Projekt: Titelverteidigung

MADE IN HIMMERLAND – VORSCHAU: Nachdem letzte Saison in Farso wegen des grassierenden Coronavirus nicht gespielt werden konnte, geht Bernd Wiesberger im Himmerland Resort sogar als Titelverteidiger ins Rennen. Im Kampf um ein US Open Ticket wird dem Burgenländer wohl nur ein absolutes Topergebnis wirklich weiterhelfen. Matthias Schwab hofft in Dänemark auf den nächsten Schritt in seiner bislang durchaus sehenswerten Saison.

Über 700 Tage lang musste sich Bernd Wiesberger gedulden, ehe er nun im HimmerLand Resort von Farso die Titelverteidigung in Angriff nehmen kann. Vor zwei Jahren bracht er sich mit dem Sieg in Dänemark nach seiner Handgelenksverletzung davor wieder so richtig zurück auf die große Golfbühne und ließ in der starken Comeback-Saison gleich noch zwei Rolex Series Siege folgen, wovon der 35-jährige bis vor kurzem auch im Hinblick der Top 50 der Welt zehren konnte.

Nun allerdings steht er doch ziemlich unter Druck, denn die ausbleibenden Topergebnisse könnten ihn in bereits naher Zukunft nur noch kleinere Brötchen backen lassen. Die Top 50 der Welt hat der Burgenländer bereits seit einigen Wochen aus den Augen verloren, nach dem Missed Cut auf Kiawah Island letzte Woche bei den PGA Championship drohen nun auch die Top 60 langsam aber sicher am Horizont zu verschwinden, womit er bei den kommenden US Open nur noch Zuschauer wäre.

Für den siebenfachen European Tour Champion heißt es somit nun in Farso, dass er voll abliefern muss, will er das Major in Torrey Pines nicht nur vom TV aus verfolgen. Da er für die Porsche European Open nach wie vor noch nicht genannt hat, stellt das Turnier im HimmerLand Resort für Bernd auch die letzte Chance auf eine Qualifikation dar. Hier hätte er aber sogar noch zwei Möglichkeiten: Zum einen würde er wohl mit einem absoluten Topergebnis die Top 60 wieder knacken und wäre somit in Kalifornien spielberechtigt.

Zum anderen wäre da noch das eigens eingeführte Mini-Ranking, das aus British Masters, Made in HimmerLand und Porsche European Open besteht. Jeder noch nicht qualifizierte in den Top 10 würde hierbei einen Startplatz fürs dritte Major erhalten. Das Gelände in Dänemark sollte durch den Sieg 2019 aber beste Erinnerungen wecken und durchaus die benötigten guten Vibes bringen. Diese hat er nach den zähen letzten Wochen und Monaten auch bitter nötig.

Sollte es allerdings auch in Farso weiterhin heuer nicht wirklich rund laufen, hätte es der Südburgenländer in nächster Zeit wohl richtig schwer sich wieder zurückzukämpfen, auch weil die Schere zwischen PGA Tour und European Tour aufgrund der Coronakrise immer weiter aufgeht. Wie unglaublich schwierig es ist sich über Europa zurück in die Weltelite zu kämpfen zeigt sich bei Matthias Schwab eindrucksvoll. Der 26-jährige liefert heuer nahezu Topergebnisse am laufenden Band ab, konnte damit jedoch die Top 100 nach wie vor noch nicht wieder knacken.

Nächsten Schritt setzen

Damit muss der junge Steirer langsam aber sicher auch den nächsten Schritt in seiner Karriere setzen, denn schon etliche Male war er richtig knapp am ersten Sieg dran, verpasste diesen bis dato jedoch noch. Mit der durchaus ansprechenden Form und sehenswerter Beständigkeit wirkt es aber seit Wochen bereits danach als fehlten nur noch Nuancen um erstmals ganz vorne zu landen. Auch Matthias hat noch eindeutig die Chance die Qualifikation für die US Open zu stemmen. Anders als bei Landsmann Bernd Wiesberger muss der Rohrmooser aber hierfür das Mini-Ranking anpeilen, wo er nach seinem 11. Platz bei den British Masters auch ganz gut im Rennen liegt.

Mit einem Topergebnis in Dänemark könnte er sich durchaus sehenswert in Stellung bringen und anders als Bernd hat der Vanderbilt Absolvent auch für Deutschland kommende Woche genannt, womit er sozusagen sogar noch mit doppelter Möglichkeit ausgestattet ist. Ein absolutes Spitzenergebnis würde ihm sogar bereits einen kleinen Puffer in Sachen US Open Quali verschaffen. Ein Ziel, dass er mit Sicherheit bereits im Hinterkopf hat. Wie nahezu in ganz Europa zeigt sich auch in Farso der Wetterbericht für die Jahreszeit deutlich zu kühl. Nur in seltenen Fällen wird das Quecksilber die 15 Grad Marke überschreiten, mit zähem Nieselregen dürfte somit auf die Spieler alles andere als angenehmes Wetter warten.

Bis auf Thomas Pieters (BEL) sind in Dänemark alle Champions der Vorjahre – Marc Warren (SCO), David Horsey (ENG) und Julian Suri (USA) – am Start, womit das Turnier durchaus ein recht ansehnliches Line-up zu bieten hat. Los geht es für Matthias Schwab am Donnerstag bereits um 07:50 MEZ. Bernd Wiesberger nimmt die Titelverteidigung am frühen Nachmittag ab 12:50 MEZ in Angriff.

 

>> SKY überträgt Live und in HD von den Made in HimmerLand.

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