Für Matthias Schwab heißt es in dieser Woche den Schwung der Finalrunde aus Paris bestmöglich aufrecht zu erhalten, denn am zukünftigen Ryder Cup Kurs konnte Österreichs Shooting-Star am Finaltag mit einer fehlerlosen 69 (-2) voll überzeugen und arbeitete sich so noch auf einen beachtlichen 37. Rang nach vor, der ihm nicht nur gutes Preisgeld einbrachte, sondern ihn auch in der Weltrangliste mit Rang 283 auf eine neue persönliche Bestmarke klettern ließ.

Die größte Umstellung in dieser Woche wird wohl das Wetter sein, denn mit teils knapp 20 Grad Celsius weniger als noch letzte Woche in Frankreich wartet eine deutliche Abkühlung auf die Spieler. Zumindestens sollte den Akteuren das typische britische Nieseln erspart bleiben, denn Regen ist zumindestens laut derzeitiger Prognose noch keiner in Sicht.

Matthias Schwab startet am Donnerstag mit einer der letzten Tee Times um 15:20 MEZ gemeinsam mit Chase Koepka (USA) und Julien Guerrier (FRA) von der 10 aus in sein drittes Rolex Series Event der Karriere. Jon Rahm beginnt seine Titelverteidigung um 09:20 MEZ im Flight mit Graeme McDowell (NIR) und Rafa Cabrera Bello (ESP).

 

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Bernd Wiesberger

Offene Baustellen

IRISH OPEN – FINAL: Bernd Wiesberger kommt auch am Finaltag im K-Club mit der 72 am Leaderboard kaum von der Stelle. Bei der Rückkehr auf die European Tour zeigt Bernds Performance einige dringende Baustellen in seinem Spiel auf, was wohl vor dem Flaggschiff Event kommende Woche viel Arbeit mit sich bringt.

Bernd Wiesbergers Ergebnisse sinken immer mehr in ein Formtief. Seit mittlerweile einem guten halben Jahr wartet Österreichs Nummer 1 auf ein Top 10-Resultat, wobei ihm meist eine wirklich schlechte Runde viel verbaut. Mit der Rückkehr auf die European Tour sollte in dieser Woche bei den Irish Open vieles besser werden, im Endeffekt warten auf Bernd aber eher harte Arbeitstage.

Dabei lässt sich die Woche eigentlich gut an, denn der Oberwarter positioniert sich bei schwierigen Verhältnissen mit der 71 (-1) im vorderen Bereich. Bereits am Freitag nimmt das Unheil aber seinen Lauf und Bernd stemmt mit der 75 (+3) gerade noch den Cut. Auch am Samstag will sich kein gewinnbringender Rhythmus einstellen und der Burgenländer rasselt mit der 77 (+5) fast bis ans Ende des Leaderboards zurück.

Keine Stabilität

Bernd WiesbergerDer Sonntag beginnt dann bei freundlicheren Bedingungen mit Birdie auf der 10 zwar gut, aber wie schon in den letzten Tagen folgt darauf sofort  ein Schlagverlust. Mit zwei weiteren roten Einträgen kommt er dennoch bei 2 unter Par zum Turn, kann das Ergebnis aber mit weiteren Fehlern auf den schwierigeren Frontnine nicht lange verwalten. Schlussendlich steht er mit der 72 (Par) beim Recording, kann damit gerade einmal drei Ränge am Leaderboard gutmachen und beendet das Turnier am brot- und punktelosen Rang 58.

Die Verhältnisse waren in dieser Woche mit Sicherheit nicht leicht, überhaupt nach der Rückkehr aus dem heißen Florida, was einige technische Schwierigkeiten in Bernds Spiel noch stärker zur Geltung kommen lässt. Proportional mit abnehmender Länge der Schläger steigert sich beim Bad Tatzmannsdorfer derzeit die Fehlerquote, wobei er sich selbst der größten Stärke, den sicheren Wedges, beraubt.

Rory Mclroy 2015 Mit dem Timing scheint Bernd zur Zeit vor allem zu hadern, was viele Probeschwünge nach misslungenen Eisen zeigen. Zwar ist der K-Club alles andere als eine Birdiewiese – Rory McIlroy (NIR) gewinnt sein Einladungsturnier mit der 69 (-3) bei gesamt 12 unter Par – der Sonntag präsentierte sich aber klar scorefreundlicher, weshalb er mit der 72 kaum vom Fleck kommt. Was möglich gewesen wäre zeigt etwa Martin Kaymer (GER), der sich mit bester Schlussrunde von 65 Schlägen (-7) noch bis auf Rang 5 nach vorne spielt.

Noch viel Arbeit

In den nächsten Tagen wartet auf Bernd Wiesberger trotz dichtgedrängten Turnierkalenders einiges an Arbeit. Mit den BMW PGA Championship steht nun das Flaggschiff Event der European Tour an. Für Wentworth wird er voll auf Höhe sein müssen, da der schwierige Platz noch weniger Fehler verzeiht als der K-Club.

Generell spielt er nun viele Turniere in kurzer Zeit, was wohl auch die Trainingssessions einschränken wird. Den Turnaround wird er wohl aber bald einleiten müssen um nicht im World Ranking endgültig aus den Top 50 zu fallen, die Tendenz bei den Ergebnissen zeigt seit dem US Masters jedenfalls in die falsche Richtung.

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Bernd Wiesberger

Samstags-Trauma

IRISH OPEN – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger kann auch bei den Irish Open das Samstags-Trauma der letzten Monate nicht ablegen, schlittert in die tiefschwarze 77 und bleibt so im K-Club am falschen Ende des Leaderboards kleben.

Es passen derzeit einfach nicht alle Teile im Spiel des Bernd Wiesberger zusammen. Auch bei der Rückkehr auf die European Tour gelingt am Moving Day zwar ein Move, allerdings wie schon in den letzten Wochen in die falsche Richtung. Das derzeit fehlende Selbstvertrauen bekommt dann wie schon an den beiden Tagen zuvor wieder auf der 1 gleich einen weiteren Dämpfer, denn Bernd startet mit Bogey alles andere als nach Plan.

Auch der Birdiekonter bei erneut unterkühlten und windigen Bedingungen mit über 30 km/h Böen bringt nicht die Sicherheit. Zwei Bogeys und sogar eine Doublette später ziert er endgültig das falsche Ende des Leaderboards. Auch die nächste Initialzündung mit Birdie auf der 8 wird mit anschließendem Bogey sofort wieder im Keim erstickt. Erst danach gelingen zumindestens wieder solide Golflöcher ohne jedoch Boden gutmachen zu können.

Nächster Dämpfer

Auch späte Erfolgserlebnisse bleiben an einem tiefschwarzen Samstag nicht ungetrübt. So gelingt Bernd nach einer längeren Parserie am Par 5, der 16 wieder ein Birdie, mit darauffolgendem Doppelbogey an der engen 17 bekommt er aber sofort wieder kalt-warm eingeschenkt. Einmal mehr ist es in diesem Jahr die Konstanz, die nach der 77 (+5) eine bessere Ausganglage als lediglich Rang 62 vor der letzten Runde vereitelt.

In den letzten Wochen und Monaten ist es meist eine schlechte Runde, die echte Topergebnisse vereitelte und diese musste er fast immer an den jeweiligen Moving Days einstecken. Diesmal allerdings hatte er bereits am Freitag ordentlich zu kämpfen und startete so schon vom unteren Ende in den Samstag. Vor allem die kurzen Eisen und die Wedges sind es, die Bernd in dieser Woche einen Strich durch die Rechung machen. Es wirkt vom Timing her schwungtechnisch nicht alles sicher, was sich dann zusätzlich Druck auf das kurze Spiel erzeugt.

Wie unser Wetter …

Bernds ganze bisherige Saison ist so etwas wie ein Spiegelbild des heurigen europäischen Frühsommers. Immer wieder wenn es den Anschein hat, als würde das Wetter endlich stabil warm werden, macht es sich auch schon die nächste Kaltfront bequem und kühlt alles wieder ab. Ähnlich verhält es sich derzeit bei den Turnieren des Oberwarters. Immer wieder wenn gute Runden gelingen wirkt es, als wäre die Selbstverständlichkeit und die Sicherheit der letzten Saison wieder da, bis es am darauffolgenden Tag überhaupt nicht mehr laufen will und er meist weit zurückfällt.

Vorrangig geht es nun am Sonntag darum, zumindestens vom unteren Ende des Leaderboards wegzukommen und noch ein paar Ränge nach oben zu klettern.

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Bernd Wiesberger

Mit viel Bauchweh

IRISH OPEN – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger hat am Freitag enorm schwer zu kämpfen und liegt bis zum Schlussloch sogar hinter der Cutmarke zurück. Mit einem abschließenden Birdie stemmt Österreichs Nummer 1 im K-Club aber doch noch den Cut und wird am Wochenende versuchen das Feld von hinten aufzurollen.

Bernd Wiesberger startet vom 17. Platz aus mit einer eigentlich guten Ausgangslage in den zweiten Spieltag. Auch die Bedingungen wären im Großen und Ganzen in Bernds Interesse. Zwar ist es kühl und regnerisch, der Wind hält sich aber doch etwas zurück und auch die soften Grüns kämen Bernds Wedges nahezu perfekt entgegen. Allein ausnützen kann es der Oberwarter am Freitag nicht.

Bernd WiesbergerDas macht sich gleich auf der 1 bemerkbar, wo er wie schon am Vortag das Bogey nicht verhindern kann und so sofort mit einem Schlagverlust startet. Dass an diesem Tag das Visier des Burgenländers nicht wirklich genau eingestellt ist macht sich spätestens auf der 4 bemerkbar. Anstatt den Score am einzigen Par 5 der Frontnine wieder auf Level Par auszugleichen, geht es mit dem zweiten Bogey weiter retour.

Danach spielt er zwar solides Golf, ohne sich allerdings richtig zwingende Birdiechancen aufzulegen, weil meist vor allem die Wedges nicht auf Linie sind. So bleibt es dem Putter aus größerer Distanz auf der 9 vorbehalten für das erste Erfolgserlebnis zu sorgen. Richtig Sicherheit bringt das Birdie aber nicht.

Beinharter Cut-Kampf

So verpasst er nach dem Turn auch die erste Möglichkeit am Par 5 endgültig wieder richtig ins Spiel zu finden. Stattdessen geht es eine Bahn später mit dem bereits dritten Bogey noch weiter im Klassement bergab. Richtig schlimm erwischt es ihn dann am Par 3, der 14. Bernd schlägt sein Eisen in den Bunker, kommt von dort nicht zwingend zur Fahne und verpasst danach auch noch den Bogeyputt. Mit der Doublette liegt er erstmals hinter der prognostizierten Cutmarke von 2 über Par zurück und benötigt nun auf den letzten verbleibenden Bahnen zwingend ein Birdie um nicht am Wochenende bereits zuschauen zu müssen.

Bernd WiesbergerAn einem Tag an dem absolut nichts leicht von der Hand geht hat er auch danach ordentlich zu kämpfen. So legt er sich etwa auf der 16 den Drive und das Eisen fast perfekt in Position. Das Wedge aus knapp 100 Metern verschwindet aber im Grünbunker. Mit wichtigen Putt kratzt er aber das Par und besteht danach auch auf der 17 die Nervenprobe vom Vorgrün.

So muss es die 18 richten. Bernd zimmert ein Vollbrett perfekt aufs Fairway und legt das Eisen am Par 5 danach souverän aufs Grün. Der Eagleputt will zwar nicht ins Loch, mit dem sicheren Birdie und der 75 (+3) fixiert er aber als geteilter 58. den hart erarbeiteten Wochenendeinzug.

Durchgebissen

Zwar setzt sich die Serie der fehlenden Konstanz sichtlich auch in Irland fort, Bernd beweist aber an einem für ihn sehr schwierigen zweiten Spieltag auch mentale Stärke. So ist nach dem Doppelbogey eine richtige Kämpfermentalität zu beobachten. Die beiden Parsaves und das wichtige Birdie auf der 18 sollten auch das Selbstvertrauen fürs Wochenende stärken. Um die gute Irlandserie fortzusetzen – Bernd fuhr bei den letzten beiden Starts im Jahr 2011 einen 4. und letztes Jahr einen 2. Platz ein – muss aber wohl ein enorm starkes Weekend gelingen.

Marc Warren (SCO) (66) und Masters-Champ Danny Willett (ENG) (71) teilen sich bei gesamt 8 unter Par die Führung.

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