Schlagwort: tiger woods

Simply the best

TOUR CHAMPIONSHIP – FINAL: Rory McIlroy (NIR) stellt am Sonntag im East Lake GC alle in den Schatten und holt sich überlegen seinen bereits zweiten FedEx-Cup Titel der Karriere, der mit 15 Millionen Dollar sogar noch schwerer ist als bei seinem ersten Triumph.

Mit neuem Modus wollte die PGA Tour für noch mehr Spannung beim letzten Turnier des Jahres sorgen. Früher war es des Öfteren so, dass der Sieger der Tour Championship nicht auch gleichzeitig der Champion der Jahreswertung war. Erst vergangene Saison fuhr Tiger Woods (USA) unter Massen von Fans in East Lake den Sieg ein, die Jahreswertung ging jedoch an Justin Rose (ENG).

Heuer wurde erstmals mit “Guthaben” gestartet. Heißt Justin Thomas (USA) durfte am Donnerstag als Führender im Ranking bei 10 unter Par ins Event starten. Dahinter folgte Patrick Cantlay (USA) bei -8, Brooks Koepka (USA) bei -7, usw. Damit wird garantiert, dass es am Sonntag nur einen strahlenden Sieger gibt. Dass es am Finaltag dann doch nicht ganz so spannend wie erhofft zugeht liegt weniger am neuen Modus, als an einem Rory McIlroy in Überform.

Großkampftag

Ein wahres Monsterprogramm wartete auf das großteil des Feldes, denn eine hartnäckige Gewitterfront, die noch dazu am Samstag am Gelände für sechs schwerverletzte Fans sorgte, verhinderte eine planmäßige Durchführung des Moving Days. Ganze 13 Löcher mussten McIlroy, Thomas und Co absolvieren um überhaupt die dritte Runde beenden zu können.

Rory McIlroy und Brooks Koepka bildeten danach das Gespann im letzten Flight des Tages. Zum erwarteten Match-Up der beiden Golfgrößen ist aber lediglich der Nordire pünktlich erschienen, denn Koepka will bei der letzten Umrundung nicht so richtig ins Geschehen finden.

Strahlender Sieger

Das macht sich erstmals so richtig gegen Ende der Frontnine bemerkbar, denn während McIlroy mit einem Birdie-Doppelschlag erstmals aufs Tempo drückt, radiert sich der durchtrainierte US-Amerikaner zwei Birdies mit einem zwischenzeitlichen Doppelbogey wieder aus. Eine wahre Schwächephase mit gleich drei Fehlern am Stück vermag Rory dann voll auszunützen.

Zwar muss auch er zwei Bogeys notieren, mit vier Birdies avancieren die Backnine aber zu einem richtig entspannten Spaziergang zurück ins Clubhaus. Am Ende steht er mit der 66 (-4) beim Recording und darf so mit gleich vier Schlägen Vorsprung auf Xander Schauffele (USA) (70) die Trophäe zum zweiten Mal in seiner Karriere in den Himmel von Georgia strecken. Rang 3 teilt sich Koepka (72) mit Landsmann Justin Thomas (68).

Schwer vergoldet

Mit satten 15 Millionen Euro ist der Gewinn der Jahreswertung sogar noch um die Hälfte schwerer vergoldet als bei seinem ersten Triumph vor drei Jahren, wenngleich das Preisgeld nicht einmal eine untergeordnete Rolle spielte, wie er nach seinem Sieg selbst sagt: “Daran hab ich ehrlich nicht eine einzige Sekunde gedacht. Es ist einfach cool meinen Namen ein zweites Mal auf dieser Trophäe zu sehen. Immer wenn man etwas schafft, das nur Tiger schaffte macht man etwas richtig.”

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Durchgestartet

BMW CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Hideki Matsuyama (JPN) schaltet am Freitag im Medinah CC gleich ein paar Ränge rauf und stürmt mit einer 63 an der gesamten Konkurrenz vorbei bis an die Spitze.

Nachdem zum Auftakt im Medinah CC bei Chicago – an genau dieser Wirkungsstätte schaffte das europäische Ryder Cup Team im Jahr 2012 in den Einzeln eine Aufholjagd für die Ewigkeit, was seither als “Wunder von Medinah” betitelt wird – noch Stars & Stripes eindeutig den Ton angaben, leuchten nach der 2. Runde deutlich vielfältigere Flaggen an der Spitze des Leaderboards.

Allen voran Hideki Matsuyama, der am Freitag sichtlich die richtige Mischung findet und mit einem unglaublichen Birdietakt die gesamte Konkurrenz hinter sich lässt. Insgesamt kann der Japaner neun rote Einträge auf der Scorecard vermerken und gibt damit vor dem Wochenende beim zweiten Playoff Turnier der PGA Tour-Saison nach der 63 (-9) und bei gesamt 12 unter Par den Ton an.

Für Spannung ist aber durchaus gesorgt, denn Patrick Cantlay (67) und Tony Finau (beide USA) (66) sitzen Matsuyama bei nur einem Schlag Rückstand dicht im Nacken. Tiger Woods (USA) agiert nach seinen Rückenbeschwerden der Vorwoche weiterhin mit angezogener Handbremse und rangiert nach der bereits zweiten 72 (-1) nur auf Rang 48.

Ian Poulter (ENG) sorgte für einen kleinen Seitenhieb in Richtung USA. Der charismatische Engländer zog sich kurzerhand seine “Europe” Ryder Cup Schuhe von 2012 an und machte damit klar, dass der historische Ryder Cup Erfolg auch ja nicht in Vergessenheit gerät.

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Positiver besetzen

BMW CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Justin Thomas und Jason Kokrak tun zum Auftakt des zweiten Playoff Turnieres alles dafür um den Medinah CC mit positiveren US-Erinnerungen zu füllen. Auch dahinter dominieren am Donnerstag Stars & Stripes.

Aus US-amerikanischer Sicht wird es langsam aber sicher höchst an der Zeit den Medinah CC bei Chicago mit neuen Erinnerungen zu füllen, denn nach wie vor schwirrt vor allem die geschichsträchtige Niederlage der USA gegen Europa beim Ryder Cup 2012 durch die Köpfe der zahlreichen Zuschauer. Justin Thomas und Jason Kokrak jedenfalls tun am Donnerstag beim zweiten Playoff Turnier der Saison alles dafür um den Medinah CC mit, aus US-Sicht, positiveren Aspekten zu besetzen.

Von Beginn an hat Thomas sein Visier messerscharf eingestellt und marschiert schlussendlich mit einer fehlerlosen 65 (-7) über die Ziellinie, die ihm den Platz an der Sonne einbringt. Zumindestens nach Runde 1 muss er sich diesen aber mit Landsmann Jason Kokrak teilen. Zwar tritt sich dieser auch ein Bogey ein, mit sechs Birdies und einem Eagle geht sich aber auch bei ihm eine 65 aus.

Auch hinter den beiden Spitzenreitern ist das Leaderboard großteils US-dominiert, denn mit Jim Furyk, Joel Dahmen, Lucas Glover, Brandt Snedeker und Patrick Cantlay leuchten auch vom geteilten 3. Platz bei 6 unter Par lediglich Stars & Stripes auf.

Erst auf Rang 8 rangieren mit Rory Sabbatini (SVK), Adam Scott (AUS) und Adam Hadwin (CAN) nach 67er (-5) Runden auch die ersten nicht US-Boys am Leaderboard. Tiger Woods (USA) beißt nach seiner Aufgabe letzte Woche die Zähne zusammen, kommt nach der Auftaktrunde aber über eine 71 (-1) und Rang 50 nicht hinaus.

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Sepp unleashed

US OPEN – 1. RUNDE: Sepp Straka legt in Pebble Beach dank unglaublicher Puttleistung mit einer 68 ein US Open-Debüt der Extraklasse hin und mischt nach der ersten Runde auf Platz 8 mit. Auch Bernd Wiesberger startet mit einer Par-Runde durchaus gut.

Sepp Straka gibt bei der US Open sein Major-Debüt, für das er sich als Sieger des kanadischen Sectional Qualifiers souverän empfehlen konnte. Bernd Wiesberger musste hingegen als 15. von Walton Heath und 1. Reserve bis Montag Morgen warten, ehe er gemeinsam mit den US-Boys Harris English und Joel Dahmen über die Warteliste ins Feld rutschte. Zu diesem Zeitpunkt saß der Burgenländer bereits im Flieger um am Montag in Pebble Beach zu landen.

Nicht nur für Straka, auch für Bernd Wiesberger ist es eine Premiere am Links-Klassiker von Pebble Beach. Bei der letzten US Open im Norden Kaliforniens 2010, als es mit Graeme McDowell (NIR) sogar einen europäischen Major-Champion zu feiern gab, war Bernd nicht qualifiziert. Somit kommt es zu einer doppelten Premiere, vor allem auch weil erstmals überhaupt zwei Österreicher beim Major der USGA in den Teeboxen stehen werden. Österreich kehrt damit auch endlich wieder auf die Major-Bühne zurück, auf der wir zuletzt beim Masters 2018 präsent waren.

Par 5 Bogey als Weckruf

Sepp Straka findet sich mit allererster Startzeit mit einem Fairwaytreffer auf der 10 recht gut zurecht, lässt sich am Ende aber einen unangenehmen Tester aus 1,5 Metern zum Par übrig, den er aber ohne Probleme besteht. Diese Distanz hat er auch weiterhin im Griff, denn auch am Par 3 der 12 stopft er den fälligen Putt zum wichtigen Par. Im Nachhinein betrachtet sind diese anfänglichen Putts die Ouvertüre zu einer richtig sensationellen Leistung auf den Grüns.

Ausgerechnet am ersten Par 5 legt der Longhitter dann aber seinen Drive ins Rough und erreicht in Folge erst mit dem vierten Schlag überhaupt das Kurzgemähte, was prompt im ersten Schlagverlust mündet. Am zweiten Par 5 macht er seine Sache aber deutlich besser, denn am weltbekannten Küstenloch der Klippe entlang reitet er sogar die Grünattacke. Zwar bleibt der Ball rechts im Rough hängen, den scoretechnischen Ausgleich kann ihm aber niemand mehr nehmen.

Auf den Geschmack gekommen

Kaum auf den Frontnine angekommen wird es aber erneut etwas zäh, denn eine verzogene Annäherung in den Grünbunker sorgt wieder für Stress. Sepp legt den Ball aber gekonnt aufs Grün und locht aus gut drei Metern den wichtigen Parsave. Eine Bahn später legt er sich aus der selben Distanz sogar die Birdiechance auf und locht den fälligen Putt seelenruhig, was ihn erstmals in den roten Bereich abtauchen lässt.

So richtig auf den Geschmack gekommen legt er auch auf der 4 die Annäherung stark zur Fahne und nimmt aus zwei Metern rasch das nächste Birdie mit, was ihn mittlerweile ganz vorne mitmischen lässt. Auch das Par 5 der 6 hat Sepp in Folge perfekt im Griff. Nach starkem Drive und perfekter Grünattacke ergibt sich aus fünf Metern sogar die Eaglechance. Der Adler will in Kalifornien zwar nicht landen, mit dem nächsten Birdie ist er zu dieser Zeit aber sogar erster Verfolger von Scott Piercy.

Unaufgeregt spult Sepp die letzten Bahnen ab, stopft auf der 9 noch einen unangenehmen Dreimeterputt und nimmt so wichtige abschließende Pars mit. Schlussendlich marschiert der Debütant – der am Donnerstag 12 von 14 Fairways traf und lediglich 26 Putts benötigte – mit einer 68 (-3) über die Ziellinie und legt somit eine mehr als nur beachtliche erste US Open Runde der Karriere hin, die ihm für einige Minuten sogar die Führung im Clubhaus einbringt, ehe Scott Piercy (USA) mit einer 67 (-4) knapp an ihm vorbeizieht. Am Ende des ersten Spieltages findet sich Straka auf Position 8 wider.

Guter Start

Bernd Wiesberger beginnt wie sein Landsmann auf der 10 sehr souverän, denn nach Fairway und Grüntreffer nimmt er zum Auftakt ein solides Par mit. Auf der 11 wird es aber erstmals ungemütlicher, denn nachdem der Drive leicht zu weit links zum Liegen kommt, hat er aus dem dicken Zeugs neben der Spielbahn alle Hände voll zu tun und kann nur vorlegen. Aus knapp sieben Metern spielt aber der Putter mit und rettet ihm das Par.

Am ersten Par 5 lässt ihn das Gerät fürs Kurzgemähte dann aber im Stich, denn nach einem Drive ins Rough erreicht er erst mit dem vierten Schlag das Grün und kann aus knapp zwei Metern das Par nicht kratzen. Am berühmten langen Par 3 der 17 passt dann aber das 4er Eisen nahezu perfekt, und nachdem ihm Flighpartner Lee die Linie genau zeigt, lässt er sich aus 3,5 Metern die Chance aufs Birdie nicht entgehen.

Auf der 2 wird es dann nach längerer Zeit wieder etwas unangenehm, doch trotz einer eingebunkerten Annäherung kratzt er aus knapp zwei Metern noch das Par. Erst auf der 13 passt dann wieder alles zusammen, denn nach recht guter Annäherung schnappt diesmal aus 3,5 Metern die Birdiefalle zu, was Bernd zum ersten Mal in den Minusbereich abtauchen lässt.

Eine verzogene Annäherung auf der 8 in den Grünbunker lässt ihn diesen jedoch wieder verlassen, nachdem wegen einer kleinen Spikemarke auch noch der Parputt auslippt. Mit einem grundsoliden Par beendet Bernd dann seine Auftaktrunde aber wie er die Runde auch begann, notiert so die 71 (Par) und verschafft sich damit als 40. eine mehr als nur gute Ausgangslage um auch am Wochenende noch mit von der Partie sein zu können.

“Es war ein gelungener Auftakt für mich. Habe relativ solides Golf gespielt, aber leider einige dumme Fehler mit kurzen und mittleren Eisen gemacht. Bin sicher, dass ich morgen weiter darauf aufbauen kann,” gibt sich Wiesberger optimistisch für den weiteren Turnierverlauf.

Rose sorgt für beste Auftaktrunde

Die weichen Grüns und perfekten Bedingungen bei wenig Wind am Vormittag weiß Rickie Fowler am besten auszunützen. Der Kalifornier punktet mit perfekten langen Schlägen und locht auch 6 Birdieputts am Weg zur 66. Aber auch am Nachmittag bleiben die Bedingungen hervorragend, was Justin Rose ausnutzt um sogar noch einen Schlag tiefer zu gehen und mit der 65 die alleinige Führung bei 6 unter Par zu übernehmen.

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Einsam an der Spitze

PGA CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Brooks Koepka spielt an der Spitze sein ganz eigenes PGA Championship, denn nach nur zwei Runden weist der US-Amerikaner am Black Course im Bethpage Park bereits satte sieben Schläge Vorsprung auf, wirkt regelrecht unbezwingbar und stellt bei 12 unter Par auch eine neue Halbzeit-Bestmarke auf.

Langsam aber sicher gehen einem in dieser Woche bei Brooks Koepka die Superlative aus. Der Fitnessfreak aus Florida, der sich via Challenge und European Tour auf die goße Weltbühne gearbeitet hat, pulverisiert nahezu die gesamte Konkurrenz und spielt beim zweiten Major des Jahres sprichwörtlich in seiner ganz eigenen Liga.

Schon zum Auftakt bewies er, dass er den Beinamen “Major-Spezialist” nicht umsonst trägt, denn mit einer 63 (-7) zerlegte er den unglaublich anspruchsvollen Kurs auf Long Island nahezu nach belieben und übernahm so sofort das Kommando im Turnier. Mit der Traumrunde nahm er auch dem von US-Medien inszenierten Tiger-Hype eindeutig etwas den Wind aus den Segeln, denn nach Tiger hier, Tiger da und Tiger dort mussten diese zähneknirschend zur Kenntnis nehmen, dass das Feld tatsächlich nicht nur aus Tiger Woods (USA) besteht.

Am Freitag spoilert Koepka dann weiterhin die in New York angepeilte Tiger-Party, auch weil der Fanmagnet weiterhin keinen Rhythmus findet. Der Longhitter hingegen nimmt auch bei seiner zweiten Umrundung wieder sieben Birdies mit und muss dabei lediglich zwei Schläge – seine ersten im Turnier – abgeben. Am Ende unterschreibt er so die 65 (-5), stellt damit seinen Gesamtscore auf gesamt 12 unter Par und führt unangefochten das zweite Major des Jahres an.

Erst mit sieben Schlägen Rückstand folgen mit Jordan Spieth (USA) (66) und Adam Scott (AUS) (64) die ersten Verfolger. Die erhoffte Tiger Woods Party muss bis zumindestens nächsten Monat warten, denn der Masters Champion scheitert schlussendlich nach der 73 (+3) und als 83. sogar am Cut. Dieses Schicksal teilt er mit Martin Kaymer (GER), denn auch der Champion von 2010 kommt nach einer 71er (+1) Freitagsrunde über den 83. Platz nicht hinaus.

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In seinem Element

PGA CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Major-Spezialist Brooks Koepka (USA) ist auch auf Bethpage Black voll in seinem Element und stellt mit der 63 sogar den Rekord der tiefsten PGA Championship Runde ein. Einzig Danny Lee (AUS) kann mit dem US-Amerikaner halbwegs Schritt halten.

Alles dreht sich um Tiger Woods (USA) vor der US PGA Championship, dem Major der PGA of America, das vom August in den Mai übersiedelt ist. Im Bethpage Park auf Long Island werden die besten 100 der Welt plus eine ausgewählte Schar an PGA Teaching Pros von unterkühlten Temperaturen und einem weichen Kurs begrüßt. Von Schneeflocken am letzten Weekend bis zu 21 Grad und Regenschauern während des Turniers mischt der Wettergott wie erwartet im New Yorker Frühling kräftig mit.

Golf-Österreich ist zum zweiten Mal seit 2011 nur in der Zuschauerrolle vertreten, nachdem kein Golfer aus der Alpenrepublik aktuell in den Top 100 der Welt geführt wird. Bernd Wiesberger war von 2012 bis 2017 Dauergast, im Vorjahr verletzt und heuer nicht qualifiziert.

Brooks Koepka (USA) unterstreicht zum Auftakt warum er bei den Buchmachern einer der absoluten Mitfavoriten auf den Sieg ist. Der Amerikaner, der sich in seine erst wenigen Jahren auf der PGA Tour bereits zurecht den Ruf eines Major-Spezialisten erarbeitet hat, ist auch in New York wieder voll in seinem Element.

Der durchtrainierte Fitness-Freak aus Florida kommt mit dem anspruchsvollen Bethpage Park von Beginn an bestens zurecht, wie gleich ein anfängliches Birdie auf der 10 untersteicht. Bis zum Turn baut er sein Score bereits auf 3 unter Par aus und hat auch auf den Backnine mit Birdies auf der 1, der 3, der 5 und der 9 sein Visier messerscharf eingestellt.

Derart souverän marschiert der Longhitter schon nach dem ersten Spieltag mit der 63 (-7) regelrecht vorne weg und erarbeitet sich einen durchaus komfortablen Vorsprung. Wie unglaublich stark die fehlerlose Performance wirklich ist zeigt die Tatsache, dass er auf einem unglaublich diffizilen Kurs sogar den Rekord der bislang tiefsten notierten Runde bei einem PGA Championship Event einstellt.

Tommy Fleetwood (ENG) kommt nach den Vormittagsflights noch am besten mit Koepka mit und rangiert nach der 67 (-3) auf der ersten Verfolgerposition. Erst am Nachmittag marschiert Danny Lee (AUS) noch zur 64 (-6) und kommt damit noch bis auf einen Schlag an den US-Amerikaner heran. Tiger Woods (USA) kann seine Mitfavoritenrolle nicht bestätigen. Der Masters-Champion kommt über die 72 (+2) nicht hinaus und liegt damit nur auf Rang 51.

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Alles Tiger vor PGA Championship

US PGA CHAMPIONSHIP – NEWS TICKER : Alles dreht sich um Tiger vor dem 2. Major +++ Titelverteidiger Brooks Koepka der Darling bei den Bookies +++ Bethpage Black verspricht harten Golftest.

Alles dreht sich um Tiger Woods vor der US PGA Championship, dem Major der PGA of America, das vom August in den Mai übersiedelt ist. Im Bethpage Park auf Long Island werden die besten 100 der Welt plus eine ausgewählte Schar an PGA Teaching Pros von unterkühlten Temperaturen und einem weichen Kurs begrüßt. Von Schneeflocken am letzten Weekend bis zu 21 Grad und Regenschauern während des Turniers mischt der Wettergott wie erwartet im New Yoker Frühling kräftig mit.

Golf-Österreich ist zum zweiten Mal seit 2011 nur in der Zuschauerrolle vertreten, nachdem kein Golfer aus der Alpenrepublik aktuell in den Top 100 der Welt geführt wird. Bernd Wiesberger war von 2012 bis 2017 Dauergast, im Vorjahr verletzt und heuer nicht qualifiziert.

+++ KOEPKA MIT DOPPELTEM MAJOR-DOUBLE? +++

Der zweifache US Open-Champion und letztjährige PGA Champion Brooks Koepka greift in Bethpage Black nach den Sternen: sollte er seinen Titel in dieser Woche erfolgreich verteidigen wäre er der erste Spieler überhaupt, der die Titel dieser beiden Majors in zwei aufeinanderfolgenden Jahren gewinnen konnte.

+++ TIGER MIT BETHPAGE-MEMORIES +++

Schlanke 17 Jahre ist es her, als Tiger Woods in Augusta gewann, danach zur US Open nach Bethpage Black kam und trotz unglaublicher Eskapden im fast unspielbaren Rough noch Phil Mickelson den Titel wegschnappte. Auch wenn diesmal die US PGA Championship auf Long Island gespielt wird, sollten den US Superstar diese Erinnerungen zusätzlich beflügeln um nach Major-Titel Nummer 16 zu greifen.

+++ JUSTIN THOMAS VERLETZT +++

Justin Thomas, US PGA Champion von 2017, muss bei seinem Lieblings-Major heuer passen: nach Schmerzen im rechten Handgelenk will der Amerikaner nichts riskieren und wird erstmals seit 2015 bei einem der vier Mega-Events des Jahres nicht dabei sein.

+++ BETHPAGE – THE BLACK MONSTER +++

Eine Tafel hinter dem 1. Abschlag gibt jedem Spieler etwas zum Grübeln mit auf die Runde: “Der Black Course ist ein extrem schwieriger Platz”! Mit seinem tiefen Rough und 7.600 Yards Länge auf Par 70 Platzstandard macht der Black Course im Bethpage Park von New York eine gewaltige Ansage. Kein Wunder, dass der letzte Major-Champion hier von 2007, Lucas Glover, mit nur 4 unter Par gewann und Tiger 2002 als einziger Spieler im Feld unter Par ins Ziel kam. Das feucht-kühle Wetter im Vorfeld hat den Kurs zusätzlich giftig gemacht und die Wetterkapriolen sollten auch in der Turnierwoche mit extremen Sprüngen bei Temperaturen und Niederschlägen anhalten.

+++ TIGER’S FEAR-FACTOR? +++

Die US-Medien packen im Vorfeld wieder die alten Tiger-Kalauer aus, wie der 43-jährige nach seinem Masters-Erfolg angeblich wieder die Konkurrenz einschüchtert. Doch die moderne Golf-Generation kann dem wenig abgewinnen, wie etwa Francesco Molinari, der Tiger bei der Open und im Ryder Cup entzauberte oder Brooks Koepka, der Tiger bei der letzten PGA Championship in den Schatten stellte: “Es ist ja nicht so, dass wir uns physisch bekämpfen: er wird mir nicht die Zähne rausschlagen oder mir sonstwie weh tun. Also vor was sollte ich mich fürchten,” bringt es Koepka mit gewohnter Coolness auf den Punkt.

 

Die wichtigsten Links zur PGA Championship:

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Perfektes Drehbuch

MASTERS – 3. RUNDE: Birdies, Eagles, ein fast Albatross, drei 64er Runden, Francesco Molinari (ITA) in der Pole Position und Tiger Woods (USA) der beim Masters um den Sieg mitspielt. Ein besseres Drehbuch hätte man dem Moving Day im Augusta National nicht verpassen können.

Normalerweise ist das Masters als durchaus harter Golftest bekannt, der absolut jeden Aspekt des Spiels über 18 Bahnen lang voll fordert. Bleibt allerdings der Wind aus und präsentieren sich auch noch die Grüns eher weich, haben die Spieler plötzlich einen völlig konträren Par 72 Platz vor sich. So kommt es, dass am Samstag gleich drei Spieler in Georgia nur haarscharf am Platzrekord – Nick Price und Greg Norman notierten in einem noch deutlich kürzeren Augusta National 63er Runden – vorbeischrammen.

Den Anfang macht Patrick Cantlay (USA), den nicht einmal ein eingebunkerter Abschlag auf der 18 bei der fehlerfreien Performance bremsen kann. Schlussendlich pendelt sich der Mann aus Kalifornien sogar auf dem 15. Platz ein und hat damit die Top 10 breit vor sich aufgefächert.

Mit etwas späterer Startzeit dreht dann Webb Simpson (USA) höchst erfolgreich an der Birdieschraube und marschiert mit der 64 (-8) sogar bis auf Rang 5 nach vor. Simpson egalisiert damit auch seine bislang tiefste Major-Runde.

Für das Spektakel schlechthin ist aber Tony Finau (USA) zuständig. Der 29-jährige aus Salt Lake City, der sich letztes Jahr noch wacker mit einer Fußverletzung über den Platz kämpfte, weckt sogar Erinnerungen an 2012, denn fast kann er das Kunststück von Louis Oosthuizen wiederholen. Der Südafrikaner lochte damals am Par 5 der 2 seine Grünattacke zum Albatross, Finau fehlen auf der 8 heuer nur gut 25 Zentimeter zum Double Eagle.

Nach dem Tap-in Eagle liegt er sogar bei einem unglaublichen Zwischenstand von -6 nach 8, ehe er es etwas ruhiger angeht und schlussendlich ebenfalls mit einer 64 (-8) zum Recording marschiert, was nach langer Führungsrolle am Ende des Tages bei gesamt 11 unter Par für Rang 2 reicht.

Diese Ausgangslage teilt er sich mit dem Fanliebling schlechthin, denn Tiger Woods mischt vor den letzten 18 Bahnen ebenfalls voll um den Sieg mit. Dabei lässt sich seine dritte Runde eher schleppend an, mit brandheißem Putter und immer besser werdenden Eisen katapultiert er sich schließlich aber zur 67 (-5).

Das Nonplusultra des heurigen Masters ist bislang aber Champion Golfer of the Year Francesco Molinari. Der Italiener zieht gewohnt emotionslos aber höchst präzise seinen Gameplan von A bis Z voll durch, schreitet am Ende mit einer 66 (-6) über die Ziellinie und diktiert so das Tempo bei gesamt 13 unter Par. Damit ist ein wohl megaspannender Finaltag in Georgia wohl bereits sicher.


 

Die 3. Runde im Überblick:

 

Hart aber fair

Es dauert noch etwas bis die Topflights den Moving Day in Angriff nehmen werden, doch was man bereits festhalten kann, ist, dass sich der Augusta National am Samstag zwar durchaus schwierig, jedoch zu jeder Zeit absolut fair präsentiert. Wie gewohnt werden Fehler meist gnadenlos bestraft, durch die eher weichen Verhältnisse sind gute Scores aber durchaus möglich, wie etwa Amateur Takumi Kanaya beweist, denn mit einem Zwischenstand von -4 nach 10 rollt er derzeit das Feld von hinten auf.

Langsam wirds ernst

Mit Rickie Fowler und Co steht mittlerweile die Gruppe der Top 20 in den Teeboxen, was bedeutet, dass es langsam aber sicher ernst wird mit den Topflights. Nach wie vor zeigt sich der Augusta National durchwegs birdiefreundlich, wie auch Patrick Cantlay eindrucksvoll demonstriert, denn bei einem Zwischenstand von -5 nach 12 pirscht sich der US-Amerikaner bereits an die Top 10 heran.

Knallrot unterwegs

Patrick Cantlay ist am Moving Day in einem wahren Birdiefieber, denn auf der 14 und der 15 nimmt er schon die nächsten Birdies mit und liegt bereits bei einem unglaublichen Zwischenstand von 7 unter Par nach 15 gespielten Bahnen. Damit knackt er sogar bereits die besten 10. Auch Hideki Matsuyama ist knallrot unterwegs und rangiert nach 14 Löchern bei 5 unter Par. Tony Finau legt mit zwei anfänglichen Birdies los wie von der Tarantel gestochen.

Knapp am Platzrekord vorbei

Patrick Cantlay wird sich an den 13. April 2019 mit Sicherheit noch lange erinnnern, denn mit einer fehlerlosen 64 (-8) schrammt der US-Amerikaner nur um einen einzigen Schlag am Platzrekord – Nick Price und Greg Norman notierten in einem damals noch deutlich kürzeren Augusta National 63er Runden – vorbei. Damit marschiert Cantlay auch derzeit bis auf einen einzigen Schlag an die Führungsgruppe heran.

Auch Tony Finau hat von roten Einträgen noch nicht genug und legt erst nach einem Birdietriplepack zu Beginn eine kleine Verschnaufpause ein, beendet diese aber bereits auf der 6 wieder und pusht sich damit endgültig bis an die absolute Spitze nach vor. Generell strahlen am Moving Day nach wie vor sehr viele Spieler in leuchtendem Rot vom Leaderboard herab.

Erinnerungen an 2012

Tony Finau ist am Weg zu einer wahren Fabelrunde, denn auf der 8 lässt er sogar einen Adler landen. Dabei kommen auch Erinnerungen ans Masters 2012 wieder hoch, denn damals gelang Louis Oosthuizen am Par 5 der 2 ein Albatross. Finau fehlen im Jahr 2019 auf der 8 nur satte 25 cm zum selben Kunststück. Der Eagle pusht den US-Boy auch auf den sensationellen Zwischenstand von -6 nach 8 und auf einen Gesamtscore von 9 unter Par.

Webb Simpson ist ebenfalls voll im Major-Mode, denn bei -7 nach 14 liegt er nur um einen einzigen Schlag hinter Finau zurück. Tiger Woods startet souverän, wartet nach vier Bahnen aber noch aufs erste Birdie.

Woods kommt ins Rollen

Während Webb Simpson sich derzeit Birdie um Birdie abholt und mit Finau und Schauffele bei gesamt 9 unter Par ein Führungstrio bildet, kommt auch Tiger Woods immer besser ins Rollen. Dabei wirkte es nach den anfänglichen Pars mit einem Bogey auf der 5 alles andere als rosig, aber zwei starke Eisen und ein mittlerweile recht heißer Putter spendieren ihm gleich zwei Birdies in Folge, womit er in Schlagdistanz zur Spitze bleibt.

Nächste 64

Wie Patrick Cantlay bringt auch Webb Simpson am Samstag schließlich die 64 (-8) zum Recording – Simpson egalisiert damit auch seine bisherige Major-Rundenbestmarke – und verpasst so ebenfalls nur hauchzart den Platzrekord. Diesen könnte Tony Finau noch knacken, denn der nach 15 gespielten Bahnen weist er schon einen Zwischenstand von -8 auf und liegt bei gesamt 11 unter Par mit bereits zwei Schlägen Vorsprung in Führung. Tiger Woods biegt bei -2 und gesamt 8 unter Par in den Amen Corner ab.

Aller guten Dinge sind 3

Nach Cantlay und Simpson ist nun auch Tony Finau mit einer 64 (-8) im Clubhaus angekommen und liegt damit nach wie vor bei gesamt 11 unter Par in der Führungsrolle. Die schärfsten Verfolger des US-Amerikaners sind derzeit eindeutig Xander Schauffele, Tiger Woods und Francesco Molinari die bei einem bzw. zwei Schlägen Rückstand noch eindeutig die Chance haben Finau abzufangen.

 

 

 


 

Die wichtigsten Masters-Links:

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Auf Tigers Kosten

HERO WORLD CHALLENGE – FINAL: Beim Ryder Cup hatte er Tiger bereits in den Singles geschlagen, nun räumt Jon Rahm auch bei dessen Einladungsturnier das Tafelsilber ab.

Immer wenn es um sein Idol aus Kindestagen geht, ist Jon Rahm besonders motiviert: “Ich glaube, es gibt für mich nichts im Golfsport, was mir mehr bedeuten würde als dies,” bekannte der bullige Spanier beim Ryder Cup nachdem er Woods in den Singles geschlagen hatte.

Bei Tigers Einladungsturnier auf den Bahamas holt sich Europas Ryder Cup-Held den Nachschlag, indem er sich bei 20 unter Par klar den Titel holt: “Das war eine ziemlich starke Leistung für jemanden, der nicht auf Bermuda-Grüns putten kann,” war Tiger dennoch zu Scherzen aufgelegt. “Oh Mann, Du musst auf meine Statistik schauen, das perfekte Ball-Striking hat es ausgemacht,” kontert der frisch gebackene Champion.

Tatsächlich hatte niemand in dem illustren 18 Mann-Feld irgend etwas dem perfekten Spiel des Spaniers von Tee bis Grün entgegen zu setzen. Das führt zu praktisch geschenkten Birdies auf den 5 Par 5 und den beiden drivebaren Par 4 und zur fehlerlosen 65, die Rahm bei 20 unter Par und mit 5 Shots Vorsprung über die Ziellinie spazieren ließ.

Der stärkste Amerikaner beim Ryder Cup, Tony Finau, konnte Rahm an dessen Seite in keiner Phase das Leben schwer machen. Erst am Schlussloch holte sich Finau ein Erfolgserlebnis mit Symbolcharakter: dank des gelochten Birdieputts aus vier Metern sicher er sich nicht nur den alleinigen zweiten Platz, sondern rettete auch Buddy Brooks Koepka die Nummer 1- Position im World Ranking. Justin Rose wird dadurch nur Dritter und bleibt somit knapp die Nummer 2.

Tiger Woods entledigt sich seiner Gastgeberrolle auf vornehme Weise und lässt allen Golffreunden außer Hideki Matsuyama am Leaderboard den Vortritt, was für den US Superstar in einen 17. Platz zum Saisonabschluß mündet.

>> Endergebnis Hero World Challenge

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Etwas Ryder Cup Flair

HERO WORLD CHALLENGE – 3. RUNDE: Mit Tony Finau (USA), Jon Rahm (ESP) und Henrik Stenson (SWE) gehen gleich drei aktuelle Ryder Cupper in Albany aus der geteilten Führung in den Finaltag. Gastgeber Tiger Woods (USA) hält die rote Laterne.

Viel spannender könnte es nach drei Runden bei Tiger Woods’ traditionellem Einladungsturnier auf den Bahamas kaum zugehen. Lediglich 18 handverlesene Spieler stehen auf der Atlantik-Inselgruppe am Abschlag und gleich drei davon teilen sich vor der letzten Umrundung den Platz an der Sonne.

Nachdem Jon Rahm und Henrik Stenson vor allem am Freitag voll zu überzeugen wussten und sich mit bärenstarken Runden bis an die Spitze arbeiteten – beide notieren am Moving Day Seite an Seite eine 69 (-3) – erhöht am Samstag Tony Finau seine Taktzahl und schließt mit einer 67 (-5) zum europäischen Duo auf.

Wieviel geballte Golfpower in New Providence wirklich in den Teeboxen steht zeigt die Tatasche, dass mit Rahm, Stenson und Finau gleich drei aktuelle Ryder Cupper den Ton angeben. Dafür aber will der prominente Gastgeber in diesem Jahr so gar nicht ins Rollen kommen.

Schon zum Auftakt nur mit der 73 (+1) unterwegs, machte er sich am Freitag mit einem abschließenden Doppelbogey noch besseres als die 69 (-3) zunichte. Da sich am Samstag dann nur eine 72 (Par) ausgeht, ziert Tiger Woods vor der Finalrunde mit Rang 18 sogar das Ende des Leaderboards.

>> Leaderboard Hero World Challenge

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