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Autor: Klemens Widhalm

Harter Absturz

SOUTH AFRICAN OPEN – 3. RUNDE: Lukas Nemecz findet am Moving Day von Beginn an keinen Ryhthmus und stürzt im Blair Atholl Golf & Equestrian Estate mit einer richtig hart ab.

Lukas Nemecz ließ am Freitag mit einer knallroten 68 (-4) keinerlei Diskussionen um den Cut aufkommen und übersprang die gezogene Linie trotz einer durchwachsenen 73 (+1) zum Auftakt ohne große Schwierigkeiten. Am Wochenende gilt es nun an die gezeigte Leistung der zweiten Runde anzuknüpfen um gleich beim ersten Saisonstart sehenswert anschreiben zu können.

Das Vorhaben bekommt jedoch gleich am Par 5 der 10 einen erheblichen Dämpfer, denn nach Problemen von Tee bis Grün baut er sogar einen Schneemann auf die Scorecard und rutscht so klarerweise deutlich zurück. Immerhin findet er gleich danach am Par 3 der 11 auch das erste Birdie. Mit den Par 5 hat er jedoch auch weiterhin so seine liebe Mühe, denn mit dem nächsten Fehler auf der 13 steht sein Score recht rasch wieder bei 3 über Par.

Auch danach läuft nicht wirklich vieles zusammen, was sich auf der 16 und dem Par 5 der 18 auch in weiteren Bogeys niederschlägt, was ihn mittlerweile sogar bis ans Ende des Klassements zurückfallen lässt. Nach verpasstem Konter zu Beginn der Frontnine am Par 5 der 1, geht sich schließlich auf der 2 das zweite Birdie des Tages aus, was ihn zumindest die rote Laterne wieder abgeben lässt.

Selbst das bringt jedoch nicht die so dringend gesuchte Stabilität, da er nach den nächsten Fehlern auf der 4 und dem Par 3 der 6 sogar auf 6 über Par zurückfällt. Erst auf den letzten Löchern bringt er dann noch etwas Stabilität ins Spiel, kann aber keinen Konter mehr setzen und muss sich so mit der 78 (+6) anfreunden, die mit Rang 76 nur für den geteilten letzten Platz reicht.

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Etwas verweht

HERO WORLD CHALLENGE – 2. RUNDE: Sepp Straka wird im Albany GC vom unglaublich schwierig zu kalkulierenden Wind mit der etwas verweht und muss nach einer 74 (+2) den Platz an der Spitze räumen

Sepp Straka zeigte zum Auftakt im trickreichen Wind, dass Tiger Woods (USA) den Österreicher zurecht als seinen Ersatz nachnominierte, denn mit einer 69 (-3) teilt sich der Longhitter nach den ersten 18 Löchern sogar die Führungsrolle. Gemeinsam mit Tom Kim (KOR) im Schlussflight hofft der Honda Classic Champion sich erneut sehenswert gegen den zähen Wind stemmen zu können.

Auf den ersten Löchern agiert er vor allem im langen Spiel ganz sicher und nimmt so am Weg zu den ersten Pars durchwegs den Druck vom Putter. Auf der 4 findet dann allerdings erstmals ein Teeshot nicht das Fairway, was im erneut extrem schwierig zu kalkulierenden Wind prompt im ersten Fehler mündet. Aus der Ruhe bringt ihn dies jedoch nicht, denn sofort stabilisiert er sein Spiel wieder und macht mit darauffolgenden weiteren Pars nichts verkehrt.

Wie schwierig es im Albany GC am Freitag wirklich zu spielen ist zeigt ein Blick aufs Leaderboard ganz deutlich, denn obwohl Sepp die gesamten Frontnine über vergeblich einem Erfolgserlebnis hinterherläuft, liegt er mit dem Zwischenstand von 1 über Par zur Halbzeit der Runde lediglich um einen einzigen Schlag hinter dem Führungsquartett.

Im Rückwärtsgang

Kaum auf den Backnine angekommen ändert sich das Bild dann jedoch, denn nach verpasstem Sand Save auf der 10 und einem verschobenen Parputt auf der 11 muss er gleich zwei Bogeys einstecken und rutscht so sogar wieder mit dem Gesamtscore auf Level Par zurück. Da parallel dazu Scottie Scheffler (USA) den Turbo einlegt und sich auf 5 unter Par pusht, reißt er in kurzer Zeit einen recht unangenehmen Rückstand auf die Spitze auf.

Immerhin bremst der Longhitter am Par 3 der 12 die sich zu drehen beginnende Negativspirale mit dem ersten Birdie sehenswert ab. Das Erfolgserlebnis stabilisiert auch eindeutig wieder sein Spiel, wenngleich er nach einer Parserie am Par 3 der 17 etwas zaubern muss um nach eingebunkertem Teeshot das Par noch auf die Scorecard retten zu können.

Mit der 74 (+2) rutscht er am Freitag zwar aus der geteilten Führung bis auf Rang 8 zurück, auf Titelverteidiger Viktor Hovland (NOR) fehlen ihm nach dessen 70 (-2) allerdings nur vier Schläge, was am Wochenende mit Sicherheit noch gutzumachen wäre.

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Keine Diskussionen

SOUTH AFRICAN OPEN – 2. RUNDE: Lukas Nemecz packt am Freitag im Blair Atholl Golf & Equestrian Estate eine knallrote 68 (-4) aus und lässt so gar keine Diskussionen um den Cut aufkommen.

Bei Lukas Nemecz griffen zum Auftakt in Johannesburg noch nicht alle Zahnrädchen wirklich ineinander, denn mit der 73 (+1) reihte er sich sogar nur im dreistelligen Leaderboardbereich ein. Dennoch könnte es am Freitag mit einer starken Performance rasch auch weit nach vor gehen, denn auf die Cutlinie fehlen ihm lediglich zwei Schläge, was zeigt wie dichtgedrängt das Feld nach den ersten 18 Löchern beisammen liegt.

Zwar lässt er am Freitag Vormittag das anfängliche Par 5 der 10 noch ungenützt verstreichen, parkt dafür jedoch am darauffolgenden Par 3 den Teeshot sehenswert am Grün und holt sich mit gefühlvollem Putt ein rasches erstes Birdie ab. Zwei Löcher später nützt er dann mit der zweiten langen Bahn auch ein Par 5 gekonnt aus und dockt so nach nur wenigen gespielten Bahnen an der gezogenen Linie an.

Auch danach zeigt der Jung Vater richtig starkes Golf und belohnt sich am Par 3 der 7 zum bereits dritten Mal, womit er sich endgültig auf Wochenendkurs bringt. Am Par 5 der 18 verpasst er zwar den erhofften roten Doppelpack, holt den Schlaggewinn aber am nächsten Par 5 zu Beginn der vorderen Platzhälfte nach und tastet sich so mittlerweile sogar bereits bis ins solide Mittelfeld nach vor.

Fehler gut verdaut

Gekonnt verwaltet er den knallroten Zwischenstand, bis sich am Par 3 der 6 schließlich auch der erste Fehler einschleicht. Der 33-jährige lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen, stopft zum Abschluss auf der 9 noch einen weiteren Birdieputt und lässt so mit der 68 (-4) und als 45. erst gar keine Diskussionen mehr um den Wochenendeinzug aufkommen.

“Zuallererst bin ich heilfroh, dass ich hier noch den Cut gemacht hab. Ich hab gestern einfach wirklich nicht gut gespielt, zwar gut gekämpft und mich in einer Ausgangslage gehalten, die mir es noch erlaubt hat aufzuholen, aber einfach nicht gut gespielt. Gegenüber gestern wars heute wie Tag und Nacht, denn heute hab ich wirklich sehr gut gespielt”, beschreibt er wie grundlegend verschieden die ersten beiden Runden waren.

Vor allem die Charakteristik des Platzes hebt er abschließend noch hervor: “Der Platz ist echt brutal lang und das verleitet einen so richtig draufzuhauen um das ein bisschen kürzer werden zu lassen und ich denke ich habe mich da gestern etwas verleiten lassen, worunter die Präzision gelitten hat. Heute hab ich mein Spiel durchgezogen, viele Fairways und Grüns getroffen und auch gut geputtet. Jetzt heißt es am Wochenende nachlegen.”

Thriston Lawrence (RSA) startet bei gesamt 13 unter Par als Leader in den Moving Day.

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Richtig ausgewählt

HERO WORLD CHALLENGE – 1. RUNDE: Sepp Straka zeigt im trickreichen Wind von Albany mit einer 69 (-3) und der geteilten Führung eine ganz starke Leistung und beweist, dass Tiger Woods (USA) richtig handelte als er den Österreicher verletzungsbedingt nachnominierte.

Tiger Woods lädt auch heuer 20 Weltstars auf die Bahamas zur Hero World Challenge – und mit Sepp Straka ist erstmals ein Österreicher mit dabei. Tiger wollte bis zuletzt selbst mitspielen, musste aber gesundheitsbedingt einmal mehr in letzter Minute absagen und nominierte den Österreicher nach. Als 7. der letztjährigen FedExCup-Wertung und zweitbester Europäer hat sich Sepp diese Ehre in einem absoluten Elitefeld mit Scottie Scheffler (USA), Jon Rahm (ESP), Titelverteidiger Viktor Hovland (NOR) oder Justin Thomas (USA) redlich verdient.

An der Seite des Letztgenannten knallt er dann zum Auftakt gleich eine starke Annäherung ins erste Grün und krallt sich prompt das anfängliche Birdie. Die Eisen hat er auch danach bestens im Griff und da der Putter weiterhin die Temperatur hält, kann er auch vom darauffolgenden Par 3 ein Birdie entführen, womit er den Start als absolut gelungen verbuchen kann. Mit durchwegs sicheren Pars lässt er danach nichts anbrennen, bis er am Par 5 der 6 die Annäherung verzieht und in Folge das erste Bogey nicht mehr verhindern kann.

Den Rückschlag steckt der Longhitter aber bestens weg, legt sich im trickreichen Wind schon auf der 7 die nächste Birdiechance auf und drückt sein Score postwendend wieder auf 2 unter Par. Am Par 3 danach zieht der Abschlag allerdings deutlich zu weit nach links und da das Up & Down nicht gelingt, tritt er sich auch prompt den zweiten Fehler ein. Da am Par 5 der 9 der Ball dann sogar im Wasserhindernis verschwindet und er mit Strafschlag droppen muss, rutscht er noch vor dem Turn sogar wieder auf Level Par zurück.

Erneut steckt er den Fehler aber bestens weg und holt sich kaum auf den Backnine angekommen wieder das Minus als Vorzeichen zurück. Das stabilisiert seine Performance auch sichtlich wieder, wie eine kleine Parserie untermauert. Da er dann auf der 14 aus einem weiteren guten Approach in Form des nächsten Birdies Kapital schlagen kann, bringt er sich auch voerst wieder in die erste Verfolgerrolle.

Ganz souverän klopft er im Finish die Pars auf die Scorecard und parkt auf der 18 die Annäherung einen Meter neben der Fahne, was in einem abschließenden Birdie und der 69 (-3) mündet. Derart stark spielt er sich sogar in die geteilte Führung und zeigt, dass Tiger absolut richtig handelte als er den Österreicher als seinen Ersatz nachnominierte.

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Schleppender Aufgalopp

SOUTH AFRICAN OPEN – 1. RUNDE: Bei Lukas Nemecz greifen zum Auftakt noch nicht alle Zahnrädchen wirklich ineinander, was im Blair Atholl Golf & Equestrian Estate nur für eine 73 (+1) reicht und ihn nach den ersten 18 Löchern lediglich im dreistelligen Leaderboardbereich einreiht.

Mit zwei Turnieren in Südafrika noch vor Weihnachten steigt Lukas Nemecz in das neue Race to Dubai ein. Mit der South African Open steht in dieser Woche die zweitältestes Golf Open weltweit auf dem Programm, die diesmal in den Blair Atholl Estates von Johannesburg über die Bühne gehen werden. Das 1,5 Millionen Dollar-Turnier ist vor allem für die starken Local Boys ein absoluter Saisonhöhepunkt, weshalb der Grazer sein bestes Golf aus dem heimischen Winter wird mitbringen müssen.

“Für die ersten Saisonhöhepunkte zu Jahresbeginn in den Emiraten möchte ich mir mit einem guten Abschneiden bei den zwei Turnieren in Südafrika eine ideale Basis schaffen,” betont Nemecz wie wichtig ein guter Saisonstart wäre, “mein großes Ziel ist das Erreichen des Saisonfinales in Dubai, aber das ist nur mit mehreren Topresultaten zu realisieren.” Zum Auftakt mit später Startzeit ausgestattet, startet der 33-jährige mit Pars noch recht gut, tritt sich auf der 4 und dem Par 5 der 5 dann jedoch gleich zwei Bogeys ein, was ihn deutlich im Klassement nach hinten rutschen lässt.

Nach dem zähen Intermezzo stabilisiert er die Performance zwar wieder, läuft allerdings die gesamten Frontnine über vergeblich dem ersten Birdie hinterher und kommt so nur bei 2 über Par auf den hinteren neun Bahnen an. Die 10 entwickelt sich dann aber gewinnbringend, denn mit dem ersten Birdie kann der Jung-Vater – Sohn Leopold kam Anfang Oktober zur Welt – immerhin einen der beiden Schlagverluste wieder egalisieren. Mitnehmen kann er den Schwung jedoch nicht, denn bereits am darauffolgenden Par 3 steht sein Score wieder bei +2.

Nach dem kurzen bunten Intermezzo nimmt er auf den kommenden Bahnen weitere Pars mit, ehe sich auf der 15 schließlich das zweite Birdie ausgeht, dass er jedoch abermals sofort wieder verspielt. Immerhin geht sich diesmal prompt am Par 3 danach der Konter aus, womit er sein Score zumindest postwendend wieder auf 1 über Par dreht. Am abschließenden Par 5 will dann allerdings kein weiteres Birdie mehr gelingen, weshalb er sich zum Auftakt mit der 73 (+1) anfreunden muss, die ihn am Freitag vom 102. Platz aus bereits zu einer Aufholjagd zwingt um nicht bereits vorzeitig die Sachen packen zu müssen.

Thriston Lawrence (RSA) erwischt in seiner Heimat mit einer 64 (-8) den besten Start.

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Große Ehre

HERO WORLD CHALLENGE – VORSCHAU: Tiger Woods (USA) muss bei seinem Einladungsturnier verletzungsbedingt passen und nominiert als Ersatz Sepp Straka nach, womit dem Österreicher im nur 20 Mann starken Elitefeld in New Providence eine große Ehre zuteil wird.

Eigentlich hat sich Sepp Straka nach den RSM Classic bereits in die Weihnachtspause verabschiedet, doch eine Einladung von Tiger Woods sorgt nun dafür, dass der gebürtige Wiener auch auf den Bahamas noch zu Hölzern, Eisen und Putter greifen wird.

Traditionell lädt der US-amerikanische Superstar mit die besten Spieler der Welt kurz vor Weihnachten zu einem Einladungsturnier nach Albany ein, dieses Jahr jedoch muss er verletzungsbedingt passen und nominierte so Anfang der Woche noch Sepp als Ersatz nach.

Dem 7. der abgelaufenen PGA Tour Saison wird somit auch eine richtig große Ehre zuteil, denn bislang erhielt noch kein Spieler der Alpenrepublik eine Invitation auf die Bahamas zum Kräftemessen, womit der ehemalige Georgia Bulldog nun einen weiteren weißen Fleck auf der Welt-Golfkarte in rot-weiß-rot einfärbt.

Nur noch ein Turnier der wichtigsten Golfligen fehlt somit noch, beim Tournament of Champions auf Hawaii im Januar wird er jedoch durch seinen Sieg bei den Honda Classic ebenfalls mit von der Partie sein.

Vorerst gilt die volle Konzentration aber klarerweise dem Turnier auf den Bahamas, bei dem er zwar nicht um FedEx-Cup Punkte kämpft, womit das Event doch auch etwas einen Exhibition Touch bekommt, für die Weltrangliste zählt das mit 3,5 Millonen dotierte Viertagesturnier jedoch durchaus, womit sich eine große Chance ergibt noch im Jahr 2022 das Punktekonto gehörig weiter aufzustocken.

Das Wetter dürfte sich einigermaßen abwechselnd präsentieren, wobei vor allem der Wind wieder zu einem unberechenbaren Faktor werden könnte. Los geht es für Sepp am Donnerstag gemeinsam mit Fanliebling Justin Thomas (USA) um 18:06 MEZ.

 

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Knallroter Saisonabschluss

OPEN DE ESPANA – FINAL: Christine Wolf beendet die Saison 2022 mit einer knallroten 68 (-5) und zieht so noch bis ins Mittelfeld auf Rang 35 nach vor. Sarah Schober findet im Alferini Golf auch am Sonntag keinen wirklichen Rhythmus mehr und muss sich nach einer 75 (+2) mit Rang 52 zufrieden geben.

Christine Wolf und Sarah Schober hatten an einem recht windigen Freitag im Alferini Golf alle Hände voll zu tun und rutschten mit 75er (+2) Runden im Klassement zurück. Aus dem Mittelfeld bzw. dem hinteren Drittel heißt es nun am Wochenende Gas geben um beim Tourfinale am Ende noch ein starkes Ergebnis mitnehmen zu können.

Wie schon bei Landsfrau Sarah Schober wenige Minuten zuvor, macht es sich auch bei Christine Wolf am Moving Day gleich am Par 5 der 11 ein Doppelbogey bequem und da sich kurz darauf auch auf der 14 einen Fehler notieren muss, geht es rasch weiter im Klassement retour. Erst ein Par 5 Birdie auf der 16 bringt schließlich Stabilität in ihr Spiel. Schon zu Beginn der Frontnine wird es dann aber wieder farbenfroher, wenngleich sie die nächsten beiden Bogeys prompt auskontern kann. Auf noch einen weiteren Fehler weiß sie schließlich aber keine Antwort mehr und steht so nur mit der 76 (+3) wieder im Clubhaus, was sie im Niemandsland einreiht.

Bereits am Par 3 der 12 findet die Tirolerin bei der finalen Umrundung dann ein schnelles erstes Birdie und baut den Zwischenstand souverän am Par 5 der 17 noch weiter aus, womit sie im Klassement einige Ränge gutmachen kann. Kaum auf den Frontnine angekommen, drückt sie mit drei weiteren roten Einträgen auf nur vier Löchern das Gaspedal richtig durch und gibt selbst auf ein Bogey danach noch die passende Antwort. Derart stark geht sich mit der 68 (-5) die klar beste Runde der Woche aus, was sie auch noch mit dem Gesamtscore auf Level Par zurückkehren lässt und ihr beim Saisonfinale einen 35. Platz einbringt.

Im Großen und Ganzen kann Christine Wolf eine durchwegs positive Bilanz des Jahres ziehen, denn nach einer selbst verordneten längeren Auszeit inklusive Südamerika-Trip stieg sie erst mitten in der laufenden Saison ins Turniergeschehen ein und fand recht rasch zurück zu ihrer Form. Einige Male spielte Österreichs Olympionikin sogar um Siege mit, der große Wurf blieb ihr heuer jedoch verwehrt. Dank eines rappelvollen Turnierkalenders – noch nie hatte die LET soviele Events am Plan wie heuer – ging sich am Ende sogar recht locker der Sprung ins Tourfinale aus, womit sie auch beim letzten Turnier in Spanien noch mit von der Partie war.

Mit der knallroten verabschiedet sie sich nun sicherlich mit einem guten Gefühl in die wohlverdiente Weihnachtspause. “Ich bin auf jeden Fall mit der Saison voll zufrieden”, so die Innsbruckerin, die sich durch den 35. Rang noch über 4.550 Euro Preisgeld freuen darf.

Keinen Rhythmus mehr gefunden

Mit einem Doppelbogey am Par 5 der 11 stolpert Sarah Schober regelrecht in den Moving Day und da sie auf der 14 dann noch dazu einen Schneemann baut, ist der Absturz endgültig nicht mehr aufzuhalten. Zwar gehen sich in Folge auch die ersten Birdies aus, mit einem Par 3 Bogey auf der 18 bremst sie sich aber sofort auch wieder unangenehm ein. Mit sehenswerter Birdiequote kämpft sie sich auf den Frontnine dann aber Stück für Stück wieder weiter nach oben und liegt kurz vor Ende der Runde sogar nur noch bei 1 über Par für den Tag. Nach zwei abschließenden Fehlern muss sie sich am Ende aber wie mit einer 76 (+3) anfreunden, womit sie am Leaderboard doch etliche Ränge einbüßt.

Der Sonntag beginnt mit einem frühen Par 3 Birdie auf der 12 durchaus nach Maß und selbst auf ein Par 5 Bogey auf der 16 gibt sie auf der darauffolgenden langen Bahn sofort die richtige Antwort. Ein Doppelbogey am Par 3 der 18 wirft sie dann aber noch vor dem Wechsel auf die Frontnine wieder deutlich zurück. Auf der 1 tritt sie sich dann sogar ein Triplebogey ein, was Sarah aber richtiggehend trotzig reagieren lässt, denn mit starker Birdiequote arbeitet sie sich danach sogar wieder bis auf nur noch 1 über Par für den Tag zurück, muss sich nach abschließendem Bogey aber dann wie schon am Freitag mit der 75 (+2) anfreunden, was nur für Rang 52 reicht.

Wie ihre Landsfrau profitierte auch Sarah vom vollgestopften Turnierkalender, denn die Steirerin blieb heuer nicht von Verletzungspausen verschont, kann aber dennoch auf viele gespielte Turniere zurückblicken und war in Holland sogar drauf und dran ihren ersten LET-Sieg zu feiern, ehe sie am Ende noch von Anna Nordqvist (SWE) knapp übertrumpft wurde.

Dank der gelungenen Auftritte qualifizierte sich Sarah aber recht locker für das Finalturnier in Andalusien, wenngleich sie mit dem Erreichten im Alferini Golf sicherlich nicht zufrieden ist. Zwar bleiben sowohl Sarah als auch Chrissie in der Jahreswertung knapp den Top 60 erhalten, der Weg in die Majors könnte kommendes Jahr aber durchaus etwas steinig werden.

“Es war echt eine wilde Woche. Ich hatte so viele Birdies, damit wäre ich Top 3 im Turnier gewesen. Vor allem das Putten war echt enorm gut und damit habe ich sehr viel noch gerettet. Was halt sehr ins Gewicht gefallen ist waren die hohen Nummern diese Woche, da waren viele unnötige Schläge dabei. Der Platz verzeiht einfach keine Fehler hier, es war sehr trickreich. Ich bin aber zufrieden mit der mentalen Komponente, denn nach den wilden Fehlern habe ich mich nicht hängen lassen und auch stark zurückgekämpft”, so Sarah nach dem Turnier.

Abschließend fügt sie hinzu: “Vom Score und der Platzierung war das Turnier aber natürlich enttäuschend. Das Jahr an sich war ein wenig ein Auf und Ab. Highlight war sicher der 2. Platz in Holland. Es entwickelt sich alles in die richtige Richtung, aber ganz zufrieden bin ich nicht. Es gibt noch genügend Aspekte wo ich mich verbessern kann und woran ich arbeiten muss, was ich im Training nach ein paar ruhigeren Tagen in der Heimat mit der Familie auch gleich in Angriff nehmen werde um mich bestens auf 2023 vorzubereiten.”

Caroline Hedwall (SWE) setzt sich im Stechen gegen Morgane Metraux (SUI) durch und schnappt sich bei gesamt 18 unter Par den Sieg.

Leaderboard Open de Espana

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Falschen Weg genommen

OPEN DE ESPANA – 2. RUNDE: Sarah Schober und Christine Wolf haben am Freitag im Alferini Golf mit etlichen Schwierigkeiten zu kämpfen und biegen mit 75er (+2) Runden in die verkehrte Richtung ab.

Sarah Schober zeigte sich zum Auftakt am Donnerstag in durchaus guter Form und brachte sich mit einer 70 (-3) in eine gute Ausgangslage für ein Topergebnis. Chrissie Wolf hatte beim Tourfinale in Andalusien mit einer 73 (Par) zwar etwas härter zu kämpfen, mit einer Leistungssteigerung an den kommenden Tagen scheint aber auch bei der Tirolerin noch alles möglich zu sein.

Bei windigeren Verhältnissen als noch am ersten Spieltag startet Sarah Schober mit Pars durchaus souverän in die zweite Umrundung und bleibt so zunächst voll an den Spitzenrängen dran. Auf der 6 rutscht sie dann mit etlichen Problemen aber sogar in ein Doppelbogey und da sie darauf auf den Frontnine nicht reagieren kann und sich zu Beginn der zweiten Neun gleich noch eine Doublette einfängt, geht es sogar richtig weit im Klassement in die verkehrte Richtung.

Erst ein Birdie danach stabilisiert die Performance wieder einigermaßen, richtig zurückschlagen kann sie auf den darauffolgenden Löchern jedoch nicht. Immerhin stabilisiert sie ihr Spiel soweit und spult auf den Backnine zumindest sichere Pars ab. Erst kurz vor Schluss quetscht sie am Par 5 der 17 schließlich doch noch einen weiteren Schlag aus dem Kurs und arbeitet sich so noch zu einer 75 (+2), womit es am Leaderboard aber in die eindeutig verkehrte Richtung bis auf Rang 34 zurück geht.

Ebenfalls nur die 75

Wie bereits am Donnerstag beginnt Chrissie Wolf auch die zweite Runde wieder am Par 5 der 11, schnappt sich diesmal anstelle eines Bogeys aber sogar ein Birdie und schaukelt das zartrosa Zwischenergebnis gekonnt über die folgenden Bahnen, womit sie einige Ränge im Klassement gutmachen kann. Kaum auf den Frontnine angekommen rutscht sie jedoch wieder auf den Ausgangspunkt zurück und stolpert auf der 4 sogar in ein Doppelbogey, was am Ende nicht mehr als die 75 (+3) zulässt, womit sie als 50. im hinteren Drittel regelrecht feststeckt.

Cayetana Fernandez (Am) (ESP) startet nach einer 65 (-8) und bei gesamt 11 unter Par als Führende ins Wochenende.

Leaderboard Open de Espana

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Gute Ausgangslage

OPEN DE ESPANA – 1. RUNDE: Sarah Schober reiht sich nach einer 70 (-3) beim LET-Finale im Alferini Golf nur knapp hinter den Top 10 ein. Christine Wolf hat in Andalusien mit einer 73 (Par) etwas härter zu kämpfen.

Auf den Rängen 56 und 57 qualifizieren sich Sarah Schober und Christine Wolf mit den besten 64 verfügbaren Spielerinnen für das Tourfinale der Ladies European Tour in Malaga. Nach einer Rekordsaison mit 38 Turnieren geht es für Europas beste Golfdamen noch einmal um 650.000 Euro Preisgeld im andalusischen Alferini Golfclub. Die heuer dominierenden Schwedinnen mit Linn Grant und Maja Stark gelten als die Favoritinnen beim Entscheidungsturnier im Race to Costa del Sol.

Sarah Schober startet von der 11 aus ins Turnier und nimmt gleich am anfänglichen Par 5 ein Birdie mit, dem sie rasch ein weiteres folgen lässt. Auf der 14 geht dann jedoch so ziemlich alles schief und mit einem Doppelbogey rutscht sie prompt wieder auf Level Par zurück. Die Steirerin lässt sich aber nicht beirren und quetscht aus beiden Par 5 Bahnen der 16 und 17 ein Birdie, was sie bei 2 unter Par auf den Frontnine ankommen lässt.

Zwar entwickelt sich das Par 5 der 2 dann so gar nicht nach Sarahs Geschmack, das Bogey bessert sie auf der 6 aber recht zeitnah wieder aus und legt am letzten Par 5 ihrer Runde, auf der 8, noch einen roten Eintrag nach, der sie am Ende mit der 70 (-3) über die Ziellinie marschieren lässt und sie als 16. nur knapp hinter den Top 10 einreiht.

“Grundsätzlich wars heute gut. Ich hab solide und konstant gespielt und auch das Putten war wirklich gut. Die Fehlschläge waren echt dumme Fehler wie zum Beispiel ein Layup ins Wasser. Das Gefühl auf den Grüns passt aber, ich hab echt gute Putts gelocht, wie einen Downhiller aus zehn Metern über eine Welle auf der 5. Die Ausgangsposition ist durchaus gut nach der 70 heute, die dummen und unnötigen Fehler muss ich abstellen. Ich fühle mich gut und freue mich auf die nächsten Tage”, fasst sie die Auftaktrunde zusammen.

Luft nach oben

Anders als ihre Landsfrau startet Chrissie Wolf am Par 5 der 11 sogar mit einem Bogey ins Turnier. Zwar konsolidert sie in Folge ihr Spiel, muss sich aber bis zum Par 5 der 16 gedulden, ehe sie ihr Tagesergebnis wieder auf Anfang stellen kann. Erneut wird ihr danach aber ein Par 5 zum Verhängnis und nach dem Bogey auf der 17 steht sie sogar nur bei 1 über Par in der 1. Teebox.

Am Par 5 der 2 arbeitet sich die Tirolerin schließlich wieder auf Level Par zurück, kann daran jedoch nicht anknüpfen und rutscht auf der 6 abermals in den Plusbereich ab. Zwar steuert sie am Par 3 danach sofort noch einmal gegen, am Ende muss sie sich aber zum Auftakt mit der 73 (Par) anfreunden, die sie als 37. nur im Mittelfeld einreiht.

Nach der Runde meint sie: “Ich hab’s mir heute selbst etwas schwierig gemacht. Vor allem vom Abschlag war’s heute nicht so gut, aber ich hab es noch halbwegs zusammengehalten.” Cara Gainer (ENG) setzt mit einer 66 (-7) die frühe Bestmarke.

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Birdieloses Jahresende

RSM CLASSIC – FINAL: Matthias Schwab läuft am Sonntag am Seaside Course von Sea Island die gesamte Runde über vergeblich einem roten Eintrag hinterher und verabschiedet sich so nur mit einer birdielosen 71 (+1) in die Winterpause.

Matthias Schwab zeigte am Samstag zwar eine durchaus ansprechende Leistung, konnte mit der 68 (-2) jedoch nur zehn Ränge gutmachen und startet so als 50. in den Finaltag. Zwar dürfte die richtig lukrativen Ränge des Klassements wohl bereits außer Reichweite liegen, mit einer weiteren sehenswerten Runde könnte er sich aber zumindest mit einem guten Gefühl und gestärktem Selbstvertrauen in die Winterpause verabschieden.

Mit verzogenen Annäherungen bringt sich der Schladming-Pro dann gleich auf der 10 und der 11 einigermaßen in Schwierigkeiten, dank gefühlvollem Putt aus 3,5 Metern und starkem Kurzspiel wandern aber noch die anfänglichen Pars auf die Scorecard. Erst danach wird sein Spiel etwas sicherer, bis er auf der 14 erneut von knapp außerhalb des Grüns etwas zaubern muss. Ausgerechnet am einzigen Par 5 der Backnine kühlt der Putter dann ab und verweigert beim Birdieputt aus 2,5 Metern die Mitarbeit.

Der verpasste rote Eintrag fällt auch doppelt schwer ins Gewicht, da sich das Gerät fürs Kurzgemähte auch danach nicht erwärmt und ihm am Par 3 der 17 aus gut acht Metern sogar ein Dreiputtbogey aufbrummt. Danach stabilisiert er sein Spiel zwar sofort wieder, bringt jedoch weiterhin die Bälle nicht nah genug zu den Fahnen um sich echte Birdiemöglichkeiten auflegen zu können. Das Problem zieht sich über die gesamten Backnine, weshalb er sich am Ende mit der birdielosen 71 (+1) abfinden muss.

Einmal mehr ist es heuer somit die Konstanz die ein deutlich besseres Ergebnis als Platz 62 verhindert, denn bereits seit Monaten hat er Probleme seine PS wirklich vier Tage lang auf den Boden zu bekommen. In den kommenden Wochen muss es somit nun oberste Priorität haben genau diesen Aspekt in den Griff zu bekommen, damit er nach der Winterpause frisch ausgeruht auf der PGA Tour neu durchstarten kann.

Adam Svensson (CAN) stürmt mit einer 64 (-6) und bei gesamt 19 unter Par noch bis an die Spitze nach vor und schnappt sich so im unterkühlten Georgia den Sieg.

Leaderboard RSM Classic

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