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Schlagwort: bernd wiesberger

AUSTRIAN ORDER OF MERIT 2021

ÖSTERREICHISCHE PRO-RANGLISTE 2021

HERREN ORDER OF MERIT: 27.9.2021

HERREN-RANKING 2021 *

RANG
NAME
ET/US
CT
ALPS
PGT
AUT
POINTS
1 Wiesberger
972712
972712
2 Straka
545618
545618
3 Schwab
432485
432485
4 Nemecz
87703
87703
5 Regner
43266
43266
6 Baltl
2290
8303
10593
7 Weinhandl
8958
8958
8 Lipold
8320
8320
9 Schulz
1040
4342
2500
7882
10 Maurer
2154
3600
5754
11 Kluibenschädl
590
3076
900
4566
12 Wiegele
4445
4445
13 Hebenstreit
2840
2840
14 Rath
976
1800
2776
15 Gaster
528
1041
550
2119
16 Möser
909
650
1559
17 Brier
1425
1425
18 Amin
1350
1350
19 Neumayr
1386
1100
20 Kopp
828
828
21 Bacher
775
775
22 Wittmann
626
626
23 Dvorak
600
600
24 Dewhurst
500
500
25 Körbler
450
450
26 Leitner
387
387
27 Vonbank
350
350
28 Folk
320
320
29 Ruprecht
290
290
30 Patzel
260
260
31 Essmeister
250
250
32 Meyer
240
240
33 Kepp 
220
220
33 Koglgruber
220
220



DAMEN ORDER OF MERIT: 27.9.2021

DAMEN-RANKING 2021

RANG
SPIELERIN
LET/ALPG
LETAS
KALPG
NAT
POINTS
1
Wolf Christine 63640
63.640
2
Schober Sarah 16726
16.726
3
Mühlbauer Kath. 4800 9409 775
14.984
3
Einberger Chr. 4800 230
230

* Austrian Order of Merit erstellt in Zusammenarbeit mit PGA of Austria. Golf-Live präsentiert das Österreich Ranking der Profigolfer und Proetten 2021, wöchentlich aktualisiert.

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WORLD GOLF RANKING

Die offizielle Weltrangliste im Profigolf

(Nach Turnier: OPEN DE PORTUGAL)

WORLD RANKING 2021

RANG
LAST
SPIELER
STARTS
PUNKTE
1 1 Jon Rahm 48 10.56
2 2 Dustin Johnson 42 8.73
3 3 Collin Morikawa 52 8.05
4 4 Patrick Cantlay 42 7.48
5 5 Xander Schauffele 48 7.27
6 6 Justin Thomas 51 6.92
7 7 Bryson DeChambeau 48 6.90
8 8 Louis Oosthuizen 45 6.13
9 10 Brooks Koepka 40 5.78
10 9 Tony Finau 52 5.70
11 11 Harris English 52 5.51
12 12 Abraham Ancer 52 5.44
13 13 Jordan Spieth 48 5.34
14 14 Viktor Hovland 52 5.32
15 15 Rory McIlroy 50 5.24
16 16 Daniel Berger 44 5.20
17 17 Hideki Matsuyama 52 4.99
18 18 Billy Horschel 52 4.89
19 19 Tyrrell Hatton 45 4.89
20 20 Patrick Reed 52 4.78
21 21 Scottie Scheffler 52 4.62
22 22 Webb Simpson 43 4.43
23 23 Cameron Smith 49 4.40
24 24 Paul Casey 49 4.34
25 25 Sam Burns 46 4.23
26 26 Kevin Na 51 4.19
27 27 Matt Fitzpatrick 52 3.93
28 28 Jason Kokrak 52 3.85
29 29 Sungjae Im 52 3.71
30 30 Joaquin Niemann 52 3.48
31 31 Max Homa 52 3.27
32 32 Will Zalatoris 50 3.23
33 33 Corey Conners 52 3.11
34 34 Phil Mickelson 46 3.07
35 35 Lee Westwood 51 3.04
36 36 Kevin Kisner 52 2.94
37 37 Tommy Fleetwood 52 2.85
38 38 Ryan Palmer 47 2.83
39 39 Marc Leishman 49 2.79
40 40 Christiaan Bezuidenhout 52 2.72
41 41 Adam Scott 40 2.70
42 42 Shane Lowry 52 2.67
43 43 Sergio Garcia 50 2.60
44 44 Justin Rose 46 2.57
45 45 Brian Harman 52 2.48
46 46 Stewart Cink 47 2.45
47 48 Matthew Wolff 44 2.45
48 47 Siwoo Kim 52 2.44
49 49 Garrick Higgo 52 2.38
50 50 Ian Poulter 52 2.36
weiters:
62 63 Bernd Wiesberger 51 2.01
134 134 Matthias Schwab 51 1.24
157 155 Sepp Straka 52 1.03
257 287 Lukas Nemecz 40 0.66
508 503 Niklas Regner 40 0.27
1245 1245 Felix Schulz 40 0.04
1257 1255 Lukas Lipold 40 0.04
1275 1271 Alexander Kopp 40 0.04
1533 1500 Martin Wiegele 42 0.02

 

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Historische Schlappe

43rd RYDER CUP – FINAL: Collin Morikawa versenkt in Whistling Straits den Winning Putt und Team Europa gleich mit! Der alte Kontinent wird von den USA in Wisconsin regelrecht vorgeführt und muss mit einer 19 : 9 Niederlage die bis dato schlimmste Schlappe in der modernen Ryder Cup Historie hinnehmen. Bernd Wiesberger muss sich auch gegen Brooks Koepka geschlagen geben und beendet sein Ryder Cup Debüt nach drei Auftritten mit 0 Punkten.

Noch nie war ein amerikanisches Team derart favorisiert wie heuer in Whistling Straits. Und auch noch nie konnte ein amerikanisches Team diese Rolle derart bestätigen wie am Links Course entlang des Lake Michigan. Von den Vierern am Freitag weg waren Stars & Stripes mit nur ganz wenigen Ausnahmen schlicht eine Nummer zu groß für Europa, wie auch der Zwischenstand von bereits 6 : 2 nach den ersten Klassischen Vierern und den ersten Bestballs zeigte.

Am Samstag ergab sich dann in der eigentlichen Domäne der Europäer ein ganz ähnliches Bild, denn wieder waren die US-Boys nahezu in allen Belangen überlegen und erarbeiteten sich vor den abschließenden Singles einen komfortablen 11 : 5 Vorsprung. Die Dominanz nimmt schlussendlich in den Einzeln dann sogar noch zu, denn die Amerikaner krallen sich von den 12 zu spielenden Matches gleich sieben, teilen zwei und müssen sich nur dreimal geschlagen geben, was am Ende in einer für Europa vernichtenden 19 : 9 Niederlage mündet. Noch nie in der modernen Ryder Cup Historie – seit 1979 spielen die USA gegen den gesamten europäischen Kontinent – fiel die Entscheidung deutlicher aus. „Es tut mir so leid. Ich hätte gerne mehr für mein Team getan“, meinte Rory McIlroy unter Tränen stellvertretend für die gesamte Auwahl.

Brotlose Kunst

Mit Bernd Wiesberger qualifizierte sich erstmals ein Österreicher fürs europäische Team und wurde von Captain Padraig Harrington auch gleich dreimal in die Schlacht geworfen. Im Bestball am Freitag Nachmittag musste er sich gemeinsam mit Paul Casey Dustin Johnson und Xander Schauffele mit 2 & 1 geschlagen geben. Am Samstag Vormittag durfte er dann mit neuenm Partner Viktor Hovland im Klassischen Vierer ran. Die Fanlieblinge Justin Thomas und Jordan Spieth waren für die beiden Rookies trotz recht früher 3 Auf Führung am Ende aber eine Nummer zu groß, wie eine 2 Down Niederlage bewies.

Zum Abschluss wartete in den Singles schließlich noch Brooks Koepka und der Burgenländer lieferte sich einmal mehr eine harte Schlacht, die am Ende aber unbelohnt blieb. Der mehrfache Major Champion aus Florida lochte immer wieder aus großen Distanzen und lief vor allem im Finish zur Hochform auf. Ein fast Hole in One auf der 17 beendete schließlich auch die allerletzten Bemühungen des Österreichers. Nach einer 2 & 1 Niederlage tritt Bernd Wiesberger mit 0 Punkten bei 3 Starts wieder die Heimreise an. Beim Ryder Cup zählen nunmal nur Punkte, weshalb die durchaus ansprechende Leistung des 35-jährigen am Ende wohl unter die Kategorie “brotlose Kunst” fällt.

SONNTAG SINGLES


SCHAUFFELE (F) MCILROY

3&2

4&2

CANTLAY (F) LOWRY

4&3

SCHEFFLER (F) RAHM

3&2

DECHAMBEAU (F) GARCIA
A/S MORIKAWA (F) HOVLAND A/S

1UP

JOHNSON (F) CASEY

2&1

KOEPKA (F) WIESBERGER
FINAU (F) POULTER

3&2

4&3

THOMAS (F) HATTON
ENGLISH (F) WESTWOOD

1UP

A/S SPIETH (F) FLEETWOOD A/S

1UP

BERGER (F) FITZPATRICK

LIVE BLOG SINGLES

Pünktlich um 18:04 MEZ schlägt Rory McIlroy den ersten Drive auf der 1 ab und legt gleich ein Vollbrett stark knapp nebens Grün. Xander Schauffele matcht den Abschlag zwar ohne mit der Wimper zu zucken, verschiebt aber den kurzen Birdieputt, womit Europa gleich mit dem ersten Loch der abschließenden Singles in Führung geht. Während Lowry im zweiten Match die 1 mit Cantlay teilt, benötigt Europas Zugpferd Jon Rahm wie schon am Vortag erneut etwas Zeit um richtig warm zu werden, denn gleich die 1 und die 2 muss er Scottie Scheffler nach knapp verschobenen Putts überlassen.

Während sich Lowry mit Birdie die 2 schnappt und gleich darauf die 3 verliert, sorgt Bryson DeChambeau am Eröffnungsloch für die ersten echten Jubelstürme, denn der Mega-Longhitter trifft mit dem Teeshot das Grün und stopft in Folge sogar den Eagleputt, womit er Garcia prompt die Rücklichter zeigt. Auch der zweite Spanier hat weiterhin Probleme, denn Rahm bekommt weiterhin keinen Fuß auf den Boden und muss Scheffler auch die 3 überlassen, womit er bereits 3 Down zurückliegt. Immerhin dominiert McIlroy sein Match weiterhin mit mittlerweile 2 Up und auch Viktor Hovland kann Collin Morikawa die 1 abluchsen.

Scottie Scheffler spielt auch weiterhin wie von einem anderen Stern und demoralisiert Jon Rahm regelrecht, denn Europas Schlachtross Nummer 1 liegt nach nur vier Löchern bereits 4 zurück. Sergio Garcia ergeht es kaum besser, muss doch auch er ein weiteres Loch verloren geben, dass er sich aber immerhin sofort wieder zurückholt. Auch Shane Lowry gerät zunehmend unter Druck und liegt bereits gegen Cantlay mit 2 Down zurück. Brooks Koepka überreicht Bernd Wiesberger mit einem verzogenen Abschlag in den Busch und daraus resultierendem Drop die 1 nahezu am Silbertablett, womit Österreichs erster Ryder Cupper sein Duell von Beginn an in Richtung Europa zieht.

Viktor Hovland zeigt sich besonders nervenstark, nimmt Morikawa auch die 2 ab und locht auf der 3 einen starken Putt zum Teilen, womit das Pendel in Duell Nummer 5 weiterhin klar in Richtung Europa ausschlägt. Nach und nach switcht das Momentum aber wieder weiter auf die US-Seite, denn Bernd Wiesberger bunkert sich im vorgelagerten Grünbunker ein und muss so prompt den Ausgleich einstecken. Auch Rory McIlroy hat zu kämpfen und liegt nur noch 1 Up. Shane Lowry wird von FedEx-Cup Champion Patrick Cantlay mittlerweile regelrecht demontiert, denn nach dem vierten Lochverlust in Folge hat er bereits ordentlich Holz wegzuhobeln. Immerhin findet Jon Rahm langsam seinen Rhythmus und ringt Scottie Scheffler das Par 5 der 5 ab.

Sergio Garcia kommt langsam ins Rollen und nimmt DeChambeau immerhin die 3 und die 5 ab und tastet sich so wieder bis auf ein Loch an den Fanliebling heran. Am kurzen Par 4 der 6 reicht Bryson sogar ein kleines Hölzchen, womit die Fans zunächst nichts anfangen können. Ein “Folks, we’re still going for the green, calm down” lässt dann aber sogar Garcia neben ihm schmunzeln. “Postman” Poulter liefert zunächst mal sicher auf der 1 und auch McIlroy und Hovland halten weiterhin die Führung. Derzeit liegen damit die USA in vier Duellen vorne, Europa in 3.

Bernd Wiesberger drückt zwar auf der 4 wieder aufs Tempo und nimmt der ehemaligen Nummer 1 der Welt das nächste Loch ab, muss Koepka aber danach die 5 überlassen, womit das Duell hin und her geht. Tyrrell Hatton ist gegen Justin Thomas auf den ersten Löchern bereits schwer unter Druck und liegt schon 2 Down. Nachdem nun auch Daniel Berger und Matthew Fitzpatrick ihre Bälle ins Spiel gebracht haben, sind nun endgültig alle Matches voll in Gange. Langsam aber sicher müssen die Europäer nun aber einen Zahn zulegen, denn nach derzeitigem Stand der Dinge – gleich sieben Matches würden derzeit in Richtung Stars & Stripes gehen – würde es für den alten Kontinent eine ziemlich herbe Niederlage setzen.

Bernd Wiesberger stemmt sich mit allem was er hat gegen Koepka und locht auf der 6 noch einen starken Putt aus fünf Metern mit Break zum Teilen. Ein Loch später muss er dem US-Amerikaner aber den Vortritt lassen und läuft damit erstmals hinterher. Viktor Hovland hingegen hat seinen Rhythmus nach dem starken Start komplett eingebüßt, denn mit gleich vier verlorenen Bahnen en-suite liegt er mittlerweile sogar 2 Down. Vor allem in den ersten Partien – McIlroy bei 3 Up ausgenommen – müssen sich die Europäer deutlich steigern, denn nach dem jetzigen Stand würde der Ryder Cup bereits im fünften Match an die USA gehen.

Rory McIlroy ist zwar bei einem Zwischenstand von 3 Auf nach 14 drauf und dran das erste Match für Europa in trockene Tücher zu bringen, dafür aber kommt Jon Rahm auch weiterhin nicht richtig ins Rollen und liegt nach wie vor bei 3 Down, womit dieser Punkt langsam aber sicher ziemlich rot eingefärbt wird. Der Zwischenstand sieht derzeit aus Sicht Europas im Gesamten alles andere als rosig aus, da viele Partien jedoch gerade mal bei 1 Auf oder geteilt sind ist nach wie vor noch nichts gewonnen oder verloren.

Nicht nur, dass Rory McIlroy auf der 15 einen Putt aus nicht einmal einen Meter vorbeischiebt und es so noch verabsäumt auf das erste Match den Deckel draufzusetzen, laufen die USA mit Fortdauer der Singles immer heißer, womit den Europäern langsam aber sicher eine historische Pleite droht. Derzeit führen die US-Boys in gleich neun der zwölf Duelle, womit nach derzeitiger Projection die USA mit dem unglaublichen Score von 20,5 : 7,5 triumphieren würde. Immerhin beendet McIlroy auf der 16 dann engültig jegliche Diskussionen und holt mit einem 3 & 2 gegen Xander Schauffele den ersten Punkt am Sonntag.

Bernd Wiesberger fightet gegen Brooks Koepka wie ein Löwe und fordert den mehrfachen Major-Champion so richtig. Auf der 10 benötigt der US-Amerikaner sogar einen wahren Monsterputt um das Loch noch teilen zu können, die 11 geht dann nach starker Annäherung aber an den Österreicher, womit er das Duell wieder auf All Square stellt. Gleich darauf hat er sogar die Tochance in Führung zu gehen, aus 1,5 Metern spielt der Putter aber nicht mit. Jon Rahm ergeht es deutlich schlechter, denn nach der 15 muss er Scottie Scheffler zu einem überzeugenden 4 & 3 Sieg gratulieren. Nur Sekunden danach beendet auch Shane Lowry mit einer 4 & 2 Niederlage gegen Patrick Cantlay seinen letzten Auftritt.

Mit einem 3 & 2 Erfolg fährt Bryson DeChambeau schließlich auf der 16 gegen Sergio Garcia den 14. US-Punkt ein, womit den Vereinigten Staaten nur noch ein halbes Pünktchen auf den Sieg fehlen. Viktor Hovland kämpft sich mit starkem Putt zwar zurück auf All Square, dafür aber rächt sich die ausgelassene Chance von Bernd Wiesberger auf der 12, nachdem Koepka auf der 13 aus etwa sieben Metern locht und so wieder in Führung geht. Sofort kämpft sich der Südburgenländer aber wieder zurück und krallt sich nach einem Ausflug Koepka’s in die Native Area die 14.

Collin Morikawa bleibt es schließlich vorbehalten den entscheidenden Putt zu lochen, denn mit dem Lochgewinn auf der 17 geht der Champion Golfer of the Year mit 1 Auf auf die 18 und holt damit, obwohl er das Schlussloch noch dem Norweger überlassen muss, mit dem halben Punkt die endgültige Entscheidung. Für Europa geht es somit nun nur noch um Schadensbegrenzung und vor allem darum in Whistling Straits nicht noch komplett unterzugehen. Bernd Wiesberger jedenfalls kann auch gegen Brooks Koepka mit einer 2 & 1 Niederlage nichts mitnehmen und hält damit nach drei Auftritten beim Ryder Cup bei 0 Punkten, was sich der Oberwarter mit Sicherheit anders vorgestellt hätte.

Justin Thomas lässt gegen Tyrrell Hatton überhaupt keine Zweifel aufkommen und holt mit einem 4 & 3 Erfolg den nächsten Punkt. Fast zeitgleich schnappt sich auch Dustin Johnson gegen Paul Casey mit 1 Auf den Sieg. Ian Poulter hält zwar gegen Tony Finau mit 3 & 2 die europäische Flagge noch einmal hoch, richtige Freude kommt beim Routinier aber verständlicherweise nicht auf. Lee Westwood profitiert am Ende auf der 18 von einer misslungenen Annäherung seines Kontrahenten und fährt so immerhin gegen Harris English einen 1 Auf Sieg ein. Tommy Fleetwood und Jordan Spieth teilen am Ende ihr Match, allerdings versenkt Matt Fitzpatrick seine Annäherung auf der 18 und muss sich so Daniel Berger noch 1 Down geschlagen geben, weshalb es mit einer 19 : 9 Niederlage eine historische Schlappe setzt. Noch nie fiel eine Entscheidung in der modernen Ryder Cup Historie derart deutlich aus.

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Erfrischendes Debüt

RYDER CUP – BESTBALL FREITAG: Bernd Wiesberger liefert ein erfrischendes Debut ab, bleibt aber wie die meisten seiner Euro-Kollegen auf der Verliererseite – 6:2 für die USA.

Mit sicherem und nervenstarkem Spiel startet Bernd Wiesberger seine und Österreichs Ryder Cup-Karriere, endet aber wie die meisten seiner Kollegen trotz tapferem Kampf auf der Verliererseite. Im Bestball sind am Ende Dustin Johnson und Xander Schauffele eine Nummer zu groß für Wiesberger und Casey. “Eine großartige Atmosphäre und ich hätte mir keinen besseren Partner als Paul Casey wünschen können,” streut Wiesberger trotz wenig spielerischer Unterstützung Rosen, “obwohl es nicht der Start war, den wir uns gewünscht hätten.”

Die Nachmittags-Sessions im Bestball werden zur gleichen Frustpackung für die Titelverteidiger aus Europa wie schon die Vierer zuvor, mit gleichem 1 : 3 Debakel. Damit gehen die US Boys mit sattem Vorsprung von 6 : 2 Punkten in den Samstag – ihrem größten Vorsprung seit 1977! Noch nie gelang es einem Euro-Team einen ähnlich großen Rückstand nach den ersten 8 Vierern aufzuholen.

Zweite Chance am Samstag im Vierer

Die einzigen “Good News” für Österreichs Debütanten: dank der überzeugenden Vorstellung darf er am Samstag Morgen erstmals auch im Foursome ran: mit dem Norweger Viktor Hovland bildet er eine Rookie-Paarung um Amerikas Star-Gespann Jordan Spieth und Justin Thomas herauszufordern.

 

FREITAG FOURBALLS


2 & 1

(F)
JOHNSON / SCHAUFFELE vs CASEY / WIESBERGER
Völlig unbeeindruckt vom Ryder Cup Trubel knallt Bernd zunächst den Drive bombensicher aufs Fairway und legt danach auch die Annäherung auf nicht einmal einen Meter zur Fahne. Einziger Wermutstropfen aus europäischer Sicht ist Xander Schauffele, der einen starken Putt aus gut sechs Metern versenkt, weshalb Bernds Birdie nur zum Teilen reicht. Auch auf der 2 legt sich der Südburgenländer die Birdiechance auf, kann den Putt zum Lochgewinn aus knapp drei Metern mit unangenehmen Break aber nicht lochen.

Das rächt sich sofort am darauffolgenden Par 3, Xander Schauffele locht einmal mehr einen starken Putt. Da weder Casey noch Bernd zum Birdie stopfen können, geht die USA erstmals im Match in Führung. Ein Loch später hat der Oberwarter vom Tee weg etliche Probleme und kommt nur mit dem Bogey weiter. Casey hätte aber die Chance das Loch locker zu teilen, 50cm sind für den Putter aber immer noch zuviel.

Auch danach reißen die Schwierigkeiten nicht ab, denn den mittlerweile richtig unangenehmen Wind haben die Amerikaner deutlich besser im Griff, wie auch eine gelungene Grünattacke von Schauffele eindrucksvoll zeigt, womit Team USA im ersten Bestball-Vierer sogar bereits nach nur fünf Löchern auf 3 Auf davonzieht. Auf der 6 schlägt dann aber ertmals die Stunde des Bernd Wiesberger, denn nach einer starken Annäherung lässt er sich nur knapp zwei Meter zum Birdie über und holt so für Europa ein Loch wieder zurück.

Endlich klinkt sich dann auf der 9 auch Paul Casey in die Partie ein, wie eine sehenswerte Annäherung auf der 9 zeigt. In Folge verwertet er souverän zum Birdie und verkürzt so weiter auf nur noch 1 Down. Dustin Johnson sorgt kaum auf den Backnine angekommen nach starkem Wedge wieder für eine etwas komfortablere Führung, da sowohl Bernd als auch Casey ihre Birdiechancen nicht im Loch unterbringen. Auf der 11 ergibt sich dann fast sogar ein Déja-vu, denn wieder fehlen bei Bernd und Casey mit Chips knapp neben dem Grün nur Zentimeter zum Erfolg. Dustin Johnson weiß das eiskalt auszunützen und stellt aus vier Metern den alten Stand von 3 Auf für die USA wieder her.

Geschlagen geben sich Bernd und Casey aber klarerweise noch nicht und fighten das Match mit einem gelochten Birdieputt von Casey am Par 5 der 16 noch auf die schwierige 17 weiter. Dort scrambled sich Bernd dann noch zu einem sehenswerten Par, Johnson und Schauffele reicht aber ebenfalls die 3 um schließlich mit 2 & 1 zu triumphieren. Als Fazit bleibt zu sagen, dass Bernd vor allem im langen Spiel voll zu überzeugen wusste. Auch auf den Grüns machte er durchaus eine gute Figur, scheiterte mit Paul Casey bei seinem Ryder Cup Debüt schlussendlich aber an den US-Putt-Monstern.


AS (F)
DECHAMBEAU / SCHEFFLER vs RAHM / HATTON
Jon Rahm und Tyrrell Hatton ereilt auf der 1 das gleiche Schicksal wie zuvor Wiesberger und Casey, denn der Engländer parkt die Annäherung perfekt neben der Fahne, Bryson DeChambeau zaubert sich aber nach komplett weggeballertem Drive mit starkem Kurzspiel und Gefühl am Grün noch zum Birdie, womit wie schon in der Partie zuvor auch hier das Eröffnungsloch geteilt wird.

Bei immer stärker werdenden Wind haben auf der 4 alle vier Spieler etliche Schwierigkeiten, Hatton kratzt aus dem Grünbunker aber als einziger das Par, womit er die Europäer mit 1 Auf in Führung bringt. Am Par 5 der 5 packt DeChambeau dann aber seine unglaublichen Längen aus, denn der US-Amerikaner knallt seinen Abschlag satte 381 Meter weit aufs Fairway und zieht am Ende das Loch mit Eagle gegen Birdie auf Seiten der Stars & Stripes.

Drei Löcher später ist es erneut DeChambeau, der für Jubelstürme sorgt, diesmal allerdings mit Gefühl am Grün, da er aus gut sechs Metern den Birdieputt versenkt und so das Match endgültig dreht. Das lassen Rahm und Hatton jedoch nicht auf sich sitzen, denn beide legen sich auf der 9 gute Birdiechancen auf und sorgen damit für den postwendenden Ausgleich. Da Jon Rahm auf der 10 den Putt zum Teilen nicht versenken kann, gehen die Amerikaner sofort wieder mit 1 Auf in Führung.

Wieder hält die Führung aber nicht lange, da zwar Hatton die Birdiemöglichkeit auf der 11 auslässt, dafür aber Jon Rahm einspringt und so einmal mehr das Match auf All Square zurückdreht. Nach einigen geteilten Bahnen danach stopft DeChambeau auf der 15 den Birdieputt und sorgt damit für noch mehr rot am Tableau. Mit einer perfekten Annäherung legt sich Tyrrell Hatton auf der 18 aber noch einmal eine riesige Birdiechance auf, sichert so die letzte Bahn für Europa und kann so immerhin das Match noch mit All Square teilen, womit zumindest noch ein halber Punkt auf die Habenseite wandert.


4 & 3

(F)
FINAU / ENGLISH vs MCILROY / LOWRY
Tony Finau sorgt auf der 1 mit einem wahren Monsterputt zum Birdie für echte Jubelstürme, allerdings hat Shane Lowry nervenstark die perfekte Antwort parat und teilt so das Loch noch. Auch danach ist es der Ire, der nicht nur dafür sorgt, dass die Amerikaner nicht in Führung gehen, sondern auch für die richtigen Emotionen. Mit der positiven Art bringt er langsam auch seinen Flightpartner in den Rhythmus, denn Rory stopft am Par 5 der 5 aus fünf Metern den Birdieputt und zieht das Duell so auf die europäische Seite.

Allerdings nur äußerst kurz, denn schon auf der 6 kann McIlroy das Birdie nicht mitnehmen, was die US-Boys sofort auszunützen wissen und das Match prompt wieder auf All Square stellen. Mit dem ersten Lochgewinn kommen English und Finau auch richtig ins Rollen, denn schon auf der 8 beweist Harris English seinen Touch am Kurzgemähten und krallt sich prompt die nächste Bahn, womit die USA die Partie in Windeseile sogar dreht. Auch damit haben red, white & blue nicht genug wie eine fast gelochte Annäherung von Finau auf der 9 zeigt, womit es plötzlich sogar aus amerikanischer Sicht 2 Auf steht.

Tony Finau bleibt auch weiterhin mit dem Fuß voll am Gaspedal und nimmt mit einem weiteren starken Birdieputt das Publikum mittlerweile richtig mit. Das zeigt auch bei Rory McIlroy Wirkung, denn der Druck, den Dreimeterputt lochen zu müssen, ist am Ende zu groß: 3 Auf für die USA. Ins Bag darf Finau’s Caddie den Putter heute mit Sicherheit nicht stecken, denn nach einem weiteren starken Putt, womit die Amerikaner schon auf 4 Auf davonziehen, würde dieser wohl in der Sekunde ein Loch durchbrennen.

Stilecht ist es dann auf der 15 auch Finau vorbehalten aus zwei Metern für den Winning Putt zu sorgen. Nach der Niederlage am Vormittag muss sich Rory McIlroy somit auch am Nachmittag mit 4 & 3 geschlagen geben und verliert damit erstmals in seiner Karriere an einem Tag gleich zwei Matches beim Ryder Cup.


AS (F)
THOMAS / CANTLAY vs FLEETWOOD / HOVLAND
Tommy Fleetwood hat auf der 1 richtig Pech, dass der Birdieputt auslippt. Justin Thomas macht es kurz danach aus ganz ähnlicher Distanz besser und stopft den Ball Mitte Loch, womit die Vereinigten Staaten im letzten Vierer des Tages sofort in Führung gehen. Viktor Hovland sorgt bereits auf der 3 mit einem spektakulären Chip-in Birdie aber für den raschen Ausgleich. Das bringt nicht nur die Europäer ins Rollen, sondern bringt auch die Amerikaner etwas aus dem Rhythmus, denn gleich ein Loch später muss Cantlay aus fünf Metern sogar zum Teilen lochen, was nicht gelingt und Fleetwood und Hovland erstmals in Führung gehen lässt.

Diese bauen sie kurz darauf auch gleich weiter aus, nachdem Justin Thomas auf der 6 den Putt zur Teilung aus drei Metern nicht im Loch unterbringt. Das Match ist auch zur derzeitigen Zeit die einzige europäische Bastion, denn während in allen anderen drei Matches das Momentum in Richtung USA ausschlägt, lassen Fleetwood und Hovland Justin Thomas und Patrick Cantlay kaum Luft zum Atmen und stellen schon auf der 8 das Duell auf 3 Auf. Kurz vor dem Wechsel auf die zweiten Neun profitieren die Amerikaner dann aber von eher durchwachsenen Annäherungen der Europäer und verkürzen so aus ihrer Sicht auf “nur” noch 2 Down.

Patrick Cantlay legt auf der 12 im wahrsten Sinn des Wortes seinen Teeshot geschenkt zur Fahne und da sowohl der Ball von Fleetwood als auch von Hovland im Anschluss am Loch vorbeikriechen, steht es plötzlich nur noch 1 Auf für Team Europe. Drei Löcher lang wehren sich die beiden Europäer gegen den endgültigen Ausgleich, ehe Justin Thomas ein perfektes Holz 3 auf der 16 zündet und im Anschluss sogar zum Eagle locht, womit auch das letzte bisschen blau vom Raster verschwindet. Nachdem die 18 zum Abschluss geteilt wird wandert auf jede Seite ein halber Punkt, womit dei USA mit einem 6 : 2 Vorsprung in den zweiten Spieltag starten werden.


 

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RACE TO DUBAI 2021

Die Rangliste der European Tour 2021

(Ranking nach Turnier: DUTCH OPEN)

RACE TO DUBAI 2021

RANG
SPIELER
STARTS
PUNKTE
1 MORIKAWA, Collin 9 3.856,4
2 HORSCHEL, Billy 9 3.579,5
3 RAHM, Jon 7 3.367,0
4 OOSTHUIZEN, Louis 8 3.014,3
5 CASEY, Paul 9 2.039,0
6 HATTON, Tyrrell 12 1.993,6
7 ANCER, Abraham 9 1.838,2
8 ZALATORIS, Will 8 1.704,5
9 HOVLAND, Viktor 10 1.662,8
10 LEE, Min Woo 15 1.644,7
11 MIGLIOZZI, Guido 17 1.559,2
12 BLAND, Richard 18 1.474,7
13 WIESBERGER, Bernd 18 1.457,8
14 FLEETWOOD, Tommy 14 1.444,2
15 FITZPATRICK, Matt 12 1.403,2
16 SCRIVENER, Jason 12 1.371,3
17 MACINTYRE, Robert 14 1.352,3
18 MCILROY, Rory 10 1.266,3
19 HERBERT, Lucas 9 1.258,6
20 ROSE, Justin 10 1.255,8
21 DETRY, Thomas 18 1.175,0
22 HARDING, Justin 23 1.163,3
23 HILL, Calum 21 1.134,6
24 HIGGO, Garrick 17 1.133,5
25 BURMESTER, Dean 21 1.129,1
26 FINAU, Tony 8 1.129,0
27 HØJGAARD, Nicolai 17 1.110,0
28 VEERMAN, Johannes 19 1.086,0
29 LOWRY, Shane 12 1.080,1
30 CANTER, Laurie 17 1.024,7
31 POULTER, Ian 11 1.012,6
32 HØJGAARD, Rasmus 17 998,1
33 DONALDSON, Jamie 17 986,9
34 BEZUIDENHOUT, Christiaan 12 970,7
35 MERONK, Adrian 17 862,5
36 GARCIA, Sergio 10 860,6
37 PEREZ, Victor 15 844,1
38 ROZNER, Antoine 15 838,8
39 ARMITAGE, Marcus 19 812,1
40 KAWAMURA, Masahiro 24 795,7
41 CROCKER, Sean 20 790,5
42 REED, Patrick 8 783,5
43 KAYMER, Martin 15 744,0
44 KIEFFER, Maximilian 19 735,1
45 HORSFIELD, Sam 17 728,4
46 FORREST, Grant 19 723,8
47 LAPORTA, Francesco 20 715,9
48 THOMAS, Justin 9 707,6
49 KORHONEN, Mikko 15 696,0
50 STONE, Brandon 16 690,6
weiters:
60 SCHWAB, Matthias 16 628,9
106 VON DELLINGSHAUSEN, Nicolai 13 383,9
123 SIEM, Marcel 9 315,2
138 SCHMID, Matthias 8 256,0
170 SCHNEIDER, Marcel 14 159,9
187 HEISELE, Sebastian 15 126,8
213 RITTHAMMER, Bernd 14 81,7
216 SCHMITT, Max 15 77,7
290 SCHOTT, Freddy 3 6,2
294 LONG, Hurly 3 5,2
295 MEJOW, Philipp 1 5,1
296 BALTL, Timon 1 3,7

Anmerkung: Die European Tour stellte das Race to Dubai ab der Saison 2018 / 2019 auf ein Punktesystem um, das im Wesentlichen kleinere Turniere im Vergleich aufwertet.

>> Komplettes Ranking im RACE TO DUBAI

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Bernd talks Ryder Cup

Stolz, Vorfreude und ein gehöriges Mass an Selbstvertrauen sind Bernd Wiesbergers bestimmende Emotionen bei einem Presse-Talk im Vorfeld des Ryder Cups.

Nicht nur als erster Österreicher im Ryder Cup, sondern auch als erster Golfpro in einem digitalen Pressetalk via Zoom, präsentiert sich Bernd Wiesberger nach der historischen Qualifikation am letzten Wochenende. Golf-Live.at fasst die wichtigsten Aussagen kompakt zusammen:

Am Finaltag von Wentworth mitgerechnet?

„Nein, weil ich habe die ganzen Szenarien nicht gewusst, konnte man nicht ausrechnen, was gemacht werden muss, wenn wer was spielt. Ich habe nur versucht eine so solide Golfrunde wie möglich zu spielen. Ich habe das auch mit meinem Coach Stewart besprochen, dass das sicher nicht die aggressivste Runde war, die ich gespielt habe. Ich habe natürlich gewusst, dass ich nicht 6, 7 unter Par spielen muss um mich zu qualifizieren, ich habe mir überlegt, eine solide gute Runde sollte genug sein. Zu keinem Zeitpunkt habe ich gewusst, welches Score ich brauche oder was es sein muss.“

Was Bernd die erfolgreiche Ryder Cup-Qualifikation bedeutet:

„Ich bin sehr stolz, dass ich mich nicht nur als erster Österreicher für den Ryder Cup qualifiziert habe und werde nicht nur die europäische sondern auch die österreichische Flagge hoch halten. Das Teambonding hat schon begonnen, europäische Spieler sind sich näher auf persönlichen Ebenen. Jeder hat immensen Respekt vor den Leistungen und dem Golf das jeder andere spielt. Jeder ist  bis in die Haarspitzen motiviert und freut sich auf die Aufgabe. Natürlich ist es ein Auswärtsmatch mit Einschränkungen für europäische Fans. Aber das ändert nichts daran, dass 12 Europäer rüberfliegen werden um ihr bestes zu geben um in Whistling Straits den Pokal wieder zurück nach Europa zu nehmen.“

Mental: “immer wieder länger durchatmen, mir die Zeit gib am Golfplatz um Dinge passieren zu lassen”

Mental jetzt positiver am Golfplatz?

„Was ich mir zu Mitte der Saison nach der enttäuschenden US Open vorgenommen habe, dass ich immer wieder länger durchatme, mir die Zeit gib am Golfplatz um Dinge passieren zu lassen. Es ist auch so, dass ich nicht ganz so geduldig bin, was am Platz passiert. Das wollte ich unbedingt in die wichtigen Sommerwochen reinnehmen, dass ich eine Spur gelassener und bedachter bin und so positiver durch die Golfrunden gehe.

Das hat sich dann nicht immer aufs Score ausgewirkt, aber doch einige Male vor allem in wichtigen Situationen zu meinen Gunsten gedreht. Das hat man am Donnerstag (BMW PGA) vor allem gesehen, wo der Start bei weitem nicht so passiert ist, wie ich mir das erhofft hatte. Ich habe mir die Zeit gegeben und habe gewusst, es wird sich in die Richtung entwickeln, die ich mir vorstelle, einfach ruhig bleiben. Und auf einmal stehe ich am 17er Tee, bin 1 unter und das hat die Marschrichtung vorgegeben für  das Turnier, wo ich solides Golf gespielt habe und mir so das Ticket für Whisting Straits gesichert habe. So gesehen war das sicher Teil des gesamten Prozesses über den Sommer, wo ich gesehen habe, dass die Tendenzen in die richtige Richtung gehen, vom Team und vom Jamie bestätigt und was vor allem dann auch belohnt worden ist durch die Qualifikation.“

Seine Wunschpartner für die Vierer?

„Im Teamroom mit den Captains war das natürlich auch eine Frage, die gestellt wurde. Im Prinzip ist das neben der Kameradschaft und dem Teamgefüge auch eine Frage die statistisch belegt ist, welche Paarungen besser zusammen passen. Da wird schon gut hingeschneidert. Ich bin glaub ich einer, der mit allen im Team gut zurecht kommt. Ich bin relativ umgänglich, eher sogar der ruhige am Golfplatz. Aber es ist kein Geheimnis, dass ich viel Golf mit dem Sergio gespielt habe, mit Rory extrem viel Golf auf der European Tour, mit dem Fitzi, mit Lee Westwood, mit dem Paul Casey.

In Amerika nicht so im Rampenlicht?

„Ich bin vielleicht nicht der größte Name für die amerikanischen Fans, die in erster Linie PGA Tour schauen. Das hat aber keinen Einfluss drauf, wie das Match so ausgehen kann. Ich glaube aber, dass das von den Emotionen etwas ganz anders sein wird, als ich bisher in meiner Karriere erleben durfte.“

Match Play: “habe in meinen Pools einige Male die top gesetzten Leute geschlagen”

Liegt Bernd Match Play?

„Match Play ist natürlich etwas was wir nicht täglich spielen. Aber die World Match Play Championship ist jedes Jahr Teil des Turnierkalenders. Ich habe dort eigentlich meistens gegen die besser gesetzten Spieler sehr gut reüssiert und habe in meinen Pools einige Male die top gesetzten Leute geschlagen. Vierer und Bestball ist aber etwas auf Amateurebene, was man recht oft spielt zb bei Europameisterschaften, daher ist mir das nicht fremd.“

Nervös vor dem 1. Abschlag?

„Ich habe im Vorfeld mit einigen Spielern im Team und mit ehemaligen Captains die Frage anklingen lassen. Im Endeffekt ist es etwas, auf was ich meine ganze Karriere hingearbeitet und mich gefreut habe. Man kann nur auf das Tee gehen und das ganze aufsaugen, unabhängig ob die Fans für einen schreien. Ich will einfach nur die Situation genießen und so gut wie möglich für das europäische Team Punkte machen. Ich glaube dann, wenn der erste Tee-Schuss von dem viele reden draußen ist, dass eine gewisse Routine und Normalität so weit wie möglich einkehrt. Aber ich bin mir bewusst, dass diese Situation am 1. Tee eine ganz außergewöhnliche und einmalige sein wird.”

2015 schon Whistling Straits gespielt

„Mit Sicherheit ein Vorteil, dass ich den Platz schon mal gespielt habe. Von dem her ist es kein Neuland. Die Zeit an und um den Golfplatz ist dann dort sehr limitiert aufgrund der vielen Nebengeräusche. So gesehen ist es sicher ein angenehmeres Gefühl auf einen Golfplatz zu kommen, den man schon einmal gespielt hat. Ich weiss, dass ich damals 2015 den Cut verpasst habe (Anmerkung: PGA Championship), aber trotzdem kann ich mich gut an die Gegebenheiten erinnern.“

US-Setup: “Aber es bleiben 7500 Bunker, wo man reinschießen kann”

US-freundliches Setup?

„Wenn man sich an Hazeltine erinnert, breitere Fairways, eher weniger Rough, relativ schnelle Grüns, so wird es auch diesmal eher ein Setup sein, dass den Amerikanern zugute kommt. Wir gehen davon aus, dass der Captain der einladenden Mannschaft das Setup über hat, für sein Team nutzen wird. Aber es bleiben 7500 Bunker, wo man reinschießen kann, da ist dann egal, wie hoch oder tief das Rough ist. Aber es ist genug Qualität in beiden Teams, dass das Setup nicht der Faktor sein sollte, der das entscheidet.“

Harrington als Captain: “Es liegt an uns, dass er auch ein siegreicher Kapitän werden kann”

Typ Harrington?

„Eher ein ruhiger und analytischer Typ. Er versucht alle Vorteile aus penibler Planung herausziehen zu können, mit Sicherheit nicht allzu emotional. Man wird sehen, dass er ein großartiger Kapitän für das europäische Team werden kann. Und es liegt an uns, dass er auch ein siegreicher Kapitän werden kann.“

Wer kommt mit am Montag?

„Sind noch am Arbeiten, dass die gesamte Familie teilhaben kann. Es ist sicher, dass Stewart und der Phillip als Teil des Trainerteams dabei sein werden, mein Bruder und mein Vater auch.”

USA Favorit? “Gespielt wird aber auf der grünen Wiese”

Amerikaner in der Favoritenrolle

„Ich weiss nicht, wann es das letzte Mal war, dass das amerikanische Team nicht als Favorit dasteht. Aber die Statistik ist doch relativ erfreulich für Europa. Beim Solheim Cup waren auch die Amerikanerinnen überlegen von der Weltrangliste und haben doch eine gute Klatsche gekriegt. Das schaut am Papier vielleicht so aus, gespielt wird aber auf der grünen Wiese.“

Turniere nach dem Ryder Cup?

„Einige Überlegungen, nichts konkretes. Konkret ist nur, dass ich die Woche nach dem Ryder Cup kein Golf spielen werde (Anm: keine Dunhill Links Championship). RSM Classic war ein Wunsch von mir, ist aber heuer die gleiche Woche wie die DP World in Dubai. Es wird vielleicht noch ein zweites Dubai-Turnier in der Woche davor kommen, wie letztes Jahr, eine gute Chance, dass ich das mitnehme.

Nach dem Ryder Cup werde ich eines oder zwei der Turniere in Spanien spielen, welche ist noch nicht ganz sicher, ich tendiere doch relativ zu Valderrama, weil mir die Challenge dort im Vorjahr sehr gefallen hat. Alles andere muss man schauen. Es ist aber leider unwahrscheinlich, dass es im heurigen Jahr noch zu einem weiteren Einsatz in Amerika kommen wird. Fix sind bislang nur Ryder Cup und das Saisonfinale der European Tour.“

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Keine PGA-Tourkarte 2022

Trotz der Qualifikation für Europas Ryder Cup-Team wird Bernd Wiesberger nach dem neuen Priority Ranking 2022 keine PGA Tourkarte bekommen.

Bernd Wiesberger wird bis auf weiteres der European Tour als häufiger Turnierteilnehmer erhalten bleiben. Diese wird auch vorerst seine einzige Tour bleiben. Die Qualifikation für das heurige Ryder Cup Team nährte die Hoffnung, dass er damit verbunden auch ein Spielrecht für die PGA Tour erhält, nachdem es in der Vergangenheit dafür auch eine eigene Kategorie im sogenannten “Priority Ranking” gab, wie die Auflistung der verschiedenen Spielrechtskategorien auf der PGA Tour bezeichnet wird.

Nachdem bis dato das neue Priority Ranking für die Saison 2021 / 22 noch nicht veröffentlicht wurde, fragte Golf-Live bei der PGA Tour nach dem Status von Bernd Wiesberger als aktueller Ryder Cup-Player für die neue Saison an und erhielt eine ernüchternde Auskunft. Demnach erhält der Burgenländer keine PGA Tourkarte: “Der einzige Start, den er direkt durch die Qualifikation für das Ryder Cup-Team erhält, ist die PGA Championship. Wiesberger wird keinen Status auf der PGA Tour 2021-22 daraus erhalten.”

Das bedeutet, dass Wiesberger nach dem Ryder Cup wohl oder übel die Saison auf der European Tour fertigspielen wird und vielleicht die eine oder andere Einladung in Amerika annehmen kann, wie im Vorjahr zur RSM Classic. Genauso wie in den letzten Jahren kann er nur Punkte für das Non-Member-Ranking sammeln – bei Majors, WGCs und maximal 6 Starts mit Einladungen – und muss dabei bis zum regulären Saisonende im Sommer 2022 zumindest so viele Punkte auf sein Konto bringen, wie der 125. der abgelaufenen Saison. Dann würde er die “Special Temporary Membership” für den Rest der Saison lösen und eine reguläre Tourkarte frühestens für 2023 erhalten, die allerdings nicht zur Teilnahme an den Playoffs im kommenden Jahr berechtigt.

Dazu gilt es jedoch vordringlich wieder unter die Top 50 der Weltrangliste zurückzukehren um bessere Chancen auf Einladungen und vor allem auch zu größeren Events zu bekommen, die explizit auf die besten 50 der Welt abstellen. Das wäre auch zugleich die Eintrittskarte in die Majors und WGCs.

Dass die PGA Tour in den neuen Priority Rankings keine eigene “Lex Wiesberger” schuf ist insofern nachvollziehbar, da alle anderen 11 europäischen Ryder Cup-Kollegen bereits ihre Tourkarten für 2022 in Amerika in der Tasche haben und die wichtigste Golfliga der Welt offentlich auch keinen zusätzlichen Handlungsbedarf sieht.

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In neuen Sphären

BMW PGA CHAMPIONSHIP – FINAL: Bernd Wiesberger hat zwar zwischenzeitlich am Finaltag im Wentworth GC etwas härter zu kämpfen als an den Tagen zuvor, bringt am Ende jedoch eine 72 (Par) zum Recording, was für die Ryder Cup Qualifikation schlussendlich reicht. Damit wird der Südburgenländer in zwei Wochen in Whistling Straits als erster Österreicher überhaupt das europäische Team beim Kontinentalvergleich mit den USA verstärken und rotweißrot als 13. Land in Europa seinen Beitrag leisten dürfen.

Matthias Schwab packt am Sonntag mit einer 67 (-5) noch seine beste Runde der Woche aus und verabschiedet sich in Richtung PGA Tour mit einem sehenswerten 12. Platz.

Es ist vollbracht! Was viele vor einem Monat noch als utopisch bezeichneten ist am 12. September 2021 tatsächlich Realität, denn Bernd Wiesberger qualifiziert sich als erster Österreicher überhaupt für den Ryder Cup, womit er auch sozusagen auf den letzten Drücker eines seiner größten Saisonziele noch erreicht. “Ich glaube, ich muss es nicht erwähnen, dass es für mich ein lebenslanges Ziel war Teil von Europas Ryder Cup-Team zu werden und ich bin sehr stolz darauf, genau das erreicht zu haben,” macht Wiesberger klar, wieviel ihm der Erfolg bedeutet.

Was in den letzten drei Wochen der Qualifikation vor allem ins Auge sprang ist eine neue Körpersprache und Mentalität, denn von kleinen Rückschlägen ließ er sich nie aus dem Konzept bringen und betonte auch in Interviews immer wieder vor allem die positiven Aspekte und wie sehr er sein Spiel derzeit genießt.

Dieser “neue” Bernd wirkt auch mental deutlich weiter und mit wirklich teils absolutem Weltklassespiel von Tee bis Grün rutscht der Oberwarter nicht nur so eben noch ins Team, sondern erspielt sich seinen Platz in Padraig Harringtons Abordnung absolut zurecht. Zwar profitiert er am Ende auch von wenigen Punkten der Konkurrenz – Matthew Fitzpatrick (ENG) etwa stößt ihm die Türe mit einem Schneemann auf der 17 richtig weit auf und auch Shane Lowry (IRL) lässt aus – Bernd zeigt am Finaltag aber nur bedingt Nerven, lässt sich auch von frühen Schwierigkeiten nicht aus der Ruhe bringen und durschreitet die offene Türe schließlich souverän mit einer 72 (Par) und Platz 20.

Birdiestart an der 1

Gleich der Start passt am Sonntag absolut perfekt, denn nach drei Bogeys von Donnerstag bis Samstag nimmt er diesmal nach starkem Putt sogar das anfängliche Birdie mit. Erstmals biegt ein Abschlag dann auf der 3 zu weit nach links ab, was Bernd in Folge nur einen besseren Querpass zurück aufs Fairway ermöglicht. Nach starkem Wedge und noch besserem Putt kratzt er aber noch das Par. Die traumwandlerische Sicherheit der ersten Tage ist jedoch etwas dahin, denn auch auf der 4, dem einzigen Par 5 der ersten Neun, hat er im langen Spiel einige Schwierigkeiten, bringt zwar den Ball schließlich aus dem Grünbunker gut zur Fahne, kann den Parputt aus einem guten halben Meter aber nicht versenken und rutscht so wieder auf Even Par zurück.

Auch danach läuft es gänzlich konträr zu den ersten Tagen, denn auf der 7 tritt er sich recht kurz danach gleich den nächsten Fehler ein, was gleich doppelt bitter für den Oberwarter ins Gewicht fällt, da Matthew Fitzpatrick mittlerweile mit seinem bereits fünften Birdie des Tages klar an Bernd vorbeigezogen ist. Vergeblich läuft er auf den nächsten Bahnen dem scoretechnischen Ausgleich hinterher, profitiert aber von schweren Problemen von Fitzpatrick auf der 17, denn der Engländer marschiert nur mit einem Schneemann auf sein 72. Loch und ebnet so für Bernd vorerst wieder den Weg in Richtung Ryder Cup.

Sicher ohne zu glänzen

Ohne Probleme kann er nach starkem Abschlag am Par 5 der 12 das Grün attackieren und gleicht mit sicherem Zweiputt sein Score wieder aus, womit er nach derzeitigem Stand der Dinge auch wieder souverän im europäischen Ryder Cup Team wäre. Das Erfolgserlebnis schärft auch sichtlich wieder das Spiel des 35-jährigen, denn auch auf der 13 stopft er den fälligen Birdieputt und dreht damit auch sein Tagesscore wieder in den roten Bereich.

Ausgerechnet auf den letzten beiden abschließenden Par 5 Löchern droht er es aber noch einmal spannend zu machen, nachdem er einen Wadenbeißer auf der 17 aus einem Meter nicht im Loch unterbringt und so auch das Minus als Vorzeichen wieder aus der Hand geben muss. Auf der 18 wählt er die konservative Strategie, nimmt so am Ende aber ein sicheres Par mit und hat mit der 72 (Par) und als 20. schließlich die erstmalige Ryder Cup Qualifikation sicher in der Tasche.

“Ich habe heute nie nachgelassen und musste vor jedem Schlag tiefe Atemzüge holen. So ist es halt, wenn man für das Ryder Cup Team spielen möchte,” schildet Bernd wie hart er sich am Finaltag durchkämpfen musste.

Am Ende wirkt die Qualifikation zwar durchaus souverän, dass er jedoch auch von einer schwächelnden Konkurrenz profitierte, soll nicht unerwähnt bleiben, denn ohne den Schneemann von Fitzpatrick, wäre es wohl deutlich enger geworden. Auch Shane Lowry  bleibt am Finaltag einiges schuldig und kann Bernd zu keiner Zeit wirklich gefährden. So kommt es dass ein 2. Platz in der Schweiz, ein 46. in Italien und ein 20. in Wentworth reichen um Österreich als 13. europäische Nation auf die Ryder Cup Landkarte zu bringen, da keiner der 14 Konkurrenten um den letzten verbleibenden Platz im Qualifikationsfinish nennenswert punkten konnte.

“Der heutige Tag war sicherlich nicht leicht und das Ergebnis ist nicht zufriedenstellend, aber es hat für die Qualifikation gereicht und das ist der wesentliche Punkt. Die letzten drei Wochen haben einiges an Substanz gekostet und ich werde mich in den nächsten Tagen mit den logistischen Vorbereitungen für den Ryder Cup beschäftigen,” meint er am Weg zum Flughafen vor dem Heimflug. “Direkt nach der Runde gab es ein Meeting mit dem Captain und den Vice-Captains und jetzt liegt der Fokus erst auf der Regeneration von den anstrengenden Wochen. Ich bin froh, dass die Qualifikationsphase nun beendet ist und muss diesen Erfolg erst realisieren.“

Starke Woche

Im Windschatten von Bernd Wiesberger spielt mit Matthias Schwab auch der zweite heimische Professional beim Rolex Series Event in Surrey groß auf. Nach drei 69er (-3) Runden liegt der 26-jährige vor der Finalrunde nur knapp hinter den Top 10 und hätte mit einer richtig starken Finalrunde wohl ebenfalls noch alle Möglichkeiten. Nachdem es sich die Annäherung auf der schwierigen 1 jedoch knapp hinter dem Grün bequem macht und der Chip danach zu viel Fahrt aufnimmt, muss er gleich auf der Anfangsbahn jedoch ein Bogey einstecken.

Die Probleme reißen in der frühen Phase auch danach nicht ab, denn mit dem nächsten Schlagverlust am darauffolgenden Par 3, verliert er nicht nur nach zwei gespielten Bahnen die Top 10 bereits aus den Augen, sondern büßt auch etliche Ränge ein. Bereits auf der diffizilen 3 kann er jedoch den ersten Birdiekonter setzen und da er im Anschluss auch vom einzigen Par 5 der Frontnine das Birdie entführt, steht sein Score in Windeseile wieder bei Level Par.

Voll im Rollen

So richtig auf den Geschmack gekommen stopft der Rohrmooser auf der 6 gleich den nächsten Putt zum roten Eintrag und taucht mit Birdie Nummer 3 erstmals am Sonntag auch in den Minusbereich ab. Auch danach gibt er dem Putter keine Zeit abzukühlen und nimmt auf der 8 gleich das nächste Erfolgserlebnis mit, womit er endgültig voll an den Top 10 dran ist. Die bereits vierte Turnierwoche am Stück merkt man dem jungen Steirer auch weiterhin nicht an, denn mit der 12 weiß er auch das nächste Par 5 der Runde gewinnbringend zu nützen und bringt sich so sogar in den erweiterten Kreis der Titelanwärter.

Richtig “on fire” geht sich nach starkem Abschlag auch am Par 3 der 14 ein Birdie aus, was ihn weiterhin vorne dranbleiben lässt. Ganz souverän spult der PGA Tour Rookie die verbleibenden Bahnen ab und garniert den starken Finaltag mit einem abschließenden Birdie am Par 5 der 18. Mit der 67 (-5) packt Matthias Schwab noch die klar beste Runde seiner Turnierwoche aus, schiebt sich damit als 12. noch an die Top 10 heran und verabschiedet sich so sehr positiv in die wohlverdiente kurze Turnierpause. In der Woche nach dem Ryder Cup wird der Schladming-Pro dann zum ersten Mal in dieser Saison auf der PGA Tour abschlagen und um FedEx-Cup Punkte kämpfen.

“Das Ergebnis in diesem Top-Turnier ist für mich okay, Verbesserungspotenzial ist aber noch da. Ich freue mich, dass ich vor einigen Ryder Cup Spielern platziert bin, das zeigt mir, dass ich am richtigen Weg bin. Heute mit Tommy Fleetwood zu spielen war richtig geil. Wir hatten viele Fans beim Flight, was sehr motivierend war. Ich freue mich jetzt schon ganz besonders auf mein nächstes Turnier, denn es wird das erste in den USA auf der PGA Tour sein”, so Matthias Schwab nach dem 8 Millionen Event.

Billy Horschel (USA) sichert sich mit einer 65er (-7) Finalrunde und bei gesamt 19 unter Par mit einem Schlag Vorsprung auf Laurie Canter (ENG), Jamie Donaldson (WAL) und Kiradech Aphibarnrat (THA) den Sieg und macht damit eindrucksvoll klar, dass er durchaus eine Bereicherung für das US-amerikanische Ryder Cup Team gewesen wäre.

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Voll im Geschäft

BMW PGA CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger zeigt auch am Samstag im Wentworth GC wieder von Tee bis Grün richtig starkes Golf und legt sich mit einer weiteren 67 (-5) sogar Chancen auf den Sieg auf, was ihn auch in der Ryder Cup Qualifikation derzeit voll auf Kurs hält. Auch Matthias Schwab geizt nicht mit Birdies und reiht sich nach der bereits dritten 69 (-3) nur um zwei Schläge hinter seinem Landsmann ein, womit Österreich vor dem Finaltag beim 8 Millionen Event gleich zwei heiße Eisen im Feuer hat.

Bernd Wiesberger machte am Freitag einen großen Schritt in Richtung Ryder Cup Team, denn der Burgenländer ließ mit starken Backnine und der 67 (-5) nicht nur in Sachen Cut rein gar nichts anbrennen, sondern marschierte sogar bis an die Top 10 heran, womit er mehr als genügend Punkte sammeln würde um am Sonntag als erster österreichischer Ryder Cupper beim Kontinentalvergleich mit den USA mit von der Partie zu sein.

Ausruhen darf er sich auf dem bislang gezeigten jedoch nicht, denn sollte er im Klassement zurückfallen und etwa direkte Konkurrenten wie Matthew Fitzpatrick (ENG) an ihm vorbeiziehen, geht die große Rechnerei wieder los. Der Südburgenländer hat es jedoch in eigenen Händen und wird klarerweise alles daran setzen erst gar keine Diskussionen mehr aufkommen zu lassen. Allerdings wird er mit der schwierigen 1 nach veschobenem Parputt auch am Samstag weiterhin nicht warm, denn zum bereits dritten Mal beginnt er den Tag nur mit einem Bogey.

Lange muss er aber nicht auf den scoretechnischen Ausgleich warten, denn nach einem lasergenauen Eisen auf der 3 lässt er sich die Birdiechance aus nicht einmal einem Meter nicht nehmen. Am einzigen Par 5 der Frontnine danach verschwindet der Abschlag zwar im Rough, das Birdie kann er nach starker Annäherung aber dennoch mitnehmen und dreht sein Score so prompt in den roten Bereich.

Voll im Rhythmus

Nach einem sehenswerten Parputt auf der 5 und einem ganz sicheren Par auf der 6 ergibt sich auf der 7 die nächste Birdiemöglichkeit, die der Putter jedoch knapp nicht zu nützen weiß. Richtiggehend auf Cruise Control lässt er aber auf den verbleibenden Löchern der Frontnine nichts anbrennen und nützt kaum auf der hinteren Platzhälfte angekommen die sich bietende Birdiechance am Par 3 der 10, womit er erstmals sogar an den Top 10 andockt.

Planmäßig krallt er sich dann auch vom Par 5 der 12 das erhoffte Erfolgserlebnis und bastelt damit bereits an einer knallroten dritten Runde. Allerdings bremst ihn die 13 dann mit einem ausgelippten Parputt recht unangenehm ab. Der Südburgenländer steckt das Bogey aber gut weg und zündet bereits auf der 15 ein messerscharfes Eisen, womit das nächste Birdie nur noch zur Formsache wird.

Wie schon an den Tagen zuvor kann er auch am Samstag wieder vom ersten der beiden abschließenden Par 5 Löcher nach nur um Zentimeter verpasstem Eagle das Birdie mitnehmen und bringt sich damit langsam aber sicher sogar ins Titelgeschäft. Stilecht stopft er schließlich auch auf der 18 noch den Birdieputt, unterschreibt so zum bereits zweiten Mal die 67 (-5) und bringt sich damit vor den letzten 18 Löchern gleich in doppelter Hinsicht in eine starke Ausgangslage, denn bei 11 unter Par mischt er als 7. bei drei Schlägen Rückstand auf Francesco Laporta (ITA) nicht nur um den Sieg mit, sondern wäre damit auch in guter Position einen etwaigen Sieg von Shane Lowry (IRL) in der europäischen Punkterangliste in Sachen Ryder Cup abfedern.

69 gepachtet

Matthias Schwab zeigt trotz seiner Anreise aus den USA und der bereits vierten Turnierwoche am Stück bislang richtig starkes Golf und teilt sich nach zwei 69er (-3) Runden vor dem Moving Day die Ausgangslage mit seinem Landsmann. Die schwierigen ersten Löcher übersteht der Rohrmooser dann am Samstag unbeschadet und macht so in der frühen Phase des dritten Spieltages nichts falsch. Nachdem er allerdings auch auf der 4, dem einzigen Par 5 der ersten Neun, kein Birdie entführen kann, rutscht er im Klassement angesichts guter Scoringverhältnisse und generell recht sehenswerter Ergebnisse etwas zurück.

Erst auf der 7 durchbricht er dann den etwas zähen Birdiebann und orientiert sich mit seinem ersten roten Eintrag wieder in die richtige Richtung. Kurz vor dem Wechsel auf die hintere Platzhälfte erwischt es den 26-jährigen dann jedoch auch mit dem ersten Bogey. Das kostet auch einigermaßen den Rhythmus, denn bereits auf der 11 muss er den nächsten Schlagverlust wegstecken, womit er am Leadeboard doch spürbar Ränge einbüßt.

An den Spitzenplätzen dran

Mit der 12 weiß er aber die zweite lange Bahn der Runde wieder gewinnbringend zu nützen und gleicht so nicht nur sein Tagesergebnis rasch wieder aus, sondern holt sich auch das gute Gefühl wieder zurück, denn auch auf der 13 und der 14 stopft er im Anschluss die fälligen Birdieputts und marschiert so mit riesigen Schritten wieder an die Top 10 heran. Die heiße Phase lässt er auch gegen Ende nicht auskühlen und holt sich am ersten der beiden Par 5 Schlusslöcher das erhoffte Birdie ab.

Zwar lässt die 18 diesmal keinen abschließenden Schlaggewinn mehr springen, mit der bereits dritten 69 (-3) bleibt der junge Steirer aber an den Spitzenrängen dran und könnte bei nur zwei Schlägen Rückstand auf Landsmann Bernd Wiesberger mit einer richtig starken Finalrunde womöglich sogar ebenfalls noch in den Titelkampf eingreifen.

“So wie die vorangegangenen Runden war das auch wieder eine gute Runde. Ich bin in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen, was mich klarerweise freut und motiviert”, so der Schladming-Pro, der als 14. in den Finaltag starten wird, nach der dritten Runde.

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Auf Kurs

BMW PGA CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Bernd Wiesberger drückt nach vielen vergebenenen Chancen auf den Frontnine nach dem Turn richtig aufs Tempo und marschiert mit einer 67 (-5) nicht nur bis an die Top 10 heran, sondern wäre nach derzeitigem Stand auch im europäischen Ryder Cup Team. Matthias Schwab hat ebenfalls mit zähen ersten neun Löchern zu kämpfen, dreht seine Runde aber noch zur zweiten 69 (-3) und teilt sich damit im Wentworth GC die starke Ausgangslage mit seinem Landsmann.

Bernd Wiesberger hatte auf den ersten 18 Löchern einigermaßen zu kämpfen, brachte einen über weite Strecken eiskalten Putter aber noch rechtzeitig auf Temperatur und rettete sich dank eines Birdie-Eagle Finishes noch zu einer 71 (-1), womit er sich nach der Auftaktrunde auf Cutkurs befindet. In Sachen Ryder Cup Qualifikation sollte der Südburgenländer am Freitag aber ordentlich nachlegen und Bernd enttäuscht am zweiten Spieltag nicht.

Mit den Grüns hat der Oberwarter aber zunächst auch am Freitag wieder so seine liebe Mühe, denn gleich auf der 1 brummt er sich mit einem Dreiputt aus zehn Metern ein Bogey auf. Immerhin rehabilitiert er sich gleich danach am Par 3 mit einem gelochten Dreimeterputt zum scoretechnischen Ausgleich. Auf der 3 spielt er sich von Bunker zu Bunker, hat am Ende aber sogar Pech, dass der gefühlvolle Sandschlag mit einer 180 Grad Wende auslippt.

Nach verpasstem Par 5 Birdie auf der 4 legt er sich auf der 6 eine richtig gute Birdiemöglichkeit auf, der Putter will Birdie Nummer 2 jedoch noch nicht springen lassen. Auf der 7 und auch der 8 ergeben sich dann fast schon Déja-vu’s: Wieder gute Birdiechancen, wieder kann er diese nicht verwerten. Auf der 9 legt er den Ball dann sogar auf gute 1,5 Meter zum Loch, doch selbst das ist für den Putter an diesem Tag noch zuviel.

Monsterputt als Dosenöffner

Was aus 1 bis 3 Metern nicht klappt, gelingt dafür aus über 10 Metern, denn auf der 11 locht er nach einer eher durchwachsenen Annäherung einen wahren Monsterputt und bringt sich damit zumindest wieder auf Cutkurs. Nach starkem Abschlag hat er am Par 5 der 12 dann etwas Pech, dass der Ball von der False Front zurückrollt. Nach gefühlvollem Chip ist der rote Doppelpack aber nur noch Formsache.

Erstmals kommt auf der 13 dann etwas Stress auf, aus unangenehmer Rough Lage kann er den Ball aber auf gute Pichtdistanz zum Grün legen und srambled sich schließlich stark zum wichtigen Par. Langsam erwärmt sich auch der Putter, denn am Par 3 der 14 nimmt er das nächste Birdie mit und orientiert sich damit endgültig in die klar richtige Richtung. Obwohl es sich der Drive auf der 17 im dicken Zeug gemütlich macht, bringt er die Annäherung knapp vor dem Grün unter und nimmt schließlich vom Par 5 souverän das nächste Birdie mit.

Auch auf der 18 kann er sich dank starkem Holz 3 vom Tee die Chance zur Attacke eröffnen, parkt das lange Eisen jedoch nur im Grünbunker. Erneut beweist er aber ein enormes Händchen aus dem Sand, legt den Ball stark zur Fahne und beendet die Runde stilecht mit noch einem weiteren Birdie und der 67 (-5), womit er sich nicht nur auf dem starken 19. Rang einpendelt, sondern darüber hinaus nach derzeitigem Stand der Dinge auch im europäischen Ryder Cup Team wäre.

“Es gab heute wirklich einiges gutes Golf da draußen. Ich kann es kaum erwarten morgen wieder loszulegen. Die Fans waren surreal und es hat auch echt einen Riesenspaß mit den Jungs gemacht”, so Bernd nach seiner Runde via Instagram.

Gut im Rennen

Matthias Schwab konnte seine starke Form, die ihm in der Korn Ferry Tour Final Series die PGA Tourcard einbrachte, sichtlich über den Atlantik mitnehmen, denn im anspruchsvollen Wentworth GC packte der Rohrmooser am Donnerstag eine 69 (-3) aus und rangiert damit nur knapp hinter den Toprängen. Bei etwas windigeren Verhältnissen als noch am ersten Spieltag findet sich der Schladming-Pro am Nachmittag mit sicheren Pars auf den ersten beiden Bahnen gut zurecht.

Erst die 3 entwickelt sich dann anders als geplant und brummt Matthias das erste Bogey des zweiten Spieltages auf. Zwar stabilisiert er sein Spiel danach wieder, dem scoretechnischen Ausgleich läuft er jedoch vergeblich hinterher und das er sich kurz vor dem Turn auf der 9 dann sogar den nächsten Fehler eintritt, entbrennt endgültig ein Kampf um den Cut. Zu Beginn der Backnine kann er dann am Par 3 der 10 den Birdiebann aber durchbrechen und verschafft sich mit dem ersten roten Eintrag wieder etwas Luft.

Par 5 Löcher im Griff

Das Birdie bringt das Spiel des jungen Steirers auch sichtlich richtig auf Touren, denn auf der 11 legt er gleich weiter nach und dreht sein Tagesergebnis so in Windeseile sogar wieder auf Level Par zurück. Auch damit hat er noch nicht genug, stopft auch am Par 5 der 12 den fälligen Birdieputt und bekommt nach dem roten Triplepack langsam aber sicher auch die Top 10 wieder ins Blickfeld.

Kurz gönnt er sich dann eine kleine Verschnaufpause, ehe er auf der 15 eine gute Annäherung gewinnbringend in das nächste Birdie ummünzen kann. Da er dann erneut mit der 18 auch das letzte Par 5 der Runde noch zu einem roten Eintrag überreden kann, steht er schlussendlich wie schon am Donnerstag mit der 69 (-3) beim Recording, womit er sich vor dem Wochenende die Platzierung mit seinem Landsmann teilt.

Nach der Runde meint er: “Ich hab heute die ersten neun Löcher nicht gut genug gespielt. Ab der 10 kam ich dann aber besser rein. Fünf unter Par auf den zweiten neun Bahnen war dann echt stark. Ich freue mich gut im Wochenende zu sein und bei gutem Spiel ist noch einiges möglich.” Kiradech Aphibarnrat (THA) geht nach der 68 (-4) und bei gesamt 12 unter Par als Führender ins Wochenende.

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