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Autor: Klemens Widhalm

Historische Schlappe

43rd RYDER CUP – FINAL: Collin Morikawa versenkt in Whistling Straits den Winning Putt und Team Europa gleich mit! Der alte Kontinent wird von den USA in Wisconsin regelrecht vorgeführt und muss mit einer 19 : 9 Niederlage die bis dato schlimmste Schlappe in der modernen Ryder Cup Historie hinnehmen. Bernd Wiesberger muss sich auch gegen Brooks Koepka geschlagen geben und beendet sein Ryder Cup Debüt nach drei Auftritten mit 0 Punkten.

Noch nie war ein amerikanisches Team derart favorisiert wie heuer in Whistling Straits. Und auch noch nie konnte ein amerikanisches Team diese Rolle derart bestätigen wie am Links Course entlang des Lake Michigan. Von den Vierern am Freitag weg waren Stars & Stripes mit nur ganz wenigen Ausnahmen schlicht eine Nummer zu groß für Europa, wie auch der Zwischenstand von bereits 6 : 2 nach den ersten Klassischen Vierern und den ersten Bestballs zeigte.

Am Samstag ergab sich dann in der eigentlichen Domäne der Europäer ein ganz ähnliches Bild, denn wieder waren die US-Boys nahezu in allen Belangen überlegen und erarbeiteten sich vor den abschließenden Singles einen komfortablen 11 : 5 Vorsprung. Die Dominanz nimmt schlussendlich in den Einzeln dann sogar noch zu, denn die Amerikaner krallen sich von den 12 zu spielenden Matches gleich sieben, teilen zwei und müssen sich nur dreimal geschlagen geben, was am Ende in einer für Europa vernichtenden 19 : 9 Niederlage mündet. Noch nie in der modernen Ryder Cup Historie – seit 1979 spielen die USA gegen den gesamten europäischen Kontinent – fiel die Entscheidung deutlicher aus. „Es tut mir so leid. Ich hätte gerne mehr für mein Team getan“, meinte Rory McIlroy unter Tränen stellvertretend für die gesamte Auwahl.

Brotlose Kunst

Mit Bernd Wiesberger qualifizierte sich erstmals ein Österreicher fürs europäische Team und wurde von Captain Padraig Harrington auch gleich dreimal in die Schlacht geworfen. Im Bestball am Freitag Nachmittag musste er sich gemeinsam mit Paul Casey Dustin Johnson und Xander Schauffele mit 2 & 1 geschlagen geben. Am Samstag Vormittag durfte er dann mit neuenm Partner Viktor Hovland im Klassischen Vierer ran. Die Fanlieblinge Justin Thomas und Jordan Spieth waren für die beiden Rookies trotz recht früher 3 Auf Führung am Ende aber eine Nummer zu groß, wie eine 2 Down Niederlage bewies.

Zum Abschluss wartete in den Singles schließlich noch Brooks Koepka und der Burgenländer lieferte sich einmal mehr eine harte Schlacht, die am Ende aber unbelohnt blieb. Der mehrfache Major Champion aus Florida lochte immer wieder aus großen Distanzen und lief vor allem im Finish zur Hochform auf. Ein fast Hole in One auf der 17 beendete schließlich auch die allerletzten Bemühungen des Österreichers. Nach einer 2 & 1 Niederlage tritt Bernd Wiesberger mit 0 Punkten bei 3 Starts wieder die Heimreise an. Beim Ryder Cup zählen nunmal nur Punkte, weshalb die durchaus ansprechende Leistung des 35-jährigen am Ende wohl unter die Kategorie “brotlose Kunst” fällt.

SONNTAG SINGLES


SCHAUFFELE (F) MCILROY

3&2

4&2

CANTLAY (F) LOWRY

4&3

SCHEFFLER (F) RAHM

3&2

DECHAMBEAU (F) GARCIA
A/S MORIKAWA (F) HOVLAND A/S

1UP

JOHNSON (F) CASEY

2&1

KOEPKA (F) WIESBERGER
FINAU (F) POULTER

3&2

4&3

THOMAS (F) HATTON
ENGLISH (F) WESTWOOD

1UP

A/S SPIETH (F) FLEETWOOD A/S

1UP

BERGER (F) FITZPATRICK

LIVE BLOG SINGLES

Pünktlich um 18:04 MEZ schlägt Rory McIlroy den ersten Drive auf der 1 ab und legt gleich ein Vollbrett stark knapp nebens Grün. Xander Schauffele matcht den Abschlag zwar ohne mit der Wimper zu zucken, verschiebt aber den kurzen Birdieputt, womit Europa gleich mit dem ersten Loch der abschließenden Singles in Führung geht. Während Lowry im zweiten Match die 1 mit Cantlay teilt, benötigt Europas Zugpferd Jon Rahm wie schon am Vortag erneut etwas Zeit um richtig warm zu werden, denn gleich die 1 und die 2 muss er Scottie Scheffler nach knapp verschobenen Putts überlassen.

Während sich Lowry mit Birdie die 2 schnappt und gleich darauf die 3 verliert, sorgt Bryson DeChambeau am Eröffnungsloch für die ersten echten Jubelstürme, denn der Mega-Longhitter trifft mit dem Teeshot das Grün und stopft in Folge sogar den Eagleputt, womit er Garcia prompt die Rücklichter zeigt. Auch der zweite Spanier hat weiterhin Probleme, denn Rahm bekommt weiterhin keinen Fuß auf den Boden und muss Scheffler auch die 3 überlassen, womit er bereits 3 Down zurückliegt. Immerhin dominiert McIlroy sein Match weiterhin mit mittlerweile 2 Up und auch Viktor Hovland kann Collin Morikawa die 1 abluchsen.

Scottie Scheffler spielt auch weiterhin wie von einem anderen Stern und demoralisiert Jon Rahm regelrecht, denn Europas Schlachtross Nummer 1 liegt nach nur vier Löchern bereits 4 zurück. Sergio Garcia ergeht es kaum besser, muss doch auch er ein weiteres Loch verloren geben, dass er sich aber immerhin sofort wieder zurückholt. Auch Shane Lowry gerät zunehmend unter Druck und liegt bereits gegen Cantlay mit 2 Down zurück. Brooks Koepka überreicht Bernd Wiesberger mit einem verzogenen Abschlag in den Busch und daraus resultierendem Drop die 1 nahezu am Silbertablett, womit Österreichs erster Ryder Cupper sein Duell von Beginn an in Richtung Europa zieht.

Viktor Hovland zeigt sich besonders nervenstark, nimmt Morikawa auch die 2 ab und locht auf der 3 einen starken Putt zum Teilen, womit das Pendel in Duell Nummer 5 weiterhin klar in Richtung Europa ausschlägt. Nach und nach switcht das Momentum aber wieder weiter auf die US-Seite, denn Bernd Wiesberger bunkert sich im vorgelagerten Grünbunker ein und muss so prompt den Ausgleich einstecken. Auch Rory McIlroy hat zu kämpfen und liegt nur noch 1 Up. Shane Lowry wird von FedEx-Cup Champion Patrick Cantlay mittlerweile regelrecht demontiert, denn nach dem vierten Lochverlust in Folge hat er bereits ordentlich Holz wegzuhobeln. Immerhin findet Jon Rahm langsam seinen Rhythmus und ringt Scottie Scheffler das Par 5 der 5 ab.

Sergio Garcia kommt langsam ins Rollen und nimmt DeChambeau immerhin die 3 und die 5 ab und tastet sich so wieder bis auf ein Loch an den Fanliebling heran. Am kurzen Par 4 der 6 reicht Bryson sogar ein kleines Hölzchen, womit die Fans zunächst nichts anfangen können. Ein “Folks, we’re still going for the green, calm down” lässt dann aber sogar Garcia neben ihm schmunzeln. “Postman” Poulter liefert zunächst mal sicher auf der 1 und auch McIlroy und Hovland halten weiterhin die Führung. Derzeit liegen damit die USA in vier Duellen vorne, Europa in 3.

Bernd Wiesberger drückt zwar auf der 4 wieder aufs Tempo und nimmt der ehemaligen Nummer 1 der Welt das nächste Loch ab, muss Koepka aber danach die 5 überlassen, womit das Duell hin und her geht. Tyrrell Hatton ist gegen Justin Thomas auf den ersten Löchern bereits schwer unter Druck und liegt schon 2 Down. Nachdem nun auch Daniel Berger und Matthew Fitzpatrick ihre Bälle ins Spiel gebracht haben, sind nun endgültig alle Matches voll in Gange. Langsam aber sicher müssen die Europäer nun aber einen Zahn zulegen, denn nach derzeitigem Stand der Dinge – gleich sieben Matches würden derzeit in Richtung Stars & Stripes gehen – würde es für den alten Kontinent eine ziemlich herbe Niederlage setzen.

Bernd Wiesberger stemmt sich mit allem was er hat gegen Koepka und locht auf der 6 noch einen starken Putt aus fünf Metern mit Break zum Teilen. Ein Loch später muss er dem US-Amerikaner aber den Vortritt lassen und läuft damit erstmals hinterher. Viktor Hovland hingegen hat seinen Rhythmus nach dem starken Start komplett eingebüßt, denn mit gleich vier verlorenen Bahnen en-suite liegt er mittlerweile sogar 2 Down. Vor allem in den ersten Partien – McIlroy bei 3 Up ausgenommen – müssen sich die Europäer deutlich steigern, denn nach dem jetzigen Stand würde der Ryder Cup bereits im fünften Match an die USA gehen.

Rory McIlroy ist zwar bei einem Zwischenstand von 3 Auf nach 14 drauf und dran das erste Match für Europa in trockene Tücher zu bringen, dafür aber kommt Jon Rahm auch weiterhin nicht richtig ins Rollen und liegt nach wie vor bei 3 Down, womit dieser Punkt langsam aber sicher ziemlich rot eingefärbt wird. Der Zwischenstand sieht derzeit aus Sicht Europas im Gesamten alles andere als rosig aus, da viele Partien jedoch gerade mal bei 1 Auf oder geteilt sind ist nach wie vor noch nichts gewonnen oder verloren.

Nicht nur, dass Rory McIlroy auf der 15 einen Putt aus nicht einmal einen Meter vorbeischiebt und es so noch verabsäumt auf das erste Match den Deckel draufzusetzen, laufen die USA mit Fortdauer der Singles immer heißer, womit den Europäern langsam aber sicher eine historische Pleite droht. Derzeit führen die US-Boys in gleich neun der zwölf Duelle, womit nach derzeitiger Projection die USA mit dem unglaublichen Score von 20,5 : 7,5 triumphieren würde. Immerhin beendet McIlroy auf der 16 dann engültig jegliche Diskussionen und holt mit einem 3 & 2 gegen Xander Schauffele den ersten Punkt am Sonntag.

Bernd Wiesberger fightet gegen Brooks Koepka wie ein Löwe und fordert den mehrfachen Major-Champion so richtig. Auf der 10 benötigt der US-Amerikaner sogar einen wahren Monsterputt um das Loch noch teilen zu können, die 11 geht dann nach starker Annäherung aber an den Österreicher, womit er das Duell wieder auf All Square stellt. Gleich darauf hat er sogar die Tochance in Führung zu gehen, aus 1,5 Metern spielt der Putter aber nicht mit. Jon Rahm ergeht es deutlich schlechter, denn nach der 15 muss er Scottie Scheffler zu einem überzeugenden 4 & 3 Sieg gratulieren. Nur Sekunden danach beendet auch Shane Lowry mit einer 4 & 2 Niederlage gegen Patrick Cantlay seinen letzten Auftritt.

Mit einem 3 & 2 Erfolg fährt Bryson DeChambeau schließlich auf der 16 gegen Sergio Garcia den 14. US-Punkt ein, womit den Vereinigten Staaten nur noch ein halbes Pünktchen auf den Sieg fehlen. Viktor Hovland kämpft sich mit starkem Putt zwar zurück auf All Square, dafür aber rächt sich die ausgelassene Chance von Bernd Wiesberger auf der 12, nachdem Koepka auf der 13 aus etwa sieben Metern locht und so wieder in Führung geht. Sofort kämpft sich der Südburgenländer aber wieder zurück und krallt sich nach einem Ausflug Koepka’s in die Native Area die 14.

Collin Morikawa bleibt es schließlich vorbehalten den entscheidenden Putt zu lochen, denn mit dem Lochgewinn auf der 17 geht der Champion Golfer of the Year mit 1 Auf auf die 18 und holt damit, obwohl er das Schlussloch noch dem Norweger überlassen muss, mit dem halben Punkt die endgültige Entscheidung. Für Europa geht es somit nun nur noch um Schadensbegrenzung und vor allem darum in Whistling Straits nicht noch komplett unterzugehen. Bernd Wiesberger jedenfalls kann auch gegen Brooks Koepka mit einer 2 & 1 Niederlage nichts mitnehmen und hält damit nach drei Auftritten beim Ryder Cup bei 0 Punkten, was sich der Oberwarter mit Sicherheit anders vorgestellt hätte.

Justin Thomas lässt gegen Tyrrell Hatton überhaupt keine Zweifel aufkommen und holt mit einem 4 & 3 Erfolg den nächsten Punkt. Fast zeitgleich schnappt sich auch Dustin Johnson gegen Paul Casey mit 1 Auf den Sieg. Ian Poulter hält zwar gegen Tony Finau mit 3 & 2 die europäische Flagge noch einmal hoch, richtige Freude kommt beim Routinier aber verständlicherweise nicht auf. Lee Westwood profitiert am Ende auf der 18 von einer misslungenen Annäherung seines Kontrahenten und fährt so immerhin gegen Harris English einen 1 Auf Sieg ein. Tommy Fleetwood und Jordan Spieth teilen am Ende ihr Match, allerdings versenkt Matt Fitzpatrick seine Annäherung auf der 18 und muss sich so Daniel Berger noch 1 Down geschlagen geben, weshalb es mit einer 19 : 9 Niederlage eine historische Schlappe setzt. Noch nie fiel eine Entscheidung in der modernen Ryder Cup Historie derart deutlich aus.

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Challenge Tour Ranking 2021

Die Preisgeld-Rangliste der Challenge Tour 2021

(Nach Turnier: OPEN DE PORTUGAL)

CHALLENGE TOUR 2021

RANG
SPIELER
STARTS
PREISGELD
1 TARRIO, Santiago 17 163.938,4
2 GOUVEIA, Ricardo 17 139.866,4
3 GARCIA-HEREDIA, Alfredo 15 108.082,5
4 FERGUSON, Ewen 18 95.722,7
5 BEKKER, Oliver 17 90.580,1
6 BRUN, Julien 17 89.864,2
7 HELLIGKILDE, Marcus 15 89.228,4
8 NEMECZ, Lukas 16 87.682,5
9 KOFSTAD, Espen 14 83.523,9
10 SCHNEIDER, Marcel 8 82.000,0
11 HANNA, Chase 19 81.515,5
12 LEON, Hugo 10 81.152,5
13 SIEM, Marcel 14 79.990,1
14 LONG, Hurly 18 71.625,9
15 HOWIE, Craig 19 71.331,9
16 HUIZING, Daan 18 67.162,7
17 LACROIX, Frederic 15 66.956,0
18 HIDALGO, Angel 11 61.865,2
19 PAUL, Yannik 16 60.430,1
20 NIENABER, Wilco 6 59.183,6
21 JOHANNESSEN, Kristian Krogh 14 55.887,0
22 MØLLER, Niklas Nørgaard 19 55.311,8
23 WILSON, Andrew 15 54.519,8
24 RITCHIE, JC 15 50.050,2
25 PLANT, Alfie 21 49.836,1
26 MORY, Félix 17 46.944,5
27 COUSSAUD, Ugo 18 46.627,2
28 REGNER, Niklas 12 45.779,3
29 STUREHED, Henric 14 45.064,7
30 ULENAERS, Kristof 13 44.693,7
31 HOEY, Michael 17 44.464,7
32 DANTORP, Jens 18 43.536,5
33 DU PLESSIS, Hennie 15 41.735,8
34 BLAAUW, Jacques 18 41.599,4
35 WINDRED, Blake 16 39.321,4
36 KENNEGARD, Jesper 9 39.279,1
37 SCALISE, Lorenzo 17 39.222,6
38 MANLEY, Stuart 10 39.168,3
39 CANTERO GUTIERREZ, Ivan 17 38.899,9
40 LANDO CASANOVA, Jérôme 16 37.816,1
41 HILLIER, Daniel 17 36.036,2
42 KARLSSON, Anton 14 35.040,3
43 SCHMID, Matthias 7 34.910,0
44 PAPADATOS, Dimitrios 13 34.313,5
45 SVENSSON, Jesper 10 34.173,3
46 HELLGREN, Björn 12 34.075,4
47 MAGNUS, Haraldur 16 31.865,9
48 GEARY, Josh 11 30.518,5
49 BOOTE, David 19 30.332,7
50 KNAPPE, Alexander 19 29.789,7
weiters:
69 ARKENAU, Hinrich 19 21.676,8
76 FOOS, Dominic 17 17.876,5
88 MEYER, Velten 10 14.340,4
90 SCHOTT, Freddy 12 13.661,0
97 JOHN, Allen 18 12.149,2
103 ROTTLUFF, Max 6 11.380,8
115 SCHMITT, Max 4 9.730,0
127 BALTL, Timon 15 8.303,4
132 KÖLBING, Jonas 20 7.605,0
142 PAUL, Jeremy 5 6.524,0
146 ROSENMÜLLER, Thomas 14 6.418,1
172 WIEGELE, Martin 18 4.845,0
173 LAMPERT, Moritz 16 4.723,0
190 MEJOW, Philipp 10 4.040,0
215 VON DELLINGSHAUSEN, Nicolai 4 2.880,0
217 DE BRUYN, Jannik 2 2.800,0
220 BRAEUNIG, Christian 4 2.723,5
276 KUNZENBACHER, Julian 7 1.275,0
277 VAHLENKAMP, Timo 1 1.260,0
318 KLUIBENSCHÄDL, Alois 5 590,0

 

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Entscheidender Schritt

OPEN DE PORTUGAL – FINAL: Lukas Nemecz kann seine Supeform auch im Royal Óbidos Spa & Golf Resort wieder in die Waagschale werfen und macht mit dem nächsten Topergebnis endgültig den entscheidenden Schritt in Richtung European Tour Spielrecht für kommendes Jahr. “Ich bin froh, dass das mit der European Tour Karte jetzt zu 100 % fixiert ist.” Niklas Regner schüttelt den verpatzten Moving Day mit einer fehlerlosen 68 gekonnt aus den Knochen.

Lukas Nemecz hatte am Samstag richtig hart zu kämpfen und verhinderte erst mit einem Birdie auf der 18 noch eine Runde über Par. Trotz der eher durchwachsenen Vorstellung startet er nur knapp hinter den Top 10 auf die letzten 18 Löchern und hat so durchaus noch alle Chancen gleich das nächste Topergebnis mitzunehmen.

Von Beginn an macht der Steirer dann auch klar, dass er auf jeden Fall Portugal mit einem Spitzenresultat wieder verlassen will, denn gleich dem Par 5 der 2 entlockt er das erste Birdie, auf das er schon auf der 4 und der 5 die nächsten roten Einträge draufpackt. Zwar schläft danach die Aufbruchsstimmung etwas ein, da er die gesamten Frontnine über aber fehlerlos bleibt, ist er nach wie vor voll an den Top 10 dran.

Nach etlichem Leerlauf, gleich sieben Bahnen lang notiert er Pars auf die Scorecard, drückt er ab der 13 wieder aufs Tempo und nimmt auf den verbleibenden sechs Löchern noch drei Birdies mit. Damit marschiert er schlussendlich sogar noch mit der fehlerlosen 66 (-6) und somit seiner besten Runde der Woche zum Recording, die ihn noch bis auf Rang 6 nach oben klettern lässt.

Lukas prolongiert so auch seine derzeitige Hochform, die ihn in den letzten Wochen bereits drei 2. Plätze beschert hat. Mit dem weiteren Spitzenresultat macht er nun auch den entscheidenden letzten Schritt in Richtung European Tour Tourcard, denn bei nur noch wenigen zu spielenden Events wird der 32-jährige nicht mehr aus den Top 20 der Jahreswertung zu kegeln sein.

“Ich hab heute wieder mein Gefühl auf den Grüns gefunden und endlich wieder gut geputtet. Insgesamt war die Runde sehr gut, denn ich hab mir fast auf jedem Loch eine gute Chance erarbeitet. Am Ende des Tages bin ich natürlich sehr happy, denn die letzten Wochen waren nicht nur körperlich, sondern auch mental sehr anstrengend”, so Lukas Nemecz nach dem fixierten Aufstieg auf die European Tour erleichtert.

Starke Antwort

Niklas Regner startete mit klar intakten Siegchancen ins Wochenende, torpedierte sich aber eben diese mit einer 76 (+4) am Moving Day und rutschte sogar bis ins vordere Mittelfeld zurück. Trotz des verkorksten dritten Spieltages hätte auch der Youngster mit einer guten Finalrunde noch Chancen auf ein Topresultat.

Den zähen Samstagsauftritt konnte er über Nacht auch sichtlich aus den Knochen schütteln, denn am Sonntag präsentiert er sich von Beginn an hellwach. Zwar verpasst er zunächst noch ein schnelles Par 5 Birdie auf der 2, stopft dafür aber den Birdieputt am darauffolgenden Par 3 und krallt sich kurz vor dem Turn auf der 9 noch einen weiteren roten Eintrag, womit er sich vor den letzten neun Löchern in die richtige Richtung orientiert.

Mit einem weiteren Par 5 Birdie auf der 11 dockt er dann endgültig an den Spitzenplätzen an und zieht das stabile Spiel schlussendlich gekonnt bis zum Schluss weiter durch. Da er zwischenzeitlich auch noch von der 16 einen Schlaggewinn entführt, steht er am Ende mit der fehlerlosen 68 (-4) wieder im Clubhaus.

Diese reicht zwar angesichts der erneut guten Scores und wegen des verpatzten Moving Days als 15. nicht mehr für eine Spitzenplatzierung, immerhin bleibt er aber weiterhin in der Jahreswertung noch in Schlagdistanz zu den Top 20 und wahrt so auch, weitere starke Ergebnisse vorausgesetzt, die Chance bereits nach seiner Rookie Saison auf die European Tour aufzusteigen.

Marcel Schneider (GER) triumphiert dank eines Eagles am Schlussloch mit der 70 (-2) und bei gesamt 19 unter Par.

Leaderboard Open de Portugal

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US PGA TOUR 2022

Die Preisgeldrangliste (Money-List) / FedExCup 2021 / 2022

(Nach Turnier: FORTINET CHAMPIONSHIP)

US PGA TOUR 2021/22

RANG
LAST
SPIELER
STARTS
MONEY
1 Max Homa 1 $1,260,000
2 Maverick McNealy 1 $763,000
3 Mito Pereira 1 $483,000
T4 Talor Gooch 1 $315,000
T4 Marc Leishman 1 $315,000
T6 C.T. Pan 1 $220,850
T6 Scott Stallings 1 $220,850
T6 Hideki Matsuyama 1 $220,850
T6 Patrick Rodgers 1 $220,850
T10 Jim Knous 1 $150,150
T10 Si Woo Kim 1 $150,150
T10 Austin Cook 1 $150,150
T10 Will Zalatoris 1 $150,150
T10 Scott Piercy 1 $150,150
T15 Troy Merritt 1 $103,250
T15 Bronson Burgoon 1 $103,250
T15 Nate Lashley 1 $103,250
T15 Beau Hossler 1 $103,250
T15 Mark Hubbard 1 $103,250
T15 Harold Varner III 1 $103,250
T21 Peter Malnati 1 $65,333
T21 David Lipsky 1 $65,333
T21 Cameron Tringale 1 $65,333
T21 Dawie van der Walt 1 $65,333
T21 Brendon Todd 1 $65,333
T21 Charley Hoffman 1 $65,333
T27 Chez Reavie 1 $51,100
T27 Patton Kizzire 1 $51,100
T29 Andrew Putnam 1 $42,875
T29 Wyndham Clark 1 $42,875
T29 Greyson Sigg 1 $42,875
T29 Nick Watney 1 $42,875
T29 Webb Simpson 1 $42,875
T29 Kevin Tway 1 $42,875
T35 Phil Mickelson 1 $32,608
T35 Aaron Baddeley 1 $32,608
T35 Matt Kuchar 1 $32,608
T35 Tom Hoge 1 $32,608
T35 Taylor Pendrith 1 $32,608
T35 Nick Hardy 1 $32,608
T41 Joseph Bramlett 1 $24,850
T41 Paul Barjon 1 $24,850
T41 Jason Dufner 1 $24,850
T41 Brendan Steele 1 $24,850
T41 Jim Herman 1 $24,850
T46 Sung Kang 1 $19,180
T46 Peter Uihlein 1 $19,180
T46 Sahith Theegala 1 $19,180
T46 Dylan Wu 1 $19,180
T50 Matthew NeSmith 1 $16,730
T50 Chase Seiffert 1 $16,730
T50 Adam Svensson 1 $16,730
T50 Adam Schenk 1 $16,730
T50 Luke List 1 $16,730
T50 Ryan Armour 1 $16,730
T50 Scott Gutschewski 1 $16,730

 

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RACE TO DUBAI 2021

Die Rangliste der European Tour 2021

(Ranking nach Turnier: DUTCH OPEN)

RACE TO DUBAI 2021

RANG
SPIELER
STARTS
PUNKTE
1 MORIKAWA, Collin 9 3.856,4
2 HORSCHEL, Billy 9 3.579,5
3 RAHM, Jon 7 3.367,0
4 OOSTHUIZEN, Louis 8 3.014,3
5 CASEY, Paul 9 2.039,0
6 HATTON, Tyrrell 12 1.993,6
7 ANCER, Abraham 9 1.838,2
8 ZALATORIS, Will 8 1.704,5
9 HOVLAND, Viktor 10 1.662,8
10 LEE, Min Woo 15 1.644,7
11 MIGLIOZZI, Guido 17 1.559,2
12 BLAND, Richard 18 1.474,7
13 WIESBERGER, Bernd 18 1.457,8
14 FLEETWOOD, Tommy 14 1.444,2
15 FITZPATRICK, Matt 12 1.403,2
16 SCRIVENER, Jason 12 1.371,3
17 MACINTYRE, Robert 14 1.352,3
18 MCILROY, Rory 10 1.266,3
19 HERBERT, Lucas 9 1.258,6
20 ROSE, Justin 10 1.255,8
21 DETRY, Thomas 18 1.175,0
22 HARDING, Justin 23 1.163,3
23 HILL, Calum 21 1.134,6
24 HIGGO, Garrick 17 1.133,5
25 BURMESTER, Dean 21 1.129,1
26 FINAU, Tony 8 1.129,0
27 HØJGAARD, Nicolai 17 1.110,0
28 VEERMAN, Johannes 19 1.086,0
29 LOWRY, Shane 12 1.080,1
30 CANTER, Laurie 17 1.024,7
31 POULTER, Ian 11 1.012,6
32 HØJGAARD, Rasmus 17 998,1
33 DONALDSON, Jamie 17 986,9
34 BEZUIDENHOUT, Christiaan 12 970,7
35 MERONK, Adrian 17 862,5
36 GARCIA, Sergio 10 860,6
37 PEREZ, Victor 15 844,1
38 ROZNER, Antoine 15 838,8
39 ARMITAGE, Marcus 19 812,1
40 KAWAMURA, Masahiro 24 795,7
41 CROCKER, Sean 20 790,5
42 REED, Patrick 8 783,5
43 KAYMER, Martin 15 744,0
44 KIEFFER, Maximilian 19 735,1
45 HORSFIELD, Sam 17 728,4
46 FORREST, Grant 19 723,8
47 LAPORTA, Francesco 20 715,9
48 THOMAS, Justin 9 707,6
49 KORHONEN, Mikko 15 696,0
50 STONE, Brandon 16 690,6
weiters:
60 SCHWAB, Matthias 16 628,9
106 VON DELLINGSHAUSEN, Nicolai 13 383,9
123 SIEM, Marcel 9 315,2
138 SCHMID, Matthias 8 256,0
170 SCHNEIDER, Marcel 14 159,9
187 HEISELE, Sebastian 15 126,8
213 RITTHAMMER, Bernd 14 81,7
216 SCHMITT, Max 15 77,7
290 SCHOTT, Freddy 3 6,2
294 LONG, Hurly 3 5,2
295 MEJOW, Philipp 1 5,1
296 BALTL, Timon 1 3,7

Anmerkung: Die European Tour stellte das Race to Dubai ab der Saison 2018 / 2019 auf ein Punktesystem um, das im Wesentlichen kleinere Turniere im Vergleich aufwertet.

>> Komplettes Ranking im RACE TO DUBAI

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Nichts für schwache Nerven

OPEN DE PROVENCE – FINAL: Lukas Nemecz kommt am Finaltag kaum ins Rollen, verspielt bereits auf den Frontnine seinen angenehmen vier Schläge großen Vorsprung und rangiert zwischenzeitlich sogar nur noch auf Rang 5. Mit einer schwächelnden Konkurrenz an der Spitze und zwei abschließenden Birdies rettet sich der Steirer aber noch ins Stechen, wo er sich schließlich aber Alfie Plant (ENG) am ersten Extraloch geschlagen geben muss. Niklas Regner kann dem Sonntag mit einer 74 nicht seinen Stempel aufdrücken.

Lukas Nemecz erarbeitete sich mit bärenstarkem Spiel an den ersten drei Tagen einen gleich vier Schläge großen Vorsprung auf die ersten Verfolger und geht so mit allerbesten Karten in die finale Umrundung. Am Sonntag heißt es nun noch einmal volle Konzentration um am Ende den ersten Challenge Tour Sieg der Karriere einfahren zu können, womit wohl auch die European Tour Tourcard so gut wie abgesichert wäre.

Der Start allerdings geht, wie schon am dritten Spieltag auch, erneut etwas daneben, denn die 1 lässt ihn nur mit einem Bogey weiterziehen. Allerdings stabilisiert er sein Spiel sofort wieder und darf sich bereits auf der 3 über den frühen Ausgleich freuen, der ihn weiterhin souverän an der Spitze hält. Das ändert sich jedoch sofort wieder, denn anders als an den ersten drei Spieltagen, wo er vor allem von den langen Löchern enorm Kapital schlagen konnte, brummt ihm das erste Par 5 gleich danach das zweite Bogey auf, womit sich an der Spitze alles wieder zusammenschiebt.

Auch am Sonntag geht sich schließlich aber am Par 5 der 9 das erhoffte Birdie aus, womit er nicht nur sein Tagesergebnis wieder auf Anfang stellt, sondern sich darüber hinaus auch an der Spitze hält. Nur Minuten nachdem sich Marcel Schneider (GER) auf der 13 ein Doppelbogey einfängt und sich so aus der geteilten Führung verabschiedet, stolpert auch der Steirer auf der 13 über eine Doublette, womit plötzlich Hugo Leon (CHI) in der Provence das Tempo diktiert. Während sich Schneider wieder fängt und auch Ugo Coussaud (FRA) ins Rollen kommt, womit die beiden zu Leon an der Spitze aufschließen, läuft Lukas Nemecz weiterhin der Leichtigkeit der ersten Tage nach und rutscht mit dem nächsten Fehler am Par 5 der 14 sogar bereits um zwei Schläge hinter das Trio zurück.

Auf der 17 krallt er sich dann aber noch ein Birdie und da auch die Spitze etwas schwächelt ist er vor dem abschließenden Par 5 wieder bis auf einen Schlag dran. Stilecht stopft er dann auch auf der 18 noch zum Birdie, marschiert so mit der 73 (+1) zum Recording und rettet sich so noch ins Stechen, wo Marcel Schneider und Alfie Plant auf den 32-jährigen warten. Letztgenannter setzt sich schließlich gleich am ersten Extraloch mit Birdie gegen Pars von Nemecz und Schneider durch und beschert damit dem Österreicher zum bereits dritten Mal in dieser Saison einen 2. Platz.

Aufgrund der ersten drei bärenstarken Runden und der durchwachsenen Performance am Finaltag überwiegt am Ende bei Lukas mit Sicherheit eher der Frust denn die Freude. Mit dem erneuten Runner-up Finish, bereits letzte Woche in Deutschland wurde er 2., rückt das European Tour Spielrecht für kommendes Jahr aber mittlerweile immer näher.

Chance vertan

Niklas Regner hat seinen ersten Missed Cut in der Vorwoche sichtlich gut weggesteckt, denn nach sehenswerten ersten drei Runden geht der Youngster als 7. in den Finaltag und hat so in der Provence alle Chancen auf ein Topergebnis, womit auch er sich wieder ins Rennen um eine European Tour Tourcard bringen würde.

Allerdings hat der 22-jährige von Beginn an am Sonntag etliche Schwierigkeiten, was sich gleich auf der 1 und dem Par 5 der 4 mit Schlagverlusten bemerkbar macht. Da er sich danach noch dazu auf der 6 sogar ein Doppelbogey einfängt, ist er regelrecht im freien Fall unterwegs. Zwar gehen sich in Folge noch auf den Frontnine zwei Birdies aus, da er dazwischen jedoch auch noch einen Fehler quetscht, kommt er nur bei 3 über Par auf den letzten neun Löchern an.

Auf diesen kann er sein Spiel dann erstmals am Sonntag etwas stabilisieren, muss jedoch auf der 14 – das Par 5 bescherte ihm an allen bisherigen Spieltagen ein Birdie – den nächsten Schlagverlust hinnehmen. Diesen kontert er zwar mit zwei darauffolgenden Birdies mehr als aus, besseres als die 74 (+2) geht sich so jedoch nicht aus, weshalb er sich schlussendlich mit Rang 20 anfreunden muss, was ihm im Hinblick auf die angepeilte European Tourcard – aufgrund der Covid-Pandemie entfällt heuer die Tourschool und die Top 20 der Jahreswertung erhalten ein Spielrecht – nicht wirklich maßgeblich weiterhilft.

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Allerbeste Karten

OPEN DE PROVENCE – 3. RUNDE: Lukas Nemecz steckt im Golf International de Pont Royal einen durchwachsenen Start perfekt weg und geht nach einer 68 mit gleich vier Schlägen Vorsprung auf die ersten Verfolger in den Finaltag.

Lukas Nemecz spielte an den ersten beiden Tagen in der Provence fast schon in einer eigenen Liga. Der 32-jährige Steirer packte gleich zweimal eine fehlerlose 65 (-7) aus und biegt so überlegen führend ins Wochenende ab. “Jetzt heißt es am Wochenende weiterhin am Gas bleiben”, gibt er sich die Marschrichtung selbst vor. Allerdings kann er das selbstdefinierte Vorhaben zu Beginn nicht in die Tat umsetzen, denn nach 36 fehlerlosen Bahnen erwischt ihn am Moving Day gleich die 1 mit dem ersten Bogey und da er sich kurz danach auf der 3 gleich den nächsten Fehler eintritt, liegt er nach nur wenigen Bahnen bereits “nur” noch in geteilter Führung.

Zwar kann er danach am ersten Par 5 auch das erste Erfolgserlebnis verbuchen und holt sich so einen abgegebenen Schlag rasch wieder zurück, da Marcel Schneider (GER) jedoch weiterhin heftig aufs Tempo drückt, muss er dem Deutschen vorerst den Platz an der Sonne überlassen. Der rote Eintrag bringt “Luki” jedoch so richtig ins Rollen, denn auf der 7 und der 9 stopft er zeitnah die nächsten Birdieputts, womit er nicht nur den schleppenden Start endgültig mehr als egalisiert, sondern auch wieder den Ton angibt.

Das starke Spiel zieht er auch nach dem Turn weiter durch und holt sich auf der 12 das bereits vierte Birdie ab, womit er sich an der Spitze sogar wieder etwas Luft verschafft. Auf der 14 setzt er dann sogar noch ein echtes Highlight, denn mit starkem langen Spiel legt er sich sogar die Eaglechance auf und lässt sich mit heißem Putter die Möglichkeit nicht entgehen. Auf den verbleibenden Löchern lässt er dann nichts mehr anbrennen und bringt so die 68 (-4) in trockene Tücher, die ihm bei gesamt 18 unter Par gleich vier Schläge Vorsprung auf die ersten Verfolger einbringt. Damit geht der Steirer einmal mehr heuer in ausgezeichneter Position in eine Finalrunde, so knapp am ganz großen Wurf wie in dieser Woche war er bislang jedoch noch nicht dran.

“Ich hatte einen richtig schlechten Start. Der Drive war gleich mal links. von dort aus dann in den Bunker und dann war auch noch der Putt zu kurz. Auf der 3 war der Ball im Fairwaybunker eingebohrt, aber sowas passiert, denn der Kurs ist ziemlich anspruchsvoll. Ich wusste das Bogeys passieren können, aber zum Glück hab ich weiter auf meine Stärken vertraut und von da an ist es dann auch gut gelaufen. Ich denke der Schlüssel zum Erfolg war, dass ich nicht zurückgesteckt hab, sondern aggressiv weiter gespielt hab. Mein langes Spiel ist derzeit sehr gut und das bringt mir auch vor allem auf den Par 5 Löchern einen Vorteil, was mir vor allem in dieser Woche enorm weitergeholfen hat bislang”, so Lukas Nemecz nach dem bereits dritten starken Auftritt in Frankreich.

Richtig gut dabei

Niklas Regner stemmte nach seinem Ausrutscher in der Vorwoche diesmal nicht nur souverän den Cut, sondern geht sogar mit klar intakten Chancen auf ein Topergebnis in den Moving Day. Ein Spitzenresultat würde dem Youngster vor den letzten Turnieren auch einen Boost im Kampf um die European Tour Tourcard bescheren. Gleich der Beginn lässt sich dann mit einem Par 3 Birdie auf der 2 auch richtig gut an, allerdings kostet ihm ausgerechnet mit der 4 das erste Par 5 der Runde dann wieder das Minus als Vorzeichen. Längere Zeit läuft er dann dem nächsten Erfolgserlebnis hinterher, ehe er kurz vor dem Turn auf der 9 bereits das zweite Eagle in dieser Woche notieren kann.

Richtig lange währt die Freude jedoch nicht, da ihm das Par 3 der 11 auch den nächsten Fehler umhängt. Der 22-jährige lässt sich jedoch nicht beirren, stabilisiert sein Spiel sofort wieder und krallt sich am Par 5 der 14 auch am dritten Spieltag wieder das erhoffte Birdie. Da sich dann zum Abschluss der Runde auch am Par 5 der 18 noch ein roter Eintrag ausgeht, unterschreibt er am Samstag die 69 (-3), die ihm vom 7. Platz aus alle Möglichkeiten auch das angepeilte Topergebnis offen hält.

“Mein Spiel ist passabel, aber jetzt nicht unbedingt gut. Ich stoppel irgendwas dahin momentan aber es passt schon soweit. Ich bin zwar schon einige Schläge von Lukas weg, der wirklich sehr stark spielt momentan, das muss man einfach so sagen, aber ich werde morgen noch einmal alles versuchen um ihn da vorne vielleicht ein wenig nerven zu können”, will Niklas Regner die letzten Kräfte am Sonntag mobilisieren um seinen Landsmann noch einzuholen.

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Verdiente Regenerationspause

LADIES OPEN DE FRANCE – FINAL: Christine Wolf hat am Finaltag im Golf du Medoc etwas zu kämpfen und kommt bei der letzten Umrundung über eine 72 nicht hinaus, was schließlich nur für einen Mittelfeldplatz reicht. Die kommenden Wochen nützt die Tirolerin nun zu einer verdienten Regenerationspause um im Saisonfinale noch einmal voll durchstarten zu können.

Christine Wolf lässt sich selbst von einem leicht lädierten Handgelenk – “Ich spürs schon, aber mit Schmerzmitteln gehts eigentlich recht gut” – nicht bremsen und packte am Freitag eine 68 (-3) aus, die sie nicht nur locker die Cuthürde nehmen ließ, sondern ihr, eine gute Finalrunde vorausgesetzt, sogar noch Chancen auf ein Topergebnis offen hält.

Mit soliden Pars macht sie zunächst am Samstag auch nichts verkehrt und selbst ein Bogey auf der 4 fällt dank eines sofortigen Konters am Par 3 danach nicht wirklich schwer ins Gewicht. Erst ein Doppelbogey auf der 6 macht sich dann richtig unangenehm bemerkbar. Immerhin kann sie dank eines Par 5 Birdies auf der 9 den Schaden halbwegs in Grenzen halten.

Kaum auf den zweiten Neun angekommen geht es aber mit dem nächsten Fehler gleich wieder weiter retour, doch erneut hat sie sofort die passende Antwort parat. Mit dem vierten Birdie des Tages am Par 5 der 14 gleicht sie ihr Score dann sogar wieder aus, ehe ihr die 15 danach noch einmal zum Verhängnis wird und so schließlich nicht mehr als die finale 72 (+1) zulässt.

Damit rutscht sie im Klassement noch etwas zurück und tritt die Heimreise aus Bordeaux mit einem 27. Rang an. In den kommenden drei Wochen legt die Tirolerin nun eine kleine Regenerationspause ein, auch um das etwas lädierte Handgelenk vor dem anstrengenden Saisonfinish etwas schonen zu können.

“Ich hab diese Woche die Bälle nicht so solide getroffen wie die Wochen zuvor, aber ich bin dennoch recht zufrieden. Jetzt freue ich mich mal auf etwas Zeit daheim”, so Österreichs Olympionikin nach dem Turnier. Celine Boutier (FRA) schnappt sich in ihrer Heimat mit dem Gesamtscore von 11 unter Par den Sieg.

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Nulllohnrunde

FORTINET CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Sepp Straka findet am Freitag im Silverado Resort überhaupt keinen Rhythmus, tritt sich am Ende sogar eine tiefschwarze 79 ein und verpasst damit um gleich zehn Schläge den Cut.

Sepp Straka zeigte zum Saisonauftakt im Silverado Resort lange Zeit starkes Golf und mischte nach zwölf gespielten Bahnen sogar im Spitzenfeld mit. Plötzlich riss im Spiel des Longhitters jedoch der Faden und er benötigte am Ende sogar noch ein Birdie um die 72 (Par) zu Papier bringen zu können. Damit geht er zwar nur als 104. in den zweiten Spieltag, bei nur zwei Schlägen Rückstand auf die Cutlinie scheint der Wochenendzug aber alles andere als abgefahren zu sein.

Das ändert sich dann jedoch gleich auf der 1, da er nach verzogenem Abschlag und überschlagenem Grün nur das Bogey notieren kann. Der Fehler gibt im Nachhinein betrachtet auch so etwas wie die Marschrichtung an diesem Tag vor, denn immer wieder muss er nach Problemen etwas zaubern, was auf der 6 in Form eines Dreiputts schließlich zum zweiten Mal daneben geht.

Nach komplett weggeballertem Drive und einem zusätzlichen Ausflug in den Grünbunker brummt ihm dann kurz vor dem Turn sogar das Par 5 der 9 noch ein Bogey auf, womit sich endgültig auch die letzten Cutchancen in Luft auflösen. Richtig heftig wird es dann nach dem Turn, wo er gleich dreimal aus dem Sand weiterspielen muss und so am Ende sogar das Doppelbogey aufleuchten hat.

Die Krone des komplett verpatzten Auftritts setzt er zum Abschluss dem Par 5 der 18 auf, denn obwohl er den dritten Schlag kurz vor dem Grün unterbringt, geht sich am Ende zum zweiten Mal an diesem Tag nur eine Doublette aus, womit die birdiefreie 79 (+7) endgültig in Stein gemeißelt ist. Als 150. verpasst er so um gleich zehn Schläge den Sprung ins Wochenende. Maverick McNealy (USA) geht bei gesamt 12 unter Par als Leader in den Moving Day.

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In Sichtweite

LADIES OPEN DE FRANCE – 2. RUNDE: Christine Wolf findet am Freitag so richtig ihren Rhythmus und hat im Golf du Medoc nach der 68 vor den letzten 18 Löchern sogar die Top 10 in Sichtweite.

Christine Wolf beißt im Golf du Medoc noch einmal auf die Zähne und geht trotz des leicht lädierten Handgelenks mit Schmerzmitteln noch einmal auf Birdiejagd, ehe sie sich eine dreiwöchige Turnierpause gönnt. Richtig erfolgreich konnte sie die ersten 18 Löcher aber nicht gestalten, da die Fehler klar in der Überzahl waren. Immerhin geht sie nach der 73 (+2) aus dem prognostizierten Cutbereich in den Freitag.

Mit einem anfänglichen Birdie auf der 10 verschafft sie sich dann sogar rasch etwas Luft auf die gezogene Linie und zeigt auch danach zum größten Teil starkes und solides Golf. erst die 15 entwickelt sich erstmals nicht nach ihrem Geschmack und brummt ihr mit dem ersten Fehler den scoretechnischen Ausgleich auf.

Das Bogey soll aber der einzige Schlagverlust am Freitag bleiben, denn nach dem Turn findet sie auf den Frontnine so richtig ihren Rhythmus und arbeitet sich mit drei Birdies im Klassement spürbar nach vor. Nach der 68 (-3) stellt nicht nur der Cut keinerlei Problem dar, auch die Top 10 kommen vom 21. Platz und bei nur wenigen Schlägen Rückstand vor der Finalrunde in Schlagdistanz.

“Ich spüre das Handgelenk schon, aber beim Spielen gehts mit den Schmerzmitteln eigentlich recht gut”, gibt Chrissie nach der Runde doch Entwarnung. Celine Boutier (FRA) geht bei gesamt 8 unter Par als Führende in den finalen Samstag.

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