Autor: Klemens Widhalm

Halbes Heimspiel

BMW INTERNATIONAL OPEN – VORSCHAU: Matthias Schwab und Bernd Wiesberger hoffen beim halben Heimspiel im GC München Eichenried auf eine erfolgreiche European Tour Woche.

Nachdem das Heimturnier in Atzenbrugg heuer nicht zustande kam, muss das deutsche European Tour Event unweit der österreichischen Grenze in Bayern als Ersatz für die zahlreichen rot-weiß-roten Golffans herhalten. Dementsprechend motiviert werden auch Österreichs European Tour Asse Matthias Schwab und Bernd Wiesberger sein um den vielen erwarteteten Daumendrückern einiges zum Jubeln geben zu können.

Vor allem erstgenannter brennt regelrecht auf den Einsatz in München. Denn nach der verpassten US Open Qualifikation in Walton Heath hatte der Youngster eine Woche Zwangspause, die so eigentlich nicht eingeplant war. Um auf der als durchwegs scorefreundlich bekannten Wiese gut mithalten zu können, wird Österreichs Shooting-Star des letzten Jahres aber etliche Birdies auf die Scorecard zaubern müssen.

Für Matthias ist es auch das erste Antreten am Weißwurstäquator, denn der Rohrmooser war zwar auch bei den letztjährigen BMW International Open mit von der Partie, wo er einen 40. Platz mit in die Heimat nahm, da das Turnier aber im Zweijahresrhythmus mit Köln wechselt, kennt er bislang nur das nördlichere der beiden Gelände aus eigener Erfahrung.

US Open abhaken

Für Bernd Wiesberger geht es nach dem durchwegs verpatzten US Open Auftritt – der Burgenländer lief in Pebble Beach an allen vier Spieltagen vergeblich einer roten Runde nach und beendete das Turnier nur auf dem auch für ihn persönlich wohl sehr enttäuschenden 76. Platz – nun darum wieder die Leichtigkeit, die ihn beim Sieg in Dänemark ausgezeichnet hatte, zu finden.

Dazu muss der Burgenländer aber vor allem sein langes Spiel wieder auf Schiene bringen, denn in Pebble Beach streute er fast durchgehend von Tee bis Grün, was ihn durchaus oft in die Bredouille brachte. Dass Bernd aber mit der Münchner “Golfwiesn” durchaus per “Du” ist, zeigte er schon in den letzten Jahren einige Male. Mit den ultratiefen Scores konnte er aber bislang nur ein einziges Mal wirklich mithalten, denn 2013 durfte er sich über einen starken 4. Platz freuen.

Längerer Platz, neue Grüns

Nach der doch teils massiven Kritik der Vorjahre, vor allem an den Grüns, wurde München-Eichenried ein doch spürbares Face-Lift verpasst: einige Löcher wurden verlängert, vor allem aber komplett neue Grüns gesetzt, die jetzt viel ondulierter und härter (schneller) zu putten sind.

Deutschlands Local Hero Max Kieffer ist schon gespannt auf das Set-Up: “Einige Löcher sind relativ lang. Ein langes Eisen auf einem so trickreichen Grün zu verwenden, davon bin ich nicht der größte Fan. Deshalb muss man eher auch mal einen Abschlag nach vorn machen und die Fahnen dann in eine einfachere Position stecken. Aber dafür kann man auf den kurzen Löchern, wo man die Wedges hat, die Fahnen in schwierige Spots stecken. Ich denke, dann wird es ein wirklich gutes Set-up

Das Starterfeld kann sich passend zur Festival-Saison durchaus sehen lassen, denn neben Titelverteidiger und der Nummer 1 im Race to Dubai Matt Wallace (ENG) sind auch Local Hero Martin Kaymer (GER), Sergio Garcia (ESP) und Thorbjorn Olesen (DEN) aus Pebble Beach angereist. Los geht’s für Matthias Schwab am Donnerstag bereits um 07:50 MEZ auf der 10. Bernd Wiesberger folgt um 13:30 MEZ von der 1 weg.

 

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Major-Duftmarke gesetzt

US OPEN – FINAL: Sepp Straka sorgt bei seinem allerersten Major für eine neue österreichische Debüt-Bestmarke und zeigt darüber hinaus, dass er durchaus das Zeug hat bei den großen Events zum Dauergast zu werden. Bernd Wiesberger kommt in Pebble Beach mit einer finalen 72 nicht aus dem Leaderboard-Keller. Gary Woodland gewinnt seinen ersten Major-Titel.

Als Sieger des Qualifikationsturniers in Kanada sicherte sich Sepp Straka im Vorfeld mit wehenden Fahnen seinen Platz bei den diesjährigen US Open in Pebble Beach. Als Major-Neuling lässt der Doppelstaatsbürger – der zunächst von der USGA sogar noch als US-Amerikaner geführt wird und erst ab dem Freitag wie gewohnt unter rot-weiß-rot aufleuchtete – dann aber gleich am Donnerstag gehörig aufhorchen, was selbst ESPN und Golf Channel nicht mehr übersehen können.

Mit einer fantastischen 68 (-3) mischt Sepp ganz vorne mit und verschafft sich außerdem einen angenehmen Polster auf die Cutmarke. Erst am Freitag hat er dann härter zu kämpfen und büßt mit einer 72 (+1) einige Ränge ein, startet aber dennoch aus sehr aussichtsreicher Position in sein erstes Major-Weekend der Karriere. Der Moving Day entwickelt sich dann aber so gar nicht nach dem Geschmack des Georgia Bulldogs, denn mit einer 76 (+5) wird er regelrecht nach hinten durchgereicht.

Fehlstart wettgemacht

Sepp wollte rot-weiß-rote Golfgeschichte zu schreiben und am Ende des Tages das beste Majordebüt eines Österreichers überhaupt hinzulegen. Viel zäher könnte die Finalrunde dann aus Sepp’s Sicht aber nicht beginnen, denn nachdem der Drive im Rough hängen bleibt muss er ungewollt vorlegen und kann danach aus sieben Metern das anfängliche Par nicht mehr kratzen.

Die Genauigkeit vom Tee macht dem Longhitter auch danach weiterhin einen Strich durch die Rechnung und da der Putter auch aus drei Metern den Ball nicht versenken will, ist das zweite Bogey rasch notiert. Das erste getroffene Fairway ermöglicht ihm dann auf der 3 auch prompt die erste echte Birdiechance und diesmal spielt aus knapp vier Metern auch der Putter mit. Ein starker Abschlag ermöglicht dem gebürtigen Wiener dann auf der 6, dem einzigen Par 5 der Frontnine, die Grünattacke, die er auch gekonnt am Kurzgemähten parkt. Zwei Putts später ist der scoretechnische Ausgleich geschafft.

Am Vormarsch

Das bringt Sepp so richtig auf den Geschmack, denn mit sichtlich heißem Putter locht er am Par 3 danach aus gut fünf Metern den fälligen Birdieputt und taucht so erstmals am Sonntag sogar in den roten Bereich ab. In Folge zeigt er grundsolides Golf und nimmt meist ganz sichere Pars mit. Erst auf der 12 bringt er wieder Farbe auf die Scorecard, denn nach starkem Abschlag locht er auch am zweiten Par 3 erneut aus fünf Metern und taucht so immer tiefer in den Minusbereich ab.

Das Highlight des Tages hebt er sich dann für die 14 auf, denn nach perfektem Drive legt er am Par 5 auch die Attacke gekonnt aufs Grün und stopft zum Drüberstreuen den Eagleputt aus satten elf Metern, womit er sogar sein Gesamtscore wieder auf unter Par stellt.

Sowohl auf der 17 (Par 3) als auch auf der 18 ergeben sich dann aus unter drei Metern noch zwei durchaus gute Birdiechancen, die der Putter aber nicht mehr in Zählbares ummünzen kann. Dennoch sorgt Sepp mit der finalen 67 (-4) nicht nur für seine beste Runde der Woche, sondern auch für eine der besten Runden des Finaltages und verabschiedet sich so mit einem starken 28. Platz von seinem ersten Major der noch jungen Karriere.

Neue Bestmarke

Mit dem 25. Platz schreibt Sepp, der der erst fünfte heimische Majorteilnehmer ist, auch österreichische Golfgeschichte, denn noch nie zuvor erreichte ein rot-weiß-roter Debütant bei einem der vier größten Turniere eine bessere Platzierung. Bislang war noch Martin Wiegele mit dem 70. Platz im Jahr 2008 bei den Open Championship das Maß der österreichischen Major-Dinge.

Sepp setzt auch eine klare Duftmarke und macht nun endgültig unmissverständlich klar, dass er durchaus das Zeug hat im ganz großen Konzert nicht nur mitzuspielen, sondern womöglich sogar eine tragende Rolle einzunehmen. Immer wieder ließ er heuer bereits mit starken einzelnen Runden aufhorchen, konnte das angeschlagene Tempo aber noch nicht über eine volle Turnierwoche durchziehen. Der 28. Platz sollte aber Selbstvertrauen geben und hilft ihm darüber hinaus auch ganz klar dabei das Spielrecht auf der PGA Tour zu halten.

Viel mehr ausgerechnet

Im Gegensatz zu Sepp Straka kann Bernd Wiesberger mit seinem Turnierverlauf so überhaupt nicht zufrieden sein. Kennt man Bernds Stärken, die vor allem im langen Spiel und hierbei ganz besonders bei den Wedges liegen, so kommt man eigentlich zu dem Schluss, dass sich Pebble Beach für ihn mit den kleinen aber beißenden Grüns fast maßgeschneidert präsentiert. Allein Bernd kann diese Tatsache vier Tage lang nicht ausnützen.

Schon am Donnerstag will nicht allzuviel zusammenlaufen, wenngleich er sich mit einer 71 (Par) im soliden Mittelfeld ansiedelte. Am Freitag aber legt er dann mit einer 73 (+2) gerade noch eine Punktlandung hin und cuttet genau an der Marke ins Wochenende. Der Moving Day aber wird dann zum absoluten Supergau, denn eine 78 (+7) zementiert ihn am hinteren Ende des Klassements regelrecht ein.

Viel stabiler unterwegs

Den letzten Arbeitstag beginnt er mit getroffenem Fairway und Grün grundsolide, aus gut fünf Metern will der Birdieputt aber nicht den Weg ins Ziel finden. Auch in Folge wirkt der Burgenländer von Tee bis Grün deutlich stabiler als noch am Moving Day, muss sich aber in Sachen Birdies lange Zeit in Geduld üben.

Erst auf der 7 belohnt er sich dann erstmals für das durchwegs unaufgeregte Spiel – auf der 6 beraubt er sich nach verzogenem Abschlag zuvor noch der Chance aufs Par 5 Birdie – denn ein lasergenaues Eisen legt er bis auf einen knappen Meter zur Fahne und schiebt seelenruhig zum ersten Erfolgserlebnis ein.

Fast macht er sich dieses aber postwendend wieder zunichte, auf der zähen 8 spielt der Putter aber aus knapp vier Metern mit und rettet ihm noch das Par. Bernd verbeißt sich am Sonntag regelrecht im zartrosa Bereich, denn eine deutlich zu kurze Annäherung zwingt ihn auf der 10 zum Scrambeln, der Putter hat aber weiterhin die richtige Temperatur und spielt auch aus 5,5 Metern wieder mit.

Durchgehend am Scrambeln

Nach einem weiteren verzogenen Drive hat er auch auf der 11 wieder Druck am Putter, der diesem aber auch aus gut zwei Metern wieder standhält. Der Stress reißt auch auf der 12 weiterhin nicht ab, denn nachdem der Teeshot am Par 3 im Grünbunker verschwindet, muss der Oberwarter erneut etwas zaubern, doch auch aus knapp drei Metern gelingt der Trick mit Bravour.

Da auch auf der 13 der Abschlag nicht den Weg aufs Fairway findet und die Annäherung vom Rough aus im Grünbunker landet, ist aber auch Bernd schließlich mit seinem Latein am Ende und muss den scoretechnischen Ausgleich einstecken. Nach zwei souveränen Pars wird es dann am letzten Par 3 richtig unangenehm, denn Bernd legt seinen Abschlag auf der berühmten kurzen Bahn bis auf knapp zwei Meter zur Fahne, muss aber gleich dreimal ansetzen und tritt sich so ein mehr als vermeidbares zweites Bogey ein, was ihn auch erstmals in den Plusbereich zurückwirft.

Gewillt das unangenehme Vorzeichen wieder auszuradieren nimmt er auf der abschließenden 18 etwas Risiko und attackiert am Par 5 das Grün, das er jedoch leicht überschlägt. Nach dem Chip benötigt er aber noch zwei Putts und muss sich somit mit der finalen 72 (+1) zufrieden geben, die ihn vom hinteren Bereich des Leaderboards nicht wegkommen lässt und ihm nur Rang 76 ermöglicht. “Es war großartig zurück bei einem Major zu sein. Unglücklicherweise hatte ich die gesamte Woche nicht mein bestes Spiel dabei. Gut, dass ich es immerhin ins Wochenende geschafft habe,” sieht Wiesberger dennoch Positives in seiner Pebble Beach-Woche.

Schwierige Aufgabe

Mit dem Turnierverlauf kann sich Bernd wohl keinesfalls zufrieden zeigen, denn gleich an allen vier Tagen hatte er absolut perfekte Scoringverhältnisse und auch durchwegs beißende Grüns. Dass nicht eine einzige rote Runde in dieser Woche gelingen wollte ist vor allem darauf zurückzuführen, dass ihm sein wichtigster Aspekt – das Spiel von Tee bis Grün – meist im Stich gelassen hat.

Das zeigt auch die Statistik, denn Bernd tritt nur die Hälfte der Fairways und missed in Folge auch acht Annäherungen. Mit 28 Putts bewegt er sich bei dieser Statistik immerhin im vorderen Mittelfeld. Bernd hat nun jedoch eine durchaus schwierige Aufgabe vor sich, will er auch bei den Open Championship im Juli aufteen. Dazu muss er sich unter den Top 20 im Race to Dubai einen der freien Plätze sichern.

Um dies zu realisieren wird er in München ein absolutes Topergebnis benötigen, denn das spanische Event eine Woche später lässt er aus, da es danach mit gleich zwei Rolex Series Events weitergeht. Somit ergeben sich für Bernd und auch für Matthias Schwab, der in der gleichen Situation steckt, durchaus noch Möglichkeiten um beim letzten Major dabei sein zu können. Dazu muss aber zwingend zumindestens ein echtes Spitzenresultat gelingen.

Gary Woodland nicht zu stoppen

Der zweifache Titelverteidiger Brooks Koepka bringt als einziger noch Gary Woodland zum Schwitzen und lässt ihn sich den ersten Majortitel redlich verdienen. Woodland setzt im entscheidenden Moment nervenstarke Ausrufezeichen, so etwa sein Chip quer übers 17. Grün um noch das Par zu retten oder der letzte Putt zum Birdie aus gut 10 Metern. Mit der 69 sichert sich Woodland den US Open-Titel mit dem tiefsten Winning Score der Geschichte in Pebble Beach von 13 unter Par, drei Schläge vor Koepka.

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Im negativen Sinn

US OPEN – 3. RUNDE: Sowohl Sepp Straka als auch Bernd Wiesberger interpretieren den Moving Day in Pebble Beach mit tiefschwarzen Runden in der falschen Richtung.

Sepp Straka stürmte nicht nur gleich bei seinem Major-Debüt ins Wochenende, sondern tat dies auf Position 19 mehr als nur überzeugend. Zum Vergleich: Bernd Wiesberger benötigte vier Versuche um erstmals bei einer US Open zu cutten – immerhin rettete sich der Burgenländer auch in Pebble Beach so gerade noch in sein zweites Finale beim Major der USGA. Erstmals standen damit auch zwei Österreicher in einem Major-Weekend.

Bei aufrischendem Wind findet sich Sepp Straka auf der 1 gut zurecht und legt sich sogar eine machbare Birdiechance auf. Aus knapp vier Metern spielt der Putter aber  nicht mit. Schon auf der 2 hat er dann aber erstmals Probleme, denn aus dem Rough bringt er den Ball nur im Bunker unter und kann schlussendlich das Par nicht mehr kratzen.

Trotz eines perfekten Drives bringt er sich sofort wieder auf der 3 in die Bredouille, denn das Wedge aus gut 100 Metern verschwindet im Grünbunker und Sepp tritt sich postwendend das nächste Bogey ein. Am ersten Par 5 attackiert Sepp das Grün, verfehlt dieses aber links und muss sich in Folge mit dem Par begnügen. Danach nimmt er meist sichere Pars mit, bis er auf der 8 das Grün bei der Annäherung deutlich überschlägt und sich nicht mehr zur 4 retten kann.

Sepp findet am Moving Day auch danach weiterhin nicht in die Spur, denn mit einem Dreiputt auf der 11 rutscht er immer weiter im Klassement zurück. Das kostet nun endgültig den Rhythmus, wie ein eingebunkerter Teeshot am Par 3 danach zeigt. Da das Sandy-Par nicht gelingen will, rutscht der Longhitter immer weiter am Leaderboard ab.

Danach stabilisiert er sein Spiel zwar, das erste Birdie will aber an diesem verkorksten Tag weiter nicht gelingen. Da er kurz vor Schluss auf der schwierigen 17 (Par 3) noch einen weiteren Schlag abgeben muss, ist der Totalabsturz im Klassement endgültig nicht mehr abzufedern. Erst am abschließenden Par 5 gelingt dann noch das erste und einzige Birdie, das zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr mehr als Ergebniskosmetik darstellt. Mit der 76 (+5) rutscht Sepp bis auf Rang 48 zurück und vergibt damit wohl auch die Chance gleich bei seinem allerersten Major Start ein Topergebnis mitzunehmen.

Nach wie vor hat er es aber in der Hand das beste Debüt eines Österreichers überhaupt bei einem Major zu erreichen, denn bislang ist ein 70. Platz im Jahr 2008 von Martin Wiegele bei der Open die rot-weiß-rote Messlatte für einen Premierenauftritt. Dazu muss am Sonntag aber vor allem bei den Annäherungen und den Putts mehr gelingen, denn mit nur neun getroffenen Grüns und 32 Putts kann er sich wohl nicht wirklich zufrieden zeigen.

Tag zum Vergessen

Zu Beginn ist Bernd Wiesberger am Moving Day sichtlich hellwach, denn nach starkem Abschlag zündet er ein noch besseres Eisen und legt den Ball bis auf einen knappen Meter zur Fahne, was prompt im ersten Birdie mündet. Schon danach aber zeigt sich, dass das Auftaktloch nur ein Ausreißer im positiven Sinn war, denn bereits auf der 2 heißt es “Wie gewonnen, so zerronnen”. Da der Drive etwas zu lang ausrollt hat er vom Rough keine Chance das Grün zu erreichen und muss so sofort den scoretechnischen Ausgleich einstecken.

Noch bitterer wird es auf der 3, denn nach einem überschlagenen Grün brummt er sich postwendend den nächsten Schlagverlust auf. Auch die kurze 4 erweist sich als nicht gewinnbringend, denn nach konservativer Strategie mit Vorlage legt er sein Wedge zehn Meter zu weit hinten aufs Grün, womit sich keine Birdiechance ergeben will.

In Folge notiert er zwar meist sichere Pars, kann aber auch dem einzigen Par 5 der Frontnine keinen Schlag abringen und tritt sich auf der 8 nach eingebunkerter Annäherung sogar den nächsten Fehler ein, der ihn in Gegenden der roten Laterne regelrecht festnagelt. Die Schwächephase findet auch zum Abschluss der Frontnine kein Ende, denn Bernd verzieht auf der schwierigen 9 seinen Drive deutlich und benötigt sogar ein sensationelles Eisen um überhaupt noch das Bogey kratzen zu können.

Weiterhin keine Genauigkeit

Nur kurz legt er auf der 10 eine Bogeypause ein, ehe er nach einem weiteren abgebogenen Abschlag – Bernd trifft bis zu diesem Zeitpunkt lediglich vier von neun Fairways – den nächsten Schlagverlust auf der Scorecard notieren muss. Die Runde zum Vergessen nimmt dann mit einem Dreiputt auf der 13 immer konkretere Formen an. Der Negativtrend setzt sich auch am Par 5 danach weiter munter fort.

Die Probleme wollen und wollen am Samstag auch auf den letzten Löchern einfach nicht abreißen, denn mit dem nächsten Dreiputt geht ein weiterer Schlag flöten. Auch die abschließende 18 kann er nach konservativer Strategie zu keinem Birdie mehr überreden und muss sich so mit einer mehr als enttäuschenden 78 (+7) zufrieden geben.

Zähe Statistik

Richtig bitter ist die Tatsache, dass Wiesberger mit der frühen Startzeit nahezu perfekte Verhältnisse vorfand und diese nicht nützen konnte. Tyrrell Hatton ärgerte sich nach der Runde – eine 69 wohlgemerkt – sogar über seinen Score und meinte, dass der Platz sich eigentlich um einiges leichter spielte als angenommen.

Auch die Statistik spiegelt die Probleme des Burgenländers am Samstag wider. Lediglich 8 Abschläge finden den Weg auf die Links-Fairways von Pebble Beach und mit nur neun Grüntreffern beraubt er sich selbst seiner größten Stärke. Trotz lediglich 50% getroffener Grüns muss er aber gleich 33 Mal am Kurzgemähten ansetzen, was die total verpatzte dritte Runde rasch erklärt.

Alles beim alten

Eher einzementiert als durchgeschüttelt bleibt es an der Spitze des Leaderboards. Gary Woodland verteidigt mit der 69 die Führung bei 11 unter Par, Justin Rose kann mit der 68 seinen Rückstand auf einen Schlag reduzieren. Titelverteidiger Brooks Koepka bei -7 sowie Topfavorit Rory McIlroy bei -6 sind aber noch nicht aus dem Rennen. Leiser und leiser wird es in dieser Woche um Tiger Woods, der bei Even Par nur als 27. auf die letzten 18 Löcher gehen wird.

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Leichtigkeit vermisst

US OPEN – 2. RUNDE: Sepp Straka lässt am Freitag zwar die Leichtigkeit der Auftaktrunde vermissen, stemmt aber immerhin bei seinem ersten Major der Karriere ohne jegliche Probleme den Cut. Bernd Wiesberger erschwert sich das Leben mit etlichen Ungenauigkeiten enorm, rettet sich in Pebble Beach aber mit späten Birdies noch ins Wochenende.

Sepp Straka stürmt nicht nur gleich bei seinem Major-Debüt ins Wochenende, sondern tut dies auf Position 19 mehr als nur überzeugend. Zum Vergleich: Bernd Wiesberger benötigte vier Versuche um erstmals bei einer US Open zu cutten – immerhin rettet sich der Burgenländer auch in Pebble Beach so gerade noch in sein zweites Finale beim Major der USGA.

Straka legt Blitzstart in Runde 2 hin

Sepp ist am Freitag Nachmittag sofort voll auf Betriebstemperatur, denn einen perfekten ersten Abschlag weiß er auszunützen, legt den Ball danach bis auf zwei Meter zum Stock und verwertet die erste Birdiechance eiskalt. Schon auf der 2 kommt dann nach einem Drive in den Fairwaybunker erstmals etwas Stress auf. Sepp bringt den Ball aber ohne Probleme am Grün unter und nimmt ein wichtiges Par mit.

Auf der 4 kratzt er dann schon am “Shot of the day”, denn der Longhitter zieht vom Tee den Driver voll durch und trifft das 306 Meter weit entfernte kleine Grün scheinbar ohne Mühe. Zwei Putts später ist so das nächste Birdie eingesackt. Am Par 3 danach setzt es dann aber den ersten echten Schock, denn nach verzogenem Teeshot muss er aufs Grün chippen und benötigt danach aus nicht einmal drei Metern gleich drei Anläufe, womit er sich mit dem Doppelbogey alles bislang erarbeite wieder zunichte macht.

Vergebliche Birdiesuche

Die Schweißperlen stehen ihm dann auch auf der 6 – dem einzigen Par 5 der Frontnine – wieder auf der Stirn. Trotz verzogenen Drives kommt er mit Par aber glimpflich davon. Danach spult er großteils grundsolide Pars ab, auf weitere Birdies muss er aber noch warten. Unangenehm wird es dann kurzfristig wieder auf der 12, denn nach einem deutlich verfehlten Grün lässt er sich noch einen Tester aus knapp drei Metern zum Par übrig, den er aber souverän besteht.

Eine Bahn später gelingt diese Übung dann aber nicht mehr, denn aus dem Sand bringt er den Ball nur auf gut sieben Meter zum Loch und kann diesmal das Par nicht mehr kratzen. Auch danach hat er weiterhin Probleme die Leichtigkeit vom ersten Spieltag wiederzufinden, denn nach einem leicht verzogenen Drive muss er auf der 16 erneut aus sieben Metern das Par retten, was er diesmal aber ohne mit der Wimper zu zucken perfekt löst.

Noch intakte Chancen

Richtig stabil wird Sepp’s Spiel aber trotz des starken Parsaves nicht, denn am schwierigen Par 3 der 17 biegt der Abschlag unangenehm nach links ab und Sepp kann aus dem Rough hinter dem Grünbunker die 3 nicht mehr auf die Scorecard retten. Auf der 18 bleibt die Grünattacke dann zwar im Sand hängen, das abschließende Birdie kann dies aber nicht verhindern. Mit der 72 (+1) benötigt der Georgia Bulldog zwar um vier Schläge mehr als noch zum Auftakt, Sepp cuttet aber gleich bei seinem allerersten Major der Karriere nicht nur ohne jegliche Probleme ins Wochenende, sondern wahrt vom 19. Rang auch die Chance auf ein absolutes Topergebnis.

Das Hauptproblem im Spiel des gebürtigen Wieners ist am Freitag ganz klar die etwas verlorengegangene Genauigkeit. Zum Auftakt hat er lediglich zwei Fairways verfehlt, am Freitag tritt er hingegen nur noch deren acht, was sich klarerweise in Folge auch auf die Annäherungen auswirkt, denn nur noch jedes zweite Grün erreicht er in Regulation. Da er darüber hinaus mit 30 Putts um gleich vier mehr benötigt als noch am Donnerstag, ist die etwas verkrampfte Runde rasch erklärt.

Wiesberger mit Kampf und Krampf

Bernd Wiesberger beginnt seinen zweiten Arbeitstag in Pebble Beach unaufgeregt mit einem Zweiputt zum Par. Nur eine Bahn später folgt dann aber schon der erste echte Schockmoment für den Oberwarter: Nach einer deutlich verzogenen Annäherung, bleibt er aus dem dicken Zeugs sogar im Grünbunker hängen und erreicht erst mit dem vierten Schlag überhaupt die Puttingfläche. Aus gut zwei Metern spielt aber der Putter mit und verhindert schlimmeres als das Bogey.

Auch auf der 3 hat er wieder Probleme, was vor allem an extrem ungenauen Annäherungen liegt. War es auf der 2 noch die rechte Seite, die ihn in Probleme brachte, so ist es diesmal die linke. Da dort noch dazu ein Bunker lauert und er aus dem Sand das Par nicht mehr retten kann, ist das zweite Bogey, das ihn bis an die Cutlinie zurückwirft, Gewissheit.

Nachdem er auf der 4 ein starkes Wedge auf knapp drei Meter zur Fahne legt kann er erstmals am Freitag etwas Zählbares mitnehmen und verkürzt auf nur noch 1 über Par. Auch am ersten Par danach hat er wieder alle Hände voll zu tun. Nach Abschlag in den Bunker geht sich aus gut drei Metern aber noch der Parsave aus.

Mit den Eisen ist Bernd nach wie vor etwas auf Kriegsfuß, denn auch der Abschlag auf der 7 (Par 3) findet sein Ziel nicht und da der Up & Down diesmal nicht gelingen will, steht sein Score wieder bei 2 über Par. Richtig stressfrei wird es auch danach nicht, denn einmal mehr verfehlt er auf der 9 ein Fairway und muss gezwungenermaßen vorlegen. Ein perfektes Wedge bremst sich aber knapp bei der Fahne ein und er kann so noch das Par notieren.

Hinter die Linie

Ganz bitter wird es dann aber auf der 11. Erneut verfehlt ein Abschlag sein Ziel und Bernd kommt aus dem dicken Zeugs einfach nicht raus. Zu allem Überfluss ist dann auch noch der Grünbunker im Weg, weshalb überhaupt erst der fünfte Schlag aufs Grün findet. Mit dem Doppelbogey rutscht Bernd weit zurück und muss nun sogar gleich zwei Schläge gutmachen um sich wieder auf Wochenendkurs bringen zu können.

Auf der 14 – dem ersten Par 5 der zweiten Neun – streikt dann auch noch der Putter, denn trotz einer versandeten Grünattacke gibt er sich aus 1,5 Metern noch die Birdiechance, die das Gerät fürs Kurzgemähte aber nicht in Zählbares ummünzen kann. Fast trotzig legt er danach auf der 15 das Eisen auf ähnlich Distanz zur Fahne und löst die Aufgabe diesmal eindeutig besser.

Wichtige Birdies

Das Birdie heizt gegen Ende der Runde auch den Putter sichtlich auf, denn auf der 16 bringt er den Ball zwar am Grün unter, aus knapp neun Metern kann man aber kaum von einer zwingenden Birdiechance sprechen. Nur gut, dass der Putter das nicht weiß, denn gefühlvoll rollt er den Ball ins Loch und bringt sich damit auch wieder auf Wochenendkurs. Souverän spult Bernd dann die verbleibenden beiden Bahnen ab, unterschreibt so die 73 (+2) und darf damit als 56. auch am Samstag in Pebble Bach noch auf Birdiejagd gehen.

“Das war heute leider über weite Strecken nicht mein bestes Golf. Musste ordentlich kämpfen um am Wochenende noch dabei zu sein,” war das mehr Kampf und Krampf bislang für ihn in Pebble Beach, “werde versuchen am Wochenende mit der positiven Energie der letzten 6 Loch von heute zu spielen und mich am Leaderboard noch etwas nach vorne zu schieben.

Die große Zitterpartie am Freitag ist bei einem Blick auf die Statistik rasch erklärt, denn mit nur zehn getroffenen Grüns beraubt sich Bernd selbst seiner größten Stärke und ist oft zum Scrambeln gezwungen. Gut für den Burgenländer, dass zumindestens der Putter mitspielte, denn mit 27 Putts kann er sich durchaus zufrieden zeigen.

Die Runde des Tages geht Gary Woodland mit der 65 auf. Der US-Boy sichert sich 6 Birdies und verdrängt dank fehlerloser Leistung noch Auftaktleader Justin Rose auf Position 2. Tiger Woods kommt dagegen weiter nicht in die Gänge und fällt mit der 72 auf Even Par und Position 32 zurück.

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Vergeblich gezittert

HAUTS DE FRANCE OPEN – 2. RUNDE: Martin Wiegele findet im Aa Saint-Omer GC auch am Freitag nicht in die Form seines Sieges vor einigen Jahren und scheitert wie schon in der Vorwoche am Cut. Auch Manuel Trappel kann sich mit einer 74 nicht mehr ins Wochenende retten.

Martin Wiegele und Manuel Trappel müssen erneut bereits nach der ersten Runde einem Rückstand nachlaufen. Auf dem wohl schwersten Platz des Jahres in Saint-Omer hofft Martin Wiegele am Freitag eigentlich mit später Startzeit die Geister seines bislang einzigen European Tour Sieges beschwören zu können, um an eben dieser Wirkungsstätte den Sprung ins Weekend noch realisieren zu können. Manuel Trappel startet mit zwei Schlägen Rückstand auf die Cutmarke in den Freitag und hat so mit einer guten Runde ebenfalls noch die Chancen um aus Frankreich Preisgeld mitnehmen zu können. Bei beiden entwickelt sich die zweite Runde dann jedoch nicht wie eigentlich geplant

Dabei springt bereits zum Start von Martin Wiegeles Runde die Cutmarke auf +3, was bedeutet, dass der Routinier zu dieser Zeit schon im Wochenende wäre. Die Runde selbst legt er dann durchwegs solide an und nimmt souveräne Pars mit. Am ersten Par 5 der Runde gelingt dann sogar der Sprung in den roten Bereich, den er jedoch auch postwendend wieder verlassen muss.

Kaum auf den zweiten neun Bahnen angekommen holt er sich aber wieder das Minus als Vorzeichen und verwaltet sein Score auf den folgenden Löchern gekonnt. Erst auf der 15 und der 16 schleichen sich dann noch zwei mehr als nur unangenehme Fehler ein, denn mit der 72 (+1) rutscht Martin auch wieder hinter die prognostizierte Cutmarke zurück und hofft danach vergeblich, dass diese noch auf 4 über Par springt. Als 67. verpasst er den Cut hauchdünn um einen einzigen Schlag.

Erneut vorbei

Auch Manuel Trappel zeigt sich am Freitag von seiner ganz sicheren Seite. Loch um Loch spult der Vorarlberger mit der vorgegebenen Schlaganzahl ab und macht so nichts falsch. Kurz vor dem Turn gelingt dann am Par 5 der 9 sogar das erste Birdie, das ihn erstmals auf Cutkurs bringt.

Sofort aber wirft es ihn kaum auf den Backnine angekommen wieder zurück und der erste Fehler läutet auch regelrecht eine Schwächephase ein, denn zwei weitere Bogeys und sogar ein Doppelbogey kann ein einziges Birdie auf der hinteren Platzhälfte klarerweise nicht egalisieren, weshalb Manuel mit der 74 (+3) und als 101. wie schon in der Vorwoche recht deutlich am Cut scheitert.

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Sepp unleashed

US OPEN – 1. RUNDE: Sepp Straka legt in Pebble Beach dank unglaublicher Puttleistung mit einer 68 ein US Open-Debüt der Extraklasse hin und mischt nach der ersten Runde auf Platz 8 mit. Auch Bernd Wiesberger startet mit einer Par-Runde durchaus gut.

Sepp Straka gibt bei der US Open sein Major-Debüt, für das er sich als Sieger des kanadischen Sectional Qualifiers souverän empfehlen konnte. Bernd Wiesberger musste hingegen als 15. von Walton Heath und 1. Reserve bis Montag Morgen warten, ehe er gemeinsam mit den US-Boys Harris English und Joel Dahmen über die Warteliste ins Feld rutschte. Zu diesem Zeitpunkt saß der Burgenländer bereits im Flieger um am Montag in Pebble Beach zu landen.

Nicht nur für Straka, auch für Bernd Wiesberger ist es eine Premiere am Links-Klassiker von Pebble Beach. Bei der letzten US Open im Norden Kaliforniens 2010, als es mit Graeme McDowell (NIR) sogar einen europäischen Major-Champion zu feiern gab, war Bernd nicht qualifiziert. Somit kommt es zu einer doppelten Premiere, vor allem auch weil erstmals überhaupt zwei Österreicher beim Major der USGA in den Teeboxen stehen werden. Österreich kehrt damit auch endlich wieder auf die Major-Bühne zurück, auf der wir zuletzt beim Masters 2018 präsent waren.

Par 5 Bogey als Weckruf

Sepp Straka findet sich mit allererster Startzeit mit einem Fairwaytreffer auf der 10 recht gut zurecht, lässt sich am Ende aber einen unangenehmen Tester aus 1,5 Metern zum Par übrig, den er aber ohne Probleme besteht. Diese Distanz hat er auch weiterhin im Griff, denn auch am Par 3 der 12 stopft er den fälligen Putt zum wichtigen Par. Im Nachhinein betrachtet sind diese anfänglichen Putts die Ouvertüre zu einer richtig sensationellen Leistung auf den Grüns.

Ausgerechnet am ersten Par 5 legt der Longhitter dann aber seinen Drive ins Rough und erreicht in Folge erst mit dem vierten Schlag überhaupt das Kurzgemähte, was prompt im ersten Schlagverlust mündet. Am zweiten Par 5 macht er seine Sache aber deutlich besser, denn am weltbekannten Küstenloch der Klippe entlang reitet er sogar die Grünattacke. Zwar bleibt der Ball rechts im Rough hängen, den scoretechnischen Ausgleich kann ihm aber niemand mehr nehmen.

Auf den Geschmack gekommen

Kaum auf den Frontnine angekommen wird es aber erneut etwas zäh, denn eine verzogene Annäherung in den Grünbunker sorgt wieder für Stress. Sepp legt den Ball aber gekonnt aufs Grün und locht aus gut drei Metern den wichtigen Parsave. Eine Bahn später legt er sich aus der selben Distanz sogar die Birdiechance auf und locht den fälligen Putt seelenruhig, was ihn erstmals in den roten Bereich abtauchen lässt.

So richtig auf den Geschmack gekommen legt er auch auf der 4 die Annäherung stark zur Fahne und nimmt aus zwei Metern rasch das nächste Birdie mit, was ihn mittlerweile ganz vorne mitmischen lässt. Auch das Par 5 der 6 hat Sepp in Folge perfekt im Griff. Nach starkem Drive und perfekter Grünattacke ergibt sich aus fünf Metern sogar die Eaglechance. Der Adler will in Kalifornien zwar nicht landen, mit dem nächsten Birdie ist er zu dieser Zeit aber sogar erster Verfolger von Scott Piercy.

Unaufgeregt spult Sepp die letzten Bahnen ab, stopft auf der 9 noch einen unangenehmen Dreimeterputt und nimmt so wichtige abschließende Pars mit. Schlussendlich marschiert der Debütant – der am Donnerstag 12 von 14 Fairways traf und lediglich 26 Putts benötigte – mit einer 68 (-3) über die Ziellinie und legt somit eine mehr als nur beachtliche erste US Open Runde der Karriere hin, die ihm für einige Minuten sogar die Führung im Clubhaus einbringt, ehe Scott Piercy (USA) mit einer 67 (-4) knapp an ihm vorbeizieht. Am Ende des ersten Spieltages findet sich Straka auf Position 8 wider.

Guter Start

Bernd Wiesberger beginnt wie sein Landsmann auf der 10 sehr souverän, denn nach Fairway und Grüntreffer nimmt er zum Auftakt ein solides Par mit. Auf der 11 wird es aber erstmals ungemütlicher, denn nachdem der Drive leicht zu weit links zum Liegen kommt, hat er aus dem dicken Zeugs neben der Spielbahn alle Hände voll zu tun und kann nur vorlegen. Aus knapp sieben Metern spielt aber der Putter mit und rettet ihm das Par.

Am ersten Par 5 lässt ihn das Gerät fürs Kurzgemähte dann aber im Stich, denn nach einem Drive ins Rough erreicht er erst mit dem vierten Schlag das Grün und kann aus knapp zwei Metern das Par nicht kratzen. Am berühmten langen Par 3 der 17 passt dann aber das 4er Eisen nahezu perfekt, und nachdem ihm Flighpartner Lee die Linie genau zeigt, lässt er sich aus 3,5 Metern die Chance aufs Birdie nicht entgehen.

Auf der 2 wird es dann nach längerer Zeit wieder etwas unangenehm, doch trotz einer eingebunkerten Annäherung kratzt er aus knapp zwei Metern noch das Par. Erst auf der 13 passt dann wieder alles zusammen, denn nach recht guter Annäherung schnappt diesmal aus 3,5 Metern die Birdiefalle zu, was Bernd zum ersten Mal in den Minusbereich abtauchen lässt.

Eine verzogene Annäherung auf der 8 in den Grünbunker lässt ihn diesen jedoch wieder verlassen, nachdem wegen einer kleinen Spikemarke auch noch der Parputt auslippt. Mit einem grundsoliden Par beendet Bernd dann seine Auftaktrunde aber wie er die Runde auch begann, notiert so die 71 (Par) und verschafft sich damit als 40. eine mehr als nur gute Ausgangslage um auch am Wochenende noch mit von der Partie sein zu können.

“Es war ein gelungener Auftakt für mich. Habe relativ solides Golf gespielt, aber leider einige dumme Fehler mit kurzen und mittleren Eisen gemacht. Bin sicher, dass ich morgen weiter darauf aufbauen kann,” gibt sich Wiesberger optimistisch für den weiteren Turnierverlauf.

Rose sorgt für beste Auftaktrunde

Die weichen Grüns und perfekten Bedingungen bei wenig Wind am Vormittag weiß Rickie Fowler am besten auszunützen. Der Kalifornier punktet mit perfekten langen Schlägen und locht auch 6 Birdieputts am Weg zur 66. Aber auch am Nachmittag bleiben die Bedingungen hervorragend, was Justin Rose ausnutzt um sogar noch einen Schlag tiefer zu gehen und mit der 65 die alleinige Führung bei 6 unter Par zu übernehmen.

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Wieder mit Rückstand

HAUTS DE FRANCE OPEN – 1. RUNDE: Martin Wiegele kommt zum Auftakt nicht über die 74 hinaus und brockt sich damit erneut bereits nach der Auftaktrunde einen unangenehmen Rückstand ein. Manuel Trappel muss sich im Aa Saint-Omer GC mit einer birdielosen 75 zufrieden geben.

In St. Omer feierte Martin Wiegele 2010 seinen bislang einzigen Sieg auf der European Tour, somit kehrt er voller nostalgischer Erinnerungen nach Calais zurück. Das Turnier ist bereits seit dem Jahr 2000 am Kalender, allerdings mittlerweile nur noch auf der Challenge Tour. Der Kurs gilt als der schwerste des Jahres, vor allem wenn der Wind in der Normandie so richtig bläst. Manuel Trappel geht dank einer Einladung an den Start, während es Lukas Nemecz, der den Kurs sowieso nicht wirklich mag, erneut nicht ins Feld schafft.

Wiegele beginnt das Turnier mit einer der frühesten Startzeiten sehr souverän, ehe es ihn auf der 13 erstmals mit einem Bogey etwas erwischt. Sofort aber setzt der Routinier am darauffolgenden Par 5 den perfekten Konter in Form des ersten Birdies. Da er zwei Bahnen später jedoch einen weiteren Fehler nicht verhindern kann, taucht er nur im Plusbereich auf den Frontnine auf.

Dort setzt sich die schwarze Phase zunächst weiter fort, denn auch die 1 und die 2 knöpfen dem Steirer Schläge ab, was ihn bereits unangenehm am Leaderboard nach unten rasseln lässt. Erst das Par 3 der 4 ist Martin dann wieder freundlich gesinnt und lässt ihn ein weiteres Birdie eintragen. Da sich danach aber nur ein Bogey ausgeht unterschreibt er schließlich nur die 74 (+3) und brockt sich damit erneut bereits nach der ersten Runde als 71. einen Rückstand auf die prognostizierte Cutmarke ein.

“Das war kein guter Start, aber es war auch mega schwierig, wie man an den Scores recht gut erahnen kann. Zunächst konnte ich auf der 13 nach Chip das Par nicht mehr kratzen, hab aber danach aus einem Meter sofort ausgeglichen. Auf der 16 wars sogar ein super Bunkerschlag aber aus einem Meter hat der Putter dann nicht mitgespielt. Nach dem Turn waren es wieder Zweiputts nach Chip, die mir Schläge gekostet haben. Nach starkem Eisen konnte ich nochmal verkürzen, aber auf der 5 hat wieder der Putter aus 1,5 Metern nicht mitspielen wollen”, fasst er die Runde zusammen.

Zu fehleranfällig

Nur Minuten nach seinem Landsmann startet auch Manuel Trappel auf den Backnine ins Turnier und macht es zunächst Martin Wiegele mit drei Pars und anschließendem Schlagverlust nach. Erst danach finden die Parallelen ein jähes Ende, denn anders als der Steirer, der sofort ausgleichen konnte, tritt sich der Vorarlberger auf der einzigen langen Bahn der zweiten neun Löcher einen weiteren Fehler ein und rutscht so unangenehm zurück.

Zwar stabilisiert er sein Spiel dann auf den nächsten Löchern wieder, mit der 2 und der 4 machen ihm aber gleich beide kurzen Löcher der Frontnine einen Strich durch die Rechnung und brummen ihm die nächsten Fehler auf. Da bis zum Schluss nicht ein einziges Birdie gelingen will, muss er sich schließlich mit der 75 (+4) zufrieden geben, die ihm nur den 91. Platz ermöglicht.

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Super Ausgangslage

RBC CANADIAN OPEN – 2. RUNDE: Sepp Straka streut auf seiner zweiten Runde im Hamilton G & CC zwar zwei späte Bogeys ein, marschiert mit gleich sieben Birdies und der 65 aber bis auf Platz 13 vor und sichert sich so eine richtig gute Ausgangslage für das Wochenende.

Sepp Straka drehte seine Auftaktrunde am Donnerstag mit späten Birdies noch zur 68 (-2) und lag damit vor der zweiten Runde klar auf Kurs in Richtung Wochenende. Am Freitag will er nun seine frühe Startzeit bestmöglich ausnützen und eine gute Runde nachlegen um sich vor dem Moving Day in gute Position zu bringen. Das Vorhaben soll nahezu perfekt aufgehen.

Gleich der erste Drive passt auf der 10 punktgenau, allerdings legt Sepp anschließend das Wedge deutlich zu weit hinten aufs Grün und beraubt sich so selbst einer anfänglichen Birdiechance. Schon auf der 11 erledigt er dies aber deutlich besser, denn ein perfektes Eisen bremst sich nur knapp der Fahne ein, was Sepp rasch den ersten roten Eintrag beschert. Auch der Putter ist sofort auf Temperatur, denn aus fünf Metern gelingt danach postwendend das nächste Birdie.

So richtig on fire stellt ihn am darauffolgenden Par 3 auch ein Putt vom Vorgrün aus gut sechs Metern vor keinerlei Probleme, denn mit weiterhin brandheißem Puttgerät schnürt er sogar den Birdietriplepack. Danach geht er es zwar deutlich ruhiger an, muss bis zum Turn aber keinen Schlag abgeben. Kaum auf den Frontnine angekommen drückt er dann wieder aufs Tempo, dann nach einem weiteren perfekten Eisen hat der Putter aus nicht einmal einem Meter keinerlei Probleme das nächste Birdie einzusacken.

Nächste heiße Phase

Die Parallelen zu seinen ersten neun Bahnen reißen auch danach nicht ab, denn aus vier Metern fällt auch auf der 2 der Putt zum bereits fünften Birdie des Tages. Nach starkem Parsave auf der 3 lässt er sich am einzigen Par 5 der Frontnine danach nicht zweimal bitten und hat sogar etwas Pech, dass der Chip nicht direkt zum Eagle ins Loch fällt.

Am kurzen Par 4 der 5 packt Sepp dann den Hammer aus und legt seinen Abschlag nur knapp sechs Meter neben die Fahne. Der Putt zum Adler will zwar nicht im Loch verschwinden, das nächste Birdie ist aber nur Formsache. Danach rettet er sich aus dem Grünbunker noch stark zum Par, eine leicht verzogene Annäherung auf der 7 mit anschließendem verschobenen Zweimeterputt brummt ihm dann aber auch das erste Bogey auf.

Späte Fehler verschmerzbar

Der erste Fehler erweist sich auch sichtlich als Rhythmusbremse, denn am Par 3 danach bunkert sich Sepp einmal mehr neben dem Grün ein und diesmal will der Sandsave nicht gelingen, womit er sogar den unangenehmen Doppelpack schnürt. Ein solides Par zum Abschluss lässt ihn dann aber die 65 (-5) unterschreiben, die ihm fürs Wochenende als 13. eine richtig gute Ausgangslage auflegt.

Bei 7 unter Par hat Straka nur einen Schlag Rückstand auf die Top 10 und auch nur 5 Shots auf der Leaderduo Matt Kuchar und Scott Brown.

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Totalausfall

SWISS CHALLENGE – 2. RUNDE: Weder Martin Wiegele noch Manuel Trappel, Sebastian Wittmann oder Bernard Neumayer können im Golf Sempach die Cutmarke überspringen und sorgen so für einen rot-weiß-roten Totalausfall.

Österreichs Challenge Tour Professionals legten schon am Donnerstag einen durchwegs verhaltenen bis sehr durchwachsenen Auftakt hin. Martin Wiegele war vom 85. Platz aus noch das heißeste heimische Eisen im Cutfeuer, doch selbst er muss am Freitag zumindestens zwei Schläge auf die Prognostizierte Marke gutmachen, will er vom Golf Sempach Preisgeld mitnehmen.

Den zweiten Spieltag beginnt der Routinier dann auch durchwegs souverän, kommt mit Pars der Cutmarke, die zwischenzeitlich bereits auf 2 unter Par klettert, damit aber klarerweise nicht näher. Richtig bitter wird es dann kurz vor dem Wechsel auf die Frontnine, denn mit einem Doppelbogey am Par 5 der 17 rutscht Martin sogar in den dreistelligen Leaderboardbereich zurück und müsste nun auf den verbleibenden Bahnen schon satte fünf Schläge gutmachen.

Nicht nur, dass dieses ohnehin schwer zu erreichende Ziel zu keiner Zeit mehr aufgehen will, Martin tritt sich auf der 4 sogar noch einen weiteren Fehler ein und entledigt sich so endgültig auch der letzten Chance tatsächlich noch irgendwie über die Cutlinie zu kommen. Zumindestens erspart er sich mit einem Birdie auf der 7 eine komplett birdielose Runde, ein darauffolgendes weiteres Bogey ermöglicht ihm aber nicht mehr als die 74 (+3) und Rang 106.

Ebenfalls sehr weit weg

Noch deutlich schwieriger gestaltet sich vor der zweiten Runde die Aufgabe für Manuel Trappel, denn nach der 74 (+3) liegt er nach dem ersten Spieltag nur auf Rang 118 von wo aus ihm schon satte vier Schläge fehlen. Er erschwert sich dann zusätzlich die Aufholjagd mit Bogey am Eröffnungsloch und kommt erst im zweiten Drittel der Runde auf Touren, als er sich einen Birdie-Dreierpack schnürt und bis auf einen Schlag an die Cutmarke herankommt.

Doch wie schon am Vortag reißt dann kurz vor dem Turn der Schwung ordentlich ab, denn ein Bogey auf der 18 besiegelt in Folge einen klar verpassten Cut. Den Fehler bessert er zwischenzeitlich zwar noch aus, mit drei weiteren Bogeys unterschreibt er schließlich aber nur die 72 (+1) und hat damit wie sein Landsmann mit Rang 106 am Wochenende bereits ungewollt frei.

Bernard Neumayer und Sebastian Wittmann haben nach total verpatzten ersten Runden nur noch theoretische Chancen aufs Wochenende. Am Ende verlassen Wittmann nach der 74 (+3) und Neumayer nach der 81 (+10) das Turnier als 151. bzw. 154. abgeschlagen am hinteren Ende des Leaderboards. Nachdem es in den vergangenen Jahren bei den Eidgenossen noch halbwegs laufen wollte – Trappel erreichte vor zwei Jahren immerhin Rang 7, Nemecz wurde letzte Saison 27. – will heuer am Sempachersee so gut wie gar nichts zusammenlaufen, was für einen kollektiven Totalausfall aus österreichischer Sicht sorgt.

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Auf Cutkurs

RBC CANADIAN OPEN – 1. RUNDE: Sepp Straka bringt sich zum Auftakt im Hamilton G & CC mit späten Birdies klar auf Kurs in Richtung Wochenende.

Nach der sensationellen Vorstellung in der 36 Loch Qualifikation für die US Open, die er gemeinsam mit Tom Hoge in Kanada gewann, möchte Sepp Straka einen zweiten Streich in Ontario landen. Die US PGA Tour gibt in dieser Woche ihr alljährliches Gastspiel in Kanada, das auch heuer im anspruchsvollen Hamilton Golfclub bei Toronto stattfinden wird. Dustin Johnson, Brooks Koepka, Matt Kuchar (alle USA) und Rory McIlroy (NIR) sorgen für ein bärenstarkes Lineup auf dem klassischen Par 70-Parklandkurs.

Straka eröffnet mit einem lasergenauen Eisen ins 1. Grün, das dem Putter nur noch eine Formalität zum schnellen Birdie übrig lässt. Auch das erste Par 5 nutzt der Powerhitter mit Chip und Putt zum nächsten Schlaggewinn aus. Doch ausgerechnet am kurzen Par 4 der 5, wo er vom Tee fast das Grün erreicht, patzt er im Kurzspiel und gibt erstmals einen Schlag ab. Ein weit weggeblockter Drive an der 9 erlaubt nur den Querpass zurück ins Spiel, womit er mit dem Bogey zur Halbzeit wieder auf den Anfangspunkt zurückfällt.

Starkes Finish

Auch nach dem Turn muss sich der Longhitter weiter in Geduld üben, denn nach wie vor stellt der rote Eintrag auf der 4 das letzte Erfolgserlebnis dar. Noch bitterer wird es dann auf der 13, denn Sepp verzieht am Par 3 den Abschlag nach links und kann das Up & Down nicht kratzen, womit er erstmals sogar in den Plusbereich zurückfällt. Die Antwort des Doppelstaatsbürgers folgt aber prompt, denn eine starke Annäherung lässt dem Putter auf der 14 nur knapp drei Meter zum Ausgleich über, was dieser dankend annimmt.

Auf den Geschmack gekommen bäumt sich der gebürtige Wiener gegen Ende noch einmal auf und zeigt, dass ihm die Distanz von rund drei Metern am Donnerstag durchaus entgegenkommt, denn sowohl auf der 16 als auch auf der abschließenden 18 spielt das Gerät fürs Kurzgemähte aus eben diesen Distanzen weiterhin mit und ermöglicht Sepp so die 68 (-2), die ihn nach der ersten Runde als 42. klar auf Cutkurs bringt. Keegan Bradley (USA) legt mit der 63 (-7) die frühe Bestmarke hin.

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