Schlagwort: bernd wiesberger

WORLD GOLF RANKING

Die offizielle Weltrangliste im Profigolf

(nach Turnier: SKY SPORTS BRITISH MASTERS)

WORLD RANKING 2018

RANG
LAST
SPIELER
STARTS
PUNKTE
1
1
Dustin Johnson
44
10,02
2
2
Justin Rose
46
9,78
3
3
Brooks Koepka
44
9,48
4
4
Justin Thomas
50
9,15
5
5
Rory McIlroy
42
7,11
6
6
Francesco Molinari
51
6,88
7
7
Bryson DeChambeau
52
6,81
8
8
Jon Rahm
50
6,56
9
9
Rickie Fowler
45
6,40
10
10
Jordan Spieth
48
6,09
11
11
Tommy Fleetwood
52
6,02
12
12
Jason Day
40
5,99
13
13
Tiger Woods
40
5,75
14
14
Bubba Watson
46
5,22
15
15
Patrick Reed
52
4,99
16
24
Marc Leishman
52
4,87
17
16
Tony Finau
52
4,86
18
17
Webb Simpson
52
4,79
19
18
Xander Schauffele
52
4,71
20
19
Alex Noren
49
4,65
21
20
Paul Casey
48
4,53
22
21
Hideki Matsuyama
49
4,42
23
22
Patrick Cantlay
40
4,09
24
23
Tyrrell Hatton
52
4,05
25
25
Phil Mickelson
48
3,87
26
26
Henrik Stenson
43
3,79
27
27
Kyle Stanley
52
3,75
28
29
Rafa Cabrera Bello
52
3,47
29
28
Kevin Kisner
52
3,46
30
31
Keegan Bradley
52
3,41
31
30
Sergio Garcia
46
3,40
32
32
Cameron Smith
52
3,32
33
50
Eddie Pepperell
48
3,22
34
35
Billy Horschel
52
3,14
35
34
Ian Poulter
52
3,11
36
33
Matt Kuchar
52
3,10
37
36
Louis Oosthuizen
43
3,09
38
38
Gary Woodland
52
2,98
39
39
Matthew Fitzpatrick
52
2,90
40
37
Kiradech Aphibarnrat
52
2,88
41
40
Brian Harman
52
2,83
42
42
Kevin Na
52
2,81
43
41
Adam Scott
44
2,76
44
43
Charley Hoffman
52
2,71
45
44
Thorbjorn Olesen
52
2,64
46
45
Brandt Snedeker
44
2,63
47
46
Branden Grace
52
2,62
48
47
Byeong Hun An
52
2,59
49
62
Emiliano Grillo
52
2,49
50
49
Satoshi Kodaira
52
2,49
weiters:
117
111
Bernd Wiesberger
40
1,38
222
228
Matthias Schwab
44
0,80
410
400
Sepp Straka
52
0,45
849
838
Lukas Nemecz
40
0,17
888
875
Martin Wiegele
40
0,15
1212
1205
Markus Habeler
40
0,07
1242
1232
Christoph Koerbler
40
0,07
1299
1291
Timon Baltl
40
0,06

 

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AUSTRIAN ORDER OF MERIT 2018

ÖSTERREICHISCHE PRO-RANGLISTE 2018

HERREN ORDER OF MERIT: Update 8.10.2018

AUSTRIAN ORDER OF MERIT 2018

RANG
NAME
ET/US
CT
WEB
ALPS
PGT
AUT
POINTS
1
Schwab
381402
14571
395973
2
Wiesberger
259065
259065
3
Straka
20516
176232
196748
4
Nemecz L.
4000
14800
3053
21853
5
Astl 
10241
7100
17341
6
Maurer
2144
806
12113
15063
7
Baltl
846
9871
3150
13867
8
Habeler
1440
4560
5100
11100
9
Steiner 
878
5919
1850
8648
10
Prader
1900
3247
2338
7485
11
Schulz 
3380
3775
7155
12
Gaster
5567
800
6367
13
Trappel
6150
6150
14
Neumayr
4969
309
850
6128
15
Reiter
513
3019
2413
5945
16
Bacher
2961
401
2450
5812
17
Weinhandl
3678
1875
5553
18
Wiegele
1125
452
3950
5527
19
Amin
1276
4038
5314
20
Brier
2900
1403
350
4653
21
Goger 
2583
311
1450
4344
22
Winkler 
2043
1372
3415
23
Leitner
645
1850
2495
24
Prägant
2488
2488
25
Ruprecht-H.
438
1738
2176
26
Weilguni
687
1363
2050
27
Ludwig
2020
2020
28
Wittmann
2013
2013
29
Nemecz T.
561
1338
1899
30
Körbler
557
643
350
1550
31
Wimmer
783
505
1288
32
Waltmann
1263
1263
33
Schultes
1213
1213
34
Molnar
1210
1210
35
Gruber 
1025
1025
36
Kluibenschädl
913
913
37
Mayer
330
538
868
38
Dvorak
843
843
39
Pfau
818
818
40
Mayr
366
450
816
41
Haslauer
700
700
41
Angkawidjaja
700
700
43
Gröbner
650
650
44
Lauss
618
618
45
Patzel
418
418
46
Litschka
400
400
47
Knotz
388
388
48
Omtvedt
350
350
48
Pistorius
350
350
50
Baumgartner
288
288
51
Posratschnig
263
263
51
Schlager
263
263
53
Wolfberger
238
238
54
Stadter
218
218
54
Fanti
218
218
54
Raggl
218
218
57
Stadter
180
180
57
Young
180
180
57
Jahn
180
180


DAMEN ORDER OF MERIT: Update 24.9.2018

DAMEN AUSTRIAN ORDER OF MERIT 2018

RANG
SPIELERIN
LET
LETAS
ALPG
NAT
POINTS
1
WOLF Chr.  37913  613
38526
2
SCHOBER S.  10835 406
11240
3
MÜHL Nina  2957  1241
4198
3
DREHER N. 772
772
4
WEILGUNI S.Th. 218
218

Austrian Order of Merit erstellt in Zusammenarbeit mit PGA of Austria

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Comeback im November

Bernd Wiesberger ist endlich den Gips los und plant für Ende November sein Comeback auf der European Tour, unmittelbar zu Beginn der neuen Golfsaison.

Endlich wieder gute Nachrichten von Bernd Wiesberger von der “Verletzungs-Front”. 7 Wochen nach erfolgreicher Handgelenks-OP ist der Gips weg und damit können erste Reha-Schritte gesetzt werden: “Durch die Tests nach Abnahme des Verbandes haben wir nun einen genauen Überblick zur Entwicklung und einen detaillierteren Zeitplan für die Rehabilitation. Abhängig ist der weitere Verlauf vom Grad der Beweglichkeit in der linken Hand. Nach Beginn der Kräftigung kann ich endlich wieder langsam daran denken, einen Golfschläger zu schwingen – das stimmt mich natürlich irrsinnig positiv,” ist die Erleichterung bei Wiesberger groß, dass er endlich aktive Schritte zur raschen Rückkehr zum Profi-Golfsport setzen kann.

Damit kann der 33-jährige auch sein ursprünglich erst für nächstes Jahr geplantes Comeback vorverlegen, falls sich der Heilungsverlauf weiter so positiv entwickelt: “Mein Ziel wäre es, direkt nach der DP World Tour Championship Ende November wieder ins Turniergolf einzusteigen,” peilt er sein Comeback möglicherweise für Hongkong oder Südafrika, je nach den Möglichkeiten des neuen Turnierkalenders von European- oder Asian Tour an.

Neue Impulse

Bernd hat aber auch die erzwungene Nachdenkpause genutzt um seiner Karriere die notwendigen neuen Impulse zu geben. Erster Schritt dazu ist die Trennung von seinem Caddie Shane Coeries: “Nach 8 gemeinsamen Jahren suche ich einfach nach neuen Impulsen. Es gibt da für mich eine Reihe von möglichen Kandidaten.” Denkbar wäre beispielsweise ein Caddie, der weit mehr “aktive Akzente” setzt, etwa beim Lesen der Puttlinie hilft und so zu größerem Putterfolg beitragen könnte. Über weitere neue Impulse, wie etwa bei seinem Betreuerteam oder am Materialsektor, wollte Wiesberger zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben machen.

Der nächste “Golf-Einsatz” führt Bernd Wiesberger Ende September zum Ryder Cup nach Paris, wenn auch nicht als Spieler, sondern als TV-Kommentator bei SKY, für Interviews und Analysen: “Ich habe am Le Golf National schon die Open de France gewonnen und kenne diesen Platz sehr gut. Diese Aufgabe ist Neuland für mich und ich freue mich darauf. Auch als großer Golf-Fan ist es mir wichtig, zum ersten Mal bei einem Ryder Cup dabei zu sein. Ich kann es kaum erwarten, das europäische Team zu unterstützen.

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The Open – Live News-Ticker

THE 147. OPEN CHAMPIONSHIP – Live News-Ticker +++ Bernd Wiesberger: Operation statt Open +++ Dustin Johnson favorisiert.

+++ DJ mit Respekt zum 2. Majorsieg? +++

Dustin Johnson geht mit großem Respekt die Sache an, daran ändert auch seine Rolle als Nummer 1 in der Weltrangliste und bei den Buchmachern nichts: “Das Finish hier zwischen der 15 und 18 ist sehr schwer, da kann alles passieren. Ich möchte garantiert mehr als ein Major gewinnen, dafür muss ich mir einfach die Chancen geben,” meint Dustin Johnson sehr vorsichtig im Vorfeld. 2011 war DJ mit Platz 2 knapp dran und wird heuer seinen 10. Anlauf auf den ersten Open-Titel nehmen.

+++ Rory fehlt die Leichtigkeit +++

“Ich muss zurück zur Einstellung finden, wie ich hier als 18-jähriger antrat. Sorglos drauf losspielen und einfach happy sein, teilzunehmen,”  verrät Rory McIlroy die Einstellung, mit der er ein zweites Mal den Claret Jug stemmen möchte. “Ich habe vier Majors in vier Jahren gewonnen (2011 – 2014), das war aber über meinem Level. Die Jahre ohne Titel mussten dann als Ausgleich kommen. Aber jetzt wäre es schön, wieder einmal an der Reihe zu sein.”

+++ Härtester Kurs in der Open-Rotation +++

Erstmals seit 2007, als sich Padraig Harrington in einem Stechen gegen Sergio Garcia durchsetzte, ist Carnoustie wieder Austragungsort einer Open Championship. In der Rotation der Links-Klassiker für Europas Major gilt “Car-Nasty” als unbestritten härtester Test, vor allem dank der brutal schweren letzten vier Golflöcher. Ein Vorsprung von 5 Shots kann hier ganz schnell weg sein, wie Jean Van de Velde 1999 schmerzvoll erfahren musste.

+++ Dustin Johnson, Rose und Fowler favorisiert +++

Auch wenn Dustin Johnson bei William Hill mit 13:1 die schlechteste Wettquote erhält und damit leicht favorisiert wird, findet sich eine große Gruppe von Mitfavoriten mit ähnlichen Odds. Rose, Fowler, Fleetwood, McIlroy, Rahm, Spieth, Thomas, Koepka, sogar Tiger werden hoch gehandelt.

Die Open ist dank des 100 Euro Neukundenbonus bei William Hill die ideale Gelegenheit, zu besonderen Konditionen sein gutes Näschen mal auszuprobieren.

>> Live Wettquoten THE OPEN

+++ Tiger auf Tom Watsons Spuren… +++

Tiger Woods, ohne Major-Titel seit 10 Jahren und ohne Toursieg seit 5, nimmt Anleihen an Tom Watson, der mit fast 59 Jahren noch bei der Open gewann: “Selbst wenn ich älter werde, kann ich auf Links-Kursen wie diesem noch immer weit schlagen, weil viel Roll am Ball ist. Kreativität spielt eine große Rolle. Schaut nur, was Tom Watson hier gelang. Kein Wunder, dass er 5 Open-Titel holte und den letzten mit fast 60.” Woods wird versuchen mit einem neuen Driving-Iron seinen berühmten Stinger vom Tee in Carnoustie perfekt einzusetzen: “Am Montag habe ich selbst mit dem Eisen 3 vom 18. Tee über 300 Meter geschafft.”

+++ Räumen die US-Youngster weiter alles ab? +++

Mit Brooks Koepka als zweifacher US Open-Champion, Justin Thomas bei der US PGA, Jordan Spieth in Royal Birkdale 2017 und Patrick Reed heuer in Augusta, räumten die US Jungstars in den 20ern bei den letzten 5 Majors alles ab. Beim britischen Major galt jedoch zumeist: je härter die Bedingungen, desto eher gewinnen die Routiniers, bei wenig Wind und schnellen Grüns tendenziell die Amerikaner.

Titelverteidiger Jordan Spieth hat seit der Open Championship nichts mehr gewonnen, in Augusta mit unfassbarer Schlussrunde wenigstens noch Platz 3 geholt. Im World Ranking fiel er dennoch in den letzten 12 Monaten vom 2. bis auf den 6. Platz zurück.

+++ Wiesberger: Operation statt Open +++

Der Name “Bernd Wiesberger” auf der Nennliste 10 Tage vor der Open Championship nährte die Hoffnung, dass Bernd sein Comeback in Carnoustie geben könnte. Am 11. Juli verkündete er jedoch auf Facebook seine Absage: “Leider musste ich heute meine Nennung für die Open Championship in Carnoustie kommende Woche zurückziehen. Der Heilungsverlauf dauert leider länger als erwartet und ich kann aus diesem Grund nicht auf dem Level trainieren und spielen, das ich von mir selbst erwarte.Ich hoffe, bald besser Nachrichten zu haben!”

Im ÖGV-Umfeld wurde kurz darauf das Gerücht verbreitet, dass sich Wiesberger sogar eines chirurgischen Eingriffs an der Hand unterziehen müsse, empfohlen von ÖGV-Arzt Dr. Robert Kocher. Diesbezüglich hatte Golf-Live.at am 12. Juli um eine Stellungnahme aus dem Camp Wiesberger ersucht. Bruder Niki Wiesberger wollte dies jedoch weder bestätigen noch dementieren. 4 Tage später gibt Bernd Wiesberger in einer >> Aussendung die notwendige Operation auch offiziell bekannt, womit Bernd erstmals seit 2012 nicht bei Europas Major mitwirken kann.

+++ Wetter nicht ganz british +++

Die Trockenheit der letzten Wochen lässt Carnoustie bereits mehr braun als grün erscheinen. Knochenhart und schnell wird sich der Kurs daher auf alle Fälle spielen, dazu wird warmes, aber windiges Wetter erwartet. Am Freitag sollte es am Vormittag zudem regnen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Draw halbwegs gerecht ist, was in den letzten Jahren nicht immer der Fall war.

 

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Bernd vor Handgelenks-OP

Bernd Wiesberger wird sich am 18. Juli in England einer Operation am Handgelenk unterziehen und nicht vor 2019 zum Turniergolf zurückkehren.

Neue Hiobsbotschaft für Bernd Wiesberger und Österreichs Golffans. Was Golf-Live.at bereits >> exklusiv letzte Woche als Gerücht meldete, bestätigt der Oberwarter nun auch offiziell in einer Presseaussendung, dass er sich am Mittwoch den 18. Juli in England einer Operation am Handgelenk unterziehen wird: “Der Schritt ist mir nicht leichtgefallen. Ich habe nun seit 10 Wochen am Comeback gearbeitet und wollte das ohne OP schaffen. Ich erwarte mir vom Eingriff, dass das verletzte Handgelenk wieder vollständig belastbar sein wird und ich auch vom Schlaggefühl her keine Kompromisse eingehen muss. Ich werde mir die Zeit nehmen und 2019 gut vorbereitet ins Turniergolf zurückkommen.”

Das Problem besteht laut MRT und Ultraschall nicht in der angerissenen Sehne, die bereits vollständig verheilt ist, sondern in den umliegenden Strukturen, die bei Rotations- und Drehbewegungen des Handgelenks zu Problemen führten: “Über mehrere Tage hinweg habe ich versucht die Distanz meiner Schläge zu steigern und das Gefühl für die Schwungbewegung wiederzuerlangen. Leider fühlen sich auch kleinere Schwünge nicht stabil an und nach längerer Belastung kommt es zu Schwellungen im Handgelenk,” berichtet Wiesberger.

Ziel des chirurgischen Eingriffs in einer englischen Spezialklinik ist die Stabilisierung der Sehne in der natürlichen Position. Der weitere Fahrplan ist vor allem zeitraubend: zuerst 6 Wochen Ruhigstellung mittels einer Schiene, danach 4 bis 6 Wochen Reha um das Handgelenk zu mobilisieren. Bernd will sich auch danach ausreichend Zeit geben um voll fit und ausgeheilt in den Profizirkus zurückzukehren und plant somit erst wieder für die Saison 2019.

Die gesamte Golf-Live Community wünscht Bernd Wiesberger alles Gute und vor allem eine schnelle und vollständige Genesung.

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Bernds Nachdenkpause

T.I.G.E.R.L.I.N.E. – Funktioniert das Erfolgsmodell Bernd Wiesberger nach drei tollen Jahren plötzlich nicht mehr? Wird er die richtigen Schlüsse in der Zwangspause ziehen?

Drei Saisonen durfte Bernd Wiesberger mit den großen Buben spielen und hat sich und den Fans die größten Erfolge in Österreichs Golfgeschichte beschert – Turniersiege in Paris und Shenzhen sowie eine unglaubliche Beständigkeit für einen der begnadetsten Eisenkünstler im Profigeschäft, die ihn ein Jahr lang jeden Cut überstehen ließ.

Mit dem ersten verpassten Cut beim PGA Championship 2017 setzte die Negativspirale ein, aus der sich der 32-jährige bislang nicht befreien konnte und ihm beim Players Championship erstmals die Türe zur großen Bühne vor der Nase zuknallt. Nachdem es nicht einmal mehr auf seinem goldenen Golfboden China klappen wollte, wusste auch Bernd was es geschlagen hat: “Ich muss daheim ein paar Dinge aussortieren,” bekannte er erstmals offen ein.

Für den aufmerksamen Fan im Fernsehsessel war das schon seit Wochen ersichtlich: beim Masters den Ball nach einem verschobenen kurzen Putt ins Wasser geworfen, in China ein paar Wutausbrüche am Grün; die negative Körpersprache am Golfplatz, die Bernd erfolgreich abgeschüttelt hatte, war zurückgekehrt, wie er selbst in China zugab: “eine furchtbare Woche, die mich auch am Platz sehr frustriert hat, was nie geschehen hätte dürfen.”

Oft sind es Verletzungspausen, die Sportler den Reset-Knopf finden lassen, das bleibt auch Bernd neben einer schnellen Genesung zu wünschen. Dass ihm Medien oder Fans “gute Tipps” geben, mag er ungefähr so gerne wie einen Shank, aber ich tue es trotzdem.

Bernd, Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. In unserem großen Weihnachtsinterview wurde die Frage nach “Bernd 3.0” und den notwendigen neuen Impulsen noch abgeschmettert: “Ich bin überzeugt, dass in Bernd 2.0 noch viel drinnen steckt.” Die zurückgekehrte Misere auf den Grüns machte Bernd 2.0 jedoch ziemlich ratlos: “Extrem viele gute Putts gemacht (ton of great putts)”, so seine Selbsteinschätzung nach dem Masters-Finaltag, wo er von 11 Putts aus zwei bis vier Metern nur drei Stück lochen konnte. Frühere Trainer wie Claude Grenier stellen Bernd ein gutes Zeugnis im Umgang mit dem 14. Schläger aus. Damian Taylor hat seinen Putt-Stroke flüssiger gemacht und auch der Takeaway bei den Putts ist nun fast immer auf Linie. So gesehen hat Bernd recht, er puttet besser als früher.

Bernds Verzweiflung auf den Grüns ist darin begründet, dass er die meisten Putts technisch korrekt ausführt, aber der Erfolg ausbleibt. Da es soviel Pech nicht gibt, bleibt als einzige Erklärung: Bernd VERLIEST sich zu oft. Ein Ernie Els hat in seiner Verzweiflung einen eigenen “Eye-Coach” angestellt, nutzt aber nichts, wenn man den Yips-Teufel in den Fingern hat. In Bernds Fall wäre ein Caddie, der zumindest “beratend” beim Lesen der Putt-Linie agieren darf (und diese auch besser sieht als Bernd), schon ein großer Fortschritt. Bernds bisheriger Ansatz, dass er näher zu den Fahnen schießen muss, ist nicht nachvollziehbar, wenn er bereits zuletzt beim Masters oder in China reihenweise aus drei, vier Metern den Putter zücken durfte. Die Annäherungen spielen andere Topspieler auch nicht besser, lochen aber mehr.

Tigerline_FacebookZweites Problemfeld: die negative Energie am Golfplatz ist zurück, kein Wunder bei den vielen Frusterlebnissen der letzten Monate, was sich vor allem durch seine eigenen Facebook-Kommentare durchzieht. Und das wirkt ansteckend auf den einen oder anderen Troll – siehe Beispiel, das übrigens im Golf-Live Talk als beleidigend gelöscht werden würde. Als Sportler sollte man die Souveränität besitzen und sich nicht zum billigen Gegenbiss hinreißen lassen, weil es nur weiteres BAD JUJU ins eigene System schaufelt.

Wenn der Sonnenschein am Golfplatz einmal verblasst ist, wie verschwinden die Wolken? Erfolg macht glücklich – und happy Golfer sind erfolgreicher, was in der Phase vor und nach Shenzhen deutlich auf Bernd Gesicht abzulesen war. Bei Bernds Abneigung gegenüber Mental-Klempnern wird er sich die eigene Birne wohl selbst von all dem negativen Gedanken-Müll freischaufeln müssen.

Frische Impulse, die den Erfolg zurückbringen, warten haufenweise hinter jeder Ecke – wenn man bereit ist, diese auch anzunehmen und nicht zu stolz dafür ist. Der Weg zurück in die Weltelite wird beinhart, was auch ein Martin Kaymer, Adam Scott oder Lee Westwood zur Zeit erleben, von Tiger gar nicht zu sprechen. Nachdem Bernd aller Voraussicht nach die meisten hoch dotierten Saisonhighlights wie US Open, The Open und zumindest drei Rolex Series-Events verpassen wird, muss er nachher rasch wieder voll voll im Saft stehen um nicht sogar aus den Top 100 der Welt zu fallen. Außerdem wird er danach einige 1 Millionen Euro Mini-Event mitnehmen müssen, wo eigentlich nur die Top 3 nennenswerte Punkte sammeln und die Konkurrenz kaum schwächer ist.

Wer langfristig erfolgreich bleiben will, muss sich ständig neu erfinden. Nur ein Bernd 3.0 wird zu all dem in der Lage sein und bald wieder dort aufteen, wo seine eigentliche Bühne ist.

Von Joachim Widl

(Diese Tigerline wurde nach der neuesten Verletzungsprognose textlich angepasst).

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Bernd: Pause bis Ende Juli?

Bernd Wiesberger rechnet aktuell damit, dass er erst Ende Juli wieder zum Turniergolf zurückkehren kann.

Die am 3. Mai bei einer Golfrunde in Schloss Schönborn erlittene Handgelenksverletzung stellt sich als ernster heraus als ursprünglich angenommen: aktuell ist damit zu rechnen, dass Bernd Wiesberger eine 12-wöchige Zwangspause einlegen muss, meldet er in einer Presseaussendung um weiters zu betonen: “Langfristig gesehen ist es das Wichtigste, die Verletzung zu 100% ausheilen zu lassen und mit der Rückkehr nichts zu überstürzen.”

Damit würde Österreichs Nummer 1 nicht nur Wentworth, Italien, Österreich, Paris und Köln versäumen, sondern auch die nächsten beiden Majors in Amerika und Großbritannien.

Erstmals berichtet Bernd auch über den Verletzungshergang: “Nach einem Schlag mit meinem Fairwayholz habe ich plötzlich einen stechenden Schmerz im linken Handgelenk gespürt. Danach war es mir nicht mehr möglich den Schläger ohne Schmerzen in der Hand zu halten. Bisher hatte ich noch nie Probleme mit meinem Handgelenk und es ist sehr ärgerlich, dass diese Verletzung genau vor den großen Events der Rolex Serie passiert.”

Nach medizinischer Abklärung wurde eine Therapie erstellt und bereits begonnen: “Die therapeutischen Maßnahmen werden so lange fortgesetzt, bis das Handgelenk vollkommen schmerzfrei und eine volle sportliche Belastung ohne weitere Schädigungsgefahr möglich ist.”

Verletzung am 3. Mai

“Leider habe ich mir während einer Golfrunde eine Bänderverletzung im Handgelenk zugezogen und werde die nächsten Wochen pausieren müssen,” gibt Bernd Wiesberger am 3. Mai die Hiobsbotschaft via Facebook an alle Fans bekannt. “Das wird mich sicher einige Wochen kosten und vor allem ist dadurch auch eine Teilnahme am Turnier in Sizilien nicht möglich.”

Erst am Vortag war dank einer Einladung zum 1 Millionen Turnier der Rocco Forte Open in Süditalien der Turnierplan kurzfristig geändert worden, nachdem die Qualifikation für das Players Championship nicht gelang. Das Verletzungspech passt zu der bisher verkorksten Saison, in der Wiesberger von Januar bis April nur 18 Weltranglistenpunkte holte, so wenig wie seit 2011 nicht mehr.

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Ungute Konsequenzen

VOLVO CHINA OPEN – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger kann seinen Ankündigungen im Vorfeld zu keiner Zeit wirklich gerecht werden und scheitert in dieser Woche im Topwin G & CC nach einer 74 recht deutlich am Cut. Das verpasste Wochenende hat nun auch spürbar unangenehme Konsequenzen, denn das Players wird damit das erste Mega-Event sein, dass nach längerer Zeit ohne österreichische Beteiligung über die Bühne geht.

Laut eigener Aussage freute sich Bernd Wiesberger bereits nach der zweiwöchigen Pause auf das chinesische Event, da er im Topwin G & CC von Peking bisher immer recht gut gespielt hat und letztes Jahr sogar mit lediglich zwei Schlägen Rückstand starker 4. wurde. Weiters meinte er auch, dass er schon beim Masters viel besser spielte als es der Score wirklich aussagte und er wohl nicht mehr weit weg ist bis er wieder Topplatzierungen mitnehmen kann.

Am Liebsten hätte er dies natürlich gleich in dieser Woche erledigt, die halbe Titelverteidigung – da die Shenzhen International, die Bernd letztes Jahr gewann, nicht mehr am Kalender stehen, sind die Volvo China Open so etwas wie eine Co-Titelverteidung von Vorjahreschamp Alexander Levy (FRA) und dem Burgenländer – entpuppt sich dann aber als regelrechte Spaßbremse.

Schon zum Auftakt hatte er mit Problemen zu kämpfen und konnte nach etlichen Fehlern erst mit einem Birdie am Schlussloch überhaupt eine 72 (Par) ins Ziel retten, die ihn zumindestens noch knapp hinter der Cutmarke einreihte. Am Freitag muss nun mit früher Startzeit eine deutliche Steigerung her, will Österreichs Nummer 1 nicht nur ins Wochenende cutten, sondern außerdem den Rückstand zur Spitze verringern. Das Vorhaben löst sich dann aber nach nur wenigen Löchern sprichwörtlich in Luft aus.

Vergebliche Birdiesuche

Dabei startet Bernd mit einem schnellen roten Eintrag auf der 11 durchaus gut, kann an das schnelle Erfolgserlebnis aber nicht anknüpfen und tritt sich am Par 4, der 14 dann sogar ein Doppelbogey ein, was einmal mehr in dieser Saison wie eine angezogene Handbremse im Spiel des vierfachen European Tour Siegers wirkt, denn Bernd läuft in Folge sprichwörtlich weiteren Birdies vergeblich hinterher und reiht lange Zeit Par an Par.

Richtig bitter kommt es dann nach dem Turn, denn nachdem er nach acht Pars hintereinander auf der 5 (Par 4) über einen weiteren Fehler stolpert, entfernt er sich bereits unangenehm von der gezogenen Linie und benötigt auf den letzten Bahnen zwingend Zählbares um doch noch ins Wochenende zu kommen.

Allerdings will außer abschließenden Pars nichts weiteres auf die Scorecard wandern, was Bernd schlussendlich nur die 74 (+2) unterschreiben lässt, die ihn als 96. doch recht deutlich am Cut scheitern lässt. Matt Wallace (ENG) führt nach der 70 (-2) und bei gesamt 9 unter Par.

Erste Auswirkungen

Das Ausbleiben der Topergebnisse stellte Bernd bislang noch vor keine größeren Schwierigkeiten, da er noch für alle Mega-Events die Qualifikation in der Tasche hatte. Nun aber wirkt sich dies auch klar auf die Saisonplanung des Südburgenländers aus, denn das Players in wenigen Wochen wird nun zum ersten Mal seit einigen Jahren ohne österreichische Beteiligung über die Bühne gehen.

Bereits vor dieser Woche rutschte er in der Weltrangliste bis auf Rang 60 ab, für das Riesen-Turnier der PGA Tour in Ponte Vedra Beach würde Bernd aber einen Platz unter den Top 50 benötigen, was sich nach dem Missed Cut in China und somit verpassten Punkten nun nicht mehr ausgeht. Für Bernd fast doppelt bitter, da er den TPC Sawgrass an der Atlantikküste Floridas durchaus mag und letztes Jahr erst mit einem Wasserball auf der 18 noch ein Top 10 Ergebnis verspielte.

Auch die US Open rücken mittlerweile etwas unangenehm weiter vom Österreicher weg. Zwar benötigt er hierfür “nur” einen Rang unter den besten 60 der Welt, die Ergebnisse und die Formkurve seit einigen Monaten sprechen derzeit aber nicht unbedingt dafür, dass er die noch nötigen Punkte eben mal so locker aus dem Ärmel schüttelt. Bis Juni hat er aber noch einige Startmöglichkeiten und wird sicher alles daran setzen um beim zweiten Major des Jahres im Shinnecock Hills GC abschlagen zu können.

“Das war eine fürchterliche Woche für mich und ich war am Platz auch schon echt frustriert, was eigentlich nie passieren sollte. Jetzt geht’s mal heim um in den nächsten Tagen das alles zu analysieren und aufzuarbeiten”, so Bernd Wiesberger, der nur 2011 in den ersten vier Monaten des Jahres noch weniger Punkte für die Weltrangliste holte als heuer, nach dem verpassten Cut.

Probleme beim Scoren

Vor allem die Transition vom Platz auf die Scorecard funktioniert derzeit bei Bernd überhaupt nicht. Seit seinem Rückwechsel auf die “älteren” 716er Eisen wirkt er im langen Spiel durchaus gefestigt, was sich schon beim Masters und mit Abstrichen auch in dieser Woche in China bemerkbar machte, allerdings hadert der Oberwarter immer wieder mit kleinen Fehlern, die sich sofort bitter im Score bemerkbar machen.

Das Hauptproblem ist aber wohl einmal mehr auf den Grüns zu finden. Zwar puttet er im Großen und Ganzen durchaus souverän, lässt aber immer wieder kurze Chancen liegen oder verschiebt wichtige kure Parputts, was dann eine regelrechte Negativspirale in Gang tritt, die man auch gut an der Körpersprache ablesen kann.

Auch auf den Par 5 legt sich der Longhitter in letzter Zeit zu wenige Birdiechancen auf, was vor allem in China deutlich ins Auge springt. Von acht Par 5 Bahnen konnte er nur zwei am Donnerstag zu Birdies überreden, am Freitag wollte nicht ein einziges Erfolgserlebnis auf den langen Bahnen herausspringen. In den nächsten Wochen muss er aber zwingend ein Rezept finden, ansonsten könnten die Open Championship und die PGA Championship danach womöglich die letzten Majors für einige Zeit gewesen sein.

Der weitere Turnierplan steht beim 32-jährigen noch nicht genau fest. Fix ist derzeit nur, dass Bernd das Rolex Series Double mit Wentworth und den Italien Open spielen wird, alles weitere steht derzeit noch etwas in den Sternen.

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Halbe Sachen

VOLVO CHINA OPEN – 1. RUNDE: Bernd Wiesberger tritt selbst mit Birdie-Hattrick nach einigen Blackouts im Kurzspiel mit der Par-Runde nur auf der Stelle.

Beim Projekt “halbe Titelverteidigung in China” macht Bernd Wiesberger am Eröffnungstag der Volvo China Open nur halbe Sachen. Der Shenzhen Champion kann zuerst auf den Front 9 aus sicherem langen Spiel Null Kapital schlagen. Von einem starken Zwischenspurt mit drei Birdies in Folge kann er auch nicht profitieren, da einige Konzentrationsfehler im Kurzspiel noch spät zu einem Doppelbogey und Bogey führen. Mit Mühe rettet Wiesberger zwar die Par-Runde, doch damit kämpft er um den Cut statt um die Führung. “Zur Zeit läuft am Platz überhaupt nichts in meine Richtung,” ärgert sich Bernd über eine weitere Runde, wo das Score nicht seinem Spiel entspricht, “zwar 12 Fairways und 15 Grüns getroffen, was wirklich gut ist, aber mit meinen kurzen und mittleren Eisen zu weit weg vom Loch.”

Langeweile auf den Front 9

Wiesberger_1832_330Wiesberger spielt an den ersten beiden Tagen mit Thorbjorn Olesen und Shubhankar Sharma und absolviert das nicht allzu schwere Eröffnungsloch ziemlich entspannt in Par. Den ersten echten Test besteht er am überlangen Par 3 der 2 (228 Meter) mit Par ebenfalls bombensicher. Das längste Par 5 am Platz, Loch 4, ist heute nicht unbedingt ein Birdieloch, was auch Bernd nach einem weiteren Par feststellen muss.

Am Par 5 der 8 muss man heute fast ein Birdie holen, Bernd bleibt jedoch konsequent auf der Par-Welle. Aus einer Birdiechance aus 7 Metern macht er aus heiterem Himmel am 9. Grün ein Dreiputt-Bogey.

Sehenswerter Zwischenspurt

Auf den scorefreundlicheren Back 9 muss der Oberwarter nun endlich punkten und bricht am 10. Grün aus 3 Metern endlich den Birdiebann, ein echter Bonus am zweitschwersten Loch des Topwin-Kurses. Das drivebare Par 4 der 11 attackiert auch Bernd mit dem kleinen Hölzchen, wartet jedoch vergeblich auf den Fade und muss quer übers Grün chippen. Das bekommt er jedoch perfekt hin und sichert sich aus etwas mehr als einem Meter den Birdie-Doppelpack.

Jetzt ist Wiesberger voll im Spiel und erreicht auch am Par 5 der 12 das Grün mit zwei satten Schlägen. Zwei Putts später ist der Birdie-Hattrick perfekt. Ein taktischer Fehler bei der schweren Annäherung auf die kurze 14. Fahne lässt ihm danach eine schwere Aufgabe für den Chip und auch der Par-Putt aus 5 Metern will nicht fallen.

Wiesberger_1832a_330Unterhaltsam bleibt Wiesbergers Spiel am kurzen 15. Loch: nach gepulltem Holz 3 steht beim Chip Richtung Grün ein Ast im Weg, dafür trifft der zweite Versuch den Flaggenstock. Begleitet von nicht druckreifen Worten absolviert Bernd den Tap-In zum Par.

Am langen Par 3 der 16 schickt Wiesberger seinen Ball mit etwas zu viel Draw übers Ziel ins Sandhindernis. Mit weniger Sand als erwartet unter dem Ball geht es 15 Meter über die Fahne und alles andere als gefühlvoll fällt der Putt hinterher aus. Das Betteln ums Doppelbogey wird leider erhört. Gleich hinter ihm ist der Japaner Tanihara an der Reihe, nimmt genau Maß und verdient sich mit dem Hole in One den Volvo XC90.

Bernd muss danach an der 17 einen Dreimeter-Putt stopfen um einen dritten Driller zu vermeiden. Zum Abschluss pitcht er aus 50 Metern noch präzise zur Fahne und rettet mit dem Birdie aus vier Metern zumindest die Par-Runde, die nur knappen Rückstand auf die Cutmarke bedeutet: “Morgen muss ich etwas finden um wieder ins Turnier zurückzufinden,” gibt Wiesberger die Marschrichtung vor.

Überraschung an der Spitze

Der 25-jährige Chinese Jin Daxing, üblicherweise auf der lokalen Pro Tour im Einsatz, schießt mit der 64 die überragende Runde des ersten Spieltages. Der Engländer Matt Wallace kommt immerhin bis auf einen Schlag heran.

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Im geliebten Asien

VOLVO CHINA OPEN – VORSCHAU: Bernd Wiesberger strotz vor dem chinesischen European Tour Event im Topwin G & CC nur so vor Tatendrang und will bei der Rückkehr ins geliebte Asien voll um den Sieg mitmischen.

Bernd Wiesberger hatte letztes Jahr im April seinen klar besten Monat des gesamten Jahres, wo er auch einen großen Teil seiner Punkte einfuhr. Zunächst gewann er die Shenzhen International und wurde eine Woche später bei den China Open mit lediglich zwei Schlägen Rückstand auf Alexander Levy (FRA) starker 4.

Da Shenzhen mittlerweile nicht mehr am European Tour Kalender ist und Bernd seinen Titel somit nicht verteidigen konnte, wirkt er vor Peking sogar doppelt motiviert: “Für mich fühlen sich die China Open in dieser Woche irgendwie wie eine Titelverteidigung an. Ich liebe es hierher zu kommen und hier zu spielen. Ich hab hier immer gut gespielt und dementsprechend blicke ich schon sehr zuversichtlich der Turnierwoche entgegen.”

Langsam unter Druck

Ein Topergebnis würde der Burgenländer mittlerweile auch dringend benötigen um nicht langsam aber sicher auf einige der Topevents verzichten zu müssen. Nachdem sich die Saison bislang durchwegs zäh anließ, rutschte er in der Weltrangliste schon bis auf Rang 60 ab und hat mittlerweile mit 13 Punkten doch einen recht unangenehmen Rückstand auf die besten 50 aufgerissen. Fürs Players etwa müsste Bernd rasch wieder die magische Top 50 Marke knacken um erneut im Mai in Ponte Vedra Beach abschlagen zu können.

Auch die US Open im Juni sind noch nicht in Stein gemeißelt, denn sollten weiterhin die Ergebnisse ausbleiben, könnte er sogar noch aus den Top 60 rutschen, was ihm nur eine Zuschauerrolle fürs zweite Major des Jahres im Shinnecock Hills GC einbringen würde. Die Formkurve aber zeigt beim Oberwarter durchaus in die richtige Richtung, wenngleich er sich mit dem Score beim Masters vor zwei Wochen alles andere als zufrieden zeigte.

“Es war hart, dass ich in Augusta keinen besseren Score reingebracht habe, da das Spiel durchwegs gut war. Ich hatte jetzt aber zwei nette Wochen in der Heimat und die letzten beiden Tage hier ein gutes Training. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich schon bald wieder Topplatzierungen einfahren kann. Meine Form stimmt und ich will mich sowohl im World Ranking als auch im Race to Dubai weiter nach vorne orientieren”, so Bernd vor dem China Abenteuer durchaus selbstbewusst.

Los geht es für die Nummer 60 der Welt am Donnerstag um 06:20 MEZ gemeinsam mit Indiens Shooting Star Shubhankar Sharma und Thorbjorn Olesen (DEN) auf der 1. Titelverteidiger Alex Levy nimmt die Titelverteidigung beim 3 Millionen Euro Turnier um 01:20 MEZ von der 10 aus in Angriff.

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