Kategorie: european_tour

Zach Johnson 2015

Putt-Champion mit Links

THE OPEN CHAMPIONSHIP 2015 – FINAL: Zach Johnson puttet im Stechen Louis Oosthuizen und Marc Leishman aus und holt den zweiten Majortitel. Bernd Wiesberger verputtet mit der 72 auch den Finaltag.

In einem dramatischen Birdie-Wettlauf, wie man ihn schon lange nicht mehr an einem Major-Finaltag gesehen hat, sprinten zwei Dutzend Titelkandidaten über die Ziellinie bei der 144. Open Championship.

Kein Wunder, dass dieses enge Rennen nach 72 Löchern immer noch nicht entschieden ist: der ehemalige Masters-Champion und Meisterputter Zach Johnson legt die Latte auf 15 unter Par im Clubhaus. Doch nicht der zweifache Majorsieger 2015 Jordan Spieth, auch nicht Jason Day, Sergio Garcia oder Adam Scott egalisieren die Bestmarke, sondern der Australier Marc Leishman, der gemeinsam mit Johnson die Bestmarke am Schlusstag von 66 Schlägen aufstellt.

Spieth_1511_300quJohnson schlägt mit 7 Birdies auf den ersten 12 Löchern einen gnadenlosen Birdietakt. Nur der australische Longhitter Marc Leishman und der Champion von 2010, Louis Oosthuizen, können diesem Tempo folgen. Oosthuizen rutscht erst mit dem Birdie am Schlussloch ins Stechen.

Jordan Spieth zeigt früh am 8. Grün mit einem Vierputt Nerven, wo er vom Kurzgemähten herunterputtet und fällt mit dem Doppelbogey scheinbar aussichtslos zurück. Bei beiden Major-Siegen heuer war der 21-jährige Texaner jedoch der beste Finisher und ähnliche Reserven mobilisiert er neuerlich mit dem Putter: am 16. Grün locht Spieth aus 20 Metern zum Birdie und ist wieder im Geschäft. Erst ein unsauberes Bogey an der 17 und der verpasste Birdieversuch am 72. Loch stellen sicher, dass auch der 21-jährige Jungstar heuer nicht den Grand Slam gewinnen wird und sich mit Platz 4 begnügen muss.

Sergio Garcia verabschiedet sich wie so oft auf der Zielgerade aus der Entscheidung, diesmal mit drei Bogeys. Adam Scott patzt im entscheidenden Moment bei einem Halbmeter-Putt. Amateur Paul Dunne agiert vom ersten Golfschlag an viel zu nervös und verliert nicht nur die Top 10 aus den Augen sondern muss auch im Kampf um die Silver Medal für den besten Amateur Jordan Niebrugge (USA) den Vortritt lassen.

Stechen über vier Löcher

JohnsonZ_1502_300quIm Stechen landet Oosthuizen aus 6 Metern den ersten Birdie-Streich, Johnson folgt eiskalt aus nur wenig kürzerer Distanz. Leishman ist bereits am Grün der 1 nach Dreiputt-Bogey aus dem Titelrennen. Der Amerikaner bringt im schottischen Nieselregen seinen Putter zum Glühen und holt sich an der 2 aus 6 Metern das nächste Birdie und die Führung.

Das Road Hole bringt nicht wie erwartet die Vorentscheidung, da alle drei Kontrahenten mit Bogey vom Grün marschieren. Am Schlussloch scheitern sowohl Johnson als auch Oosthuizen an 5 Meter-Birdieputts.

Johnson, der an den ersten beiden Tagen mit Bernd Wiesberger spielte, locht im Stechen mehr Meter als der Österreicher in der gesamten Woche und puttet sich so zu seinem ersten Open-Titel.

Wiesberger früh im Ziel

Bernd Wiesberger ist um 13 Uhr bereits mit der Golfarbeit fertig, bleibt nach dritter Par-Runde der Woche in den hinteren Regionen des Leaderboards auf Platz 68 stecken. „135 Putts in vier Tagen und 86,1% Grüntreffer, mehr gibts nicht zu sagen. Sehr enttäuschend, weil mein langes Spiel gut genug war für ein Topergebnis,“ fasst er zusammen.

Wiesbergers unbelohnte Golf-Kunst

Bernd Wiesberger 2015Bernd Wiesberger kann selbst auf der Zielgerade der 144. Open Championship die Grüns am Old Course nicht entschlüsseln. Seine Finalrunde am Montag ist ein Spiegelbild der Vortage: brilliant von Tee bis Grün und ratlos beim Putten. Das einzige Final-Birdie gelingt spät an der 11, dafür schenkt ihm das Road Hole (Loch 17) zum vierten Mal das Bogey ein.

Mit 62 von 72 getroffenen Grüns ist der French Open-Champion bei den Allerbesten mit 13 Golfschlägern, nur den 14. Schläger muss er 35, 33, 32 und 35 Mal bemühen, so oft wie kein anderer Finalist von St. Andrews. „Dabei habe ich gute Putts gespielt, aber es ist in dieser Woche überhaupt nichts gefallen. Vielleicht braucht mein Putter jetzt eine Höhenkur,“ setzt er jetzt auf die 1500 Meter beim European Masters in Crans-sur-Sierre.

Das Home of Golf ist leider bei der 144. Open-Championship mehr ein „Home of Putts“, womit Wiesberger bei gesamt 1 unter Par nur auf Rang 68 in die Endwertung kommt. Damit kann er sein bislang bestes Ergebnis bei Europas Major (Platz 64 in Muirfield 2013) nicht einmal toppen. Dort wo tief gescort wird, zählt Wiesberger einmal mehr nicht zu den Besten.

Da der Old Course die Sympathiebekundungen des Österreichers nicht erwidert, hilft ihm auch der Auftritt bei seiner 3. British Open in den diversen Rankings nicht weiter. Besonders bitter ist dies vor allem hinsichtlich einer US Tourkarte, womit heuer nur noch die Chance bei der Bridgestone Invitational und der PGA Championship Mitte August verbleibt um das dafür notwendige absolute Topergebnis zu stemmen.

Wiesbergers Finalrunde in den Live Text-Updates

13:00 Goodbye mit 3. Par-Runde

Am berüchtigen „Road Hole“ setzt es jedoch zum vierten Mal das Bogey, typisch für seine Open wieder mit Dreiputt. Somit muss sich Wiesberger zum dritten Mal mit einer Par-Runde begnügen, die ihn bei insgesamt -2 nur ca. auf Platz 75 bringt.

12:00 – Fehlerlose Vorstellung bislang

Bernd Wiesberger 2015Auch wenn weitere Birdieputts bislang nicht fallen wollen – selbst nicht am Par 5 der Back 9 – zeigt Wiesberger am Finaltag eine fehlerlose Vorstellung. Erst an der schweren 16 kommt Bernd nach verzogenem Tee-Shot in Bedrängnis, verlängert aber mit gekonntem Chip-Putt die Par-Serie.

11:00 – Front 9 alles in Par

Konsequent seiner Par-Strategie bleibt Wiesberger auch am einzigen Par 3 der Front 9 und auch weiter bis zum Halbzeitturn treu. Angesichts der guten Bedingungen matcht er sich damit vorerst mit Bernhard Langer um die rote Laterne.

Bis zum 11. Grün schleppt sich Bernd erfolglos über den Platz, ehe ihn der Putter mit dem ersten Birdie erlöst!

10:00 – Spiegelbild der Vortage

Während die früh gestarteten Kollegen rundherum ihre Birdies einsacken, regiert im Wiesberger / O’Meara-Flight die Putt-Tristesse. Beide perfekt bis zum Grün, aber mit dem 14. Schläger im Bag glücklos. Jeder Zweite, der bislang das erste Par 5 spielte, marschierte mit Birdie vom Grün, jedoch wiederum keiner aus dem Wiesberger-Flight, Bernd noch dazu mit Dreiputt-Par.

Mark O’Meara zeigt am 6. Grün mit Birdie, wie es geht, Bernd bleibt jedoch auf der Par-Welle.

09:30: Par-Beginn

Auch wenn das Eröffnungsloch zwei von drei der frühen Starter ein Birdie spendiert, so leider nicht Bernd Wiesberger, der mit Par eröffnet. Immerhin passt das lange Spiel weiter perfekt, auch das 2. bis 4. Grün erreicht er ohne Probleme, nur der Putter springt noch nicht an – bislang ein Routine-Par nach dem anderen.

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Weiter im Leerlauf

THE OPEN CHAMPIONHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger kann die zum größten Teil optimalen Verhältnisse am Old Course nicht ausnützen und büßt mit der 71 (-1) sogar Plätze im Klassement ein.

Durch lange wetterbedingte Unterbrechungen an den Vortagen kann der Finaltag erst am Montag gespielt werden. Der verschobene Moving Day präsentiert sich am Sonntag Vormittag nahezu ideal um tief zu schießen. Leichter Regen über Nacht macht die Grüns wieder bissiger, wenig Wind und teilweise freundliche Pin-Positions laden ihrerseits zu Attacken auf die Fahnen ein.

„Ich hab heute eigentlich wieder ganz gutes Golf gespielt, aber die Löcher sind für mich in dieser Woche wie versiegelt. Ich komm einfach auf den Grüns in keinen Lauf. Vielleicht ist ja wenigstens morgen zum Abschluss noch eine tiefe Runde für mich dabei“, zeigt sich Bernd verständlicherweise enttäuscht über den durchwachsenen Moving Day.

Bernd Wiesberger allerdings kann dies mit früher Startzeit und noch frischen Grüns kaum ausnützen. Zwar agiert er zu Beginn erneut souverän von Tee bis Grün, doch wieder kann er das starke lange Spiel nicht in Zählbares ummünzen. Bezeichnend hierfür ist die 5 (Par 5), wo er das Grün mit dem zweiten Schlag stark attackiert, ein Dreiputt allerdings verhindert noch das bereits sicher geglaubte Birdie.

Groove gefunden?

Auf der 7 darf er dann aber doch jubeln. Der erste Singleputt am Sonntag beschert ihm das erste Birdie, dieses allerdings bringt ihn zu dieser Zeit bei den allgemein tiefen Scores nicht einmal auf die Ausgangsplatzierung zurück. Mit einem weiteren Birdie auf der 9 scheint es aber, als hätte Österreichs Nummer 1 endlich den richtigen Groove für die schottischen Grüns entdeckt. Die Hoffnung wird jedoch fast im Keim wieder erstickt.

Wie schon zum Auftakt, will die 11 (Par 3) nicht nach dem Geschmack von Bernd verlaufen und er muss einen Schlag wieder abgeben. Dabei hat er sogar alle Hände voll zu tun, denn erst ein Singleputt verhindert noch schlimmeres als ein Bogey. Das zweite und letzte Par 5 am Old Course gelingt dann aber mit dem insgesamt dritten roten Eintrag und die Chance auf einen wichtigen Move bleibt so noch am Leben.

Wieder zurück

Doch richtig warm wird der Bad Tatzmannsdorfer in dieser Woche mit dem altehrwürdigen Old Course nicht. Zunächst brockt er sich auf der 16 nach verfehltem Grün ein weiteres Bogey ein, danach erwischt es ihn zum bereits dritten Mal am Road-Hole. Ein Dreiputt stellt das Tages- und das Turnierergebnis wieder zurück auf Even Par.

Zumindestens aber die erste rote Runde des Turniers gelingt Bernd Wiesberger mit einem abschließenden Birdie auf der 18. Die 71 (-1) kostet ihm dennoch etliche Ränge im Klassement und er verliert von Rang 70 aus die Topränge endgültig aus den Augen. Am Finaltag ist ein Vorstoß in die richtig lukrativen Regionen des Leaderboards wohl kaum noch realisierbar.

Bernd hat am dritten Spieltag auch vom Tee erstmals einige Probleme. Nur knapp über die Hälfte aller Abschläge finden mit dem Fairway das richtige Ziel, dennoch trifft er am Sonntag erneut viele Grüns, was ihn in dieser Statistik auch ganz vorne aufscheinen lässt. Beim Putten gibt es aber nach wie vor noch sehr viel Luft nach oben. Auch am Moving Day benötigt er mit 32 Schlägen am Kurzgemähten klar zu viel um seinen Namen weiter vorne im Klassement zu finden.

Amateur voran

Dunne_1501_300Was am Sonntag in St. Andrews möglich gewesen wäre zeigen etwa Marc Leishman (AUS), dem mit der 64 (-8) die tiefste Runde des Tages aufgeht, was ihn sogar bis auf Rang 6 nach vorne spült. Auch Jordan Spieth (USA) wahrt nach wie vor klar die Chance auf den bereits dritten Major-Sieg der Saison. Der Texaner notiert die 66 (-6) und pendelt sich so auf Platz 4 ein.

Die Überraschung des bisherigen Turnieres aber liefert der irische Amateur Paul Dunne ab. Er spielt sich mit der fehlerlosen 66 (-6) bis ganz nach vor und teilt sich vor den letzten 18 Bahnen die Führung mit dem Old Course Champion 2010 Louis Oosthuizen (RSA) und Jason Day (AUS), die beide die 67 (-5) zum Recording bringen. Dustin Johnson (USA) hingegen muss nach der 74 (+2) etwas abreißen lassen und geht nur von Rang 15 aus in den Finaltag.

Bernd Wiesbergers 3. Runde im Überblick:

14:00 MEZ – Wieder das Road-Hole

Wieder kostet Bernd Wiesberger das Road-Hole (17) einen Schlag. Der Bad Tatzmannsdorfer muss am Grün den Putter dreimal bemühen, ehe der Ball im Loch verschwindet. Damit liegt er eine Bahn vor Schluss wieder auf Even Par. Ein abschließendes Birdie beschert ihm zwar die erste rote Runde der Woche, dennoch büßt er am Leaderboard einige Ränge ein.

13:00 MEZ – Schlusssprint notwendig

Bernd notiert auch auf der 13 ein solides Par, muss nun aber auf den verbleibenden Löchern das Tempo anziehen um sich bei den derzeit sehr guten Verhältnissen am Leaderboard noch zu verbessern. Mit der 14 wartet nun ein Par 5 auf den Burgenländer und Bernd kann dieses auch zu seinem insgesamt dritten Birdie überreden. Auf der 15 scrambelt er sich nach verfehltem Grün zum Par.

Bei einsetzendem Starkregen verfehlt er auf der 16 sowohl Fairway als auch Grün und muss sein zweites Bogey einstecken.

12:00 MEZ – Endlich Rot

Auf der 7 ist es dann soweit. Bernd trifft sowohl Fairway als auch Grün und kann mit dem ersten Singleputt des dritten Spieltages das erste Birdie notieren. Das erste Par 3 der Runde übersteht er ohne gröbere Probleme. Nach dem Birdie auf der 7 scheint Bernd nun den richtigen Groove gefunden zu haben. Auf der 9 gelingt der nächste rote Eintrag, der ihn weiter nach vorne spült. Die 10 gelingt solide.

Zum ersten Mal verfehlt Bernd auf der 11 (Par 3) ein Grün und wird prompt mit dem ersten Bogey am Sonntag dafür bestraft. Die 12 gelingt trotz verfehltem Fairway mit Par.

11:00 MEZ – Weiter warten

Bernd Wiesberger muss auch nach der 3 noch auf den ersten roten Eintrag warten. Zum ersten Mal verfehlt er am Sonntag ein Fairway, nach getroffenem Grün und zwei Putts ist Par Nummer drei in den Büchern. Die 4 verläuft ohne Probleme. Am Par 5, der 5 attackiert er das Grün, mit einem Dreiputt ist aber auch hier kein Birdie zu holen. Ein Loch später ist das nächste Par perfekt.

10:40 MEZ – Suboptimaler Start

Bernd bewältigt das Birdieloch der 1 am Sonntag nur mit Par. Die geplante Aufholjagd erfährt so zumindestens zum Start einen kleinen Dämpfer. Auch die 2 verläuft mit Par unaufgeregt.

10:15 MEZ – Wetter spielt mit

Derzeit geht noch leichter Sprühregen auf den Old Course nieder, der Wind verhält sich aber ausnahmsweise unauffällig. Die Bedingungen mit durch den Regen wieder etwas bissigeren Grüns könnten Bernd Wiesberger am Sonntag in die Hände spielen. Bislang haben gerade einmal zwei Flights die 1 gespielt. Allen vier Kontrahenten glückte dabei am Eröffnungsloch ein Birdie. In 10 Minuten startet auch der Oberwarter seinen Moving Day.

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Happy Week-End

THE OPEN CHAMPIONSHIP – 2. Runde: Bernd Wiesberger scort mit eiskaltem Putter erneut die 72, das reicht für den Cut. Erst Samstag Abend wird die 2. Runde abgeschlossen, Finale am Montag.

Erstmals nach 1988 wird die Open-Championship erst am Montag entschieden werden. Wind und Regen kosten der 144. Auflage von Europas Major einen kompletten Spieltag. Nach drei Stunden Regenpause am Freitag kann am Samstag Morgen nur eine Stunde weitergespielt werden, ehe Windspitzen von über 60 km/h die Bälle von den Grüns blasen und um 8:30 Uhr Morgens unterbrochen werden muss.

Erst um 19 Uhr war der Sturm am Samstag soweit abgeflaut, dass die zweite Runde nach 22 Uhr ihren Abschluss finden konnte. Unter den 70 Finalisten sind auch Bernd Wiesberger und Bernhard Langer, die sich bei Even Par den 61. Platz teilen.

JohnsonD_1502_300Dustin Johnson leistet sich zwar im Sturm seine ersten beiden Schlagverluste im Turnier, entwickelt aber weiterhin genug Feuerkraft um die Führung zu verteidigen und mit der 69 als Einziger zweistellig unter Par die erste Turnierhälfte bei -10 abzuschließen. Danny Willett bei -9 und Urgestein Paul Lawrie bei -8 führen die Riege der Verfolger an. Jordan Spieth bekommt im Sturm erste Links-Probleme und taucht nach der 72 vom Samstag nur außerhalb der Top 10 bei -4 auf.

Martin Kaymer spielt zwei Tage lang abwechslungsreiches Birdie-Bogey-Pingpong, bei 3 unter Par ist der Zug zu den vorderen Rängen aber vielleicht auch schon abgefahren. Super-Senior Bernhard Langer schwimmt gemeinsam mit Bernd Wiesberger bei Even Par am allerletzten Cut-Rang ins Finale, während Marcel Siem um einen Schlag scheitert.

Die 144. Open Championship ist am Samstag Abend auch schon für Tiger Woods zu Ende, der nach der 76 und 75 um sieben Schläge zuviel am Konto hat und weiter Lichtjahre von alten Glanzzeiten entfernt herumgolft. Keinen Platz im Finale finden auch Victor Dubuisson (+1), Joost Luiten (+2), Bubba Watson (+3), Ian Poulter (+3) sowie Miguel-Angel Jimenez.

Rückblick auf den Freitag

Nach nur einer Viertelstunde Spielzeit in St. Andrews am Freitag Morgen hat es kübelweise auf die Anlage geregnet. Die Folge war eine mehr als dreistündige Regenunterbrechung, deswegen kam Bernd Wiesberger auch erst zu Mittag zum Start seiner zweiten Runde. Der Burgenländer kann aber aus den überraschend guten Bedingungen kein Kapital schlagen und brockt sich eine Zitterpartie um den Cut ein.

„Lasst uns hoffen, dass der Wind anhält, dann wird es für das Wochenende reichen“, ist der Burgenländer zuversichtlich, dass seine Open Performance auch an den kommenden beiden Tagen stattfinden wird.

Bernd Wiesberger 2015Bernd Wiesberger haderte am Donnerstag vor allem mit dem Putter, am Freitag werden es vielmehr die Eisen sein, die zu oft zu ungenau ausgefallen sind. In Kombination mit teilweise boshaften Fahnepositionen, wie gewissen Spieler sagen, sollte die Birdieausbeute bei beständigem Wind um die 30 km/h nicht die gewünschte Bilanz bringen. Viele Putts gingen denkbar knapp am Loch vorbei.

„Es war ziemlich hart da draußen“, berichtet Wiesberger. „Aber ohne Putts zu lochen, kann man keinen Move machen.“

Der Österreicher zeigt sich auch am zweiten Tag der 144. Open von seiner sehr soliden und sicheren Seite. Vom Tee agiert der Burgenländer weiterhin ohne großartigen Fehler. Auch das Eisenspiel ist solide, aber eben in vielen Fälle nicht zwingend genug. Da ist es schon fast sinnbildlich, dass das einzige Birdie der Runde auf der 10 nach einem mehr oder weniger „Tap-in“ fällt.

Auf dem schwierigsten und wahrscheinlich auch bekanntesten Loch in St. Andrews, dem Road Hole, erwischt Wiesberger auch am Freitag wieder ein Schlagloch und kommt über das Bogey nicht hinaus. Auf der 18 wird birdiesuchend mit dem Driver das Grün attackiert. Auf Fahnenhöhe bleibt von der linken Seite die Eaglechance. Wiesberger lässt sich einen Birdieputt aus rund fünf Metern übrig, aber auch dieser Putt sollte nicht fallen.

Willett in FrontWillett_1502_300

Danny Willett arbeitet sich mit konsequenter Birdiearbeit bei -9 an die Spitze. Der Engländer notiert die 69 und schraubt die Meßlatte nach oben. Der Flightpartner von Bernd Wiesberger, Zach Johnson, lässt eine deutlich bessere Runde als die 71 liegen, ist aber bei -7 immerhin auf Tuchfühlung.

Die 2. Runde von Bernd Wiesberger im Überblick:

16:00 – Das Road Hole

Der Burgenländer kommt auf dem schwierigsten Loch auf dem Old Course auch am Freitag nicht über ein Bogey hinaus. Das Road Hole wirft den Oberwarter wieder zurück auf Level Par für den Tag und brockt ihm gleichzeitig eine klassische Zitterpartie um den Cut ein.

15:00 – Haube raus, Wind frischt auf

Jetzt setzt auch immer mehr der vorhergesagte Wind ein. Mit einer wärmenden Haube auf dem Kopf versucht Bernd Wiesberger weiterhin sein Ergebnis zu verbessern.

14:00 – Endlich ein Birdie

Einige gute Putts, aber auf den vermeintlich leichteren Frontnine des Old Course ohne Birdie, so lautet die Bilanz von Bernd Wiesberger. Der Oberwarter kommt damit nicht voran. Auf der 10 passt die Annäherung auf den Punkt, es bleibt im Prinzip ein Tap in zum Birdie, ein Geschenk, dass der Burgenländer in der jetzigen Situation gerne annimmt.

13:00 – Der Touch stimmt

Bernd Wiesberger lässt sich durch zu ungenaue Approaches in der Anfangsphase teilweise knifflige Putts übrig. Auch wenn die Birdies vorerst fehlen, so dürfte Österreichs Nummer 1 auf den weichen Grüns einen wesentlich besseren Touch, als noch am Donnerstag haben.

12:00 – Wartezeit beendet

Bernd Wiesberger geht mit über drei Stunden Verspätung in seine zweite Runde bei der British Open. Kurz nach 12 Uhr reicht auf der 1 wie immer ein 1 bis zur 80 Yards Marke und dann der Pitch ins Grün, der aber einen Tick zu weit ausfällt. Der Retourputt ist sechs bis sieben Meter lang, lieber hätte man den Ball näher am Loch. Mit einem Zweiputt ist der Freitag aber sicher eröffnet.

Wiesberger agiert erneut bombensicher, doktert aber noch an der Genauigkeit mit den Wedges herum. An der 3 etwa gerät die Annäherung zu weit, ein tricky Putt aus der Mulde auf dem Grün bleibt. Er löst aber auch diese Aufgabe zufriedenstellend.

11:00 – Es geht weiter

Nach intensiver Arbeit und Auftrocknung der wichtigsten Stellen in St. Andrews kann die 144. Open endlich wieder aufgenommen werden. Der Platz wird sich noch länger spielen, als bisher und die Grüns sind noch weicher. Allerdings könnte durch den permanenten starken Wind der Old Course rasch wieder wesentlich trockener werden.

08:00 – Kurs geflutetRain1_300

Heftiger Regen prasselt über der Anlage nieder, soviel, dass der komplette Kurs von St. Andrews im wahrsten Sinne des Wortes untergeht. Die Drainagen sind hoffnungslos überfordert. Wann es weitergeht, war lange Zeit nicht absehbar. Aufgrund des unermüdlichen Einsatzes der Greenkeeper wird The Open um 11 Uhr MEZ fortgesetzt.

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Auftakt verputtet

THE OPEN CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger muss sich zum Auftakt am altehrwürdigen Old Course von St. Andrews nach 34 Putts mit der 72 (Par) zufrieden geben und pendelt sich damit nur rund um den Cutbereich ein.

Bernd Wiesberger lässt beim Start in seine 3. Open-Championship am Old Course von St. Andrews eine greifbar nahe gute Ausgangsposition auf den Grüns liegen. Dass Österreichs Nummer 1 selbst bei auflebendem Wind am Nachmittag von Tee bis Grün mit bombensicherem Spiel brilliert, hilft ihm dabei wenig: vier Bogeys auf den Back 9 lassen nicht mehr als die 72 zu.

„Das war ein absolut dummes Finish heute. Ich hab eigentlich ganz okay gespielt, aber schlicht nichts gelocht. Alles in allem war das schon enttäuschend. Jetzt muss ich schauen, dass ich morgen früh was ins Laufen bringe“, so Bernd nach der Runde.

Wiesberger_1553_300Bernd Wiesberger findet mit einem Singleputt-Birdie auf der 1 auch perfekt ins Turnier und hat auch danach sein Visier durchwegs gut eingestellt. Die kompletten Frontnine über trifft er jedes Fairway und jedes Grün, kann aus dem starken langen Spiel aber kaum Profit schlagen, da auf den Grüns so gut wie nichts im Loch verschwinden will.

Einzig das Par 5, der 5 kann er nach Attacke mit dem zweiten Schlag zu einem weiteren Birdie überreden und pendelt sich so zu diesem Zeitpunkt rund um Rang 30 ein. Bereits nach der ersten Platzhälfte hat der Burgenländer aber trotz perfektem langen Spiel 17 Putts auf der Habenseite. Klar zu viel um in den ganz vorderen Regionen mitzuspielen.

Wieder auf Anfang

Das erste verfehlte Grün kostet ihm dann auf der 11 (Par 3) nach verpasstem Up & Down auch sofort den ersten Schlag. Des Schlechten noch nicht genug, wiederholt sich das Schauspiel auf der 13 (Par 4) und er fällt damit wieder auf den Ausgangspunkt zurück.

Der Konter sitzt aber. Erneut ist es ein Par 5, dass die kurze Schwächephase mit seinem insgesamt dritten Birdie wieder beendet. Nach starker Annäherung auf der schweren 15 (Par 4) stopft er dann auch aus knapp vier Metern einen wichtigen Putt und liegt so vier Löcher vor Schluss wieder bei 2 unter Par für den Tag.

Doch das rote Ergebnis zum Auftakt soll dem Bad Tatzmannsdorfer am Ende nicht vergönnt sein. Zunächst gelingt auf der 17 die Annäherung nur suboptimal und bleibt am vorderen Vorgrün hängen. Die hinten gesteckte Fahne ist auch nach einem Chip mit Singleputt nicht zu bewältigen, was ihm erneut einen Schlag kostet.

Ein abschließender Dreiputt auf der 18 – wobei der Ball beim Parputt auch noch auslippt – besiegelt schlussendlich die 72 (Par), die ihn als in etwa 67. nur rund um den Cutbereich einreiht.

Die Statistik offenbart schonunglos: Wiesberger der Zweitbeste im Feld von Tee bis Grün mit 16 Grüntreffern – aber einer der Allerletzten auf den Grüns mit 34 Putts  (die offizielle Statistik wertet seinen Chip vom Vorgrün der 17 sogar als 35. Putt).

Johnson voran

Dustin Johnson (USA), der bereits vor wenigen Wochen bei den US Open in Chambers Bay knapp am ersten Majorsieg dran war, setzt mit der 65 (-7) die Bestmarke nach dem ersten Spieltag. Der Longhitter bleibt seine gesamte Runde über fehlerfrei und verweist eine Armada an Verfolgern – darunter etwa Peter Lawrie (SCO), Zach Johnson (USA) oder auch Danny Willett (ENG) – um einen Schlag auf Rang 2.

Woods_1502_300Der zweifache Major-Champion der Saison, Jordan Spieth (USA), pendelt sich nach der 67 (-5) nur um einen weiteren Schlag zurück auf dem geteilten 8. Rang ein. In Abwesenheit von Rory McIlroy (NIR), der sich beim Fußballspielen mit Freunden vor den Open Championship eine Bänderverletzung zuzog, hätte Spieth in dieser Woche sogar die Chance den Nordiren vom Thron der Weltrangliste zu stoßen.

Tiger Woods (USA) häuft bereits auf den Frontnine vier Bogeys an und fällt nach dem Turn auf der 10 sogar auf 5 über Par zurück. Ein Lonely Birdie auf der 14 bringt ihm dann zwar einen Schlag wieder zurück, mit der 76 (+4) liegt die ehemalige Nummer 1 der Welt aber nur auf Rang 143.

Die 1. Runde im Überblick:

19:00 MEZ – Mit Dreiputt zurück

Auf der schweren 17 gelingt die Annäherung nur suboptimal. Der lange Weg vom Vorgrün auf die hinten gesteckte Fahne ist für den Oberwarter nur nach Chip und Zweiputt zu machen. Auch auf der 18 benötigt er schlussendlich drei Putts um den Ball im Loch unterzubringen, was nur die 72 (Par) zur Folge hat.

18:00 MEZ – Gut gekontert

Bernd gibt auf die beiden Schlagverluste mit zwei Birdies in Folge die perfekte Antwort. Zunächst nützt er das Par 5, der 14 aus und schlägt auf der schweren 15 eine starke Annäherung. Die Birdiechance aus knapp vier Metern lässt er sich diesmal nicht entgehen. Auf der 16 kratzt er mit gelungenem Up & Down das Par.

17:00 MEZ – Erste Bogeys

Bernd Wiesberger muss auf der 11 (Par 3) sein erstes Bogey einstecken und fällt damit im Klassement zurück. Der Bad Tatzmannsdorfer trifft zum ersten Mal am Donnerstag das Kurzgemähte nicht und kann sich nicht zum wichtigen Par scrambeln. Auch ein recht souveränes Par auf der 12 bringt im immer stärker werdenden Wind die Sicherheit der Frontnine nicht zurück. Auf der 13 fällt er nach verfehltem Fairway und Grün auf Even Par zurück.

16:00 MEZ – Ohne Probleme

Bernd marschiert weiterhin ohne Probleme über den Old Course. Nach wie vor gelingen sowohl die Teeshots als auch die Annäherungen, allein die Putts wollen bislang noch nicht so selbstverständlich in den Löchern verschwinden. In Verlegenheit Schläge abgeben zu müssen kam der Oberwarter bisher aber nicht. Auch die letzte Bahn der Frontnine gelingt ohne Probleme. Nun heißt es auch auf der schwereren zweiten Platzhälfte das Visier gut eingestellt zu lassen. Mit einem weiteren Par beginnen die Backnine ebenfalls solide.

15:00 MEZ – Weiterhin bombensicher

Bernd trifft weiterhin aus den Teeboxen traumwandlerisch sicher die Fairways und hat auch bei den Annäherungen keinerlei Probleme. Nach der 1 wollen aber die Putts noch nicht fallen, was weiterhin 1 unter Par bedeutet. Am einzigen Par 5 der Frontnine entscheidet er sich zur Attacke. Zwei Putts später ist das zweite Birdie perfekt. Zwei souveräne Pars danach kosten ihm keine Nerven. Dustin Johnson (USA) setzt in der Zwischenzeit mit der 65 (-7) eine neue Bestmarke.

14:00 MEZ – Los geht’s

In diesen Minuten eröffnet der Oberwarter seine erste Runde am Old Course. Die Bedingungen sind derzeit ähnlich wie bei den Vormittagsflights. Der Start gelingt mit einem Birdie auf der 1 nach Maß. Bernd findet sowohl Fairway als auch Grün und verewigt mit einem Singleputt seinen ersten roten Eintrag. Auch auf der 2 und der 3 hat er keine Probleme und notiert souveräne Pars.

13:00 MEZ – Noch eine Stunde

In exakt einer Stunde nimmt auch Bernd Wiesberger seinen ersten Open Auftritt in Angriff. Nach wie vor sind die äußeren Verhältnisse nahezu ideal um tief zu scoren. Dennoch muss der große Dominator der Frontnine, David Lingmerth, ordentlich Federn lassen. Nachdem er 40 Schläge für die zweite Platzhälfte benötigt, steht am Ende nur die 69 (-3) am Leaderboard und er büßt damit etliche Ränge ein. Robert Streb ist nach der 66 (-6) derzeit der Führende im Clubhaus.

12:00 MEZ – Das Feld rückt zusammen

Nachdem David Lingmerth vor allem auf den Frontnine auf und davon marschierte, schiebt sich mit Fortdauer das Feld wieder zusammen. Der Schwede gibt auf den Backnine mittlerweile drei Schläge ab und muss Streb (USA), Goosen (RSA) und Pettersson (SWE) derzeit die Führungsrolle bei 5 unter Par überlassen. Jordan Spieth pirscht sich mit -3 nach 5 immer weiter an die Spitze heran.

11:00 MEZ – Puttwettbewerb

Bislang stellt der Old Course noch überhaupt keine Herausforderung für die Spieler dar. Reihenweise legen die Kontrahenten die Bälle nahe zum Stock und nehmen so Birdie um Birdie mit. Mit Jordan Spieth (USA) ist mittlerweile auch der zweifache Major-Champion des Jahres unterwegs und eröffnet standesgemäß mit Back-to-Back Birdies auf den ersten beiden Bahnen.

10:00 MEZ – Unaufhaltsam

David Lingmerth marschiert weiterhin auf und davon. Auf den ersten sieben Bahnen notiert er schon sechs Birdies und zerlegt im wahrsten Sinne des Wortes den Old Course. Einzig das Par 5 konnte er nicht zu einem roten Eintrag überreden. Damit scheint auch klar, dass die Pin-Positions auf den beißenden Grüns doch recht gut anzuspielen sind, da nach wie vor generell rote Zwischenergebnisse das Leaderboard dominieren.

09:00 MEZ – Lingmerth im Birdiewahn

David Lingmerth (SWE) erwischt bislang einen perfekten Start ins Turnier. Der Schwede notiert auf seinen ersten vier Bahnen ebensoviele Birdies und marschiert derzeit vorne weg. Doch generell sieht man viel Rotes am Leaderboard, was unterstreicht, dass die Bedingungen derzeit gute Scoreverhältnisse garantieren.

08:00 MEZ – Die ersten Scores

Greg Owen (ENG) und Paul Dunn (Am) (IRL) gelingen auf der 1 die ersten Birdies der Open Championship. Bislang musste noch keiner der sechs Spieler, die bereits auf dem Kurs unterwegs sind, einen Schlagverlust hinnehmen.

07:30 MEZ – Alles ruhig

Mit Rod Pampling (AUS), Greg Owen (ENG) und Thomas Bjorn (DEN) schlagen die ersten Spieler der 144. Open Championship in diesen Minuten am Old Course ab. Derzeit ist der Wind mit Spitzen von gerade mal 16 km/h noch absolut überschaubar. Ob bestes Golfwetter die Scores richtiggehend nach unten treibt, werden die kommenden Stunden klären.

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British The Open Championship

Open at Home

NEWS-TICKER: THE OPEN CHAMPIONSHIP 2015 im Home of Golf am Old Course von St. Andrews: was kann es Besseres geben! „Auf dieses Turnier habe ich meine gesamte Karriere gewartet: die Open in St. Andrews! Das wird eine großartige Woche auf einem meiner absoluten Lieblinsgplätze,“ kann Bernd Wiesberger den Donnerstag um 14:01 MESZ nicht mehr erwarten, wenn er gemeinsam mit Zach Johnson und Tommy Fleetwood am ersten Tee stehen wird.

UN-GLÜCK BEIM DRAW?

ARain5_200„Ich warte seit 5 Jahren, dass ich bei der Open die richtige Seite des Draw erwische, was sich über die Karriere ausgleichen sollte,“ ächzt Justin Rose, den das Wetter bereits die letzten Jahre jedes Mal bei der Open Championship benachteiligte. Aber das dürfte es auch heuer nicht spielen: Rose muss so wie leider auch Bernd Wiesberger, Martin Kaymer oder Rickie Fowler am Donnerstag Nachmittag (mehr Wind) und Freitag Vormittag (Wind und Regen) ran. Laut Wettervorhersage sollten es da Jordan Spieth, Tiger Woods oder Sergio Garcia deutlich besser erwischen, die bereits am Donnerstag früh spielen.
>> Wettervorhersage Open Championship

OLD COURSE ZU EINFACH?

So grün und so weich spielte sich der Old Course seit Ewigkeiten nicht mehr bei einer Open, erinnern sich Veteranen wie Darren Clarke oder Bernhard Langer. “ McIlroys Platzrekord von 63 Schlägen von 2010 könnte verbessert werden, solange der Wind ausbleibt, also am ehesten Donnerstag Vormittag. Peter Dawson (R&A) wehrt sich dagegen, den Old Course als zu leicht zu bezeichnen: „Auch wenn der Kurs vor Wochen vom Regen völlig durchnässt wurde: die subtilen Grüns und Geländeformationen bieten ausreichend Herausforderung für jetzt und in der Zukunft.“ Die Donnerstag-Scores werden die Antwort geben…

BERND: VORBEREITUNG SEIT SONNTAG

British_1505_300 Nach seinem bislang größten Karriererfolg ist der frisch gebackene French Open-Champion am Sonntag in St. Andrews angekommen und wird sich akribisch gemeinsam mit Phil de Busschere und Damian Taylor auf Europas Major vorbereiten. „Erstmals in meiner Karriere spiele ich ein Major auf einem Platz, den ich gut kenne. Ich weiß, dass ich den Ball zurzeit perfekt treffe und möchte versuchen, meine positiven Gedanken aus Paris in diese Woche mitzunehmen. Bei den vergangenen Dunhill Links Championships, die seit Jahren hier in St. Andrews ausgetragen werden, habe ich immer wieder gute Runden abgeliefert. Das alles stimmt mich optimistisch für das Turnier,“ rechnet sich Österreichs Nummer 1 entsprechend viel aus. Bernds bisheriger Open-Rekord, ein 64. Platz vor zwei Jahren in Muirfield, sollte immerhin locker zu toppen sein,

Was auch für Bernd spricht, ist das überraschend weiche Course-Setup, wie es Tiger Woods schon am Sonntag nach ersten Übungen am Platz beschreibt: „Ich war richtig geschockt: keine Staubwüste wie man das noch vor einigen Wochen aufgrund des Zustands hier erwarten konnte. Seitdem gab es jede Menge Regen und es ist sehr weich hier,“ sah Tiger vor allem etwas am Old Course zum ersten Mal: Pitch Marken auf den Grüns!

Der Wetterbericht verheißt da auch wenig Änderung in der Woche: kühle 15 bis 20 Grad dazu immer wieder leichter Regen.

AMIS DIE GROSSEN FAVORITEN

Spieth_1401_240Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Titelverteidiger Rory McIlroy kommen die Favoriten durchwegs aus Amerika: der zweifache Major-Champion Jordan Spieth kommt mit einem Sieg in der Vorwoche angeflogen und peilt den dritten Leg des Grand Slam an. Allerdings kam die Nummer 2 der Welt bislang bei der Open nicht über einen 36. Platz im Vorjahr hinaus. Mit einem Sieg in St. Andrews würde der Texaner zur neuen Nummer 1 im World Ranking aufsteigen.

Rickie Fowler gewann jedoch ebenfalls in der Vorwoche – und zwar nur 50 Kilometer entfernt bei der Scottish Open auf einem klassischen Linkskurs. Der Players Champion ist vielleicht Amerikas stärkster Links-Golfer und erreichte im Vorjahr bei der Open Platz 2.

British_1503_300St. Andrews gilt zugleich als amerikafreundlichster Kurs in der Rotation der Open-Kurse. Mit seinen breiten Spielbahnen ist der Old Course von Tee bis Grün nicht allzu schwierig und erlaubt tiefe Scores, wie sie Louis Oosthuizen, der letzten Champion 2010 mit 16 unter Par erreichte. „Hier muss man seine Strategie von Beginn an sehr aggressiv anlegen,“ beschreibt Spieth die Taktik, die den US Boys generell eher liegt.

TEE-TIMES

Bernd Wiesberger spielt am Donnerstag ab 14:01 MESZ und am Freitag ab 09:00 MESZ. Gestartet wird bei der Open Championship wie üblich nur vom 1. Tee.
>> Tee-Times

Golf-Live.at bringt laufend News-Ticker Updates im Vorfeld und ab Donnerstag ab 7:30 MESZ laufende Live Text-Updates.

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Voller Selbstvertrauen

THE OPEN CHAMPIONSHIP – VORSCHAU: Bernd Wiesberger steht ab Donnerstag bei der 144. Auflage der Open Championship in St. Andrews am Abschlag und geht nicht nur voller Selbstvertrauen, sondern auch mit einer gehörigen Portion Vorfreude ins dritte Major-Turnier des Jahres.

„Ich weiß, dass ich den Ball zur Zeit perfekt treffe und möche versuchen, meine positiven Gedanken aus Paris in diese Woche mitzunehmen“, ist dem Oberwarter die Vorfreude auf die Open Championship klar anzumerken. Der Open de France Champion ist bereits am Sonntag von Frankfurt aus direkt nach Edinburgh gereist und bereitet sich am Old Course mit Coach Phil de Busschere und Damian Taylor auf die bevorstehende Aufgabe vor.

Den Kurs kennt der Burgenländer in- und auswendig, weswegen er sich auch klar gute Chancen in dieser Woche ausrechnet: „Ich hab in Paris auf einem der schwersten Plätze sehr gut gespielt und gewonnen. Nun kommt mit dem Old Course ein Platz der meinem Spiel klar entgegenkommt, den ich sehr gut kenne und der mir liegt. Bei den Alfred Dunhill Links Championships, die seit Jahren hier ausgetragen werden, hab ich immer wieder gute Runden abgeliefert. Das alles stimmt mich wirklich optimistisch für das Turnier.“

Perfektes Course-Setup?

Auch das Course-Setup könnte Bernd Wiesberger perfekt in die Karten spielen. Nichts ist von den typischen Links-Golf Bedingungen in St. Andrews zu sehen. Etlicher Regen hat die Grüns enorm bissig gemacht. Sogar Tiger Woods (USA) zeigte sich überrascht, dass seine Bälle erstmals Pitchmarken auf den Grüns hinterließen. Österreichs Nummer 1 kann dieser Umstand nur entgegenkommen, ist doch gerade das Spiel mit den Wedges einer seiner größten Pluspunkte.

In letzter Zeit hatte die Nummer 23 der Welt auch öfters mit seinen Tee-Shots zu kämpfen, die nur teilweise die Fairways fanden. Der Old Course besticht generell durch breite Spielbahnen, was sich sicherlich nicht zum Nachteil für den Bad Tatzmannsdorfer entwickeln sollte.

Bernd will sich in dieser Woche auch den noch letzten ausstehenden österreichischen Rekord sichern. Das bislang beste Ergebnis eines Österreichers bei einem Major-Turnier gelang Markus Brier im Jahr 2007 bei den Open Championship mit einem geteilten 12. Rang. Bereits letztes Jahr war Wiesberger bei den PGA Championship knapp dran dies zu toppen, doch ein durchwachsener Finaltag ermöglichte ihm schlussendlich nur Rang 15. Bernds bislang bestes Open Ergebnis war im Jahr 2013 ein 64. Rang, diese Verbesserung sollte heuer ohne größere Probleme möglich sein.

Ohne Titelverteidiger

Titelverteidiger Rory McIlroy (NIR) ist diesmal zur Zuschauerrolle degradiert. Die Nummer 1 der Welt kann nach einer Verletzung beim Fußballspielen mit Freunden seinen Titel nicht verteidigen und öffnet damit Jordan Spieth (USA) die Türe um weiter am ersten Grand Slam der Golfgeschichte basteln zu können. Der erst 21-jährige Texaner gewann im April das US-Masters und setzte letzten Monat den Sieg der US Open drauf. Ein weiterer Triumph am Old Course würde nicht nur den Grand Slam endgültig in greifbare Nähe bringen, sondern ihn außerdem an die Spitze der Weltrangliste befördern.

Der Wetterbericht verspricht ab Donnerstag typische britische Verhältnisse. Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius und zeitweiliger Regen werden den Old Course mit Sicherheit nicht austrocknen, was tiefe Scores in dieser Woche vermuten lässt. Bernd Wiesberger nimmt die erste Runde im Flight mit Tommy Fleetwood (ENG) und Zach Johnson (USA) ab 14:01 MEZ in Angriff.

>> Tee-Times Open Championship

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Rickie Fowler 2015

In Open Form

SCOTTISCH OPEN – FINAL: Rickie Fowler (USA) triumphiert im Gullane GC mit einem Schlag Vorsprung auf seinen Landsmann Matt Kuchar und Raphael Jacquelin (FRA) und präsentiert sich eine Woche vor den Open Championship in starker Links-Form.

Rickie Fowler schnappt sich an einem spannenden Finaltag den Titel der Scottish Open. Der Publikumsliebling eröffnet das Turnier bereits mit der 66 (-4) stark und legt am Freitag die 68 (-2) drauf, die ihn nahe an der Spitze ins Wochenende cutten lässt. Am Moving Day gelingt dann erneut die 66 (-4) und der Kalifornier reiht sich auf Rang 4 klar in Schlagdistanz zur Spitze ein.

Bei der letzten Umrundung benötigt der US-Amerikaner dann eine gewisse Zeit um richtig den Birdiemotor ins Laufen zu bringen. Bei windigen Bedingungen setzt zunächst Matt Kuchar mit der 68 (-2) und bei 11 unter Par die Bestmarke im Clubhaus. Fowler findet aber auf ein Bogey, das ihn zwischenzeitlich sogar über Par für den Tag liegen lässt, die richtigen Antworten und nimmt die 18 ebenfalls bei 11 unter Par in Angriff.

Als alles bereits auf ein Stechen hindeutet, zirkelt Fowler sein Wedge auf einen guten halben Meter ans Loch und lässt sich die aufgelegte Birdiechance nicht entgehen. Mit der 68 (-2) distanziert er Kuchar schlussendlich noch um einen Schlag und sichert sich eine Woche vor den Open Championship in St. Andrews den Titel am Links-Kurs von Aberdeen. Raphael Jacquelin verwertet am Ende auf der 18 ebenfalls noch seinen Birdieputt und teilt sich mit der 70 (Par) den 2. Rang mit Matt Kuchar.

Wie Mickelson?

Der letzte US-Amerikaner der die Scottish Open für sich entscheiden konnte war Phil Mickelson. „Lefty“ triumphierte im Jahr 2013 und setzte auf den Sieg eine Woche später auch den Majortitel bei den Open Championship drauf. Nun hat Rickie Fowler die Chance dieses Kunststück zu wiederholen. Die Links-Form dürfte beim Absolventen der Oklahoma State University jedenfalls passen.

>> Leaderboard Scottish Open

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Bernd Wiesberger 2015

1. Mega-Titel

ALSTOM OPEN DE FRANCE – FINAL: Bernd Wiesberger feiert im Le Golf National von Paris mit fantastischem Golf und der 65 seinen ersten Mega-Titel auf der European Tour und streift am zukünftigen Ryder Cup Kurs mit 500.000 Euro seinen bislang größten Siegerscheck ein. „Das war ein ganz starkes erstes Halbjahr für mich. Bislang konnte ich nur den Sack noch nicht zumachen. Jetzt hier mit der Trophäe in der Hand zu stehen ist schon etwas Besonderes“, so Bernd zum Sieg in Frankreich.

Oft war Bernd Wiesberger in dieser Saison schon am Sieg dran. Zunächst fehlte beim Desert Swing nicht viel, dann deutete in Malaisien fast alles auf einen Triumph hin. Erst vor wenigen Wochen zwang ihn Soren Kjeldsen (DEN) bei den Irish Open erst im Stechen in die Knie. In Paris ist es nun aber soweit und Bernd Wiesberger darf sich nach perfektem Golf am Finaltag zum Sieg gratulieren lassen und ist damit der erste Österreicher der bereits zum dritten Mal auf der European Tour gewinnt.

Der Oberwarter startet mit zwei souveränen Pars in die letzte Runde, lässt auf der 3 (Par 5) allerdings eine mehr als machbare Birdiechance aus einem guten Meter ungenützt. Im Nachhinein betrachtet war das allerdings wohl der Weckruf zur rechten Zeit. Bernd kann danach nur noch seinen Abschlag am Fairway platzieren, ehe die Sirenen wegen Gewittergefahr die Spieler zurück ins Clubhaus beordern.

Entfesselt

Nach einer einstündigen Unterbrechung kommt Bernd so heiß wie nie zurück auf den Platz. Der Burgenländer schlägt eine gute Annäherung auf der 4 ins Grün und locht aus gut vier Metern zum ersten Birdie. Am Loch danach bleibt der Approach neben dem Grün hängen – kein Problem, denn Österreichs Nummer 1 locht kurzerhand den Chip zum nächsten roten Eintrag.

Auf der 6 bleibt der Schlag ins Grün wohl gute 10 Meter von der Fahne weg. Auch der Downhiller mit Break stellt kein Problem dar und Birdie Nummer 3 ist in den Büchern. Auf der 7 das selbe Spiel fast noch einmal, nur aus etwas kürzerer Distanz. Mit diesem Tempo kann keiner der Kontrahenten auch nur ansatzweise mithalten, was Bernd Wiesberger die unumstrittene Führung beschert.

Nachdem er auf der 9 (Par 5) dann fast noch sein Wedge zum Eagle locht ist endgültig klar, dass der Bad Tatzmannsdorfer an diesem Sonntag der heißeste Titelanwärter im hitzegeplagten Frankreich ist. Bei einem Zwischenstand von -5 nach 9 macht Bernd dann auf den Backnine das einzig Richtige. Er stellt, sofern auf dem schwierigen Par 71 Gelände möglich, auf Cruise Control.

Fehlerlos

Bernd Wiesberger Golf-Live.at 2015Fast gelingt auch nach dem Wechsel auf die Backnine noch das eine oder andere Birdie, doch die Bälle wollen nicht mehr so traumwandlerisch sicher wie vor dem Wechsel in den Löchern verschwinden. Bernd kratzt dort wo es sein muss mit fantastischem Golf die Pars und hält so die Verfolger immer auf Distanz. Richtig brenzlig wird es nur noch einmal auf der 17, als er seinen Drive links wegblockt. Mit starkem Scrambling und Nervenstärke gelingt aber auch hier noch das wichtige Par.

Auf der 18 passt dann der Drive bombensicher aufs Fairway und nachdem auch die Annäherung perfekt sitzt, locht Bernd Wiesberger sogar zu einem seltenen Birdie und steht mit der 65 (-6) als neuer Alstom Open de France Champion fest. Mit dem Sieg streift er satte 500.000 Euro an Preisgeld ein und gewinnt in Paris ein absolutes Traditionsturnier – die Open de France sind das älteste Turnier auf europäischem Festland. Außerdem wird er in der Weltrangliste am Montag bis in die Top 25 vorstoßen und im Race to Dubai einen Satz auf Rang 4 machen.

„Ich hab einen guten Abschlag auf der 4 gemacht als uns die Sirenen zurückholten. Ich mochte mein Yardage dort und nach der Pause passte die Annäherung. Dann kam das Birdie, der eingelochte Chip und dann noch die längeren Putts und so konnte ich mir ein Momentum aufbauen. Ich hab mich richtig wohlgefühlt da draußen. Das Wochenende mit nur einem Bogey und Runden von 66 und 65 Schlägen zu absolvieren war schon kein schlechter Score“, fasst Bernd seine Traum-Wochenende zusammen.

Werbung in eigener Sache

Bernd macht mit seinem insgesamt dritten European Tour Sieg auch klar Werbung in eigener Sache. Besser kann man sich für den Ryder Cup im Jahr 2018 nicht empfehlen, als mit einem Sieg auf dem zukünftigen Schauplatz. Der Oberwarter zeigt auch klar seine stete Entwicklung. Bereits im Jahr 2013 war er vor der Finalrunde in ähnlicher Position, benötigte damals aber für die Frontnine ganze 40 Schläge und nahm sich so selbst früh aus dem Rennen. Diesmal absolviert er die erste Platzhälfte mit lediglich 31 Strokes. So gut wie niemand anderer in dieser Woche.

Frankreich beweist sich weiterhin als generell perfekter Boden für Österreicher. Bereits auf der Challenge Tour gelang Bernd Wiesberger im Jahr 2011 mit Siegen in Toulouse und Lyon zwei Challenge Tour Erfolge auf französischem Boden. Auch Nicole Gergely feierte bei den French Open 2009 ihren Triumph in Frankreich. Nächste Woche legt der neue Open de France Champion eine wohlverdiente Pause ein, ehe er ab 16. Juli am altehrwürdigen Old Course von St. Andrews die Open Championship in Angriff nimmt. Mit der derzeitigen Formkurve und seinen bislang gezeigten Leistungen auf Links-Anlagen ist ihm auch beim dritten Major des Jahres im Home of Golf so gut wie alles zuzutrauen.

>> Leaderboard Alstom Open de France

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Bonne Chance

OPEN DE FRANCE 2015 – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger spielt sich mit der 66 auf Platz 3 und in perfekte Lauerposition: die Titelchance lebt auch für Maximilian Kieffer, vorerst Zweiter hinter Jaco van Zyl (RSA).

Einen strammen deutschen Birdietakt schlagen Bernd Wiesberger und Maximilian Kieffer an seiner Seite am Moving Day bei der Open de France an, dem Dubuisson, Cabrera-Bello oder Kaymer in den Topflights nicht ganz folgen können. Wenig Wind, etwas besser beißende Grüns und einige leichtere Fahnen ermöglichen deutlich bessere Scores: Maxi Kieffer mit der 65 und Bernd Wiesberger mit der 66 wissen dies optimal zu nutzen und zählen zu den Samstags-Profiteuren. „Großartige Golfrunde mit Maximilian Kieffer. Tolles Golf von uns beiden und daher auch eine gute Ausgangsposition für Morgen,“ hatten die beiden entsprechend viel Spaß gemeinsam.

Zum Unterschied vom Deutschen nutzt Bernd eiskalt seinen ersten Putt des Tages zum Birdie. Nach enttäuschendem Par am ersten Par 5 nimmt der Oberwarter die Einladung der gut anzuspielenden Fahne im 6. Grün an und arbeitet sich mit Birdie bis auf einen Schlag an die Spitze heran.

Ein starker Viermeter-Putt bringt Bernd an der 7 sogar kurzzeitig in geteilte Führung – mit nicht weniger als 7 Kollegen. Die schwere 8 spielt er erstmals in dieser Woche in Par, dank starkem Chip und Par-Save. Die optimale Vorarbeit mit zwei langen Schlägen am Par 5 der 9 wird belohnt: mit dem „Texas-Wedge“ sichert sich Bernd das Zweiputt-Birdie von außerhalb des Grüns.

Die nächsten guten Chancen an der 10 und 11 kann er aus drei, vier Metern nicht nutzen, dafür kommt aber Flightpartner Kieffer ins Laufen. Ein langer Birdieputt an der 12 weckt dessen Putter auf, weitere drei Schlaggewinne sollten für den 25-jährigen Deutschen noch folgen. Am letzten Par 5 schlägt dafür Bernd ein perfektes, langes Eisen ins Grün und verpasst aus 5 Metern nur knapp das Eagle.

Erstmals Probleme bekommt Österreichs Nummer 1 am Par 3 der 16, als er am Grün über eine nierenförmige Ausbuchtung chippen möchte und prompt im Rough hängenbleibt – Bogey. Super Konter mit Birdie aus 7 Metern am folgenden Loch. Souverän meistert Wiesberger auch die schwere Schlussbahn und avanciert mit der 66 bei 7 unter Par zum heißen Titelkandidaten. Nach 54 Löchern ist Kieffer um einen Schlag besser unterwegs. „Heute hatten wir wirklich perfekte Bedingungen, hoffentlich gibt es die auch Morgen,“ hofft WIesberger.

Die Runde des Samstags geht Jaco van Zyl mit der 64 auf, die ihn auf 10 unter Par hievt, drei Schläge vor Wiesberger. Der Südafrikaner ist zwar in seiner Heimat auf der Sunshine Tour eine Macht, in Europa jedoch noch sieglos. Martin Kaymer hat als Vierter bei -6 weiterhin die Chance auf einen weiteren Open de France-Titel.

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Bernd Wiesberger 2015 Golf-Live.at

Dran geblieben

ALSTOM OPEN DE FRANCE – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger hat am Freitag im immer härter werdenden Le Golf National alle Hände voll zu tun um sein Tagesergebnis zusammenzuhalten, bleibt am Ende mit der 72 (+1) aber der Spitzengruppe erhalten und geht aus einer guten Verfolgerposition ins Wochenende. „Ich bin froh nach zwei Runden noch unter Par zu sein und hoffe natürlich auf ein starkes Wochenende“, so Bernd nach dem zweiten Auftritt.

Wind und extreme Hitze wartet auf den Oberwarter am Freitag Nachmittag. Bedingungen die den gesamten Tag über die ohnehin schon schwer zu spielende Par 71 Anlage bei Paris immer schneller werden lassen und so noch zusätzlich verschärfen. Das bekommt Bernd Wiesberger dann schon früh auf seiner zweiten Runde am eigenen Leib zu verspüren, wie er auch danach selbst meint: „Es war heute extrem zäh da draußen. Der Kurs wird immer schneller und schneller.“

Mit zwei frühen Bogeys – zunächst kann er auf der 2 (Par 3) das Par nicht kratzen, zwei Löcher später misslingt die Übung erneut – fällt er rasch aus den Top 10 und hat das richtige Rezept für den zukünftigen Ryder Cup Kurs sichtlich noch nicht gefunden. Erst danach schafft er es sein Spiel zu konsolidieren und findet auf der 7 auch das erste Birdie, das ihn wieder etwas näher an die Spitze heranbringt.

Putter kühlt aus

Doch so schnell das Erfolgserlebnis da war, so schnell ist es mit Bogey Nummer drei auch wieder ausradiert. Der Burgenländer fightet aber, attackiert auf der 9 (Par 5) mit dem zweiten Schlag das Grün und wird dafür mit dem nächsten roten Eintrag belohnt. Fast kann er nach dem Turn mit einem genau auf Linie verlaufenden Chip das Tagesergebnis sogar wieder auf Level Par stellen, doch der Ball prallt vom Flagstick ab und bleibt tot am Loch liegen.

Die Sicherheit hat Bernd zu dieser Zeit aber klar gefunden und spielt großteils starkes Golf, nur der Putter erreicht in der französischen Tropenhitze nicht mehr die Temperatur des Vortages. Zunächst lässt er etliche Chancen liegen und muss auf der 16 (Par 3) mit einem Dreiputt, wobei der Putt zum Par mit Ehrenrunde auslippt, den nächsten Schlag abgeben.

Doch wieder sitzt der Konter nach einem lasergenauen Eisen nur ein Loch später. Nachdem er auch die 18 unbeschadet übersteht, kommt er zwar nur mit der 72 und damit bei 1 über Par ins Clubhaus, bleibt der Spitzengruppe bei gesamt 2 unter Par und als geteilter 9. aber klar erhalten und verschafft sich so eine vielversprechende Verfolgerposition fürs Wochenende.

Die Führung teilen sich Rafael Cabrera-Bello (ESP) (70), Martin Kaymer (GER) (69) und Lokalmatador Victor Dubuisson (FRA) (70) bei gesamt 4 unter Par und nur zwei Schlägen Vorsprung auf Bernd Wiesberger. Titelverteidiger Graeme McDowell (NIR) hingegen kann am Wochenende nach der 78 (+7) nicht mehr mitmischen und muss als 105. bereits die Heimreise antreten.

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