Schlagwort: kingsbarns

Knallrot vorbei

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Matthias Schwab und Bernd Wiesberger bringen am Samstag zwar in Kingsbarns bzw. am Old Course 68er Runden zum Recording, verpassen damit beim schottischen Links-Spektakel aber den Cut.

Matthias Schwab zeigte sich am Old Course und auch in Carnoustie unglaublich sicher und musste bislang lediglich am Road Hole zum Auftakt ein einziges Bogey auf 36 Löchern notieren. Allerdings fand der Rohrmooser bei seinen ersten zwei Runden auch nur fünf Birdies, was angesichts der guten Scores schlicht zu wenig ist. Diese Quote wird er nun am Samstag in Kingsbarns mehr als verdoppeln müssen, will er den Cut der Top 60 noch stemmen.

Er beginnt die Runde dann ganz ähnlich wie auch seine Auftritte am Old Course und in Carnoustie: mit sicheren Pars. Damit macht er zwar keine Fehler und hält weiterhin bei lediglich einem einzigen Bogey im Turnier, der Cutmarke kommt er so jedoch auch nicht näher. Erst auf der 6 bricht dann endlich der harntäckige Bann und der Schladming-Pro tastet sich mit seinem ersten Birdie des Tages etwas näher an die Cutmarke heran.

Das erste Birdie scheint Matthias richtiggehend aufgeweckt zu haben, denn am Par 3 der 8 darf er sich nur kurz darauf über das nächste Erfolgserlebnis freuen und pirscht sich damit nun doch bereits spürbar an die gezogene Linie heran. Statt am Par 5 kurz vor dem Turn endgültig die Cuthürde mit einem weiteren Birdie zu überspringen, entpuppt sich die lange Bahn sogar als Spielverderber, denn mit seinem zweiten Bogey im Turnier, rückt das “rettende Ufer” wieder in einige Entfernung.

Heiße Phase

Matthias beißt aber und holt sich nicht nur den eben verlorengegangenen Schlag sofort auf der 10 wieder zurück, sondern legt auf der 11 gleich noch ein Birdie nach. Dass er nun so richtig “on fire” ist unterstreicht er auf der 12, denn das Par 5 bewältigt er kurzerhand mit nur drei Schlägen und verschafft sich so in Windeseile sogar bereits einen kleinen Puffer auf die prognostizierte Cutmarke.

Mit einem Par 3 Bogey auf der 15 findet die heiße Phase dann jedoch ein jähes Ende und Matthias rutscht wieder bis an die gezogene Linie bei 8 unter Par zurück. Nur Minuten später klettert der Cut sogar auf -9 und da der 24-jährige auf den letzten Bahnen Birdies verpasst, muss er sich nach Rang 10 im letzten Jahr heuer nach der 68 (-4) und auf Platz 62 mit einem Missed Cut anfreunden. In der Teamwertung rangiert er mit Partner Wladimir Klitschko auf Rang 142.

“Es ist immer bitter den Cut um einen Schlag zu verpassen. Es gab leider in dieser Woche in meinem Spiel mehrere Fehler wo ich diesen Schlag liegen ließ. Mehr wäre möglich gewesen. Trotzdem überwiegt das Positive, ich habe gute und wichtige Turniererfahrung gesammelt und drei gute Tage mit Wladimir Golf spielen können. Nächste Woche ist für mich Pause und danach geht es mit dem nächsten Rolex Series Turnier in Rom weiter”, so Matthias, der wie Landsmann Bernd Wiesberger kommende Woche pausiert, nach der Runde.

Deutlich vorbei

Noch deutlich düsterer als bei Matthias Schwab sieht es vor der dritten Runde bei Bernd Wiesberger aus, denn der Oberwarter kam beim Links-Festival weder in Carnoustie noch in Kingsbarns richtig ins Laufen. Bei einem Gesamtscore von nur 1 unter Par wird der sechsfache Europen Tour Sieger am Old Course wohl eine Runde rund um die 64 benötigen, soll sich der Cut noch ausgehen.

Der Start verläuft auch nach Maß, denn mit einem Birdie auf der 1 taucht er von Beginn an in die roten Zahlen ab. Auf den Geschmack gekommen ringt er auch der 3 einen Schlag ab und sorgt so für den erhofften tiefen Auftakt in die dritten Runde. Diesen trübt er sich dann auf der 4 aber spürbar ein, denn da er vom Par 4 erst nach fünf Schlägen wieder wegkommt, erschwert er sich die Mission “Cut stemmen” doch erheblich.

Erst die 9 lässt dann wieder ein Birdie springen, was bedeutet, dass dem Burgenländer langsam aber sicher die Löcher abhanden kommen um die benötigten roten Einträge noch aufs Tableau zaubern zu können. Ein Par 3 Bogey auf der 11 besiegelt dann aber wohl endgültig bereits vorzeitig das Verpassen des Finaltages. Immerhin kann er sich nicht nur den eben verlorengegangenen Schlag wieder zurückholen, sondern nimmt auf der 14 noch ein weiteres Birdie mit.

Zwar lässt dann zum Abschluss auch die 18 noch einen Schlag springen und er notiert mit der 68 (-4) seine deutlich beste Runde der Woche, den Cut verpasst der 3. im Race to Dubai aber doch deutlich und geht somit beim 5 Millionen Turnier in Schottland heuer als 94. leer aus. In der Teamwertung wird er mit Partner Kevin Pietersen 86.

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Fehlerlos hinterher

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Matthias Schwab glänzt zwar mit einer fehlerlosen Performance, findet beim Links-Spektakel am Freitag allerdings erneut zu wenige Birdies, weshalb er vor der dritten Runde der Cutmarke hinterherjagt. Bernd Wiesberger kommt in Schottland weiterhin nicht auf Touren.

So richtig ins Rollen wollten Matthias Schwab und Bernd Wiesberger zum Auftakt beim schottischen Links-Spektakel noch nicht kommen. Schwab zeigte sich allerdings mit seinem langen Spiel am Old Course durchaus zufrieden, ließ aber etliche Möglichkeiten auf den Grüns ungenützt verstreichen. Am Freitag hat er mit Carnoustie nun die wohl zäheste der drei Wiesen vor der Nase und hofft mit Pro-Am Partner Wladimir Klitschko auf einen starken zweiten Spieltag.

Der Start verläuft am Freitag durchaus souverän, denn mit anfänglichen Pars verpasst er zwar am Par 5 der 12 ein schnelles Birdie, macht allerdings in Carnoustie auch keinen Fehler. Da sich dann die 14 mit einem roten Eintrag als gewinnbringend erweist, kann er sich mit dem Start auf der zähen Links-Wiese durchaus zufrieden zeigen.

Wie schon am Vortag spult Matthias auch am Freitag wieder souverän und sicher die Bahnen ab. Zwar muss er sich bis zum nächsten Birdie – die 4 hat er wieder gut im Griff – länger in Geduld üben, er vermeidet in Carnoustie aber auch weiterhin gekonnt Fehler.

Bis zum Schluss bleibt er auf dem anspruchsvollen Gelände ohne jeglichen Makel, kann sich mit der bogeyfreien 70 (-2) aber dennoch nur bedingt zufrieden zeigen, denn mit nur zwei Birdies geizt er auch bei der gewinnbringenden Quote und büßt so vor der dritten Runde sogar Plätze ein. In Kingsbarns muss er nun vom 94. Platz aus gehörig aufs Gaspedal drücken um am Samstag den Cut der besten 60 noch stemmen zu können.

“Ein Bogey auf den ersten 36 Löchern ist gut, aber nur fünf Birdies sind für eine Spitzenplatzierung einfach zu wenig. Es war heute ähnlich wie gestern, denn ich konnte wieder wirklich gute Birdiechancen nicht nützen. Viel Spaß hatte ich mit Wladimir Klitschko auf der Runde, obwohl wir auch in der Teamwertung nicht richtig weit vorne sind”, fasst Matthias Schwab, der in der Teamwertung nach der 69 (-3) Rang 148 belegt, seine Runde in Carnoustie zusammen.

Schleppend durch Schottland

Bernd Wiesberger legte am Donnerstag in Carnoustie los wie von der Tarantel gestochen und lag schon recht früh bei 4 unter Par. Nachdem allerdings ein Ball knapp Out of Bounds zum liegen kam verlor der Burgenländer den Rhythmus und brachte am Ende nur die 72 (Par) zum Recording. Am Freitag muss er nun mit Spielpartner Kevin Pietersen in Kingsbarns ran.

Schon früh hat der Oberwarter aber erneut einige Schwierigkeiten, denn das Par 3 der 2 lässt ihn erst nach vier Schlägen weiterziehen, womit er sich den Rucksack zur Aufholjagd immer schwerer belädt. Allerdings locht er gleich auf der nächsten Bahn den fälligen Birdieputt und arbeitet sich so postwendend wieder auf Level Par zurück.

Nach längerer Zeit hat er dann nach einem weiteren Birdie auf der 6 wieder ein Minus als Vorzeichen. Richtig ins Rollen kommt er aber auch nach seinem zweiten Birdie nicht, denn nach etlichen Pars erwischt es ihn auf der 11 auch mit dem zweiten Bogey, womit er wieder bei Even Par hängenbleibt. Zumindestens verweilt er nicht lange am Ausgangspunkt, denn auf der 14 taucht er einmal mehr in die roten Zahlen ab.

Diesmal kann er diesen nicht nur verweilen, sondern drückt mit einem Par 5 Birdie auf der 16 sein Score sogar noch etwas weiter in den Minusbereich. Doch erneut zeigt sich, dass es bislang in dieser Woche bei Bernd einfach noch nicht wirklich rund laufen will, denn ein darauffolgendes Bogey lässt ihn vom hinteren Leaderboardbereich einfach nicht emporkommen.

Schlussendlich steht er nach 71 (-1) Schlägen wieder im Clubhaus und kann sich damit in Kingsbarns wohl auf keinen Fall zufrieden zeigen, denn auf dem Par 72 Terrain wäre am Freitag auch eine ganz tiefe Runde wohl ohne weiteres möglich gewesen. Vom 133. Platz aus muss Bernd am Samstag am Old Course nun wohl unglaublich tief schießen, denn man kann wohl davon ausgehen, dass er einen Score rund um die 65 benötigen wird um noch in den Finaltag cutten zu können. In der Teamwertung rangiert er mit Kevin Pietersen nach der 68 (-4) auf Platz 139.

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Ausbaufähig

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Matthias Schwab und Bernd Wiesberger legen beim Links-Spektakel in St. Andrews, Kingsbarns und Carnoustie nur einen verhaltenen Auftakt hin und müssen an den kommenden Tagen wohl zulegen um den Cut nicht zu verpassen.

Das schottische Double peilt Scottish Open-Champion Bernd Wiesberger auf den drei Linksklassikern von St. Andrews, Kingsbarns und Carnoustie an. Bei der Alfred Dunhill Links Championship hatte der Burgenländer zuletzt vor drei Jahren mit einem 7. Platz aufgezeigt. Matthias Schwab stellte gleich im Vorjahr, bei seinem Debüt mit einem 10. Platz seine Links-Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis.

Das elitäre Pro-Am mit 5 Millionen Dollar Preisgeld wartet heuer mit dem besten Feld der Geschichte auf, nachdem Rory McIlroy (NIR), Justin Rose (ENG), Jon Rahm (ESP), Tony Finau (USA) oder Tommy Fleetwood (ENG) weiterhin dem europäischen Golfrasen den Vorzug gegenüber der PGA Tour geben. Bernd Wiesberger beginnt am Donnerstag in Carnoustie, was voraussichtlich wohl erneut die schwierigste der drei Wiesen sein wird. Matthias Schwab muss zum Auftakt am Old Course ran.

Gleich zu Beginn findet sich der 24-jährige dann auch durchwegs gut zurecht, denn mit anfänglichen Pars legt er einen souveränen Start hin, kann damit im Klassement jedoch noch nicht in die geplanten Regionen vorstoßen. Auf der 7 ist es dann aber soweit und der Rohrmooser sackt sein erstes Birdie ein. Auch danach zeigt sich Matthias unglaublich sicher, hält Fehler gekonnt fern und darf sich kurz vor dem Turn auf der 9 über das zweite Birdie freuen.

Ganz sicher spult Matthias auch weiterhin die Bahnen ab, kommt mit den vielen Pars aber nicht wirklich mit den guten Scores mit. Da ihm dann das berühmte Road Hole mit dem Abschlag übers Hotel noch dazu das erste Bogey aufbrummt, rutscht er sogar unangenehm am Leaderboard zurück.

Den Schlag holt sich der Schladming-Pro am Old Course am Schlussloch aber prompt wieder zurück und marschiert so mit der 70 (-2) über die Ziellinie, womit er sich angesichts der tiefen Scores als 78. knapp hinter der Cutmarke einreiht. In der Teamwertung belegt er mit Spielpartner Wladimir Klitschko nach der 68 (-4) Rang 107.

“Es wäre heute sehr viel mehr möglich gewesen als die 70. Das Wetter in St. Andrews und mein langes Spiel waren gut, aber im Putten hab ich einige sehr gute Möglichkeiten liegengelassen”, beschreibt er nach seiner Runde das Hauptproblem des ersten Spieltages.

Guten Start verspielt

Bernd Wiesberger hat Carnoustie gleich zu Beginn gut im Griff, denn nach zwei anfänglichen Pars geht sich schon am Par 5 der 12 das erste Birdie aus, das ihn rasch in die richtige Richtung pusht. Auch danach marschiert er richtiggehend “on fire” über den Platz, denn da er am zweiten Par 5 sogar ein Eagle mitnimmt, kommt er in Windeseile im lukrativen Bereich des Leaderboards an.

Der Oberwarter zeigt auch in Folge starkes Golf und absolviert die ersten neun Bahnen in Carnoustie ohne jeglichen Makel. Die Frontnine beginnen dann ganz ähnlich wie seine ersten neun Bahnen, denn schon die 2 erweist sich wieder als gewinnbringend und hievt den Burgenländer mit seinem zweiten Birdie des Tages schon auf 4 unter Par.

Wie aus dem Nichts erwischt es Bernd dann aber richtig hart, denn auf der 6, dem einzigen Par 5 der Frontnine, geht der Ball Zentimeter Out of Bounds und er kommt so nur mit dem Doppelbogey davon, was ihn klarerweise im Klassement zurückwirft. Die Doublette kostet auch sichtlich den Rhythmus, denn auch die 7 erweist sich als Spielverderber und hängt Bernd prompt den nächsten Fehler um.

Die schlechte Phase will dann auch zum Abschluss der Runde einfach kein Ende finden, denn mit einem weiteren Schlagverlust auf der 9 gibt er sogar noch das Minus als Vorzeichen aus der Hand und legt so mit der 72 (Par) und als 121. nur einen sehr verhaltenen Start ins Turnier hin. In der Pro-Am Wertung rangiert er mit Partner Kevin Pietersen nach der 68 (-4) wie sein Landsmann auf Platz 107.

Die Führung schnappt sich Justin Walters (RSA) nach einer 63 (-9) am Old Course.

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Bernd Wiesberger 2015

Topbesetztes Links-Spektakel

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – VORSCHAU: Bernd Wiesberger und Matthias Schwab stecken ab Donnerstag beim schottischen Links-Spektakel inmitten der Weltelite ihre Tees in den altehrwürdigen Boden von St. Andrews, Kingsbarns und Carnoustie.

Ab Donnerstag steht mit den Alfred Dunhill Links Championship ein absolutes Traditionsturnier am European Tour Kalender. Das Pro-Am Event wird auch heuer wieder auf drei der berühmtesten Links-Kurse der Welt ausgetragen. Einmal mehr profitiert Europa vom frühen Saisonende in den Vereinigten Staaten, denn wie schon letzte Woche in Wentworth ist auch in Schottland wieder die absolute Weltelite vertreten.

Neben FedEx Cup-Champion Rory McIlroy (NIR), dem ehemaligen US-Open Champion Justin Rose (ENG) stecken auch Champion Golfer of the Year Shane Lowry (IRL), Jon Rahm (ESP), Tommy Fleetwood (ENG) oder Tony Finau (USA) ihre Tees in den geschichtsträchtigen Boden. Mittendrin mit Bernd Wiesberger und Matthias Schwab auch beide österreichischen Asse, die bereits in den letzten Jahren unter Beweis stellten, dass ihnen das 5 Millionen US-Dollar Turnier durchaus liegt.

Bei beiden heimischen Protagonisten hat man irgendwie das Gefühl, als würde nicht viel fehlen bis es wieder so richtig klickt. Nach den eingeschobenen Materialtests vor einigen Wochen hat Bernd Wiesberger sein Spiel mittlerweile wieder richtig auf Schiene, wie der neue Platzrekord in Hamburg und drei durchaus sehenswerte Runden in Wentworth zeigten, womit er auch auf Platz 12 in der Ryder Cup Qualifikation eingestiegen ist. Im Hinblick auf den Kontinentalvergleich helfen Bernd nur bei den ganz großen Events absolute Spitzenplätze wirklich weiter um sich ernsthaft für Team Europe empfehlen zu können.

Gerade in Schottland könnte vom Oberwarter aber viel zu erwarten sein, triumphierte er doch erst unlängst bei den Scottish Open im Rahmen der Rolex Series. Die Nummer 3 im Race to Dubai wird in St. Andrews auch alles daran setzen die Jagd auf Shane Lowry und Jon Rahm auf den Plätzen 1 und 2 so richtig zu eröffnen. Zwar spielte der sechsfache European Tour Champion im Jahr 2016 das letzte Mal beim Traditionsturnier, nahm damals aber einen starken 7. Rang mit und wurde im Jahr davor sogar beachtlicher 4. Ein 14. und ein 12. Rang in den Saisonen zuvor unterstreichen, dass sich Bernd auf den drei Locations durchaus wohlfühlt.

Kein Neuland mehr

Auch für Matthias Schwab stellen die Alfred Dunhill Links Championship kein Neuland mehr dar. Zwar konnte der 24-jährige in seiner Karriere erst einmal auf den drei Plätzen ihm Rahmen des Turniers zu Werke gehen, absolvierte seine Links-Pro-Am Premiere aber mit Bravour und fuhr mit einem 10. Platz im Gepäck zurück zum Flughafen.

Auch beim Rohrmooser hat man das Gefühl, dass es wohl nicht mehr wirklich lange dauern kann, bis er den letzten Schritt zum ganz großen Wurf machen kann. Zwar lief es in Wentworth nicht durchgehend nach Plan, ein 28. Platz inmitten der Weltelite beim Flaggschiff Event der Tour ist aber alles andere als schlecht und mit einem 2., einem 8. und einem 5. Rang bei den Turnieren zuvor, klopfte Matthias bereits vehement an der Siegertür an.

Das Wetter wird sich aller Voraussicht nach ziemlich britisch und somit passend zum Links-Klassiker präsentieren. Jeden Tag sind Spitzenwerte von in etwa 15 bis 16 Grad Celsius wohl das Höchste der Gefühle. Typischer schottischer Nieselregen und wohl eine eisige Brise vom Meer sorgen für bestes schottisches Spätsommerwetter, dass beim Pro-Am wohl auch Entertainmentgrößen wie Bill Murray, Justin Timberlake und Co genießen werden.

Los geht es für Matthias Schwab am Old Course um 11:06 MEZ. Bernd Wiesberger startet um 11:17 MEZ in Carnoustie. Da das Turnier auf drei Plätzen ausgetragen wird, greift der Cut in dieser Woche erst am Samstag und lässt anders als bei “normalen” Europen Tour Turnieren statt 65 auch nur 60 Spieler in den finalen Sonntag.

Als Spielpartner hat Matthias Schwab niemand geringeren als den ehemaligen Weltmeister im Schwergewicht Wladimir Klitschko. Bernd Wiesberger dreht mit dem ehemaligen Captain des englischen Cricketteams Kevin Pietersen seine Runden.

 

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Kostspielige Doublette

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – FINAL: Matthias Schwab liegt lange Zeit auf Kurs zu einem Top 5 Ergebnis, stolpert auf seiner Schlussbahn aber über ein Doppelbogey und lässt so einiges an Preisgeld liegen. Mit Rang 10 löst er aber das Ticket fürs British Masters kommende Woche.

Matthias Schwab präsentierte sich in dieser Woche von Beginn an von seiner allerbesten Seite und zeigt, dass er nach den verpassten Cuts in Schottland und Irland früher in der Saison mittlerweile seine Links-Form eindeutig gefunden hat. Die grandioseste Leistung zeigte er mit Sicherheit zum Auftakt am Donnerstag, denn bei Starkwind wartete mit Carnoustie gleich die zäheste der drei Wiesen auf den Aufsteiger. Mit einer 69 (-3) war er gemeinsam mit Marcus Fraser (AUS) der einzige Spieler, der an dieser Wirkungsstätte am ersten Spieltag einen roten Score zum Recording brachte.

Auch am Freitag hatte der Vanderbilt Absolvent alles perfekt im Griff und nahm vom Old Course eine fehlerlose 67 (-5) mit, womit er als erster Verfolger die Samstagsrunde in Kingsbarns in Angriff nahm. Am scorefreundlichsten Platz hatte er dann aber einigermaßen zu kämpfen und lag nach 9 Bahnen bereits bei 3 über Par, ehe er auf den Frontnine zu einer Aufholjagd ansetzte und sich tatsächlich noch zu einer 71 (-1) spielte, die ihn als 7. in den Finaltag einziehen ließ.

Road Hole im Weg

Durch eine Sturmwarnung entschieden sich die Veranstalter am Sonntag im Home of Golf – noch einmal wird am altehrwürdigen Old Course gespielt – für einen Kanonenstart, was Matthias gemeinsam mit dem amtierenden US Open Champion Brooks Koepka (USA) und Edoardo Molinari (ITA) gleich als erstes Loch die weltberühmte 17 vor die Nase setzt. Das Road Hole erweist sich zum Start auch alles andere als gewinnbringend und brummt dem Rookie sofort ein Bogey auf.

Der anfängliche Fehler beeindruckt Matthias aber zunächst kaum, denn bei schwierigen Windverhältnissen – schon in der Früh bläst es teilweise unangenehm – nimmt er danach zwei recht sichere Pars mit. Erst die 2 erweist sich dann wieder als etwas zu harte Nuss und brockt ihm recht rasch einen weiteren Fehler ein, den er aber postwendend wieder egalisiert und so an den Top 10 dranbleibt.

Der erste rote Eintrag bringt auch das Spiel des Steirers wieder voll auf Schiene, denn das einzige Par 5 der Frontnine nützt er danach perfekt aus und taucht mit einem Eagle erstmals am Finaltag in den Minusbereich ab. Da danach auch die 7 einen Schlaggewinn für Matthias bereithält, schlägt die Runde langsam aber sicher eine angenehme Richtung ein.

Das bringt seinen Birdiemotor nun so richtig auf Touren, denn nach einem gefühlvollen Dreieinhalbmeterputt darf er auf der 9 schon das nächste Birdie eintragen. Am Par 3, der 11 lässt das Gefühl für die Grüns dann aber kurzzeitig aus, denn mit einem Dreiputt-Bogey muss er einen Schlag wieder abgeben.

Bei immer stärker werdenden Wind haben die Spieler dann teilweise sprichwörtlich alle Hände voll zu tun um das Score zusammenzuhalten, was bei Matthias am Par 5 der Backnine nicht gelingen will. Nach einem recht soliden Par auf der 15 erwischt es ihn dann aber auf der 16 zum Abschluss ganz ganz hart, denn das Par 4, lässt ihn nur nach sechs Schlägen den Weg zum Recording antreten und hängt ihm so noch eine abschließende 73 (+1) um.

Einiges liegengelassen

Der Score an sich ist angesichts der vorherrschenden Verhältnisse nicht das große Problem, die Auswirkungen des Doppelbogeys tun aber vor allem am Preisgeldkonto weh. Mit einem Par hätte er sogar einen fantastischen 5. Platz mitgenommen, der ihm rund 180.000 Euro eingebracht hätte und ihn außerdem ganz klar auf Kurs in Richtung Final Series gebracht hätte.

Zwar fährt er auch mit Platz 10 die 74.208 Dollar ein, was ihn ebenfalls näher an die Turkish Airlines Open ab 1. November heranbringt, der späte Fehler kostet ihm aber um die 100.000 Euro, was zeigt wie hart Golf teilweise sein kann. Als Trostpreis darf er aber nächste Woche auch beim British Masters aufteen, da er mit dem 10. Platz das Startticket löst.

“Wie sagt man so schön: Es wäre mehr drinnen gewesen. Heute war das tatsächlich so. Die letzten drei Löcher habe ich leider fehlerhaft gespielt, deshalb muss ich mit dem geteilten 10. Platz zufrieden sein. Positiv ist, dass die Spielberechtigung für 2019 fix ist und ich nächste Woche die British Masters spielen kann”, zieht Matthias Schwab nach dem, trotz des zähen Endes guten Turniers, etwas zwiespältig Bilanz.

Den Sieg schnappt sich Lucas Bjerregaard (DEN), der sich zum Abschluss sogar ein Bogey erlauben kann um nach der 67 (-5) bei gesamt 15 unter Par zu triumphieren. Der Däne macht damit auch Tyrrell Hatton (ENG) einen Strich durch die Hattrick-Rechnung, denn der Engländer hätte heuer die Chance gehabt das Turnier zum dritten Mal in Folge zu gewinnen, muss sich nun aber mit Rang 2, gemeinsam mit Landsmann Tommy Fleetwood, zufrieden geben.

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Kurve noch gekratzt

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – 3. RUNDE: Matthias Schwab hat in Kingsbarns auf seinen ersten neun Löchern mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, kratzt aber noch rechtzeitig die Kurve und startet nach der 71 aus den Top 10 in den Finaltag.

Matthias Schwab zeigte sich an den ersten beiden Spieltagen von seiner besten Seite. Zunächst notierte der Steirer als einer von nur zwei Spielern am Donnerstag in Carnoustie mit der 69 (-3) eine rote Runde und legte am Freitag am Old Course eine fehlerlose 67 (-5) nach, was ihn als ersten Verfolger von Lucas Bjerregaard (DEN) und Andrea Pavan (ITA) in den Samstag starten lässt.

Am dritten Spieltag wartet nun noch mit Kingsbarns die traditionell scorefreundlichste Wiese auf den Schladminger. Der Cut der besten 60 sollte für Matthias ohnehin kein Thema mehr sein, eher geht es darum sich mit einer ähnlich starken Leistung wie an den ersten beiden Tagen ganz vorne einzureihen.

Mehr Krampf als Kampf

Mit einem anfänglichen Par auf der 10 macht er zu Beginn seiner dritten Runde noch nichts falsch, tritt sich danach auf der 11 aber ein frühes Bogey ein, das ihn doch spürbar im Klassement zurückfallen lässt. Am Par 5 danach kann er noch keinen Konter setzen, was für einen doch eher ernüchternden Start in den dritten Spieltag sorgt.

Auch danach ist er weiter auf der Suche nach der Leichtigkeit der ersten Tage, denn das bereits zweite Bogey des Tages wirft ihn auf der 14 sogar aus den Top 10 und da es nur eine Bahn mit dem schon dritten Schlagverlust noch weiter im Klassement retour geht, droht am Samstag ein richtiger Absturz.

Zurück in die Spur

Erst nach dem Turn kann der Rohrmooser dann auf der 1 auch das erste Birdie aufsammeln und holt sich so einen Schlag wieder zurück. Das scheint Matthias endgültig auf die richtige Spur zu bringen, denn das Par 5, der 3 hält das nächste Erfolgserlebnis bereit und da ihm auch die 6 wohlgesonnen ist, gleicht er sein Tagesergebnis bei sehr ruhigen Windverhältnissen wieder auf Level Par aus.

So richtig auf den Geschmack gekommen ringt er auch dem Par 5, der 9 noch einen abschließenden Schlaggewinn ab und bringt so trotz der zähen Backnine tatsächlich noch seine dritte rote Runde in Folge ins Clubhaus. Nach der 71 (-1) büßt Matthias zwar ein paar Ränge ein, startet aber immerhin als starker 7. in den Finaltag, wo nun am Sonntag noch einmal der Old Course auf den Schladminger wartet.

“Es wäre heute nicht schwer gewesen gut zu spielen und tief zu scoren. Das Wetter war für Schottland super mit Sonne und wenig Wind. Der Platz ist auch in sehr gutem Zustand. Die Bogeys resultierten auch kleinen Fehlern. Jedesmal wenn der Ball in einem der tiefen Pottbunker lag wars ein Schlagverlust. Die vier Birdies auf den Frontnine entschädigten einigermaßen”, spart Matthias Schwab nicht mit Selbstkritik.

Ein Top 10 Ergebnis würde Matthias auch das Saisonfinish noch zusätzlich versüßen, denn so würde er sich sogar noch einen Startplatz fürs British Masters erspielen. Titelverteidiger Tyrrell Hatton (ENG) ist am Samstag eine Klasse für sich und marschiert mit einer 66 (-6) am Old Course und bei gesamt 14 unter Par unwiderstehlich an die Spitze.

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Home sweet home

ALFRED DUNHILL CHAMPIONSHIP – 2. RUNDE: Matthias Schwab fühlt sich auch im Home of Golf wie zu Hause und nimmt vom Old Course eine fehlerlose 67 mit, die ihn als ersten Verfolger in den dritten Spieltag gehen lässt.

Matthias Schwab legte zum Auftakt im Starkwind eine wahre Glanzleistung hin und notierte in Carnoustie – einmal mehr präsentiert sich die majorerprobte Par 72 Wiese als zähestes Terrain – eine 69 (-3), womit er neben Marcus Fraser (AUS) an dieser Wirkungsstätte der einzige Spieler unter Par war.

Am Freitag steht er nun am Old Course im Home of Golf in den Teeboxen, wo er, wie sich im Nachhinein herausstellt, nahtlos an die starke Auftaktleistung von Carnoustie anknüpft. Am Samstag muss der Schladminger dann noch in Kingsbarns ran, ehe der Cut beim Traditions-ProAm nach der dritten Runde nur die besten 60 in den Finaltag einziehen lässt.

Alles im Griff

Der Old Course erweist sich für Matthias schon auf der 1 gnädig, denn mit solidem Spiel von Tee bis Grün lässt das Eröffnungsloch sofort ein Birdie springen. Dank weiterhin sehr soliden Spiels behauptet er auch auf den nächsten Löchern seine Spitzenposition.

Das einzige Par 5 der Frontnine kann er zwar nicht zu einem weiteren Birdie überreden, er holt den versäumten Schlaggewinn aber auf der 7 nach und da er auf der 9 den bereits dritten roten Eintrag findet, ist der Rohrmooser zur Halbzeit seiner Runde sogar als alleiniger Taktgeber unterwegs.

Ohne wackler übers Road Hole

Auch auf den Backnine hat der Aufsteiger St. Andrews perfekt im Griff und spult weitere ganz souveräne Pars ab. Auf der 16 ergibt sich dann wieder eine gute Birdiechance, die sich Matthias aus gut zwei Metern nicht vom Putter nehmen lässt. Auch das weltberühmte Road Hole, das Bernd Wiesberger schon öfters den Nerv gezogen hat, stellt den Rookie vor keinerlei Probleme und da er auch die 18 noch zu einem Birdie überredet, unterschreibt er schließlich die fehlerlose 67 (-5).

Matthias Schwab hält damit nach 36 gespielten Links-Löchern bei bereits neun Birdies und nur einem einzigen Schlagverlust, was die Beständigkeit des Rookies in dieser Woche mit Nachdruck hervorhebt. Bei besseren Bedingungen als noch zum Auftakt muss er zwar Lucas Bjerregaard (DEN) (65 in Kingsbarns) sowie Andrea Pavan (ITA) (63 in Kingsbarns) knapp den Vortritt lassen, geht aber bei nur einem Schlag Rückstand als erster Verfolger in den Samstag, wo nun noch Kingsbarns auf den Steirer wartet.

Mit der bogeyfreien Performance zeigt er sich klarerweise durchaus zufrieden, wie er nach der Runde auch selbst sagt: “Es war schön heute bei weniger Eind als gestern in Carnoustie den Old Course zu spielen. Ich hatte heute keine größeren Schwierigkeiten, spielte solides bogeyfreies Golf mit fünf Birdies. Das war schon sehr okay.”

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Glanzleistung

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – 1. RUNDE: Matthias Schwab legt beim schottischen Links-Festival in Carnoustie mit einer 69 einen Start nach Maß hin und biegt im absoluten Spitzenfeld auf den Old Course ab.

Chubby Chandler zog im Hintergrund ein paar Fäden und verschaffte Matthias Schwab eine Einladung zur Dunhill Links Championship. Somit kommt der Schladminger im Saisonfinish nicht nur zu einem weiteren Turniereinsatz, sondern hat auch angesichts von 5 Millionen Dollar Preisgeld die Chance auf einen richtig dicken Scheck.

Der 23-jährige Tourneuling muss sich auf den schottischen Klassikern von St. Andrews, Carnoustie und Kingsbarns von seiner klar besten Seite zeigen um nach drei Runden bei dem riesigen Starterfeld unter den Top 60 sein zu können, da sich nur diese am Sonntag am Old Course das Preisgeld ausspielen.

Stabil durch den Wind

Der Start gelingt Matthias auf der zähesten der drei Wiesen, in Carnoustie, mit zwei anfänglichen Pars dann auch sehr souverän und da er danach auf der 3 sogar das erste Birdie findet, reiht er sich schon rasch in sehr angenehmen Gefilden des Leaderboards ein. Mit ganz solidem Spiel bleibt er dem roten Bereich auch danach treu und belohnt sich kurz vor dem Turn auf der 9 für sein geduldiges und stabiles Spiel im schottischen Starkwind, was ihn bei einem Gesamtscore von 2 unter Par auf die Backnine abbiegen lässt.

Auf der 12 nützt er dann das nächste Par 5 gewinnbringend aus und hat neben seinem Namen kurzzeitig sogar die “1” aufleuchten. Zwar erwischt es den Rookie dann bei den unglaublich schwierigen Verhältnissen auch mit dem ersten Fehler, er lässt sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und holt sich den eben erst abgegebenen Schlag postwendend wieder zurück.

Fast gelingt dann auf den letzten beiden Bahnen sogar wieder der Sprung an die Spitze, die Birdieputts verfehlen ihr Ziel aber um haaresbreite. Schließlich steht Österreichs heißeste Zukunftsaktie mit der 69 (-3) wieder im Ziel und startet so als 3. aus der ersten Verfolgerposition – lediglich Marcus Fraser (AUS) in Carnoustie und Matt Wallace am Old Course benötigen noch um einen Schlag weniger als Matthias – in den zweiten Spieltag, wo nun der St.Andrews auf ihn wartet.

Sicher von Tee bis Grün

Wie unglaublich sicher Matthias Schwab zum Auftakt wirklich agiert zeigt ein Blick auf die Scores. Als wäre die starke Platzierung nicht ohnehin bereits aussagekräftig genug, der Rohrmooser ist in Carnoustie neben Fraser der einziger Spieler, der eine Runde unter Par zum Recording bringt, was einer absoluten Glanzleistung gleich kommt und mit Sicherheit auch das Selbstvertrauen noch einmal um eine Nuance nach oben schraubt.

“Der Platz spielte sich bei dem starken Wind relativ schwer. Ich musste zum Beispiel auf der 17 gleich zweimal mein Holz 3 voll schlagen um das Green zu erreichen. Mit meinem Spiel war ich heute zufrieden und das Scoring war heute auch okay”, bilanziert Matthias nach der starken Runde recht zufrieden.

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Beim Links-Festival

ALFRED DUNHILL LINKS CHAMPIONSHIP – VORSCHAU: Matthias Schwab steht dank einer Einladung beim Links-Klassiker in Schottland am Start und hofft sich ein gutes Stück vom 5 Millionen Preisgeldkuchen abschneiden zu können.

Dank seines guten Managements – Chubby Chandler zog im Hintergrund ein paar Fäden und bescherte dem Rohrmooser einen Startplatz – steht Matthias Schwab beim Links Klassiker der European Tour am Abschlag. Beim Pro-Am mit über 200 Akteuren wird wie gewohnt mit St. Andrews, Carnoustie und Kingsbarns auf drei der bekanntesten Golfwiesen der Welt gespielt.

Der 23-jährige wird sich in Schottland auf jeden Fall von seiner allerbesten Seite zeigen müssen, denn durch das Pro-Am Format und den drei Plätzen greift der Cut erst nach der Samstagsrunde ein und trennt im wahrsten Sinne des Wortes die Spreu vom Weizen, denn lediglich die besten 60 dürfen am Sonntag im Home of Golf am Old Course noch um den Titel kämpfen.

Linksform finden

Der Schladming-Pro wird also rasch seine Links-Form finden müssen um sich einen Teil des 5 Millionen Euro Preisgeldkuchens sichern zu können. So richtig wollte es in dieser Saison auf Linkswiesen nicht laufen, denn sowohl in Schottland als auch in Irland verpasste Matthias in diesem Jahr den Wochenendeinzug.

Der Wetterbericht verspricht in dieser Woche laut derzeitiger Prognose sogar eher untypisches Wetter. Zwar soll das Quecksilber nur leicht über 10 Grad Celsius klettern, der Regen sollte sich aber ab Donnerstag eher zurückhalten, was angesichts zu erwartender Sechsstundenrunden wohl ein großer Vorteil für die Spieler sein sollte.

Los geht es für Matthias Schwab am Donnerstag um 11:06 MEZ auf der wohl zähesten der drei Plätze in Carnoustie. Am Freitag muss er um 10:11 MEZ am Old Course ran und zum Abschluss des Kurs-Triples wartet am Samstag um 11:50 MEZ noch Kingsbarns auf den Aufsteiger. Die Pro-Am Wertung bestreitet Matthias mit Gordon MacKenzie. Ryder Cupper Tyrrell Hatton (ENG) beginnt seine Titelverteidigung am Donnerstag um 11:28 MEZ in Kingsbarns.

 

>> SKY überträgt Live und in HD von den Alfred Dunhill Links Championship.

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An der Quote gescheitert

RICOH WOMEN’S BRITISH OPEN – 2. RUNDE: Chrissie Wolf spult auch am Freitag zum größten Teil eine solide Runde ab, scheitert in Kingsbarns bei ihrem ersten Major als Proette aber an der zu geringen Birdiequote und muss am Wochenende bereits zusehen.

Christine Wolf entwickelte in letzter Zeit einen Faible für die letzten Sekunden. Schon bei den Ladies Scottish Open cuttete sie am letzten Drücker noch ins Weekend und am Montag sicherte sie sich im Stechen den letzten Startplatz für die Ricoh Women’s British Open in Kingsbarns.

Angespornt von der ersten Majorqualifikation als Proette – als Amateurin war die Tirolerin schon einmal 2011 bei den US Women’s Open am Start – legt sie auf der berühmten Par 72 Wiese von Kingsbarns mit einer Par-Runde auch einen gelungenen Start hin, hat allerdings etwas das Pech, dass sich die Verhältnisse am Nachmittag nicht spürbar veränderten, weswegen sie nur knapp hinter der Cutmarke in den zweiten Spieltag startet.

Stotternder Birdiemotor

Erneut beginnt sie dann die Runde grundsolide, kann mit Pars aber keine Ränge gutmachen und muss am Par 4, der 6 noch dazu ein Bogey einstecken, worauf sie auf den Frontnine nicht mehr reagieren kann. Erst nach dem Turn keimt am Par 5, der 11 mit dem ersten roten Eintrag wieder Hoffnung auf, ein Bogey und ein darauffolgendes Doppelbogey werfen sie auf der 13 und der 14 dann aber richtig weit zurück.

Zwar setzt sie mit weiterem Par 5 Birdie auf der 15 und einem abschließenden Erfolgserlebnis auf der 18 noch einmal gute Konter, schlussendlich geht sich der Cut mit der 73 (+1) und auf Rang 86 aber knapp nicht aus. Damit bleibt Natascha Fink im Jahr 2004 die bislang einzige Österreicherin, die bei einem Damenmajor das Wochenende erreicht hat. Sie wurde damals 31. und sorgte am Finaltag mit einem Hole in One sogar für das Highlight des Turniers.

“Ich bin schon sehr enttäuscht jetzt. Da wäre einiges drinnen gewesen. Das gesamte Spiel war in dieser Woche sehr stabil. Es war jedenfalls eine super Erfahrung für mich hier dabei sein zu können”, so Chrissie’s erste Worte nach der Runde.

In-Kyung Kim (KOR) geht nach der 68 (-4) und bei gesamt 11 unter Par als Führende ins Wochenende.

>> Leaderboard Ricoh Women’s British Open

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