Kategorie: us_pga_tour

Brooks als Taktgeber

TOUR CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Brooks Koepka (USA) zeigt einmal mehr, dass er der Mann für die besonderen Turniere ist und übernimmt beim großen PGA Tour Finale im East Lake GC vor dem Wochenende die Führung.

Mit neuem Modus sorgt die PGA Tour erstmals dafür, dass der Sieger des Finalturniers auch gleichzeitig der neue FedEx Cup Champion ist. Justin Thomas (USA) hatte dabei vor dem Event die besten Karten, denn als Führender der Jahreswertung startete er bei 10 unter Par und hatte so von Beginn an zwei Schläge Vorsprung auf seinen ersten Verfolger. Wie der neue Modus genau funktioniert ist >> hier detaillierter beschrieben.

Das “Guthaben” schmolz aber bereits am Donnerstag rasch dahin, denn Thomas kam über eine 70 (Par) nicht hinaus und teilte sich damit nach dem ersten Spieltag bereits die Führungsrolle mit Brooks Koepka und Xander Schauffele (USA). Auch Rory McIlroy (NIR) arbeitete sich bereits voll in den Titelkampf und wies vor der zweiten Umrundung lediglich noch einen einzigen Schlag Rückstand auf.

Pole Position

Am Freitag marschiert dann aber “Mr. Major” Brooks Koepka in die alleinige Führung. Der durchtrainierte Longhitter wird mittlerweile immer bei den ganz großen Events von den Buchmachern als Mitfavorit gehandelt. Kein Wunder, präsentiert er sich doch immer bei den richtig heißen Turnieren in absoluter Topform. Kein Wunder also, dass er auch beim Tourfinale in Atlanta wieder richtig ins Rollen kommt.

Eine 67 (-3) reicht am Freitag um auf dem anspruchsvollen Gelände bei gesamt 13 unter Par die Pole Position zu belegen. Mit lediglich einem Schlag Rückstand sitzen dem Mann aus Florida aber Justin Thomas (68) und Rory McIlroy (67) dicht im Nacken. Auch Xander Schauffele (69) bleibt dem Titelkampf voll erhalten, denn der US-Amerikaner mit deutschen Wurzeln geht mit nur zwei Schlägen Rückstand auf Leader Koepka in den Moving Day.

>> Leaderboard Tour Championship

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The winner takes it all

TOUR CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Dank des neuen Formats – der Sieger im East Lake GC ist gleichzeitig auch der FedEx-Cup Champion – liegen nach dem ersten Spieltag mit Justin Thomas, Brooks Koepka und Xander Schauffele (alle USA) gleich drei Spieler in geteilter Führung.

Lange Zeit überlegte die PGA Tour wie sie einen Modus einführen können, der beim großen Tourfinale für die größtmögliche Spannung sorgt. In den letzten Jahren war es des Öfteren so, dass es zwar einen strahlenden Sieger beim letzten Turnier der Saison gab – letztes Jahr etwa Tiger Woods (USA) – jedoch ein anderer sich die Jahreswertung sicherte.

Um genau dieses “Dilemma” zu vermeiden wird heuer mit neuem Modus gestartet. So beginnt etwa Justin Thomas als Leader im FedEx-Cup bei 10 unter Par und hat somit von Beginn an einen kleinen Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Dahinter folgt Patrick Cantlay (USA) bei -8, Koepka bei -7, Reed (USA) bei -6, McIlroy (NIR) bei -5 usw. Dies sorgt dafür, dass der Sieger am Sonntag gleichzeitig auch der neue Champion der Jahreswertung ist.

Rasch zusammengeschoben

Wirklich lange kann Justin Thomas seinen zwei Schläge großen Vorsprung zum Auftakt dann nicht ausnützen, denn der Sieger der Vorwoche kommt im anspruchsvollen East Lake GC über einer 70er (Par) Runde nicht hinaus. Xander Schauffele und Brooks Koepka hingegen haben ihr Visier am Donnerstag deutlich besser eingestellt und können so die Lücke nach vorne recht rasch schließen.

Vor allem Schauffele hat das Par 70 Gelände in Atlanta richtig gut im Griff und knallt eine 64 (-6) aufs Tableau. Brooks Koepka benötigt zwar um drei Schläge mehr, die 67 (-3) reicht aber um sich ebenfalls bei 10 unter Par in die Spitzenposition zu bringen. Damit geben nach dem ersten Spieltag gleich drei US-Amerikaner den Ton an und sorgen so nahezu von Beginn an für Spannung pur.

Nur um einen Schlag zurück rangiert Rory McIlroy, der sich dank einer 66 (-4) und bei nunmehr 9 unter Par in perfekte Lauerstellung bringt und als großer Jäger des US-Trios in den Freitag startet. Matt Kuchar und Patrick Cantlay (USA) liegen bei 8 unter Par ebenfalls klar in Schlagdistanz zur Spitze.

>> Leaderboard Tour Championship

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Stresstest bestanden

BMW CHAMPIONSHIP – FINAL: Justin Thomas schaukelt mit mehr Stress als ihm lieb ist den Riesenvorsprung über die Ziellinie.

Wie schnell selbst ein Vorsprung von 6 Schlägen davonschmilzen kann, bekam Justin Thomas am Schlusstag der BMW Championship in Medinah schmerzhaft am eigenen Leib zu spüren. Nach einer Serie wilder Drives rund um den Halbzeit-Turn geriet der überlegen führende Mann aus Kentucky ordentlich in die Krise, limitierte zwar den Schaden auf das Bogey an der 10, öffnete damit aber die Tür einen Spalt breit für die Verfolger. Patrick Cantlay legte einen lockeren Viererpack an Birdies hin und war damit bis auf zwei Schläge an der Spitze dran.

Doch Thomas, der seit einem Jahr vergeblich den Titeln nachgejagt war, bewies nicht nur Kampfkraft sondern auch Klasse, schoss auf den letzten 8 Löchern mit präzisen Wedges die Fahnen an und zog mit zwei Birdies wieder davon. Beim zweiten Playoff im FedExCup reichte die 68 um bei 25 unter Par dem gesamten Elitefeld die Rücklichter zu zeigen und um sich den Siegerscheck von 1,650.000 US Dollar zu sichern. “Ich wurde zwischenzeitlich ordentlich nervös, da es nicht einfach ist, mit einer großen Führung zu spielen. Ich weiß nicht, wie oft ich so etwas erleben werde, aber jetzt fühle ich mich großartig.”

Mit drei Schlägen Rückstand sichert sich Patrick Cantlay den zweiten Platz, vor dem Japaner Hideki Matsuyama.

Nach dem neuen Playoff-Modus wird Thomas damit zwei Schläge Vorsprung in die Tour Championship mitnehmen, wo das Feld der beste 30 auf Basis ihrer Position im FedExCup aufgereiht werden wird, wobei der Leader bei 10 unter Par beginnen wird.
In den Playoffs ausgeschieden sind neben Titelverteidiger Tiger Woods auch Phil Mickelson oder Jordan Spieth.

>> Endergebnis BMW Championship

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Auf der Flucht

BMW CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Justin Thomas (USA) flüchtet im Medinah CC mit neuem Platzrekord regelrecht vor der Konkurrenz und zieht am Moving Day den ersten Verfolgern gleich um satte sechs Schläge auf und davon.

Justin Thomas wirkt am Samstag als wäre er auf der Flucht. Von Beginn an zeigt die Scorecard des Publikumslieblings, dass es an diesem Tag nur in eine einzige Richtung geht: Geradewegs nach vor und auf und davon. Gleich fünf Birdies verewigt der Mann aus Kentucky auf den ersten fünf Bahnen und weiß selbst auf ein darauffolgendes Bogey noch auf den Frontnine die reichtige Antwort.

Genug hat Thomas damit aber noch lange nicht, denn auf den zweiten Neun macht er klar, dass ihm die kleinen Vögelchen allein nicht genug sind und lässt kurzerhand am Par 5 der 10 einen Adler landen. Nach kurzer Verschnaufpause drückt er gegen Ende noch einmal das Gaspedal durch, nimmt auf der 14 und der 17 zwei weitere Birdies mit und quetscht am Par 4 der 16 sogar noch einen zweiten spektkulären Eagle dazwischen.

Derart stark unterschreibt der Student der berühmten University of Alabama schlussendlich die 61 (-11), stellt damit einen neuen Platzrekord auf und ist so von der Konkurrenz an der Spitze nur noch als kleiner Punkt am Horizont wahrzunehmen. Fast schon playstationmäßige sechs Schläge Vorsprung erarbeitet er sich auf seine Landsmänner Tony Finau und Patrick Cantlay, die beide 68er (-4) Runden zum Recording bringen. Tiger Woods (USA) taucht erstmals in die 60er ab und arbeitet sich mit der 67 (-5) bis auf Rang 31 nach vor.

>> Leaderboard BMW Championship

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Durchgestartet

BMW CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Hideki Matsuyama (JPN) schaltet am Freitag im Medinah CC gleich ein paar Ränge rauf und stürmt mit einer 63 an der gesamten Konkurrenz vorbei bis an die Spitze.

Nachdem zum Auftakt im Medinah CC bei Chicago – an genau dieser Wirkungsstätte schaffte das europäische Ryder Cup Team im Jahr 2012 in den Einzeln eine Aufholjagd für die Ewigkeit, was seither als “Wunder von Medinah” betitelt wird – noch Stars & Stripes eindeutig den Ton angaben, leuchten nach der 2. Runde deutlich vielfältigere Flaggen an der Spitze des Leaderboards.

Allen voran Hideki Matsuyama, der am Freitag sichtlich die richtige Mischung findet und mit einem unglaublichen Birdietakt die gesamte Konkurrenz hinter sich lässt. Insgesamt kann der Japaner neun rote Einträge auf der Scorecard vermerken und gibt damit vor dem Wochenende beim zweiten Playoff Turnier der PGA Tour-Saison nach der 63 (-9) und bei gesamt 12 unter Par den Ton an.

Für Spannung ist aber durchaus gesorgt, denn Patrick Cantlay (67) und Tony Finau (beide USA) (66) sitzen Matsuyama bei nur einem Schlag Rückstand dicht im Nacken. Tiger Woods (USA) agiert nach seinen Rückenbeschwerden der Vorwoche weiterhin mit angezogener Handbremse und rangiert nach der bereits zweiten 72 (-1) nur auf Rang 48.

Ian Poulter (ENG) sorgte für einen kleinen Seitenhieb in Richtung USA. Der charismatische Engländer zog sich kurzerhand seine “Europe” Ryder Cup Schuhe von 2012 an und machte damit klar, dass der historische Ryder Cup Erfolg auch ja nicht in Vergessenheit gerät.

>> Leaderboard BMW Championship

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Positiver besetzen

BMW CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Justin Thomas und Jason Kokrak tun zum Auftakt des zweiten Playoff Turnieres alles dafür um den Medinah CC mit positiveren US-Erinnerungen zu füllen. Auch dahinter dominieren am Donnerstag Stars & Stripes.

Aus US-amerikanischer Sicht wird es langsam aber sicher höchst an der Zeit den Medinah CC bei Chicago mit neuen Erinnerungen zu füllen, denn nach wie vor schwirrt vor allem die geschichsträchtige Niederlage der USA gegen Europa beim Ryder Cup 2012 durch die Köpfe der zahlreichen Zuschauer. Justin Thomas und Jason Kokrak jedenfalls tun am Donnerstag beim zweiten Playoff Turnier der Saison alles dafür um den Medinah CC mit, aus US-Sicht, positiveren Aspekten zu besetzen.

Von Beginn an hat Thomas sein Visier messerscharf eingestellt und marschiert schlussendlich mit einer fehlerlosen 65 (-7) über die Ziellinie, die ihm den Platz an der Sonne einbringt. Zumindestens nach Runde 1 muss er sich diesen aber mit Landsmann Jason Kokrak teilen. Zwar tritt sich dieser auch ein Bogey ein, mit sechs Birdies und einem Eagle geht sich aber auch bei ihm eine 65 aus.

Auch hinter den beiden Spitzenreitern ist das Leaderboard großteils US-dominiert, denn mit Jim Furyk, Joel Dahmen, Lucas Glover, Brandt Snedeker und Patrick Cantlay leuchten auch vom geteilten 3. Platz bei 6 unter Par lediglich Stars & Stripes auf.

Erst auf Rang 8 rangieren mit Rory Sabbatini (SVK), Adam Scott (AUS) und Adam Hadwin (CAN) nach 67er (-5) Runden auch die ersten nicht US-Boys am Leaderboard. Tiger Woods (USA) beißt nach seiner Aufgabe letzte Woche die Zähne zusammen, kommt nach der Auftaktrunde aber über eine 71 (-1) und Rang 50 nicht hinaus.

>> Leaderboard BMW Championship

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Ende der Top-Saison

THE NORTHERN TRUST – 2. RUNDE: Sepp Straka zerstört sich im Liberty GC auf den letzten beiden Löchern den Weg ins Wochenende, kann aber dennoch auf eine mehr als nur erfolgreiche Rookie-Saison auf der PGA Tour zurückblicken.

“Was für ein fantastischer Sommer! Es fühlt sich wie ein Traum an. Ich bin unglaublich gesegnet mit der Position in der ich mich jetzt befinde und mit den Leuten die ich um mich herum habe,” äußert sich Sepp euphorisch über das Erreichte, “Zwar ging es sich diese Woche nicht mehr aus, aber dass ich mein erstes FedExCup Playoff erreicht habe, war schon etwas besonderes. Jetzt freue ich mich auf eine wohlverdiente Pause”

Patrick Reed gewinnt das erste Playoff-Turnier nach spannendem Finaltag knapp bei 16 unter Par und beendet eine 16-monatige sieglose Schaffenspause. “Captain America” hielt dem Ansturm von Jon Rahm und einer späten Herausforderung des Mexikaners Abraham Ancer stand, locht in der entscheidenden Phase drei starke Putts und gewinnt damit im Schatten der US-Freiheitsstatue das erste Playoff-Turnier im FedExCup.

Straka am Freitag ausgeschieden

Sepp Straka legte zum Auftakt der Northern Trust einen richtigen wilden Ritt hin. Mit einem sensationellen Start – er nahm gleich zwei Eagle in Folge ohne einen einzigen Putt mit – mischte er nach nur sechs Bahnen bei einem Zwischenstand von 5 unter Par ganz vorne mit. Doch ein Doppelbogey danach kostete Rhythmus und Genauigkeit, was schlussendlich nur in einer 73 (+2) mündete.

Vom 100. Platz aus ist ein Aufstieg in das zweite Playoff Turnier wohl schon als “Longshot” zu sehen, denn er würde am Sonntag zumindestens einen alleinigen 12. Platz benötigen um die Top 70 der Jahreswertung knacken zu können. Vorrangig geht es nun aber darum den Cut zu stemmen und dazu muss Sepp zu allererst die letzten Reserven mobilisieren, denn in der zehnten Woche in Folge on Tour merkt man ihm die Strapazen mittlerweile doch schon etwas an.

Nach drei recht souveränen Pars zum Start der zweiten Runde, gelingt am Par 5 der 13 dann nach gelungener Grünattacke das erste Birdie, das den Longhitter bis auf zwei Schläge an die Cutmarke heranbringt. Am kurzen Par 4 der 16 zieht Sepp dann vom Tee voll durch und bringt den Ball souverän am Kurzgemähten unter, was im nächsten Birdie mündet. Eine Gewitterfront sorgt danach für eine Zwangspause und der gebürtige Wiener hat bei der Fortsetzung sichtlich Mühe sofort wieder den richtigen Rhythmus zu finden.

Im Finish zerbröselt

Nach leicht verzogenem Drive erreicht er erst mit dem dritten Schlag das Grün und kann das Par so erstmals nicht kratzen. Der Georgia Bulldog sammelt sich aber und setzt auf der 5, nach starkem Eisen knapp zur Fahne, und dem darauffolgenden Par 5 zu einem Birdiedoppelpack an, der ihn erstmals über die gezogene Linie nach vor ziehen lässt.

Doch auf den letzten beiden Löchern will dann gar nichts mehr zusammenlaufen. Zunächst bunkert er sich aus knapp 100 Metern mit dem Wedge ein und kommt so nur mit dem Bogey vom Par 5 weg. Mit dem Wissen, dass nun unbedingt noch ein Birdie gelingen muss, zerlegt es Sepp auf der 9 so richtig, denn der Abschlag findet nur das H2O, was schlussendlich sogar nur im Triplebogey mündet.

Starkes erstes Jahr

Mit der 72 (+1) und bei gesamt 3 über Par kann der Rookie als 107. den Cut nicht stemmen und hat damit bereits vorzeitig Saisonschluss. So bitter die letzten beiden Bahnen auch verliefen, Sepp’s erste Saison auf der ganz großen Bühne war durchwegs eine Erfolgsgeschichte. Der bullige Österreicher sicherte sich nicht nur als erster Spieler der Alpenrepublik überhaupt letztes Jahr das Spielrecht auf der stärksten Tour der Welt, sondern verteidigte darüber hinaus noch dazu ohne grobe Probleme die Tourkarte und zog damit sogar ins erste Playoff Turnier ein.

Dass es nun mit dem Cut nicht klappte ist eher mehr als Schönheitsfehler zu betrachten und hängt mit Sicherheit auch mit dem Monsterprogramm zusammen, dass Sepp in den letzten Wochen abspulte. Die Northern Trust waren das zehnte (!!!) Turnier in Folge indem er an den Start ging. Dass dabei nun schon leichte Verschleißerscheinungen auftreten ist mehr als nachvollziehbar. In den nächsten Wochen kann er nun erstmals etwas ausspannen und Kraft tanken um kommende Saison mit neuen Kräften angreifen zu können.

Dustin Johnson (USA) geht bei gesamt 12 unter Par als Leader ins Wochenende.

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Adler abgeschossen

THE NORTHERN TRUST – 1. RUNDE: Sepp Straka legt mit einem frühen Eagle-Doppelpack fulminant los, verliert in Folge im Liberty National von Jersey City aber die Genauigkeit und muss sich am Ende sogar nur mit einer 73 zufrieden geben.

Der erste Österreicher auf der PGA Tour schafft es gleich in seiner Rookie-Saison in die Playoffs des FedExCups. Sepp Strakas Supersaison, in der er einen 3. Platz sowie vier Top 20-Ergebnisse erreichte und mehrmals Leaderboards anführte, findet somit bei der Northern Trust im Kreis der Top 125 eine Fortsetzung.

Der bullige 26-jährige ist jedoch bereits die 10. Woche am Stück auf Tour. Trotz toller Form und hoher Birdiequote machten sich zuletzt an den Weekends schon leichte Verschleißerscheinungen in Form zu vieler Bogeys bemerkbar. Jetzt heißt es noch einmal durchstarten um bei vierfachen FedExCup-Punkten von Position 111 aus unter die Top 70 der Jahreswertung zu schlüpfen, die sich für das zweite Playoff qualifizieren.

Im Blickfeld der Freiheitsstatue werden alle Stars von Koepka, McIlroy, Tiger bis Titelverteidiger Bryson DeChambeau in Liberty National von Jersey City aufteen, da die Playoff-Turniere von vier auf drei reduziert wurden. Die Northern Trust ist jedoch das einzige mit Cut nach zwei Runden.

Adler ohne Putter gelandet

Gleich der Start gelingt Sepp nach Maß. Zwar verpasst der Longhitter Fairway und Grün, chippt aber kurzerhand zum Birdie ein und liegt so von Beginn an im roten Bereich. Zwar trifft er erst auf der 4 erstmals ein Grün in Regulation, nimmt aber immer wichtige Pars mit und bleibt so dem Minusbereich treu.

Ein erstes echtes Highlight setzt er dann auf der 5, denn erneut will Sepp seinen Putter nicht bemühen und locht stattdessen gleich das Wedge bei der Annäherung zu einem spektakulären Eagle am Par 4. Das Spektakel geht auch am ersten Par 5 danach munter weiter, denn aus dem Grünbunker sieht er gleich den nächsten Adler landen und dockt so bereits an der absoluten Spitze an.

Wende eingeläutet

Wie so oft liegt bei Sepp aber auch auf dieser Runde Genie und Wahnsinn ganz eng beisammen, denn ein knapp verfehltes Fairway und ein überschlagenes Grün münden am Ende sogar in einem Doppelbogey, was ihm ein Eagle sozusagen wieder ausradiert.

Das bricht auch sichtlich den bis dahin gewinnbringenden Rhythmus, was sich zunächst in einem verpassten Par 5 Birdie und einem weiteren Schlagverlust nach deutlich verzogener Annäherung auch auf der Scorecard bemerkbar macht. Auch auf den Backnine reißen die Probleme nicht ab, denn ein weiteres verpasstes Grün mündet auf der 11 (Par 3) im nächsten Fehler, was den gebürtigen Wiener bereits bis auf nur noch 1 unter Par zurückfallen lässt.

Endgültig abgerutscht

Nach einem Wasserball am letzten Par 5 der Auftaktrunde rutscht Sepp dann sogar wieder auf den Ausgangspunkt zurück. Da ihn auch weiterhin die Genauigkeit im Stich lässt, tritt er sich auf der 16 – dem letzten Par 3 – prompt das nächste Bogey ein und taucht so erstmals sogar nur im Plusbereich auf.

Eine Bahn später bunkert er sich neben dem Grün ein und benötigt aus unangenehmer Lage gleich zwei Versuche um aus dem Sand zu kommen, was sofort im nächsten Fehler mündet. Zumindestens geht sich zum Schluss auf der 18 noch ein solides Par aus, mit der 73 (+2) liegt er aber nach der ersten Runde als 100. unangenehm zurück und wird am Freitag eine klare Steigerung benötigen, um die Chance auf den Cut und somit auch auf das zweite Playoff Turnier am Leben halten zu können.

Troy Merritt (USA) gibt nach der 62 (-9) den Ton an.

>> Leaderboard The Northern Trust

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Playoff und Tourkarte

WYNDHAM CHAMPIONSHIP – FINAL: Eine zu schwache Finalrunde vermasselt Sepp Straka zwar in Greensboro ein weiteres Topergebnis, die Ausbeute der Rookie-Saison ist mit Playoff und Tourkarte dennoch hervorragend.

Österreichs erster Golfpro, der eine komplette Saison auf der PGA Tour bestreiten durfte, macht der Alpenrepublik alle Ehre. Dank eines starken Golfsommers rutscht Sepp Straka am Ende recht problemlos als 111. unter die Top 125 der Jahreswertung und verteidigt damit nicht nur in der Rookie-Saison seine Spielrecht in der weltweit wichtigsten Golfliga, sondern qualifiziert sich auch automatisch für die Playoffs im FedExCup.

Bei der Wyndham Championship, dem letzten regulären Saisonturnier mit 6,2 Millionen Dollar Preisgeld, übernimmt der Doppelstaatsbürger am Moving Day sogar kurzzeitig die Spitze, muss aber auf seinen letzten 27 Golflöchern den 9 Wochen auf Tour mit zu vielen Fehlern Tribut zollen und fällt noch bis auf Platz 39 ab.

Zu viele Fehler im langen Spiel am Sonntag

Sicherer Start in die Finalrunde von Sepp Straka, der sich allerdings mit den Eisen erst langsam an die Fahnen herantasten muss. Bei Schlag ins 3. Grün klappt das erstmals perfekt und aus einem Meter ist das Birdie der verdiente Lohn. Unglücklich agiert Österreichs PGA Tour-Akteur am ersten Par 5, als er nicht ganz das Grün mit zwei Schlägen erreicht und einen delikaten Chip in den Grünbunker setzt. Mehr als das Par geht sich nicht aus.

Mit den Eisen operiert Sepp am Finaltag nicht mehr so präzise wie an den Tagen zuvor. Am Par 3 der 7 bleibt der in der Böschung vor dem Grün hängen, chippt zu weit über die Fahne und kassiert sein erstes Bogey.

An der 9 kommt Straka nach weggeblocktem Drive und verpasster Annäherung noch ungeschoren davon, beim nächsten Trouble Shooting rund ums 10. Grün setzt es jedoch das nächste Bogey. Der Zwischenstand von 1 über Par hat ihn am Leaderboard bereits vom 12. Rang gut 25 Positionen abrutschen lassen.

Die Probleme häufen sich mit den Eisen: auch der Schlag ins 11. Grün geht rechts weg und lässt dem Österreicher eine zu schwierige Aufgabe, die zum nächsten Schlagverlust führt. Mit wackeligen Drives und streuenden Eisen wird es ein Kampf über die letzten 6 Löcher zurück ins Clubhaus. Sowohl an der 13 wie auch an der 14 bastelt er starke Par Saves hin.

Am letzten Par 5 landet Straka einen starken Birdie-Konter, nachdem er das Kurzgemähte mit zwei Schlägen erreicht. Doch am letzten, schweren Par 3 geht wieder ein Eisen rechts weg und aus dem Grünbunker bekommt Sepp das Sandy Par nicht mehr hin.

Mit der 72 (+2) leistet sich Straka nicht nur seine schwächste Runde der Woche, sondern verschenkt auch Zehntausende Dollar durch den Rückfall vom 10. bis zu 39. Platz, der nur 22.900 US Dollar zahlt.

Der Amerikaner J.T. Poston feiert bei 22 unter Par seinen ersten Toursieg, nachdem er Titelverteidiger Webb Simpson und den drei Tage lang führenden Koreaner Ben An knapp abfangen kann.

>> Endergebnis Wyndham Championship

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Platz 1 und retour

WYNDHAM CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Sepp Straka taucht zur Halbzeit an der Spitze auf und legt danach den Retourgang zurück zu Platz 10 ein.

Sepp Straka nimmt den Moving Day in Greensboro wörtlich und stürmt mit vier Birdies auf fehlerlosen Front 9 bis auf Platz 1 vor. Danach führen wilde Drives zu drei Bogeys, mit denen der 26-jährige wieder bis auf Position 10 den Rückwärtsgang einlegt.

Schnörkellos stürmt Straka am Wochenende los: Drive 270 Meter hinaus, Wedge auf zwei Meter hin – Birdie! Das nächste perfekte Eisen launcht er am ersten Par 3, kann diesmal aus knapp drei Metern nicht verwerten. Die erste Krisensituation meistert der 26-jährige an der schweren 4. Bahn nach verzogenem Abschlag souverän: aus 95 Metern bastelt er locker mit Wedge und Putt den Par Save hin.

Sepps Eisenschläge bleiben grenzgenial: aus 160 Metern transportiert er den Ball ins 5. Grün auf zwei Meter zum Stock und verwertet den Putt. Am nächsten Par 3 fehlt ein Meter zum Hole in One, kein Problem für den Putter. Und als am 8. Grün aus über 5 Metern der vierte Birdieputt fällt, blitzt erstmals Position 1 neben seinem Namen auf!

Zu Beginn der Back 9 steht ein anderer Sepp Straka am Tee: ein verzogener Drive an der 10, kein Weg von dort aufs Grün und erster Schlagverlust. Dreiputt-Bogey an der 11 und vorerst aus den Top 10 verabschiedet.

An der 12 zündet der ehemalige Georgia Bulldog wieder ein geniales Eisen vom Tee und erhält als Lohn das verdiente Birdie. Die nunmehr ordentlich streuenden Drives drohen teuer zu werden. An der 13 kommt er noch ungeschoren davon, nicht so jedoch an der 15. Auf diesem Par 5 muss er mit Strafe droppen und verliert mit dem Bogey mehr als nur einen Schlag auf das Feld.

Mit dem dritten Bogey auf den Back 9 ist der Aderlaß endlich überstanden. An der 16 bastelt Österreichs erstes reguläres PGA Tour-Mitglied noch ein schönes Sandy Par aus einem tiefen Grünbunker zusammen und zückt am Schlussloch noch ein letztes As: der perfekte 6 Meter-Putt zum 6. Birdie bringt noch die 67 (-3) ein, womit Straka Position 10 bei 12 unter Par einnimmt.

Ben An wehrt mit der 66 alle Angriffe ab und hält sich den dritten Tag an der Spitze des Leaderboards. Bei 17 unter Par hat der Koreaner aber nur einen Schlag Vorsprung auf Titelverteidiger Webb Simpson und Brice Garnett.

>> Leaderboard Wyndham Championship

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