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Autor: Klemens Widhalm

Noch Luft nach oben

DUBAI DESERT CLASSIC – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger legt mit einer 71 (-1) zwar einen brauchbaren Auftakt hin, hat nach den ersten 18 Löchern mit den Spitzenplätzen aber nichts zu tun. Matthias Schwab zeigt im Emirates GC lange Zeit starkes Golf, lässt beim Rolex Series Event mit einem rabenschwarzen Finish aber vieles liegen.

Nach dem erfolgreich absolvierten Formtest in Abu Dhabi darf sich Bernd Wiesberger für die Dubai Desert Classic einiges ausrechnen. Den Emirates GC kennt der Oberwarter von unzähligen Starts wie seine Westentasche, fühlt sich in den Doglegs und auf den Grüns sehr wohl und deutete zuletzt im Vorjahr mit Platz 6 an, was möglich ist.

Dazu spielt Bernd in die Karten, dass das Dubai-Highlight zu einem Rolex Series Event aufgewertet wurde, mit auf 8 Millionen Dollar mehr als verdoppeltem Preisgeld. Mit einem geteilten 2. oder alleinigen 3. Platz könnte er auch die notwendigen Weltranglistenpunkte für die Rückkehr unter die Top 50 der Welt sammeln.

Zum Auftakt ist der Südburgenländer gleich mit früher Startzeit unterwegs und findet sich trotz verpasstem Par 5 Birdie nach leichten Ungenauigkeiten mit anfänglichen Pars recht gut zurecht. Auf der zweiten langen Bahn kann ihn dann selbst der Grünbunker nicht vom ersten Birdie abhalten, womit er die Top 10 in der frühen Phase des Turniers recht rasch in Sichtweite bekommt.

Durchaus souverän verwaltet er das zartrosa Zwischenergebnis auf den nächsten Bahnen, ehe ihn ein Dreiputtbogey aus zehn Metern auf der 17 wieder auf Level Par zurückwirft. Kurz vor dem Turn nimmt er dann etwas Risiko, hat aber das nötige Glück, dass sich der Abschlag am Par 5 der 18 noch vor dem H2O einbremst. Die Grünattacke ist in Folge kein Problem und vom Vorgrün aus taucht er mit einem Zweiputt wieder in den roten Bereich ab.

Nur zartrosa gestartet

Ausgerechnet das kurze Par 4 der 2 wirft ihn dann aber wieder zurück, nachdem er aus 50 Metern gleich vier Anläufe benötigt um den Ball im Loch unterzubringen. Wieder krallt er sich aber sofort das Minus als Vorzeichen, wenngleich er nach deutlich verzogenem zweiten Schlag am Weg zum Birdie am Par 5 der 3 etwas zaubern muss. Gegen Ende der Runde erwärmt sich dann auch der Putter noch einmal richtig und ermöglicht vom Vorgrün am Par 3 der 16 aus knapp fünf Metern das nächste Birdie.

Erst auf seinem Schlussloch setzt es dann noch einmal einen kleinen Dämpfer, denn nach verfehltem Grün benötigt er nach einem Chip noch zwei Putts und beendet die Runde so nur mit einem Bogey. Am Ende leuchtet die 71 (-1) auf der Habenseite auf, womit er zwar nicht vorne mitmischen kann, jedoch trotz des nur 46. Platzes durchaus die Chance auf das angepeilte Topergebnis wahrt.

Ich hab den ganzen Tag nicht wirklich mein bestes Golf gespielt und versucht so gut wie möglich dranzubleiben. Es wartet jetzt ein wenig Arbeit am Nachmittag auf mich und dann ist Erholung angesagt für Runde 2″, so Bernd nach den ersten 18 Löchern auf Instagram.

Please wait...

Pos. Name Nat. Today Hole Score R1
46T
WIESBERGER Bernd AUT -1 18 -1 71
Hole 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Out 10 11 12 13 14 15 16 17 18 In Total To Par
Par 4 4 5 3 4 4 3 4 4 35 5 3 4 5 4 3 4 4 5 37 72
R1 4 5 4 3 4 4 2 4 5 35 5 3 4 4 4 3 4 5 4 36 71 -1

Eagle or Better

Birdie

Bogey

Double Bogey +

Pos. Name Today Hole Score
46T
WIESBERGER Bernd -1 18 -1

Gut reingefunden

Bei Matthias Schwab geht es beim zweiten Rolex Series Turnier in Folge vor allem darum, sein gutes Spiel auch in ein zählbares Ergebnis umzumünzen. Durch die Doppelbelastung mit der PGA Tour wird es für den Schladminger doppelt wichtig sein bei den gut dotierten Events der DP World Tour fett im Race to Dubai zu punkten. Der Start gelingt dann am Par 5 der 10 auch nach Maß, denn ein starker Pitch lässt ihm nur mehr einen halben Meter zum anfänglichen Birdie übrig.

Nach starkem Drive parkt er am zweiten Par 5 der Runde die Grünattacke sehenswert am Grün und schnappt sich zwei Putts später rasch das nächste Birdie, womit er die ersten Löcher des Turniers als durchwegs positiv verbuchen kann. Da auf der 16 der Drive allerdings im Rough hängenbleibt und er so keine Chance hat das Grün planmäßig zu erreichen, muss er schließlich auch den ersten Schlagverlust einstecken.

Die langen Löcher hat er jedoch auch weiterhin bestens im Griff und holt sich trotz eines leicht überschlagenen Grüns auch auf der 18 das erhoffte Birdie ab, womit er nicht nur den Faux-pas von zuvor prompt wieder ausbessert, sondern auch mit nur zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 auf die Frontnine abbiegt. Dank des weiterhin starken langen Spiels geht sich schließlich stilecht auch am letzten Par 5 das Birdie aus, womit er endgültig an den Spitzenrängen andockt.

Alles verspielt

Nach einem knapp verfehlten Grün will auf der 6 schließlich der 2,5 Meter Putt zum Par nicht fallen, was Matthias nicht nur das zweite Bogey aufbrummt, sondern ihn auch im Klassement wieder etwas zurückreicht. Der Fehler scheint auch ein absoluter Wirkungstreffer gewesen zu sein, denn gleich am Par 3 danach biegt der Teeshot unangenehm nach rechts weg und da er sich auch auf der 8 nicht mehr zum Par scramblen kann, rutscht er sogar in Windeseile auf Level Par zurück.

Please wait...

Pos. Name Nat. Today Hole Score R1
58T
SCHWAB Matthias AUT PAR 18 PAR 72
Hole 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Out 10 11 12 13 14 15 16 17 18 In Total To Par
Par 4 4 5 3 4 4 3 4 4 35 5 3 4 5 4 3 4 4 5 37 72
R1 4 4 4 3 4 5 4 5 4 37 4 3 4 4 4 3 5 4 4 35 72 0

Eagle or Better

Birdie

Bogey

Double Bogey +

Pos. Name Today Hole Score
58T
SCHWAB Matthias PAR 18 PAR

Am Ende geht sich so trotz der lange Zeit richtig starken Performance nur die 72 (Par) aus. Als 58. raniert er gerade mal an der Cutmarke und hat am Freitag somit auch kaum Platz für Fehler, will er nicht wie schon letzte Woche erneut am Wochenende bereits zusehen. “Da gibts heute leider nicht viel zu sagen. Mit drei Fehlern eine an sich sehr gute Runde verhaut”, so sein enttäuschter Kommentar kurz nach der Runde. Joachim B. Hansen (DEN) setzt am Donnerstag Nachmittag mit der 65 (-7) die frühe Bestmarke.

Leaderboard Dubai Desert Classic

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Große Chance

DUBAI DESERT CLASSIC – VORSCHAU: Bernd Wiesberger hat durch die Aufwertung der Dubai Desert Classic zum Rolex Series Turnier die große Chance der neuen Saison schon früh die richtige Richtung zu verpassen. Matthias Schwab hofft beim 8 Millionen Dollar Event im Emirates GC, dass sich sein an sich gutes Spiel auch auf der Scorekarte wiederspiegelt.

Bernd Wiesberger kann nach Abu Dhabi seine Standortbestimmung nach der gut zweimonatigen Turnierpause wohl als durchaus positiv betrachten. Zwar verpasste der 36-jährige mit zwei abschließenden Bogeys noch ein Topergebnis und ließ so mit Rang 12 neben Preisgeld auch wichtige Weltranglistenpunkte liegen, im Großen und Ganzen zeigte er aber eine durchaus ansprechende Leistung, wobei vor allem das nach wie vor über weite Strecken sehr sichere lange Spiel am Wochenende ins Auge stach.

Somit könnten die Dubai Desert Classic für den Südburgenländer wohl kaum zu einer besseren Zeit kommen. Nicht erst einmal betonte er, dass der Emirates GC seinem Spiel bei weitem mehr entgegenkommt als der Earth Course der Jumeirah Golf Estates, was er bereits auch einige Male mit Ergebnissen zu bestätigen wusste. Erst vergangenes Jahr nahm er aus Dubai einen starken 6. Platz und somit auch sein erstes Topergebnis der noch jungen Saison mit.

Vor allem mit den Grüns des Emirates GC kommt Bernd durchwegs gut zurecht, weshalb die Chancen mit weiterhin so starkem langen Spiel durchaus gut stehen, dass sein Name auch heuer wieder weit oben im Klassement aufleuchtet. Die Aufwertung des Turniers – seit heuer zählen die Dubai Desert Classic zur hochdotierten Rolex Series – auf 8 Millionen US-Dollar zieht klarerweise auch wieder etliche Hochkaräter der Golfwelt an, weshalb ein geteilter 2. oder alleiniger 3. Platz bereits reichen könnte um auch den Sprung unter die Top 50 der Welt wieder zu realisieren.

Diese Marke gilt es auch alsbald zu knacken, denn eines seiner großen Ziele ist klarerweise auch heuer wieder eine Teilnahme beim Masters im April. Wie wichtig ihm dieses Turnier wirklich ist, sprach er auch explizit in der Weihnachtspause an: “Es gibt ein paar Events und Turniere – wenn man da einmal Blut geleckt hat und da dabei war, dann ist es sehr schwer sich damit auseinanderzusetzen, dass man da eventuell einmal nicht mehr dabei ist.”

In Zählbares verwandeln

Neben Bernd Wiesberger steht auch Matthias Schwab in Dubai wieder in den Teeboxen. Anders als bei seinem Landsmann verlief der DP World Tour Auftakt für den Steirer weniger prickelnd, verpasste er an einem stürmischen Freitag doch recht deutlich den Sprung ins Wochenende. Vor allem das “Wie” lag Matthias doch einigermaßen im Magen, denn nach eigener Aussage zeigte er sich mit der Qualität des Spiels an und für sich recht zufrieden, haderte jedoch damit, dass sich seine Performance nicht auf der Scorecard wiederspiegelte.

Auch ihm kommt der Emirates GC durchaus entgegen, wie ein starker 9. Platz letzte Saison untermauerte. Für Matthias wäre ein Topergebnis auch Gold wert, denn nach Dubai wird er sich vorerst voll auf die PGA Tour konzentrieren, weshalb es wichtig wäre, dass er gerade bei den Big-Events auf der DP World Tour eifrig Punkte sammelt und dick anschreibt.

Wie schon in der Vorwoche ist die Konkurrenz in der Wüstenmetropole auch diesmal wieder enorm. Neben Collin Morikawa (USA), Viktor Hovland (NOR), Rory McIlroy (NIR) oder Adam Scott (AUS), werden etwa auch Ian Poulter, Tommy Fleetwood, Lee Westwood und Tyrrell Hatton (alle ENG) zu den Schlägern greifen. Für Lukas Nemecz ist dieser Umstand eher suboptimal, hängt der Aufsteiger doch aufgrund des starken Feldes auf der Warteliste fest.

 

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US PGA TOUR 2022

Die Preisgeldrangliste (Money-List) / FedExCup 2021 / 2022

(Nach Turnier: THE AMERICAN EXPRESS)

US PGA TOUR 2021/22

RANG
LAST
SPIELER
STARTS
MONEY
1 1 Hideki Matsuyama 6 $3,550,423
2 2 Talor Gooch 9 $2,475,044
3 3 Cameron Smith 5 $2,133,375
4 4 Sam Burns 5 $2,067,031
5 5 Sungjae Im 7 $2,033,998
6 6 Rory McIlroy 1 $1,755,000
7 7 Collin Morikawa 3 $1,598,322
8 8 Jason Kokrak 5 $1,585,460
9 9 Viktor Hovland 4 $1,543,781
10 131 Hudson Swafford 9 $1,529,226
11 34 Tom Hoge 10 $1,509,090
12 10 Max Homa 5 $1,445,638
13 14 Russell Henley 7 $1,403,368
14 11 Cameron Tringale 8 $1,366,328
15 16 Seamus Power 9 $1,351,142
16 12 Mackenzie Hughes 5 $1,350,248
17 13 Matthew Wolff 5 $1,294,658
18 15 Lucas Herbert 5 $1,272,000
19 17 Maverick McNealy 7 $1,174,616
20 18 Scottie Scheffler 6 $1,130,306
21 19 Marc Leishman 6 $1,032,996
22 20 Brendan Steele 8 $1,019,341
23 21 Keith Mitchell 7 $985,310
24 41 Lanto Griffin 7 $965,092
25 22 Sebastián Muñoz 8 $929,790
26 25 Jon Rahm 3 $929,700
27 23 Justin Thomas 3 $899,131
28 24 Carlos Ortiz 6 $873,234
29 40 Denny McCarthy 9 $854,173
30 39 Si Woo Kim 8 $806,808
31 30 Luke List 8 $798,030
32 26 Danny Lee 5 $797,200
33 28 Patrick Reed 7 $778,737
34 27 Aaron Wise 5 $769,394
35 29 Kevin Tway 8 $743,447
36 31 Matt Jones 7 $718,296
37 32 Nick Watney 8 $700,038
38 36 Cameron Young 6 $694,204
39 33 Mito Pereira 7 $687,990
40 35 Kevin Kisner 5 $680,085
41 37 Hayden Buckley 7 $646,820
42 38 Rickie Fowler 5 $625,382
43 63 Patrick Cantlay 2 $622,300
44 42 Patrick Rodgers 6 $582,780
45 87 Will Zalatoris 6 $555,162
46 43 Joel Dahmen 7 $542,903
47 44 Matt Wallace 4 $540,209
48 45 Robert Streb 8 $537,511
49 46 Scott Stallings 8 $532,678
50 149 Lee Hodges 8 $521,838
weiters:
134 123 Stephan Jaeger 8 $173,688
156 146 Matthias Schwab 4 $124,640
159 162 Sepp Straka 10 $117,745

 

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Besseres erhofft

THE AMERICAN EXPRESS – FINAL: Sepp Straka tritt am Finaltag am Stadium Course auf der Stelle und hätte sich in La Quinta nach einem 4. Platz vor zwei Jahren heuer deutlich besseres als einen 44. Rang erhofft.

Nach zwei starken Eröffnungsrunden schlängelte sich Sepp Straka am Samstag kunterbunt durch einen Birdie-Bogey-Eagle Slalom und stand am Ende mit der 72 (Par) beim Recording, was ihm doch einige Plätze kostete. Am Sonntag wartet beim Pro-Am Spektakel in Kalifornien nun noch einmal der Stadium Course auf den Longhitter, den er zum Auftakt am Donnerstag mit einer 67 (-5) durchaus gut im Griff hatte. Bei Bereits sieben Schlägen Rückstand auf die Top 10 zählt in Sachen Topergebnis am Finaltag nun nur noch Vollgas.

Nach einem recht soliden anfänglichen Par, wassert er am Par 5 der 11 sein Wedge aus gut 80 Metern und tritt sich nach verschobenem Dreimeterputt am Ende sogar ein Doppelbogey ein, womit der Start durchaus als verpatzt gewertet werden kann. Erst auf der 14 ergibt sich erstmals eine echte Birdiechance, die er aus zwei Metern jedoch nicht verwerten kann. Ein Loch später knallt er den Approach noch näher zur Fahne und schnappt sich in Folge auch das erste Erfolgserlebnis am Sonntag.

Richtig im Rhythmus legt er sich am Par 5 der 16 dann sogar die Eaglemöglichkeit auf. Der Putt zur 3 will zwar aus gut vier Metern nicht fallen, der scoretechnische Ausgleich stellt mit einem Tap-in Birdie jedoch keinerlei Problem mehr da. Nach und nach kommt auch der Putter immer besser auf Temperatur, denn am Inselgrün der 17 stellen gut acht Meter kein Problem dar um den Birdiehattrick perfekt zu machen. Kaum auf den Frontnine angekommen rollt der Birdieputt dann sogar aus satten 18 Metern ins Ziel, womit es erstmals spürbar im Klassement in die richtige Richtung geht.

Erst kurz vor Ende der Runde bringt er dann am Par 5 der 8 mit einer neben dem Kurzgemähten geparkten Grünattacke wieder Farbe auf die Scorecard und stößt so zumindest noch ins gesicherte Mittelfeld nach vor. Der der letzte Abschlag allerdins im H2O verschwindet und er sich danach von Bunker zu Bunker spielt, muss er auf der 9 sogar noch ein Doppelbogey notieren, womit sich am Ende nur die 71 (-1) ausgeht, die nicht mehr als einen 44. Platz zulässt. Damit schreibt Sepp zwar erneut in der FedEx Cup Wertung an, auf das erste Topergebnis der neuen Saison muss er jedoch weiterhin warten.

Leaderboard The American Express

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RACE TO DUBAI 2022

Die Rangliste der European Tour 2022

(Ranking nach Turnier: ABU DHABI CHAMPIONSHIP)

RACE TO DUBAI 2022

RANG
SPIELER
STARTS
PUNKTE
1 PIETERS, Thomas 1 1.335,0
2 CABRERA BELLO, Rafa 1 694,5
2 SHARMA, Shubhankar 1 694,5
4 HOVLAND, Viktor 1 369,5
4 DUBUISSON, Victor 1 369,5
6 LAWRENCE, Thriston 1 251,3
7 WINTHER, Jeff 1 224,7
7 HATTON, Tyrrell 1 224,7
7 POULTER, Ian 1 224,7
7 MORRISON, James 1 224,7
11 LOMBARD, Zander 1 166,5
12 JAMIESON, Scott 1 153,2
12 SCOTT, Adam 1 153,2
14 HORSFIELD, Sam 1 116,1
14 VAN ROOYEN, Erik 1 116,1
14 LOWRY, Shane 1 116,1
14 LANGASQUE, Romain 2 116,1
14 SMITH, Jordan 1 116,1
14 WU, Ashun 1 116,1
14 MCILROY, Rory 1 116,1
14 WIESBERGER, Bernd 1 116,1
22 BRUN, Julien 2 94.0
23 HØJGAARD, Rasmus 1 91,2
23 ARNAUS, Adri 1 91,2
23 HARRINGTON, Padraig 1 91,2
23 WESTWOOD, Lee 1 91,2
23 BJÖRK, Alexander 1 91,2
28 HARDING, Justin 2 88,3
29 CHESTERS, Ashley 1 84,4
29 NORRIS, Shaun 1 84,4
31 BURMESTER, Dean 2 80,8
32 KANAYA, Takumi 1 73,4
32 SHINKWIN, Callum 1 73,4
32 PAVAN, Andrea 1 73,4
32 RAMSAY, Richie 2 73,4
32 KORHONEN, Mikko 1 73,4
32 LARRAZÁBAL, Pablo 1 73,4
32 ORMSBY, Wade 1 73,4
39 WHITNELL, Dale 2 71,1
40 GAVINS, Daniel 2 67,3
41 LEE, Min Woo 1 60.0
41 ROCK, Robert 1 60.0
43 HIDALGO, Angel 1 57,8
43 LACROIX, Frederic 2 57,8
45 SCHWARTZEL, Charl 1 54,4
45 STENSON, Henrik 1 54,4
45 FERGUSON, Ewen 1 54,4
48 SINGH BRAR, Jack 1 47,2
48 HELLIGKILDE, Marcus 2 47,2
48 OLESEN, Thorbjørn 1 47,2
48 SOUTHGATE, Matthew 1 47,2
48 ELVIRA, Nacho 1 47,2
48 KJELDSEN, Søren 1 47,2
weiters:
64 PAUL, Yannik 1 32,1
81 KIEFFER, Maximilian 1 20.0
86 SCHMID, Matti 2 14,8
102 NEMECZ, Lukas 2 7,3

 

>> Komplettes Ranking im RACE TO DUBAI

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Positives Fazit

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger verpasst im Yas Links zwar mit zwei abschließenden Fehlern ein durchaus mögliches Topergebnis, nach zwei Monaten “Stehzeit” ist die Standortbestimmung für die Saison 2022 mit einem 12. Platz beim Rolex Series Event aber wohl als durchwegs positiv einzustufen.

Letztes Jahr beim großen Saisonfinale in Dubai griff Bernd Wiesberger zuletzt wettkampfmäßig zu den Golfschlägern. Seitdem sind rund zwei Monate vergangen, weshalb vor dem ersten Saisonturnier des Südburgenländers durchaus einige Fragezeichen über seinem Kopf schwebten. Nach den ersten 72 Löchern kann Bernd aber ein wohl durchaus positives Fazit ziehen, wenngleich er auf den letzten beiden Löchern mit vermeidbaren Fehlern ein klar mögliches Topergebnis liegen lässt.

Bereits im Vorfeld merkte man beim achtfachen European Tour Sieger, dass das Selbstvertrauen durchaus stimmt und warum dem so ist, machte er dann am Donnerstag auch klar, denn mit einer 69 (-3) legte er einen absolut gelungenen Start ins Turnier hin. Bei wilden Windböen verblies es ihn dann am Freitag zwar mit der 77 (+5), der Cut war aber keinerlei Problem und bei doch aufholbarem Rückstand auf die Top 10, bog er sogar mit intakten Chancen auf ein Spitzenergebnis ins Wochenende ab.

Wieder schneller Start

Über Nacht fand er sichtlich den Resetknopf und packte am Moving Day mit der 67 (-5) und gleich zehn Schlägen weniger als noch am Vortag mit die beste Runde des Feldes aus, die ihn bis auf Rang 22 nach vorne spülte und auch den Rückstand auf die Top 10 schrumpfen ließ. Wie schon am Vortag gelingt auch am Sonntag dann der Start wieder nach Maß, denn nach einem starken Abschlag legt er die Annäherung bis auf knapp zwei Meter zur Fahne und sackt prompt das anfängliche Birdie ein.

Mit einem Dreiputt verpasst er zwar am Par 5 danach noch den Doppelschlag, auf der 3 legt er aber einen weiteren starken Approach aufs Grün legt und hat diesmal aus vier Metern den Putter wieder auf Temperatur, womit auf die Spitzenränge endgültig nur noch ein einziger Schlag fehlt. Bei immer böiger werdendem Wind, der alle Spieler vor etliche Herausforderungen stellt, findet auch am zweiten Par 5 die Grünattacke wieder ihr Ziel, doch erneut muss er den 14. Schläger im Bag dreimal bemühen und geht so “nur” mit dem Par zur nächsten Teebox.

Die Aggressivität behält er auch danach weiterhin bei, trifft auch auf der 11, dem dritten Par 5, das Grün mit dem zweiten Schlag und kann sich für das fantastische lange Spiel auch mit dem dritten Birdie des Tages belohnen. So ärgerlich die beiden ausgelassenen Großchancen auf den Par 5 Löchern der Frontnine auch waren, so unverhofft kann er von der 16 ein Birdie mitnehmen, denn nach eher suboptimaler Annäherung rollt der Birdieputt aus 15 Metern perfekt ins Loch und sichert derzeit die Platzierung im Spitzenfeld ab.

Einiges liegengelassen aber auf gutem Weg

Allerdings kühlt der Putter auch am Par 3 danach unangenehm ab, da er sich nach einem verkorksten ersten Versuch noch gute drei Meter zum Par über lässt, was schließlich im ersten Fehler mündet und ihn auch wieder aus den Top 10 wirft. Gedanklich womöglich noch beim vermeidbaren Bogey, biegt am abschließenden Par 5 dann der Abschlag wild rechts weg, was Bernd zum Schluss sogar noch einen weiteren Schlagverlust aufbrummt. Mit der 70 (-2) geht sich so beim ersten Saisonturnier ein erhofftes Topergebnis als 12. knapp nicht aus.

So ärgerlich die beiden abschließenden Bogeys auch sind – er verpasst es damit etwa sich in der Weltrangliste zu verbessern, da statt 8 nur etwa 4 Punkte auf sein Habenkonto wandern – nach der langen Turnierpause stehen die Vorzeichen für die Saison nach dem ersten Turnier aber eindeutig sehr positiv. Bereits kommende Woche geht es für Bernd beim nächsten Rolex Series Turnier im Emirates GC von Dubai weiter. Der Platz liegt dem 36-jährigen durchaus, konnte er doch nicht erst einmal vom Par 72 Gelände in der Wüste ein Topergebnis entführen.

“Ich habe den ganzen Tag über großartig gespielt. Es war schlicht ein Horrorputt auf der 17 und ein schlechter Schwung auf der 18, was einen soliden Tag ruiniert hat. Jetzt geht’s in Dubai weiter”, spricht er danach auf Instagram vor allem das schlechte Finish an. Thomas Pieters (BEL) reicht am Sonntag eine 72 (Par) um bei gesamt 10 unter Par und mit einem Schlag Vorsprung auf Rafa Cabrera Bello (ESP) und Shubhankar Sharma (IND) seinen ersten Rolex Series Titel einzusacken.

Ergebnis Abu Dhabi Championship

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Bunter Slalom

THE AMERICAN EXPRESS – 3. RUNDE: Sepp Straka packt am Moving Day am Nicklaus Tournament Course buchstäblich das Malbuch aus und rutscht nach einem kunterbunten Bogey-Birdie-Eagle Slalom und der 72 (Par) um einige Plätze im Klassement zurück.

Sepp Straka fand sich nach der starken ersten Runde am Stadium Course auf auf den Frontnine des La Quinta CC gut zurecht und konnte auf seinen ersten 27 Löchern gleich zehn Birdies einsacken. Erst die Backnine am Freitag spendierten nur noch ein einziges Erfolgserlebnis, was ihn beim Pro-Am Spektakel in Kalifornien auch etwas zurückrutschen ließ. Vom 32. Platz aus fehlen ihm aber nur drei Schläge auf die Top 10, was ohne große Schwierigkeiten noch locker aufholbar erscheint.

Anders als an den Vortagen findet sich Österreichs Longhitter am Nicklaus Tournament Course so gar nicht zurecht. Das Dilemma beginnt bereits auf der 2, wo er mit verpasstem Up & Down das Par nicht mehr kratzen kann. Da er dann auch am Par 3 der 3 und am Par 5 danach vor allem im langen Spiel heftig zu kämpfen hat und sich gleich noch zwei weitere Fehler einfängt, liegt er nach nur vier gespielten Bahnen sogar bereits hinter der Cutmarke zurück.

Auch auf der 5 hat der gebürtige Wiener wieder Probleme vom Tee, bringt den Ball diesmal aber stark aufs Grün und gibt mit dem ersten Birdie die perfekte Antwort auf den verpatzten Start. Das bringt den Motor des Longhitters langsam aber sicher richtig auf Touren, denn auf der 7 läuft nach langer Zeit von Tee bis Grün alles wie geplant und mit dem nächsten roten Eintrag verschafft er sich in Sachen Cut wieder etwas Luft.

Wilder Ritt

So richtig auf der Welle entwickelt sich die Runde nun ganz Straka-like, da er am Par 5 der 7 den Ball mit zwei satten Hieben sehenswert am Grün parkt und in Folge sogar den Eagleputt stopft, womit der Horrorbeginn nicht nur komplett wieder ausgemerzt ist, sondern er mittlerweile sogar in den roten Bereich abtaucht. Ruhe kehr jedoch nur kurz ein, denn bereits auf der 9 muss er nach einem Ausflug in den Grünbunker wieder ein Bogey einstecken, was ihn nur bei Level Par auf die Backnine abbiegen lässt.

Den abermaligen Rückschlag steckt er aber gut weg, wie ein weiteres Birdie trotz einer eingebunkerten Grünattacke nur kurze Zeit später am Par 5 der 11 beweist. Enden will das ständige Hin und Her jedoch auch weiterhin nicht: Zunächst geht es gleich am darauffolgenden Par 3 mit einem Dreiputtbogey vom Vorgrün wieder zurück auf Level Par, ehe er im Anschluss eine starke Annäherung zur Fahne bringt und sich prompt wieder das Minus als Vorzeichen holt.

Erstmalig an diesem Tag verewigt er dann sogar gleich zwei Bahnen mit der vorgegebenen Schlaganzahl, ehe er auf der 16 nur Rough und Grünbunker findet und einmal mehr den scoretechnischen Ausgleich einstecken muss. Nachdem auf den letzten Löchern dann nichts Zählbares mehr gelingen will, muss er sich schlussendlich mit der 72 (Par) zufrieden geben. Damit lässt er zwar in Sachen Cut nichts anbrennen, rutscht jedoch bis auf Platz 45 zurück und verliert so auch die Spitzenplätze etwas aus den Augen. Lee Hodges (USA) und Paul Barjon (FRA) teilen sich die Führungsrolle bei gesamt 18 unter Par.

Leaderboard The American Express

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Neu durchgestartet

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger findet nach der zähen Vorstellung vom Vortag über Nacht den Resetknopf und marschiert mit der 67 und gleich zehn Schlägen weniger als noch am Freitag beim Rolex Series Event im Yas Links um etliche Plätze nach vor.

Bernd Wiesberger hatte am Freitag sprichwörtlich alle Hände voll zu tun und durchlebte eine alles andere als stressfreie zweite Runde. Im starken Wüstenwind wurde der Südburgenländer sogar zu einer 77 (+5) geblasen, was aufgrund der guten Auftaktrunde schlussendlich aber für den Cut doch noch recht komfortabel reichte. Am Weekend heißt es nun aber aufs Gas steigen, denn die sechs Schläge Rückstand auf die Top 10 erscheinen mit zwei guten Runden durchaus noch aufholbar.

Von Beginn an macht er sich dann auch sofort daran den Rückstand wegzuhobeln, denn bereits auf der 10 zündet er ein lasergenaues Eisen, dass sich nur wenige Zentimeter neben dem Loch einbremst, was prompt im anfänglichen Birdie mündet. Angestachelt vom starken Start lässt er sich selbst von Fairwaybunker und Rough nicht aus dem Konzept bringen und stopft auf der 11 aus gut drei Metern prompt den nächsten Putt zum roten Eintrag.

Auch damit hat der Südburgenländer sichtlich noch lange nicht genug, knallt gleich auf der 12 die nächste perfekte Annäherung aufs Grün und nimmt sich so am Weg zum Birdietriplepack sogar jeglichen Druck vom 14. Schläger. Erst danach geht er etwas ruhiger an und notiert erstmals auch Pars auf die Scorecard bis ihm der Putter auf der 16 mit einem Dreiputt aus elf Metern einen Strich durch die Rechnung macht.

Starkes Finish

Erst auf der 1 ergibt sich wieder eine gute Birdiechance, die das doch mittlerweile etwas unterkühlte Gerät fürs Kurzgemähte aus gut zwei Metern aber nicht verwerten kann. Am Par 5 danach gelingt die selbe Übung jedoch deutlich besser, denn diesmal lässt er dem Zweimeterputt zum Birdie keine andere Chance als zum vierten Schlaggewinn des Tages ins Loch zu fallen. So richtig heißlaufen lässt ihn das Erfolgserlebnis jedoch nicht, wenngleich er mit einer Parserie auch nichts verkehrt macht.

Erst kurz vor Ende bringt er dann mit einem sehenswerten Teeshot am Par 3 der 8 wieder Farbe aufs Tableau und pirscht sich so immer näher an die wirklich lukrativen Preisgeldränge heran. Stilecht krallt er sich dann zum Abschluss auf der 9 nach leicht überschlagenem Grün sogar noch aus dem Semirough ein unverhofftes Birdie und bringt so mit der 67 (-5) sogar mit die beste Runde des Tages zum Recording, womit er sich auch um etliche Ränge bis auf Platz 22 verbessert und vor allem den Rückstand auf die Spitzenplätze deutlich verkleinert.

“Das war heute ein besserer Tag in der Wüste. Ich hab solide gespielt und bin bereit für einen tiefen Sonntag”, so seine kurze Wortspende nach der starken Runde auf Instagram. Scott Jamieson (SCO) geht nach der 68 (-4) und bei gesamt 11 unter Par mit einem Schlag Vorsprung auf Shane Lowry (IRL) und Thomas Pieters (BEL) als Führender in den Finaltag.

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Leicht abgerissen

THE AMERICAN EXPRESS – 2. RUNDE: Sepp Straka kommt im La Quinta CC mit den erneut durchwegs tiefen Scores nicht ganz mit, rutscht beim Pro-Am Spektakel in Kalifornien mit der 69 (-3) bis ins Mittelfeld zurück, bleibt jedoch bis auf drei Schläge an den Top 10 dran.

Sepp Straka benötigte am Stadium Course am Donnerstag etwas Anlaufzeit, ehe er seine Auftaktrunde mit richtig starken Backnine noch zur 67 (-5) drehte und sich so nur zwei Schläge hinter den Top 10 einreihte. Am Freitag wartet nun auf Österreichs Longhitter beim Pro-Am in Kalifornien der La Quinta CC, der sich am ersten Spieltag als durchaus scorefreundlich präsentierte.

Besser könnte der Start aus der Sicht des University of Georgia Absolventen dann auch kaum gelingen, denn nach gelungener Annäherung und starkem Putt geht sich gleich auf der 10 das anfängliche Birdie aus. Zwar verpasst er nach eingebunkerter Grünattacke noch den anfänglichen Birdiedoppelschlag, holt das verpasste Par 5 Birdie dafür aber gleich am darauffolgenden Par 3 nach und sorgt so endgültig für den erhofften schnellen Birdiestart, der ihn endgültig an den Top 10 andocken lässt.

Auch am zweiten Par 5 der Runde gleich danach versandet zwar wieder die Attacke, diesmal jedoch lässt er sich am Weg zum bereits dritten Birdie vom Bunker nicht bremsen und setzt sich so im Spitzenfeld fest. Der Grünbunker an der 14 kann den gelungenen Sand Save dann nicht verhindern, bringt aber noch mehr Sand ins spielerische Getriebe. Birdieputts wollen bis zum Turn nicht mehr fallen und im Grünbunker der 18 geht Straka erstmals das Talent aus, was zum Bogey führt.

Auf die vorderen 9 Löcher schwingt sich der Doppelstaatsbürger endlich mit Birdie, so richtig ins Laufen kommt er jedoch dadurch nicht. Bahn um Bahn läuft er einem weiteren Erfolgserlebnis hinterher, das aber einfach am Freitag nicht mehr gelingen will. Mit der 69 (-3) macht er zwar absolut nichts verkehrt, bei den durchwegs tief angesiedelten Scores büßt er damit aber einige Ränge ein und rutscht bis auf Rang 32 ins Mittelfeld ab.

Auf die Top 10 fehlen dem gebürtigen Wiener jedoch lediglich drei Schläge, was noch ohne Probleme locker aufzuholen wäre. Am Samstag muss Sepp nun noch den Nicklaus Tournament Course bewältigen, ehe der Cut das Feld trennt und nur die Top 65 und Schlaggleichen in die finale Umrundung auf den Stadium Course aufsteigen lässt. Patrick Cantlay (USA) diktiert bei gesamt 14 unter Par derzeit das Tempo.

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Desert Storm

ABU DHABI CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Österreichs Professionals werden am Freitag im Yas Links vom starken Wüstenwind regelrecht verblasen und kommen über tiefschwarze Runden nicht hinaus. Während Bernd Wiesberger zumindest aufgrund der guten Auftaktrunde das Wochenende erreicht, endet für Matthias Schwab und Lukas Nemecz das Rolex Series Event in Abu Dhabi bereits nach dem Freitag.

Bernd Wiesberger legte am Donnerstag los wie die sprichwörtliche Feuerwehr und lag schon nach wenigen gespielten Löchern bei 4 unter Par. Zwar schlich sich in Folge auch etwas der Fehlerteufel ein, was am Ende in einer 69 (-3) gipfelte, damit wahrte der Burgenländer gleich beim Saisondebüt aber die Chance um richtig dick anzuschreiben.

Schon auf der 1 ergibt sich dann am Freitag Nachmittag eine kleine Birdiechance, die er mit zu kurzem Putt jedoch nicht verwerten kann. Am Par 5 danach wird es jedoch ziemlich unangenehm: Zunächst bleibt der Drive in der Native Area hängen und er kann den Ball nur gerade noch so rausquetschen. Da am Ende dann noch dazu der Bogeyputt nicht fallen will, verliert er auf der langen Bahn sogar gleich zwei Schläge.

Lange kann er sein Spiel auch danach nicht konsolidieren, denn schon am Par 3 der 4 macht ihm ein verzogener Teeshot wieder das Leben schwer und er rutscht so mit dem nächsten Fehler bereits nach nur wenigen gespielten Bahnen sogar mit dem Gesamtscore auf Level Par zurück. In dieser Tonart geht es auch danach munter weiter: Wieder streut er zwischendurch ein Par ein, ehe es danach mit Problemen im langen Spiel und einem Ausflug in den Grünbunker immer weiter im Klassement retour geht.

Hin und Her

Am darauffolgenden Par 5 findet die Grünattacke zwar nicht ihr Ziel, aus dem Rough neben dem Grün bringt er den Ball aber gut zur Fahne und beendet die Negativspirale am Ende mit dem ersten Birdie. Sofort allerdings nimmt diese wieder Fahrt auf, nachdem er am Par 3 der 7 den Rückenwind unterschätzt und den Ball deutlich übers Ziel hinausschießt. Das Bild ändert sich auch nach dem Turn nicht, denn weiterhin hat der Südburgenländer alle Hände voll zu tun und rutscht auf der 10 nach eingebunkertem Abschlag und Fehler Nummer sechs endgültig bis an die Cutmarke zurück.

Erst am kurzen Par 4 der 14 kann der achtfache European Tour Sieger dann wieder etwas durchatmen, nachdem sich der starke Abschlag auf Pitch-Distanz am Fairway einbremst und er in Folge das zweite Birdie des Tages einsacken kann, was ihm auch wieder etwas Luft zur Cutmarke beschert. Diese benötigt er auch, da er sich gleich danach auf der 15 neben dem Grün im Sand einbuddelt und den eben herausgeholten Schlag postwendend wieder verliert.

Immerhin zündet der 36-jährige auf der 16 ein richtig starkes Eisen aus dem Rough und lässt sich die sich bietende Birdiechance aus drei Metern schlussendlich nicht entgehen. Das Hin und Her endet aber weiterhin nicht, da er erneut auf einem Par 3 den Teeshot falsch anmisst und sich so sofort wieder ein Bogey aufbrummt. Zumindest übersteht er die Schlussbahn unbeschadet und hat so mit der 77 (+5) die Gewissheit, dass er auch am Wochenende noch mit von der Partie ist. Zwar verliert er klarerweise viele Ränge, vom 50. Platz aus ist er aber dennoch “nur” sechs Schläge von den Top 10 entfernt, was mit starken Runden am Weekend wohl durchaus noch aufholbar wäre.

Vom Winde verweht

Bei den diffizileren Verhältnissen hilft Matthias Schwab am Freitag auch die frühere Startzeit sichtlich nichts, denn gleich am Par 5 der 2 erwischt es den Steirer mit einem Bogey sehr unangenehm, nachdem der zweite Schlag nach starkem Drive total misslingt. Nachdem dann an der 5 der Putter streikt und ihn am Kurzgemähten gleich dreimal ansetzen lässt und danach von außerhalb des Grüns das Up & Down nicht gelingen will, rutscht er bereits nach nur wenigen gespielten Löchern weit hinter die Cutmarke zurück.

Immerhin findet er trotz verfehltem Fairway und eingebunkerter Grünattacke am Par 5 der 7 dann auch das erste Birdie und kann so den Negativrun abbremsen. Das bringt auch den Putter so richtig auf Temperatur, denn kurz vor dem Turn rollt der Rohrmooser die Kugel aus gut zehn Metern ins Ziel und pirscht sich so wieder deutlich näher an die gezogene Linie heran. Kaum auf den Backnine angekommen kühlt der 14. Schläger im Bag aber wieder deutlich ab, wie ein Dreiputtbogey auf der 10 ungut beweist.

Da es sich der Abschlag am Par 3 der 13 dann hinterm Grün im Bunker gemütlich macht, er aus dem Sand das Par schließlich nicht mehr kratzen kann und zwei Löcher später erneut ein Grün deutlich überschlägt, rückt das unfreiwillig freie Wochenende mit großen Schritten näher. Ein weiterer Fehler nach zu kurzem Eisen auf der 16 prolongiert den rabenschwarzen Tag und ermöglicht am Ende sogar nur die 77 (+5), was nur für Rang 88 reicht.

“Die Windverhältnisse waren heute vom ersten Loch weg sehr schwierig. Ich konnte mich während der gesamten Runde nicht darauf einstellen. Mir fehlt bei solchen Bedingungen auch die nötige Spielpraxis. Ab morgen werde ich mich in Dubai auf das kommende Turnier nächste Woche vorbereiten”, kann man bei Matthias Schwab zwischen den Zeilen durchaus die Enttäuschung heraushören.

Geteiltes Leid

Lukas Nemecz ließ bei seinem ersten Rolex Series Event der Karriere keinerlei Nervosität durchblicken, muss seine Auftaktrunde aufgrund einfallender Dunkelheit bei einem Zwischenstand von -1 nach 17 aber erst am Freitag noch beenden, was in den Morgenstunden ohne große Probleme mit einem Par gelingt. Nur kurz danach steht er bereits wieder in der 1. Teebox um Runde 2 in Angriff zu nehmen. Bei durchwegs zäheren Verhältnissen hält er sein Score in der Anfangsphase dann auch gut zusammen, bis ihm am Par 3 der 4 ein Ausflug in den Grünbunker in Form des ersten Bogeys zum Verhängnis wird.

Sofort stabilisiert der Aufsteiger sein Spiel jedoch wieder, läuft allerdings vergeblich dem scoretechnischen Ausgleich hinterher. Kurz vor dem Turn macht er sich dann auf der 9 nach Problemen im langen Spiel das Leben selbst schwer, nachdem er sein zweites Bogey nicht mehr verhindern kann. Aufgrund des starken böigen Windes bleibt er aber dennoch weiterhin klar an der Cutmarke dran. Erst ein vermeidbares Bogey nach Dreiputt aus sieben Metern am Par 3 der 13 lässt ihn dann etwas unangenehm hinter die Linie zurückrutschen.

Aus dem Fairwaybunker hat er auf der 15 keine Chance das Grün mit dem zweiten Schlag zu erreichen, muss in Folge den nächsten Schlag abgeben und nimmt sich schlussendlich mit dem nächsten Fehler aus dem Grünbunker am Par 3 der 17 endgültig aus dem Rennen um Preisgeld. Am abschließenden Par 5 buddelt er sich dann gleich zweimal in den Fairwaybunkern ein, beendet die Runde mit noch einem weiteren Fehler und teilt am Ende mit der 78 (+6) nicht nur das Leid des verpassten Cuts sondern auch die Platzierung mit seinem Landsmann Matthias Schwab.

Nach der schwierigen Runde meint er: “Es war heute schon hart am Limit, aber schlussendlich gleich für alle. Ich hab mir bei dem Sturm beim Putten extrem schwer getan. Bis zum Grün war’s echt okay. Das ist leider nichts Neues, dass ich mir bei so starkem Wind vor allem beim Putten schwer tue. Ist schade, denn an und für sich wäre ich gut drauf gewesen.”

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