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Autor: Klemens Widhalm

European Tour plant Rückkehr

Die European Tour plant nach der langen Coronavirus-Zwangspause mit einem vier Turniere umfassenden UK-Stretch im Juli und August die Rückkehr auf die Golfbühne.

Mittlerweile scheint es wohl in Stein gemeißelt zu sein, dass die PGA Tour am 11. Juni mit der Charles Schwab Challenge in Texas ihr Comeback nach der Covid-19 Pandemie feiert. Während man von der Tour in Übersee immer wieder Infos bezüglich Rückkehr serviert bekommt – sowohl bei den TV-Übertragungen von Driving Relief und The Match war dies eines der angesprochenen Themen – hält sich die European Tour doch sichtlich bedeckt.

Zumindestens änderte sich seit längerer Zeit der Turnierkalender nicht mehr, denn das British Masters am 30. Juli ist nach wie vor als geplantes Event vermerkt. Laut durchgesickerten Informationen plant die Tour mit dem British Masters generell die Rückkehr auf die Golfbühne und schiebt noch drei weitere neue Turniere in Großbritannien mit ein. Jedes dieser Turniere soll mit 1 Million Euro dotiert sein und als Austragungsorte sind Forest of Arden, Hanbury Manor und Celtic Manor geplant.

Der Vorteil an dem UK-Stretch ist die relativ stressfreie Unterbringung und Anreise für die Spieler, denn jede Location bietet große Hotels direkt am Gelände und auch die Quarantäne Bestimmungen in Sachen Einreise wären so leichter zu bewerkstelligen. Die Tour selbst könnte jedenfalls mit einem durchaus namhaften Starterfeld rechnen, denn etliche Topstars ziehen wohl einen Verbleib in Europa zumindestens derzeit noch vor.

“Auf der einen Seite will ich natürlich so schnell wie möglich wieder Turniere spielen, aber dafür müsste ich zwei Wochen Quarantäne vor einem Turnier und dann noch zwei weitere bei der Rückkehr in Quarantäne. Ich flieg auch nicht in die Staaten und bin dann vier Monate lang von meiner Familie getrennt, das überlege ich nicht einmal. Ideal wäre es wenn ich mit der Familie den Sommer in Amerika verbringen könnte, aber das muss erst durchbesprochen werden und es bleibt auch abzuwarten ob die Jungs nach so einem komischen Jahr so lange von zu Hause weg sein wollen”, beschreibt etwa Tommy Fleetwood (ENG) seine Situation.

Lee Westwood (ENG), Host des British Masters, sieht die Sachlage ähnlich: ” Ich habe fürs Colonial und fürs RBC Heritage genannt, aber laut der derzeitigen Sachlage werde ich die Turniere nicht spielen. Ich will einfach nicht zwei Wochen vor dem Turnier wegen der Quarantäne anreisen, dann die zwei Events spielen und dann daheim wieder in Quarantäne gehen. Das sind insgesamt sechs Wochen die da draufgehen. Wenn sich alles einigermaßen eingespielt hat und alles gut geht, dann bin ich der erste, der wieder zurück ist, aber planen ist derzeit sehr schwierig. Hoffen wir, dass nichts schief geht, es keine zweite Welle gibt und die Quarantäne Bestimmungen sich ändern.”

Sollte sowohl die PGA Tour, als auch die European Tour nun wie geplant wieder Turniere spielen können, erhöht dies klarerweise auch die Chance, dass der Ryder Cup im September über die Bühne gehen kann. Wie genau die Qualifikation ablaufen wird und wieviele Captain Picks es am Ende tatsächlich geben wird, bleibt aber noch abzuwarten.

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Megasumme gesammelt

THE MATCH: Tiger Woods und Phil Mickelson sammeln mit ihren Flightpartnern Peyton Manning und Tom Brady (alle USA) beim Champions for Charity Match in Florida die unglaubliche Summe von 20 Millionen US-Dollar.

Dass in den USA meist wirklich alles größer ist zeigten am Sonntag im strömenden Regen vier amerikanische All-Time Heros eindrucksvoll. Capital One spannte in einem Charity Event Tiger Woods mit Peyton Manning – er gewann sowohl mit den Indianapolis Colts als auch mit den Denver Broncos die Super Bowl – und Phil Mickelson mit Tom Brady – er ist nach wie vor aktiv und wechselte nach sechs Super Bowl Siegen mit den New England Patriots in dieser Off Season nach Tampa Bay zu den Buccaneers – zusammen um in einem Match Team gegen Team Spenden zur Coronavirus Hilfe zu sammeln.

Anders als in den Tagen zuvor begrüßte die Spieler am Sonntag Nachmittag im Medalist GC in Südflorida heftiger Regen, was nach teils überfluteten Grüns auch eine leichte Verzögerung zur Folge hatte. Nach und nach ließen die Regenfälle aber nach und das recht eigenwillige Format – auf den Frontnine wurde im Bestball, auf den Backnine im Alternate Shot Modus mit Auswahldrive gespielt – konnte schließlich starten.

Capital One dotierte das Event von Haus aus gleich mit 10 Millionen Dollar, womit eine stolze Summe schon vor dem ersten Golfschlag auf der sicheren Seite war. Durch Long Drives, In-Game Matches, One Club-Challenges und ähnlichem wurden während der 18 Bahnen noch zusätzlich Geld gesammelt. Darüber hinaus konnten auch Fans und Zuseher vor dem TV klarerweise ihr Erspartes locker machen, was am Ende des Tages in der unglaublichen Summe von 20 Millionen Dollar mündete.

Brady mit Shot of the day – Woods und Manning mit Sieg

Eigentlich schon vor dem Duell der beiden Teams war klar, dass das sportliche an diesem Abend im Hintergrund steht und viel mehr der Fun-Faktor und der Spendenaufruf das Rampenlicht einnehmen würden. Das machte sich schon vor dem ersten Abschlag bemerkbar, als Schauspieler und Atlanta Falcons Fan Samuel L. Jackson die vier Spieler via Video sozusagen einpeitschte und als kleinen Seitenhieb in Richtung Tom Brady nach seinem Wechsel zum Division-Rival Tampa Bay meinte, dass er es nicht versteht warum alle alten Leute nach Florida ziehen.

Tom Brady hatte auch den ganzen Abend lang gehörig in den nassen Bedingungen zu kämpfen und konnte nur ab und zu wirklich zeigen wie er zu Handicap -8 kam. Dies veranlasste während des Matches auch Sean Payton, seines Zeichens Head Coach der New Orleans Saints – ebenfalls ein Divison Rival der Tampa Bay Buccaneers – zu einer Twittermeldung in der er meinte, dass er so mit Brady in Florida wohl durchaus zurechtkommen wird.

Auch Brooks Koepka nahm den vierfachen Super Bowl MVP via Twitter auf die Schaufel und kündigte an satte 100.000 Dollar zu spenden, sollte Brady auf den Frontnine zumindestens ein Par gelingen. Dies ließ der 42-jährige nicht auf sich sitzen und sorgte nur Minuten später für den Shot of the day, denn am Par 5 der 7 lochte er trotz eines Drops die Annäherung und ließ so alle kritischen Stimmen – auch Justin Thomas, der als On-Course Reporter mit von der Partie war – mit einem Mal verstummen.

Alles in allem hatten Woods und Manning die Sache lange Zeit perfekt im Griff und lagen nach nur sechs Löchern bereits bei 3 Auf. Erst auf den Backnine kämpften sich Lefty und Brady noch einmal heran, mussten sich am Ende aber knapp 1 Down geschlagen geben. Woods gelingt damit auch eine kleine Revance für seine Niederlage bei ersten Match im Jahr 2018, wo er sich Mickelson nach 22 Löchern knapp geschlagen geben musste.

Alles auf Schiene

Nach dem Driving Relief in der Vorwoche war “The Match” nun auch die letzte Generalprobe für die Wiederaufnahme der PGA Tour Saison am 11. Juni. Derzeit deutet wirklich alles daraufhin, dass die Charles Schwab Challenge in Texas wie geplant stattfinden wird, denn alle 50 US-Bundesstaaten beschlossen bereits Covid-19 Lockerungsmaßnahmen. Auch die NBA überlegt bereits eine Wiederaufnahme, wenngleich die Basketball-Liga vermutlich im Disney Sports Complex in Orlando die Saison zu Ende spielen könnte. In der NFL wird derzeit sogar bereits daran gedacht das Jahr im August ganz normal zu beginnen, selbst von Geisterspielen ist keine Rede mehr.

>> Bracket The Match

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Top 10 einprogrammiert

BMW INDOOR INVITATIONAL – GC MÜNCHEN-EICHENRIED: Bernd Wiesberger muss sich nach schleppendem Beginn im virtuellen GC München-Eichenried mit einer 74 begnügen, fährt so aber immerhin sein bereits zweites Trackman-Top 10 Ergebnis ein.

BMW rief aufgrund der Coronavirus Zwangspause die BMW Indoor Invitational ins Leben und sorgt so in der noch spielfreien Zeit für einen durchwegs kurzweiligen Zeitvertreib. Rund 30 Spieler stehen nun die bereits dritte Woche am Samstag (meist) in den eigenen vier Wänden und treten computerbasiert gegeneinander an. Mit 10.000 Euro dotierte der bayerische Auto- und Motorradhersteller jedes Event, wobei der Sieger das Preisgeld an eine Covid-19 Hilfsorganisation seiner Wahl spendet.

Bernd Wiesberger ist zum zweiten Mal vor der heimischen Leinwand mit dabei und will am bereits sehr bekannten virtuellen Par 73 Gelände eigentlich ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Ein richtig verhagelter Beginn mit Doppelbogey und kurz darauf folgendem Bogey sorgt allerdings für einen schweren Rucksack. Nach und nach hobelt er aber die aufgerissenen Schläge wieder weg – das System berechnet dem Burgenländer beim Putten auf der 5, der 6, der 8 und der 10 Birdies – und liegt nach 10 Bahnen sogar im roten Bereich.

Da sich auf der 13 und der 17 aber noch weitere Fehler einschleichen, muss er sich am Ende am programmierten Weißwurstäquator mit der 74 (+1) anfreunden, darf sich so aber immerhin mit Rang 9 über sein bereits dzweites Trackman-Top 10 Ergebnis freuen. Den Sieg schnappt sich Wil Besseling (NED), der nach der 69 (-4) der bereits zweite Holländer ist – Joost Luiten gewann am Old Course – der 10.000 Euro an ein Coronavirus Hilfsprojekt weiterreicht. Kommenden Samstag wird im virtuellen Real Club Valderrama den Birdies nachgejagt.

>> Leaderboard GC München-Eichenried

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Back on screen

TAYLOR MADE DRIVING RELIEF: Mit einer Skins-Competition für einen guten Zweck kehrt der Golfsport nach der wochenlangen Corona-Zwangspause im Seminoles GC wieder auf die TV-Screens zurück und läutet so langsam aber sicher den nächsten Schritt in Richtung Normalität ein.

Ungewohnt und etwas eigenartig! So in etwa könnte man die Gedanken beschreiben die einem als erstes durch den Kopf schießen, betrachtet man die ersten Minuten des Taylor Made Driving Relief in Südflorida. Keine Zuschauer, ein Moderator der das Geschehen vom Home Office in Michigan aus verfolgt und beschreibt, lediglich sechs Kameramänner vor Ort, ein Rules Official der als einziger die Fahne bedienen darf, keine Caddies und vier Spieler die ihre eigenen Bags nach jedem Schlag über den Platz schleppen. Und dennoch bleibt am Ende nur ein einziges gedankliches Fazit übrig: Endlich wieder richtiges Golf!

Rory McIlroy, Dustin Johnson, Rickie Fowler und Matthew Wolff bleibt es vorbehalten die ersten Live Golfshots im TV nach der Corona-Zwangspause auszuführen und das noch dazu für einen guten Zweck. Taylor Made spannte McIlroy mit Johnson und Fowler mit Wolff zusammen und ließ die beiden Teams in einer Skins Competition gegeneinander für zwei verschiedene Covid-19 Hilfseinrichtungen antreten. Jedes Loch ist dabei mit 50.000 bzw. 100.000 Dollar dotiert. Die 17 und die 18 sogar mit 200.000 und 500.000 Dollar.

Gewinnt ein Team ein Loch wandert das Geld auf deren Seite, wird das Loch geteilt addiert sich die Summe immer weiter bis ein Team das nächste Loch für sich entscheiden kann. Da beide Duos bereits mit 500.000 Dollar auf der Habenseite ins Rennen gingen und parallel zum Event sogar für Birdies und Long Drives weiter Geld gesponsert und gespendet wird, kommt am Ende eine mehr als ansehnliche Summe zusammen.

Insgesamt können sich McIlroy und Johnson Skins 11 sichern – die letzten sechs Löcher wurden allesamt geteilt, weshalb ein Closest to the Pin Contest schließlich das Pendel zu Gunsten der beiden ausschlagen ließ – und fahren so den stolzen Betrag von 1.850.000 Dollar für die American Nurses Foundation ein. Fowler und Wolff haben am Ende 7 Skins auf der Habenseite und sammeln so für die CDC Foundation den sehenswerten Betrag von 1.150.000 Dollar.

Will man einen Vergleich zu historischen Ereignissen ziehen, so scheint das Taylor Made Driving Relief so etwas wie Apollo 8 gewesen zu sein, denn der Testlauf in Sachen Live Golf scheint durchaus geglückt zu sein. Apollo 11, also die golferische Covid-19 Mondlandung, soll dann am 11. Juni in Texas gelingen, wenn die PGA Tour mit der Charles Schwab Challenge endgültig zurückkehren will. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht in Apollo 13 endet, denn “Houston, we have a problem!” ist wohl so ziemlich das letzte was die Golffans in Zeiten wie diesen hören wollen.

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Virtuelles Einschwingen

BMW INDOOR INVITATIONAL – ROYAL PORTRUSH: Nach Bernd Wiesbergers 10. Platz in der Vorwoche beim Trackman Turnier in St. Andrews, mischt diesmal Matthias Schwab beim virtuellen Kräftemessen mit und schwingt sich neben Martin Kaymer (GER) und Co für die kommenden Aufgaben ein.

Eine fünf Turniere umfassende Serie rief BMW mit den Indoor Invitational ins Leben. Rund um die Welt verstreut treten hierbei rund 30 Professionals meist in den eigenen vier Wänden am Golfsimulator gegeneinander an. Gespielt wird allerdings lediglich von Tee bis Grün, da das System die Putts automatisch berechnet. Richtige Aussagekraft hat die computerbasierte Birdiejagd somit nicht, ein erstes Einschwingen für den (hoffentlich) bald startenden Normalbetrieb ist es aber allemal.

Vergangene Woche fand das erste Turnier am Old Course statt und Bernd Wiesberger fuhr dabei einen soliden 10. Platz ein. Beim zweiten Event steht nun in Royal Portrush mit Matthias Schwab das zweite heimische European Tour Ass vor der Leinwand, hat jedoch einige Schwierigkeiten richtig ins Rollen zu kommen, denn gleich auf den ersten fünf Löchern brummt er sich vier Bogeys auf. Danach geht sich zwar auf der 7 auch ein Birdie aus, ein Doppelbogey nach dem Turn lässt ihn am kurzen Leaderboard – nur 28 Spieler stehen am Start – aber nicht weiter nach vorne klettern.

Zumindestens nimmt er auf den verbleibenden Löchern, die er fehlerlos zu Ende spielt, noch zwei Birdies mit, unterschreibt so die 75 (+3) und beendet die Indoor Invitational aus Royal Portrush mit einem 21. Platz. Den Sieg schnappt sich Connor Syme (SCO) mit einer 64 (-8), der nun die 10.000 Euro Preisgeld wie schon Joost Luiten (NED) in der Vorwoche an ein Covid-19 Hilfsprojekt spendet. Bereits kommende Woche findet im virtuellen GC München Eichenried das dritte der fünf Turniere statt.

>> Leaderboard BMW Indoor Invitational – Royal Portrush

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Pro-Am Serie

Nach der Coronavirus bedingten Zwangspause, die zahlreiche Absagen und Verschiebungen zur Folge hatte, rückt dank einer dreiwöchigen Pro-Am Serie nun endgültig der Golfsport wieder in den Vordergrund. Matthias Schwab, Lukas Nemecz, Markus Brier und Co lassen sich diese Chanze zum Spielpraxis sammeln nicht entgehen.

Viel trister könnten die Aussichten für Profigolfer in Europa derzeit kaum sein. Seit März sind die Professionals wettkampfmäßig zum Däumchendrehen verdonnert, was sich klarerweise auch schmerzlich bei den Einnahmen bemerkbar macht. Zwar darf seit einigen Wochen wieder trainiert werden und seit 1. Mai sind auch die Golfanlagen der Alpenrepublik wieder geöffnet, echte nicht virtuelle Turniere waren aber lange Zeit nicht in Sicht. Bis jetzt!

Mit dem Audi Circuit beginnt im Juni eine vier Turniere umfassende Pro-Am Serie, die mit immerhin 50.000 Euro recht ansehnlich dotiert ist. Gestartet wird am 4. Juni im GC Schloss Ebreichsdorf. Über den GC Donnerskirchen am 11. Juni geht es dann zum GC Murhof, wo das große Finale am 25. und 26. Juni ausgetragen werden wird.

Endlich Spielpraxis

Die Chance endlich wieder wettkampfmäßig auf Birdiejagd gehen zu können wurde von vielen Professionals mehr als nur freudig zur Kenntnis genommen. Auch Matthias Schwab ist für die Idee Feuer und Flamme, wie er selbst sagt: “Der Audi Circuit ist eine großartige Möglichkeit endlich wieder im Wettkampfmodus abzuschlagen. Ich habe daher auch den einen oder anderen Start im Rahmen dieser Serie eingeplant.”

Lukas Nemecz erklärt, wie die Idee der Serie zustande kam: “Wir haben und im März bereits intern zum Spielen verabredet, aber leider hat der Lockdown dann unsere ersten Runden verhindert.” Gemeinsam mit Markus Brier und der Murhof Gruppe hat der Steirer dann nach den ersten Lockerungen an der Umsetzung von Spielmöglichkeiten unter Wettkampfbedingungen gebastelt.

“Markus und ich haben uns ein paar Varianten überlegt und sind zum Schluss gekommen, dass in dieser Zeit eine Serie von Pro-Am Turnieren eine gute Möglichkeit wären um Wettkampfpraxis zu sammeln und auch um die Chance auf etwas Preisgeld zu schaffen. Es sei auch erwähnt, dass wir bis auf wenige Ausnahmen heuer noch kein Turnier spielen konnten und somit auch noch keine Einnahmen lukrieren konnten”, so Nemecz abschließend.

Einzelne Wertungen und eine Gesamtwertung

Bei jedem Turnier wird ein Professional mit drei Amateuren in einem Flight spielen, wobei Mitglieder in einem der veranstaltenden Clubs um lediglich 100 Euro mit dabei sein können. “Die Möglichkeit einmal mit einem Profispieler eine Runde zu drehen, sollte man sich nicht entgehen lassen”, rührt Markus Brier kräftig die Werbetrommel.

Zwar wird es bei jedem Turnier eine Einzelwertung geben, die Professionals allerdings spielen auch in einer Gesamtwertung. “Wir spielen ein Viertages-Turnier aufgeteilt auf drei Wochen. Es gibt kein Streichergebnis und die Scores werden addiert. Damit ist auch in der Gesamtwertung bis zum letzten Loch Spannung garantiert”, erklärt Lukas Nemecz den Modus.

Als ganz besonderes Highlight darf man ganz klar auch die Teilnahme von Matthias Schwab sehen, denn der 25-jährige nützt die Serie auch um sich auf sein erstes ganz großes Karrierehighlight einzuschwingen. Im August wird der Schladming-Pro bei den verschobenen PGA Championship sein allerstes Major der Karriere bestreiten. Im Übrigen sein erstes Pro-Turnier seit der seit März andauernden Corona-Zwangspause.

Foto: GEPA-pictures/Murhof Gruppe 2017

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Prost auf den Wiederbeginn

Nach den zahlreichen Coronavirus-Absagen schlägt die Alps Tour einen ähnlichen Weg wie die Challenge Tour ein und will mit den in den August verschobenen Gösser Open ebenfalls in Österreich wieder so richtig Fahrt aufnehmen.

Seit März herrscht im Profisport mittlerweile totaler Stillstand und nahezu wöchentlich kamen auf European Tour, Challenge Tour und Co weitere Absagen im Turnierkalender hinzu. Erst seit etwa Mitte-Ende April kristallisiert sich auf den einzelnen Touren der Zeitpunkt der Wiederaufnahme heraus und Österreich spielt dabei eine zentrale Rolle.

So stechen am Challenge Tour Kalender bereits seit einiger Zeit die Euram Bank Open ins Auge, denn die zweithöchste europäische Spielklasse will Mitte Juli in Adamstal auf die Bildfläche zurückkehren. Nun schlägt mit der Alps Tour auch die dritte Liga eine ähnliche Richtung ein und peilt ebenfalls in der Alpenrepublik das Comeback an.

Ein Krügerl im August

Von 13. bis 15. August sollen die Gösser Open in Maria Lankowitz als Comeback-Startschuss fungieren. Mit neuem Termin – bislang wurde das Turnier immer Mitte Mai ausgetragen – setzt sich somit auch eine sehenswerte Tradition fort, denn die Gösser Open sind das geschichtsträchtigste und am längsten ausgetragene Profi-Golfevent Österreichs.

Mit 40.000 Euro bleibt das Turnier auch wie geplant dotiert, womit die Spieler nach der langen Zwangspause auch keine finanziellen Abstriche in Sachen Preisgeld hinnehmen müssen. Bleibt nur zu hoffen, dass der neue Termin wie geplant hält und die Alps Tour tatsächlich das lang geplante und erhoffte Comeback im GC Erzherzog Johann feiern kann.

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Noch nichts verlernt

BMW INDOOR INVITATIONAL – ST. ANDREWS: Beim ersten von fünf von BMW ins Leben gerufenen Indoor Events kann Bernd Wiesberger zwar nicht um den Sieg mitspielen, zeigt aber, dass der Schwung in der coronabedingt spielfreien Zeit nicht merklich gelitten hat.

Knapp zwei Monate ist es mittlerweile her, dass Bernd Wiesberger wettkampfmäßig die Golfschläger schwang. Doch die Auftaktrunde beim Players in Ponte Vedra Beach war für den Oberwarter im Nachhinein betrachtet sogar vergebene Liebesmühe, denn die Coronavirus-Pandemie schlug zu dieser Zeit im Profisport buchstäblich ein wie eine Bombe und zwang die Veranstalter sogar dazu, dass Flaggschiff-Event der PGA Tour nach der Auftaktrunde abzubrechen.

Seither ist es nicht nur im Golfsport nahezu totenstill, generell scheint man auf der Welt den Pausebutton gedrückt zu haben und nur langsam scheint sich nun der feste Druck etwas zu lösen. Um nach und nach wieder einen gewissen Wettkampfrhythmus aufzubauen, rief BMW die Indoor Invitational ins Leben. Etliche Topspieler agieren hierbei (meist) in den eigenen vier Wänden vor einem Golfsimulator und die Schläge werden via TrackMan in Echtzeit auf die Leinwand projeziert.

Dies beinhaltet allerdings nur Abschlag, Annäherung und Kurzspiel, da das System automatisch die Putts berechnet. Richtige Aussagekraft haben diese Events somit nicht, ein kurzweiliger Zeitvertreib ist es allemal und da jedes Turnier mit 10.000 Euro dotiert ist, die im Nachhinein vom Sieger an ein Corona Hilfsprojekt seiner Wahl gespendet werden, kommt auch der Charity-Charakter dabei nicht zu kurz.

Um 12:12 MEZ nimmt Bernd Wiesberger dann mit seinem über 1.000 km entfernten Flighpartner Martin Kaymer (GER) die 1 des Old Course ins Visier und beide platzieren den Ball mit einem anfänglichen Eisen perfekt Mitte Fairway. Bernd zeigt auch danach, dass der Schwung kaum merkbar gelitten hat, nur richtig zwingend zu den Fahnen kommt er mit den Annäherungen nicht, weshalb das System dem Burgenländer reihenweise Zweiputts zum Par errechnet.

Am Ende verewigt er auf der Scorecard satte 16 Pars, sowie ein Birdie und ein Bogey und startet die BMW Indoor Invitational so mit einer 72 (Par) und dem geteilten 10. Platz. Joost Luiten (NED) ist bei der virtuellen Birdiejagd am Old Course eine Klasse für sich und gewinnt das Turnier mit einer fehlerlosen 65 (-7) überlegen. Damit wird der Niederländer die ersten 10.000 Euro Preisgeld an ein Corona-Hilfsprojekt weitergeben. Bereits nächsten Samstag geht es mit der Trackman-Meisterschaft in Royal Portrush weiter.

>> Leaderboard BMW Indoor Invitational – St. Andrews

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The Show must go on

Nach zahlreichen Absagen, Verschiebungen und Terminkollisionen aufgrund der Coronavirus-Pandemie rückt langsam aber sicher wieder das sportliche Geschehen in den Vordergrund. Zwar muss man nach wie vor noch etwas die Daumenhalten, dass die PGA Tour tatsächlich mit 11. Juni wieder auf die Bildfläche zurückkehrt, virtuell oder mit gebotenem Abstand geht es aber bereits in den nächsten Tagen wieder zur Sache.

Mittlerweile dauert die golffreie Zeit wohl jedem schon viel zu lange. So auch den Sponsoren und Ausrüstern der Professionals. Um dennoch einen sportlichen Wettkampf ermöglichen zu können, rückt das Golfgeschehen in den virtuellen Raum. BMW hat deshalb die BMW Indoor Invitational Series ins Leben gerufen, wo Topspieler und Publikumslieblinge am TrackMan gegeneinander antreten werden.

Darunter auch Bernd Wiesberger, den mit BMW bereits eine langjährige Partnerschaft verbindet. Auch Deutschlands Nummer 1 Martin Kaymer oder Lee Westwood (ENG) werden auf die computerbasierte Birdiejagd gehen. Insgesamt fünf Turniere werden dabei stattfinden, wobei jedes mit 10.000 Euro dotiert ist. Jeder Sieger kann sich danach aussuchen an welches Corona-Hilfsprojekt er das Preisgeld spenden will. Somit kommen beim virtuellen Kräftemessen auch Charity Hilfsprojekte nicht zu kurz.

Top Teams im Wettkampf

Auch die PGA Tour Stars greifen für einen wohltätigen Zweck in der turnierfreien Zeit zu den Schlägern. TaylorMade hat in Kooperation mit der PGA Tour, NBC Sports und Sky Sports “Driving Relief” ins Leben gerufen. Hierbei werden am 17. Mai im Seminole GC Dustin Johnson (USA) mit Rory McIlroy (NIR) gegen Rickie Fowler und Matthew Wolff (beide USA) antreten.

Johnson und McIlroy werden beim 3 Millionen Skins Competition TV-Event für die American Nurses Foundation antreten und Fowler und Wolff für die CDC Foundation, womit auch in den Vereinigten Staaten das erspielte Preisgeld einem wohltätigen Zweck zugute kommt. “Wir freuen uns über die sichere und verantwortungsvolle Rückkehr des Live-Golfsports und die Möglichkeit, durch das TaylorMade Driving Relief-Event erhebliche Mittel für diejenigen zu sammeln, die an vorderster Front der COVID-19-Pandemie stehen “, so PGA Tour Commissioner Jay Monahan.

Rematch mit Hall of Famern

Phil Mickelson und Tiger Woods traten bereits im November 2018 gegeneinander an, wo sich am Ende “Lefty” knapp durchsetzen konnte und das Match so für sich entschieden hat. Um für Covid-19 Relief Geld aufzustellen folgt nun im Mai ein Re-Match der beiden. Ganz alleine Mann gegen Mann wird es aber nicht zur Sache gehen, denn beide haben sich Verstärkung aus der NFL geangelt.

Tiger Woods wird mit Ex-Quarterback Star und NFL Hall of Fame Mitglied Payton Manning an den Start gehen, während sich Phil Mickelson mit Tom Brady einen zukünftigen Hall of Fame Spieler geangelt hat. Wo genau das Match ausgetragen werden wird, wird nicht bekanntgegeben um keinen Fan-Ansturm zu erzeugen, übertragen wird das Duell der Fan-Lieblinge aber live im TV auf TNT.

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Die richtigen Eisen finden

Wie finde ich die für mich passenden Eisen um die Qualität des Spiels spürbar voranzutreiben? 2020 könnte sich gerade beim größten Schlägersatz im Bag als ideales Einkaufsjahr erweisen, denn Titleist, Callaway, Taylormade, Ping und Co. wissen mit echten Super-Sets zu überzeugen.

Wohl bei kaum einer Schlägerkategorie hat man derart die Qual der Wahl wie beim Finden der richtigen Eisen. Kein Wunder, hat man doch genau von diesem Satz die meiste Zeit am Platz einen Schläger in der Hand. Vorweg sei gesagt, dass selbst die allerbesten Eisen nicht viel bringen werden, sollten diese nicht auf den jeweiligen Spieler abgestimmt sein.

Um dies genau zu erläutern sollte jeder Golfer beim Pro oder Shop seines Vertrauens ein Fitting machen um danach genau zu wissen in welchen Spezifikationen man den nächsten Satz Eisen wirklich benötigt. Ist der Schwung schnell oder langsam, ist man groß oder eher klein, hat man größere Hände, eignen sich eher Stahl oder Graphitschäfte? Um diese und noch mehrere Fragen zu beantworten sollte man die eine Stunde in Kauf nehmen um nicht am Ende zwar mit richtig guten Eisen, allerdings den falschen Spezifikationen am Platz zu stehen.

Um nach durchlaufenem Fitting aber die bestmögliche Auswahl zu haben, haben wir die neuen 2020er Eisen der namhaftesten Hersteller durchlechtet und geben in den folgenden Zeilen einen Überblick über die Neuerungen und die Eigenheiten des größten Schlägersatzes im Bag.

Alle 2020er-Eisensets in der großen Übersicht.

 

Schnelle Erfolge

Wie schon beim neuen XXIO Eleven Driver macht die Firma auch bei den Eleven Eisen absolut nichts falsch. Zwar erinnern die vergößerten Schlägerköpfe durchwegs an Cavity-Backs aus vergangenen Jahren, die Proportionen wirken aber stimmig und da die unterste Rille weiß lackiert ist, wirkt sich dies auch sehr positiv aufs Ansprechverhalten aus. Darüber hat es XXIO perfekt geschafft ein sehr gutes Feedback zu erzeugen, was gerade bei eher größeren Schlägerköpfen alles andere als die Regel ist.

Auch der Klang weiß mit einem satten Klacken zu überzeugen. Die wohl wichtigste Eigenschaft der Eleven Eisen ist aber wohl, dass die Bälle auch mit recht niedriger Schlägerkopfgeschwindigkeit enorme Längen erzielen. Die Kraftübertragung aufs Schlägerblatt ist somit aller Ehren wert und lässt den Spaßfaktor auf Runden rasch in die Höhe schnellen. Auch das Handling der Schläger ist durchdacht und sehr komfortabel.

Wo viel Licht ist, muss jedoch logischerweise auch etwas Schatten sein, denn die Präzision ließen die Schläger ab und an doch etwas vermissen. Für niedrigere Handicapper gibt es somit auf jeden Fall wohl geeignetere Eisen am Markt. Ist man mit einer Spielvorgabe von -54 bis in etwa -20 angesiedelt, stellen die XXIO Eleven aber eine gute Wahl dar, mit denen man schnell Erfolgserlebnisse erzielen wird.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass XXIO mit den Eleven Eisen kaum etwas falsch gemacht hat und wohl mit zu den Geheimtipps der Golfsaison 2020 zählen wird. Beim Preis lässt sich XXIO auch bei den Eisensätzen nicht lumpen und knöpft dem Käufer für ein 7er Set satte 1.512 Euro ab. Will man Graphitschäfte werden sogar 1.680 Euro fällig.

Titleist für alle

Bislang stand Titleist vor allem bei eher niedrigeren Handicappern hoch im Kurs. Mit den neuen T400 Eisen ändert sich dies aber nun, denn erstmals bringt Titleist einen Eisensatz auf den Markt, der auch gezielt Spieler mit höheren Spielvorgaben anspricht. Dies zeigt sich auch gleich beim ersten Eindruck deutlich, denn die Kopfform der Eisen ist eher länglich und auch merklich dicker. Dadurch erhöht sich prompt sowohl das Vertrauen in das Gerät, als auch die Spielbarkeit.

Der größte Pluspunkt der T400 ist eindeutig die Weite, denn die Energie wird perfekt auf den Ball übertragen, was in einer sehenswerten Flugkurve mit guten Längen mündet. Teils flogen die Bälle sogar weiter als eigentlich erwartet, was aber auch für unliebsame Überraschungen sorgen kann. Titleist kann auf eine jahrzehntelange Erfahrung im Schlägerbau zurückblicken und warf diese geballte Kompetenz auch bei der Entwicklung der T400 in die Waagschale.

Das Resultat ist ein von A bis Z stimmiges Produkt, bei dem sowohl die Gewichtung als auch das Handling passt. Es bereitet keinerlei Probleme die Bälle in die Luft zu bekommen und die kleine weiße Kugel hält die anvisierte Linie auch durchwegs treu. Am Sweetspot getroffene Bälle fühlen sich richtig gut an und selbst leicht am Außenbereich getroffene wirken vom Feedback her zwar härter, aber keineswegs unangenehm. Das Feedback ist ganz “Titleist like” sehr direkt und lässt einen sofort spüren wo man den Ball getroffen hat.

Titleist gibt Spielern mit den T400 ein durchwegs stimmiges Eisenset in die Hand, das sehr viel Licht und nur ganz wenig Schatten zu bieten hat. Die Firma, der zahlreiche Professionals rund um den Globus vertrauen, hält somit auch hier was sie verspricht. Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist wohl der Preis, denn Titleist greift mit den T400 doch heftig aufs Ersparte zu. Für ein 7er Set fallen heftige 1.750 Euro an. Immerhin ist es preislich egal ob man Stahl oder Graphit bevorzugt.

Auf Weitenjagd

Ping steht seit jeher für absolute Topschläger und stattet auch Jahr für Jahr eine Reihe absoluter Spitzenspieler aus. Mit den G710 Eisen beschreitet die amerikanische Firma aber etwas Neuland, denn das Set richtet sich doch an eher höhere Handicapper. Der Auftritt der Eisen wirkt schon bei der ersten Betrachtung absolut gelungen, denn das schwarze Design der Schlägerköpfe lässt die doch eher länglich und großen Schlagflächen etwas dezenter wirken und der optische Kontrast zur unteren weißen Linie, die sich bei der Ausrichtung als durchaus wirksam erweist, könnte so kaum besser gelungen sein.

Wo die größte Stärke der G710 Eisen liegt ist rasch herausgefunden, nämlich in der Weite. Die Bälle ziehen auch mit moderater Schlägerkopfgeschwindigkeit richtig gut vom Blatt, was sich, dank einer guten Flugkurve, in sehenswerten Längen niederschlägt. Im Vergleich konnte mit den Ping Eisen kein Vergleichsprodukt mithalten, was an und für sich angesichts der harten Konkurrenz beachtlich ist.

Auch in punkto Fehlertoleranz und Spielkomfort merkt man beim Ping Set sofort, dass den US-Boys hier ein guter Wurf gelang, denn die Bälle gingen fast mühelos richtig ab, was den Spaßfaktor klarerweise deutlich in die Höhe schnellen lässt. Selbst mit eher schlecht getroffenen Bällen ließ sich noch eine recht sehenswerte Distanz erreichen und dank der hohen Fehlertoleranz waren die meisten Bälle auch nach Miss Hits noch gut im Spiel.

Allerdings gibt es auch ein paar Punkte die nicht so ganz gut gelungen sind. Zum Einen wäre da das eher mangelhafte Feedback. Der Kontakt ist durchaus hart, was auch zu einer eher getrübten Rückmeldung führt. Wo man den Ball jetzt genau getroffen hat, lässt sich teilweise nur erahnen. Zum Anderen wäre da das schwarze Finish der Schläger, das im Test recht rasch gelitten hat. Die ersten Kratzer werden wohl bereits nach den ersten Schlägen auf der Driving Range vorhanden sein.

Dies ist aber auch bei Konkurrenzprodukten nicht gänzlich anders, nur sticht es bei den G710 Eisen aufgrund des schwarzen Schlägerblattes doch um einiger deutlicher ins Auge. Als Fazit bleibt festzuhalten, dass Ping dem Kunden ein Set in die Hände gibt, dass schnell Freude macht und rasch Erfolge liefern wird. Wer Abstriche beim Feedback verkraften kann, bekommt um 1.400 Euro bzw. um 1.505 Euro mit Graphitschäften ein starkes und optisch sehr gelungenes 7er Set, das über einen langen Zeitraum Freude machen wird.

Starker Allrounder

Wie schon beim Mavrik Driver gelingt Callaway auch beim Mavrik Eisenset ein starker Wurf. Das Set stellt im Test sogar den wohl ausgewogensten Allrounder dar, denn die Schläger schneiden in allen Kategorien im recht guten Mittelfeld ab und sind darüber hinaus vor allem beim Preis ein echter Hingucker.

Schon bei der Optik merkt man sofort, dass man hier ein Produkt aus dem Hause Callaway in Händen hält. Zwar gibt es durchaus optisch ruhigere Produkte am Markt, die leichten orangen Akzente wirken aber stimmig und dem Zeitgeist entsprechend. Was sehr gut gelungen ist sind die beiden weiß eingefärbten untersten Rillen am Schlägerblatt, was bei der Ausrichtung enorm hilfreich ist.

In punkto Handling greift Callaway auf seine jahrzehntelange Erfahrung zurück und macht dabei absolut gar nichts falsch. Die Eisen liegen ausgesprochen gut in der Hand, das Gewicht vom Schlägerkopf lässt sich sehr gut spüren, ohne dabei allerdings irgendwie störend zu wirken. Sogar das Gegenteil ist der Fall, denn die Gewichtsverteilung ist so gut gelungen, dass man sogar im Schwung ein vertrauensvolles Feedback erhält.

Ganz Callaway-like ziehen die Bälle gut vom Blatt, halten treu die Spur und lassen so auch sehenswerte Längen zu. Schon beim Treffmoment hat man den Eindruck, dass die Bälle richtiggehend “marschieren” und der Eindruck täuscht nicht: Die Bälle gehen richtig mit Musik ab. Interessant erscheint auch die Tatsache, dass die Mavrik Eisen ein sehr direktes und angenehmes Feedback geben, was schon fast an geschmiedete Eisen erinnert, obwohl die Mavrik keine “Forged Irons” sind.

Callaway spricht mit den Mavrik eigentlich die gesamte Palette an Golfern an, denn höhere Handicapper werden sich über die angenehme Fehlertoleranz freuen und Spieler mit niedrigerer Stammvorgabe bekommen ebenfalls ein Produkt in die Hand, das sich sehr gut kontrollieren lässt. Callaway scheint mit den Mavrik Eisen wirklich ein absoluter Volltreffer gelungen sein und da sich die Firma das Top-Produkt auch “nur” mit 999 Euro bzw. 1.099 Euro für Graphitschäfte vergüten lässt, werden die Mavrik Eisen wohl recht bald in etlichen Golfbags anzutreffen sein.

Viel richtig gemacht

Taylormade gehöhrt seit jeher zu den meistgekauften Schlägern weltweit und selbst mit der starken Konkurrenz im Jahr 2020 wird sich daran nicht viel ändern. Mit den Sim-Max Eisen gelingt Taylormade ein weiterer großer Wurf. Schon beim ersten Schwung baut sich ein gutes Gefühl auf, was rasch starkes Vertrauen in den Eisensatz entstehen lässt.

Wie bei den Callaway Mavrik gilt auch für die Taylormade Sim-Max, dass es optisch sicher ruhigere Designs am Markt gibt. Die Schläger wirken aber sehr modern und dank der Farbgebung auch eher dezent. Wie bei anderen Sets auch ist auch hier die unterste Rille weiß eingefärbt, was sich bei der Ausrichtung des leicht vergrößerten Schlägerkopfes als sehr hilfreich erweist.

Sehenswert ist die Flugkurve, denn Taylormade gelingt hier fast die perfekte Balance. Die Bälle ziehen gut vom Blatt und beschreiben eine sehenswerte Flugkurve. Dennoch stoppen die Bälle bei Annäherungen recht rasch am Grün, womit der Spaßfaktor enorm gesteigert wird. Fast drückt Taylormade dem Spieler hier ein Produkt in die Hand, das auch das Selbstvertrauen enorm zu steigern weiß.

Dank der nicht zu hohen Flugkurve brauchen sich die Sim-Max auch bei der Weitenjagd nicht zu verstecken. In punkto Präzision lässt sich Taylormade ebenfalls nichts zu Schulden kommen und zeigt, dass die Sim-Max richtig gut ausbalanciert sind. Als Fazit sei zu sagen, dass der Firma mit den Sim-Max ein ganz starkes Produkt gelang, dass mit Preisen von 999 Euro für Stahlschäfte und 1.149 Euro für Graphitschäfte auch beim Preis zu überzeugen weiß.

Cobra mit Kampfpreis

Cobra steht wohl spätestens seit Rickie Fowler für die jugendlichen Elemente des Golfspiels. Die Marke will modern und dem Zeitgeist entsprechend rüberkommen und geizt bewusst auch nicht mit auffallenden Details. Auch die King Speedzone Eisen machen hier keine Ausnahme, denn die Eisen 4-7 haben sogar ein recht auffälliges Karbon-Element eingearbeitet, an das man sich durchaus etwas gewöhnen muss. Wie bei anderen Marken auch hat auch Cobra die unterste Rille weiß eingefärbt um die Ausrichtung zu erleichtern.

Beim Feedback gibt es Licht und Schatten, denn die Vibrationsdämpfung ist dank der verwendeten Materialen richtig gut, allerdings lassen die Eisen etwas das richtige “Spüren” des Treffmoments vermissen. Wo genau man den Ball gerade getroffen hat kann man teils nur erahnen. Wo die King Speedzone Eisen jedoch zu überzeugen wissen ist bei den Längen.

Zum einen liegt dies am recht geringen Loft, zum anderen natürlich an den verwendeten Hightech Materialien. Die Bälle halten treu die Spur und ziehen sehenswert durch die Luft. Allerdings manchmal auch etwas zu sehenswert, denn manche Bälle schlagen teils sogar erst deutlich weiter ein als eigentlich geplant, was vor allem bei den Annäherungen lästig sein kann.

Spielt man gerne Fade oder Draw gibt es mit Sicherheit Produkte am Markt die einem mehr entgegenkommen als die King Speedzone Eisen. Zur Verteidigung von Cobra sei jedoch gesagt, dass man diese Spieler mit dem King Speedzone Produkt eigentlich auch nicht als die Zielgruppe anvisierte. Wo Cobra voll zu überzeugen weiß ist bei der Fehlertoleranz, denn auch eher mau getroffene Bälle bleiben gut auf Kurs.

Das Hauptargument für die Cobra King Speedzone Eisen ist auf jeden Fall der Preis, denn egal in welcher Spezifikation man das 7er Set haben will, mit 899 Euro für Stahl- bzw. 999 Euro für Graphitschäfte bleibt man immer im Dreistelligen Eurobereich, was als durchaus schlagkräftiges Argument angesehen werden kann. Darüber hinaus gibt es die Speedzone Eisen auch in der beliebten “One-Length” Spezifikation.

Summa summarum bleibt festzuhalten, dass Cobra dem Käufer ein Set beschert mit dem rasch Erfolge erzielt werden kann und, dass sich auch bei der Weite nicht zu verstecken braucht. Wer allerdings die Bälle gerne “shaped” sollte zu einem anderen Produkt greifen.

Für niedrige Handicaps geschmiedet

Im Grunde sollte man die D7 Forged Irons im Gegensatz zur Konkurrenz eher gesondert betrachten, da Wilson mit dem Produkt nicht die breite Palette an Spielern ansprechen will, sondern eher ambitionierten Golfern den Einstieg in die Hochpräzisions-Eisen schmackhaft machen will. Und man kann festhalten: Das Vorhaben scheint gelungen.

Schon optisch weiß Wilson bei der Game-Improvement Variante der letztjährigen D7 Eisen zu überzeugen, denn das Modell orientiert sich klar an klassischen Modellen, zeigt mit dem Cavity-Back aber auch den Komfortanspruch. Die leicht vergrößerten Köpfe zeigen außerdem, dass hier noch etwas mehr Fehlerverzeihung als bei Blade Modellen erreicht werden kann.

Wie üblich bei geschmiedeten Schlägern überzeugen auch die D7 Forged Irons mit einem angenehm weichen Schlaggefühl und guter Rückmeldung. Überraschend ist, dass auch der Komfort für Eisen dieser Bauart durchaus gut ist und die Bälle sich deshalb auch recht einfach kontrollieren lassen. Fehlerverzeihend sind die Schläger aber im Gegensatz zu anderen Modellen nicht so sehr, was bei dieser Art von Modell aber völlig normal ist.

Der Schwung sollte durchwegs konstant sein um gleichbleibende Ergebnisse zu erzielen. Ist dies allerdings der Fall, wird man mit starken Schlägen und überzeugender Präzision belohnt. Beim Preis greift Wilson nicht allzu tief in die Geldbörse, denn ein 7er Set mit Stahlschaft ist schon um 899 Euro zu haben. Graphit gibt es im 6er Set um 849 Euro.

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