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Kategorie: News Ticker

Major-Steigerung

US SENIOR OPEN – FINAL: Markus Brier setzt mit Platz 25 eine neue persönliche Bestmarke beim bedeutendsten Senioren-Major auf US-Boden.

3. RUNDE: Markus Brier zeigte an den ersten Tagen, dass das Auslassen des Legends Tour Events in der Vorwoche die richtige Entscheidung war, denn die penible Vorbereitung machte sich an den ersten Tagen voll bezahlt. Nach zwei 71er (Par) Runden geht er auf dem anspruchsvollen Par 71 Gelände in Pennsylvania sogar nur knapp hinter den Top 10 ins Wochenende und hat so beste Chancen auf sein erstes Senior-Major Topergebnis.

Gleich auf der 2 findet der 53-jährige dann am Samstag nach gefühlvollem Putt das erste Birdie und verwaltet dieses gekonnt die gesamten Frontnine über. Kaum auf den zweiten Neun angekommen baut er sein Score dann auf der 10 weiter aus und marschiert nach dem bereits dritten Birdie aufd er 13 sogar voll in die absolute Spitzengruppe nach vor.

Erst ab der 14 schlägt der Moving Day dann mit dem ersten Bogey eine unangenehmere Richtung ein, denn auch auf der 16 und der 18 kann er Bogeys nicht verhindern und rutscht so sogar noch auf Level Par zurück. Mit der bereits dritten 71 (Par) hat “Maudi” aber nach wie vor ein Topergebnis klar in Reichweite. Padraig Harrington (IRL) startet nach der 66 (-5) und bei gesamt 11 unter Par in überlegener Führung in den Finaltag.

4. RUNDE: Kampfrunde zum Abschluss

In der Mittagshitze startet Markus Brier dennoch mit kühlem Kopf und macht auf dem schweren Kurs mit einer anfänglichen Par-Serie nichts falsch. Dazu gelingt am kürzesten Par 5, der 6, programmgemäß das Birdie. Von den vier megalangen Par 4 der Front 9 meistert der Wiener alle verlustfrei, bis auf das Allerschwerste, die 7, wo er das Bogey kassiert. So verteidigt er seine Lauerposition knapp außerhalb der Top 10 problemlos.

Auf den letzten 9 stolpert dann Brier in sein erstes Doppelbogey des Turniers, am Par 3 der 11 mit dem extrem welligen Grün, das ihn gleich um rund 10 Ränge zurückreicht. Im mittlerweile auflebenden Wind hat er immer mehr zu kämpfen und gibt auch an der langen 13 einen weiteren Schlag ab.

Auch im Finish hat der 53-jährige alle Hände voll zu tun sein Spiel zusammenzuhalten: mit Bogeys an der 15 und der kurzen 17 geht es noch ein wenig weiter südlich am Leaderboard. Ein zweites Sonntags-Birdie gelingt am 16. Grün, was den Rückfall ein wenig abfedert. Die 75 (+4) ist zwar Briers schwächste Runde der Woche, mit Platz 25 sichert er sich dennoch sein bislang bestes Ergebnis bei einer US Senior Open.

Harrington überpowert seine Senioren-Kollegen

Gleich bei seinem Senior Major-Debüt sahnt Padraig Harrington groß ab. Der 50-jährige überpowert vor allem vom Tee seine älteren Kollegen um gut 20 Meter. Seine Vorsprung von 5 Schlägen vor dem Schlusstag verwaltet der Nordire geschickt und wehrt auch den Großangriff von Steve Stricker mit der 65 ab, auch wenn der Sieg bei 10 unter Par am Ende mit einem Schlag doch noch knapp ausfällt.

Endergebnis US Senior Open

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Gutes Pflaster

US SENIOR OPEN – 2. RUNDE: Bethlehem, Pennsylvania ist für Markus Brier sichtlich ein gutes Pflaster, denn mit zwei 71er (Par) Runden geht Österreichs Evergreen im Saucon Valley CC in mehr als nur vielversprechender Position ins Major-Weekend.

Für eine optimale Vorbereitung auf sein zweites Senior Major im heurigen Jahr hat Markus Brier sogar seinen Start zuletzt in England abgesagt. Bei seinem US Senior Open-Debüt im Vorjahr in Omaha erreichte der Wiener immerhin einen 40. Platz, was zugleich die Latte legt für die erhoffte Steigerung.

Jim Furyk nimmt das Projekt Titelverteidigung in Saucon Valley in Angriff. Mit Miguel-Angel Jimenez, Bernhard Langer, Alex Cejka oder Colin Montgomerie sind zahlreiche Senior Major-Champions am Start, aber auch immer jüngere Konkurrenz wie Ernie Els oder Padraig Harrington, der sein Debüt bei der US Sr. Open gibt.

Fettes Rough und ein nasser, megaschwerer Golfplatz treiben die Auftaktscores auf über 76,5 Schläge, mit nur einem einzigen Golfloch, das im Schnitt unter Par gespielt wird. Markus Brier turnt sich mit später Startzeit zwar verlustfrei über das Par 5 zur Eröffnung, allerdings auch das scorefreundlichste Loch am Platz. Aber schon das anschließende überlange Par 4 knöpft dem Wiener das erste Bogey ab. Wichtig, dass er kurze Zeit später am Par 3 nach starkem Eisen erfolgreich den Birdie-Konter setzen kann.

Am zweiten Par 5 schlägt der einzige Österreicher im Feld nach starkem Wedge erneut zu und pusht sich nicht nur in die roten Zahlen sondern auch gleich in die Top 10. Mit bombensicherem Spiel schaukelt der 53-jährige das Ergebnis schon einmal bis zum Halbzeitturn. Fast geht sich dann gleich auf der 10 das nächste Erfolgserlebnis aus, würde der Birdieputt nicht hauchdünn am Loch vorbeischleichen.

Mit sicherem Spiel zeigt er sich aber auch auf den Backnine voll auf Höhe des Geschehens und selbst einen kleinen Rückschlag in Form des zweiten Bogeys auf der 13 steckt Österreichs erster European Tour Champion der Geschichte gekonnt weg und bringt am Ende die 71 (Par) ins Ziel, womit er es sich nur ganz knapp hinter den Top 10 gemütlich macht und einen mehr als ansprechenden Auftakt hinlegt.

Weiterhin stark

Das starke Spiel des Vortages konnte “Maudi” sichtlich auch über Nacht konservieren, denn am Freitag Vormittag findet er sich mit einer Parserie zunächst richtig gut zurecht und stopft schließlich auf der 16 den ersten Birdieputt, was ihn weiterhin voll an den Top 10 dranbleiben lässt.

Par um Par zaubert der ehemalige Fontana-Champion auf die Scorecard, bis sich die 5 erstmals als etwas zu harte Nuss entpuppt und ihn mit dem ersten Fehler wieder auf Level Par zurückrutschen lässt. Der erste Fehler läutet auch eine etwas wackelige Phase ein, denn auch am Par 5 danach muss er einen Schlag abgeben und büßt damit doch erstmals am Freitag Ränge ein.

Stark schärft er gegen Ende aber noch einmal den Fokus und holt sich auf der 8 auch sein zweites Birdie ab, womit er nicht nur sein Tagesergebnis wieder zurechtrückt, sondern auch wieder klar zu den Spitzenplätzen aufschließt. Mit einem abschließenden Par am Par 3 der 9 bringt er schlussendlich die 71 (Par) ins Ziel und geht damit als 13. aus mehr als nur vielversprechender Position ins Wochenende.

Padraig Harrington (IRL) packt am Freitag eine 65 (-6) aus und zieht damit bis an die Spitze nach vor.

Leaderboard US Senior Open

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Das Beste zum Schluss

JERSEY LEGENDS – FINAL: Markus Brier kitzelt am Finaltag im La Moye GC noch einmal alles aus sich heraus und marschiert mit einer knallroten 68 sogar noch unter die Top 10.

Mit einem Dreitages-Turnier auf der Kanalinsel Jersey kommt die Legends Tour jetzt so richtig in die Gänge. Die Konkurrenz für Markus Brier wird dabei von Woche zu Woche unangenehmer und vor allem jünger: neben den Schweden Niclas Fasth und Michael Jonzon steigt auch der Australier Richard Green neu in die Ü50-Liga von Europas Golfsenioren ein.

Mit später Startzeit ist Österreichs erster European Tour Champion der Geschichte zum Auftakt auf den Backnine durchaus etwas schaumgebremst unterwegs, denn nach vier anfänglichen Pars kann er auf der 14 ein Bogey nicht mehr verhindern und schwimmt damit im Mittelfeld des Feldes regelrecht mit. Erst kurz vor dem Wechsel auf die vorderen Neun geht sich schließlich auf der 18 auch das erste Birdie aus, was sein Score immerhin wieder zurecht rückt.

Sofort geht es am Par 3 der 1 jedoch wieder in den Plusbereich zurück, worauf er auf den nächsten Bahnen auch nicht reagieren kann. Erst das Par 5 der 6 hält dann den erneuten Ausgleich parat, den er mit einem abschließenden Fehler auf der 9 jedoch nicht mehr über die Zeit schaukeln kann und sich so mit der 73 (+1) anfreunden muss, die ihm nach der Auftaktrunde nur eine Mittelfeldplatzierung beschert.

Leicht gesteigert

Mit früher Startzeit findet “Maudi” am Samstag dann gleich am Par 5 der 2 und dem darauffolgenden Par 3 zwei schnelle Birdies, ehe er sich mit einem Bogey danach selbst etwas den Wind aus den Segeln nimmt. Immerhin lässt er sich vom kleinen Faux-pas nicht beirren und kommt nach einer Parserie noch im zartrosa Bereich auf den zweiten neun Löchern an.

Gleich neun Pars in Folge lässt er auf die Scorecard wandern, ehe es ihn am Par 3 der 14 mit dem nächsten Fehler erwischt. Ein Unglück kommt auch selten allein, denn auch die 15 brummt dem 53-jährigen ein Bogey auf, womit er sogar in den Plusbereich abdriftet. Da sich danach am letzten Par 5 allerdings auch noch ein Birdie ausgeht, unterschreibt er zumindest die 72 (Par), womit er seine Mittelfeldplatzierung in etwa hält.

Knallrotes Finish

Die dritte und letzte Umrundung lässt sich für den einzigen Österreicher im Feld dann alles andere als gewinnbringend an, denn gleich das Par 5 der 2 brummt ihm den ersten Fehler auf. Immerhin findet er danach den gesuchten Rhythmus, krallt sich schon auf der 4 den scoretechnischen Ausgleich und kommt dank eines weiteren Birdies am Par 5 der 6 sogar im leicht geröteten Bereich auf den letzten neun Löchern des Turniers an.

Dort kitzelt er dann vor allem gegen Ende noch einmal alles aus sich heraus, wenngleich er sich ein weiteres Birdie zunächst am Par 3 der 14 wieder zunichte macht. Mit gleich drei abschließenden roten Einträgen auf den letzten vier Löchern geht sich am Ende aber sogar noch eine richtig sehenswerte 68 (-4) aus, womit sich Markus Brier sogar als 10. noch über ein Topergebnis freuen darf.

Erst am dritten Extraloch setzt sich Richard Green schließlich gegen Paul Laurie durch und schnappt sich so den Titel der Jersey Legends.

Leaderboard Jersey Legends

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LIV nicht auf Golf-Live

Im Konzert mit den wichtigsten Golf-Medien wird auch Golf-Live ganz bewusst nicht von LIV-Turnieren berichten.

Nach umfassender Recherche und Diskussion sowohl intern als auch mit befreundeten Golfmedien verzichtet Golf-Live mit seinen beiden Portalen Golf-Live.at und Golf-Live.de auf eine Berichterstattung von den LIV-Events.

Wir erklären uns als Medienpartner solidarisch mit DP World- und PGA Tour und sehen im Konzept und dem Auftritt von LIV-Golf eine Bedrohung für die weltweite Struktur des Profigolfsports mit allen seinen wichtigen Aufgaben, wie der Kernfunktion als Speerspitze des Golfsports in der weltweiten Sportfamilie, der Nachwuchsförderung, der Ethik im Sport oder im Fundraising des weltweit größten Charity-Networks.

Den Spielern auf den Big Tours werden nicht nur ausreichend Verdienstmöglichkeiten bei entsprechender Leistung geboten sondern zugleich ausreichend Freiheiten für Aktivitäten außerhalb, wie sehr großzügige Freigaben zu externen Turnieren in der Vergangenheit beweisen.

Wir möchten den zu LIV gewechselten Spielern von DP World und PGA Tour daher auf Golf-Live keine Bühne bieten, vor allem keinen Sponsor-Value durch unsere Berichterstattung generieren.

Das LIV-Format bewerten wir – im Vergleich zu Tour-Events mit vollem Feld – als sportlich bedeutungslos. Ohne ausreichend Konkurrenz, bei nur rund 20 Tourspielern im Feld, wird der Mindeststandard, den wir für ein Golfturnier ansetzen nicht erfüllt. Als offensichtlichen Showevent lassen sich selbst Topergebnisse nicht als berichtenswerte, sportliche Leistungen präsentieren.

Golf-Live kommt damit zur gleichen Einschätzung wie die weltweit führenden Golf-Medien im TV-, Print- und Online-Bereich, was uns in dieser Entscheidung zusätzlich bestärkt.

Solange es keine sinnvolle Einigung mit den Big Tours gibt bzw. solange es zu keiner sportlichen Aufwertung bei LIV kommt – größere Teilnehmerfelder, Ranking-Punkte, Teilnahme aktueller Spitzenspieler – wird Golf-Live von einer Berichterstattung absehen.

Joe Widl und Klemens Widhalm.

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Bernd wechselt zu LIV

Bernd Wiesberger scheint auf der Entry List für das LIV-Debüt auf und riskiert damit Sperren für DP World, PGA und Ryder Cup.

Mit einigen Tagen Verspätung nach massivem Druck der konkurrierenden Tours auf die Stars, veröffentlicht LIV-Golf die Entry List für ihren Opener am 9. Juni, mit dabei auch Bernd Wiesberger. Wie bereits von Golf-Live.at berichtet, kommt dieser Move nicht überraschend, nachdem der 36-jährige seinen Start beim Memorial absagte. Wiesberger hatte es in den Vorwochen abgelehnt, zu einem möglichen Start Stellung zu beziehen, was die Vermutung nahelegte, dass er wie Sergio Garcia oder Lee Westwood ein Non Disclosure Aggreement unterzeichnet hatte.

Für das 25 Millionen Dollar-Event im Centurion GC von London haben auch Lee Westwood, Sergio Garcia, Graeme McDowell, Martin Kaymer, Ian Poulter genannt, sowie US Stars wie Dustin Johnson und Kevin Na. Für diesen Fall haben sowohl DP World als auch PGA Tour Sperren für die teilnehmenden Spieler angekündigt.

Dass sich der 8-fache European Tour-Sieger Wiesberger für die Konkurrenz-Tour LIV entscheiden könnte, hatte bereits im Vorfeld zu massiver Kritik von Fans im Golf-Live Talk und sogar auf seinem eigenen Instagram-Account geführt. Befürchtet wird von den Fans, dass damit die sportliche Karriere des Burgenländers abrupt zu Ende sein könnte, falls er sich nicht mehr auf den großen Tours mit den Allerbesten messen könnte, was er immer als sein vorrangiges sportliches Ziel in den Vordergrund gestellt hatte.

Bernd verteidigt LIV-Start

Gleich nach Bekanntgabe der LIV Entry List begründet Wiesberger die Entscheidung in einem Presse-Statement: “Es gibt auf der Tour selten die Möglichkeit neue Formate zu spielen und das Event in London bieten für Spieler, Fans und TV-Zuseher eine ganz neue Erfahrung,” so seine Motivation, ohne das Finanzielle überhaupt anzusprechen.

“Ich bin DP World Tour Spieler und habe vor dies auch weiterhin zu bleiben. Persönlich sehe ich dazu auch keinen Konflikt mit der Teilnahme am LIV Golf Event in London. An dem in der gleichen Woche stattfindenden Event in Schweden habe ich in den vergangenen Jahren nicht teilgenommen und es war auch für diese Saison nicht eingeplant.” Dass es bei LIV-Teilnahme aber nicht um einen Start in Schweden, sondern auf den Startverzicht beim Memorial davor und die letzte Chance zur Qualifkation für die US Open geht, darauf will er ebenfalls nicht eingehen. Auch dass ihm dadurch die dringend benötigten Weltranglistenpunkte fehlen, die LIV nicht bietet, wird in seinem Statement nicht angesprochen.

Die Entscheidung, ob Bernd Wiesberger damit weiter auf der DP World Tour willkommen ist – etwa bei der BMW International Open noch im Juni – wird von der Tour getroffen werden und allenfalls zu einem jahrelangen Rechtstreit mit ungewissem Ausgang führen.

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Kein Glück in Michigan

SENIOR PGA CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Markus Brier kommt mit dem Harbor Shores Resort nicht wirklich gut zurecht und verpasst nach Runden von 73 (+2) und 74 (+3) Schlägen in Michigan recht klar den Sprung ins Wochenende.

Nach dem Heranschnuppern im Vorjahr bei ersten Senior Majors in den USA steigen die Erwartungen bei Markus Brier bei seiner zweiten Senior PGA Championship. Im Vorjahr hatte der 53-jährige in Southern Hills hart zu kämpfen, erreichte aber immerhin einen Mittelfeldplatz. Heuer geht es im Harbor Shore Resort in Michigan voll zur Sache, wenn Alex Cejka als Titelverteidiger gegen die übermächtige US-Konkurrenz rund um Steve Stricker antreten wird.

Zum Auftakt mit später Startzeit unterwegs, nimmt der einzige Österreicher im Feld zunächst ein solides anfängliches Par mit, tritt sich jedoch am Par 3 der 2 sogar ein Doppelbogey ein, was doch ziemlich an Boden kostet. In Folge stabilisiert der Routinier aber sein Spiel sofort wieder und lässt mit sicheren Pars nichts anbrennen. Kurz vor dem Wechsel auf die Backnine kann er sich schließlich am Par 5 der 9 dann auch erstmals für das geduldige Spiel belohnen.

Nachdem er auch das gleich darauffolgende Par 5 der 10 gekonnt zum Birdie überredet und so sein Score wieder auf Anfang stellt, spult er danach auf den Backnine richtig stabile Pars ab, bis ihm mit der 16 zum zweiten Mal am ersten Spieltag eine Bahn unangenehm das Bein stellt und ihn mit einem Doppelbogey wieder spürbar zurückwirft. Da er darauf keine Antwort mehr parat hat, muss er sich schließlich trotz einer über weite Strecken sehr ansprechenden Leistung mit der 73 (+2) anfreunden, die ihn als 87. nur hinter der prognostizierten Cutmarke in den Freitag starten lässt.

Schleppender Start

Am Freitag hat der einzige Österreicher im Feld dann allerdings schon früh einige Schwierigkeiten und tritt sich von der 11 weg gleich vier Bogeys in Folge ein, was die Cutlinie verständlicherweise in ganz weite Ferne rücken lässt. Zwar stabilisiert er in Folge sein Spiel wieder, Birdie will sich jedoch auf der gesamten hinteren Platzhälfte keines ausgehen, weshalb nun wohl schon außergewöhnliche Frontnine gelingen müssen, soll sich der Wochenendeinzug in Michigan tatsächlich noch ausgehen.

Nach sechs Pars in Folge geht sich schließlich auf der 3 auch das erste Birdie aus, an das er jedoch nicht anknüpfen kann und auf der 6 auch ein weiteres Birdie auf der Scorecard vermerken muss. Zwar überredet er gegen Ende auch die 8 noch zu einem roten Eintrag, mehr als die 74 (+3) geht sich so jedoch nicht aus, womit der 53-jährige doch recht klar am Cut scheitert. Damit bleibt auch der 40. Platz des letzten Jahres sein bislang bestes Resultat bei den Senior PGA Championship.

Leaderboard Senior PGA Championship

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Die LIV-Rebellen

Graeme McDowell, Martin Kaymer, Ian Poulter und Lee Westwood sind nur einige Namen, die als LIV-Rebellen knapp zwei Wochen vor dem Auftaktturnier kolportiert werden.

PGA Tour und DP World Tour haben unmissverständlich klargemacht: wer immer bei der mit saudischen Ölmilliarden finanzierten Konkurrenz namens LIV aufteen wird, soll für die etablierten Tours und den Ryder Cup gesperrt werden. Am 9. Juni soll das Kickoff-Turnier im englischen Centurion GC unter dem Namen LIV Golf Invitational über die Bühne gehen. Mit bis zu 20 Millionen Dollar Preisgeld pro Turnier für 48 Spieler in 12 Viererteams, über 3 Tage, ohne Cut – selbst für den Letzten im Feld noch mit 120.000 Dollar Schmerzensgeld.

Umso spannender daher die Frage, welche Big Names aus dem Golfsport als LIV-Rebellen die Seiten wechseln werden, samt des Risikos für die wichtigsten Tours und Events wie den Ryder Cup auf Lebenszeit gesperrt zu werden.

Die Entry List für die “International Series London” am 2. Juni in Slaley Hall (ENG) gibt eine erste Bestätigung, wer auf alle Fälle mit von der Partie sein dürfte: der ehemalige US Open-Champion Graeme McDowell findet sich auf der Entry List, genauso wie Shiv Kapur (IND), Ashun Wu (CHN), Justin Harding (RSA), Jazz Janewattananond (THA), Scott Hend (AUS), Peter Uihlein (USA), Lee Slattery (ENG), Gonzalo Fernandez-Castano (ESP) oder Altmeister Michael Campbell (NZ). Die International Series der Asian Tour wird von LIV finanziert und offiziell promoted und featured ihren England-Event wohl nicht zufällig in der Woche vor dem offiziellen LIV-Kickoff. Golf-Insider gehen davon aus, dass diese Gruppe von Spielern definitiv zu LIV wechseln wird.

Für eine Genehmigung zur Teilnahme am LIV-Turnier in der Woche danach dürften bei PGA- und DP World Tour Spieler wie Martin Kaymer, Lee Westwood, Ian Poulter, vielleicht auch Sergio Garcia angesucht haben und damit das Kräftemessen mit DP World Tour versuchen, nachdem die Tours dieses Ansuchen abgeschmettert hatten.

Auf US-Seite sollten Phil Mickelson und Jason Kokrak im LIV-Boot sein. Vor allem die Euro-Stars dürften darauf spekulieren in der stärkeren Position zu sein als ihre Home-Tour, dass sie für die DP World Tour im Ryder Cup unverzichtbar seien. In Wentworth würde man also von einem Ausschluss für das Ryder Cup-Team absehen, sowohl in der Rolle als Spieler als auch als Captain. Selbst der neu nominierte Captain Henrik Stenson soll damit spekulieren, nach dem römischen Ryder Cup ins LIV-Lager zu wechseln.

LIV, die “Mid-Ams des Profi-Lagers” – auch Bernd Wiesberger?

Es sind vor allem die alternden Ü35-Stars wie Westwood, Poulter, Garcia, Kaymer oder Adam Scott, die weniger spielen wollen um statt dessen lieber mit weniger Konkurrenz (ohne Cut), gemütlich und hochbezahlt den Senior Tours entgegen zu spazieren. Wer zu LIV wechseln will, erhält je nach Star-Appeal ein kolportiertes Handgeld von 1 bis 20 Millionen Dollar und musste ein Non Disclosure Agreement (NDA) unterschreiben, sozusagen einen Maulkorb bis zum 9. Juni akzeptieren.

Journalisten machten sich daher in den letzten Monaten einen Sport daraus, alle Topspieler zu fragen, ob sie LIV spielen werden. Wer mit “No Comment” reagierte, war da schon mehr als nur verdächtig – auch der 36-jährige Bernd Wiesberger wollte sich gegenüber der Kleinen Zeitung ganz eindeutig nicht äußern, trotz direkter Rückfrage ….

Ein weiteres Indiz: Wiesberger überlegt trotz Einladung das “Memorial” auszulassen, ein Topturnier auf der PGA Tour! Auch für die zeitgleich stattfindende Porsche European Open hat Wiesberger nicht genannt – quasi die letzten Chancen auf ein US Open-Ticket, falls er nicht in Holland gewinnt. Aber nur auf diese Weise hätte der Burgenländer nach drei anstrengenden Turnieren eine Woche Pause und könnte frisch ausgeruht ins LIV Invitational starten.

Die absolute Weltelite, von Jon Rahm, Rory McIlroy bis zu allen US-Topstars (Thomas, Morikawa, etc.) bekundeten dagegen ihre Loyalität zur PGA Tour, was Justin Thomas am treffendsten gegenüber seinen rebellischen Kollegen so formulierte: “Wer will soll gehen!”

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Hattrick zum Jubiläum

GÖSSER OPEN – FINAL: Markus Brier triumphiert an einem an Spannung kaum zu überbietenden Finaltag im GC Erzherzog Johann nach intensivem Zweikampf mit Lukas Lipold und macht so beim 30-jährigen Jubiläum seinen persönlichen Gösser Open Hattrick perfekt. Mit Lukas Lipold auf Rang 2 und Felix Schulz auf Rang 5 zeigen sich die Österreicher beim Heimspiel so stark wie schon lange nicht.

Lukas Lipold packte am Freitag nach längerer Verletzungspause eine fantastische 63 (-9) aus und geht so bei gesamt 14 unter Par als Spitzenreiter mit gleich drei Schlägen Vorsprung auf Markus Brier und Clark Dennis (USA) auf die finalen 18 Löcher. “Die Nerven werden sicher ein Thema werden, aber ich werde versuchen die Ruhe zu bewahren und mein Spiel weiter durchzuziehen”, so der Salzburger vor dem Samstag. Neben Markus Brier hat auch Felix Schulz als 6. noch gute Möglichkeiten mit einem schnellen Start in den Titelkampf einzugreifen.

Anders als an den Tagen zuvor geht sich diesmal für Lukas Lipold am anfänglichen Par 5 nur das Par aus, was Andrea Saracino (ITA) prompt mit einem Eagle auszunützen weiß und die Lücke zum Salzburger sofort bis auf einen Schlag schließt. Markus Brier notiert zwar ebenfalls “nur” das Par auf der 1, setzt danach allerdings zu einem sehenswerten Sprint mit gleich drei Birdies an. Erst auf der 3 klinkt sich dann auch der Spitzenreiter in den Birdiereigen mit ein und hält die Verfolger so nach fünf gespielten Löchern mit zwei Schlägen Abstand auf Distanz.

Das bringt Lukas auch sichtlich etwas ins Rollen, denn mit noch einem weiteren Birdie gleich danach stellt er zunächst sogar den alten Abstand von 3 Schlägen wieder her. Da Markus Brier allerdings den Fuß keine Sekunde vom Gaspedal nimmt und sich auf der 6 und der 9 die Birdies Nummer vier und fünf sichert, während sich Lukas Lipold an der Spitze am Par 3 der 8 auch den ersten Fehler eintritt, kommt das Duo im Gleichschritt bei 16 unter Par auf den letzten neun Löchern des Turniers an.

Gemeinsam auf die 18

Zu Beginn der Backnine switcht dann das Momentum jedoch sogar ziemlich heftig, denn Markus Brier stopft weiterhin fleißig Birdieputts und da sich Lukas auf der 11 sein zweites Bogey einfängt, läuft er plötzlich deutlich dem Routinier hinterher. Erst ab der 12 wird es auch bei Österreichs erstem European Tour Champion der Geschichte mit zwei Bogeys etwas bunter, was den 28-jährigen Salzburger wieder bis auf einen Schlag aufschließen lässt.

Die Fehler kosten dem Legends Tour Spieler schließlich auch die alleinige Führungsrolle, da Lukas Lipold mit einem weiteren Birdie endgültig wieder ganz vorne auftaucht. Sozusagen Hand in Hand gehen die beiden dann im Schlussflight bei 17 unter Par auf die 18, wo Lukas schließlich das Par nicht mehr kratzen kann und so Österreichs Super-Senior mit der 70 (-2) knapp den Vortritt lassen muss. Für Markus Brier schließt sich so sozusagen auch ein Kreis, denn 27 Jahre nach seinem Doppelschlag in Maria Lankowitz – er gewann sowohl 1994 als auf 1995 – strahlt er nun nach der finalen 66 (-6) zum dritten Mal vom obersten Treppchen und macht so beim 30-jährigen Jubiläum des Turniers den Gösser-Hattrick komplett.

“Das ist wohl der überraschendste Sieg, den ich in meiner Profikarriere gefeiert habe. Der Schlüssel zum Erfolg war heute, dass ich sehr schnell in einen guten Rhythmus gekommen bin und auf den ersten neun Löchern viele Birdies gemacht habe. Nachdem es in der Vorwoche bei den Riegler & Partner Legends am Murhof überhaupt nicht nach Wunsch für mich gelaufen ist, habe ich eigentlich nicht damit gerechnet, dass ich hier um den Sieg mitspielen kann. Aber ich habe zu Wochenbeginn mit den ÖGV-Coaches Dominic Angkawidjaja und Ulf Wendling auf der Range intensiv gearbeitet, und das hat sich bezahlt gemacht. Es ist fast ein bisschen kitschig, die 30. Gösser Open zu gewinnen, aber ich freue mich riesig darüber”, so Brier nach dem Triumph in der Steiermark.

Lukas Lipold nimmt die Niederlage gegen Österreichs Evergreen sportlich, spart jedoch auch nicht mit Selbstkritik: “Ein Stechen mit Markus wäre schon etwas gewesen, aber es sollte eben nicht sein. Ich war am Beginn der Runde etwas angespannt, habe aber dann gut in mein Spiel hineingefunden und tolle Schläge gemacht. Leider waren aber auch einige zittrige Momente im kurzen Spiel und beim Putten dabei, wie zum Beispiel am letzten Loch, wo ich aus 125 Metern den schwächsten Grünschlag des gesamten Turniers gemacht habe.”

Im Kollektiv stark

Felix Schulz legt zwar planmäßig mit einem Par 5 Birdie auf der 1 los, kann daran jedoch die gesamten Backnine über nicht anknüpfen und tritt so regelrecht auf der Stelle. Erst nach dem Turn fallen dann die lang ersehnten Birdieputts ins Loch. Mit gleich fünf roten Einträgen allein auf den Backnine kann er zwar nicht mehr in den verbissenen Zweikampf zwischen Lukas Lipold und Markus Brier an der Spitze eingreifen, nimmt im Windschatten der beiden mit der 66 (-6) aber einen starken 5. Platz mit und macht so den rot-weiß-roten Hattrick der Topergebnisse in Maria Lankowitz perfekt.

Niki Wimmer bleibt dem eingeschlagenen Weg der ersten beiden Runden auch am Finaltag weiter treu und packt nach sechs Birdies und drei Bogeys auf die 69 (-3) vom Auftakt und die 68 (-4) vom Freitag, mit einer weiteren 69 (-3) die dritte Runde in den 60ern drauf und beendet das Traditionsevent so auf Platz 18. Nur um einen Schlag dahinter kommt Uli Weinhandl nach der 68 (-4) und als 22. ins Ziel. Niklas Regner und Daniel Hebenstreit werden 68er (-4) Runden 31. Jürgen Maurer muss sich nach der finalen 70 (-2) mit einem Platz im hinteren Drittel auf Rang 37 begnügen.

Leaderboard Gösser Open

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Mit Traumrunde an die Spitze

GÖSSER OPEN – 2. RUNDE: Lukas Lipold packt am Freitag im GC Erzherzog Johann eine fantastische 63 (-9) aus und geht mit gleich drei Schlägen Vorsprung auf Landsmann Markus Brier ins Wochenende. Insgesamt cutten in Maria Lankowitz acht Österreicher beim 30-jährigen Jubiläum des Traditionsevents in den Finaltag.

Felix Schulz packte zum Auftakt des 30-jährigen Jubiläums der Gösser Open eine ganz starke 66 (-6) aus und übernachtete damit nicht nur als bester Österreicher, sondern auch als erster Verfolger des Kanadiers David Morland IV. Auch Markus Brier und Lukas Lipold präsentierten sich in absoluter Birdielaune und nehmen die zweiten 18 Löcher aus den Top 10 in Angriff. Mit Gerold Folk, Kaito Redl (Am), Niklas Regner, Luca Denk (Am) und Niki Wimmer notierten noch weitere Österreicher Runden in den 60ern. Insgesamt startet gleich ein Dutzend rot-weiß-roter Spieler aus dem prognostizierten Cutbereich in den Freitag.

Wie schon am Vortag überredet Lukas Lipold auch am Freitag wieder die 11 zu einem Birdie und kann nach vier Pars am Par 5 der 16 weiter nachlegen. Zwar schleicht sich auf der 17 dann auch der erste Fehler ein, diesen kann er allerdings noch vor dem Turn auf der 18 wieder egalisieren, womit er der Spitzengruppe erhalten bleibt. Wie sich herausstellen soll, sind die an und für sich schon starken Backnine jedoch nur die Ouvertüre zu dem was noch kommen soll, denn zunächst holt er sich am Par 5 der 1 sogar den Eagle ab und lässt nach weiterem Birdie auf der 2 sogar am Par 4 der 4 einen weiteren Adler landen. Da er bis zum Schluss keine Fehler mehr macht und noch zwei kleine Vögelchen auf der 6 und der 9 von der Scorecard zwitschern lässt, zieht er mit der fantastischen 63 (-9) sogar überlegen bis an die Spitze nach vor.

“Ich hab mir im Winter eine Entzündung der Muskelansätze in der linken Schulter zugezogen und bin nach der Verletzungspause mit dementsprechend wenigen Erwartungen hergekommen, aber vielleicht ist genau das der Grund, warum es mir hier extra Spaß macht, denn nur wenn man locker ist kann so eine Runde gelingen. Mir kommt Maria Lankowitz da derzeit auch sicher entgegen, denn aufgrund der Verletzung konnte ich keine Driver und Hölzer auf der Range schlagen, weshalb ich hier fast ausschließlich Eisen vom Tee schlage. Da die Eisen derzeit aber wirklich gut sind vertrau ich da auf die Annäherungen, was sich sichtlich auch bezahlt gemacht hat”, erklärt Lukas Lipold seine Strategie.

Auch das spektakuläre Eagle auf der 4 lässt er nicht unerwähnt: “Das war wirklich ein perfekter Schuss. Das Grün war leider nicht einsehbar, aber es waren ein paar Zuschauer da und an der Reaktion habe ich gemerkt, dass der drin war. Ich hatte 135 Meter, der Ball ist knapp vor der Fahne aufgekommen, ein, zwei Meter nach vorne gesprungen und dann zurück ins Loch gespinnt. Sowas passiert einfach nur an einem Tag wie heute. Ich werde morgen versuchen mein Spiel weiter so durchziehen. Mir ist klar, dass die Nerven ein Thema sein werden morgen aber ich werde versuchen die Ruhe zu bewahren und dann habe ich sicher eine Chance.”

Erster Verfolger

Markus Brier legt am Freitag Nachmittag los wie von der Tarantel gestochen und schnappt sich gleich auf den ersten vier Löchern drei Birdies. Nach einer kurzen Pause zum Durchschnaufen geht sich auch auf den Par 5 Löchern der 16 und der 1 rote Einträge aus, womit er endgültig ganz vorne mitmischt. Da er bis zum Schluss fehlerlos bleibt und sich zum Abschluss der Runde auch am Par 5 der 9 noch das Birdie schnappt, unterschreibt er sogar die 66 (-6) und geht damit bei gesamt 11 unter Par und mit drei Schlägen Rückstand als erster Verfolger von Landsmann Lukas Lipold in den Finaltag.

“Nach dem starken Start habe ich auf der 14 und 15 zwei Par-Putts gelocht. Das war wichtig, um das Momentum aufrechtzuerhalten. Mit Birdies auf den weiteren Par-5-Löchern ist es eine sehr gute Runde geworden”, freut sich ‘Maudi’ nicht nur über seine tiefrote 66 (-6), sondern auch darüber, dass er am Finaltag gemeinsam mit Lukas Lipold in einem Flight spielt: “Ich kenne ihn schon lange und weiß, wie hart er arbeitet. Wenn er in seinem Flow bleibt, wird er schwer zu schlagen sein.”

Felix Schulz macht gleich zu Beginn dort weiter wo er am Donnerstag aufgehört hat und stopft schon am anfänglichen Par 5 den ersten Birdieputt. Zwar muss er sich danach etwas in Geduld üben, bei fehlerlosem Spiel geht sich schließlich auf der 6 aber das zweite Erfolgserlebnis aus, was ihn weiterhin im Spitzenfeld hält. Ein Bogey auf der 12 bremst ihn dann zwar etwas ein, mit gleich zwei Birdies danach bessert er den Fehler aber mehr als aus und marschiert schließlich mit der 69 (-3) zurück ins Clubhaus, womit er die Finalrunde als 6. aus den Top 10 heraus in Angriff nehmen wird.

“Ich habe fehlerfrei gespielt, aber auf den Grüns einfach zu viel liegengelassen. Nicht weniger als acht Putts sind entweder ausgelippt oder knapp vor der Kante stehengeblieben, das war sehr frustrierend. Ich werde in der Finalrunde aber noch einmal voll attackieren. Was hier möglich ist, hat ja Lukas gezeigt”, gibt sich Felix Schulz selbst die Marschrichtung für den Samstag vor.

Niki Wimmer knüpft gleich zu Beginn seiner Runde am Freitag an die sehenswerte Auftaktrunde an und versenkt schon auf der 11 und dem Par 5 der 13 die ersten Birdieputts. Nach einem weiteren Erfolgserlebnis am Par 3 der 3 muss er wie schon am Vortag erneut auf der 6 einen Schlag abgeben, holt sich diesen aber nicht nur prompt wieder zurück, sondern nimmt zum Abschluss auch vom Par 5 der 9 noch ein Birdie mit, was ihn mit der 68 (-4) zum Recording marschieren lässt und ihn als 12. mit klar intakten Chancen auf ein Topergebnis in den Samstag gehen lässt.

Vier weitere heimische Spieler im Cut

Uli Weinhandl kommt auf den Backnine rasch auf den Geschmack und marschiert mit einem Birdietriplepack von der 11 weg bereits bis an die Top 10 heran. Zwar schleicht sich danach auch ein Bogey ein, mit einem weiteren Schlaggewinn weiß der Routinier diesen jedoch rasch auszubessern. Die vorderen Neun verlaufen dann mit noch einem weiteren Birdie und Bogey zwar deutlich ruhiger, mit der 69 (-3) geht sich der Cut in Maria Lankowitz als 24. aber recht stressfrei aus.

Jürgen Maurer kommt auf den Backnine noch nicht wirklich ins Laufen, denn ein frühes Birdie radiert er sich mit einem Fehler auf der 14 wieder aus. Erst ein Eagle am Par 5 der 1 bringt ihn dann in die richtigen Regionen und da er auch vom Par 3 der 8 noch ein Birdie entführt, kann er nach der 69 (-3) und als 24. bereits mit dem Finaltag planen.

Daniel Hebenstreit mit der 68 (-3) und Mitfavorit Niklas Regner mit der 71 (-1) müssen noch etliche Zeit ums Weiterkommen zittern, am Ende haben sie als 39. aber Gewissheit, dass es für den Aufstieg in die finale Umrundung noch reicht. Etliche bekannte Namen wie etwa Martin Wiegele, Timon Baltl, Gerold Folk oder auch Bernard Neumayer scheitern bereits am Cut. Nachdem letztes Jahr noch zwölf Österreicher in die letzten 18 Löcher cutteten, wo davon sogar gleich acht Amateure waren, sind es heuer nur deren acht heimische Spieler, wobei alle Amateure sogar geschlossen am Cut scheitern.

Leaderboard Gösser Open

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Stark angeprostet

GÖSSER OPEN – 1. RUNDE: Felix Schulz prostet in Maria Lankowitz beim 30-jährigen Jubiläum der Gösser Open mit einer 66 sehenswert an und geht als erster Verfolger von Leader David Morland IV (CAN) in den zweiten Spieltag. Auch Markus Brier und Lukas Lipold mischen in den Top 10 mit. Insgesamt ein Dutzend Österreicher beim Heimturnier auf Cutkurs.

Beim 30 Jahres-Jubiläum der Gösser Open stellt sich bis auf Lukas Nemecz “The best of Styria” zum Gratulieren ein. Timon Baltl und Martin Wiegele, die das Heimturnier bereits gewinnen konnten, sowie Niklas Regner und Gerold Folk möchten ihre Heimstärke auch heuer in Maria Lankowitz ausspielen. Die Gösser Open ist mit 42.500 Euro mittlerweile auch das bestdotierte reguläre Event und traditionsreicher Fixstern am jährlichen Alps Tour-Kalender.

Daniel Hebenstreit ist als 32. im Alps Tour-Ranking aktuell Österreichs Bester auf der Satellite Tour, aber auch wie seine jungen Kollegen noch meilenweit vom Aufstieg in die Challenge Tour entfernt. Markus Brier nutzt auch heuer das Dreitagesturnier um in Hinblick auf sein erstes Senior-Major in 14 Tagen Turnierpraxis zu sammeln.

Gleich auf der 11 nimmt Felix Schulz am Nachmittag ein frühes Birdie mit, dass er jedoch bereits zwei Löcher später ausgerechnet am Par 5 der 13 wieder verspielt. Sofort allerdings steuert er mit einem weiteren roten Eintrag gegen und kommt rund um den Turn dann so richtig ins Rollen. Von der 17 weg stopft er fünf mal in Folge zum Birdie und zieht damit im Klassement unwiderstehlich nach vor.

Da er mit sicheren Pars danach nichts verkehrt macht unterschreibt er schließlich die 66 (-6) und geht damit als geteilter 2. als erster Verfolger von Leader David Morland IV in den zweiten Spieltag. “Mein Spiel hat sich sehr gut angefühlt. Einzig auf den Par-5-Löchern, auf denen ich in Summe nur Par gespielt habe, ist noch Luft nach oben. Dafür war ich auf den Grüns effektiv und habe einige längere Putts gelocht”, rekapituliert Felix Schulz seine Auftaktrunde.

In den Top 10

Markus Brier zeigt, dass er nach den drei Runden am Murhof immer besser in Schwung kommt, denn Österreichs Evergreen stopft gleich auf der 1 und der 2 die fälligen Birdieputts und legt nach souveränen Pars auf der 8 und der 9 den nächsten roten Doppelpack nach, womit er im Spitzenfeld zum Turn kommt. Sofort legt er auf der 10 dann weiter nach und strahlt nach einem Par 5 Birdie auf der 13 dann sogar von ganz oben auf die Konkurrenz herab. Erst eine kleine Schwächephase mit zwei Bogeys in Folge lässt ihn dann den Platz an der Sonne wieder räumen, nach weiterem Par 5 Birdie geht sich zum Auftakt aber die 67 (-5) aus, die ihm als 7. eine bärenstarke Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf auflegt.

Nach der Runde meint er: “Ich habe heute endlich wieder gut geputtet und gleich auf den ersten beiden Löchern zwei Birdieputts aus vier und sechs Metern gelocht. Das hat mir das nötige Selbstvertrauen auf den Grüns gegeben. Auf den zweiten neun Löchern habe ich mir mit zwei schlechten Schlägen zwei Bogeys eingehandelt, aber insgesamt war das eine klare Steigerung gegenüber der vergangenen Woche.”

Lukas Lipold muss zwar am Nachmittag nach einem anfänglichen Par 5 Birdie schon am ersten Par 3 zwei Löcher später den scoretechnischen Ausgleich einstecken, findet danach allerdins so richtig den benötigten Rhythmus, wie zwei weitere Birdies noch auf den Frontnine unterstreichen. Die gewinnbringende Phase geht zunächst auch auf den zweiten Neun weiter, denn mit den nächsten Schlaggewinnen auf der 11, der 13 und der 14 stürmt er mit großen Schritten weiter nach vor. Erst danach versieht der Schwung, da er bis zum Schluss aber keinen Fehler mehr notieren muss, teilt er sich schließlich nach der 67 (-5) die starke Ausgangslage mit Routinier Markus Brier.

Klar auf Kurs

Mit gleich zwei anfänglichen Birdies legt Gerold Folk einen Start nach Maß hin. Zwar tritt er sich auf der 4 auch ein Bogey ein, mit weiteren Schlaggewinnen auf der 7 und der 9 kann er aber auf starke Frontnine zurückblicken. Nach dem Turn macht er in ganz ähnlicher Tonart weiter, denn mit den nächsten Birdies auf der 10, der 13 und der 14 kommt er endgültig im Spitzenfeld des Turniers an. Zwar macht sich ein Bogeydoppelpack am Par 3 der 15 und dem darauffolgenden Par 5 noch ungut bemerkbar, mit der 68 (-4) geht er aber als 16. in durchaus vielversprechender Position in den Freitag.

“Ich bin nach 14 Löchern schon sechs unter Par gelegen, leider sind mir dann auf der 15 und 16 noch zwei Bogeys passiert, aber es ist eine große Erleichterung, dass mir nach langer Zeit wieder eine tiefe Runde gelungen ist“, so Folk, dessen Karriere wegen Trainerwechsel und Umstellungen im Spiel zuletzt etwas ins Stocken geraten war. “Langsam fügt sich jetzt wieder alles zusammen.”

Amateur Kaito Redl nimmt gleich vom anfänglichen Par 5 der 1 das erste Birdie mit und reiht in Folge Par um Par aneinander, womit er zwar nichts verkehrt macht, mit den durchwegs tiefen Scores jedoch nicht Schritt halten kann. Erst ein Birdiedoppelpack nach dem Turn auf der 12 und der 13 lässt ihn dann deutlich nach vorne marschieren und da der das fehlerlose Spiel auch danach weiterhin durchzieht und vom Par 5 der 17 noch einen weiteren Schlag entführt, geht sich am Ende sogar wie bei Gerold Folk eine 68 (-4) aus, womit er als 16. als klar bester Amateur die zweite Umrundung in Angriff nehmen wird.

Ein Dutzend auf Cutkurs

Niklas Regner erwischt einen wahren Traumstart in Maria Lankowitz, denn nach einem anfänglichen Birdie am Par 5 der 1, schnürt er von der 5 weg sogar einen roten Triplepack und legt kurz vor dem Turn noch ein Par 5 Birdie nach, womit er in der frühen Phase des Turniers ganz vorne mitmischt. Die zweiten Neun lassen sich dann zunächst noch mit einem weiteren Birdie gut an, ehe es doch auch etwas bunter auf der Scorecard wird. Nach drei Bogeys und einem Doppelbogey muss er trotz zweier weiterer Par 5 Birdies am Ende mit der 69 (-3) zufrieden sein.

Mit den ultratiefen Scores kann er damit zwar nicht ganz mithalten, mit starken weiteren Auftritten ist aber vom 23. Rang aus nach wie vor wohl noch alles möglich. Nach der Runde spricht er vor allem das etwas missglückte Yardage an: “Ich bin zwar gut gestartet, aber mit den Distanzen nicht zurechtgekommen. Normal schlage ich das 7er-Eisen 170 Meter, heute waren es 185 Meter. Dazu hatte ich mit den Grüns ziemlich zu kämpfen – das zeigt auch ein Vierputt auf der 14 und das daraus resultierende Doppelbogey.”

Niki Wimmer bastelt mit zwei Birdies und zwei Bogeys recht bunte Frontnine zusammen, die ihn bei den guten Scores nicht wirklich mitkommen lassen. Nach dem Turn allerdings sammelt er dann mit einer der letzten Startzeiten noch vier weitere rote Einträge auf und muss lediglich noch am Par 3 der 15 einen Schlag abgeben, was ihn wie Niklas Regner mit der 69 (-3) zurück ins Clubhaus kommen lässt.

Luca Denk (Am) legt mit einem Par 5 Birdie nach Maß los, kann an das schnelle Erfolgserlebnis zunächst jedoch nicht anknüpfen und kommt nach einer Parserie im zartrosa Bereich auf den zweiten neun Löchern an. Dort drückt er dann zunächst mit einem Birdiedoppelschlag auf der 10 und der 11 wieder aufs Tempo und marschiert schließlich mit noch einem weiteren Schlaggewinn am Par 5 der 16 endgültig in einen recht komfortablen Leaderboardbereich nach vor. Zwar verhagelt ihm die 18 noch eine fehlerlose Performance, mit der 69 (-3) geht er aber wie seine Landsmänner Niklas Regner und Niki Wimmer in angenehmer Position in den zweiten Spieltag.

Routiner Jürgen Maurer bringt am Nachmittag nach vier Birdies und zwei Bogeys wie auch Uli Weinhandl, Christoph Kuttnig und Florian Schweighofer (Am) die 70 (-2) ins Clubhaus und sich selbst somit als 41. noch auf Cutkurs. Die Amateure Fabian Lang, Maximilian Klaus und Jakob Lotschak, sowie Bernard Neumayer und Florian Ruprecht bringen mit 71er (-1) Auftritten ebenfalls noch rote Runden zum Recording und pendeln sich so als 54. nur knapp hinter der prognostizierten Linie ein. Alle übrigen Österreicher müssen sich am Freitag teils gehörig steigern um auch am Samstag noch mitmischen zu dürfen.

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