Bernd Wiesberger 2015 Golf-Live.at

Die Geister im Nacken

TURKISH AIRLINES OPEN – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger hat bereits einen Tag vor Halloween mit den Geistern zu kämpfen und kommt im Montgomerie Maxx Royal von Antalya über die 74 nicht hinaus, was viele Ränge im Klassement kostet.

Auch am Donnerstag musste der Oberwarter einige Male hart um die Pars kämpfen, absolvierte die Übung jedesmal aber mit Bravour und verschaffte sich mit der 67 (-5) eine starke Ausganglage. Am Freitag kann er daran dann aber überhaupt nicht mehr anknüpfen und fällt am Leaderboard bis auf 42 Rang zurück.

Dabei lässt sich die Runde grundsätzlich nicht schlecht an. Zwar verpasst der Burgenländer auf der 1 ein einprogrammiertes Par 5 Birdie, holt sich den Schlag dafür aber gleich danach am ersten Par 3. Dann wird es jedoch zusehends farbenfroher und meist ist es die falsche Farbei, die die Scorecard ziert.

Ungewöhnliche Fehler

Im Bogey-Birdie-Bogey Wechselspiel geht es auf den nächsten Löchern weiter, wobei er immer wieder richtig ungewohnte Fehler einstreut. So blockt er etwa auf der 5 seinen Drive komplett weg und kann aus dem dicken Gemüse den Ball nur via Querpass wieder aufs Fairway zurückbefördern. Das Par lässt sich so nicht kratzen. Dennoch liegt die Nummer 28 der Welt lange Zeit bei Even Par, erst kurz vor dem Turn erwischt es ihn auf der 9 mit dem nächsten Schlagverlust.

Zu Beginn der Backnine wirkt es aber, als könne er der Runde doch noch eine positive Wende geben, denn mit Birdie Nummer drei steht das Tagesergebnis wieder bei Level Par. Eine Bahn später ist die Hoffnung aber auch schon wieder verflogen. In Folge kann der Bad Tatzmannsdorfer nicht zusetzen, fängt sich zunächst auf der 15 und dann durch Dreiputt auf der 16 die nächsten Fehler ein und rasselt im Klassement immer weiter zurück.

Auch der Schlusskonter sitzt am Freitag nur bedingt. Zwar radiert er einen Fehler mit Birdie auf der 17 wieder aus, das abschließende Par 5 will aber keinen Schlag mehr spendieren, weshalb Bernd Wiesberger nur mit der 74 (+2) zum Recording marschiert. Österreichs Nummer 1 ist somit am zweiten Spieltag bei erneut perfekten Golfverhältnissen einer der wenigen in dem 78 Mann starken Feld, der mit einer Runde über Par vorlieb nehmen muss. Als 42. gilt es nun am Samstag zu Halloween die Geister wieder abzuschütteln und sich am Leaderboard wieder nach oben zu arbeiten.

Spiegelbild der letzten Wochen

Seit seiner einmonatigen Pause hat der Oberwarter immer wieder mit seiner Konstanz zu kämpfen. Fast in jedem Turnier mischte er zumindestens an einem Spieltag weit vorne mit, verbaute sich mit durchwachsenen Runden aber des Öfteren absolute Topergebnisse. Nach der 67 vom Auftakt, findet diese Serie mit der 74 am Freitag seine unangenehme Fortsetzung.

Jaco Van Zyl (RSA) gibt auch nach dem zweiten Spieltag in Antalya den Ton an. Der Südafrikaner notiert die 69 (-3) und liegt so bei gesamt 14 unter Par in alleiniger Führung. Mit zwei Schlägen Abstand folgen Atzenbrugg Champion Chris Wood (64) und Richard Bland (beide ENG) (64). Rory McIlroy (NIR) (67) teilt sich bei gesamt 10 unter Par Rang 6.

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